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MathÀser

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MathÀser (2017)

Der MathĂ€ser ist ein GebĂ€udekomplex in der Bayerstraße in zentraler Lage MĂŒnchens, zwischen Hauptbahnhof und Stachus. Über Jahrhunderte befand sich hier ein Bierausschank, der zeitweise der grĂ¶ĂŸte der Welt war.

Bierbrauerei zum bayrischen Löwen vormals MathĂ€ser, MĂŒnchen, Architekt Exter aus MĂŒnchen, 1893

Die Konstituierung des Arbeiter- und Soldatenrates im MathĂ€ser im November 1918 war die Geburtsstunde der MĂŒnchner RĂ€terepublik. Beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg wurde neben den GaststĂ€ttenrĂ€umen ein Kinocenter errichtet, in dem auch zahlreiche Premieren stattfanden. Nach dem Gesamtabbruch des GebĂ€udekomplexes wurde an der Stelle am 21. Mai 2003 das MathĂ€ser Multiplex Kino eröffnet.

Im Januar 2026 wurde bekannt, dass der Schweizer Konzern Zurich Versicherung, welcher der EigentĂŒmer des Komplexes ist, ein neues multifunktionales Stadtquartier errichten will. Dem bisherigen Komplex droht damit der Abriss. Eine Bauvoranfrage, welche FlĂ€chen fĂŒr Wohnungen, Handel und Kultur beinhaltet, wurde gestellt. Das Bauvorhaben beinhaltet eine Skizze, aus der hervorgeht, dass lediglich in der untersten Ebene Platz fĂŒr Kultur eingeplant ist. Ob ein Kino Bestandteil des geplanten Komplexes sein wird, ist unklar. Der heutige Betrieb des Kinos soll bis Anfang der 30er Jahre fortbestehen.[1][2]

Entstehung des „MathĂ€sers“

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1690 öffnete der erste Bierausschank auf dem GelĂ€nde des heutigen MathĂ€ser in der MĂŒnchner Ludwigsvorstadt. 1818 ersteigerte der Brauer Georg Hartl, Besitzer des Bierausschanks Zum Kleinen Löwengarten an der damaligen Landsberger Straße (heute Bayerstraße) das im 15. Jahrhundert gegrĂŒndete FuchsbrĂ€u. In den Jahren zuvor hatte Hartl durch Tausch und Kauf bereits mehrere angrenzende GrundstĂŒcke rund um seinen Löwengarten erworben. Damit nahm sein Grundbesitz bereits fast den kompletten Bestand des spĂ€teren MathĂ€ser ein. Mit Hilfe der FuchsbrĂ€ugerechtsame, dem Braurecht von FuchsbrĂ€u, plante Hartl die GrĂŒndung einer neuen Brauerei auf seinem Grund und die Stilllegung des ursprĂŒnglichen Braubetriebs des FuchsbrĂ€us in der Schwabinger Gasse. Noch im gleichen Jahr erhielt er eine Konzession zur Eröffnung seiner Hartlischen Brauerei auf dem Löwengarten-Areal und begann mit dem Bau der neuen BrauereigebĂ€ude. Die RĂ€ume des alten Löwengartens dienten dabei anfangs als Bierausschank. Hartl betrieb das GeschĂ€ft bis zu seinem Tod 1825, danach ging es bis 1829 an seine Erben ĂŒber.

Von 1829 bis 1832 fĂŒhrte Max J. Boshart das HĂ€rtlische Brauhaus, 1832 bis 1844 befand es sich im Eigentum des „Braugrafen“ Theobald Graf von Buttler-Haimhausen und wurde Buttler-BrĂ€u genannt. Buttlers Erben verpachteten das Brauhaus von 1847 bis 1855 an Anton Köck, danach bis 1857 an Ludwig Brey. 1858 erwarb schließlich Georg MathĂ€ser das Anwesen. Er stellte die Brauerei zunĂ€chst ein und setzte nur den Gastwirtschaftsbetrieb fort. 1872 nahm er unter dem Namen MathĂ€ser-BrĂ€u auch den Braubetrieb wieder auf. Nach seinem Tod 1874 fĂŒhrte seine Witwe Anna MathĂ€ser den Betrieb weiter, wobei die Brauerei von 1874 bis 1884 neben der Bezeichnung MathĂ€ser-BrĂ€u auch den ehemaligen Namen in Form der Benennung Zum bayerischen Löwen wieder aufnahm. 1884 erfolgte die Umwandlung in die Aktienbrauerei zum bayerischen Löwen, vorm. A. MathĂ€ser.

