Mecki
Mecki ist eine fiktive Figur, die ursprĂŒnglich aus einem Puppenfilm der BrĂŒder Diehl stammt und spĂ€ter Vorlage einer Comic- und einer von Steiff hergestellten Puppenfigur wurde, die als Maskottchen der Zeitschrift Hörzu vertrieben wurden. Seinen Namen verdankt der Igel dem ehemaligen Chefredakteur der Hörzu, Eduard Rhein. Der Redaktionsigel war Namensgeber der Meckifrisur.
Entwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]UrsprĂŒnge der Figur
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Meckis UrsprĂŒnge gehen zurĂŒck in das 19. Jahrhundert, als die BrĂŒder Grimm ihre MĂ€rchensammlung erstellten.[1] 1843 wurde das TiermĂ€rchen vom Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel in die fĂŒnfte Auflage der âHausmĂ€rchenâ der GebrĂŒder Grimm als Nummer 187 aufgenommen. Zuvor hatte Wilhelm Schröder diese Geschichte 1840 den Lesern des Hannoverschen Volksblatts vorgestellt.
1938/39 wurde das MĂ€rchen im Auftrag der Reichsstelle fĂŒr den Unterrichtsfilm (RfdU) verfilmt, die 1940 in Reichsanstalt fĂŒr Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht (RWU) umbenannt wurde. Verantwortlich dafĂŒr waren die GebrĂŒder Diehl. Sie gelten damit als die VĂ€ter der Igelfigur,[2] aus der spĂ€ter Mecki hervorgehen sollte. Die drei BrĂŒder Paul, Ferdinand und Hermann Diehl produzierten im Familienbetrieb seit 1929 Animationsfilme. ZunĂ€chst drehten sie mit Kalif Storch einen Scherenschnittfilm und wandten sich anschlieĂend dem Puppenfilm zu. Hierbei kam es zu einer Arbeitsteilung. Ferdinand agierte als Puppenspieler und Animationstechniker, Hermann als Gestalter von Puppen und Kulissen und Paul war Drehbuchautor. Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel wurde auf 16 mm als Stummfilm gedreht und mit Zwischentiteln versehen. Insgesamt wurden 1600 Kopien von dem Film gezogen und im Unterricht eingesetzt. Weiterhin wurde er im Zweiten Weltkrieg zur Unterhaltung der Frontsoldaten eingesetzt. Der Film erfreute sich groĂer Beliebtheit. Um diese auszunutzen, lieĂen die BrĂŒder Diehl Postkarten des noch namenlosen Igels produzieren.
Nach dem Krieg schieden Hermann und Paul Diehl aus der gemeinsamen Firma aus. Ferdinand Diehl startete 1948 seine Trickfilmproduktion. Als er entdeckte, dass sein Igel das Maskottchen (âRedaktionsigelâ) der jungen Zeitschrift Hörzu war, strengte er einen Rechtsstreit gegen die Zeitschrift an. Nach KlĂ€rung desselben vergab er weitere Lizenzen. In der eigenen Firma wurden ab 1951 Mecki-Puppenfilme produziert und neue Postkarten herausgeben.
Werdegang als Comic- und Puppenfigur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Programmzeitschrift Hörzu war am 11. Dezember 1946 mit einer Startauflage von 250.000 Exemplaren auf den Markt gekommen. Chefredakteur der Zeitschrift war Eduard Rhein. Sein Bildredakteur stellte ihm die Igelfigur als mögliches Maskottchen vor. Laut seiner Autobiographie war Rhein von der Idee angetan und wollte die namenlose Figur mit allen Rechten kaufen, doch trotz intensiven Suchens habe er die Rechteinhaber nicht finden können.[3] In seiner Autobiographie erklĂ€rte er die Namensgebung des Igels damit, dass dieser auf den Seiten der Hörzu ausgiebig meckern sollte. Jahre zuvor hatte Eduard Rhein den Lesern der Hörzu in seinem Artikel â15 Jahre Meckiâ noch erklĂ€rt, dass sich der Namen Mecki von dem seines Redakteurs Hans Mecklenburg ableite. Dieser arbeitete 1947 fĂŒr einige Monate bei der Hörzu und hatte den Spitznamen âMeckiâ.

Seinen ersten Auftritt hatte Mecki auf der Titelseite der Hörzu 43/1949. Seine Aufgabe sollte es sein, das Radioprogramm kritisch zu kommentieren. Anfangs wurden Motive der Diehl-Postkarten verwendet. Um neues Bildmaterial zur VerfĂŒgung zu haben, beauftragte Rhein seinen Mitarbeiter Reinhold Escher, erst Einzelbild-Illustrationen und spĂ€ter dann ganzseitige Geschichten mit Mecki anzufertigen.[4]
Bald erfuhr Ferdinand Diehl, dass das Urheberrecht an seiner Figur verletzt worden war. Er meldete seine Rechte an, und nach einer lĂ€ngeren gerichtlichen Auseinandersetzung einigten sich die Parteien in einem Vergleich, der besagte, dass die Hörzu Mecki ausschlieĂlich fĂŒr Comics und BilderbĂŒcher verwenden dĂŒrfe.[5] Die Illustrationen und Comicfolgen erscheinen seitdem mit dem Vermerk âZeichnungen der Mecki-Figur nach Diehl-Filmâ.[6] Diehl vergab nach diesem Vergleich unterschiedliche Verwertungsrechte. Die Lizenz zur Herstellung einer Puppenfigur wurde an die Firma Steiff abgetreten. 1951 wurde die erste Meckifigur produziert, der schnell weitere, u. a. auch Meckis Frau Micki (Bild) und die Kinder Macki und Mucki, folgten.
