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H-Blockx

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H-Blockx
H-Blockx beim Taubertal-Festival 2025

H-Blockx beim Taubertal-Festival 2025

Allgemeine Informationen
Herkunft MĂŒnster, Deutschland
Genre(s) Crossover
Aktive Jahre ab 1990
Auflösung
Website www.h-blockx.com
GrĂŒndungsmitglieder
Henning Wehland
Tim „Tinte“ Humpe (geb. Tenambergen)
Stephan „Gudze“ Hinz (bis 2003, seit 2007)
Johann-Christoph „Mason“ Maass (bis 1997)
Aktuelle Besetzung
Gesang
Henning Wehland
Gitarre
Tim „Tinte“ Humpe
Bass
Stephan „Gudze“ Hinz (bis 2003, seit 2007)
Schlagzeug
Steffen Wilmking (1999–2001, seit 2003)
Ehemalige Mitglieder
Gesang
Dave Gappa (1992–2000, live: 2003–2005,2024)
Schlagzeug
Marco Minnemann (1998–1999)
Schlagzeug
Martin „Dog“ Kessler (2002)
Bass
Fabio Trentini (2003–2006)

H-Blockx ist eine deutsche Rockband, die 1990 von Henning Wehland am Gymnasium Wolbeck im westfĂ€lischen MĂŒnster gegrĂŒndet wurde. Sie gilt als ein deutscher Vorreiter der Stilrichtung Crossover.[1] Neben den sieben Alben und einem Best-of-Album schrieben sie unter anderem den Soundtrack zu dem deutschen Kinofilm Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding.

Der Bandname leitet sich vom Begriff „H-Block“ ab, mit dem die charakteristisch geformten GebĂ€ude des GefĂ€ngnisses „HMP Maze“ wĂ€hrend des Nordirlandkonflikts bezeichnet wurden.[2][3]

Die erste Single Risin’ High, die sich 1995 in einer zweiten Veröffentlichung in den Charts etablieren konnte, verkaufte sich bereits 1993, ohne explizit beworben zu werden, allein durch Mundpropaganda 10.000 Mal und bildete einen soliden Grundstein fĂŒr das DebĂŒtalbum Time to Move, das mit einem Budget von lediglich 10.000 DM produziert wurde.[4] Dieses avancierte mit 62 Chartwochen nicht nur zu dem deutschen Album des Jahres, sondern erreichte zudem mit ĂŒber 500.000 verkauften Exemplaren Platinstatus.[4] DarĂŒber hinaus wurden die H-Blockx 1994 bei den MTV Europe Music Awards als German Local Hero ausgezeichnet.[5] Durch die große Beliebtheit des Musikstils im Snowboard-Genre gastierte die Band im Dezember 1995 beim ausverkauften Air-&-Style-Contest in Innsbruck neben Clawfinger. Zudem wurden sie 1995 fĂŒr den „MTV Breakthrough Artist Award“ nominiert.[3]

Im folgenden Jahr wurde Risin’ High mit dem VIVA-Cometen fĂŒr das beste nationale Video des Jahres prĂ€miert und eine erste ausgedehnte Tournee durch Europa gestartet. Nach Veröffentlichung des zweiten Albums Discover My Soul 1996, mit dem etwa 250.000 VerkĂ€ufe erzielt wurden, traten die H-Blockx als Vorgruppe von Bon Jovi bei diversen Open-Air-Konzerten auf und gingen erneut auf Europatournee.[5][3][6]

1997 verließ Schlagzeuger Mason die H-Blockx aus gesundheitlichen wie auch privaten GrĂŒnden. Er wurde 1998 durch Marco Minnemann von den Freaky Fukin Weirdoz ersetzt. Das dritte Studioalbum Fly Eyes wurde im selben Jahr fertiggestellt, erzielte 120.000 VerkĂ€ufe und die Band trat auf der Warped Tour innerhalb Europas auf.[6] Nach nur einem Jahr mit neuem Drummer stand die Band erneut ohne Schlagzeuger da, nachdem Marco Minnemann die H-Blockx 1999 wieder verlassen hatte. Diese LĂŒcke konnte durch Steffen Wilmking von Thumb geschlossen werden, so dass noch im selben Jahr der Soundtrack zur deutschen Actionkomödie Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding geschrieben und eingespielt werden konnte, in der die Bandmitglieder zudem in kleineren Rollen zu sehen sind.[7] Viele der Titel auf diesem Soundtrack stammen aus der Feder von Henning Wehland.[6] Auch in den USA konnten die H-Blockx Erfolge feiern, als sie 1999 auf der Warped Tour neben namhaften KĂŒnstlern wie Eminem, Ice-T, blink-182 und den Suicidal Tendencies auftraten. Mit Oh Hell Yeah steuerten sie den Titelsong zum vierten offiziellen World-Wrestling-Federation-Sampler bei, der sich 1,4 Millionen Mal verkaufte und Platz 4 der Billboard Charts erreichte. Das zugehörige Musikvideo wurde in Los Angeles unter Beteiligung des US-Wrestlers Steve Austin gedreht. Im Anschluss gingen die H-Blockx als Support von Biohazard, einer Band, deren Publikum nach EinschĂ€tzung von Henning Wehland „nur schwer zu bespielen ist“, erneut auf eine sechswöchige US-Tournee mit durchschnittlich 15.000 bis 20.000 Konzertbesuchern.[5][6]