1892 wurde ein Neubau der Brauerei erstellt. Die ehemaligen FabrikationsrĂ€ume wurden in Bierhallen umgebaut und August Exter errichtete einen neuen Trakt an der Straßenseite mit reprĂ€sentativer Fassade im Stil der Neorenaissance. 1899–1900 erweiterte das Bauunternehmen Heilmann & Littmann den Bau um einen zweistöckigen Saalanbau. Der obere Saal wurde mit einem hölzernen Tonnendach und WandgemĂ€lden von Julius Mössel ausgestattet.[3]

1907 kaufte die LöwenbrĂ€u AG den bereits zu einer bekannten MĂŒnchener Institution gewordenen „MathĂ€ser“ und baute ihn mit drei Bierhallen, einem Festsaal und einem Biergarten mit rund 4000 SitzplĂ€tzen aus. 1915 wurde der Braubetrieb eingestellt.[4]

Hauptquartier der Revolution in MĂŒnchen 1918–1919

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Kurt-Eisner-Stele am Ort des frĂŒheren MathĂ€serbrĂ€us

Am Ende des Ersten Weltkrieges konstituierte sich im MathÀser-BrÀu unter dem Vorsitz von Kurt Eisner in der Nacht vom 7. zum 8. November 1918 ein Arbeiter- und Soldatenrat. Dabei versammelten sich im Festsaal etwa 1000 Menschen, die sich von einer pazifistischen Massendemonstration auf der Theresienwiese abgesondert hatten.[5]

Bundesarchiv Bild 146-2006-0043, Revolution in Bayern, Dach MathÀser-BrÀu

Dies war die Geburtsstunde der MĂŒnchner RĂ€terepublik. Der Standort MathĂ€ser wurde wohl aufgrund seiner GerĂ€umigkeit, seiner Beliebtheit und der zentralen Lage zwischen Hauptbahnhof, Wittelsbacher Palais, LandtagsgebĂ€ude, Außenministerium, Residenz und PolizeiprĂ€sidium gewĂ€hlt, er diente in der Folgezeit als Hauptquartier der Revolutionsbewegung. Nach der Niederschlagung der Revolution kehrte der MathĂ€ser wieder zu seiner ursprĂŒnglichen Funktion als Bierlokal zurĂŒck.

Oskar Maria Graf

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Der MĂŒnchner KĂŒnstler Oskar Maria Graf rief 1919 zur Revolution auf, dafĂŒr mietete er den MathĂ€ser, jedoch erschien niemand zur Revolution.

Um die SoldatenrĂ€te der Roten Truppen (Kommunisten), die den MathĂ€ser besetzt hielten, lĂ€nger einsatzfĂ€hig zu halten, wurde das im MathĂ€ser vorrĂ€tige Weißbier mit Zitronenlimonade „gestreckt“. Daraus ließ sich im Volksmund die Russenmaß ableiten.

Ab 1957: die „MathĂ€ser-Bierstadt“

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Im Zweiten Weltkrieg wurde der MathĂ€ser bei Luftangriffen der Alliierten total zerstört. Erst im Dezember 1957 konnte auf dem 8100 Quadratmeter großen Areal die neu erbaute MathĂ€ser-Bierstadt eröffnet werden. Ernst Eckstein, der leitende Architekt der Löwenbrauerei, hatte entlang der Bayerstraße in Stahlbetonbauweise einen fĂŒnfgeschossigen, zweigiebeligen Baukörper realisiert, der eine Einkaufspassage, die Bierstadt mit 16 recht unterschiedlich ausgestatteten Lokalen mit SitzplĂ€tzen fĂŒr insgesamt ĂŒber 5000 GĂ€ste, den MathĂ€ser-Filmpalast (als 129. Kino der Landeshauptstadt) mit einem 340 Quadratmeter großen Foyer, 1200 PlĂ€tzen im Kinosaal und der mit 21 auf achteinhalb Metern zur Bauzeit grĂ¶ĂŸten Leinwand Deutschlands, 4600 Quadratmeter Einzelhandels- und BĂŒroflĂ€che sowie eine Tiefgarage fĂŒr 180 Fahrzeuge umfasste.
Eine PresseerklĂ€rung erlĂ€uterte die Absicht des Bauvorhabens: „[
]Bewußt aber wurde der MathĂ€ser nicht als modisch vergĂ€nglicher Glasbau gestaltet, sondern im Sinne der Bautradition unseres alpenlĂ€ndischen Raumes. Der Bau soll in seinem Äußeren und Inneren nicht nur einem kleinen Kreis, sondern möglichst Vielen gefallen und zum Verweilen einladen. Er soll auch die Fremden anziehen, die unsere MĂŒnchner Stadt besuchen.“

