LĂ€nderfinanzausgleich

Der LĂ€nderfinanzausgleich (LFA) ist ein Mechanismus in Deutschland zur Umverteilung finanzieller Mittel zwischen Bund und LĂ€ndern sowie zwischen den LĂ€ndern. Er wurde 2020 durch neue Regularien ersetzt, nach denen nun der Bund den Ausgleich vornimmt, indem er die Umsatzsteueranteile der einzelnen LĂ€nder durch Zu- und AbschlĂ€ge verĂ€ndert. Der Finanzkraftausgleich unter den LĂ€ndern wird als horizontaler Umverteilungsmechanismus durch den Vergleich landesindividueller Finanzkraft- und Ausgleichsmesszahlen berechnet. LĂ€nder, deren Finanzkraftmesszahl ihre Ausgleichsmesszahl ĂŒbersteigt, haben AbschlĂ€ge von ihrem Umsatzsteueranteil hinzuzunehmen zugunsten der LĂ€nder, deren Finanzkraftmesszahl unterhalb ihrer Ausgleichsmesszahl liegt.[1] In den Landeshaushalten taucht der Finanzausgleich daher nicht mehr offen auf, da er nunmehr auf der Einnahmenseite in den Umsatzsteuereinnahmen (latent) enthalten ist.[2] 2023 wurden etwa 18,3 Milliarden Euro in Deutschland umverteilt. LĂ€nder mit AbschlĂ€gen am Umsatzsteueranteil[3] waren dabei wie auch im Vorjahr Bayern, Baden-WĂŒrttemberg, Hessen, Hamburg und Rheinland-Pfalz. Die anderen elf BundeslĂ€nder bekamen aus dem Topf des Umsatzsteueranteils ZuschlĂ€ge.[4]
Ăberblick
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der LĂ€nderfinanzausgleich ist das in Deutschland bekannteste Finanzausgleichssystem und ein finanzielles Instrument der Regionalentwicklung.[5] Der Bekanntheitsgrad ist auch auf die öffentlichen Auseinandersetzungen zwischen den LĂ€ndern zurĂŒckzufĂŒhren; es wurde mehrfach von verschiedenen LĂ€ndern vor dem Bundesverfassungsgericht ĂŒber die Ausgestaltung des LFA geklagt, so 1952, 1986, 1992, 1999 und 2006.[6] Das Volumen der AusgleichsbetrĂ€ge betrug im Jahr 2015 rund 9,6 Mrd. âŹ, im Vergleich zu Steuereinnahmen der LĂ€nder und Gemeinden von 306 Mrd. âŹ.[7] Seit vielen Jahren bewegt sich der Anteil des LĂ€nderfinanzausgleichs an den Einnahmen zwischen 2 und 3 %.[8]
Sein Ziel ist es, âdie unterschiedliche Finanzkraft der LĂ€nder angemessenâ auszugleichen (Art. 107 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz). Damit sollen alle LĂ€nder in die Lage versetzt werden, den ihnen zugewiesenen Aufgaben nachzukommen, wie es der grundgesetzlichen Vorgabe des Art. 106 Abs. 3 GG entspricht. Durch das Verfahren sollen die Abstimmung der DeckungsbedĂŒrfnisse des Bundes und der LĂ€nder aufeinander mit dem Ziel eines billigen Ausgleichs, die Vermeidung der Ăberbelastung der Steuerpflichtigen und die Gleichwertigkeit der LebensverhĂ€ltnisse im Bundesgebiet gewahrt werden.
Um in diesem Verfahren eine parallele Haushaltspolitik zu gewĂ€hrleisten und âTrittbretteffekteâ auszuschlieĂen, werden die Haushalte des Bundes und der LĂ€nder seit 2009 durch einen âStabilitĂ€tsratâ ĂŒberprĂŒft. Er ist ein gemeinsames Gremium des Bundes und der LĂ€nder zur Ăberwachung der HaushaltsfĂŒhrung und der Einhaltung der europĂ€ischen Vorgaben zur Haushaltsdisziplin. Seine Einrichtung geht auf die Föderalismusreform II zurĂŒck und ist in Art. 109a GG geregelt. Dem StabilitĂ€tsrat gehören die Finanzminister von Bund und LĂ€ndern sowie der Bundeswirtschaftsminister an.
Im LĂ€nderfinanzausgleich öffnet sich seit vielen Jahren eine Schere zwischen finanzstarken und finanzschwachen LĂ€ndern; das wurde durch den Einbezug der neuen LĂ€nder mit ihrer anfangs besonders schwachen Wirtschafts- und Finanzkraft extrem verschĂ€rft. 2015 zahlten nur vier LĂ€nder in den Ausgleich ein, Bayern 5,5 Milliarden Euro, Baden-WĂŒrttemberg 2,3 Milliarden, Hessen 1,7 Milliarden und Hamburg 0,1 Milliarden Euro. GröĂtes EmpfĂ€ngerland war Berlin mit 3,6 Milliarden. Die ostdeutschen FlĂ€chenlĂ€nder erhielten 2015 zusammen 3,2 Milliarden Euro, darunter allein Sachsen 1 Milliarde Euro.[9]
Geschichte des LĂ€nderfinanzausgleichs
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kaiserreich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit der GrĂŒndung des Norddeutschen Bundes 1867 kam es auch zu einem Finanzausgleich im neu geschaffenen Bundesstaat. In der Bismarcksche Reichsverfassung (1871) wurde festgelegt, dass die LĂ€nder das Reich mit âMatrikularbeitrĂ€genâ unterstĂŒtzen, wenn dessen eigene Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchssteuern nicht ausreichen. Dies war regelmĂ€Ăig der Fall, und der Bund wurde zum âKostgĂ€nger der LĂ€nderâ.
Weimarer Republik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Weimarer Reichsverfassung wurde das VerhĂ€ltnis umgekehrt: Nach Art. 8 Weimarer Reichsverfassung erhielt das Reich die Gesetzgebungskompetenz und die Ertragshoheit ĂŒber Abgaben und sonstige Einnahmen. Die regional zersplitterte Finanzverwaltung wurde in einer Reichsfinanzverwaltung zusammengefasst. Die LĂ€nder wurden âKostgĂ€nger des Reichesâ. Sie erhielten im Wesentlichen prozentuale Zuweisungen aus dem Steueraufkommen, die nach dem Prinzip des örtlichen Aufkommens und nach Einwohnern auf die LĂ€nder verteilt wurden. Verbleibende Finanzkraftunterschiede zwischen den LĂ€ndern wurden durch eine ErgĂ€nzungsgarantie des Reiches gemÀà Landessteuergesetz (30. MĂ€rz 1920) ausgeglichen, die sicherstellte, dass kein Land weniger als 80 % des durchschnittlichen Landessteueraufkommens erhielt.
Das nationalsozialistische Deutschland wurde dagegen auch wirtschaftlich als Zentralstaat gefĂŒhrt.
Bundesrepublik Deutschland bis 2004
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In den Beratungen des Parlamentarischen Rates ĂŒber die zukĂŒnftige Verfassung der Bundesrepublik Deutschland sollte ein solches âKostgĂ€ngerwesenâ vermieden werden. Bund und LĂ€nder sollten gleichberechtigt und finanziell voneinander unabhĂ€ngig sein. Im Hinblick auf ein einheitliches Wirtschaftsgebiet bestand Einigkeit ĂŒber bundesgesetzlich einheitlich normierte Steuern, ein Steuertrennsystem mit ausschlieĂlicher und konkurrierender Bundesgesetzgebung, eine zwischen Bund und LĂ€ndern geteilte Finanzverwaltung und einen Finanzausgleich unter den LĂ€ndern. Faktisch wurde ein kleiner Steuerverbund eingefĂŒhrt. 1955 wurde dies in der Verfassung festgeschrieben.
