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Rebab

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
K.P.H. Notoprojo (1909–2007), einer der bedeutendsten rebab-Spieler des javanischen Gamelan

Rebab ist eine zwei-, selten dreisaitige Stachelfiedel, die in Indonesien und Malaysia in der höfischen Musik des Gamelan und in der Volksmusik gespielt wird. Die mit der orientalischen rabāb namens- und formverwandte Schalenspießlaute besitzt hĂ€ufig einen ovalen, leicht herzförmigen Korpus aus einer halben Kokosnussschale und einen langen Rundstab ohne Griffbrett als SaitentrĂ€ger. Im javanischen Gamelan ist der Spieler der rebab ĂŒblicherweise der Orchesterleiter. DarĂŒber hinaus kommen Stachelfiedeln besonders im Norden von Sumatra, in Teilen Borneos und in Sulawesi zur Gesangsbegleitung vor. Die westjavanische rebab ist etwas grĂ¶ĂŸer und schwerer als das zentraljavanische Instrument.

Der zentralasiatische Gelehrte al-Farabi erwĂ€hnt in der ersten HĂ€lfte des 10. Jahrhunderts erstmals ein mit einem Bogen gestrichenes Saiteninstrument.[1] In seinem Werk Kitāb al-mĆ«sÄ«qā al-kabÄ«r („Das große Buch der Musik“) gibt er fĂŒr dieses Instrument den arabischen Namen rabāb an, der bereits in frĂŒheren Quellen vorkommt, aber sich dort nicht eindeutig einem Streichinstrument zuordnen lĂ€sst.[2] Mit rabāb verwandte Bezeichnungen fĂŒr Streichinstrumente, die auf den arabischen Wortstamm r-b-b zurĂŒckgehen, sind im Orient von den LĂ€ndern des Maghreb im Westen bis in den Nordwesten Indiens weit verbreitet.

Die Form des Korpus und die Befestigung des SaitentrĂ€gers unterscheidet die einzelnen Vertreter der arabischen Spießlauten. Allgemein durchquert ein langer, aus einem Holzstab bestehender SaitentrĂ€ger den Korpus und ragt an der Unterseite ein StĂŒck hinaus. Nach der Korpusform gehört die rebab zu den Schalenspießlauten, die einen schalenförmigen runden Korpus besitzen wie die Ă€gyptische kamanǧa (auch rebāb) mit zwei Saiten, an deren Unterseite ein Eisenspieß herausragt. Bekannter ist die Ă€hnliche persische kamantsche. In der TĂŒrkei verschwand die alte Spießgeige rebĂąb zugunsten der kemençe. Eine weitere Gruppe bilden die Kastenspießlauten wie die ribāb in Marokko und die einsaitige masinko in Äthiopien, bei denen Seiten und Boden des Korpus aus mehreren Teilen zusammengefĂŒgt sind. Die nach der Korpusform dritte Gruppe sind Röhrenspießgeigen wie die endingidi in Uganda, die im arabischen Raum nicht vorkommen, sondern chinesischen Ursprungs sind.[3]

Neben Spießgeigen sind gezupfte Kurzhalslauten unter von rabāb abgeleiteten Namen bekannt: in Marokko und Tunesien die kurze Knickhalslaute rebāb, in Afghanistan die rubāb und weitere Lauten in Zentralasien. Eine der Ă€ltesten arabischen Fiedeln dĂŒrfte die einsaitige „Poetenfiedel“ rabāba mit einem kastenförmigen Korpus sein, die Beduinen zur Begleitung von Liedern spielen.[4]

Wann die zentralasiatisch-orientalischen Lauten nach SĂŒdostasien kamen, ist unklar. Die aus vorislamischer Zeit stammende Laute barbat, deren bekanntester Abkömmling die arabische ÊżĆ«d wurde, gelangte vermutlich ĂŒber den Umweg des jemenitischen qanbus im 15. Jahrhundert auf dem Seeweg nach SĂŒdostasien und wurde dort zur in mehreren islamischen Musikstilen gespielten gambus. Eine wesentlich frĂŒhere Ausbreitung orientalischer Saiteninstrumente könnte von Persien auf dem Landweg erfolgt sein. Laut chinesischen Quellen soll es persische Siedler im 5./6. Jahrhundert auf der Malaiischen Halbinsel gegeben haben. Im 1. Jahrtausend kamen mit der Ausbreitung der indischen Kultur zunĂ€chst indische Musikinstrumente nach SĂŒdostasien, darunter Stabzithern (kse diev in Kambodscha, phin phia in Thailand) und Bogenharfen (saung gauk etwa seit dem 9. Jahrhundert in Myanmar, pin vom 7. bis zum 13. Jahrhundert im Khmer-Reich von Angkor). Arabische und persische HĂ€ndler waren MĂŒnzfunden zufolge möglicherweise ab dem 9. Jahrhundert in der Region; die ersten muslimischen Gemeinden siedelten im 13. Jahrhundert im Norden Sumatras. HĂ€ndler aus dem indischen Gujarat und aus Persien kontrollierten Anfang des 15. Jahrhunderts Handelsniederlassungen im Sultanat von Malakka.[5]

Neben der Bogenharfe gelangten andere indische Musikinstrumente mit der Ausbreitung des Buddhismus nach Myanmar. Der Musikethnologe Robert Garfias ist der Ansicht, dass vermutlich nicht vor dem 12. Jahrhundert einsaitige Stachelfiedeln in Myanmar bekannt waren, wo sie tayĂ w genannt wurden. Ab dem 12. Jahrhundert dĂŒrften sich Stachelfiedeln vermutlich vom Typ der rebab und der mit ihr verwandten thailĂ€ndischen so u in SĂŒdostasien verbreitet haben. Von der burmesischen Stachelfiedel fehlt jede Spur[6] und eine andere, tayĂ w genannte Fiedel mit drei Saiten und einem rundbauchigen, achtförmigen Korpus, die im 19. Jahrhundert populĂ€r war, ist seit der Etablierung der europĂ€ischen Violine museal. Die so u ist eine zweisaitige Schalenspießlaute mit einem Korpus aus einer ovalen Kokosnussschale, die ihre heutige Form um 1900 nach chinesischen Vorbildern erhielt. Eine Ă€hnliche thailĂ€ndische Fiedel ist die so sam sai mit drei Saiten, die vermutlich spĂ€testens seit dem Sukhothai-Reich Anfang des 14. Jahrhunderts gespielt wurde. FĂŒr Spießgeigen wie die so sam sai hĂ€lt David Morton eine Verbreitung vom Orient ĂŒber Indien bis Nanzhao (SĂŒdchina) fĂŒr wahrscheinlich und erwĂ€hnt Mantle Hood (1970),[7] der annimmt, dass die javanische rebab bereits in vorislamischer Zeit bekannt war.

