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GlassÀge

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Glasmaster zum SĂ€gen von Verbundglasscheiben
Der Glasmaster im Einsatz

Die GlassÀge ist ein Rettungswerkzeug aus dem Feuerwehrbedarf zur technischen Hilfeleistung, das zum AufsÀgen von Verbund-Sicherheitsglas, zumeist Windschutzscheiben von Kraftfahrzeugen, verwendet wird. Das Werkzeug ist eine Kombination aus Hammer und SÀge, oftmals ist im Griff des Glasmasters noch ein Federkörner eingesteckt.

Mit der hammerförmigen Seite der GlassĂ€ge wird zuerst ein Loch in die Scheibe geschlagen, um einen Zugang fĂŒr das SĂ€geblatt zu schaffen, oder es wird direkt ein vorhandener Spalt genutzt, der durch das Einschneiden der A-SĂ€ule entsteht. Danach wird mit dem SĂ€geblatt – mit rĂŒckwĂ€rtsgerichteten ZĂ€hnen, dadurch werden die Glassplitter nach außen geschleudert – die Scheibe zersĂ€gt. Der Federkörner dient zum sicheren Zerschlagen der Seitenscheiben.

Der wesentliche Nachteil der GlassĂ€ge besteht darin, dass bei ihrer Anwendung sehr feiner Glasstaub entsteht, welcher sehr leicht in Augen, Wunden und durch das Einatmen in die Lunge gelangen und dort SchĂ€den anrichten kann. Deshalb besteht bei einigen Feuerwehren inzwischen wieder die Tendenz, anstelle der GlassĂ€ge den Blechaufreißer zu verwenden, da dieser grĂ¶ĂŸere Scherben verursacht, die leichter unter Kontrolle gehalten werden können. ZusĂ€tzlich sollte versucht werden so wenig Verbundglas wie möglich zu sĂ€gen. Durch alternative Rettungstechniken, wie die „große Seitenöffnung“[1] oder das „Tunneln“[2] durch das Heck, lĂ€sst sich die Dachentfernung (hĂ€ufigster Grund fĂŒr das SĂ€gen der Frontscheibe) vermeiden.

Auch PendelhubsĂ€gen („SĂ€belsĂ€gen“) finden im Bereich der patientenorientierten Unfallrettung immer mehr Anwendung. Beim SĂ€gen von Verbundsicherheitsglas mit diesen sollte aber, wie oben schon erwĂ€hnt, unter UmstĂ€nden auf die Entstehung von Glasstaub geachtet und die EinsatzkrĂ€fte (Staubschutzmasken) sowie Patienten (Folie o. À.) adĂ€quat vor dieser Gefahr geschĂŒtzt werden. Der Glasstaub kann zusĂ€tzlich mit aufgetragenem Wasser oder Rasierschaum zu großen Teilen gebunden werden, dies befreit aber in keinem Fall von den Schutzmaßnahmen.[3]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Rettungstechnik Große Seitenöffnung
  2. ↑ Rettungstechnik Tunneln
  3. ↑ Glasmanagement an Verbundglasscheiben