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Gotthardpost

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Die «Gotthardpost»

Das Bild Gotthardpost wurde 1873 vom ZĂŒrcher Maler Rudolf Koller gemalt. Es zeigt eine sommerliche Fahrt mit einem FĂŒnfspĂ€nner ĂŒber den Gotthardpass, ist sein bekanntestes Werk und gilt als eines der populĂ€rsten GemĂ€lde der Schweiz. Es ist im Kunsthaus ZĂŒrich ausgestellt.[1]

1873 wurde der ZĂŒrcher Industrielle und Eisenbahnpionier Alfred Escher als DirektionsprĂ€sident der Schweizerischen Nordostbahn verabschiedet, und die Verantwortlichen waren auf der Suche nach einem passenden Abschiedsgeschenk, ein reprĂ€sentatives ÖlgemĂ€lde sollte es sein. Rudolf Koller, zu jener Zeit ein gefragter Maler, wurde angefragt und sagte zu, obwohl er sonst kaum noch Auftragsarbeiten annahm. Er war frei in der Themenwahl und entschied sich fĂŒr ein Sujet zum Thema Gotthard, dessen Untertunnelung Escher massgeblich mit initiiert hatte.

Koller reiste also mit seiner Frau auf den Gotthard, wo er sich in dem Hospiz im Hotel Monte Prosa einquartierte und nach einem geeigneten Schauplatz fĂŒr ein GemĂ€lde suchte. Studien belegen, dass ihm zuerst das Motiv einer Reisegruppe auf der Passhöhe vorschwebte. Seine Frau soll jedoch vorgeschlagen haben, stattdessen eine fahrende Postkutsche abzubilden.[2] Koller entschied sich fĂŒr die Fahrt einer rasch talwĂ€rts fahrenden Gotthardkutsche auf der SĂŒdseite des Passes, wo sich die «Tremola» genannte historische Strasse in vierundzwanzig imposanten Kehren im gleichnamigen Tal von der Passhöhe hinunter nach Airolo in der Leventina windet. Der Name bezieht sich auf das italienische Verb tremare (zittern). Die Strasse fĂŒhrt also durch das «Tal des Zitterns», da die Fahrt wohl manche Passagiere in den steilen und engen Serpentinen das FĂŒrchten gelehrt haben dĂŒrfte.

Gebaut wurde die Tremola zwischen 1827 und 1832 nach PlĂ€nen des Tessiner Ingenieurs Francesco Meschini (1762–1840). Sie war 1830 eröffnet worden, ab 1842 gab es einen regelmĂ€ssigen Verkehr mit der fĂŒnfspĂ€nnigen Postkutsche. Im oberen Abschnitt ĂŒberwindet die Strasse auf einer LĂ€nge von vier Kilometern dreihundert Höhenmeter. Die sechs bis sieben Meter breite Fahrbahn ist heute weitgehend im Zustand der Rekonstruktion von 1951. Sie wird von hohen Mauern begrenzt und gestĂŒtzt, teilweise sind noch die alten Trockenmauern vorhanden. Auch die PflĂ€sterung der Fahrbahn mit Kopfsteinpflaster aus Granit aus der Zeit um 1940 ist weitgehend erhalten, ebenso gibt es noch die steinernen Pfosten am Strassenrand.[3]

Die «Gotthardpost» entstand in mehreren Schritten, Koller fertigte zuerst zahlreiche Bleistiftskizzen und vier Studien in Öl an, fĂŒr diese Vorarbeiten wurde ihm eigens ein Gespann zur VerfĂŒgung gestellt.[4] An den Studien zeigt sich, wie er anhand von Skizzen in Hoch- und Querformat, Zwei- und FĂŒnfspĂ€nnern nach der geeigneten Version suchte. Die erste Studie, das Ölbild «Die Gotthardstrasse, Naturstudie», zeigt im Querformat als Grundlage die leere Passstrasse. Eine zweite Studie nur mit zwei Deichselpferden zeigt in erster Linie eine genaue Studie der Kutsche. Die KĂŒhe fehlen noch, anstelle des rennenden Kalbes geht ein Wanderer, vielleicht ein Maler mit seiner Staffelei.