Zeichnerische Entwicklung 1949â1978
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zeichnerisch umgesetzt wurde Mecki in den ersten Jahren von Reinhold Escher. Dieser war von 1948 bis 1976 freier Mitarbeiter bei der Hörzu und entwickelte in Eduard Rheins Auftrag die Meckifigur, die zunÀchst in Einzelillustrationen eine kommentierende Funktion hatte.
Im Heft 32/1951 erschien mit Der AuĂenseiter die erste Comicgeschichte in der Hörzu. Mecki war dort nur in seiner Funktion als Kommentator Gast im letzten Panel. FĂŒnf Wochen spĂ€ter erschien die Geschichte Charly Pinguin geht fischen, die mit dem Pinguin Charly eine der wichtigsten Figuren des spĂ€teren Mecki-Universums vorwegnahm. In der nĂ€chsten Woche erschien mit Mecki reist astral in Hörzu 38/1951 die erste Comicgeschichte mit dem Redaktionsigel. In den Folgewochen erschienen in unregelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden weitere Geschichten. Erst ab der Ausgabe 43/1953 erschienen die Mecki-Comics wöchentlich, in derselben Ausgabe begann mit Die groĂe Nummer die erste lĂ€ngere Geschichte. Waren die Comics vorher unabhĂ€ngig voneinander, bauten die wöchentlichen Fortsetzungen nun aufeinander auf.
Nach und nach ergÀnzte Reinhold Escher das Mecki-Universum mit neuen Figuren, zum Beispiel Charly Pinguin, der Schrat oder die sieben Goldhamster, aber auch mit Bösewichten wie dem Urwaldzauberer Kokolastro, der Hexe Drule und dem Fliegenpeter.
Bereits 1952 und damit noch vor den lĂ€ngeren, aufeinander aufbauenden Comicgeschichten erschien das erste Bilderbuch mit dem Igel: Mecki im Schlaraffenland. Zeichner des Buches war ebenfalls Reinhold Escher. Da er sich mit Eduard Rhein nicht ĂŒber ein besseres Honorar fĂŒr die BĂŒcher einigen konnte, konzentrierte er sich fortan auf die Comicgeschichten in der Hörzu. Die Gestaltung der BilderbĂŒcher wurde an einen anderen Zeichner ĂŒbertragen.
Bereits in der Planungsphase des ersten Bilderbuches lieĂ Eduard Rhein seinen Mitarbeiter Wilhelm Petersen Mecki-Arbeitsproben anfertigen.[7] Dieser arbeitete seit 1950 fĂŒr die Hörzu. Als KĂŒnstler, der im Dritten Reich zur Prominenz zĂ€hlte, fiel es ihm schwer, nach dem Zweiten Weltkrieg Arbeit zu finden. FĂŒr ihn waren die Mecki-Arbeiten reine Auftragsarbeit.[8] FĂŒr die Hörzu gestaltete Petersen zunĂ€chst Illustrationen fĂŒr den redaktionellen Teil und Titelseiten im Stil amerikanischer Illustrierter. Ab 1953 gestaltete er die im Jahr zuvor gestartete Mecki-Bilderbuchreihe.
Bereits in seinem ersten Buch Mecki bei den Sieben Zwergen fĂŒgte er dem Mecki-Universum zwei neue Figuren hinzu, den Kater Murr und die Ente Watsch. Diese wurden ausschlieĂlich in seinen Mecki-BilderbĂŒchern verwendet. Eine weitere populĂ€re Figur, die Petersen einfĂŒhrte, war sein Namensvetter KĂ€ptn Petersen, der spĂ€ter auch in die Mecki-Comicseiten der Hörzu ĂŒbernommen wurde.
Die seit 1953 in der Hörzu praktizierte Publikationsform der Comics als Fortsetzungsgeschichten hatte sich als erfolgreiche MaĂnahme zur Kundenbindung erwiesen.[9] Der kindlichen Zielgruppe wurden nun verstĂ€rkt Geschichten prĂ€sentiert, die Mecki und seine Freunde â seinen Abenteuern in den Mecki-BĂŒchern gemÀà â in fremde LĂ€nder und MĂ€rchenwelten fĂŒhrte und die Leser mit anderen Kulturen bekannt machte. Erschienen die Comicseiten anfangs komplett in sepia und spĂ€ter sporadisch auch in Farbe,[10] waren nun die Mecki-Comicseiten ab 53/1957 vollstĂ€ndig in Farbe.
Als 1958 Reinhold Escher, der Zeichner der Comics, krankheitsbedingt ausfiel, ĂŒbernahm Petersen zusĂ€tzlich zu seiner Arbeit am jĂ€hrlichen Mecki-Buch die Gestaltung der Comicgeschichten in der Hörzu. Nachdem Escher von seiner Krankheit genesen war, kam es zu der Einigung, dass Petersen von nun an ein Drittel der Geschichten zeichnen sollte. Im Gegensatz zu Escher, der seine Geschichten zusammen mit seiner Frau Gretel Escher selber schrieb, entwickelte fĂŒr Petersen die Redaktion den Text fĂŒr die wöchentlichen Comics.
Weitere Zeichner, die Mecki in der Ăra unter Eduard Rhein gestalteten, waren die KĂŒnstler Bruno Hanich und Hans Held sowie die KĂŒnstlerin I. Wille. Sie gestalteten zwar keine Comicgeschichten mit Mecki, waren jedoch fĂŒr Illustrationen und Plakate mit Meckiwerbung zustĂ€ndig. Insbesondere die rund 150 bekannten Meckiplakate von Bruno Hanisch erfreuen sich bei Sammlern einer groĂen Beliebtheit.
1963 fiel Petersen fĂŒr einige Wochen wegen Krankheit aus. Um die wöchentliche Produktion der Meckicomics nicht zu gefĂ€hrden, gab Eduard Rhein dem Zeichner Heinz Ludwig, der seit 1952 als Pressezeichner fĂŒr die Hörzu tĂ€tig war, den Auftrag, eine Meckigeschichte (ĂŒber mehrere Folgen) zu gestalten. Auch in den folgenden drei Jahren zeichnete er jeweils eine Meckigeschichte.
1965 löste Hans Bluhm Eduard Rhein als Chefredakteur der Hörzu ab, die BilderbĂŒcher wurden eingestellt, die Comicgeschichten wurden vorerst unverĂ€ndert weitergefĂŒhrt, aber Heinz Ludwig bekam ĂŒber 1966 hinaus keine weiteren AuftrĂ€ge mehr fĂŒr Mecki-Geschichten. Eine damals unveröffentlicht gebliebene Geschichte wurde erstmals ab 1993 in Stachelkopf 12â15, der Zeitschrift des Mecki-Fanclubs abgedruckt.
Als Petersen 1969 in den Ruhestand ging, wurde kein neuer Zeichner engagiert, um die LĂŒcke zu fĂŒllen. Vielmehr fiel Reinhold Escher die Aufgabe zu, das Layout und die Geschichten zu modernisieren. Escher nutzte die neuen Bedingungen als Chance und experimentierte unter anderem mit der Seitenaufteilung und dem Einsatz von Sprechblasen. Ab der Nummer 41/69 war Mecki keine agierende Comicfigur mehr, sondern erzĂ€hlte nur noch die Abenteuer von Charly Pinguin und dem Schrat. In drei Jahren 1970 bis 1972 erschienen nur 4 Geschichten mit zusammen lediglich 58 Folgen. In den Ausgaben dazwischen erschienen andere Comics, zum Beispiel Die Unbesiegbaren von Hans Martin und Sherlock Holmes von Volker Ernsting.
Mit Ausgabe 34/1972 verschwanden die Mecki-Figuren ganz aus der Hörzu und machten anderen Comicfiguren Platz, zum Beispiel: Die Unbesiegbaren (von Hans Martin), Mike Macke (von Volker Ernsting), Ramses (von Reinhold Escher) und Götz LichtenfÀls & Co (von Hans Martin).
1975, Peter BachĂ©r war seit ca. einem Jahr neuer Chefredakteur der Hörzu, erlebte Mecki sein erstes Comeback. Wilhelm Petersen war seit 1969 im Ruhestand und Reinhold Escher konnte aus gesundheitlichen Problemen nur einen Teil der anfallenden Arbeit ĂŒbernehmen. Aus diesem Grund engagierte der fĂŒr Mecki zustĂ€ndige Redakteur Rainer Schwarz den Zeichner JĂŒrgen Alexander HeĂ. Schwarz als Texter und HeĂ als Zeichner modernisierten das altvertraute Mecki-Universum, ergĂ€nzten die Geschichten um parodistische Elemente und ZeitbezĂŒge. Nach etwas mehr als 3 Jahren war Meckis Comeback gescheitert. In der Hörzu 2/1978 erschien die vorerst letzte Mecki-Comicseite fĂŒr mehr als 6 Jahre, stattdessen wurden andere Comics abgedruckt, wie zum Beispiel Captain Future.
Zeichnerische Entwicklung nach 1978
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Meckis zweites Comeback startete 1983 mit Einzelillustrationen, in denen der Redaktionsigel das Fernsehgeschehen kommentierte. Chefredakteur der Hörzu war immer noch Peter BachĂ©r, unter dem Mecki bereits sein erstes Comeback und den daran anschlieĂenden vorlĂ€ufigen Ruhestand erlebt hatte. Ab der Ausgabe 27/1984 erschienen neue Mecki-Comics. Wieder waren Rainer Schwarz als Texter und Alexander HeĂ als Zeichner fĂŒr die Gestaltung zustĂ€ndig, das Format hatte sich aber geĂ€ndert, die nun halbseitigen Comicstrip in schwarz/weiĂ waren darauf ausgelegt mit einem Gag zu enden.
1985 löste Felix Schmidt Peter BachĂ©r als Chefredakteur der Hörzu ab. Schmidt wollte die Comicseite der Hörzu reformieren und war daran interessiert Brösels Werner fĂŒr die Hörzu zu gewinnen. Doch Brösel hatte kein Interesse und vermittelte der Hörzu-Redaktion den Kontakt zu seinen KĂŒnstlerkollegen Bernd Pfarr und Volker Reiche.[11]
Bernd Pfarr schuf fĂŒr die Hörzu die Comicstrips Die Tiere aus dem Eichenwald, die in den Ausgaben 19â36/1985 parallel zu den Mecki-Gagstreifen von HeĂ erschienen. Volker Reiche hingegen machte der Hörzu den Vorschlag, Mecki ĂŒbernehmen zu wollen, und fertigte eine Probeseite an. Er bekam den Auftrag mit der Vorgabe, dass es sich dabei um Onepager handeln sollte, das sind einseitige, in sich abgeschlossene Comics. In der Hörzu-Ausgabe 23/1985 erschien die erste Mecki-Folge Volker Reiches, der seine Texte fĂŒr die Serie immer selbst verfasste. Eine weitere Vorgabe war, dass sich Reiche möglichst auf die Figuren Mecki, Charly und den Schrat zu beschrĂ€nken habe.[11] Reiches Modernisierung konfrontierte Mecki und seine Freunde mit der Welt der 1980er Jahre. Nach etwas mehr als zwei Jahren integrierte Reiche seine Figur Willi Wiedhopf[12] in das Mecki-Universum. Kurz darauf, Helmut Reinke hatte Felix Schmidt als Chefredakteur der Hörzu abgelöst, begann Reiche mit der Konzeption und Gestaltung von Mecki-Fortsetzungsgeschichten, die sich nahtlos an die Onepager anschlossen.