So (oder sor) ist der thailĂ€ndische Oberbegriff fĂŒr Spießgeigen, dem in Kambodscha tro entspricht. Über eine Kulturvermittlung von Java nach Kambodscha wurde nicht nur im Zusammenhang mit dem kambodschanischen Schattenspiel sbek thom spekuliert, die javanische rebab könnte Vorbild fĂŒr die zweisaitige kambodschanische tro u gewesen sein und diese könnte mit der Eroberung des Khmer-Reichs durch Ayutthaya Anfang des 15. Jahrhunderts Thailand erreicht haben.[8] Eine gesicherte Ausbreitungsrichtung fĂŒr die zwei- und dreisaitigen Spießgeigen in SĂŒdostasien ergibt sich hieraus nicht.

Die rebab ist mit der westjavanischen Kastenhalslaute tarawangsa, der zentraljavanischen Kastenzither celempung und der westjavanischen Brettzither kacapi eines der vier Saiteninstrumente der traditionellen javanischen Musik. Die beiden Zithern sind chinesischen Ursprungs. Namentlich erwĂ€hnt werden rebab und celempung in einem Manuskript der indonesischen ErzĂ€hlung Hikayat Cekelwanengpati, die von den Abenteuern des mythischen Helden Panji handelt. Die Panji-Geschichten gehören auf Java zur jĂŒngeren ErzĂ€hltradition (gedog), von der die altindischen Epen (purwa) unterschieden werden. Damit ist die rebab fĂŒr die Zeit der hindu-javanischen Königreiche vor der Islamisierung im 15. Jahrhundert belegt. Das Wort rebab kommt in weiteren Panji-ErzĂ€hlungen und im balinesischen ErzĂ€hlgedicht Bagus Turunan vor. Darin geht es um die titelgebende Hauptfigur, die als Junge von einem alten Ehepaar im Wald gefunden, groß gezogen und spĂ€ter zum Geliebten der Prinzessin von Kediri wird.

Der Ă€lteste javanische Name fĂŒr ein Lauteninstrument ist rawanahasta. In seiner indischen Heimat wurde im 1. Jahrtausend möglicherweise eine Art vina, also eine Bogenharfe, als ravanahasta bezeichnet, heute heißt so in Indien eine Stachelfiedel mit Kokosnussresonator. Die 907 in einer zentraljavanischen Quelle erwĂ€hnte Instrumentenbezeichnung stand vermutlich frĂŒher fĂŒr eine gezupfte Laute, denn auf keinem mittelalterlichen javanischen Tempelrelief ist eine Streichlaute abgebildet. Ein weiterer Instrumentenname in der altjavanischen Literatur ist samĂ©pa. Was fĂŒr ein Musikinstrument dies war, ist nicht bekannt, außer dass es den Vortrag der altjavanischen Versformen kidung und kakewin begleitete und in manchen Gamelans eingesetzt wurde. Eine solche Verwendung spricht dafĂŒr, dass es sich um ein der rebab Ă€hnliches Streichinstrument handelte.[9]

Bauform und Spielweise

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Rebab-Spieler in einem Gamelan, 1966

Die zentraljavanische rebab ist etwa einen Meter lang und besteht aus einem schlanken, gedrechselten Holzstab und einem runden, leicht herzförmigen Korpus aus einer halben Kokosnussschale (batok) oder gelegentlich aus einer geschnitzten Holzschale. Um die gewĂŒnschte Form des Korpus zu erreichen, wird die HĂ€lfte einer Kokosnuss eingeölt und solange in eine entsprechend geformte Presse gelegt, bis das gewĂŒnschte Ergebnis erreicht ist. Der gewölbte Boden (pentat) des Korpus ist hĂ€ufig mit einem Ring kleiner Löcher (nawa) durchbohrt. Als Decke wird ein zu Pergament verarbeiteter BĂŒffeldarm verwendet. Der Steg aus Teakholz steht im oberen Viertel auf der Decke. Vom an der Unterseite des Korpus herausragenden Stachel (sikil, „Fuß“) fĂŒhren zwei Kupfersaiten (kawat) ĂŒber den Steg (santen oder srenten) und mit mehreren Zentimetern Abstand vom SaitentrĂ€ger (Hals, jeneng oder watangan) bis zu zwei langen, seitenstĂ€ndigen Wirbeln am „Kopf“ (sirah, auch daga). TatsĂ€chlich handelt es sich um eine durchgĂ€ngige, mit den Enden an den Wirbeln befestigten Saite, die mehrfach um den Stachel herumgeschlungen ist, sodass, falls sie reißen sollte, noch etwas RestlĂ€nge ĂŒbrigbleibt.[10] Die schlanke Spitze, die bei alten, wertvollen Instrumenten aus gedrechseltem Elfenbein besteht, heißt menur („Jasmin“). Die beiden Saiten werden als jindra (jaler, „mĂ€nnlich“) und laranangis (istri, „weiblich“) unterschieden. Ein unterhalb des Stegs auf die Melodiesaite gestecktes kleines StĂŒck Bananenblatt (ening, suning oder srawing) soll den Klang etwas gerĂ€uschhafter werden lassen. Die Unterseite des Korpus ist hĂ€ufig mit einem samtenen Tuch ĂŒberzogen. Bei Nichtgebrauch steht die rebab an einen aufwendig geschnitzten, hölzernen StĂ€nder gelehnt.

Der auf dem Boden sitzende Spieler hĂ€lt die auf den Stachel gestĂŒtzte rebab mit zwei Fingern der linken Hand senkrecht frei vor sich. Die Saiten werden mit einem kurzen Pferdehaarbogen (kosok oder chĂšngkok) knapp ĂŒber der Oberkante des Korpus gestrichen. Der Bogen wird ĂŒber die Saiten gefĂŒhrt, nicht wie bei der chinesischen Spießgeige erhu zwischen den Saiten. Der Spieler greift das Bogenende zwischen Daumen und Zeigefinger, mit dem Ringfinger strafft er die Haarbespannung. Die Saiten drĂŒckt er mit den Fingerkuppen der linken Hand gegen den Rundstab.[11]

Die Saiten sind im Quintabstand ungefĂ€hr auf die Töne D und A gestimmt, entsprechend den oberen beiden Saiten des Violoncellos. Die genaue Stimmung erfolgt je nach der zu spielenden Tonart. Da es kein Griffbrett gibt, wird die Tonhöhe außer durch die Fingerposition auch durch den Anpressdruck der Finger auf die leicht schrĂ€g auf den SaitentrĂ€ger zulaufenden Saiten und den Druck des Streichbogens beeinflusst.[12]

