Omphalitis
| Klassifikation nach ICD-11 | |
|---|---|
| KA65.1 | NabelentzĂŒndung beim Neugeborenen |
| ME66.Y | Sonstige nÀher bezeichnete Verschiedene nichtspezifische hautbezogene Symptome oder Zeichen |
| ICD-11: Englisch âą Deutsch (Vorabversion) | |
Als Omphalitis (BauchnabelentzĂŒndung, NabelentzĂŒndung) bezeichnet man eine EntzĂŒndung des Nabelstumpfs. Ist das den Nabel umgebende Gewebe betroffen, spricht man Periomphalitis.
Ursachen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine Omphalitis tritt zumeist wÀhrend der ersten Lebenswochen bei Neugeborenen auf und ist traumatisch und infektiös bedingt. Risikofaktoren sind ein geringes Geburtsgewicht, vorangegangene Punktionen der Nabelschnur sowie ein vorzeitiger oder verspÀteter Riss der Nabelschnur. Seltener kann eine Omphalitis auch durch ein Bauchnabelpiercing ausgelöst werden.
Bei Nabelinfektionen handelt es sich meist um bakterielle Mischinfektionen. HĂ€ufiger sind Staphylococcus aureus, A-Streptokokken, Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae, Proteus mirabilis, aber auch Anaerobier wie Bacteroides fragilis und Clostridium perfringens beteiligt.
Symptome
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Typisch ist im Anfangsstadium ein eitriger Ausfluss aus dem Nabel sowie eine Rötung und Schwellung des umgebenden Gewebes.
Komplikationen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Relativ hÀufig kommt es ohne Behandlung zu Komplikationen und lebensbedrohlichen ZustÀnden durch aufsteigende Infektionen. Peritonitis, Leberabszesse, Pfortaderthrombose, Endokarditis und Sepsis gehen mit Fieber und Abgeschlagenheit einher. Auch lokale Komplikationen wie Nekrosen der Bauchmuskeln, Abszesse der Nabelumgebung und Nekrotisierende Fasziitis haben eine recht hohe MortalitÀtsrate.
Behandlung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zur Behandlung werden Antibiotika, selten chirurgische MaĂnahmen eingesetzt.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jill M. Baren, Steven G. Rothrock: Pediatric emergency medicine. Elsevier Health Sciences, 2007, ISBN 978-1-4160-0087-7, S. 348.