ARL 44
| ARL 44 | |
|---|---|
Frontansicht eines ARL 44 in Mourmelon-le-Grand | |
| Allgemeine Eigenschaften | |
| Besatzung | 5 (Kommandant, Fahrer, Funker, RichtschĂŒtze, LadeschĂŒtze) |
| LĂ€nge | 10,52 m (LĂ€nge mit GeschĂŒtz in 12-Uhr-Stellung) |
| Breite | 3,40 m |
| Höhe | 3,20 m (Turm Oberseite) |
| Masse | 50 t (Gefechtsgewicht) |
| Panzerung und Bewaffnung | |
| Panzerung | maximal 120 mm |
| Hauptbewaffnung | 1 Ă 90-mm-DCA45-Kanone |
| SekundÀrbewaffnung | 2 à 7,5-mm-Mod-31-Maschinengewehre |
| Beweglichkeit | |
| Antrieb | 12-Zylinder Maybach HL 230; Hubraum: 23,5 l 441 kW (600 PS) |
| Federung | Schraubenfeder |
| Geschwindigkeit | 37 km/h (StraĂe) |
| Leistung/Gewicht | 8,5 kW/t (11,5 PS/t) |
| Reichweite | 350 km |
Der ARL 44 war ein französischer schwerer Panzer, der in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in der französischen Armee eingesetzt wurde.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Konstruiert wurde der Panzer vom KonstruktionsbĂŒro Atelier de Construction de Rueil. Bereits unter der deutschen Besetzung wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges wurden in Frankreich geheime Entwicklungsarbeiten fĂŒr einen eigenen neuen Panzer betrieben. HauptsĂ€chlich basierte der Panzer auf dem Fahrgestell des Vorkriegsmodells Char B1. Als Antrieb wurde der Maybach-HL-230-Motor verwendet, der schon in deutschen Panzermodellen wie dem Panther, dem Tiger I und II sowie beim Jagdtiger zum Einsatz gekommen war.
Nach der Landung in der Normandie und der Befreiung wichtiger Industrieanlagen wurde umgehend mit der Produktion begonnen, an der hauptsĂ€chlich die Firmen FAMH (40 StĂŒck) und Renault (20 StĂŒck) beteiligt waren. Das erste Fahrzeug wurde 1944 fertiggestellt. Insgesamt wurden nur 60 StĂŒck produziert. Der ARL 44 wurde im 503e rĂ©giment de chars de combat eingesetzt, das in Mourmelon-le-Grand stationiert ist. Mit diesem Typ wurden 17 von Frankreich genutzte Panther-Panzer deutscher Produktion ersetzt, die in diesem Regiment verwendet wurden.
Verbliebene Exemplare
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Jahr 2008 wurden drei verbliebene ARL 44 gezĂ€hlt. Ein ARL 44 ist im MusĂ©e des BlindĂ©s in Saumur ausgestellt; ein Weiterer ist ein Denkmal in Mourmelon-le-Grand, und ein Dritter ist ein Wrack auf dem Ăbungsplatz des StĂŒtzpunkts des 2. Dragonerregiments in Fontevraud. Es ist relativ vollstĂ€ndig, aber die Kanone ist vom Turm abmontiert.[1]
SpÀter wurden zwei weitere gefunden, die 2017 in La Wantzenau auf die Restaurierung durch den Verein ASPHM warten.[2]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Christopher F. Foss: Panzer und andere Kampffahrzeuge von 1916 bis heute, Buch&Zeit Verlagsges. mbH, Köln 1978, S. 86
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Beschreibung des Panzers (englisch) ( vom 3. Oktober 2013 im Webarchiv archive.today)
- Technische Daten (franz.) ( vom 21. Februar 2013 im Webarchiv archive.today)
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Pierre-Olivier Buan, Neil Baumgardner: France Historical AFV Register Armored Fighting Vehicles Preserved in France. (PDF) Abgerufen am 28. August 2022 (englisch).
- â ARL-44 Tanks - History - MM Park. Abgerufen am 28. August 2022 (deutsch).