Finanzreform 1969
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1969 wurde nach langjÀhrigen Beratungen eine Finanzreform verabschiedet, die Grundlage der heute geltenden Finanzverfassung des Grundgesetzes ist:
Die Aufteilung der SteuerertrĂ€ge zwischen Bund und LĂ€ndern regelt Art. 106 GG. Es wurde ein groĂer Steuerverbund aus Einkommen- und Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer geschaffen: Bund und LĂ€nder teilen sich damit die ergiebigsten Steuerquellen, Einkommen- und Körperschaftsteuer sowie Umsatzsteuer, die etwa drei Viertel des gesamtstaatlichen Steueraufkommens ausmachen, nach gesetzlich festgelegten SchlĂŒsseln (Gemeinschaftsteuern). Es findet ein Umsatzsteuervorabausgleich fĂŒr besonders finanzschwache LĂ€nder statt, es wird der Anteil aller LĂ€nder an den Gemeinschaftssteuern bestimmt und dem nachgeschaltet sind verschiedene BundesergĂ€nzungszuweisungen. Zugleich wurde der gesamte Bereich der Mischfinanzierungen, der verfassungsrechtlich umstritten war, mit der EinfĂŒhrung der Gemeinschaftsaufgaben und der Regelungen der Geldleistungsgesetze und Investitionshilfen des Bundes auf eine neue verfassungsrechtliche Grundlage gestellt. AuĂerdem wurden Planungselemente in das Grundgesetz eingefĂŒhrt: Die Mittelfristige Finanzplanung und das HaushaltsgrundsĂ€tzegesetz.
Finanzausgleich zwischen den LĂ€ndern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Den horizontalen Finanzausgleich unter den LĂ€ndern regelt Art. 107 GG. Im Grundsatz gilt fĂŒr die den LĂ€ndern zuflieĂenden SteuerertrĂ€ge nicht mehr das Prinzip des âörtlichen Aufkommensâ, sondern es wird im VerhĂ€ltnis der Einwohnerzahlen verteilt: Die SteuerertrĂ€ge aus der Einkommensteuer stehen dem Land zu, in dem der Steuerschuldner lebt; die SteuerertrĂ€ge aus der Körperschaftsteuer stehen dem Land zu, in dem die zu besteuernde wirtschaftliche Leistung erbracht wurde. Eine Ausnahme bildet der LĂ€nderanteil an der Umsatzsteuer: Bis zu einem Viertel des LĂ€nderaufkommens kann vorab den besonders finanzschwachen LĂ€ndern zugewiesen werden. Der LĂ€nderfinanzausgleich wurde intensiviert: Die Steuerkraft ausgleichsberechtigter LĂ€nder sollte auf 95 % statt bisher 91 % des LĂ€nderdurchschnitts angehoben werden.
Die Zerlegung nach dem Wohnsitz benachteiligt â im Nachhinein gesehen â die Stadtstaaten mit ihren hohen Einpendlerquoten, weil der Anteil der Lohnsteuer aufgrund der kalten Progression besonders in der ersten HĂ€lfte der 1970er Jahre ĂŒberdurchschnittlich angestiegen ist. WĂ€hrend er 1950 noch 20 % des Steueraufkommens ausmachte und der Umsatzsteueranteil 25 %, lag er 1973 bei 40 % und der Umsatzsteueranteil bei 16 %. Heute hat sich die Relation auf mehr als ein Drittel bzw. ein knappes Viertel des Steueraufkommens eingependelt.[10] Durch die Einwohnerwertung erfahren sie einen gewissen Ausgleich. Die Klausel zum Umsatzsteuervorwegausgleich, die 1969 ins Grundgesetz eingefĂŒhrt wurde, gewann nach der deutschen Wiedervereinigung mit der EinfĂŒhrung eines gesamtstaatlichen Finanzausgleichs 1995 Bedeutung: Der Bund wies im Rahmen des ersten Solidarpaktes den LĂ€ndern sieben Umsatzsteuerprozentpunkte zu, die ĂŒber diese Bestimmung in die besonders finanzschwachen ostdeutschen LĂ€nder flossen.
Die Finanzverfassung wurde aufgrund der Klagen mehrfach in einzelnen Punkten angepasst, hat aber doch nach dieser Reform ĂŒber 40 Jahre Bestand gehabt und auch die fiskalische Integration der neuen LĂ€nder erlaubt. 2013 reichten Bayern und Hessen Klage vor dem Bundesverfassungsgericht ein. Nach der 2017 beschlossenen Neuregelung zogen sie ihre Klage zurĂŒck.[11][12] 2023 reichte Bayern erneut Klage ein und forderte dabei unter anderem eine andere BerĂŒcksichtigung der Einwohnerzahlen der Stadtstaaten und eine Deckelung der Abgabe. Bayern war zum Klagezeitpunkt das mit Abstand gröĂte Geberland. In den Jahren 1950â1985 hatte es als Nehmerland vom LĂ€nderfinanzausgleich profitiert, ĂŒber den gesamten Zeitraum hinweg jedoch ĂŒber 100 Milliarden Euro einbezahlt.[13]
Bundesrepublik 2005â2019
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der LÀnderfinanzausgleich im weiteren Sinne bestand aus drei Stufen: Umsatzsteuervorwegausgleich, LÀnderfinanzausgleich im engeren Sinne (i. e. S.) und allgemeine BundesergÀnzungszuweisungen. Die Ausgleichsstufen waren in der gesetzlich vorgeschriebenen Reihenfolge anzuwenden. Insbesondere ist der Ausgleich unter den LÀndern (horizontaler Finanzausgleich) strikt von Leistungen des Bundes an die LÀnder (vertikaler Finanzausgleich) zu trennen. Der LÀnderfinanzausgleich im engeren Sinne ist der bekannteste Bestandteil dieses Gesamtsystems:
- Horizontaler Finanzausgleich
- Umsatzsteuervorwegausgleich
- LĂ€nderfinanzausgleich im engeren Sinne
- Vertikaler Finanzausgleich
- BundesergÀnzungszuweisungen
Das im Jahr 2001 eingefĂŒhrte und 2005 erstmals wirksame Finanzausgleichsgesetz ist bis heute gĂŒltig, wurde aber 2020 inhaltlich erheblich verĂ€ndert. 2005â2019 galt ergĂ€nzend das MaĂstĂ€begesetz. Dabei sollte das MaĂstĂ€begesetz als lĂ€ngerfristig geltende, die verfassungsrechtlichen Vorgaben konkretisierende Grundlage dienen, das FAG hingegen die aktuell geltenden Berechnungsschritte des Ausgleichsmechanismus vorgeben. Mit dieser ungewöhnlichen Konstruktion wollte der Gesetzgeber Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts aus seinem Urteil vom 11. November 1999 umsetzen.[14] Mit AuĂerkrafttreten des MaĂstG und Ănderung des FAG lief dieses Umverteilungssystem mit Ablauf des 31. Dezember 2019 aus, ebenso wie der Solidarpakt II fĂŒr den Aufbau Ost.
Bevor der LÀnderfinanzausgleich einsetzte, waren zunÀchst die Steuern, die Bund und LÀndern gemeinsam zustehen (Einkommensteuer, Körperschaftsteuer und Umsatzsteuer), zwischen den beiden Ebenen aufzuteilen. Ausgangspunkt der eigentlichen Ausgleichsmechanismen war dann das örtliche Aufkommen der LÀnder. Nach Art. 107 Abs. 1 GG waren darunter die in den FinanzÀmtern der LÀnder vereinnahmten Steuern, korrigiert durch die Zerlegung, zu verstehen.