Die dritte und vierte Studie zeigen beide den FĂŒnfspĂ€nner, drei Schimmel vor zwei Braunen. Die dritte stellt im Querformat nun auch die KĂŒhe dar, wobei diese im Hintergrund nur angedeutet sind. Das Kalb scheint eher zu traben, anstatt verĂ€ngstigt zu rennen.

In der vierten Studie kommt Koller der endgĂŒltigen Komposition nĂ€her. Sie ist nun im Hochformat gehalten, das Licht fĂ€llt wieder von rechts auf die Szene. Die mitreisende Person auf der Kutsche ist recht deutlich ausgefĂŒhrt. Ein zweiter Passagier sitzt mit dem RĂŒcken zur Fahrtrichtung, nur der Hut ist zu erkennen. Das Kalb rennt nun, die KĂŒhe im Hintergrund sind nicht mehr abgebildet, neben der Strasse steigt der Berg steil an.

Die «Gotthardpost»

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Die «Gotthardpost» im Kunsthaus

Um eine möglichst dynamische Komposition zu erhalten, fĂŒgte Koller die Szenerie der endgĂŒltigen Version aus verschiedenen Motiven zusammen, der abgebildete Strassenverlauf ist in Wirklichkeit so nicht zu finden.

In der endgĂŒltigen Version hielt Koller die Fahrt der talwĂ€rts rasenden fĂŒnfspĂ€nnigen Kutsche fest, vor ihr rennt in Panik das Kalb. Die Darstellung der Kutsche mit dem Kutscher ĂŒbernahm Koller sehr direkt von der ersten Studie mit dem ZweispĂ€nner und setzte anschliessend das Dreigespann mit den Schimmeln davor. Den frĂŒher dargestellten Passagier auf der Kutsche liess er weg, um den Blick nicht vom Kutscher abzulenken. Erstmals zeigte Koller auch die Landschaft: Den steilen Abhang in den Studien ersetzte er durch eine Wiese, im Hintergrund sind weitere Serpentinen sichtbar, weiter oben folgen ein paar KĂŒhe der Herde, die soeben von der Kutsche ĂŒberholt worden ist. Durch die gewĂ€hlte Darstellung der Begegnung der Kutsche mit den KĂŒhen nahm Koller in Kauf, dass eine volle Fahrt durch die Kuhherde wegen deren Blockade der Strasse in Wirklichkeit unmöglich wĂ€re.

Den Hintergrund der Szene bildet im Wesentlichen die Zickzack-Linie der Strasse, die sich in Serpentinen steil zum Hospiz hochwindet. Die Linie des Horizontes verlĂ€uft links und rechts jeweils parallel zur Strasse – die Horizontlinien scheinen den Strassenverlauf nach oben fortzusetzen – wodurch der Effekt der sich auftĂŒrmenden Landschaft mit den zunehmend steileren Diagonalen verstĂ€rkt wird.

Alfred Eschers Familie stiftete das GemĂ€lde 1898 dem Kunsthaus ZĂŒrich.

Der Kontrast zwischen zwei BewegungsablĂ€ufen, der Gegensatz von Technik und Natur – die rasche Pferdekutsche und die langsame Kuhherde – erzeugt einen dramatischen Effekt, der als Allegorie auf die Beschleunigung der Verkehrsmittel zu verstehen ist. Die KĂŒhe vermitteln den ruhigen Zug der Saumtiere, die wĂ€hrend vieler Jahrhunderte den Rhythmus ĂŒber die Passwege bestimmten. Die dahinrasende Kutsche, die die Herde und somit auch die Traditionen ĂŒberholt, zeigt den Modernisierungsschub, den am Anfang der 1870er Jahre der Bau der Eisenbahnlinie von Schwyz nach FlĂŒelen mit sich brachte. Damit verbunden ist der Bau des Gotthardtunnels, mit dem im Herbst 1872 begonnen worden war.[5] VerknĂŒpft ist die Beschleunigung des Tempos oft mit Verunsicherung oder Ängsten, wie sie das Kalb gerade empfinden mag, das vor der Kutsche hergetrieben wird.