Rebab und die BambuslĂ€ngsflöte suling sind die einzigen Melodieinstrumente im Gamelan, die einen anhaltenden Ton produzieren. Als Gamelan werden Ensembles unterschiedlicher GrĂ¶ĂŸe der höfischen Musik sowie der stĂ€dtischen und dörflichen rituellen Musik bezeichnet, die hauptsĂ€chlich aus Schlaginstrumenten bestehen. Zu diesen gehören Reihen von Buckelgongs aus Bronze, Metallophone, Trommeln (kendang) und Xylophone. Jedes Gamelan ist auf eine Tonart gestimmt. Seit der zweiten HĂ€lfte des 19. Jahrhunderts werden auf Java in der höfischen Unterhaltungsmusik ein in der Tonart slĂ©ndro und ein in pĂ©log gestimmtes Gamelan kombiniert. Ein solches gamelan slĂ©ndro-pĂ©log (oder gamelan seprangkat), das einen doppelten Satz der Schlaginstrumente enthĂ€lt, besitzt auch zwei rebab und zwei suling.[13]

Die Instrumente des Gamelan werden nach der KlangqualitĂ€t in die Gruppe der laut klingenden Schlaginstrumente aus Bronze (Metallophone saron und slenthem, Gongreihe bonang) und in leise klingende Instrumente klassifiziert. Die laut klingenden Ensembles spielen meist im Freien; bei Prozessionen und religiösen Zeremonien kann das Doppelrohrblattinstrument selomprĂšt hinzutreten. Zu den leise klingenden Ensembles (gamelan klenengan) gehören das Metallophon gender, das Trogxylophon gambang, die suling, die celempung, die rebab und die Gesangsstimme. Jedem Instrument kommt eine definierte Rolle bei der Bildung des Gesamtklangs zu. In den leisen StĂŒcken leitet der rebab-Spieler das Ensemble, indem er die Hauptlinie der Melodie vorwegnimmt, die von den Schlaginstrumenten produziert wird. Die leitende Funktion der rebab drĂŒckt die Formulierung pamurbu lagu („was AutoritĂ€t ĂŒber die Melodie hat“) aus.[14] Die idiophonen Schlaginstrumente und die Trommeln sorgen fĂŒr den sich zyklisch wiederholenden, rhythmischen und melodischen Rahmen und vervielfĂ€ltigen die Hauptmelodie (balungan, „Gerippe“, melodisches GerĂŒst).[15]

In Kompositionen fĂŒr laute Instrumente pausiert die rebab. Bei den leisen Gamelan-Kompositionen (allgemein gending, auch gendhing) spielt die rebab die EinfĂŒhrung (buka). In diesem FĂ€llen, die den weit ĂŒberwiegenden Teil aller zentraljavanischer Gamelan-Kompositionen (karawitan) ausmachen, heißt die gesamte Komposition gending rebab.[16] Falls keine rebab mitwirkt, spielt das Metallophon gendĂšr die EinfĂŒhrung (und die Komposition heißt gending gendĂšr).[17] Die rebab verfĂŒgt ĂŒber weniger musikalische Freiheiten beim Umspielen der Melodie als die Gesangsstimme und die suling. Die rebab, die suling und die Gesangsstimme dĂŒrfen mit Mikrotönen von den Tonhöhen der gestimmten Schlaginstrumente abweichen. Aus dieser Möglichkeit ergab sich verbunden mit der herausragenden Bedeutung der rebab und der Gesangsstimme fĂŒr die Melodiebildung eine komplexe Verfeinerung (surupan) der modalen Tonleitern (patet) in Java, wĂ€hrend in Bali rebab und Gesangsstimme fast völlig aus dem Gamelan verschwunden sind.[18]

Javanische rebab, vor 1986

Eine Abbildung in Thomas Stamford Raffles The History of Java von 1817[19] zeigt eine rebab in der bis heute ĂŒblichen Form. Raffles brachte ein komplettes Gamelan-Instrumentarium von Java nach England, das sich heute im British Museum in London befindet.[20] Es enthĂ€lt die hauptsĂ€chlichen Instrumente des laut klingenden Gamelan und alle leisen Instrumente des gamelan klenengan: das Xylophon gambang kayu, das Metallophon gendĂšr, die Flöte suling, die Zither celempung und die rebab. Nach seiner bis heute zutreffenden Beobachtung wird die rebab vom Leiter des Orchesters gespielt.[21] Der rebab-Spieler gibt fĂŒr andere Instrumente Ornamentierungen der Melodielinie vor, fĂŒhrt die weibliche Gesangsstimme und zeigt Tempowechsel an. Eine ebenso wesentliche Funktion fĂŒr den Rhythmus kommt der Fasstrommel kendang zu, da bis auf die weibliche Solostimme (sindhĂšn) und die Flöte alle Instrumente in einem vorgegebenen rhythmischen Muster agieren.

Bis zum 19. Jahrhundert hatte die rebab die Aufgabe, die Melodielinie so klar wie möglich vorzugeben, damit die ĂŒbrigen Musiker der nicht schriftlich fixierten Komposition folgen konnten, falls sie ihren Part nicht vollstĂ€ndig auswendig gelernt hatten. Die Anfang des 20. Jahrhunderts eingefĂŒhrten Gestaltungsfreiheiten fĂŒr alle Musiker lösten den rebab-Spieler von seiner reinen Vorbildrolle und ermöglichten ihm, alternative Melodielinien (garap) innerhalb der fixierten Kompositionen zu entwickeln. Diese Neuerung und die EinfĂŒhrung einer Notation machte es möglich, Kompositionen (gending) von slĂ©ndro nach pĂ©log zu transponieren und umgekehrt. Seit die rebab-Spieler die durch garap gewonnenen Alternativmelodien anwenden, ergibt sich ein neues VerhĂ€ltnis zu den Mitmusikern. Folgen diese wie zuvor blind dem Melodieverlauf der rebab, so entsteht letztlich eine völlig neue Komposition und die rebab verliert wiederum ihre Freiheit und gerĂ€t in die alte FĂŒhrungsrolle zurĂŒck. Um den Gestaltungsspielraum der rebab zu bewahren, mĂŒssen folglich die ĂŒbrigen Instrumente eng nach der Notation spielen. Die Freiheiten der rebab können nicht beliebig ausgedehnt werden, sie muss in der aus vier SchlĂ€gen bestehenden rhythmischen Einheit auf dem letzten und wichtigsten Schlag (sĂšlĂšh) mit dem Ton des Metallophons saron zusammenkommen. Nur in AusnahmefĂ€llen ist hiervon eine Abweichung erlaubt.[22]

Eine rebab, ein Metallophon gendĂšr, ein Trogxylophon gambang und eine Flöte suling ĂŒbernehmen als Begleitinstrumente die Melodie, welche der dalang (VorfĂŒhrer und Rezitator) des Schattenspiels wayang kulit singt. Im Unterschied zu den komponierten StĂŒcken (gending) spielt das kleine Gamelan des wayang kulit freirhythmisch zu den GesĂ€ngen (suluk) des dalang.[23]

Zwei javanische ronggeng-TĂ€nzerinnen und ihr Gamelan: Rebab, Röhrentrommel kendang, ein großer hĂ€ngender Gong goong, zwei kleine hĂ€ngende Gongs ketuk, einzelne liegende Gongs und davor eine Doppelreihe Buckelgongs bonang. Lithografie von Augusta van Pers, 1854

In Westjava ist die rebab mit ungefĂ€hr 115 Zentimetern LĂ€nge etwas grĂ¶ĂŸer als die zentraljavanische Version. Ihr im Vergleich zum zentraljavanischen Instrument flachere Korpus wird aus einem StĂŒck Holz des Jackfruchtbaums gefertigt. Die Spieltechnik ist vergleichbar, aber die in Westjava gespielten sundanesischen Musikstile unterscheiden sich deutlich vom zentraljavanischen Gamelan.