1989 löste Klaus Stampfuss den bisherigen Chefredakteur Helmut Reinke ab und lieĂ den Mecki-Comic ab Ausgabe 42/1989 auf eine Drittelseite reduzieren, zusĂ€tzlich erschienen Mafalda von Quino und der Drache Siegfried von Peter Butschkow. FĂŒr Reiche bedeutete das eine Umstellung, weg von den langen Handlungsbögen zu kurzen Gagstrips.
1997 löste Andreas Petzold Klaus Stampfuss als Chefredakteur ab und Mecki wechselte den Platz innerhalb der Zeitung. 1999 engagierte Petzold das Studio Ully Arndt, eine neue Mecki-Fassung zu entwerfen. Die erste Veröffentlichung derselben fiel aber schon in die Amtszeit von Petzolds Nachfolger Michael Lohmann. Hauptzeichner der Mecki-Comicstrips, nach Figuren-EntwĂŒrfen von Ully Arndt, war Wittek, die Texte stammten von Calle Claus.
2001 ĂŒbernahm Jörg Walberer die Stelle des Chefredakteurs und löste Michael Lohmann ab. Walberer hatte den Auftrag und den Anspruch, das Gesamtbild der Hörzu zu verĂ€ndern.[13] Neuer Mecki-Zeichner wurde Kolja Wilcke. Er hatte sich an die Vorgabe der Hörzu zu halten, dass Mecki als Reporter Kontakt zu realen Personen haben und das Zeitgeschehen kommentieren sollte.[14] So traf er in der ersten Folge auf Angela Merkel und Edmund Stoiber und schlich sich in der zweiten als Harald Schmidt zur Verleihung der Goldenen Kamera. Aufgrund negativer Lesermeinungen[15] entschloss sich die Redaktion, nach nur zwei Folgen zu einem Abbruch der Zusammenarbeit mit dem KĂŒnstler, eine bereits fertige Episode in der Mecki aus Salt Lake City von den XIX. Olympischen Winterspielen berichten und Sven Hannawald interviewen sollte, blieb unveröffentlicht. Zwei weitere Episoden lagen bereit als Scribble vor.[16]
Nachfolger von Kolja Wilcke als Mecki-Zeichner wurde Harald Siepermann, der zunĂ€chst einige Mecki-Illustrationen schuf. In Ausgabe 11/2002 erschien sein erster Mecki-Strip, doch bereits ab der nĂ€chsten Ausgabe wurde das Konzept zugunsten einer lĂ€ngeren Geschichte abgeĂ€ndert. Nach nur 23 Folgen wurde diese Geschichte im SpĂ€tsommer des Jahres 2002 mitten in der Handlung mit den Worten â⊠und so brechen unsere Freunde in ihr bisher gröĂtes Abenteuer aufâ beendet. In den folgenden 6 Wochen war Mecki lediglich in Einzelillustrationen in der Hörzu prĂ€sent. Ab Ausgabe 40/2002 prĂ€sentierte wieder Volker Reiche den Lesern einen Mecki-Comicstrip, in dem neben Mecki die drei Kinder Mucki (ein kleiner Igel), Pingi (ein kleiner Pinguin) und Clara (ein MĂ€dchen mit Ăhnlichkeit zu dem Schrat) sowie der Hund Bobo die Hauptfiguren waren.
Kurz darauf löste Thomas Garms den erfolglosen Jörg Walberer als Chefredakteur der Hörzu ab.[17] FĂŒr den Mecki-Comicstrip hatte dieser Wechsel nur geringe Folgen bzgl. des Formates und der Platzierung im Heft. Zum Jahreswechsel 2005/2006 jedoch verĂ€nderte Volker Reiche auf Wunsch des Chefredakteurs Thomas Garms das Mecki-Universum völlig. Mecki ist in diesen Geschichten ca. 20 bis 30 Jahre jĂŒnger, lebt plötzlich in Berlin und ist â wie bereits unter Wilcke â von Beruf Reporter. Die Geschichte war auf 47 Folgen angelegt und eine spĂ€tere Veröffentlichung als Comicalbum geplant.[15] In der Ausgabe 48/2006 verabschiedete sich Volker Reiche von seinen Lesern,[18] zuvor hatte er der Hörzu noch seinen Nachfolger, Johann Kiefersauer vermittelt.
In Heft 49/2006 feierte die Hörzu ihren sechzigsten Geburtstag, und Johann Kiefersauers erste Mecki-Seite erschien. Kiefersauer hatte der Redaktion die Entscheidung ĂŒberlassen, die Comicserie in Reiches Stil weiterzufĂŒhren oder einen etwas klassischeren Stil zu wĂ€hlen, der dem von Escher und Petersen aus den 1950er und 1960er Jahren etwas nĂ€her kam. Letzteres wurde bevorzugt.[19]
Kiefersauer entwickelte die Geschichten zusammen mit seiner Frau Lilli Herschhorn. Er zeichnete sie mit Tusche auf Zeichenkarton. Beim Kolorieren am Computer wurde er von seiner Frau unterstĂŒtzt. Er begann mit Onepagern, die er in den Gesamtzusammenhang eines Skiurlaubes setzte, anschlieĂend wechselten sich Onepager mit kurzen Fortsetzungsgeschichten (sechs bis acht Seiten) ab, bevor er lĂ€ngere Fortsetzungsgeschichten begann. FĂŒr diese etablierte er wieder einige der altbekannten Figuren, die seit Jahrzehnten bei Mecki kaum mehr eine Rolle gespielt hatten, wie KĂ€ptân Petersen oder der Fliegenpeter.
Anfang 2022 gab Kiefersauer die Arbeit an Mecki an Sascha WĂŒstefeld (Illustration) und Ulf S. Graupner (Szenario) ab. WĂŒstefeld erzĂ€hlte, seinen Stil fĂŒr Mecki am ehesten an die Zeichnungen von Escher anzulehnen.[20]
Die Mecki-BĂŒcher
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zwischen 1952 und 1964 erschien jedes Jahr pĂŒnktlich zu Weihnachten ein Mecki-Bilderbuch im Verlag Hammerich & Lesser, der zum Springer-Konzern gehörte.