Umsatzsteuervorwegausgleich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Vom Umsatzsteueranteil der LĂ€nder wurden maximal 25 % dazu verwendet, die Finanzkraft der schwachen LĂ€nder der durchschnittlichen Finanzkraft aller LĂ€nder anzunĂ€hern. Bei einem groĂen Abstand zur durchschnittlichen Finanzkraft wurden zunĂ€chst 95 % des Unterschiedsbetrages ausgeglichen, mit zunehmender AnnĂ€herung an den Durchschnitt sank die AusgleichsintensitĂ€t degressiv auf 60 %. Der Rest des Aufkommens wurde entsprechend der Anzahl der Einwohner auf die LĂ€nder verteilt.
LĂ€nderfinanzausgleich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der LÀnderfinanzausgleich im engeren Sinne bestand in Ausgleichszahlungen reicherer LÀnder (GeberlÀnder) an Àrmere LÀnder (NehmerlÀnder). Die Ausgleichspflichtigkeit ergab sich aus einem Vergleich der sogenannten Ausgleichsmesszahl mit der Finanzkraftmesszahl.
Ausgleichsmesszahl
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sie bildete ab, was ein Land an Einnahmen erzielt hÀtte, hÀtten seine Einnahmen den durchschnittlichen Einnahmen der LÀnder je Einwohner entsprochen. In die Berechnung wurden aber verschiedene Gewichtungsfaktoren einbezogen (s. u.). Die Finanzkraftmesszahl hingegen stellte die tatsÀchlichen Einnahmen gemÀà Kameralistik des Landes dar.
Im Einzelnen wurde die Ausgleichsmesszahl berechnet, indem zuerst die Summe der Steuereinnahmen aller LĂ€nder und der auf das Fördern von Erdöl und Erdgas erhobenen Förderabgaben durch die (gewichtete) Einwohnerzahl aller LĂ€nder dividiert werden. Dann wurden fĂŒr jedes Land diese durchschnittlichen Einnahmen je Einwohner mit der Einwohnerzahl des betreffenden Landes multipliziert. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass den Stadtstaaten sogenannte âveredelte Einwohnerâ zugebilligt wurden, d. h. bei ihnen muss die Einwohnerzahl noch mit 1,35 multipliziert werden (Stadtstaatenprivileg). Dann mussten noch die Steuereinnahmen der Gemeinden aller LĂ€nder durch die (gewichtete) Einwohnerzahl aller LĂ€nder dividiert werden und mit 0,64 und der Einwohnerzahl des Landes multipliziert werden, fĂŒr das die Ausgleichsmesszahl berechnet werden soll. Hierbei war bei der Einwohnerzahl allerdings wieder zu beachten, dass die Einwohnerzahl der Stadtstaaten mit 1,35 multipliziert werden musste, auĂerdem hatten folgende LĂ€nder veredelte Einwohner: Mecklenburg-Vorpommern: 1,05; Brandenburg: 1,03; Sachsen-Anhalt: 1,02. Addierte man die Ergebnisse aus den beiden Teilrechnungen, erhielt man die Ausgleichsmesszahl.
Finanzkraftmesszahl
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Sie errechnete sich aus der Summe der tatsĂ€chlichen Einnahmen des jeweiligen Landes aus Steuern und der fĂŒr das Fördern von Erdöl und Erdgas erhobenen Förderabgabe sowie aktuell 64 % der von den Gemeinden des jeweiligen Landes erhobenen Steuern.
Ein Land war ausgleichsberechtigt, wenn die Ausgleichsmesszahl gröĂer als die Finanzkraftmesszahl war. In diesem Fall erhielt das Nehmerland Zuweisungen der GeberlĂ€nder, die technisch ĂŒber den Bund als Zahlstelle abgewickelt wurden. Zur Bemessung der Ausgleichszahlungen wurde ein dreigeteilter, teilweise linear-progressiver Tarifverlauf angewendet. Erreichte ein Nehmerland mehr als 93 % der durchschnittlichen Finanzkraft, sank die AusgleichsintensitĂ€t deutlich ab. Eine Mindestausstattung finanzschwacher LĂ€nder wurde dadurch nicht garantiert.
Die ausgleichspflichtigen LĂ€nder mussten von ihrem Ăberschuss einen progressiv wachsenden Anteil abgeben. Auch dieser Teil wurde mit dem dreigeteilten Tarifverlauf, der fĂŒr die NehmerlĂ€nder gilt, berechnet. Die maximale Abschöpfung von 75 % wird bei den ĂŒber 121 % des Durchschnitts liegenden Teilen des Steueraufkommens erreicht. Von den gesamten ĂberschĂŒssen eines Landes werden maximal 72,6 % abgeschöpft.
Zur Verbesserung der Anreizwirkung, eigene Steuereinnahmen zu steigern, war ein PrĂ€mienmodell vorgesehen. Danach wurden deutlich ĂŒberdurchschnittliche Steigerungen des Steueraufkommens aus dem Ausgleichsmechanismus herausgenommen, verblieben also vollstĂ€ndig bei dem jeweiligen Land.
Weitere Klauseln stellten sicher, dass BeitrÀge und Leistungen identisch sind.
BundesergÀnzungszuweisungen (BEZ)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]LÀnder, deren Finanzkraft auch nach dem LÀnderfinanzausgleich im engeren Sinne noch unter 100 % des LÀnderdurchschnitts liegt, erhielten zudem BundesergÀnzungszuweisungen aus dem Bundeshaushalt. Allgemeine BundesergÀnzungszuweisungen wurden gewÀhrt, wenn die Finanzkraft eines Landes nach LFA i. e. S. unter 99,5 % des LÀnderdurchschnitts blieb. Der Fehlbetrag wurde dann zu 77,5 % ausgeglichen.
An BundesergÀnzungszuweisungen (BEZ) bezahlte der Bund 2013 folgende BetrÀge:[15]
| Land | Betrag in Mio. ⏠|
|---|---|
| 0 | |
| 0 | |
| 2.344 | |
| 1.351 | |
| 250 | |
| 42 | |
| 0 | |
| 1.025 | |
| 0 | |
| 341 | |
| 178 | |
| 130 | |
| 2.369 | |
| 1.446 | |
| 145 | |
| 1.340 | |
| Gesamt | 10.959 |
vorlÀufiges Ergebnis, Rundungsfehler durch Addition enthalten
Sonderbedarfs-BundesergĂ€nzungszuweisungen (SoBEZ) wurden aus drei GrĂŒnden gewĂ€hrt:
- wegen teilungsbedingter Sonderlasten der neuen LĂ€nder,
- Sonderlasten durch strukturelle Arbeitslosigkeit und
- ĂŒberdurchschnittlich hoher Kosten politischer FĂŒhrung.
Die teilungsbedingten SoBEZ waren degressiv ausgestaltet. Sie sanken von zunĂ€chst 10,5 Mrd. ⏠jĂ€hrlich ab 2007 auf 2,096 Mrd. ⏠im Jahr 2019 ab. Diese SoBEZ waren ein bedeutender Bestandteil des Solidarpaktes II. Bis Ende 2004 gewĂ€hrte der Bund darĂŒber hinaus Bremen und dem Saarland SoBEZ zur Behebung ihrer Haushaltsnotlage. Nach Auslaufen dieser Hilfe klagten beide LĂ€nder vor dem Bundesverfassungsgericht auf Fortsetzung. Derzeit ruht diese Klage jedoch. Auch der Berliner Senat hat eine Klage[16] eingereicht â ohne Erfolg.
Finanzkraftausgleich seit 2020
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im neugestalteten System bestimmt das Grundgesetz nun âZuschlĂ€ge zu und AbschlĂ€ge von der jeweiligen Finanzkraftâ des Landes. Diese werden im Rahmen des primĂ€ren horizontalen Finanzausgleichs gem. Art. 107 Abs. 1 Satz 4 GG verrechnet.