Der instrumental begleitete Gesangsstil tembang Sunda entwickelte sich vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts aus dem Vortrag der epischen ErzĂ€hlungen carita pantun als eine höfische Kunstform. Die traditionell weibliche Gesangsstimme wird von zwei verschiedenen Brettzithern, der grĂ¶ĂŸeren kacapi indung und der kleineren kacapi rincik, einer suling und einer rebab begleitet.[24] Tembang Sunda-Lieder werden ĂŒberwiegend in der pĂ©log-Stimmung aufgefĂŒhrt, seltenere Tonarten sind sorog und slĂ©ndro. Bei den in slĂ©ndro vorgetragenen Liedern spielt keine suling mit, sie wird stattdessen durch eine rebab ersetzt. WĂ€hrend die Zithern immer auf eine der Tonarten gestimmt sind, steht es den Spielern von rebab und suling frei, auch Noten aus anderen Tonarten zu verwenden.[25]

Das kleine Ensemble ketuk tilu begleitet in Westjava bei dörflichen AuffĂŒhrungen die UnterhaltungstĂ€nze ronggeng. Dem Namen nach („drei ketuk“) besteht das Ensemble aus drei kleinen Buckelgongs ketuk. Hinzu kommen eine große Fasstrommel kendang, eine zweite kleinere Trommel kulanter, beide von einem Musiker gespielt, eine rebab, ein hĂ€ngender Gong goong und Metallplatten kecrek (mit einem SchlĂ€gel geschlagen).[26]

Im sundanesischen Gamelan wurde vermutlich Anfang des 19. Jahrhunderts die Kastenhalslaute tarawangsa weitgehend durch die rebab ersetzt.[27] In der Musik zu Zeremonien, die auf vorislamischen Vorstellungen basieren, besitzt dagegen die tarawangsa eine wesentliche Funktion, welche der spĂ€ter eingefĂŒhrten rebab nicht zukommt.

Bali und Lombok

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Einsaitige Fiedel robeke in Flores mit einem Korpus aus einer halben Kokosnuss.

Die rebab der balinesischen Musik besitzt einen runden Korpus (batok) aus geschnitztem Holz oder seltener aus Kokosnuss, ĂŒber die wie in Java eine Decke aus BĂŒffeldarm gespannt ist. Die beiden Metallsaiten werden an seitlich gegenĂŒberstehenden Wirbeln gespannt und im Abstand einer Terz gestimmt. Die Handhabung des mit geharztem Pferdehaar bespannten Bogens (pengaradan) entspricht der javanischen rebab. Aus den großen balinesischen Gamelan wurde die rabab nahezu vollstĂ€ndig verbannt, sie kommt lediglich noch im gamelan gambuh vor. Dieses gilt als das Ă€lteste balinesische Tanztheaterensemble, in welchem ostjavanische KultureinflĂŒsse aus dem 15. und 16. Jahrhundert bewahrt sind.[28] Das strenge, traditionelle gamelan gambuh hat seinen Namen von der tief tönenden LĂ€ngsflöte suling gambuh. Zwei bis vier, unisono spielende suling gambuh sorgen durch feine Tonhöhenunterschiede fĂŒr einen vibrierenden Klang. Ihre langgezogenen Melodiefolgen werden teilweise von einer rebab melodisch begleitet und von Schlaginstrumenten rhythmisiert. Hinzu kommen hĂ€ngende Buckelgongs, kleine Becken (ceng-ceng auch rincik), ein liegender Gong (kajar) und Fasstrommeln (kendang). Diese Instrumente werden manchmal durch gentorag (Glockenbaum) und gumanak ergĂ€nzt (kleine, zu einer Röhre gerolle Kupfer- oder Eisenbleche, die mit einem Stab angeschlagen werden). Zu jeder tanzenden Figur gehört eine eigene Melodiefolge mit einer bestimmten, dem Charakter angemessenen, modalen Struktur (tetekep).[29]

In der Musik von Lombok, die stark von der westlichen Nachbarinsel Bali und von Ostjava beeinflusst ist, kommt die rebab (meist redeb genannt) im gamelan baris vor, das eine magisch-religiöse Bedeutung besitzt. Das Ensemble besteht im Kern aus einer großen zweifelligen Fasstrommel (tambur) und einem mittelgroßen Gong (boqboq), ergĂ€nzt um zwei weitere Trommeln (kendang), eine redeb, eine Bambusflöte (suling) und weitere Metallophone.[30] Suling und redeb gehören ebenfalls zu den weiteren Begleitinstrumenten des Unterhaltungstanzes gandrung Sasak, dessen Hauptmelodie vom Doppelrohrblattinstrument preret produziert wird. Ferner begleitet eine redeb den Gesang beim MĂ€nnertanz cepung.

Lombok bildet ungefĂ€hr die östliche Grenze des Verbreitungsgebiets der rebab. Als Ausnahme fand Jaap Kunst in den 1920er Jahren auf der weiter östlich gelegenen Insel Flores die einfache, einsaitige Streichlaute robeke (auch mbeka, abgeleitet von der mittelalterlichen europĂ€ischen rebeke).[31] Mindestens bis in die 1960er Jahre fĂŒhrten die Frauen der Toraja in SĂŒdsulawesi einen Tanz auf, bei dem sie zugleich mehrere BambuslĂ€ngsflöten (suling), mehrere einsaitige Spießgeigen (arabebu), eine Bambusmaultrommel (karombi) und eine Schlaggabel (rere) aus Bambus spielten.[32] Bis heute ist bei den Toraja, den Bugis und den Makassaren in SĂŒdsulawesi die zweisaitige Stachelfiedel gesĂł-gesĂł beliebt.

