Zum Inhalt springen

Minus Exitus

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Minus Exitus
Studioalbum von Dark Age

Veröffent-
lichung

Februar 2008

Label(s)

Remedy Records

Format(e)

CD

Genre(s)

Melodic Death Metal

Titel (Anzahl)

12

LĂ€nge

44 min 18 s

Besetzung

Produktion

Eike Freese

Studio(s)

Eikey Studios, Hamburg

Chronologie
Dark Age (2004) Minus Exitus Acedia (2009)

Minus Exitus (lateinisch fĂŒr AbzĂŒglich des Todes) ist das fĂŒnfte Studioalbum der deutschen Melodic-Death-Metal-Band Dark Age. Es erschien am 22. Februar 2008 via Remedy Records.

Bereits nach der Veröffentlichung der DVD „Live, So Far 
“ begann die Band damit, neue Lieder zu schreiben. Gleichzeitig begann SĂ€nger und Gitarrist Eike Freese mit der Inbetriebnahme seines „Eikey Studios“. Da sich die benachbarten Firmen im StudiogebĂ€ude ĂŒber den LĂ€rm aus dem Studio beschwerten mussten noch einige Umbauten vorgenommen werden. Erschwerend kam hinzu, dass fĂŒr andere Bands bereits die Studiotermin nĂ€her rĂŒckten. Die Aufnahmen zu „Minus Exitus“ fanden somit etappenweise zwischen den anderen Produktionen statt. Der ursprĂŒngliche Veröffentlichungstermin im April 2007 konnte nicht gehalten werden. ZunĂ€chst wurde die Veröffentlichung auf den Herbst 2007 verschoben. Schließlich kam es erst im Februar 2008 zur Veröffentlichung.[1] SĂ€mtliche Musik wurde von der Band gemeinsam, die Texte komplett von Eike Freese geschrieben.

Produziert und gemischt wurde das Album von Eike Freese. Gemastert wurde „Minus Exitus“ von Olman Viper. Das Artwork wurde vom Dark-Tranquillity-Gitarristen Niklas Sundin entworfen. Als Gastmusiker sind Dew-Scented-SĂ€nger Leif Jensen, der ehemalige Dark-Fortress-SĂ€nger „Azathoth“ sowie Ex-Nayled-SĂ€nger Ron Brunke zu hören. Das Piano bei „October“ wurde von I.M. Pietro eingespielt.

Mit dem Albumtitel will die Band ausdrĂŒcken, dass man aus negativen Erlebnissen gestĂ€rkt hervorgehen kann.[1] In einem Interview erklĂ€rte Eike Freese die Bedeutungen der Lieder:[2]

  • Bei „Black September“ versuchte Freese, die Arroganz der westlichen Welt aus der Perspektive der Menschen aus dem Nahen Osten zu beschreiben.
  • „Outside the Inside“ handelt von Zwangsneurosen, beispielsweise von Menschen, die oft fĂŒr lange Zeit ihr Haus nicht verlassen.
  • „The Dying Art of Recreation“ beschreibt die Schwierigkeit, die ein Mensch hat, sich von SchicksalsschlĂ€gen zu erholen. Der Text enthĂ€lt verschiedene Zitate von Friedrich Nietzsche.
  • „Exit Wounds“ handelt davon, dass Menschen andere Menschen dann verletzen, wenn sie selbst verletzt oder gepeinigt werden. Diese Menschen erhoffen sich dadurch, dass der eigene Schmerz gelindert wird.
  • „Seven“ bezieht sich auf die sieben TodsĂŒnden. Das Lied beginnt mit einem Dialog aus dem Film Sieben: „Ernest Hemingway hat mal geschrieben: ‚Die Welt ist so schön und wert, dass man um sie kĂ€mpft.‘ - Dem zweiten Teil stimme ich zu.“
  • „No Way Home“ beschreibt ein Zuhause, Familie und Freunde als wichtige StĂŒtzen im Leben eines Menschen. Es ist das erste Dark Age-Lied mit Klargesang seit "My own Darkness" auf dem Album "Dark Age" (2004).
  • „Life for Blood“ kritisiert die heutige Musikindustrie. Durch fehlende Zuwendungen von Seiten der Plattenfirmen können viele talentierte Bands keine Alben aufnehmen.
  • „The Echoes Discipline“ behandelt persönliche Laster, die jeder Mensch hat und denen man sich stellen muss. Eike Freese widmete den Text dem ehemaligen Bassisten Torsten Eggert.

Bei „The Ghost of Libra“ hört man zehn Sekunden lang ein Uhrenticken. Es geht dabei darum, dass das menschliche Leben endlich ist.[3]

  1. Minus Exitus – 4:16
  2. Black September – 3:59
  3. Outside the Inside – 3:43
  4. The Dying Art of Recreation – 4:06
  5. Exit Wounds – 4:06
  6. Seven – 3:21
  7. The Ghost of Libra – 0:10
  8. No Way Home – 4:56
  9. Cold – 4:53
  10. Instrumental – 4:27
  11. Life for Blood – 3:59
  12. The Echoes Discipline – 4:20

Als Hidden Track ist eine Coverversion des U2-Liedes „October“ vom gleichnamigen Album zu hören.

Das Album erschien in Europa in zwei Versionen. Neben der herkömmlichen CD gibt es eine limitierte Auflage mit einer Bonus-DVD. Die DVD enthĂ€lt ein 35-minĂŒtiges „Making-of“-Video, einen etwa gleich langen Konzertmitschnitt vom „Rage Against Racism“-Festival in Duisburg aus dem Juli 2007 sowie eine 30-minĂŒtige Dokumentation „Beyond Touring“, in der Backstageaufnahmen aus Deutschland, DĂ€nemark, Frankreich und der Schweiz zu sehen sind. Die japanische Version enthĂ€lt zusĂ€tzlich das Lied „Children of the Revolution“.[4]

„Minus Exitus“ wurde von Seiten der Medien mit guten bis hervorragenden Kritiken bedacht. Die deutsche Ausgabe des Metal Hammers kĂŒrte das Album zum „Album des Monats“. Matthias Mineur wĂŒrdigte in seiner Kritik, dass Dark Age „die Zeichen der Zeit perfekt widerspiegeln und den wohl modernsten Metal spielen, den man – zumindest in Deutschland – zurzeit finden kann“. Das Album erhielt von ihm sechs von sieben möglichen Punkten.[5] Ebenfalls wurde Minus Exitus vom Onlinemagazin Bloodchamber zum Album des Monats gekĂŒrt. Laut Björn Gieseler haben sich Dark Age „sich mit diesem MeisterstĂŒck auch noch irgendwo eine eigene Nische geschaffen, ohne gleich mit irgendwelchen anderen Bands verglichen werden zu können“, wofĂŒr er die Höchstnote von 10 Punkten vergab.[6]

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. 1 2 metal.de: Und runter mit der Hose 
 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prĂŒfe den Link gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.)
  2. ↑ metal.de: Song By Song
  3. ↑ bloodchamber.de: Dark Age - Grenzen
  4. ↑ dark-age.de: MINUS EXITUS - OUT 22 FEBRUARY 2008! (Meldung vom 27. Januar 2008) (Memento des Originals vom 29. April 2008 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. ↑ metal-hammer.de: Album des Monats im METAL HAMMER 03/08 (Memento vom 3. Juli 2008 im Internet Archive)
  6. ↑ bloodchamber.de: Kritik zum Dark Age - Minus Exitus