Berechnungsmethodik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit Ausnahme kleinerer Modifikationen werden die Zu- und AbschlĂ€ge wie AusgleichsbeitrĂ€ge bzw. -zuweisungen vor der Reform berechnet. Um zu bestimmen, ob LĂ€ndern im Rahmen der Umsatzsteuerverteilung ZuschlĂ€ge gewĂ€hrt werden oder sie AbschlĂ€ge hinnehmen mĂŒssen, wird ein Vergleich zwischen Finanzkraftmesszahl (FKMZ) und Ausgleichsmesszahl (AMZ) angestellt. Ăbersteigt die FKMZ die AMZ, so werden vom finanzstarken Land AbschlĂ€ge erhoben. Umgekehrt werden ZuschlĂ€ge zugesprochen (§ 5 FAG).
Finanzkraftmesszahl
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Finanzkraftmesszahl bildet sich aus den Einnahmen eines Landes (§ 7 FAG) sowie den Steuereinnahmen seiner Gemeinden (§ 8 FAG). Nach der Reform wird die bergrechtliche Förderabgabe bei der Berechnung der FKMZ in anderem Umfang berĂŒcksichtigt: WĂ€hrend sie vor 2020 voll einzubeziehen war, wurde mit der ErgĂ€nzung des Grundgesetzes durch Art. 107 Abs. 2 Satz 4 die verfassungsrechtliche Möglichkeit einer nur anteiligen Einbeziehung geschaffen. Nun werden nur 33 % der bergrechtlichen Förderabgabe zu den Steuereinnahmen hinzugerechnet (§ 7 Abs. 2 FAG). Um dem verfassungsrechtlichen Gebot einer BerĂŒcksichtigung des kommunalen Finanzbedarfs nachzukommen, werden nach § 8 Abs. 3 FAG nur 75 % der Finanzkraft einberechnet.
Ausgleichsmesszahl
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Ausgleichsmesszahl ergibt sich wiederum aus zwei weiteren Messzahlen, der AMZ-7 und AMZ-8. Unter Zugrundelegung der bundesdurchschnittlichen Landeseinnahmen bzw. der Gemeindeeinnahmen, jeweils pro Einwohner, multipliziert mit der konkreten Landeseinwohnerzahl, wird die Ausgleichsmesszahl ermittelt (§ 6 Abs. 2 FAG). Dabei ist nach wie vor die Einwohnergewichtung gem. § 9 FAG zu berĂŒcksichtigen, die die tatsĂ€chlichen Einwohnerzahlen einiger BundeslĂ€nder modifiziert.
Finanzvolumen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Volumen des LĂ€nderfinanzausgleichs (sowie das des zusĂ€tzlich durchgefĂŒhrten Umsatzsteuerausgleichs) hat sich im Lauf der Zeit mit dem gestiegenen Volumen der Landeshaushalte ebenfalls ausgedehnt. Sprunghaft nahm das Volumen 1995 zu, als erstmals die neuen LĂ€nder (BB; MV; SN; ST; TH) und Berlin in das System mit einbezogen wurden.
AufgeschlĂŒsselt nach den einzelnen LĂ€ndern entwickelten sich die Ausgleichszahlungen des LĂ€nderfinanzausgleichs im engeren Sinne wie folgt: Negative Zahlen bezeichnen AbschlĂ€ge vom Umsatzsteueranteil, positive Zahlen bezeichnen ZuschlĂ€ge vom Umsatzsteueranteil (alle Zahlen in Mio. âŹ, teilweise umgerechnet und gerundet).
| Jahr | BE Berlin |
BW Baden- WĂŒrttemberg |
BY Bayern |
BB Brandenburg |
HB Bremen |
HH Hamburg |
HE Hessen |
MV Mecklenburg- Vorpommern |
NI Niedersachsen |
NW Nordrhein- Westfalen |
RP Rheinland- Pfalz |
SL Saarland |
SN Sachsen |
ST Sachsen- Anhalt |
SH Schleswig- Holstein |
TH ThĂŒringen |
Volumen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1950 1 | ./. | â33 | 18 | ./. | 0 | â17 | â14 | ./. | 41 | â65 | 18 | ./. | ./. | ./. | 53 | ./. | ± 130 |
| 1951 | ./. | â16 | 7 | ./. | 0 | â19 | â10 | ./. | 13 | â43 | 15 | ./. | ./. | ./. | 52 | ./. | ± 88 |
| 1952 | ./. | â23 | 8 | ./. | 0 | â21 | 0 | ./. | 29 | â69 | 17 | ./. | ./. | ./. | 59 | ./. | ± 113 |
| 1953 | ./. | â40 | 14 | ./. | 0 | â11 | 0 | ./. | 31 | â74 | 10 | ./. | ./. | ./. | 71 | ./. | ± 126 |
| 1954 | ./. | â41 | 20 | ./. | 0 | â17 | 0 | ./. | 37 | â77 | 9 | ./. | ./. | ./. | 69 | ./. | ± 135 |
| 1955 | ./. | â59 | 52 | ./. | â6 | â67 | â5 | ./. | 65 | â139 | 47 | ./. | ./. | ./. | 113 | ./. | ± 277 |
| 1956 | ./. | â72 | 56 | ./. | â18 | â82 | 0 | ./. | 92 | â169 | 61 | ./. | ./. | ./. | 131 | ./. | ± 341 |
| 1957 | ./. | â89 | 71 | ./. | â8 | â102 | â24 | ./. | 107 | â182 | 89 | ./. | ./. | ./. | 140 | ./. | ± 406 |
| 1958 | ./. | â61 | 113 | ./. | â6 | â136 | â37 | ./. | 136 | â249 | 115 | ./. | ./. | ./. | 124 | ./. | ± 489 |
| 1959 | ./. | â76 | 119 | ./. | â1 | â163 | â29 | ./. | 132 | â256 | 143 | ./. | ./. | ./. | 130 | ./. | ± 525 |
| 1960 2 | ./. | â55 | 95 | ./. | 0 | â113 | â35 | ./. | 133 | â265 | 131 | ./. | ./. | ./. | 109 | ./. | ± 468 |
| 1961 | ./. | â98 | 112 | ./. | 0 | â170 | â79 | ./. | 228 | â385 | 170 | 65 | ./. | ./. | 156 | ./. | ± 732 |
| 1962 | ./. | â141 | 117 | ./. | 0 | â193 | â98 | ./. | 251 | â370 | 178 | 74 | ./. | ./. | 182 | ./. | ± 802 |
| 1963 | ./. | â154 | 99 | ./. | 0 | â199 | â117 | ./. | 204 | â269 | 182 | 83 | ./. | ./. | 172 | ./. | ± 740 |
| 1964 | ./. | â183 | 119 | ./. | 0 | â184 | â159 | ./. | 220 | â252 | 166 | 90 | ./. | ./. | 182 | ./. | ± 778 |
| 1965 | ./. | â188 | 97 | ./. | 6 | â165 | â185 | ./. | 260 | â276 | 165 | 107 | ./. | ./. | 179 | ./. | ± 814 |
| 1966 | ./. | â222 | 72 | ./. | 5 | â181 | â210 | ./. | 256 | â208 | 180 | 113 | ./. | ./. | 195 | ./. | ± 821 |
