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Bellelay

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Ehemalige Klosterkirche von Bellelay (2012)
TĂȘte-de-Moine-Museum und SchaukĂ€serei in Bellelay (2010)
Luftbild von Werner Friedli (1953)

Bellelay [bɛl.lɛ] ist ein Ort im Berner Jura, der zur politischen Gemeinde Saicourt im Schweizer Kanton Bern gehört. Es liegt auf 931 mÂ ĂŒ. M. am Nordrand des Moors La Sagne im Quellgebiet der Sorne. Das Dorf ist von den HöhenzĂŒgen des Juras umgeben, im Norden befindet sich der Haut de BĂ©roie (1088 mÂ ĂŒ. M.) und im SĂŒden der Montbautier (bis 1160 mÂ ĂŒ. M.). Im Osten erhebt sich die Antiklinale des Moron.

Bellelay liegt 5 km nordnordwestlich von Tavannes an der Kantonsstrasse von Tavannes durch die Pichoux-Schlucht ins Delsberger Becken bei Bassecourt. In einer SchaukĂ€serei wird der TĂȘte de Moine, eine KĂ€sespezialitĂ€t der Region, hergestellt.

Das ehemalige Kloster Bellelay prĂ€gt das Ortsbild. Ende des 17. Jahrhunderts wurde das HĂŽtel de l’Ours erbaut. Die KlostergebĂ€ude beherbergte von 1899 bis 2021 eine psychiatrische Klinik.

Im Wald östlich von Bellelay wurde 1892 eine mennonitische Kapelle errichtet, die zweite mennonitische Kapelle im Berner Jura.[1] Die hiesige Gemeinde gehörte zu den wichtigsten Spendern beim Bau der 1894 errichteten Chapelle des Bulles in La Chaux-de-Fonds. Da sie deutschschweizer Zufluchtsuchende waren, unterhielten sie eine Schule, die umgangssprachlich als «deutsche Schule» bezeichnet wurde.[2]

  • Urs Amacher, Bernard Andenmatten, Brigitte Degler-Spengler: Die PrĂ€monstratenser und PrĂ€monstratenserinnen in der Schweiz. In: Helvetia sacra Band IV/3. Schwabe, Basel 2002, ISBN 3-7965-1218-6.
  • Jean-Claude Rebetez, Cyrille Gigandet: Bellelay BE, prĂ©montrĂ©s. In: Helvetia sacra. Band IV/3. S. 69–135.
Commons: Bellelay – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Charly Ummel, Claire-Lise Ummel: L’Église anabaptiste en Pays neuchĂątelois (= Mennonitica Helvetica. Nr. 17). Éditions d’En Haut (La Chaux-de-Fonds)/SociĂ©tĂ© Suisse d’Histoire Mennonite, 1994, ISSN 1017-1789, S. 108.
  2. ↑ Roger Ummel, Thomas Gyger, Michel Ummel et al.: Chapelle mennonite des Bulles : 1894–1994 Un siĂšcle d’existence. Eglise mennonite Ă©vangĂ©lique des Bulles, La Chaux-de-Fonds 1994, S. 20.

Koordinaten: 47° 15â€Č 48″ N, 7° 10â€Č 2″ O; CH1903: 579463 / 234740