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Konzertsegel

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Konzertsegel in Radolfzell

Das Konzertsegel ist eine 1989 errichtete BĂŒhnenĂŒberdachung fĂŒr die FreilichtbĂŒhne an der Uferpromenade von Radolfzell am Bodensee, die als Kulturdenkmal unter Schutz steht.

Die Konstruktion in der Form eines großen Fischernetzes ist der Prototyp fĂŒr die geschwungene Fassade des deutschen Pavillons bei der Expo 1992 in Sevilla, der nach der Weltausstellung wieder demontiert wurde. Beim Prototyp wurde erstmals eine Seilnetzkonstruktion mit Polycarbonatplatten eingedeckt, womit dem Bauwerk eine architektur- und ingenieurbaugeschichtliche Bedeutung zukommt. Das Segel ĂŒberdacht eine FlĂ€che von 340 Quadratmetern[1] und kostete rund 700.000 Mark.

Nach der Sanierung der Altstadt gestaltete die Stadt Radolfzell Mitte der 1980er Jahre das Seeufer sĂŒdlich des Bahnhofs neu. Die alten Ufermauern wurden entfernt und durch AufschĂŒttungen eine naturnahe Uferanlage geschaffen, die von der Architektur des Konzertsegels geprĂ€gt wird.[2] Es gilt seitdem als eines der Wahrzeichen der Stadt (neben dem MĂŒnster) und steht seit September 2017 wegen seiner besonderen Bauweise unter Denkmalschutz. Die Instandhaltung trĂ€gt die Stadt. Fast regelmĂ€ĂŸig sind Kunststoffplatten zu ersetzen, die wahrscheinlich durch SteinwĂŒrfe vorsĂ€tzlich beschĂ€digt werden.[3]

Unter dem Segel finden nicht nur musikalische Veranstaltungen statt; auch einer der AltÀre der Fronleichnamsprozession wird dort aufgebaut.[4]

Seit 2017 findet das Seefestival Radolfzell am und um dem Konzertsegel statt.

Commons: Konzertsegel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Michael Seidel. Textile HĂŒllen - Bauen mit biegeweichen Tragelementen: Materialien, Konstruktion, Montage, Ernst & Sohn, 2008, ISBN 9783433018651, S. 226.
  2. ↑ Konzertsegel Radolfzell (Memento vom 5. Dezember 2017 im Internet Archive)
  3. ↑ Georg Becker: Radolfzeller Konzertsegel steht unter Denkmalschutz, in: SĂŒdkurier, 7. November 2017.
  4. ↑ SĂŒdkurier: Fronleichnamsfeier am Radolfzeller Konzertsegel. Aufgerufen am 10. November 2017.

Koordinaten: 47° 44â€Č 5,3″ N, 8° 58â€Č 16,8″ O