| 1967 | ./. | â239 | 62 | ./. | â2 | â216 | â215 | ./. | 347 | â216 | 172 | 119 | ./. | ./. | 190 | ./. | ± 889 |
| 1968 | ./. | â220 | 51 | ./. | â1 | â246 | â224 | ./. | 313 | â190 | 185 | 131 | ./. | ./. | 201 | ./. | ± 881 |
| 1969 | ./. | â317 | 119 | ./. | â7 | â353 | â319 | ./. | 454 | â249 | 250 | 155 | ./. | ./. | 266 | ./. | ± 1.245 |
| 1970 | ./. | â161 | 76 | ./. | 46 | â150 | â148 | ./. | 208 | â162 | 117 | 73 | ./. | ./. | 102 | ./. | ± 621 |
| 1971 | ./. | â194 | 102 | ./. | 26 | â176 | â100 | ./. | 230 | â188 | 122 | 73 | ./. | ./. | 106 | ./. | ± 659 |
| 1972 | ./. | â303 | 91 | ./. | 37 | â158 | â158 | ./. | 312 | â176 | 149 | 80 | ./. | ./. | 126 | ./. | ± 795 |
| 1973 | ./. | â302 | 85 | ./. | 36 | â169 | â186 | ./. | 347 | â174 | 127 | 94 | ./. | ./. | 141 | ./. | ± 831 |
| 1974 | ./. | â260 | 177 | ./. | 28 | â260 | â164 | ./. | 380 | â293 | 153 | 100 | ./. | ./. | 139 | ./. | ± 977 |
| 1975 | ./. | â338 | 188 | ./. | 23 | â278 | â105 | ./. | 367 | â222 | 150 | 91 | ./. | ./. | 122 | ./. | ± 943 |
| 1976 | ./. | â368 | 170 | ./. | 26 | â277 | â98 | ./. | 393 | â258 | 174 | 100 | ./. | ./. | 138 | ./. | ± 1.001 |
| 1977 | ./. | â541 | 204 | ./. | 74 | â316 | â132 | ./. | 475 | â183 | 147 | 108 | ./. | ./. | 165 | ./. | ± 1.172 |
| 1978 | ./. | â556 | 153 | ./. | 79 | â299 | â241 | ./. | 453 | â62 | 182 | 110 | ./. | ./. | 181 | ./. | ± 1.158 |
| 1979 | ./. | â581 | 168 | ./. | 120 | â426 | â265 | ./. | 512 | 0 | 149 | 117 | ./. | ./. | 205 | ./. | ± 1.271 |
| 1980 | ./. | â769 | 206 | ./. | 91 | â160 | â152 | ./. | 385 | â39 | 126 | 147 | ./. | ./. | 165 | ./. | ± 1.120 |
| 1981 | ./. | â838 | 137 | ./. | 82 | â218 | â183 | ./. | 515 | 0 | 155 | 133 | ./. | ./. | 216 | ./. | ± 1.239 |
| 1982 | ./. | â915 | 83 | ./. | 122 | â220 | â143 | ./. | 577 | 0 | 142 | 134 | ./. | ./. | 219 | ./. | ± 1.278 |
| 1983 | ./. | â730 | 69 | ./. | 134 | â197 | â170 | ./. | 360 | 0 | 131 | 156 | ./. | ./. | 249 | ./. | ± 1.097 |
| 1984 | ./. | â747 | 21 | ./. | 159 | â151 | â294 | ./. | 427 | 0 | 145 | 170 | ./. | ./. | 268 | ./. | ± 1.191 |
| 1985 | ./. | â738 | 14 | ./. | 170 | â208 | â370 | ./. | 423 | 46 | 191 | 184 | ./. | ./. | 288 | ./. | ± 1.317 |
| 1986 | ./. | â891 | 25 | ./. | 228 | â101 | â400 | ./. | 437 | 0 | 194 | 195 | ./. | ./. | 314 | ./. | ± 1.393 |
| 1987 | ./. | â978 | 0 | ./. | 258 | â30 | â628 | ./. | 570 | 85 | 244 | 172 | ./. | ./. | 306 | ./. | ± 1.636 |
| 1988 | ./. | â982 | 0 | ./. | 262 | 0 | â736 | ./. | 807 | 15 | 159 | 170 | ./. | ./. | 305 | ./. | ± 1.718 |
| 1989 | ./. | â722 | â33 | ./. | 322 | â6 | â985 | ./. | 856 | â51 | 155 | 168 | ./. | ./. | 296 | ./. | ± 1.797 |
| 1990 | ./. | â1.264 | â18 | ./. | 327 | â4 | â739 | ./. | 985 | â32 | 250 | 187 | ./. | ./. | 308 | ./. | ± 2.057 |
| 1991 | ./. | â1.282 | â2 | ./. | 301 | â34 | â682 | ./. | 898 | â4 | 301 | 195 | ./. | ./. | 308 | ./. | ± 2.003 |
| 1992 | ./. | â770 | 28 | ./. | 262 | 0 | â942 | ./. | 661 | â2 | 338 | 219 | ./. | ./. | 206 | ./. | ± 1.714 |
| 1993 | ./. | â518 | â6 | ./. | 325 | 58 | â1.094 | ./. | 510 | 16 | 398 | 215 | ./. | ./. | 95 | ./. | ± 1.618 |
| 1994 | ./. | â210 | â342 | ./. | 291 | 31 | â935 | ./. | 490 | 80 | 336 | 222 | ./. | ./. | 37 | ./. | ± 1.487 |
| 1995 | 2.159 | â1.433 | â1.295 | 442 | 287 | â60 | â1.101 | 394 | 231 | â1.763 | 117 | 92 | 907 | 574 | â72 | 521 | ± 5.724 |
| 1996 | 2.217 | â1.289 | â1.463 | 529 | 325 | â246 | â1.657 | 438 | 283 | â1.598 | 118 | 120 | 1.005 | 635 | 8 | 576 | ± 6.253 |
| 1997 | 2.266 | â1.232 | â1.586 | 504 | 179 | â140 | â1.610 | 431 | 344 | â1.564 | 151 | 104 | 981 | 601 | â3 | 574 | ± 6.134 |
| 1998 | 2.501 | â1.778 | â1.486 | 534 | 466 | â314 | â1.758 | 448 | 403 | â1.583 | 219 | 117 | 1.020 | 617 | 0 | 595 | ± 6.920 |
| 1999 | 2.725 | â1.760 | â1.635 | 587 | 340 | â345 | â2.433 | 464 | 532 | â1.318 | 195 | 153 | 1.122 | 672 | 89 | 612 | ± 7.490 |
| 2000 | 2.812 | â1.957 | â1.884 | 644 | 442 | â556 | â2.734 | 500 | 568 | â1.141 | 392 | 167 | 1.182 | 711 | 185 | 670 | ± 8.273 |
| 2001 | 2.653 | â2.115 | â2.277 | 498 | 402 | â268 | â2.629 | 434 | 952 | â278 | 229 | 146 | 1.031 | 591 | 60 | 573 | ± 7.568 |
| 2002 | 2.677 | â1.663 | â2.047 | 541 | 407 | â197 | â1.910 | 439 | 487 | â1.628 | 419 | 139 | 1.047 | 607 | 112 | 571 | ± 7.445 |
| 2003 | 2.639 | â2.169 | â1.859 | 502 | 346 | â656 | â1.876 | 392 | 393 | â50 | 259 | 107 | 936 | 520 | 16 | 500 | ± 6.610 |
| 2004 | 2.703 | â2.170 | â2.315 | 534 | 331 | â578 | â1.529 | 403 | 446 | â213 | 190 | 116 | 930 | 532 | 102 | 517 | ± 6.804 |
| 2005[17] | 2.456 | â2.235 | â2.234 | 588 | 366 | â383 | â1.606 | 434 | 363 | â490 | 294 | 113 | 1.020 | 587 | 146 | 581 | ± 6.948 |
| 2006[18] | 2.709 | â2.057 | â2.093 | 611 | 417 | â623 | â2.418 | 475 | 240 | â132 | 346 | 115 | 1.078 | 590 | 124 | 617 | ± 7.322 |
| 2007[19] | 2.900 | â2.316 | â2.311 | 675 | 471 | â368 | â2.885 | 513 | 318 | â38 | 343 | 125 | 1.165 | 627 | 136 | 644 | ± 7.917 |
| 2008[20] | 3.139 | â2.499 | â2.923 | 621 | 505 | â371 | â2.470 | 538 | 317 | 54 | 374 | 116 | 1.158 | 627 | 177 | 637 | ± 8.264 |
| 2009[21] | 2.877 | â1.488 | â3.354 | 501 | 433 | â45 | â1.902 | 450 | 110 | â59 | 293 | 93 | 910 | 514 | 169 | 497 | ± 6.848 |
| 2010[22] | 2.900 | â1.709 | â3.511 | 401 | 445 | â66 | â1.752 | 399 | 259 | 354 | 267 | 89 | 854 | 497 | 101 | 472 | ± 7.038 |
| 2011[23] | 3.043 | â1.779 | â3.663 | 440 | 516 | â62 | â1.804 | 429 | 204 | 224 | 234 | 120 | 918 | 540 | 115 | 527 | ± 7.308 |
| 2012[24] | 3.224 | â2.765 | â3.797 | 543 | 521 | â25 | â1.304 | 453 | 178 | 435 | 256 | 94 | 961 | 550 | 134 | 542 | ± 7.892 |
| 2013[25] | 3.328 | â2.415 | â4.307 | 518 | 588 | 88 | â1.702 | 461 | 107 | 691 | 242 | 137 | 995 | 559 | 168 | 543 | ± 8.424 |
| 2014[26] | 3.491 | â2.356 | â4.852 | 510 | 604 | â55 | â1.755 | 463 | 276 | 897 | 288 | 144 | 1.034 | 585 | 172 | 554 | ± 9.018 |
| 2015[27] | 3.613 | â2.313 | â5.449 | 494 | 626 | â111 | â1.720 | 472 | 418 | 1.021 | 349 | 151 | 1.022 | 596 | 247 | 580 | ± 9.594 |
| 2016[28] | 3.919 | â2.538 | â5.821 | 543 | 694 | 64 | â2.261 | 493 | 681 | 1.107 | 388 | 174 | 1.089 | 645 | 226 | 598 | ± 10.620 |
| 2017[29] | 4.232 | â2.773 | â5.905 | 607 | 692 | â49 | â2.471 | 524 | 684 | 1.232 | 389 | 200 | 1.180 | 549 | 244 | 644 | ± 11.198 |
| 2018[30] | 4.404 | â3.079 | â6.672 | 550 | 740 | â83 | â1.613 | 538 | 831 | 1.015 | 418 | 194 | 1.180 | 676 | 235 | 667 | ± 11.448 |
| 2019[31] | 4.330 | â2.436 | â6.701 | 555 | 771 | â120 | â1.905 | 517 | 776 | 1.041 | 308 | 179 | 1.176 | 652 | 230 | 626 | ± 11.161 |
| 2020[32] | 3.454 | â3.674 | â7.771 | 1.139 | 712 | â172 | â2.531 | 1.177 | 1.471 | â624 | 334 | 411 | 2.708 | 1.619 | 172 | 1.576 | ± 14.772 |
| 2021[33] | 3.602 | â4.015 | â9.044 | 1.370 | 832 | â230 | â3.556 | 1.325 | 1.911 | 199 | â286 | 514 | 3.225 | 1.978 | 316 | 1.856 | ± 17.132 |
| 2022[34] | 3.609 | â4.473 | â9.865 | 1.452 | 888 | â814 | â3.250 | 1.447 | 1.789 | 1.241 | â107 | 577 | 3.304 | 1.986 | 299 | 1.919 | ± 18.509 |
| 2023[35] | 3.805 | â4.495 | â9.130 | 1.423 | 771 | â934 | â3.444 | 1.431 | 1.568 | 1.212 | â320 | 587 | 3.398 | 1.839 | 357 | 1.933 | ± 18.324 |
| 2024[36] | 3.943 | â5.038 | â9.774 | 1.442 | 925 | â106 | â3.736 | 1.428 | 1.537 | 847 | 524 | 630 | 3.252 | 1.816 | 267 | 2.043 | ± 18.654 |
| 2025[37] | 4.223 | â4.006 | â11.660 | 1.401 | 1.021 | â331 | â4.003 | 1.447 | 1.443 | 1.016 | 756 | 669 | 3.499 | 1.950 | 337 | 2.208 | ± 20.000 |
| 98.550 | â96.149 | â135.700 | 21.697 | 20.899 | â15.303 | â81.015 | 19.479 | 35.889 | â5.369 | 14.994 | 11.243 | 45.285 | 26.065 | 12.347 | 25.970 | 647.966 | |
| Jahr | Berlin BE |
Baden- WĂŒrttemberg BW |
Bayern BY |
Branden- burg BB |
Bremen HB |
Hamburg HH |
Hessen HE |
Mecklenburg- Vorpommern MV |
Nieder- sachsen NI |
Nordrhein- Westfalen NW |
Rheinland- Pfalz RP |
Saarland SL |
Sachsen SN |
Sachsen- Anhalt ST |
Schleswig- Holstein SH |
ThĂŒringen TH |
Volumen |
Quelle: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages, Bundesfinanzministerium: 1950â1994:[38]
ab 1995:
| Jahr | BE Berlin |
BW Baden- WĂŒrttemberg |
BY Bayern |
BB Brandenburg |
HB Bremen |
HH Hamburg |
HE Hessen |
MV Mecklenburg- Vorpommern |
NI Niedersachsen |
NW Nordrhein- Westfalen |
RP Rheinland- Pfalz |
SL Saarland |
SN Sachsen |
ST Sachsen- Anhalt |
SH Schleswig- Holstein |
TH ThĂŒringen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnittsleistung pro Jahr von 1999 bis 2008 (in Mio. âŹ, inflationsbereinigt) | ||||||||||||||||
| - | 2.952 | â2.250 | â2.315 | 625 | 433 | â468 | â2.426 | 495 | 504 | â583 | 327 | 141 | 1.150 | 655 | 123 | 638 |
| Anteile der LÀnder mit AbschlÀgen bzw. LÀnder mit ZuschlÀgen im Jahr 2022* | ||||||||||||||||
| Geber | â | 24,2Â % | 53,3Â % | â | â | 4,4Â % | 17,6Â % | â | â | â | 0,6Â % | â | â | â | â | â |
| Nehmer | 19,5Â % | â | â | 7,8Â % | 4,8Â % | â | â | 7,8Â % | 9,7Â % | 6,7Â % | - | 3,1Â % | 17,8Â % | 10,7Â % | 1,6Â % | 10,4Â % |
| Pro-Kopf-Ausgleichsleistung (in âŹ) | ||||||||||||||||
| 2006 | 796 | â191 | â167 | 239 | 627 | â356 | â397 | 279 | 29 | â7 | 85 | 110 | 252 | 240 | 43 | 265 |
| 2007 | 851 | â215 | â184 | 265 | 710 | â208 | â475 | 303 | 39 | â2 | 84 | 120 | 275 | 258 | 48 | 280 |
| 2008Â * | 921 | â234 | â234 | 247 | 765 | â212 | â410 | 325 | 40 | 2 | 93 | 112 | 278 | 263 | 62 | 282 |
| 2022 | 961 | â396 | â737 | 564 | 1.296 | â430 | â508 | 888 | 219 | 68 | â25 | 581 | 808 | 908 | 101 | 902 |
| 2023 | 1.013 | â398 | â682 | 553 | 1.125 | â493 | â538 | 878 | 192 | 66 | â76 | 591 | 831 | 841 | 120 | 908 |
| 2024 | 1.069 | â447 | â737 | 563 | 1.321 | â59 | â593 | 902 | 191 | 47 | 125 | 622 | 804 | 847 | 91 | 971 |
Berechnungen basieren auf den nicht gerundeten Einwohner- und LFA-Leistungszahlen des Bundesministeriums fĂŒr Finanzen, sowie den PreisverĂ€nderungsraten des Statistischen Bundesamtes. Abweichungen in den Summen durch Runden.
