Pestilence
| Pestilence | |
|---|---|
Pestilence (2018) | |
| Allgemeine Informationen | |
| Genre(s) | Death Metal |
| GrĂŒndung | 1985, 2008 |
| Auflösung | 1994 |
| GrĂŒndungsmitglieder | |
| Patrick Mameli | |
E-Gitarre | Randy Meinhard (bis 1988) |
| Marco Foddis (bis 1994) | |
| Aktuelle Besetzung | |
E-Gitarre, Gesang | Patrick Mameli |
Schlagzeug | Michiel van der Plicht (ab 2020) |
| Dario RudiÄ (ab 2025) | |
E-Gitarre | Max Blok (ab 2025) |
| Ehemalige Mitglieder | |
Gesang, Bass | Martin van Drunen (1986â1991) |
E-Bass | Tony Choy (1991, 2008â2009) |
Schlagzeug | Marco Foddis (1985â1994) |
Schlagzeug | Yuma Van Eekelen (2009â2012) |
| Jeroen Paul Thesseling (1992â1994, 2009â2012) | |
E-Gitarre | Patrick Uterwijk (1988â1994, 2008â2014) |
Pestilence ist eine niederlÀndische Death-Metal-Band. Die Band war seit ihrem ersten Album beim Label Roadrunner Records unter Vertrag. Sie gelten als eine der einflussreichsten Bands ihres Genres Ende der 1980er/1990er Jahre.[1]
Bandgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1986 wurde die Band von Randy Meinhard, Patrick Mameli und Marco Foddis gegrĂŒndet. In dieser Besetzung entstand Anfang 1987 die erste Demoaufnahme Dysentery. Nachdem der Bassist Martin van Drunen einstieg, ĂŒbernahm dieser auch den Gesang und Mameli konzentrierte sich auf die Gitarre. Mit ihm zusammen nahmen sie Ende desselben Jahres das zweite Demo The Penance auf. Mit diesem gelang es der Band, sich einen Plattenvertrag bei Roadrunner Records zu sichern. Zusammen mit dem Produzenten Kalle Trapp nahmen sie ihr DebĂŒtalbum Malleus Maleficarum auf, das 1988 erschien. Die Musik war noch sehr vom damaligen deutschen und amerikanischen Thrash Metal beeinflusst.[1]
Meinhard verlieĂ die Band nach dem DebĂŒtalbum und grĂŒndete Sacrosanct.[2] Patrick Uterwijk stieg als neuer Gitarrist ein.
Das folgende Album Consuming Impulse (1989) zeigt deutliche AnsĂ€tze aus dem Grindcore und ist sehr viel mehr im Death Metal verhaftet als das DebĂŒtalbum. Der Stil ist rauer und simpler, van Drunens Gutturaler Gesang war zur damaligen Zeit etwas völlig Neues und unterschied sich stark von den anderen Genrevertretern. Mameli spielte (im Gegensatz zu den Angaben im Booklet) den Bass ein.[1] Es wurde das letzte Studioalbum mit van Drunen als SĂ€nger, der zu Asphyx wechselte. Die Trennung verlief nicht harmonisch, die restlichen Mitglieder der Band bezeichneten van Drunen als âAlkoholikerâ und lieĂen kein gutes Haar an seinem Talent als Musiker.[3]
Im Februar 1990 spielten Pestilence eine Support-Tour fĂŒr Autopsy und Bolt Thrower.
FĂŒr das nĂ€chste Album ĂŒbernahm wieder Mameli den Gesang. Das Album wurde in den legendĂ€ren Morrisound Studios in Tampa, Florida, unter der Regie von Scott Burns aufgenommen. Burns war zu dieser Zeit einer der Top-Produzenten fĂŒr Death Metal und hatte schon mit GenregröĂen wie Cannibal Corpse und Morbid Angel aufgenommen. Er war allerdings auch bekannt dafĂŒr, relativ gleichförmige Produktionen abzuliefern. Mit Testimony of the Ancients (1991) gelang es Pestilence dennoch, einen eigenstĂ€ndigen Sound abzuliefern. Dieser progressive Sound ist vor allem auf die Zuhilfenahme des Keyboarders Kent Smith und dem Bassisten Tony Choy zurĂŒckzufĂŒhren. Das Album zĂ€hlt mittlerweile zu den groĂen Genre-Klassikern und sollte zusammen mit der Hauptband von Choy, Cynic, zum Standard fĂŒr technischen Death Metal werden.[3]
1993 veröffentlichte die Band ihr viertes und zugleich letztes Album vor der Auflösung der Band: Spheres. EnttĂ€uscht von der Death-Metal-Szene wandten sich die Mitglieder der Band mit neuem Bassisten Jeroen Thesseling verstĂ€rkt dem Jazz und dem Fusion zu und verbanden diese Musik mit ihrem ursprĂŒnglichen Stil. Das Album floppte. Die Europa-Tournee zusammen mit Cynic verlief sehr unglĂŒcklich fĂŒr die Band, da das Publikum mehr Interesse am Support als am Hauptact zeigte. Insbesondere die neu eingefĂŒhrten Gitarren-Synthesizer und die vielen technischen Spielereien missfielen dem Publikum. Die Band machte kurzfristig weiter, fĂŒhlte sich jedoch von Fans, Plattenfirma und den Metal-Magazinen verraten und trennten sich 1994.[4] Posthum erschien das Best-of-Album Mind Reflections.