Das erste Buch Mecki im Schlaraffenland wurde von Reinhold Escher gezeichnet. Alle weiteren von Wilhelm Petersen. FĂŒr den Text aller 13 BĂŒcher war Eduard Rhein verantwortlich, unterstĂŒtzt wurde er dabei von seiner ChefsekretĂ€rin Hildegard Brandes und einigen Redakteuren. UrsprĂŒnglich war Reinhold Escher daran interessiert gewesen, auch weitere BĂŒcher zu gestalten, doch seine Forderung einer Umsatzbeteiligung mit 5 % am Verkaufspreis wurde vom Chefredakteur abgelehnt.[7]
Auf der letzten Seite des 13. Bandes Mecki bei Frau Holle ist eine AnkĂŒndigung fĂŒr einen nĂ€chsten Band mit dem Titel Mecki bei Aschenputtel zu finden. Dieser ist nicht mehr erschienen.
Als Eduard Rhein 1965 als Chefredakteur der Hörzu abgelöst wurde, war damit das Ende der erfolgreichen Buchreihe gekommen, die bis zum damaligen Zeitpunkt eine Gesamtauflage von 1,5 Millionen Exemplaren erreicht hatte. Bei seinem Abschied behielt Rhein die Mecki-Verwertungsrechte fĂŒr die BĂŒcher und Comicseiten, die bis 1964 produziert wurden.[21]
Es erschienen folgende BilderbĂŒcher:
- Mecki im Schlaraffenland (1952)
- Mecki bei den Sieben Zwergen (1953)
- Mecki bei den Eskimos (1954)
- Mecki bei den Chinesen (1955)
- Mecki bei den Indianern (1956)
- Mecki bei den Negerlein (1957)
- Mecki bei Prinz Aladin (1958)
- Mecki auf dem Mond (1959)
- Mecki und die 40 RĂ€uber (1960)
- Mecki bei Harun Al Raschid (1961)
- Mecki bei Sindbad (1962)
- Mecki bei Zwerg Nase (1963)
- Mecki bei Frau Holle (1964)
FĂŒr 1965 wurde das Buch Mecki bei Aschenputtel angekĂŒndigt, das jedoch nicht erschien.
Ab 1979 erschienen die dreizehn MECKI-BĂŒcher im Lingen-Verlag. SpĂ€ter zum Teil auch in anderen Verlagen. Seit 2007 erscheinen die MeckibilderbĂŒcher im Esslinger Verlag.
Die Mecki-BĂŒcher haben die öffentliche Wahrnehmung mehr geprĂ€gt als die Comicstrips.[22] Bernhard Schmitz vom Bilderbuchmuseum Troisdorf Ă€uĂerte sich wie folgt zu den Mecki-BilderbĂŒchern: âDie Bedeutung der Mecki-BilderbĂŒcher ergibt sich vorrangig aus ihrer ungewöhnlich groĂen PopularitĂ€t. Es ist sicher keine Ăbertreibung, wenn man davon ausgeht, daĂ fast jeder BundesbĂŒrger Mecki kannte. Ursache fĂŒr diese Beliebtheit war m.E. der Umstand, daĂ Protagonisten und Geschichten ideal an ZeitumstĂ€nde und gesellschaftlichen Befindlichkeiten angepaĂt waren. Text und Bild sind betont âkonservativâ, entlehnt einer Welt vor NS und Weltkrieg(en) â konservativ-gemĂŒtlich, alt-bewĂ€hrt. HĂ€ufig haben wir eine Mischung von MĂ€rchenstoffen (1001 Nacht, Schlaraffenland) und Reiseabenteuer (Wilder Westen, China, Karl May ohne Mord und Totschlag), die Bekanntes variieren. Es fĂ€llt mir auch auf eine Mischung von Bescheidenheit (Mecki mit geflickter Hose) und DeutschtĂŒmelei (z. B. wenn Kinder in Afrika unterrichtet werden). AuĂereuropĂ€ische Kulturen sind entweder tĂŒmlich (Chinesen) oder sehr lernbedĂŒrftig (Afrika) â es spiegelt sich hier vielleicht der typische Zwiespalt wider zwischen âdeutscherâ Arroganz und bundesdeutscher Einsicht in die Fehlentwicklungen der letzten Jahrzehnte. Diese starke Zeitbezogenheit ist es dann auch, die eine ânaiveâ LektĂŒre unmöglich macht. Unsere Einstellungen zu fremden Kulturen, ethnischen Fragen haben sich ebenso gewandelt wie unsere Sicht auf Geschlechterrollen, sozialen Hierarchien etc. Im Abstand von 60 oder 50 Jahren merken wir, wie fremd uns die Generationen unserer Eltern und GroĂeltern geworden sind. Das schlieĂt MiĂverstĂ€ndnisse und Fehlinterpretationen ein. Solche Vorbehalte sind allerdings dem nostalgischen Charme auch nicht in jedem Fall abtrĂ€glich â Mecki erlebt z. Z. die Gefahren und Chancen der Historisierung. Ob er sie bestehen wird, kann nur von jeden nachgeborenen Generationen entschieden werden.â
Hörspiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1976 erschienen zwei Hörspiele von Eduard Ernst beim Hörspiel-Label Peggy.
Sprecher sind dabei unter anderem Paul Edwin Roth (ErzĂ€hler), Joachim Wolff (Mecki), Balduin Baas (Charly), Wilken F. Dincklage (Schrat), Alexandra Doerk, Katharina Doerk und Franz-Josef Steffens. Regie fĂŒhrten Lothar Zibell und Michael Weckler. Hans-Joachim Herwald war fĂŒr den Ton verantwortlich.
