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Mandala-Dach

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Das Mandala-Dach ist eine konische Dachkonstruktion fĂŒr GebĂ€ude mit vieleckigem Grundriss.

Dachdeckerzeichnung

Ein Mandala-Dach basiert vorrangig auf einem polygonalen (meist achteckigen) oder runden Grundriss des GebĂ€udes. Von jeder GebĂ€udeecke fĂŒhrt ein Sparren schrĂ€g aufwĂ€rts leicht an der Dachmitte vorbei. Jeder Sparren liegt auf dem jeweils nĂ€chsten auf. Auf diese Weise sind die Sparren ringförmig um die Dachmitte verkeilt. Der Neigungswinkel des Dachs ergibt sich aus der Dicke der Sparren im Vergleich zu ihrer LĂ€nge. An den Auflagen des Daches entstehen nur geringe ScherkrĂ€fte nach außen. Die Sparren sind am Fuß des Daches durch Fußpfetten verbunden und fixiert. Eine ungewöhnliche Eigenschaft dieser Konstruktion ist, dass alle Sparren gebraucht werden, um dem Dach StabilitĂ€t zu verleihen. Wenn nur einer bricht, fĂ€llt das Dach zusammen.

Ein Mandala-Dach ist eine frei tragende Konstruktion ohne Innenpfeiler. In der Dachmitte kann innerhalb des Rings der verkeilten Sparren eine Öffnung sein. In Mitteleuropa werden Mandala-DĂ€cher meist fĂŒr Ausstellungspavillons, MessestĂ€nde, GartenhĂ€user oder Ă€hnliches verwendet.

Der Name leitet sich von Mandala, einem kreisförmigen indischen religiösen Symbol ab.

  • Roland Schumacher: Mandala-Dach. Eine „ausgefallene“ Dachkonstruktion ĂŒber achteckigem Grundriss. In: Der Zimmermann. Jg. 67, Nr. 6, 2000, ISSN 0342-6521, S. 3–9.