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Assimineidae

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Assimineidae

Kegelige Marschenschnecke (Assiminea grayana)

Systematik
Überordnung: Caenogastropoda
Ordnung: Sorbeoconcha
Unterordnung: Hypsogastropoda
Teilordnung: Littorinimorpha
Überfamilie: Rissooidea
Familie: Assimineidae
Wissenschaftlicher Name
Assimineidae
H. Adams & A. Adams, 1856

Die Assimineidae sind eine Schneckenfamilie aus der Ordnung Sorbeoconcha der Caenogastropoda. Die Arten der Familie leben im Salzwasser, Brackwasser, SĂŒĂŸwasser oder auf dem Land. Die im November 2015 publizierte Acmella nana gilt als die derzeit kleinste auf dem Land lebende Schnecke.[1]

Die mĂ€ĂŸig großen bis kleinen GehĂ€use sind kegelförmig, mehr oder weniger hoch, oder eiförmig-kegelig bis fast planispiral. Die Windungen sind abgeflacht bis gut gewölbt. Die MĂŒndung ist rundlich bis eiförmig und oben meist gewinkelt. Der Mundsaum ist meist einfach, selten z. T. lippig verstĂ€rkt. Der Verschlussdeckel ist meist hornig, selten verkahlt und umfasst nur wenige Windungen. Der Nukleus liegt exzentrisch. Die Tiere haben eine kurze Schnauze, die Kieme ist hĂ€ufig reduziert. Die Kopftentakeln sind kurz oder reduziert. Der Marginalzahn der Radula ist sehr breit. Die EileiterdrĂŒse ist ventral verdickt, d. h., es fehlt ein ventraler LĂ€ngskanal. Es gibt keinen besonderen Leiter fĂŒr die Spermathek. Der Penis ist meist einfach, besondere DrĂŒsen oder AnhĂ€nge können aber vorkommen.

Geographische Verbreitung und Lebensraum

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Die Arten der Familie leben hauptsĂ€chlich in den Tropen und Subtropen, wenige Arten dringen auch in die gemĂ€ĂŸigten Zonen vor. Die meisten Arten leben im KĂŒstenbereich, am Rand von Seen, selten völlig terrestrisch, im Salzwasser, Brackwasser, SĂŒĂŸwasser oder auf dem Land. Die Assimineidae sind fast ausschließlich Pflanzenfresser bzw. weiden inkrustierende Organismen von Pflanzen und Schlamm ab.

Taxonomie und Systematik

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Das Taxon wurde 1856 von Henry Adams und Arthur Adams als Familie Assiminiidae, basierend auf der Falschschreibung Assiminia Fleming, 1828 aufgestellt[2]. Derzeit wird die Familie in drei Unterfamilien unterteilt:

Die Assimineidae sind wahrscheinlich die nÀchsten Verwandten der Wasserdeckelschnecken (Hydrobiidae).[3] Allerdings ist die Monophylie durch molekulargenetische Daten nicht belegt.

  • Wilhelm Wenz: Gastropoda. Teil I: Allgemeiner Teil und Prosobranchia. In: Handbuch der PalĂ€ozoologie. Band 6, Verlag der GebrĂŒder Borntraeger, Berlin 1938, S. 631.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Jaap J. Vermeulen, Thor-Seng Liew, Menno Schilthuizen: Additions to the knowledge of the land snails of Sabah (Malaysia, Borneo), including 48 new species. ZooKeys 531: 1-139 (2. Nov 2015) doi:10.3897/zookeys.531.6097
  2. ↑ Henry Adams, Arthur Adams: The genera of recent Mollusca: arranged according to their organization. Volume II. John van Voorst, London 1856 Online bei www.biodiversitylibrary.org (S. 314)
  3. ↑ Thomas Wilke, Martin Haase, Robert Hershler, Hsiu-Ping Liu, Bernhard Misof, Winston Ponder: Pushing short DNA fragments to the limit: Phylogenetic relationships of ‘hydrobioid’ gastropods (Caenogastropoda: Rissooidea). In: Molecular Phylogenetics and Evolution. 66(3), 2013, S. 715–736 doi:10.1016/j.ympev.2012.10.025.
Commons: Assimineidae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien