Amphilestidae
| Amphilestidae | ||||||||||||
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Lebensbild von Gobiconodon | ||||||||||||
| Zeitliches Auftreten | ||||||||||||
| Mitteljura bis Oberjura | ||||||||||||
| 165 bis 150 Mio. Jahre | ||||||||||||
| Fundorte | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Amphilestidae | ||||||||||||
| Osborn, 1888 | ||||||||||||
Die Amphilestidae sind eine Gruppe ausgestorbener SĂ€ugetiere (Mammalia), die im Mittleren und Oberen Jura lebten.
Merkmale
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Amphilestidae wie einige andere mesozoische SĂ€ugetiere (die als Eutriconodonta zusammengefasst werden), durch drei hintereinander angeordnete Höcker auf jedem Molar (Backenzahn) charakterisiert. Im Gegensatz zu den Triconodontidae ist bei ihnen allerdings der mittlere Höcker deutlich gröĂer als die beiden anderen und die nutartige Verbindung zwischen den BackenzĂ€hnen fehlt. Amphilestes, die namensgebende Gattung, dĂŒrfte im Unterkiefer pro KieferhĂ€lfte vier SchneidezĂ€hne, einen Eckzahn, vier PrĂ€molaren und fĂŒnf Molaren besessen haben. AuĂer ZĂ€hnen und Kieferteilen sind keine Funde dieser Tiere bekannt, die Funde deuten jedoch eine fleischfressende Lebensweise an.
Systematik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die spĂ€rlichen Fossilien erschweren eine genaue Abgrenzung der Amphilestidae sowie deren systematische Einordnung. Ein dreihöckriger Bau der Molaren ist auch von zahlreichen anderen mesozoischen SĂ€ugetieren bekannt, ob diese Tiere eine natĂŒrliche Gruppe (Eutriconodonta) oder lediglich konvergente Entwicklungen darstellen, ist umstritten. Auch ihre Stellung in der Systematik der SĂ€ugetiere ist unklar, es dĂŒrfte sich aber um einen relativ frĂŒhen, spezialisierten Seitenzweig gehandelt haben. Mit den heutigen SĂ€ugern sind sie nicht nĂ€her verwandt.
Zweifelsfrei nahe miteinander verwandt sind nur die Gattungen Amphilestes und Phascolotherium, die beide im mittleren Jura lebten und von Richard Owen in England entdeckt wurden. Andere Gattungen, die mit Vorbehalt in diese Gruppe eingeordnet werden, sind Aploconodon, Comodon und Triconolestes (alle aus dem Oberjura Nordamerikas), Liaotherium (aus dem Mitteljura Chinas) und Tendagurodon, die in Tendaguru (Tansania) entdeckt wurde und ein Anzeichen dafĂŒr sein könnte, dass diese Tiere auch im ehemaligen SĂŒdkontinent Gondwana verbreitet waren.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Thomas S. Kemp: The Origin & Evolution of Mammals. Oxford University Press, Oxford 2005, ISBN 0-19-850761-5.