Klaus Andres
Klaus Andres (* 1. März 1934 in Küsnacht bei Zürich; † 13. Februar 2026[1]) war ein Schweizer Physiker (Festkörperphysik). Er war von 1. November 1980 bis zu seiner Emeritierung am 1. März 1999 Direktor des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Garching bei München, und Ordinarius für Technische Physik an der TU München.
Leben und Wirken
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Klaus Andres wurde als Sohn von Otto Ernst und Gertrud Andres (geb. Keller) geboren.[2] Nach der Matura 1953 an der kantonalen Oberrealschule studierte er an der Eidgenössischen Technischen Hochschule in Zürich Physik und schloss dieses 1958 mit dem Diplom ab. Er promovierte[3] am Heliumlaboratorium von Hans Grassmann und Jørgen Olsen und ging 1963 an die Bell Telephone Laboratories, New Jersey, USA.
Neben Studien an Edelmetall-Legierungen konnte Andres dort erstmals Supraleitung in Graphiteinlagerungs-Verbindungen und in Klathraten nachweisen. Er etablierte die Methode der hyperfeinverstärkten adiabatischen Kernkühlung zu einer Standard-Kühltechnik im Milli- und Mikro-Kelvin-Temperaturbereich. Zu seinen grössten Erfolgen bei Bell Labs gehört die Entdeckung des ersten Schwere-Fermionen-Systems CeAl3.[4]
Im Jahr 1980 nahm er den Ruf auf den Lehrstuhl für Technische Physik an der TU München an und wurde gleichzeitig Leiter des Walther-Meißner-Instituts für Tieftemperaturforschung, wo er unter anderem die organischen Supraleiter und Schwerfermionsupraleitern als neues Arbeitsgebiet einführte.[5] Es folgten Arbeiten zu magneto-oszillatorischen Effekten bei tiefen Temperaturen und in hohen Magnetfeldern und zum Magnetismus in organischen Leitern.[6]
Veröffentlichungen (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Traueranzeige in der Süddeutschen Zeitung vom 21. Februar 2026, abgerufen am 21. Februar 2026
- ↑ Personenkarte Klaus Andres auf Prabook. Abgerufen am 22. November 2016 (englisch).
- ↑ Klaus Andres: Thermische Ausdehnung von Metallen bei tiefen Temperaturen (Dissertation). Abgerufen am 23. November 2016.
- ↑ Klaus Andres 70 Jahre TUM Mitteilungen 2-2004. Abgerufen am 23. November 2016.
- ↑ Myriam Hönig (Pressestelle Bayrische Akademie der Wissenschaften): Verabschiedung des Walther-Meißner-Institutsdirektors. 23. Februar 1999, abgerufen am 23. November 2016.
- 1 2 Research Gate: Klaus Andres. Abgerufen am 23. November 2016.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Andres, Klaus |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Physiker (Festkörperphysik) |
| GEBURTSDATUM | 1. März 1934 |
| GEBURTSORT | Küsnacht bei Zürich |
| STERBEDATUM | 13. Februar 2026 |