Nach den 2013 veröffentlichten Bevölkerungszahlen im Zensus 2011 haben sich die relativen Bevölkerungsanteile verschoben. Dadurch bekommt das Land Bayern beispielsweise fĂŒr die Jahre 2011 und 2012 insgesamt 227 Millionen Euro erstattet, Rheinland-Pfalz 203 Millionen und Nordrhein-Westfalen 130 Millionen Euro. Berlin muss 450 Millionen Euro zurĂŒckzahlen, Baden-WĂŒrttemberg 167 Millionen und Hamburg 118 Millionen Euro. Die ĂŒbrigen LĂ€nder erhalten eine Erstattung im meist unteren zweistelligen Millionenbereich. Die LĂ€nder hatten sich im Vorfeld des Zensus darauf verstĂ€ndigt, die Nachzahlungen fĂŒr das Jahr 2011 auf ein Drittel und fĂŒr 2012 auf zwei Drittel zu beschrĂ€nken. Ab 2013 sollen die verĂ€nderten Bevölkerungsanteile vollstĂ€ndig berĂŒcksichtigt werden.[39]
Kritik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Dieser Absatz bezieht sich nur auf die Regelungen bis 2020. Seither gilt eine Neuregelung, die die bisherigen Kritikpunkte aufgreift und LÀndern mit AbschlÀgen vom Umsatzsteueranteil und LÀndern mit ZuschlÀgen vorsieht. -> siehe Absatz oben: Finanzkraftausgleich seit 2020.
Von wissenschaftlicher Seite sowie von LĂ€ndern mit AbschlĂ€gen vom Umsatzsteueranteil wie von LĂ€ndern mit ZuschlĂ€gen ist der LĂ€nderfinanzausgleich kritisiert worden. Der LĂ€nderfinanzausgleich war als sogenannter Spitzenausgleich konzipiert; vor der Wiedervereinigung (1989) betrug das Volumen umgerechnet rund 1,8 Milliarden Euro. FĂŒr einen Ausgleich in dem heute praktizierten Umfang war er nicht gedacht. Im deutschen Bundesstaat wird die föderale Aufgabenteilung traditionell nicht nach Politikfeldern, sondern nach Funktionen vorgenommen: Der Bund definiert die öffentliche Aufgabenwahrnehmung aufgrund seiner Gesetzgebungskompetenzen (Art. 72 ff. GG) sehr weitgehend und den LĂ€ndern obliegt mit wenigen Ausnahmen der Vollzug der Bundesgesetze (Art. 83 ff. GG). Die Finanzverfassung ist aus verfassungsrechtlicher Sicht eine âFolgeverfassungâ, die dieser Form der bundesstaatlichen Aufgabenverteilung Rechnung trĂ€gt.
Von zentraler Bedeutung fĂŒr jede Finanzordnung ist aber die Frage, wer was bezahlt. Das Grundgesetz weist nach dem KonnexitĂ€tsgrundsatz (Art. 104a Abs. 1 GG) die Kostentragung derjenigen Ebene zu, die eine Aufgabe wahrnimmt. Nach Art. 83 GG ist es Aufgabe der LĂ€nder, die Bundesgesetze als âeigene Angelegenheitâ auszufĂŒhren. Aus der Wahrnehmung dieser Aufgabe folgt, dass die LĂ€nder auch die Kosten dafĂŒr zu tragen haben. Eine Ăbernahme von Kosten fĂŒr die AusfĂŒhrung von Bundesgesetzen durch den Bund ist nach dem Grundgesetz die Ausnahme. Das fĂŒhrt immer wieder erneut zu Konflikten und Problemen zwischen Bund und LĂ€ndern sowie zwischen LĂ€ndern. Diese werden weiter erschwert, weil das System des bundesdeutschen LĂ€nderfinanzausgleichs im weiteren Sinne inzwischen mit seinen verschiedenen ineinander greifenden Stufen, deren Verteilungswirkungen zudem unterschiedlich ausfallen, sehr komplex und in seinen Konsequenzen nur fĂŒr Fachleute durchschaubar ist.
Die finanzschwachen LĂ€nder kritisieren, dass ihre FinanzschwĂ€che die Folge einer finanziellen Ăberlastung sei. Die AusfĂŒhrung von Bundesgesetzen, insbesondere von sozialpolitisch motivierten â von der Sozialhilfe ĂŒber Hartz IV bis zu den Kosten der FlĂŒchtlingspolitik â belaste die struktur- und damit auch steuerschwachen LĂ€nder mehr als die strukturstarken LĂ€nder. Sie kĂ€men in einen Teufelskreis aus niedrigeren Einnahmen und höheren bundesstaatlich veranlassten Ausgaben. Zudem wird angefĂŒhrt, dass das Aufkommen von Gemeinschaftssteuern (insbesondere der Körperschaftsteuer) zwischen den LĂ€ndern unterschiedlich verteilt ist, da insbesondere groĂe Unternehmen diese zentral am Unternehmenssitz abfĂŒhren, auch wenn sie bundesweit Filialen und Niederlassungen betreiben. WĂ€hrend beispielsweise Baden-WĂŒrttemberg 22,5 Prozent des bundesweiten Körperschaftsteueraufkommens einnimmt, erreichten die neuen LĂ€nder zusammen nur rund 9 Prozent.[40]
Die finanzstarken LĂ€nder argumentieren, dass der LĂ€nderfinanzausgleich die finanziell problematische Lage von NehmerlĂ€ndern weiter zementiere. NehmerlĂ€nder hĂ€tten keine ökonomischen Anreize, ihre Finanzen zu stabilisieren. Stattdessen wĂŒrden sie sich an eine dauerhafte Subventionierung gewöhnen. So hĂ€tten defizitĂ€re LĂ€nder weder einen Anreiz, ihre Ausgaben und Kosten zu senken, noch einen Anreiz, ihre Einnahmen (z. B. durch Steuern) zu steigern. Die Kritiker sehen eine Wettbewerbsfeindlichkeit des Systems (vgl. Wettbewerbsföderalismus). Es bestĂŒnde die Gefahr, dass das Einspringen des Bundes im Fall einer extremen Haushaltsnotlage als ein Freibrief fĂŒr eine Ausweitung der Verschuldung interpretiert werde. Bayern und Hessen reichten im MĂ€rz 2013 Normenkontrollklage beim Bundesverfassungsgericht ein. Sie beantragten festzustellen, dass das MaĂstĂ€begesetz und das Finanzausgleichsgesetz mit Art. 107 Abs. 2 GG unvereinbar sind. Im September 2017 zogen sie die Klage zurĂŒck.[12]
Reformen des LĂ€nderfinanzausgleichs werden seit langem gefordert bzw. diskutiert. Mit der letzten gröĂeren Novellierung des Finanzausgleichsgesetzes im Rahmen des Solidarpaktes II im Jahr 2001 wurde die Geltungsdauer des Gesetzes auf den 31. Dezember 2019 befristet. Eine Reform des LFA soll in eine umfassende Modernisierung des Bundesstaates eingebettet werden, in deren Rahmen bereits drei Grundgesetzreformen verabschiedet worden sind: 1994 die Ănderung des Art. 72 GG, 2006 die âersteâ Bundesstaatsreform, die der Entflechtung dienen sollte (Föderalismusreform I), und 2009 die âzweiteâ Bundesstaatsreform, die eine âSchuldenbremseâ im Grundgesetz verankerte (Föderalismusreform II).
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stephan Ebner: Verfassungsrechtliche Ausgestaltung des horizontalen Finanzausgleichs. LĂ€nderfinanzausgleich ein bundesstaatlicher Eckpfeiler (?). Verlag Dr. MĂŒller, 2009, ISBN 978-3-639-11665-6.
- Adrian Jung: MaĂstĂ€begerechtigkeit im LĂ€nderfinanzausgleich. Die LĂ€nderfinanzen zwischen Autonomie und Nivellierung. Duncker & Humblot, Berlin 2008, ISBN 978-3-428-12673-6.
- Martin Seybold: Der Finanzausgleich im Kontext des deutschen Föderalismus. Perspektiven fĂŒr einen zukĂŒnftigen LĂ€nderfinanzausgleich. Nomos Verlag, 2005, ISBN 3-8329-1193-6.