Der Weißbierkeller mit 500 SitzplĂ€tzen stand unter der Leitung des PĂ€chterehepaares Reinbold, das PĂ€chterehepaar Georg und Rosa Reiss fĂŒhrte das Kino und die ĂŒbrigen Lokale: die Schwemme neben dem Haupteingang mit einer GlaskĂŒche, die den Appetit der GĂ€ste anregen sollte, bot 280 SitzplĂ€tze, das Gewölbe hatte 260 SitzplĂ€tze, die Bartl-, Soldaten-, Tölzer-, MathĂ€ser- und Steyrer-Hanns-Stuben verfĂŒgten ĂŒber insgesamt 170 SitzplĂ€tze, die SchĂ€nke hatte 30 PlĂ€tze, die Arkaden 130, die Schießstand-Stuben 27, die Bierhalle, MĂŒnchner Stuben und das ZunftstĂŒberl insgesamt 1.055 SitzplĂ€tzen, der Kleine Festsaal bot 335 GĂ€sten Platz, der Große Festsaal 1450 PlĂ€tze und schließlich gab es noch einen Biergarten mit 450 und die Terrassen mit 648 SitzplĂ€tzen.

Der Trakt an der Schlosserstraße war 105 Meter lang und verfĂŒgte ĂŒber Keller, Erdgeschoss und zwei Obergeschosse. Der Große Festsaal hatte eine GrĂ¶ĂŸe von 1100 Quadratmetern und einem umlaufenden Balkon, außerdem lagen dort verschiedene kleinere SĂ€le, Nebenzimmer und SchĂ€nken sowie die zentrale GroßkĂŒche. Besonders stolz war man damals auf die erste und modernste vollautomatische GeschirrspĂŒlmaschine in Deutschland, die in einer Stunde bis zu 20.000 Teller und Tassen reinigen, auf Hochglanz polieren und vorgewĂ€rmt auf 80 °C bereitstellen konnte. Der „neue“ MathĂ€ser verfĂŒgte auch ĂŒber zwei eigene Metzgereien, insgesamt fĂŒnf KĂŒchen und sieben SchĂ€nken und bot 470 Angestellten einen Arbeitsplatz. In der Bierstadt wurden pro Woche durchschnittlich 52.000 Liter Bier, 42.000 Essensportionen, 15.000 WeißwĂŒrste, 9.000 BratwĂŒrste und 22.000 Paar SchweinswĂŒrste konsumiert.

Das Eröffnungsprogramm im Festsaal lief vom 21. Dezember 1957 bis 15. Januar 1958. 1958 war der MathĂ€ser durch die Betreiber- und PĂ€chterfamilie Reiss mit dem Restaurant Oberbayern auf der Weltausstellung in BrĂŒssel vertreten. In den folgenden knapp 40 Jahren erlebte die Bierstadt viele rauschende Feste. 1962 veranstaltete die Löwenbrauerei in Bordighera an der italienischen Riviera ein „oberbayerisches Bierfest“, das zu einem vollen Erfolg wurde, als Dank schickte die Stadt Bordighera im Folgejahr fĂŒnftausend Nelken zur AusschmĂŒckung des „FrĂŒhlingsfests“ im Festsaal der Bierstadt. 1968 folgte forciert durch die LöwenbrĂ€u AG das Engagement im deutschen Pavilion „Restaurant Bavarois“ auf dem GelĂ€nde der Weltausstellung in Montreal. 1969 wurde in Montreal die Dependance „Petit Munich“ eröffnet, die Ende der 1980er Jahre wieder verkauft wurde.