Zweisaitige arbab, vor 1921

In Sumatra, besonders in der nördlichen HĂ€lfte der Insel, begleitet eine zweisaitige rebab den erzĂ€hlenden und lyrischen Gesang, ansonsten tritt sie in Ensembles auf, die wie bei den Minangkabau stark von der orientalisch-islamischen Kultur beeinflusst sind. Als erster europĂ€ischer Beobachter berichtete Marco Polo 1292 ĂŒber das islamische Sultanat Peureulak (Perlak) an der OstkĂŒste der Provinz Aceh. Der indonesische Islam verbreitete sich entlang der Handelsrouten in den folgenden Jahrhunderten ĂŒber weite Teile der Malaiischen Inseln. Die lokalen Herrscher nahmen arabische Namen an und tauschten ihren Titel von Raja zu Sultan. Der islamischen Musiktradition sind in Sumatra neben der rebab die Laute gambus, das Doppelrohrblattinstrument sarunai (von surnai), die Rahmentrommel rebana und der Bronzeteller dulang zuzuordnen.[33]

Bei den Minangkabau wird jedes eigene Streichinstrument rabab genannt. Die Fiedel kommt in drei unterschiedlichen Formen vor: Die rabab Pariaman ist eine 40 Zentimeter lange Fiedel mit einem kurzen Hals und einer runden Kokoshalbschale als Korpus, deren Durchmesser etwa 16 Zentimeter betrĂ€gt. Die drei Saiten sind im Quartabstand gestimmt.[34] Nach den abweichenden Angaben von Gabriela SzabovĂĄ (2008) ragt der dĂŒnne runde SaitentrĂ€ger 33 Zentimeter ĂŒber den Korpus hinaus und die drei Saiten aus jeweils drei bis fĂŒnf NylonschnĂŒren (wie sie fĂŒr Flugdrachen gebraucht werden) sind im Terzabstand gestimmt. Die Decke besteht aus BĂŒffelhaut, der SaitentrĂ€ger und der Streichbogen werden aus Jackfruchtholz gefertigt. Der Beiname verweist auf das Verbreitungsgebiet um die KĂŒstenstadt Pariaman in der Provinz Westsumatra. Der Spieler der rabab Pariaman sitzt im Schneidersitz auf dem Boden und hĂ€lt die Fiedel mit dem Korpus aufgestĂŒtzt etwas aus der Senkrechten zur linken Hand geneigt. Die Fiedel wird zur nĂ€chtlichen Unterhaltung im Familienkreis oder bei gesellschaftlichen AnlĂ€ssen zur Begleitung von „gesungenen ErzĂ€hlungen“ (dendang kaba) gespielt.

Die rabab darek ist eine 60 bis 70 Zentimeter lange, zweisaitige Stachelfiedel mit einem geschnitzten Holzkorpus von 25 Zentimetern Durchmesser und zwei im Quintabstand gestimmten Saiten. Der Name, der wörtlich „flussaufwĂ€rts-Fiedel“ bedeutet, bezieht sich auf deren Herkunft. Sie entstand als grĂ¶ĂŸere Variante der rabab Pariaman und breitete sich von der WestkĂŒste ins nördliche, höher gelegene Kernland der Minangkabau (darek, gemeint „Hochland“, im Unterschied zu pasisir, „KĂŒstenregion“) und in die Regierungsbezirke (kabupaten) Lima Puluh Kota und Tanah Datar aus. Beide Fiedeln werden zu Ă€hnlichen Zwecken eingesetzt. Die rabab darek begleitet hĂ€ufig zusammen mit der BambuslĂ€ngsflöte saluang darek die Gesangsstimme.[35]

Die dritte Fiedel mit vier Saiten, rabab pasisir, („KĂŒsten-Fiedel“) weicht von den beiden anderen ab und entspricht einer frĂŒhen Form einer Bratsche, die jedoch in der regional ĂŒblichen, senkrecht auf dem Boden aufgestellten Position wie eine Stachelfiedel gespielt wird. Es scheint, als sei die rabab pasisir wĂ€hrend der NiederlĂ€ndischen Kolonialzeit in diesem Bereich der WestkĂŒste verbreitet worden. Der indonesische Name der rabab pasisir ist biola, wie ansonsten europĂ€ische Violinen genannt werden. Die Saiten sind in QuintabstĂ€nden gestimmt. Drei Saiten dienen der Melodiebildung, die vierte Saite wird als Bordun verwendet oder nicht beachtet. Die Spielweise der rabab pasisir ist in SĂŒdostasien einzigartig. Ebenso ungewöhnlich ist die an der KĂŒste um Pariaman gepflegte ErzĂ€hlform kaba, die mit der rabab pasisir[36] und gelegentlich mit einer Rahmentrommel (adok, rapano oder rapa’i)[37] begleitet wird. Die ErzĂ€hler (tukang kaba oder tukang cerita) singen und rezitieren die ganze Nacht.[38] Von europĂ€ischen Violinen einfacher Bauart begleitete, erzĂ€hlende GesĂ€nge sind ansonsten bei den Bugis in SĂŒdsulawesi und in der Gegend um Bima in Sumbawa bekannt. In Sumbawa heißt das Genre biola rawa Mbojo („Violine und Gesang der Mbojo/in der Sprache der Mbojo“). Die biola wird dort tief an der Schulter gerade nach vorn (ungefĂ€hr in der sĂŒdindischen Spielposition) gehalten.[39] Die rabab pasisir wird zur Liedbegleitung bei Festveranstaltungen wie Hochzeiten, Hauseinweihungen und der batagak penghulu genannten Zeremonie zur AmtseinfĂŒhrung eines Adat-Oberhaupts gespielt. Die beiden ersten Fiedeln ordnen die Minangkabau nach der eigenen Klassifizierung den asli („eigenen Instrumenten“) und der Untergruppe der nan digesek („gestrichen“) zu. Die dritte Fiedel gehört zu den asal Barat, den „aus dem Westen stammenden“ Instrumenten.[40]

Arbab-Spieler der Karo-Batak. PortrĂ€t des dĂ€nischen Fotografen Kristen Feilberg (1839–1919), der im Jahr 1870 eine Expedition zu den Karo-Batak unternahm.[41]

Arbab, auch hareubab, heißt ein heute praktisch verschwundenes Streichinstrument, das im Norden Sumatras vom Gebiet der Batak bis Aceh gespielt wurde. Die Stachelfiedel mit drei Darmsaiten war in Aceh etwa 120 Zentimeter lang und besaß einen schalenförmigen Korpus von 23 Zentimetern Durchmesser, der mit Haut bespannt war.[42] Bei den Simalungan, einer Untergruppe der Batak im Osten des Tobasees, war eine zweisaitige arbab in Gebrauch. Der mit verschrĂ€nkten Beinen sitzende Musiker hielt das Instrument mit dem wenige Zentimeter unten aus dem Korpus herausragenden SaitentrĂ€ger auf den rechten Oberschenkel gestĂŒtzt in einem Winkel von 45 Grad seitwĂ€rts vor dem Oberkörper und strich mit dem Bogen oberhalb des Korpus ĂŒber die Saiten. HĂ€ufig spielte die arbab in einem kleinen Ensemble mit einer zweisaitigen Zupflaute hasapi (husapi), einer großen zweifelligen Batak-Trommel odap und einer Metallplatte, die als Taktgeber geschlagen wurde. Das Instrument soll nach den Angaben von Saridin Tua Sinaga (2009) bei christlichen Missionaren, die um 1903 die Simalungun erreichten, zusammen mit anderen KulturgĂŒtern wegen deren angeblicher Verwendung fĂŒr Geisterkulte in Misskredit geraten und vernichtet worden sein. Die Missionare ersetzten die traditionellen Musikinstrumente durch europĂ€ische.[43]

