Mandala-Dach
Das Mandala-Dach ist eine konische Dachkonstruktion fĂŒr GebĂ€ude mit vieleckigem Grundriss.

Ein Mandala-Dach basiert vorrangig auf einem polygonalen (meist achteckigen) oder runden Grundriss des GebĂ€udes. Von jeder GebĂ€udeecke fĂŒhrt ein Sparren schrĂ€g aufwĂ€rts leicht an der Dachmitte vorbei. Jeder Sparren liegt auf dem jeweils nĂ€chsten auf. Auf diese Weise sind die Sparren ringförmig um die Dachmitte verkeilt. Der Neigungswinkel des Dachs ergibt sich aus der Dicke der Sparren im Vergleich zu ihrer LĂ€nge. An den Auflagen des Daches entstehen nur geringe ScherkrĂ€fte nach auĂen. Die Sparren sind am FuĂ des Daches durch FuĂpfetten verbunden und fixiert. Eine ungewöhnliche Eigenschaft dieser Konstruktion ist, dass alle Sparren gebraucht werden, um dem Dach StabilitĂ€t zu verleihen. Wenn nur einer bricht, fĂ€llt das Dach zusammen.
Ein Mandala-Dach ist eine frei tragende Konstruktion ohne Innenpfeiler. In der Dachmitte kann innerhalb des Rings der verkeilten Sparren eine Ăffnung sein. In Mitteleuropa werden Mandala-DĂ€cher meist fĂŒr Ausstellungspavillons, MessestĂ€nde, GartenhĂ€user oder Ă€hnliches verwendet.
Der Name leitet sich von Mandala, einem kreisförmigen indischen religiösen Symbol ab.