Zum Inhalt springen

Kobelwagen

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Kobelwagen um 1455, Buchmalerei von Jean Le Tavernier

Ein Kobel oder Koben (mittelhochdt.: Verschlag, Stall) ist einer der Ă€ltesten mittelalterlichen Reisewagen, der bis ins 16. Jahrhundert hinein benutzt wurde und fast ausschließlich den Damen vorbehalten war. TypenmĂ€ĂŸig ist der Kobelwagen verwandt mit dem Coche.

Der lĂ€ngliche Kasten besaß halbhohe SeitenwĂ€nde und ein halbrundes einfaches Tuchverdeck, vergleichbar mit dem spĂ€teren Planwagen. Vier Ketten oder auch Seile, die an starren Holzkipfen befestigt waren, dienten als AufhĂ€ngung. Das Fahrwerk bestand aus vier hohen, gleich großen RĂ€dern, hatte einen Langbaum und eine einfache Reibschemellenkung. Auf Grund der fehlenden Unterschneidung des Kastens war der Wendekreis dieses Wagens sehr beschrĂ€nkt.

Im 16. Jahrhundert wurde dieser Planwagentypus von einem Oberwagen abgelöst, der sich hauptsÀchlich durch gerade Pfosten oder SÀulen und ein gewölbtes Baldachindach vom Kobel unterschied.