Zum Inhalt springen

Bernhard Fraling

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Bernhard Fraling (* 11. Mai 1929 in Nordwalde; † 21. Mai 2013 in MĂŒnster) war ein deutscher katholischer Geistlicher und Moraltheologe an der Julius-Maximilians-UniversitĂ€t WĂŒrzburg.

Leben und Wirken

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Priesterweihe am 16. MĂ€rz 1957 war er zunĂ€chst Kaplan in Marl. Zwei Jahre spĂ€ter wurde er Repetent am Priesterseminar Collegium Borromaeum MĂŒnster. 1968 erfolgte die Ernennung zum Regens des Priesterseminars. Ab 1971 war Fraling Professor fĂŒr Moraltheologie und Ethik an der Theologischen FakultĂ€t Paderborn. Er wurde auf dem Friedhof in Nordwalde beerdigt.[1]

1980 erreichte ihn der Ruf an die Katholisch-Theologische FakultĂ€t der UniversitĂ€t WĂŒrzburg auf den Lehrstuhl fĂŒr Moraltheologie. WĂ€hrend dieser Zeit arbeitete er an wissenschaftlichen Einzelstudien insbesondere auf dem Gebiet der Theologie der SpiritualitĂ€t. Fraling war an der Erstellung des Katholischer Erwachsenen-Katechismus der deutschen Bischöfe beteiligt und Berater der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz. Er war Vorsitzender einer der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz zugeordneten interdisziplinĂ€ren Arbeitsgruppe, welche die weltkirchlichen AktivitĂ€ten der deutschen Kirche wissenschaftlich begleitet.[2] Er war Mitglied des Kuratoriums des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland.[3] FĂŒr die dritte Ausgabe des Lexikons fĂŒr Theologie und Kirche war er Fachberater fĂŒr SpiritualitĂ€t, Aszetik und Mystik. WĂ€hrend seiner LehrtĂ€tigkeit in WĂŒrzburg betreute er als Seelsorger gleichzeitig die Kuratie St. Afra in Maidbronn, Markt Rimpar. Außerdem engagierte er sich im Diözesanrat der Katholiken. 1986/87 war er PrĂ€sident des Rotary Club WĂŒrzburg. Von 1991 bis 1993 war er Dekan der Katholisch-Theologischen FakultĂ€t. Am 1. Oktober 1996 wurde er emeritiert.

Ehrungen und Auszeichnungen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1996 zeichnete Bischof Paul-Werner Scheele den Theologen mit der Liborius-Wagner-Plakette aus.

Er war Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung KStV Rheno-Frankonia WĂŒrzburg im KV.[4]

  • Der Mensch vor dem Geheimnis Gottes. Echter-Verlag, WĂŒrzburg 1967.
  • Mystik und Geschichte. Pustet, Regensburg 1974.
  • Ehe und Partnerschaft. Kanisius-Verlag, Freiburg im Üechtland 1982.
  • Wie kann ich das Evangelium leben? Bernward, Hildesheim 1985.
  • Natur im ethischen Argument. UniversitĂ€tsverlag, Freiburg im Üechtland 1990.
  • Geistliche Erfahrungen machen. Echter-Verlag, WĂŒrzburg 1992.
  • als Herausgeber: Lateinamerika und die katholische Soziallehre, Band 3: Demokratie. Menschenrechte und politische Ordnung. Matthias-GrĂŒnewald-Verlag, Mainz 1993, ISBN 3-7867-1740-0.
  • Kirche und Theologie im kulturellen Dialog. Herder, Freiburg im Breisgau 1994.
  • Vom Ethos der Bibel zu biblischer Ethik. Druck- und Verlagshaus Thaur, Thaur 1999.
  • Biomedizin am Lebensanfang. Schwabenverlag, Ostfildern 2003.
  • Zur SpiritualitĂ€t Ă€lterer Priester. In: Priesterrat im Bistum MĂŒnster (Hrsg.): Wir werden Ă€lter. Informationen fĂŒr Priester im Ruhestand und zur Vorbereitung darauf. Bistum MĂŒnster, MĂŒnster 2013, S. 13–35.
  • Biogramme zum Lehrpersonal der Theologischen FakultĂ€t WĂŒrzburg. Zweiter Band, Teil 1
  1. ↑ https://www.trauer.ms/traueranzeige/bernhard-fraling-2013-05-21-nordwalde-14022447
  2. ↑ Wissenschaftliche Arbeitsgruppe fĂŒr weltkirchliche Aufgaben der Deutschen Bischofskonferenz: Jahresbericht 1998/1999. Deutsche Bischofskonferenz, Bonn 2000, S. 4.
  3. ↑ Margit Eckholt und andere (Hrsg.): Intercambio. Jahrbuch des Stipendienwerkes Lateinamerika-Deutschland, Bd. 3: 2011–2014. Lit, MĂŒnster 2016, S. 298.
  4. ↑ Kartellverband katholischer deutscher Studentenvereine: KV Jahrbuch – Die Mitglieder und die Angehörigen des KV und des ÖKV 2010, Marl 2010, S. 567.