Mecki als Fastnachtsfigur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als Fastnachtsfigur erfreute sich Mecki bei der SchwĂ€bisch-Alemannischen Fastnacht vor allem in den 1960er und 1970er Jahren gröĂerer Beliebtheit und war bzw. ist dort mit traditionell geschnitzten Holzmasken die Hauptfigur einzelner NarrenzĂŒnfte, so etwa in Degerfelden[25] oder in Freiburg im Breisgau.[26]
Aktuelle Veröffentlichungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Aktuell[27] erscheint immer noch wöchentlich in der Hörzu eine neue Folge der Mecki-Comics. Der Redaktionsigel hat heute keine kommentierende Funktion mehr wie beispielsweise in den 1950er Jahren. Auch von der Webseite der Hörzu ist er verschwunden.
Im Esslinger Verlag erscheinen seit 2007 ausgewĂ€hlte Nachdrucke der Mecki-BilderbĂŒcher. Es sind bisher drei Titel erschienen, diese folgen der neuen Rechtschreibung. Im gleichen Verlag erscheinen seit Juli 2009 die alten Comic-Geschichten in Form von JahrgangsbĂ€nden. Begonnen wurde mit dem Jahrgang 1958, da in diesem erstmals alle Folgen in Farbe erschienen. SpĂ€ter wurden auch SammelbĂ€nde fĂŒr 1956 und 1957 aufgelegt.[28] FĂŒr das Cover wurde auf ein Motiv von Hans Held zurĂŒckgegriffen. Im ersten Band wurde eine Folge ausgelassen.[29] Des Weiteren liegt wegen Protesten ĂŒber die klischeehafte Darstellung von âZigeunernâ den BĂ€nden ein Blatt bei, das die Comics als âhistorisches Zeitdokumentâ einordnet, âdas im Kontext der 50er Jahre zu verstehen istâ.[30] Die Ausgabe folgt den Neuerungen der deutschen Rechtschreibreform von 1996.
Figuren
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Charly Pinguin
- ist neben Mecki die zweite Hauptfigur in den Mecki-Geschichten der deutschen Programmzeitschrift Hörzu. Ist Charly Pinguin in manchen der alten Mecki-BĂŒcher noch fast auf der Intelligenzstufe seiner tierischen Artgenossen (unklar, ob er zu jener Zeit ĂŒberhaupt schon sprechen konnte), so wurde er in den Hörzu-Fortsetzungscomics als begabter Erfinder dargestellt. AuĂerdem ĂŒbernimmt er die agile (als Gegensatz zum Schrat), immer mal wieder ĂŒberschieĂende, auch leicht mal beleidigte Rolle. Charly Pinguin ist heute in den aktuellen Geschichten (des KĂŒnstlers Volker Reiche) um Mecki und seine Familie eher ein Durchschnittstyp, der den guten Onkel fĂŒr die Kinder spielt.
- Chilly
- Charlys immer etwas mondĂ€n dargestellte (Pinguin-)Freundin Chilly (etwa vom Typ Daisy Duck â nur nicht so naiv) war ebenfalls eine Comicfigur, die in den klassischen Mecki-Geschichten eine nicht gar so bedeutende Rolle spielte, trotz einiger spektakulĂ€rer Auftritte (siehe beispielsweise in der Story Der SeerĂ€uberball).
- Der Schrat
- (Nennung immer mit dem Artikel voraus) ist in den Mecki-Comics der Hörzu nach Mecki selber und Charly Pinguin die wichtigste Hauptfigur. Auch in den klassischen Mecki-BĂŒchern war er vertreten. Die groĂe Beliebtheit des Schrat von den 1950er bis vor allem in die 1970er Jahre, also in den BlĂŒtejahren der Mecki-Fortsetzungsgeschichten, resultiert aus seiner groĂen MĂŒdigkeit, mit der er eine Art Gegenfigur zum umtriebigen Wirtschaftswunder-BĂŒrger darstellte. Faul lag er die meiste Zeit in einem HalbdĂ€mmerzustand herum und wurde als ein geradezu im Schlaf Stehender durch die Abenteuer der Mecki-Familie âgezerrtâ. âSternstundenâ fĂŒr den Mecki-Fan waren dann natĂŒrlich die wenigen Momente, wenn der Schrat durch zum Beispiel gröĂte Gefahr plötzlich hellwach wurde und mit weit offenen Augen klug die Initiative ergriff. War der mĂŒde Schrat zeitweise eine Figur eher auf Kleinkinder-Niveau und von der âgroĂen MĂŒdigkeitâ wenig zu spĂŒren, darf er in den aktuellen langen Abenteuergeschichten wieder ausgiebig schlafen.
- Micki
- Meckis Frau, die schon auf den ganz alten Vorkriegs-Postkarten zu sehen war, spielte in den Escher- und Petersen-Geschichten eher immer eine Nebenrolle. Ruhig, gutmĂŒtig und immer im Hintergrund verkörperte sie das Frauenbild der 1950er Jahre, auch wenn sie ins Reich der DĂ€monen oder zu den Inkas mitgeschleppt wurde.
- Micki war die einzige âGewinnerinâ in den Mecki-Comics von Volker Reiche und hat (deutlich schlanker und irgendwie auch gröĂer und jĂŒnger geworden) in fast jeder Folge einen Auftritt. Sie wirkt neben Chilly aber immer noch reichlich hausbacken.
- KĂ€ptn Petersen
- Ein groĂer, bĂ€renstarker Seemann, der seinen ersten Auftritt im Bilderbuch Mecki bei den Negerlein hat. UrsprĂŒnglich war KĂ€ptn Petersen eine Figur, die nur in den BilderbĂŒchern von Eduard Rhein auftrat. SpĂ€ter hatte er aber auch einige gröĂere Rollen in den Comic-Geschichten, vor allem wenn diese im hanseatischen Milieu spielten.
