Druckgas
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Als Druckgas werden nach Bundesarbeitsblatt[1] alle Stoffe und teilweise auch Stoffgemische bezeichnet,
- deren kritische Temperatur Tc unter 50 °C liegt oder
- deren SĂ€ttigungsdampfdruck bei 50 °C ĂŒber 300 kPa ist oder
- deren Dampfdruck bei 15 °C ĂŒber 200 kPa ist.
Sicherheitshinweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Viele Druckgase sind gefÀhrlich aufgrund ihrer ReaktivitÀt. Unterschieden werden
- Brennbare Gase: Ein Gemisch des Druckgases mit Luft kann entzĂŒndet werden (bspw. Methan)
- SelbstentzĂŒndliche Gase: Ăhnlich wie Brennbarkeit, allerdings ist die ZĂŒndtemperatur unter 100 °C
- Chemisch instabile Gase:
- Durch Erhitzung tritt ein exothermer Zerfall auf
- Durch katalytisch wirksame Substanzen (bspw. alleine durch ungeeignete BehÀlter) setzt eine chemische Reaktion ein
- Giftige Gase
- Korrosive Gase (bspw. Schwefeldioxid)
Wichtig ist diese Klassifizierung insbesondere fĂŒr die Art der verwendeten DruckgasbehĂ€lter (Gasflaschen, Gaskartuschen).[2]
Verwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]EnergietrÀger
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die bei der Kompression aufgewendete Arbeit kann beim Entspannen des Gases genutzt werden.
Inhibitoren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Komprimierte inerte Gase (insbesondere Argon, Stickstoff und Kohlendioxid) dienen als Schutzgase bei chemischen Reaktionen, die unter Sauerstoffausschluss stattfinden mĂŒssen
- Komprimiertes Kohlendioxid wird zum Feurlöschen verwendet
Transport und Aufbewahrung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Viele nicht-verflĂŒssigbare Gase (ĂŒberkritische Substanzen, bspw. Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Methan, Helium etc.) werden nur komprimiert transportiert und gelagert, um den Platzbedarf zu verringern; siehe DruckgasbehĂ€lter
- Treibstoffe fĂŒr Erdgas- und Wasserstoff-betriebene Fahrzeuge