Maximilian Streck
Maximilian Streck (* 18. Oktober 1873 in Pfarrkirchen; â 25. MĂ€rz 1945 in FĂŒrstenfeldbruck) war ein deutscher Altorientalist.
Maximilian Streck, der Sohn eines Rechtsanwalts, besuchte die Volksschule und das Gymnasium in Straubing und studierte ab 1893 Orientalistik an den UniversitĂ€ten in MĂŒnchen und Leipzig, wo ihn besonders Albert Socin und Heinrich Zimmern beeinflussten. 1898 wurde er an der UniversitĂ€t Leipzig zum Dr. phil. promoviert. AnschlieĂend kehrte Streck an die UniversitĂ€t MĂŒnchen zurĂŒck und habilitierte sich dort 1900 bei Fritz Hommel fĂŒr Semitische Philologie. Noch im selben Jahr wechselte er an die Berliner UniversitĂ€t, zum Sommersemester 1905 an die UniversitĂ€t StraĂburg.
1908 wurde Streck als auĂerordentlicher Professor fĂŒr Semitische Philologie, TĂŒrkisch und Neupersisch an die UniversitĂ€t WĂŒrzburg berufen. 1916 wurde das Extraordinariat in einen Lehrstuhl umgewandelt und Streck zum auĂerordentlichen Professor mit Rang, Titel und Rechten eines Ordinarius ernannt. Streck blieb in diesem Amt bis zu seiner Emeritierung 1939.
Als Forscher und akademischer Lehrer war Streck ein Generalist. Er spezialisierte sich auf die schriftlichen Hinterlassenschaften Vorderasiens und rekonstruierte daraus die Geschichte verschiedener Regionen im Altertum. Seine umfassende, ausfĂŒhrlich kommentierte Edition der Schriften aus der Zeit des Assurbanipal (1916) ist ein grundlegendes Werk und bis heute (Stand: 19. Januar 2013) nicht ersetzt.
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Armenien, KurdistĂąn und Westpersien, nach den babylonisch-assyrischen Keilinschriften. Leipzig 1898 (Teildruck der Dissertation)
- Armenische Ăbersetzung: Hayastan, K'rdastan ew Arewmtean Parskastan babelakan-asorestaneay sepagrerow hamajayn. Wien 1906
- Die alte Landschaft Babylonien nach den arabischen Geographen. Zwei Teile, Leiden 1900â1901 (erweiterte Habilitationsschrift). Nachdruck Frankfurt am Main 1986
- Keilinschriftliche BeitrÀge zur Geographie Vorderasiens. Berlin 1906
- Assurbanipal und die letzten assyrischen Könige bis zum Untergange Ninivehâs. Drei Teile, Leipzig 1916. Nachdruck Leipzig 1975
- Teil 1: Einleitung: Das urkundliche Material, Chronologie und Geschichte
- Teil 2: Texte: Die Inschriften Assurbanipals und der letzten assyrischen Könige
- Teil 3: Register: Glossar, Verzeichnis der Eigennamen, Schluss-NachtrÀge und kleinere Berichtigungen
- Seleucia und Ktesiphon. In: Der Alte Orient. Band 16, (Leipzig) 1917, Heft 3â4, S. 1â64.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ludmilla Hanisch: Die Nachfolger der Exegeten. Deutschsprachige Erforschung des Vorderen Orients in der ersten HÀlfte des 20. Jahrhunderts. Harrasowitz, Wiesbaden 2003, S. 208.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Literatur von Maximilian Streck im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Kurzbiografie und Bild von Maximilian Streck auf der Homepage der Altorientalistik an der UniversitĂ€t WĂŒrzburg ( vom 13. Juli 2016 im Internet Archive)
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Streck, Maximilian |
| ALTERNATIVNAMEN | Streck, Karl Maximilian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Altorientalist |
| GEBURTSDATUM | 18. Oktober 1873 |
| GEBURTSORT | Pfarrkirchen |
| STERBEDATUM | 25. MĂ€rz 1945 |
| STERBEORT | FĂŒrstenfeldbruck |