Gitarrist Tim Tenambergen (2002)
Bassist Stephan „Gudze“ Hinz (2002)
SĂ€nger Henning Wehland (2004)

Im Oktober 2000 verließ Dave Gappa die Band, 2001 ersetzte Dog den Schlagzeuger Steffen Wilmking. 2002 wurde die Single Get in the Ring des gleichnamigen Albums zur offiziellen „Walk-In-Hymne“ des Boxweltmeisters Sven Ottke. Im Jahr 2003 verließ Stephan „Gudze“ Hinz, der Hauptsongwriter, die Band, Fabio Trentini schloss sich als Bassist an, wĂ€hrend Steffen Wilmking als Schlagzeuger zurĂŒckkehrte.[8][6] WĂ€hrend des Festivalsommers 2003 unterstĂŒtzte auch Dave Gappa die Band erneut.[6] Im selben Jahr trat Henning Wehland in der Folge „Das Konzert“ der Comedy-Serie Axel! von Axel Stein auf, in der den H-Blockx die Rolle des Headliners des „Smash Festivals“ zukam.[9] Weitere Single- und Alben-Veröffentlichungen konnten sich ebenfalls stets in den Charts platzieren. Livekonzerte bei mehreren Tourneen und Auftritte bei Rock am Ring und Rock im Park absolvierte die Gruppe sehr erfolgreich.[5] Im Jahr 2004 veröffentlichten die H-Blockx ihr fĂŒnftes Studioalbum No Excuses, dessen dreizehn Songs sie in nur zehn Tagen eingespielt hatten.[6] Nach Aussage von Henning Wehland wurden bei diesem Album „Punk- und Rap-EinflĂŒsse außen vor gelassen“ und „auf das konzentriert, was die H-Blockx [
] immer ausgemacht hat, [
] eine Blues- und Classic Rock-orientierte GitarrenfĂŒhrung, wenige Metal-EinflĂŒsse und durchaus poprockige Gesangsmelodien“.[6] Dadurch entstanden „Songs, die in erster Linie auf einer Melodie aufbauen“.[6] Um ihre Vorabveröffentlichung des Albums fĂŒr Interviewpartner und Rezensenten gegen Raubkopien zu schĂŒtzen, wurde es im Rahmen eines fiktiven Radiointerview vorgestellt.[6] Die enthaltene Single, eine Coverversion von Celebrate Youth, entstand auf Treiben durch Fabio Trentini und Steffen Wilmking, die beide in ihrer Jugend große Fans von Rick Springfield waren.[6] Pink begleiteten sie als Vorband auf ihrer Tour im Jahr 2004.[6] Im selben Jahr erschien ihr erstes Best-of-Album unter dem Titel More Than A Decade, dessen CD-Cover das OstgebĂ€ude der National Gallery of Art zeigt. Eigener EinschĂ€tzung zufolge spielte die Band zwischen 1999 und 2004 jĂ€hrlich etwa 100 Konzerte.[6]

Zu ihrem 15-jĂ€hrigen BĂŒhnenjubilĂ€um am 7. Mai 2005 trat die Gruppe beim Eurocityfest auf dem Domplatz ihrer Heimatstadt MĂŒnster auf.[10]

