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Bilddatei

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
(Weitergeleitet von Bilddaten)

Eine Bilddatei ist in der Informationstechnik eine Datei, die zum Speichern, Bearbeiten, zur DatenĂŒbertragung und zur Wiedergabe von unbewegten Bildern als digitale Bilder dient.

Unterschieden wurden ursprĂŒnglich zwei Standards:[1]

Mit GKS wurde erstmals eine Bilddatei definiert, jedoch ersetzt heute das CGM als Standard zur Definition einer Bilddatei die GKS vollstÀndig.[2]

Man unterscheidet grundsÀtzlich zwischen einer Rastergrafik, die aus Bildpunkten (Pixeln) zusammengesetzt ist, und einer Vektorgrafik, die mit grafischen Primitiven beschrieben wird.

Das Dateiformat definiert unter anderem Zugehörigkeit, Aufgabe und Klasse der Datei (Betriebssystemdatei oder Textdatei usw.).[3] In welchem Dateiformat eine Datei gespeichert wurde, lĂ€sst sich an ihrer Dateinamenserweiterung erkennen (etwa „*.exe“ fĂŒr ein ausfĂŒhrbares Computerprogramm oder „*.doc“ fĂŒr eine Microsoft-Textdatei). Die wichtigsten Dateiformate fĂŒr Bilddateien sind:[4]

Dateiformat Dateiendung
Autodesk Animator *.flc
Windows Bitmap *.bmp
CALS-Rastergrafik *.cal, *.dcl, *.ras, *.mil
Graphics Interchange Format *.gif
JPEG-File-Interchange-Format-Bildformat *.jpg, *.jpeg
macOS Bildformat *.PICT
Picture exchange Bildformat *.pcx
Portable Network Graphics *.png
Rohdatenformat *.exif
Tagged Image File Format *.tif
Windows Metafile *.wmf u. a.

GĂ€ngig sind auch EPS, CDR oder SVG fĂŒr Vektorgrafiken. Bei Bilddateien einer Digitalkamera handelt es sich stets um Rastergrafiken.

Mit diesen Dateien können Texte, Rastergrafiken und Grafiken gespeichert werden.

Der Inhalt der Datei wurde entweder digital errechnet (siehe errechnetes Bild) oder durch Analog-Digital-Wandlung digitalisiert und kann daher vom menschlichen Betrachter unmittelbar weder als Bild erkannt noch als Text gelesen werden. Zur Visualisierung wird ein WiedergabegerĂ€t benötigt, das den Inhalt wieder in analoge Daten zurĂŒckwandelt (sog. Digital-Analog-Wandlung); ein solches GerĂ€t ist der Computer, der mit Hilfe einer Bildbetrachtungssoftware das Bild am Monitor visualisieren kann.

Speichern

Das Speichern einer Bilddatei geschieht mit Hilfe eines Datenspeichers, der ein bestimmtes Dateiformat unterstĂŒtzt. Dazu wird das MenĂŒ „Speichern“ ausgewĂ€hlt, das fĂŒr die Speicherung sorgt.[5] Moderne Betriebssysteme ordnen ĂŒber das Dateiformat Anwendungen zu, welche die Dateien interpretieren können.

Wiedergabe

Die Wiedergabe kann entweder auf einem Computer oder durch spezifische WiedergabegerÀte erfolgen.

DatenĂŒbertragung

Die DatenĂŒbertragung ĂŒber das Internet (durch Download bzw. Upload) ist kompliziert. Das Transmission Control Protocol (TCP) zerlegt eine zu versendende Bilddatei in einzelne kleinere Datenpakete und versendet diese getrennt voneinander ĂŒber das Internet. Dabei kann ein Datenpaket verschiedene Knotenpunkte im Internet (wie Hostrechner, Server) durchlaufen, weil an jedem Knotenpunkt der optimale Weg fĂŒr das Paket neu bestimmt wird.[6] Da unterwegs die ursprĂŒngliche Reihenfolge nicht eingehalten werden muss, hat das TCP auch die Aufgabe, die ursprĂŒngliche Reihenfolge beim empfangenden EndgerĂ€t wiederherzustellen. Das Internet Protocol (IP) regelt die korrekte Adressierung der Datenpakete, damit die im Internet angeschlossenen Computer eindeutig identifiziert werden können.[7] Die DatenĂŒbertragung der digitalen Daten beginnt mit dem Upload beim Absender und endet mit dem Download beim EmpfĂ€nger.

Die VerĂ€nderung von Bilddateien kann durch Bildbearbeitungsprogramme vorgenommen werden. Zur Verringerung der DateigrĂ¶ĂŸe gibt es verschiedene Verfahren der Bildkompression, einer Form der Datenkompression. Die Bildkompression kann zu Datenverlusten fĂŒhren, es gibt jedoch auch verlustfreie Bildkompression.

Einzelnachweise

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  1. ↑ GĂŒnther Enderle/Angela Schneller, Normen der graphischen Datenverarbeitung, 1989, S. 24
  2. ↑ Bernd Alheit/Martin Göbel/Max Mehl/Rolf Ziegler, CGI und CGM: Graphische Standards fĂŒr die Praxis, 1991, S. 13
  3. ↑ Peter Winkler, Computer-Lexikon 2010, 2009, S. 211
  4. ↑ Werner Sommer, AutoCAD 2008 und LT 2008, 2008, S. 458
  5. ↑ Martin Evening, Adobe Photoshop fĂŒr Fotografen, 2006, S. 20
  6. ↑ Siegfried G. HĂ€berle, Das neue Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, 2008, S. 1247 f.
  7. ↑ Siegfried G. HĂ€berle, Das neue Lexikon der Betriebswirtschaftslehre, 2008, S. 1248