- Klaus Detterbeck, Wolfgang Renzsch, Stefan Schieren (Hrsg.): Föderalismus in Deutschland (Lehr- und HandbĂŒcher der Politikwissenschaft). De Gruyter Oldenbourg, 2010, ISBN 978-3-486-59187-3.
- Martin Junkernheinrich, Stefan Korioth, Thomas Lenk, Henrik Scheller, Matthias Woisin (Hrsg.): Jahrbuch fĂŒr öffentliche Finanzen 1-2016, Verhandlungen zum Finanzausgleich. Berlin 2016, ISBN 978-3-8305-3663-5.
- Wolfgang Renzsch: Finanzverfassung und Finanzausgleich. Die Auseinandersetzungen um ihre politische Gestaltung in der Bundesrepublik Deutschland zwischen WĂ€hrungsreform und deutscher Vereinigung (1948 bis 1990). Bonn 1991, ISBN 3-8012-4029-0.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bundesministerium der Finanzen: LĂ€nderfinanzausgleich
- Statistisches Bundesamt zu LÀnderfinanzausgleich und BundesergÀnzungszuweisungen
- BVerfG, Urteil vom 24. Juni 1986, Az. 2 BvF 1, 5, 6/83, 1/84 und 1, 2/85; BVerfGE 72, 330 â Finanzausgleich I
- BVerfG, Urteil vom 27. Mai 1992, Az. 2 BvF 1, 2/88, 1/89 und 1/90; BVerfGE 86, 148 â Finanzausgleich II
- BVerfG, Urteil vom 11. November 1999, Az. 2 BvF 2, 3/98, 1, 2/99; BVerfGE 101, 158 â Finanzausgleich III
- haushaltssteuerung.de (Portal zur öffentlichen Haushalts- und Finanzwissenschaft)
- Wolfgang Janisch: Wie berechtigt ist die Dauerfehde gegen den Finanzausgleich? Bayern beklagt unablĂ€ssig die hohen Zahlungen zum Ausgleich der Finanzkraft unter den LĂ€ndern. Aber stimmt das ĂŒberhaupt? In: sueddeutsche.de. 6. Februar 2026.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Der Finanzausgleich zwischen Bund und LĂ€ndern im Jahr 2022. In: bundesfinanzministerium.de. 24. Januar 2026.
- â Der Finanzausgleich zwischen Bund und LĂ€ndern im Jahr 2020 Monatsbericht 3/2021 vom Bundesfinanzministerium
- â Diese LĂ€nder wurden vor der Reform von 2020 âGeberlĂ€nderâ genannt. Diese Bezeichnung ist aber irrefĂŒhrend, da nicht gegeben wird, sondern diese LĂ€nder erhalten AbschlĂ€ge aus dem Bund-LĂ€nder-Finanzpakt
- â SĂŒddeutsche Zeitung: LĂ€nderfinanzausgleich: Bayern zahlt erneut das meiste Geld ein. 22. Januar 2024, abgerufen am 12. MĂ€rz 2024.
- â Chilla, Tobias, KĂŒhne, Olaf & Markus Neufeld (2016): Regionalentwicklung. UTB.
- â Daniel Buscher: Der Bundesstaat in Zeiten der Finanzkrise. Ein Beitrag zur Reform der deutschen Finanz- und Haushaltsordnung. Duncker & Humblot, 2010, S. 147 ff.
- â LĂ€nderfinanzausgleich. Bundesministerium der Finanzen
- â Hubert Schulte: Jahrbuch fĂŒr Ăffentliche Finanzen 201.4 Berlin 2015, ISBN 978-3-8305-3530-0, S. 381 ff.
- â LĂ€nderfinanzausgleich â Bayern Geberland. Zeit Online, MĂ€rz 2016
- â Zahlen Fakten â Steuern Finanzen. DESTATIS
- â Bundestag beschlieĂt Neuordnung der Bund-LĂ€nder-Beziehungen. In: sueddeutsche.de. 1. Juni 2017, abgerufen am 20. MĂ€rz 2018.
- 1 2 Hessen und Bayern ziehen Klage gegen Finanzausgleich zurĂŒck. Welt Online, 5. September 2017
- â ZDF.de: Bayern reicht Klage ein:Darum geht es beim LĂ€nderfinanzausgleich, 25. Juli 2023. Zeit.de: Streit um LĂ€nderfinanzausgleich: Klage "existenzbedrohend", 19. Februar 2024
- â BVerfG, Urteil vom 11. November 1999, Az. 2 BvF 2, 3/98, 1, 2/99; BVerfGE 101, 158 â Finanzausgleich III
- â DESTATIS: LĂ€nderfinanzausgleich
- â BVerfG, Urteil vom 19. Oktober 2006, Az. 2 BvF 3/03, BVerfGE 116, 327 â Berliner Haushalt.
- â § 2 der Zweiten Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2005
- â § 2 der Zweiten Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2006
- â § 2 der Zweiten Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2007
- â § 2 der Zweiten Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2008
- â § 2 der Zweiten Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2009
- â § 2 der Zweiten Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2010
- â § 2 der Zweiten Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2011
- â § 2 der Zweiten Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2012
- â § 2 der Zweiten Verordnung zur DurchfĂŒhrung des Finanzausgleichsgesetzes im Ausgleichsjahr 2013
- â VorlĂ€ufige Abrechnung des LĂ€nderfinanzausgleichs 2014 ( vom 18. April 2015 im Internet Archive)
- â VorlĂ€ufige Abrechnung des LĂ€nderfinanzausgleichs 2015. ( vom 25. MĂ€rz 2016 im Internet Archive) Bundesministerium der Finanzen
- â bundesfinanzministerium.de (PDF) Bundesministerium der Finanzen
- â Der Finanzausgleich unter den LĂ€ndern fĂŒr die Zeit vom 01.01.2017 â 31.12.2017. (PDF) Bundesfinanzministerium, abgerufen am 23. MĂ€rz 2018.
- â Der Finanzausgleich unter den LĂ€ndern fĂŒr die Zeit vom 01.01.2018 â 31.12.2018. (PDF) Bundesfinanzministerium, abgerufen am 21. Januar 2019.
- â Der Finanzausgleich zwischen Bund und LĂ€ndern im Jahr 2020. (PDF) Bundesfinanzministerium, abgerufen am 6. Juli 2021.
- â Ergebnisse des LĂ€nderfinanzausgleichs 2019. (PDF) Bundesfinanzministerium, abgerufen am 18. August 2025.
- â VorlĂ€ufige Abrechnung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs fĂŒr das Jahr 2021. (PDF) Bundesfinanzministerium, abgerufen am 18. August 2025.
- â VorlĂ€ufige Abrechnung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs fĂŒr das Jahr 2022. (PDF) Bundesfinanzministerium, abgerufen am 18. August 2025.
- â VorlĂ€ufige Abrechnung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs fĂŒr das Jahr 2023. (PDF) Bundesfinanzministerium, abgerufen am 18. August 2025.
- â VorlĂ€ufige Abrechnung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs fĂŒr das Jahr 2024. Abgerufen am 18. August 2025.
- â VorlĂ€ufige Abrechnung des bundesstaatlichen Finanzausgleichs fĂŒr das Jahr 2025. Abgerufen am 18. MĂ€rz 2026.
- â AusgleichsbeitrĂ€gen und -zuweisungen bis 1994 (PDF) Bundesfinanzministerium der Finanzen
- â Axel Schrinner: Geldspritze fĂŒr das Bundesland Bayern. In: Handelsblatt. Nr. 120, 26. Juni 2013, S. 9.
- â Axel Schrinner, Donata Riedel: Finanzausgleich erzĂŒrnt Bayern. In: Handelsblatt. Nr. 13, 18. Januar 2013, S. 9.