Beim sechsten Studioalbum Open Letter to a Friend konnten sich Band und Management ĂŒber den Sound des Albums sowie dessen Vermarktung nicht einigen. Im Verlauf der Verhandlungen kommt es zu einer Wette: „Einmalig in der Geschichte der deutschen Plattenindustrie bietet sich eine Band an, sowohl die kreative, als auch finanzielle Verantwortung zu ĂŒbernehmen.“[11] Die Vereinbarung besagte, dass die Plattenfirma nur dann fĂŒr die entstehenden Marketing-Kosten aufkomme, falls das Video der ersten Single Countdown to Insanity bei YouTube mindestens 100.000 Aufrufe verzeichne oder sich die Single unter den Top-10-Titeln der deutschen Singlecharts platzieren könne. Am 6. August 2007 wurde bei YouTube der 100.000. Aufruf des Videoclips verzeichnet, wodurch die H-Blockx die Wette gewannen. Am 8. September 2007 gaben sie vor rund 5000 Zuschauern eine Gratis-Show auf dem MĂŒnsteraner Domplatz. Als BĂŒhne diente ihr Guerilla-Tour-Bus.

Am 25. Mai 2012 erschien das siebte Studioalbum unter dem Titel HBLX, der aus einer Idee aus den 1990er Jahren entstand, da bei der Beschriftung von 2-ZollbĂ€ndern fĂŒr TonbandgerĂ€te hĂ€ufig auf AbkĂŒrzungen zurĂŒckgegriffen werden musste.[12] Am selben Tag wurde mit Hi Hello die erste Single von diesem Album veröffentlicht. Eine weitere Single aus dem Album ist Love Can't Say, die vom Stil an die Red Hot Chili Peppers erinnert.[13] Der Videodreh zu diesem Song erfolgte auf der Insel RĂŒgen.

Im darauffolgenden Jahrzehnt traten die H-Blockx nur sehr sporadisch in Erscheinung. WĂ€hrend es in den Sommern der Jahre 2022–2024 einige Auftritte bei Festivals gab, ging die Band im Oktober 2024 auf Headliner-Tour, um das 30-jĂ€hrige JubilĂ€um ihres DebĂŒtalbums Time to Move zu feiern.[14] Mit dabei war auch der ehemalige SĂ€nger Dave Gappa. Auf der Tour wurde mit Fallout ein neuer Song gespielt und eine Aussicht auf mehr neue Musik und eine Tournee im Jahr 2025 gestellt. Die am 8. November veröffentlichte Single Fallout ist ihre erste Veröffentlichung seit zwölf Jahren. Mit STRAIGHT_OUTTA_NOWHERE erschien am 22. August 2025 eine weitere Single, die zugleich die erste Veröffentlichung bei dem von den Donots gegrĂŒndeten Label Solitary Man Records war.[15] Ab Herbst 2025 geht die Band auf „Fillin’ the Blank“-Tour, die elf Stationen in Deutschland und der Schweiz umfasst.[16] Gleichzeitig wurde ein neues Album mit demselben Titel angekĂŒndigt, welches am 6. MĂ€rz 2026 erscheinen soll.[17]

Am 26. September 2025 wurde mit LIGHTS_OUT der zweite Song des neuen Albums vorgestellt.[18] In den darauffolgenden Monaten wurden mit CORNS_ABOUT_2_POP, COME_CLEAN sowie DESPERADO weitere Lieder vorab veröffentlicht. DarĂŒber hinaus werden im MĂ€rz 2026, der Veröffentlichungswoche des neuen Albums FILLIN_THE_BLANK, einige Album-Release-Shows in Deutschland und Österreich gespielt sowie Festivalauftritte fĂŒr den Sommer angekĂŒndigt.[19]

Studioalben

Jahr Titel
Musiklabel
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungenTemplate:Charttabelle/Wartung/ohne Quellen
(Jahr, Titel, Musiklabel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmer­kungen
 DE  AT  CH
1994 Time to Move
Sing Sing Records (BMG Ariola)
DE14
Gold
Gold