- Kokolastro
- Er ist der ganz groĂe Widersacher von Mecki und wurde 1957 von Reinhold Escher in die Serie eingefĂŒhrt. Immer wieder kreuzt er den Weg Meckis und seiner Freunde und versucht diesen durch seine Zauberkraft Schaden zuzufĂŒgen.
- Weitere wichtige Figuren
- sind unter anderem: Charlys Pflegesohn Poppo, die KrĂ€he Dora, die Maus Karolus, die sieben echt syrischen Goldhamster, der Kater Murr und die Ente Watsch. Letztere wurden ausschlieĂlich durch Professor Wilhelm Petersen in den Mecki-BilderbĂŒchern verwendet.
Verfilmungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Puppentrickfilme
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der erste MECKI-Film entstand 1938/39 im Auftrag der Reichsstelle fĂŒr den Unterricht (RfdU). Die Puppenfilme nach dem Zweiten Weltkrieg wurden zumeist im Auftrag fĂŒr die Neue Deutsche Wochenschau (NDWS) produziert. Es entstanden jedoch auch einige Filme fĂŒr die Bundeszentrale fĂŒr Heimatdienst (BfH), die heutige Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, fĂŒr die Hörzu und fĂŒr Steiff. Diese klassischen Puppenfilme erschienen mit Ausnahme dreier Folgen bei Tacker Film auf DVD unter dem Titel Mecki und seine Abenteuer.[31]
FĂŒr diese Filme erweiterte Ferdinand Diehl das Figurenensemble, das bisher aus Mecki und seiner Frau bestand, um die Kinder Beppl und Susi.
- 1939 Der Wettlauf zwischen dem Hasen und dem Igel (RfdU)
- 1951 HĂR ZU! (Hörzu)
- 1952 Mecki stellt sich vor (NDWS)
- 1952 Mecki und der Unfall (NDWS)
- 1952 Mecki feiert Weihnachten (NDWS)
- 1952 Mecki bekÀmpft die Grippe (NDWS)
- 1952 Mecki und der Osterhase (NDWS)
- 1952 Mecki auf dem Oktoberfest (NDWS)
- 1952 Neujahrswunsch (NDWS)[32]
- 1953 Mecki spricht zur Wahl (BfH)[32]
- 1953 Wochenschau der Tiere (NDWS)[32]
- 1954 Die Karre im Dreck (BfH)
- 1954 Feierabend (NDWS)
- 1954 Mecki der Gerechte (NDWS)
- 1954 Mecki und die KaktusblĂŒte (NDWS)
- 1954 Schlaf Kindchen schlaf (BfH)
- 1955 Das Paradies (Steiff)
- 1957 Der Liebesbrief (BfH)
- 1958 Das Werkkonzert (NDWS)
Werbetrickfilme fĂŒr die Hörzu
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Hans Held Produktion produzierte 1958 zwölf Zeichentrickfilme als Werbung fĂŒr die Hörzu, in denen Mecki auftrat. Zwei dieser Werbefilme befinden sich auf der Puppenfilm-DVD âMecki und seine Abenteuerâ.
Mecki und seine Freunde
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1995 wurde eine Zeichentrickserie mit 13 Folgen zu je 25 Minuten unter dem Titel âMecki und seine Freundeâ im Auftrag des Bayerischen Rundfunks von Pannonia in Budapest hergestellt, Regie fĂŒhrte BĂ©la Ternovszky. Mit den Buch- und Comicgeschichten hat diese Serie jedoch nichts gemein, sie verwendet lediglich einige Figuren aus den Geschichten. Als Begleitmaterial zur Serie erschienen u. a. mehrere VHS- und Hörspiel-Kassetten, Figuren von Bullyland, ein Malbuch und ein Buch zur Serie, geschrieben von Claudia Weiland und Milada Krautmann und erschienen im Unipart Verlag.
Weitere Auftritte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1954 war Mecki zentrale Figur der Werbekampagne der Deutschen Bundesbahn âGute Reise mit Mecki!â.[33] Dies war mit einem Preisausschreiben in Zusammenarbeit mit der âRundfunk-Illustriertenâ Hör zu verbunden.[34]
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Schriftenreihen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Stachelkopf. 1981â2014. Wechselnde Herausgeber im Eigenverlag. 21 Ausgaben.
Einzelveröffentlichungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Eckart Sackmann: Mecki. Maskottchen und Mythos. Hamburg 1984. ISBN 3-924623-01-5
- Daniela Dietrich (Hrsg.): Mecki. MĂ€rchen & Schnurren â Die Puppenfilme der GebrĂŒder Diehl. Ausstellung, Retrospektive Deutsches Filmmuseum 19. November 1994 bis 15. Januar 1995. Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-88799-048-X.
- Werner Fleischer: Die RĂŒckkehr des Redaktionsigels â Mecki ist wieder da. In: Eckhardt Walter, Hans Simon (Hrsg.): Sammlerherz 5, Eigenverlag, Sulzbach-Rosenberg 2009.
- Werner Fleischer, Gerhard Förster: Mecki: Eine Legende kehrt zurĂŒck. Auf den wunderlichen Spuren des Redaktionsigels von HĂRZU (1949â1978). In: Gerhard Förster, Hans Stojetz (Hrsg.): Sprechblase 215. Abenteuer pur, Wien 2009, S. 5â24.
- Werner Fleischer, Gerhard Förster: Stachelkopf â die Zeitschrift des Mecki-Fanclubs. In: Gerhard Förster, Hans Stojetz (Hrsg.): Sprechblase 215. Abenteuer pur, Wien 2009, S. 24.
- Werner Fleischer, Gerhard Förster: Die Mecki-Checkliste. In: Gerhard Förster, Hans Stojetz (Hrsg.): Sprechblase 215. Abenteuer pur, Wien 2009, S. 25â27.