Treibende Kraft hinter der Gotthardbahn war ironischerweise Alfred Escher, der Mann, dem das GemĂ€lde gewidmet war und dessen Lebenswerk indirekt fĂŒr die Eliminierung der Postkutschen verantwortlich war.

Die Pferde ziehen die Kutsche im damals ĂŒblichen Geschirr mit holzverstĂ€rktem Kummet. Die Kopfgeschirre sind mit Scheuledern versehen, die den Blick nach vorne richten und damit die Gefahr des Ablenkens durch Ereignisse am Strassenrand vermindern. Glocken am Zaumzeug mahnen andere StrassenbenĂŒtzer zur Vorsicht. Die hinteren Hufe waren jeweils mit Stollen versehen, um die Trittfestigkeit auf den Naturstrassen zu erhöhen.

Der Kutscher im traditionellen roten Gilet, dunkelgrauer Weste und dem lackierten Hut mit hellem Band hÀlt die Fahrleinen mit der linken Hand, mit der rechten hÀlt er die Peitsche und betÀtigt die rechte Bremskurbel. Um mit der rechten Hand die linke Bremse betÀtigen zu können, muss er jeweils auch die Peitsche in die linke Hand wechseln. Vermutlich war er von der Postpferdehalterei Meyer in Andermatt angestellt, eine der grössten und bekanntesten in der Schweiz.[6] Unter der Verdeckplane ist viel GepÀck untergebracht, der Wagen scheint voll besetzt. Durch das linke Wagenfenster ist eine Person zu erkennen.

Die Zugpferde kamen aus der unteren Surselva, gezĂŒchtet wurden sie in Obersaxen und im Val Lumnezia. JĂ€hrlich kamen rund 1900 Pferde ĂŒber den Oberalppass ins Gotthardgebiet.[7]

Die goldene Zeit des Kutschenbaus begann in der Schweiz 1849 mit der Übernahme des Postwesens durch den Bund und endete kurz nach 1900 durch das Aufkommen des Autos. Bei der von Koller abgebildeten Postkutsche handelt es sich um das Modell «CoupĂ©-Berline» mit zehn bis zwölf PlĂ€tzen, ein robustes und gut gefedertes Modell mit einem Gewicht von 1,5 Tonnen. Die maximale LĂ€nge betrug knapp 5 Meter, die Höhe bis zur Decke des Cabriolets etwa 325 Zentimeter. Die Form der Gotthardpost-Berline mit der hochgezogenen Bodenlinie vor und hinter den TĂŒren entsprach der Mode jener Zeit. Wer der Erbauer war, ist nicht bekannt.

Die Kutsche verkehrte tĂ€glich auf der Gotthardroute von FlĂŒelen am VierwaldstĂ€ttersee bis nach Camerlata am SĂŒdende des Comersees. Die Fahrt dauerte 23 Stunden: Abfahrt in FlĂŒelen war um 8:00 Uhr, Camerlata wurde am nĂ€chsten Morgen um 7:00 Uhr erreicht. Zwölf Mal wurden die Pferde gewechselt.[8] Verantwortlich fĂŒr Post und die FahrgĂ€ste war ein Kondukteur. Der letzte Kondukteur auf einer Gotthardkutsche war Alois Zgraggen.