Am 12. Januar 2008 meldete die offizielle Fan-Webseite eine Reunion von Pestilence in Form eines neuen Albums. Es trÀgt den Titel Resurrection Macabre und erschien am 16. MÀrz 2009. Das nÀchste Album Doctrine schloss sich im April 2011 an. Im November 2013 erschien Obsideo, welches das letzte Album mit Gitarrist Patrick Uterwijk werden sollte.[5]
Weitere Karriere der Mitglieder nach dem ersten Split
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Patrick Mameli startete mehrere Versuche in die Szene zurĂŒckzukehren. 2004 beteiligt er sich zusammen mit James Murphy an einem Death-Tributealbum. 2006 grĂŒndete er zusammen mit Tony Choy die Band C-187. Jeroen Thesseling grĂŒndete nach dem Ende von Pestilence 2006 die Band Ensemble Salazhar und ist Ende 2007 der Progressive-Death-Metal-Band Obscura beigetreten.
Nach seiner Zeit bei Asphyx und Bolt Thrower widmete sich van Drunen bis 2007 der Band Death by Dawn und war bis 2016 bei Hail of Bullets tÀtig. 2008 reformieren sich Asphyx.
Diskografie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Chartplatzierungen ErklÀrung der Daten | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Alben[6] | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Demos
- 1987: Dysentery (MC, Eigenvertrieb)
- 1987: The Penance (MC, Eigenvertrieb)
Alben
- 1988: Malleus Maleficarum (CD, R/C Records; 12âł-Vinyl/MC, Roadrunner Records)
- 1989: Consuming Impulse (CD/MC, R/C Records; 12âł-Vinyl, Roadracer Records; MC, MG Records)
- 1991: Testimony of the Ancients (CD/12âł-Vinyl/MC, R/C Records)
- 1993: Spheres (CD/12âł-Vinyl/MC, Roadrunner Records)
- 2009: Resurrection Macabre (CD/12âł-Vinyl, Mascot Records)
- 2011: Doctrine (CD, Candlelight Records; 12âł-Vinyl, Mascot Records)
- 2013: Obsideo (CD, Candlelight Records; 12âł-Vinyl, Back on Black)
- 2018: Hadeon (CD/12âł-Vinyl/MC, Hammerheart Records)
- 2021: Exitivm (CD/12âł-Vinyl/MC, Agonia Records)
Konzertalben
- 2006: Chronicles of the Scovrge (CD/2xCD, Metal War Productions)
- 2015: Presence of the Past (CD, Marquee Records)
- 2016: Presence of the Pest (CD, VIC Records)
Kompilationen
- 1994: Mind Reflections (CD, Roadrunner Records; MC, Metal Mind Productions)
- 2003: Consuming Impulse / Testimony of the Ancients (2xCD, Roadrunner Records)
- 2006: Chronicles of the Scovrge (CD, Metal War Productions)
- 2015: The Dysentery Penance (CD/LP, Vic Records)
- 2016: Reflections of the Mind (CD, Vic Records)
- 2019: Twisted Truth (FLAC, X5 Music Group)
- 2020: The Roadrunner Albums (FLAC, X5 Music Group)
Boxsets
- 2018: Prophetic Revelations 1987-1993 (4xLP, Hammerheart Records)
BeitrÀge auf Kompilationen (Auswahl)
- 1988: Hatred Within auf Teutonic Invasion Part Two (LP, Roadrunner Records)
- 1993: Mind Reflections auf Was HeiĂt Hier Metal? (CD, Roadrunner Records)
- 1999: Thorn of Death auf Smells Like Team Spirit III (CD, Displeased Records)
- 2002: Land of Tears auf New Metal Generation - The Power Of Brutal (CD, Moon Records)
- 2009: Twisted Truth auf Hotter Than Hell (3xCD, Warner Music Group)
Musikvideos
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1989: The Process of Suffocation
- 1991: Land of Tears
- 1993: Mind Reflections
- 2009: Devouring Frenzy (Regie/Produktion: Frank Duijnisveld)
- 2021: Morbvs Propagationem (Regie/Produktion: Dariusz Szermanowicz)
- 2021: Deificvs (Regie/Produktion: Dariusz Szermanowicz)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 3 Biografie im AMG
- â https://www.rockhard.de/reviews/sacrosanct-truth-is-what-is_213879.html
- 1 2 Matthias Herr: Heavy Metal Lexikon, Vol. 1, S. 128.
- â Holger Stratmann: Rock Hard Lexikon. Dortmund 1998
- â Michael Edele: Pestilence. Obsideo. Laut.de, abgerufen am 1. Dezember 2013.
- â Chartquellen: NL DE CH
