Bilddatei
Eine Bilddatei ist in der Informationstechnik eine Datei, die zum Speichern, Bearbeiten, zur DatenĂŒbertragung und zur Wiedergabe von unbewegten Bildern als digitale Bilder dient.
Arten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Unterschieden wurden ursprĂŒnglich zwei Standards:[1]
- Die GKS-Bilddatei (Graphical Kernel System) war eine Protokolldatei, die Darstellungselemente und Attribute, Bildstruktur und dynamische BildÀnderungen beschreibt.
- Der CGM (Computer Graphics Metafile) wird fĂŒr die Speicherung und Ăbertragung umstrukturierter Bilder eingesetzt.
Mit GKS wurde erstmals eine Bilddatei definiert, jedoch ersetzt heute das CGM als Standard zur Definition einer Bilddatei die GKS vollstÀndig.[2]
Man unterscheidet grundsÀtzlich zwischen einer Rastergrafik, die aus Bildpunkten (Pixeln) zusammengesetzt ist, und einer Vektorgrafik, die mit grafischen Primitiven beschrieben wird.
Dateiformate
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Dateiformat definiert unter anderem Zugehörigkeit, Aufgabe und Klasse der Datei (Betriebssystemdatei oder Textdatei usw.).[3] In welchem Dateiformat eine Datei gespeichert wurde, lĂ€sst sich an ihrer Dateinamenserweiterung erkennen (etwa â*.exeâ fĂŒr ein ausfĂŒhrbares Computerprogramm oder â*.docâ fĂŒr eine Microsoft-Textdatei). Die wichtigsten Dateiformate fĂŒr Bilddateien sind:[4]
GĂ€ngig sind auch EPS, CDR oder SVG fĂŒr Vektorgrafiken. Bei Bilddateien einer Digitalkamera handelt es sich stets um Rastergrafiken.
Mit diesen Dateien können Texte, Rastergrafiken und Grafiken gespeichert werden.
Der Inhalt der Datei wurde entweder digital errechnet (siehe errechnetes Bild) oder durch Analog-Digital-Wandlung digitalisiert und kann daher vom menschlichen Betrachter unmittelbar weder als Bild erkannt noch als Text gelesen werden. Zur Visualisierung wird ein WiedergabegerĂ€t benötigt, das den Inhalt wieder in analoge Daten zurĂŒckwandelt (sog. Digital-Analog-Wandlung); ein solches GerĂ€t ist der Computer, der mit Hilfe einer Bildbetrachtungssoftware das Bild am Monitor visualisieren kann.
Nutzung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Speichern
Das Speichern einer Bilddatei geschieht mit Hilfe eines Datenspeichers, der ein bestimmtes Dateiformat unterstĂŒtzt. Dazu wird das MenĂŒ âSpeichernâ ausgewĂ€hlt, das fĂŒr die Speicherung sorgt.[5] Moderne Betriebssysteme ordnen ĂŒber das Dateiformat Anwendungen zu, welche die Dateien interpretieren können.
- Wiedergabe
Die Wiedergabe kann entweder auf einem Computer oder durch spezifische WiedergabegerÀte erfolgen.
- DatenĂŒbertragung
Die DatenĂŒbertragung ĂŒber das Internet (durch Download bzw. Upload) ist kompliziert. Das Transmission Control Protocol (TCP) zerlegt eine zu versendende Bilddatei in einzelne kleinere Datenpakete und versendet diese getrennt voneinander ĂŒber das Internet. Dabei kann ein Datenpaket verschiedene Knotenpunkte im Internet (wie Hostrechner, Server) durchlaufen, weil an jedem Knotenpunkt der optimale Weg fĂŒr das Paket neu bestimmt wird.[6] Da unterwegs die ursprĂŒngliche Reihenfolge nicht eingehalten werden muss, hat das TCP auch die Aufgabe, die ursprĂŒngliche Reihenfolge beim empfangenden EndgerĂ€t wiederherzustellen. Das Internet Protocol (IP) regelt die korrekte Adressierung der Datenpakete, damit die im Internet angeschlossenen Computer eindeutig identifiziert werden können.[7] Die DatenĂŒbertragung der digitalen Daten beginnt mit dem Upload beim Absender und endet mit dem Download beim EmpfĂ€nger.
Bearbeitung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die VerĂ€nderung von Bilddateien kann durch Bildbearbeitungsprogramme vorgenommen werden. Zur Verringerung der DateigröĂe gibt es verschiedene Verfahren der Bildkompression, einer Form der Datenkompression. Die Bildkompression kann zu Datenverlusten fĂŒhren, es gibt jedoch auch verlustfreie Bildkompression.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â GĂŒnther Enderle/Angela Schneller, Normen der graphischen Datenverarbeitung, 1989, S. 24
- â Bernd Alheit/Martin Göbel/Max Mehl/Rolf Ziegler, CGI und CGM: Graphische Standards fĂŒr die Praxis, 1991, S. 13
- â Peter Winkler, Computer-Lexikon 2010, 2009, S. 211
- â Werner Sommer, AutoCAD 2008 und LT 2008, 2008, S. 458
- â Martin Evening, Adobe Photoshop fĂŒr Fotografen, 2006, S. 20
- â Siegfried G. HĂ€berle, Das neue Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, 2008, S. 1247 f.
- â Siegfried G. HĂ€berle, Das neue Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, 2008, S. 1248