Die einzige noch erhaltene Gotthardkutsche, gebaut kurz nach 1850, steht noch fahrtĂŒchtig seit 1898 im Eingangsbereich des Landesmuseums in ZĂŒrich. 1998 fuhr die Kutsche zur Eröffnung des neuen Nationalmuseums an den Genfersee zum Schloss Prangins.[9]

Die wesentlichsten Linien der Bildkomposition sind die beiden Diagonalen. Die eine Linie von rechts oben nach links unten entsteht aus der Bewegung der Kuhherde, die von rechts oben in die Flanke der Pferde stösst und sich ĂŒber die Köpfe der beiden Schimmel hinunter zum ersten Pfosten am Strassenrand fortsetzt. Diese Linie wird verstĂ€rkt durch den Verlauf eines Strassenabschnitts weiter oben und die darĂŒber liegende Horizontlinie. Gleichzeitig drĂ€ngt die Linie die Kutsche ĂŒber die Symmetrieachse nach links ab, was ihre Wirkung verstĂ€rkt. Die Peitschenschnur bildet dazu eine feine Parallele.

Die zweite Diagonale von links oben nach rechts unten wird gebildet durch den Kutscher, den Verlauf der Leinen, das links laufende braune Pferd, den mittleren Schimmel und das rennende Kalb. Die Diagonalen schneiden sich in dem von einer hellen Staubwolke umgebenen Kopfbereich des mittleren Schimmels, von dem die Linien strahlenförmig nach aussen laufen – Koller hat hier nichts dem Zufall ĂŒberlassen.

1965 tauchte auf dem amerikanischen Kunstmarkt eine weitere «Gotthardpost» auf, von Koller signiert und datiert auf 1874. Mit Ausnahme einiger Details und der spÀteren Datierung sind beide Fassungen identisch. Koller erzÀhlt, wie es dazu kam:

«In diesem Sommer [1873] machte mir die Nordostbahn die Bestellung eines Bildes als Geschenk fĂŒr Herrn Alfred Escher, als abtretenden PrĂ€sidenten des Direktoriums dieser Bahn. Ich wĂ€hlte das Motiv der Gotthardpost, bereiste die Gotthardstrasse und machte diesbezĂŒgliche Studien. Im Herbst sah Herr Imthurm aus London das angefangene Bild und wĂŒnschte eine Copie davon zu besitzen. Es wurde mir von den Bestellern auch bewilligt, eine solche anzufertigen. Das Direktorium der Nordostbahn wie die Herren Escher und Imthurm waren dann auch zufrieden mit der AusfĂŒhrung, und bis auf den heutigen Tag gilt im Publikum das immer noch als das beste meiner Bilder. Das Ă€rgerte mich zwar immer, und ich glaubte auch mit Recht, dass ich seit dieser Zeit doch noch bessere, wenn auch nicht so populĂ€re Bilder gemalt habe.»[10]

Es stellte sich heraus, dass ein Schweizer Bankier in London Koller um eine zweite Fassung der «Gotthardpost» gebeten hatte. Da der Maler wegen einer unvorsichtigen BĂŒrgschaft in finanzielle Schwierigkeiten geraten war, kam ihm der Auftrag gelegen.

Das Bild blieb in England, bis es Mitte des 20. Jahrhunderts in den USA auf einer Auktion an einen HĂ€ndler aus New York versteigert wurde. Dieser bot das GemĂ€lde 1965 der damaligen Schweizerischen Kreditanstalt – heute die Credit Suisse – zum Kauf an, jener Bank, die Alfred Escher 1856 gegrĂŒndet hatte, um den Bau des Gotthardtunnels finanzieren zu können. Das GemĂ€lde ist somit ein Zeuge der GrĂŒndungsgeschichte der Bank und deren Engagement fĂŒr den Bau der Gotthardbahn.[11][12]

Auf den ersten Blick scheinen die GemÀlde gleich zu sein, beim genaueren Hinsehen allerdings zeigen sich ein paar Unterschiede. Der auffallendste ist die Figur des seinen Stock schwingenden Kuhhirten, den Koller in der Kopie gut zu erkennen hinter die Herde gesetzt hat; in der Originalfassung ist er nur schemenhaft angedeutet. Den zweiten Hirten, der im Hintergrund auf der oberen Kurve erst beim genauen Hinsehen zu sehen ist, hat Koller in der Kopie grösser gemalt, dadurch ist er besser zu erkennen.