(58 Wo.)DE
AT11
Gold
Gold

(21 Wo.)AT
CH8
Gold
Gold

(24 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 22. August 1994
VerkÀufe: + 500.000[20]
1996 Discover My Soul
Sing Sing Records (BMG Ariola)
DE7
(16 Wo.)DE
AT5
(11 Wo.)AT
CH15
(8 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 30. September 1996
VerkÀufe: + 250.000[20]
1998 Fly Eyes
Sing Sing Records (BMG Ariola)
DE19
(18 Wo.)DE
AT20
(14 Wo.)AT
CH44
(3 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 25. Mai 1998
VerkÀufe: + 120.000[20]
2002 Get in the Ring
Gun Records (Sony BMG)
DE14
(10 Wo.)DE
AT21
(9 Wo.)AT
CH45
(7 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 14. Januar 2002
2004 No Excuses
X-Cell Records (Sony BMG)
DE14
(8 Wo.)DE
AT23
(5 Wo.)AT
CH53
(4 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 7. Juni 2004
2007 Open Letter to a Friend
X-Cell Records (UMG)
DE14
(5 Wo.)DE
AT43
(2 Wo.)AT
CH51
(2 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 24. August 2007
2012 HBLX
Ministry of Sound (WMG)
DE31
(1 Wo.)DE
AT66
(1 Wo.)AT
CH85
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 25. Mai 2012
2026 Fillin_the_Blank
Solitary Man Records (WMG)
DE3
(1 Wo.)DE
AT59
(1 Wo.)AT
CH53
(1 Wo.)CH
Erstveröffentlichung: 5. MÀrz 2026
  • Comet
    • 1995: fĂŒr „Video des Jahres“ (Risin’ High)
Commons: H-Blockx – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ planet-interview.de, Interview von Jakob Buhre und Stefan LĂ€tzer mit Henning Wehland, 8. Dezember 2000
  2. ↑ handfest-online.de (Memento vom 28. September 2007 im Internet Archive) Interview: Ausbildung Rock’n’Roll, 12. Juli 2002, S. 12f.
  3. 1 2 3 Bonus-Material der DVD Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding: Rubrik „Musik“
  4. 1 2 WestfÀlische Nachrichten: Crossover-Rocker: Der H-Blockx-SÀnger und die Dobermannwelpen, Musik, Berlin, dpa, 7. Juni 2024
  5. 1 2 3 4 H-Blockx (Memento vom 12. MĂ€rz 2007 im Internet Archive), Biographie bei Gun Records
  6. 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 Vampster: H-BLOCKX: Man kann eben nicht mit den amerikanischen Budgets konkurrieren und muss in erster Linie glaubwĂŒrdig sein!, Oliver Loffhagen, 30. August 2004
  7. ↑ Bonus-Material der DVD „Bang Boom Bang – Ein todsicheres Ding“: Rubrik „Notizen“
  8. ↑ laut.de: H-Blockx: Mastermind steigt aus, 23. Juli 2003
  9. ↑ IMDb: Axel! − Das Konzert
  10. ↑ Presse- und Informationsamt der Stadt MĂŒnster: Eurocityfest: Von H-Blockx bis Elvis – Drei Tage Musik-Mix, Programm auf acht BĂŒhnen lĂ€sst keine WĂŒnsche offen. 27. April 2005
  11. ↑ H-Blockx: –, Die Wette/The Bet. 11. Juni 2007
  12. ↑ MySpace: H-Blockx: Immer in VerĂ€nderung, um sich selbst treu zu bleiben – Harte Riffs und eine klare Linie. 24. Mai 2012
  13. ↑ mix1.de: Musikvideo: H-Blockx – Love Can't Say, 2012
  14. ↑ H-Blockx: H-Blockx – Time To Move Anniversary Tour 2024 (Trailer). 19. Januar 2024, abgerufen am 31. Oktober 2024.
  15. ↑ WestfĂ€lische Nachrichten: H-Blockx schließen sich Donots-Label an: Kooperation und neue Single, MĂŒnster, MĂŒnster, Pjer BiederstĂ€dt, 23. August 2025
  16. ↑ morecore: H-Blockx verkĂŒnden neue Live-Shows fĂŒr 2025, Music, Julia Lotz, 11. November 2024
  17. ↑ https://www.eventim.de/magazin/rock-pop/fillin-the-blank-h-blockx-kuendigen-ihr-lang-erwartetes-neues-album-an?srsltid=AfmBOoquVpPAvsjAFyBborwUAi-36l9SxaBgU9KYYhnYLqgn05a2q4M8
  18. ↑ https://www.youtube.com/watch?v=yRIneKvzXGg
  19. ↑ https://markusheavymusicblog.org/2025/12/17/h-blockx-release-a-new-single-and-2026-tour-dates/
  20. 1 2 3 Oliver Loffhagen: H-Blockx: Man kann eben nicht mit den amerikanischen Budgets konkurrieren und muss in erster Linie glaubwĂŒrdig sein! In: vampster.com. Vampster, 30. August 2004, abgerufen am 27. Dezember 2025.