- Möbus, Frank: Mecki und die Rassenlehrer. Der â[un]heimliche Schalkâ Wilhelm Petersen als Illustrator deutscher KinderbĂŒcher der Nachkriegszeit. In: Michael Fritsche, Kathrin Schulze (Hrsg.): Sesam öffne dich. Bilder vom Orient in der Kinder- und Jugendliteratur. BIS, Oldenburg 2006, ISBN 3-8142-2034-X.
- Eduard Rhein: Ein Jahrhundertmann. Hans-Ulrich Horster erzÀhlt die Geschichte seines Lebens und seiner Zeit. Ullstein, Frankfurt am Main, Berlin 1992, ISBN 3-548-22970-0.
- Eckart Sackmann: Mecki. Einer fĂŒr alle. comicplus+, Hamburg 1994, ISBN 3-89474-034-5.
- Eckart Sackmann: Mecki: Zwischen Tradition und Moderne. Der Redaktionsigel in der Ăra nach Escher (1984â2009). In: Gerhard Förster, Hans Stojetz (Hrsg.): Sprechblase 215. Abenteuer pur, Wien 2009, S. 32â36.
- Lu Seegers: Die Erfolgsgeschichte von Hörzu (1946â1965). In: Lu Seegers: Eduard Rhein und die Rundfunkprogrammzeitschriften (1931â1965). Verlag fĂŒr Berlin-Brandenburg, Potsdam 2001, S. 151â232 (online; PDF; 691 kB).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Die Mecki-Geschichten bis 1969
- Das PhÀnomen Mecki ( vom 25. Januar 2021 im Internet Archive)
- zusĂ€tzliche Informationen ĂŒber Mecki auf der offiziellen Seite des ersten Mecki-Zeichners Reinhold Escher
- Rezension zur deutschen Gesamtausgabe
- Aktuelle Ausstellung im Wilhelm Busch Museum in Hannover ( vom 13. Oktober 2014 im Internet Archive)
- Die Geschichte der Mecki Figur vimeo, Dokumentation, 11 min.
- Bild der Figur auf der Website von Pixabay
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â vgl.: Sackmann 1994, S. 8ff.
- â Fleischer 2009, S. 28.
- â vgl.: Rhein 1992, S. 402â403.
- â vgl.: Fleischer und Förster 2009a, S. 8â9.
- â vgl.: Sackmann 1994, S. 22.
- â spĂ€ter aktualisiert als: âZeichnungen der Mecki-Figur nach F. und H. Diehlâ
- 1 2 Fleischer und Förster 2009a, S. 15.
- â Sackmann 1994, S. 55.
- â Fleischer und Förster 2009a, S. 9.
- â Die erste farbige Mecki-Folge erschien in der Hörzu 14/1956.
- 1 2 Sackmann 2009, S. 32.
- â Ein Sammelband mit Geschichten dieser Figur erschien bereits 1984 im Semmel Verlach. â Daten im Comic Guide
- â Chefredakteur Jörg Walberer, der seit Anfang Dezember 2001 im Amt ist: âHĂRZU ist ein Klassiker, in dem man sich seit Jahren wie zu Hause fĂŒhlt. Doch jedes Wohnzimmer muss ab und an renoviert werdenâ [âŠ] Auch Mecki, das traditionelle Maskottchen von HĂRZU wurde optisch ĂŒberarbeitet. ZukĂŒnftig werden die Abenteuer des Comic-Stars von Zeichner Kolja Wilcke umgesetzt. â Zitat aus der Pressemitteilung der Axel Springer AG vom 5. Februar 2002 â online-Version (abgerufen am 25. November 2009)
- â Sackmann 2009, S. 34.
- 1 2 Sackmann 2009, S. 35.
- â Projekt- und Gallerieseite des KĂŒnstlers. Archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 14. Juni 2018; abgerufen am 14. Juni 2018.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â vgl.: Simon, Ulrike (2003): ZurĂŒck zu den Wurzeln. Die âHörzuâ muss besser werden. Der Chef der âWelt am Sonntagâ sollâs richten: In: Tagesspiegel â 25. Juli 2003 â online-Version. In: Tagesspiegel. (Online).
- â vgl.: Sackmann 2009, S. 36.
- â vgl. MĂŒhle, Joachim u. a. (2009): Ein Interview mit Johann Kiefersauer. In: MĂŒhle, Joachim / Herchenbach, Uschi und Becker, Hartmut (Hrsg.): Stachelkopf 19, S. 20â30.
- â Bela Sobottke: Comic-Klassiker: Mecki im neuen Gewand. In: tagesspiegel.de. 28. Januar 2022, abgerufen am 29. Januar 2023.
- â Fleischer und Förster 2009a, S. 17.
- â vgl.: Fleischer und Förster 2009a, S. 15ff.
- â Eduard Ernst â Mecki - Und Der Spuk Im Gespensterhaus bei Discogs
- â Eduard Ernst â Mecki - Ein VerrĂŒcktes Wiedersehen bei Discogs
- â Vgl. Narrennest Degerfelden. In: alemannische-seiten.de
- â Vgl. Freiburger Mecki-Zunft (aufgelöst um 2010), Bild der Maske unter alemannische seiten.de.
- â Stand Mai 2026
- â vgl.: Daten im Comic Guide
- â Es handelt sich um die Folge 29/1958.
- â Mecki und die Zigeuner. In: www.tagesspiegel.de. 14. August 2009, archiviert vom .
- â Fleischer und Förster 2009c, S. 27.
- 1 2 3 Dieser Film ist nicht auf der DVD âMecki und seine Abenteuerâ enthalten.
- â Bundesbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Bundesbahndirektion Mainz vom 2. April 1954, Nr. 14. Bekanntmachung Nr. 165, S. 85.
- â Bundesbahndirektion Mainz (Hg.): Amtsblatt der Bundesbahndirektion Mainz vom 2. April 1954, Nr. 14. Nachrichten, S. 89.