Der MathĂ€ser-Filmpalast wurde am 24. Januar 1957 eröffnet und wegen seiner GrĂ¶ĂŸe zu einem beliebten Premierenkino. Der Eröffnungsfilm im Jahr 1957 war Der Bettelstudent. Unter anderem wurden hier in den 1960er Jahren mehrere Karl-May-Filme uraufgefĂŒhrt. Mit dem Einzug des Massenmediums Fernsehen in die Wohnzimmer der Bevölkerung neigte sich in den 1970er Jahren die Ära der Großkinos ihrem Ende zu, 1978 verwandelten die Filmtheaterbetriebe Georg Reiss MĂŒnchens grĂ¶ĂŸtes Lichtspielhaus in ein aus vier Theatern bestehendes Kinocenter. Nach dem Umbau eröffnete das MathĂ€ser mit Sam Peckinpahs Convoy, es begann die Hochzeit des Hollywood-Actionkinos. Da der Saal A mit 600 Sitzen immer noch MĂŒnchens grĂ¶ĂŸter Kinosaal war, fanden dort weiterhin viele Premieren statt. Der große Festsaal war bis zur Schließung der GaststĂ€tte Schauplatz des Deutschen Filmballs.

MathÀser-Passage bei Nacht, 2008
Kassenbereich des MathÀser Kinos

1996 stellten das Kino mit der letzten Vorstellung von Mars Attacks! und die Bierstadt den Betrieb ein, 1998 wurden die GebĂ€ude abgerissen. 1999 begann der Bauherr, die zur Zurich Group Invest Europe (Deutschland) GmbH gehörende Deutscher Herold Lebensversicherung AG mit dem Neubau, nach vierjĂ€hriger Bauzeit eröffnete am 21. Mai 2003 mit der Vorstellung von Matrix Reloaded in allen 14 SĂ€len und 4.283 PlĂ€tzen das neue Multiplex-Kino. Das GebĂ€ude wurde von Peter Lanz mit seinem MĂŒnchner ArchitekturbĂŒro LAI | Lanz Architekten Ingenieure als Shopping-, Entertainment- und Business-Center geplant. Die Kinopolis-Gruppe betreibt den MathĂ€ser Filmpalast, in dem viele Filmpremieren und Sonderveranstaltungen wie die Eröffnungsveranstaltung des Filmfest MĂŒnchen, das Asia Filmfest und das englischsprachige Munich International Short Film Festival stattfinden. Durch den Bau des neuen Multiplex-Kinos mit 14 SĂ€len erlitten jedoch auch die sich in der NĂ€he des MathĂ€ser befindenden Kinos starke finanzielle Einbußen und mussten z. T. sogar schließen, wie beispielsweise die Karlstor-Kinos.[6]

Das GebĂ€ude mit einer BruttogesamtflĂ€che von 33.400 Quadratmetern, das etwa 175 Millionen Euro kostete, zeigt zur Bayerstraße nun eine zurĂŒckhaltende Fassade mit einer nach innen hĂ€ngenden, sprossenlosen Glaswand. Dominant und im Außenraum nicht zu ĂŒbersehen ist die computergesteuerte Lichtwand als WerbeflĂ€che. Die fein gegliederte Fassade zur schmalen Schlosserstraße wird durch die regelmĂ€ĂŸige Folge der Fluchttreppen mit haushohen SchutzwĂ€nden aus Drahtgeflecht bestimmt.

Die frei teilbaren FlĂ€chen fĂŒr Handel und Gastronomie sind mit dem Kino direkt verbunden. Sowohl von der U- und S-Bahn im Tiefgeschoss des Stachus als auch ebenerdig von der Bayerstraße aus gelangt der Besucher zunĂ€chst in das HerzstĂŒck der Anlage, die zentrale Rotunde. Von dort verbinden Rolltreppen die drei Hauptebenen, auf denen die KinosĂ€le angeordnet sind.

Der MathÀser Filmpalast heute

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Logo der eingetragenen Wort-Bild-Marke

Der MathÀser Filmpalast bietet heute mit 14 KinosÀlen insgesamt 3.832 SitzplÀtze.