Dazu kommen Unterschiede in der AusfĂŒhrung der Felsen im Hintergrund, des Himmels sowie der Strasse und der Steine links im Vordergrund. Pferde, Kutsche mit Kutscher sowie das Kalb sind von Kleinigkeiten abgesehen identisch ausgefĂŒhrt. Die Kopie ist mit 139 × 117,5 cm grösser als die erste Version (117 × 100 cm)

Werbung vor dem Kunsthaus ZĂŒrich

Kollers «Gotthardpost» ist eines der populĂ€rsten Werke der Schweizer Kunst; unzĂ€hlige Male ist sie auf WerbeflĂ€chen, Plakaten, Postkarten und in SchulbĂŒchern abgebildet. Das Kunsthaus wirbt mit ihr fĂŒr seine Sammlung, deren Hauptattraktion sie ist, und im Mai 2022 erschien eine goldene GedenkmĂŒnze.[13] Mausmatten, Tassen, Porzellanteller und Kalender sind damit verziert, als Puzzle gibt es sie, und auch auf einem Postauto war sie abgebildet.[14]

Koller selbst ĂŒbrigens mochte das Bild nicht besonders; er sagte, das Beste daran sei der Titel.[15] Neben der gekonnten Wiedergabe des talwĂ€rts rasenden GefĂ€hrts und der Kraft und Dynamik, die das Bild ausstrahlt, ist es wohl tatsĂ€chlich auch der Titel, der zur PopularitĂ€t des Bildes beitrĂ€gt. Der Name «Gotthard» allein löst auch beim heutigen Betrachter noch Assoziationen aus. Manche sehen in diesem Bergmassiv mitten in den Alpen ein Symbol fĂŒr die Schweiz an sich. Durch seine NĂ€he zur Landschaft der GrĂŒndungslegenden der Alten Eidgenossenschaft um den VierwaldstĂ€ttersee gilt er fĂŒr viele als Symbol des schweizerischen Freiheitswillens, man sieht in ihm das Herz und den Ursprung der Eidgenossenschaft. Gleichzeitig ist er ein Symbol fĂŒr den technischen Fortschritt und die Leistungen der Ingenieure und Arbeiter beim Bau des Eisenbahntunnels und frĂŒher beim Bau der Strasse durch die Schöllenen. WĂ€hrend des Zweiten Weltkriegs stand der Gotthard fĂŒr die militĂ€rische Abwehr.[16] Weil das Bild «ohne folkloristisches Kolorit und politisches Pathos auskommt, konnte es zum populĂ€ren, weil demokratischen Kunstwerk werden».[17]

Das Ende der Postkutschen

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Touristenfahrt auf dem Gotthard

Die Eröffnung des Eisenbahntunnels durch den Gotthard am 22. Mai 1882 bedeutete das Ende des regulĂ€ren Postkutschenbetriebs, im Herbst 1881 fuhr die letzte Postkutsche ĂŒber den Pass.[18] FĂŒr den Lokalverkehr wurde ein reduzierter Betrieb aufrechterhalten. Die letzte Gotthardpost fuhr am 13. September 1921, dann wurde der Betrieb vollstĂ€ndig eingestellt.[19] Heute werden als Touristenattraktion Passfahrten in einer originalgetreu nachgebauten Postkutsche angeboten.[20]