Das am weitesten verbreitete Streichinstrument auf der Malaiischen Halbinsel ist die rebab tiga tali, die „Fiedel mit drei Saiten“, die etwa der javanischen rebab entspricht. Der runde bis dreieckige, unten spitz zulaufende Korpus wird aus einem Holzblock gefertigt. Verwendet werden das Holz des Jackfruchtbaums, von Dialium platysepalum (malaiisch keranji) oder ein anderes Hartholz. DarĂŒber wird als Decke vorzugsweise BĂŒffeldarmhaut oder die Haut eines Kuhmagens gespannt. Der Korpus ist etwa 25 Zentimeter lang, 17 Zentimeter breit und 5 Zentimeter tief. Die drei Saiten fĂŒhren ĂŒber einen beweglichen Steg aus Narrabaumholz (malaysisch sena), der im oberen Bereich auf der Hautdecke steht, bis zu den seitenstĂ€ndigen Wirbeln. Diese befinden sich etwa bei zwei Drittel der GesamtlĂ€nge. Der SaitentrĂ€ger ist ein durchschnittlich 108 Zentimeter langer, dĂŒnner Rundstab aus dem sehr festen Holz von Vitex pinnata (malaysisch leban). Er ragt etwa 11 Zentimeter an der Unterseite heraus und ist am oberen Ende mit einer Schnitzerei verziert, die pucung rebung genannt wird (pucung, „Bambussprossen“) und als Ornament auf Batikstoffen vorkommt.[44] Die Schnitzerei erinnert auch an eine thailĂ€ndische oder kambodschanische Königskrone. An der oberen linken Seite der Hautdecke ist eine kleine Metallkappe aufgeklebt, die eine klangdĂ€mpfende Wirkung haben soll. Das gesamte Instrument und der Streichbogen sind ĂŒblicherweise aufwendig verziert und bemalt.[45] An der RĂŒckseite des Korpus hĂ€ngen Wollestreifen und Perlenkettchen zur Dekoration. FrĂŒher bestanden die Saiten aus gedrehter Baumwolle, heute werden Metallsaiten verwendet. Sie sind im Abstand von Quarten, Quinten oder in einer Kombination von beidem ohne festgelegte Tonhöhe gestimmt. Der mit Schnitzereien verzierte, knapp 80 Zentimeter lange Streichbogen kann mit so unterschiedlichen Materialien wie Rattanfasern, Kokosnussfasern, Fasern von AnanasblĂ€ttern oder KunststoffschnĂŒren bezogen sein. Wie auf Java hĂ€lt der Spieler mit Daumen und Zeigefinger den Bogen, wĂ€hrend er mit Mittelfinger und Ringfinger den Bezug spannt.[46]

Ronggeng, ein alter javanischer Frauentanz mit erotischem Unterton, der auch in Malaysia aufgefĂŒhrt wird. Das bescheidene Begleitensemble auf einer Studioaufnahme aus Batavia, 1875–1885, spielt eine Fasstrommel kendang, zwei Kesselgongs kenong in einem Gestell, dahinter einen hĂ€ngenden gong suwukan und eine zweisaitige javanische rebab.

Die rebab tiga tali dient der Gesangsbegleitung und spielt in mehreren Instrumentalensembles zur Begleitung von TĂ€nzen und TheaterauffĂŒhrungen. WĂ€hrend beim arabisch-islamischen Tanzstil zapin der SĂ€nger die orientalischen Zupflauten gambus oder ÊżĆ«d spielt, rhythmisch unterstĂŒtzt von Rahmentrommeln, werden bei dem aus Java stammenden Tanz ronggeng die rebab tiga tali, Rahmentrommeln und Gongs eingesetzt.

Der vermutlich Ă€lteste und kunstvollste malaysische Tanzstil ist der mak yong, dessen Ursprung im nördlichen Bundesstaat Kelantan und in den benachbarten thailĂ€ndischen Provinzen Narathiwat und Pattani vermutet wird, wo er fĂŒr das Ende des 19. Jahrhunderts durch schriftliche Quellen belegt ist. Das Repertoire stammt aus der vorislamischen, hinduistischen Tradition. Mak yong wurde frĂŒher als höfische Unterhaltungskunst prĂ€sentiert, gehört heute jedoch zum Programm von wenigen Schauspieltruppen, die ĂŒber die Dörfer ziehen und das Tanzdrama zur Unterhaltung oder als Heilungszeremonie auffĂŒhren. Auf die Eintragung als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit[47] 2005 folgen seitdem BemĂŒhungen zur Wiederbelebung der von staatlich-islamischer Seite kritisierten Tradition. Es gibt Überschneidungen in der AuffĂŒhrungspraxis mit anderen regionalen Theaterformen, etwa dem sĂŒdthailĂ€ndischen Tanzdrama manora und dem dortigen Schattenspiel nang talung. Das hauptsĂ€chliche Melodieinstrument des mak yong-Ensembles ist die rebab tiga tali, fĂŒr den Rhythmus sorgen zwei Fasstrommeln (gendang) und zwei in einem Gestell hĂ€ngende Buckelgongs (tetawak). FĂŒr bestimmte StĂŒcke kann dieses Ensemble um weitere Schlaginstrumente und eine Kegeloboe (serunai) erweitert werden.[48] Das nach der Opferzeremonie gespielte EröffnungsstĂŒck Mengadap Rebab ist ein Sitztanz der Frauen. Die rebab beginnt zu spielen, gefolgt von Trommeln und Gongs, dann setzt die fĂŒhrende SĂ€ngerin und TĂ€nzerin mit ihrem lyrischen Gesang ein, dessen Melodie sich heterophon zur rebab verhĂ€lt, indem beide in gewissen Varianten die Basismelodie vortragen. Der spĂ€ter hinzutretende Chor setzt eine mehr oder weniger unabhĂ€ngige Melodie entgegen. Der rebab-Spieler ist ĂŒblicherweise der Ă€lteste Musiker und musikalische Lehrer der Truppe.[49]