Alle 14 KinosĂ€le sind digitalisiert und können Filme in hochauflösender QualitĂ€t wiedergeben. Dazu wurden in elf SĂ€len 3D Anlagen verbaut, sodass Filme sowohl in 2D als auch in 3D gespielt werden können. Bereits vier KinosĂ€le verfĂŒgen ĂŒber Dolby Atmos. Alle KinosĂ€le sind barrierefrei zugĂ€nglich, mit RollstuhlplĂ€tzen sowie mit Polstersesseln ausgestattet und im Amphitheater-Stil gebaut. Der Besucher kann in vier KinosĂ€len die bewegungsintensiven D-BOX Sessel mit integrierten Motion-Effekten erleben. Der Zuschauer bewegt sich synchron zu Bild und Ton und befindet sich mitten im Filmgeschehen. Das (m)K6 ist mit 783 SitzplĂ€tzen der grĂ¶ĂŸte Kinosaal Bayerns mit der grĂ¶ĂŸten Leinwand MĂŒnchens (20,6 × 8,6 m) und Schauplatz zahlreicher großer Filmpremieren. Der Saal ist mit BĂŒhne, BĂŒhnenvorhang, 3D Light System Ambient Light und Dolby Atmos ausgestattet.[7][8]

Innenraumblick des Dolby Cinema im MathÀser Filmpalast

Der MathĂ€ser hat im Mai 2019 als erstes Kino in Deutschland und als drittes im deutschsprachigen Raum ein Dolby Cinema installiert; geplant und gebaut wurde es von der Firma Kinoplanung Batisweiler.[9][10] FĂŒr diesen Saal muss der Besucher einen Aufpreis zahlen. Dolby Cinema bietet eine hohe BildqualitĂ€t mit dem Dolby Vision Dual-Laser Projektionssystem und erstklassigen Sound mit Dolby Atmos. Das Dolby Cinema hat 315 Premium-SitzplĂ€tze mit Ledersesseln und beweglichen Sitz- und RĂŒckenlehnen (inklusive 15 LiegeplĂ€tzen in den ersten beiden Reihen sowie drei RollstuhlplĂ€tzen) mit Blick auf ĂŒber 100 mÂČ Leinwand (15,7 m × 6,6 m). Es enthĂ€lt ebenfalls ein eigenes Foyer.[11]

Der MathÀser-Filmpalast besitzt 14 KinosÀle mit insgesamt 3.832 SitzplÀtzen.[12]

Name PlÀtze Rollstuhl-
fahrer
Tonsystem (vor digitaler Projektion) Tonsystem (aktuell) THX Projektion Leinwand
Dolby Cinema
(vorher Kino 1)
315 3 Dolby Digital, DTS DCI 7.1, Dolby Atmos Nein 4K (Dolby Vision) 15,7 m × 6,5 m
Kino 2 307 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 15,6 m × 6,5 m
Kino 3 217 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 11,5 m × 6,2 m
Kino 4 148 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 10,6 m × 5,7 m
Kino 5 124 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 11,2 m × 4,7 m
(m)K6
(vorher Kino 6)
783 10 Dolby Digital, Dolby Digital Surround EX,
DTS, SDDS-8
DCI 5.1, 7.1, Dolby Atmos Ja 4K 20,6 m × 8,6 m
Kino 7 197 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 13,0 m × 5,5 m
Kino 8 219 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 13,2 m × 5,5 m
Kino 9 408 2 Dolby Digital, Dolby Digital Surround EX,
DTS, SDDS-6
DCI 7.1, Dolby Atmos Nein 2K 15,3 m × 6,15 m
Kino 10 337 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1, Dolby Atmos Nein 2K 15,8 m × 6,6 m
Kino 11 301 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 15,6 m × 6,6 m
Kino 12 203 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 11,9 m × 5,0 m
Kino 13 148 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 11,5 m × 4,8 m
Kino 14 125 2 Dolby Digital, DTS DCI 7.1 Nein 2K 11,1 m × 4,7 m