«Fröhliche Heimkehr», 1874
  • Das gleiche Motiv mit dem Gespann der drei Schimmel verwendete Koller ein Jahr spĂ€ter noch einmal fĂŒr das GemĂ€lde «Fröhliche Heimkehr».
  • Das im Juni 2018 von der Galerie Kornfeld versteigerte Bild mit der vierten Studie erzielte einen Preis von 550'000 Franken.[21]
  • Das GemĂ€lde inspirierte Peter von Matt zu seinem Essay «Das Kalb vor der Gotthardpost», in dem der Autor anhand des GemĂ€ldes die Seelengeschichte der Schweiz und die Modernisierungsprozesse im Europa des neunzehnten Jahrhunderts betrachtet.[22][23]
SondermĂŒnze Gotthardpost, 2013
  • 2013 wurde eine goldene 50 Franken SondermĂŒnze Gotthardpost nach Rudolf Koller herausgebracht.
Commons: Rudolf Koller Gotthardpost – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Schweiz aktuell am Gotthard - Die Gotthardpost. 25. Juli 2016, abgerufen am 20. August 2022.
  2. ↑ Christoph Becker et al.: Rudolf Koller. Kunsthaus ZĂŒrich, 2002, S. 24.
  3. ↑ Tremolastrasse (Val Tremola) - Wanderland. Abgerufen am 20. August 2022.
  4. ↑ Der Gotthard-Postwagen. Schweizerisches Landesmuseum, ZĂŒrich, S. 11
  5. ↑ Gotthardtunnel (Göschenen/Airolo, 1882). Abgerufen am 20. August 2022.
  6. ↑ Der Gotthard-Postwagen. Schweizerisches Landesmuseum, ZĂŒrich, S. 10
  7. ↑ Der Gotthard-Postwagen. Schweizerisches Landesmuseum, ZĂŒrich, S. 31
  8. ↑ Der Gotthard-Postwagen. Schweizerisches Landesmuseum, ZĂŒrich
  9. ↑ C5: Kutschen - Nationale und internationale Ausrichtung. 5. MĂ€rz 2021, abgerufen am 20. August 2022 (Schweizer Hochdeutsch).
  10. ↑ Andres Furger: Der Gotthard-Postwagen. Schweizerisches Landesmuseum, ZĂŒrich, S. 10
  11. ↑ Rudolf Koller Gotthardpost, 1874 Roman Signer Salut, 2010 Credit Suisse Collection ZĂŒrich Paradeplatz Credit Suisse Collection
  12. ↑ Andres Furger: Der Gotthard-Postwagen. Schweizerisches Landesmuseum, ZĂŒrich, S. 10.
  13. ↑ CoinArchives.com Lot Viewer. Abgerufen am 20. August 2022.
  14. ↑ Andreas Maurer, Lorenz Honegger und Doris Kleck: SUBVENTIONSMISSBRAUCH: So kam es zum Postauto-Skandal. Abgerufen am 20. August 2022.
  15. ↑ Adolf Frey: Der Tiermaler Rudolf Koller. Stuttgart / Berlin, 1906, S. 122.
  16. ↑ Der Gotthard – der helvetische Sinai. 8. MĂ€rz 2012, abgerufen am 20. August 2022 (Schweizer Hochdeutsch).
  17. ↑ Christoph Becker et al.: Rudolf Koller. Kunsthaus ZĂŒrich, 2002, S. 26.
  18. ↑ Mit der Strasse kamen die Postkutschen. 14. Oktober 2010, abgerufen am 20. August 2022.
  19. ↑ Galerie Kornfeld Auktionen AG Bern: Rudolf Koller : Die Gotthardpost. Abgerufen am 20. August 2022 (gb).
  20. ↑ Schweiz Tourismus: In der Postkutsche ĂŒber den Gotthard. Abgerufen am 20. August 2022.
  21. ↑ Die «Gotthardpost» von Rudolf Koller ist fĂŒr 550 000 Franken verkauft worden. In: Neue ZĂŒrcher Zeitung. ZĂŒrich 16. Juni 2018 (nzz.ch).
  22. ↑ Peter von Matt: Das Kalb vor der Gotthardpost. Zur Literatur und Politik der Schweiz - Perlentaucher. Abgerufen am 20. August 2022.
  23. ↑ Peter von Matt: «Das Kalb vor der Gotthardpost. Zur Literatur und Politik der Schweiz». 1. Dezember 2012, abgerufen am 20. August 2022 (Schweizer Hochdeutsch).