In den 1990er Jahren sorgten Film und Fernsehen in den StĂ€dten und auf den Dörfern fĂŒr das endgĂŒltige Verschwinden der professionellen GeschichtenerzĂ€hler. Die musikalisch vielleicht am meisten ausgereifte ErzĂ€hltradition wurde von den GeschichtenerzĂ€hlern (tok selampit) in Kelantan gepflegt. Der tok selampit war hĂ€ufig ein blinder Mann, der seine ErzĂ€hlungen (tarikh selampit) auf einer rebab begleitete. Die rebab spielte er unisono zur Gesangsstimme oder zur Wiederholung der gesungenen Melodie. Innerhalb eines geringen Tonumfangs wurde die Melodie reich mit Mikrointervallen und diversen Verzierungen ausgestaltet. Instrumentale EinschĂŒbe gliederten den Ablauf der ErzĂ€hlung und gaben dem Vortragenden eine Verschnaufpause.[50] Der tok selampit ließ mehrere Figuren direkt miteinander reden, sodass die Rezitation den Charakter einer dramatischen Inszenierung bekam. Amin Sweeney (1973) zufolge erhielt der am meisten gefragte tok selampit in Kelantan Anfang der 1970er Jahre lediglich rund zehn Anfragen fĂŒr nĂ€chtliche Auftritte pro Jahr, die außerdem schlecht bezahlt waren.[51]

In Heilungszeremonien soll durch unterschiedliche Rituale Kontakt mit der Geisterwelt aufgenommen werden, um zunĂ€chst zu erfahren, ob eine Krankheit organischer oder psychischer Natur ist. Der fĂŒr die Erkrankung als ursĂ€chlich erkannte Geist wird nachfolgend durch einen Ritualexperten ausgetrieben. Bei einer dieser Methoden namens main puteri, die in Kelantan und Terengganu praktiziert wird, ist der Einsatz eines Musikensembles von zentraler Bedeutung. Wenn der Ritualexperte (tok puteri) vom krank machenden Geist besessen ist, gerĂ€t er durch seinen Gesang und einen Assistenten (tok minduk), der rebab spielt und ebenfalls singt, in einen Trancezustand und beginnt einen Trancetanz (tarian lupa). Zu einem frĂŒheren Ensemble gehörten außer der dreisaitigen Fiedel noch zwei Rahmentrommeln (redap oder rebana riba), eine große, mit der Hand geschlagene Rahmentrommel (rebana) und eine mit zwei Stöckchen geschlagene MessingschĂŒssel (batil). Das heutige Zeremonialensemble in Kelantan besteht aus einer rebab, zwei Fasstrommeln (gendang), zwei Buckelgongs (tetawak), zwei oder mehr in einem quadratischen Holzkasten liegende Buckelgongs (canang), Handzimbeln (kesi) und manchmal eine Kegeloboe (serunai). Die rebab folgt den Gesangsstimmen des tok puteri und des tok minduk, die einen Dialog in einem langsamen Tempo fĂŒhren, entweder durch ein heterophones Umspielen oder durch stĂ€ndiges Wiederholen einzelner melodischer Figuren.[52]

Die „zweisaitige Fiedel“ rebab dua tali der Malaiischen Halbinsel ist von einfacherer Bauart als die rebab tiga tali. Ein bis zu 90 Zentimeter langer SaitentrĂ€ger fĂŒhrt durch einen an den Kanten gerundeten, rechteckigen Korpus, der etwas grĂ¶ĂŸer ist als derjenige des dreisaitigen Instruments. Die Saiten verlaufen ĂŒber den weit oben auf der Decke aufgestellten Steg zu seitlichen Wirbeln nahe am oberen Ende des Stabes. Die rebab dua tali ist heute praktisch verschwunden, ebenso wie das Schattenspiel wayang kulit Melayu, in dessen Begleitensemble sie gespielt wurde.[53]

Die ĂŒberwiegend im malaysischen Bundesstaat Sarawak auf Borneo lebenden Iban spielen die einsaitige Stachelfiedel merebab und die zweisaitige Stachelfiedel engkerabab. Das wesentlich bekanntere Saiteninstrument in Sarawak ist die bootsförmige Zupflaute sape. Eine museale, ein- oder zweisaitige Stachelfiedel der Dayak ist als enserunai,[54] oder ensuranai[55] oder als garadap in die Literatur eingegangen. Ihr Korpus aus einer Kokoshalbschale ist mit Fischhaut oder Holz bedeckt. Der Hartholzstab ragt ein kurzes StĂŒck ĂŒber die Unterseite des Korpus hinaus. Die Saiten bestehen aus Schnur oder Kupferdraht. Am Bogen aus einem gekrĂŒmmten Pflanzenrohr ist eine 30 Zentimeter lange Rattansehne festgebunden. Der am Boden sitzende Musiker fixiert den Stachel der Fiedel mit gegeneinander gelegten Sohlen zwischen den Zehen und bringt einen klagenden Ton hervor. Curt Sachs (1913) hielt das Instrument fĂŒr „eine RĂŒckbildung des mit den Arabern nach Indonesien gekommenen RebĂąb“.[56]