Biermarke MathÀser-BrÀu

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Anfang 2014 sicherte sich die SĂŒdBier Unternehmergesellschaft das Markenrecht an der bis dahin nicht geschĂŒtzten Biermarke MathĂ€serbrĂ€u. Dahinter stehen drei Jungbrauer, die an die Ausrufung des Freistaats Bayern 1918 durch Kurt Eisner im MathĂ€serbrĂ€u erinnern wollen.[13] 2016 kam damit ein Weißbier auf den Markt, das bei WildbrĂ€u in Grafing gebraut wurde.[14] Seit 2023 wird die Marke MathĂ€ser-BrĂ€u von der MetaBrewSociety GmbH weiterbetrieben.[15] Das Bier wird im ehemaligen FrankenwĂ€lder Brauhaus im oberfrĂ€nkischen Naila gebraut.[16]

  • Nicolette Baumeister: Architektur neues MĂŒnchen. MĂŒnchner Baukultur 1994–2004. Verlagshaus Braun, Berlin 2004, ISBN 3-935455-50-X, S. 77.

Einzelnachweise

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  1. ↑ „Ein dramatischer Verlust“: Große Sorge um MathĂ€ser Filmpalast am Stachus – Investor plant Neubau. In: merkur. Archiviert vom Original am 24. Januar 2026; abgerufen am 29. August 2026.
  2. ↑ Einem der grĂ¶ĂŸten Kinos Deutschlands droht der Abriss. deutschlandfunkkultur
  3. ↑ Die Baugeschichte beruht auf Denis A. Chevalley, Timm Weski: Landeshauptstadt MĂŒnchen – SĂŒdwest (= Bayerisches Landesamt fĂŒr Denkmalpflege [Hrsg.]: DenkmĂ€ler in Bayern. Band I.2/2). Karl M. Lipp Verlag, MĂŒnchen 2004, ISBN 3-87490-584-5, S. 105 f.
  4. ↑ Christian SchĂ€der: MĂŒnchner Brauindustrie 1871–1945. Die wirtschaftsgeschichtliche Entwicklung eines Industriezweiges. Tectum Verlag, Marburg 1999, ISBN 3-8288-8009-6.
  5. ↑ Karl Stankiewitz: Aus is und gar is! WirtshĂ€user, Theater, CafĂ©s, Nachtclubs und andere verlorene Orte MĂŒnchner Geselligkeit. Allitera Verlag, MĂŒnchen 2018, ISBN 978-3-96233-023-1, S. 184.
  6. ↑ Traditionshaus am Ende: Karlstor-Kino gibt auf. 13. Januar 2004, abgerufen am 24. Januar 2026.
  7. ↑ MathĂ€ser Filmpalast: Saalinformationen. Abgerufen am 9. MĂ€rz 2024.
  8. ↑ MathĂ€ser Filmpalast: Kinoinformationen. Abgerufen am 9. MĂ€rz 2024.
  9. ↑ Dolby Cinema, MathĂ€ser MĂŒnchen. In: Kinoplanung Batisweiler. Abgerufen am 13. Juli 2020 (deutsch).
  10. ↑ Abendzeitung Germany: Erlebe Kino wie nie zuvor: Deutschlands erstes Dolby Cinema – ab jetzt im MathĂ€ser - Abendzeitung MĂŒnchen. Abgerufen am 13. Juli 2020.
  11. ↑ Dolby Cinema. Abgerufen am 9. MĂ€rz 2024.
  12. ↑ "Saalinformationen". Auflistung aller KinosĂ€le des MathĂ€ser MĂŒnchen. In: www.mathaeser.de. Abgerufen am 16. MĂ€rz 2021.
  13. ↑ Bayerischer Rundfunk: MathĂ€ser vom 21.12.2016: Großer Name fĂŒr ein junges Bier | BR Mediathek VIDEO. In: www.br.de. Abgerufen am 2. Januar 2017.
  14. ↑ tz: Traditions-Bier: Das Comeback des MathĂ€serbrĂ€us. Abgerufen am 18. Juli 2024.
  15. ↑ MathĂ€ser BrĂ€u. Abgerufen am 26. Mai 2024.
  16. ↑ HCS Content GmbH: Nailaer Brauerei gerettet: Dosenbier fĂŒr den Weltmarkt - Frankenpost. Abgerufen am 2. MĂ€rz 2023.

Koordinaten: 48° 8â€Č 21″ N, 11° 33â€Č 49″ O