  • Rabab (Rebab). In: Anthony Baines: Lexikon der Musikinstrumente. J. B. Metzler’sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart 2005, S. 265f
  • Noriko Ishida: The textures of Central Javanese gamelan music: Pre-notation and its discontents. In: Bijdragen tot de Taal-, Land- en Volkenkunde, Band 164, Nr. 4, 2008, S. 475–499
  • Margaret J. Kartomi: Rabāb, 2. Spike fiddles, (ii) Southeast Asia. In: Laurence Libin (Hrsg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments. Band 4, Oxford University Press, Oxford / New York 2014, S. 206f
  • Jaap Kunst: Music in Java. Its History, its Theory and its Technique. 3. Auflage herausgegeben von Ernst L. Heins. Band 1. Martinus Nijhoff, Den Haag 1973, S. 220–229
  • Patricia Matusky, James Chopyak: Peninsular Malaysia. In: Terry E. Miller, Sean Williams (Hrsg.): The Garland Encyclopedia of World Music. Band 4: Southeast Asia. Garland, New York / London 1998, S. 401–443
  • Colin Quigley: The Construction, Technique, and Image of the Central Javanese Rebab in Relation to its Role in the Gamelan. In: Pacific Review of Ethnomusicology, Band 3, 1986, S. 42–62
  • Philip Yampolsky: Indonesia, § I, 3 (iv): Instruments: Chordophones. In: Stanley Sadie (Hrsg.): The New Grove Dictionary of Music and Musicians. Band 12. Macmillan Publishers, London 2001, S. 288
Commons: Rebab – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Henry George Farmer: A History of Arabian Music to the XIIIth Century. (Dissertation) London 1929, S. 155 (Luzac & Company, London 1967, 1973; archive.org)
  2. ↑ Hans Hickmann: Die Musik des Arabisch-Islamischen Bereichs. In: Bertold Spuler (Hrsg.): Handbuch der Orientalistik. 1. Abt. Der Nahe und der Mittlere Osten. ErgĂ€nzungsband IV. Orientalische Musik. E.J. Brill, Leiden/Köln 1970, S. 68
  3. ↑ Roger Blench: The Morphology and Distribution of Sub-Saharan Musical Instruments of North-African, Middle Eastern, and Asian, Origin. (PDF; 463 kB) In: Laurence Picken (Hrsg.): Musica Asiatica. Band 4. Cambridge University Press, Cambridge 1984, ISBN 978-0-521-27837-9, S. 173 f.
  4. ↑ Anthony Baines: The Oxford Companion to Musical Instruments. Oxford University Press, Oxford 1992, S. 277
  5. ↑ Larry Francis Hilarian: The migration of lute-type instruments to the Malay Muslim world. (PDF; 739 kB) Conference on Music in the world of Islam. Assilah, 8.–13. August 2007, S. 4 f.
  6. ↑ Robert Garfias: The Development of the Modern Burmese Hsaing Ensemble. In: Asian Music, Vol. 16, No. 1, 1985, S. 1–28, hier S. 3
  7. ↑ Mantle Hood: The Effect of Medieval Technology on Musical Style in the Orient. In: Selected Reports in Ethnomusicology, UCLA 1970, Band 1, Nr. 3, 1970, S. 147–170
  8. ↑ David Morton: The Traditional Music of Thailand. University of California Press, Berkeley 1976, S. 96
  9. ↑ Jaap Kunst, Roelof Goris: Hindoe-Javaansche muziekinstrumenten. Batavia, 1927; 2. durchgesehene, englische Auflage: Hindu-Javanese Musical Instruments. Martinus Nijhoff, Den Haag 1968, S. 17, 22 f., 86
  10. ↑ Colin Quigley, 1986, S. 45
  11. ↑ Margaret J. Kartomi, 2014, S. 206; Jaap Kunst, 1973, S. 220f
  12. ↑ Mantle Hood: The Challenge of “Bi-Musicality”. In: Ethnomusicology, Band 4, Nr. 2, Mai 1960, S. 55–59, hier S. 58
  13. ↑ Margaret J. Kartomi: Gamelan, § I: Southeast Asia. In: Laurence Libin (Hrsg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments. Band 2, Oxford University Press, Oxford / New York 2014, S. 380, 382
  14. ↑ Colin Quigley, 1986, S. 52
  15. ↑ Henry Spiller: Focus: Gamelan Music of Indonesia. Taylor & Francis, Abingdon 2008, S. 71
  16. ↑ Noriko Ishida, 2008, S. 479
  17. ↑ Sumarsam: Gendùr Barung, Its Technique and Function in the Context of Javanese Gamelan. In: Indonesia, Nr. 20, Oktober 1975, S. 161–172, hier S. 161
  18. ↑ Mantle Hood: The Reliability of Oral Tradition. In: Journal of the American Musicological Society, Band 12, Nr. 2/3, Sommer–Herbst 1959, S. 201–209, hier S. 206
  19. ↑ Thomas Stamford Raffles: The History of Java. Band 1, John Murray, London 1817 (Auflage von 1830: archive.org)
  20. ↑ William Fagg (Hrsg.): The Raffles Gamelan: A Historical Note. British Museum, London 1970
  21. ↑ Margaret J. Kartomi: Music in Nineteenth Century Java: A Precursor to the Twentieth Century. In: Journal of Southeast Asian Studies, Band 21, Nr. 1, MĂ€rz 1990, S. 1–34, hier S. 6, 8
  22. ↑ Noriko Ishida, 2008, S. 488–490
  23. ↑ Noriko Ishida, 2008, S. 481
  24. ↑ Vgl. Wim van Zanten: The Poetry of Tembang Sunda. In: Bijdragen tot de Taal-, Land- en Volkenkunde, Band 140, 1984, S. 289–316
  25. ↑ Wim van Zanten: The Tone Material of the Kacapi in Tembang Sunda in West Java. In: Ethnomusicology, Band 30, Nr. 1, Winter 1986, S. 84–112, hier S. 89f
  26. ↑ Java. Sundanese folk music. UNESCO Collection of Traditional Music, Folkways, LP von 1976, Begleitheft, S. 5
  27. ↑ Margaret J. Kartomi: Music in Nineteenth Century Java: A Precursor to the Twentieth Century, 1990, S. 13
  28. ↑ I. Made Bandem, Fredrik deBoer: Gambuh: A Classical Balinese Dance-Drama. In: Asian Music, Band 10, Nr. 1, 1978, S. 115–127, hier S. 115
  29. ↑ Emiko Susilo: Gambuh: A Dance-Drama of the Balinese Courts. Continuity and Change in the spiritual and Political Power of Balinese Performing Arts. (PDF; 175 kB) In: Explorations, Band 1, Nr. 2, University of Hawaii, Herbst 1997
  30. ↑ David D. Harnish: Bridges to the Ancestors: Music, Myth, and Cultural Politics at an Indonesian Festival. University of Hawaii Press, Honolulu 2005, S. 142, ISBN 0-8248-2914-X
  31. ↑ Jaap Kunst: Music and Dance in the Outer Provinces. In: Tropenmuseum, University of Amsterdam (Hrsg.): Jaap Kunst. Indonesian music and dances. Traditional music and its interaction with the West. A compilation of articles (1934–1952) originally published in Dutch. Amsterdam 1994, S. 187
  32. ↑ Paul Collaer: SĂŒdostasien. Musikgeschichte in Bildern. Band 1: Musikethnologie. Lieferung 3. Deutscher Verlag fĂŒr Musik, Leipzig 1979, S. 138
  33. ↑ Vgl. Józef M. Pacholczyk: Music and Islam in Indonesia. In: The World of Music, Band 28, Nr. 3 (Islam) 1986, S. 3–12
  34. ↑ Margaret J. Kartomi: Musical Journeys in Sumatra. University of Illinois Press, Champaign 2012, S. 428
  35. ↑ Gabriela SzabovĂĄ: Musical Instruments and Genres among the Minangkabau, West Sumatra. (PDF; 977 kB) Bachelor-Thesis. PalackĂœ-UniversitĂ€t, Olomouc 2008, S. 44 f.
  36. ↑ Rabab Pesisir Selatan, Banjir Bandang Pasisiah – Siril Asmara. Youtube-Video (Kaba-Gesang und rabab pasisir)
  37. ↑ Rabab hasan basri 1. Youtube-Video (Kaba-Gesang, rabab pasisir und Rahmentrommel)
  38. ↑ Margaret J. Kartomi, 2012, S. 52
  39. ↑ Vgl. Philip Yampolsky (Aufnahmen und Kommentar): Music from the Southeast: Sumbawa, Sunda Timor. (Music of Indonesia, 16) CD von Smithsonian Folkways, 1998, Titel 1; Begleitheft (PDF; 5,5 MB).
  40. ↑ Gabriela Szabová, 2008, S. 51
  41. ↑ The history and western discovery of the Batak. Virtual Collection of Asian Masterpieces
  42. ↑ Margaret J. Kartomi, 2012, S. 425
  43. ↑ Saridin Tua Sinaga: Kajian Organologis Arbab Simalungun Buatan Bapak Arisden Purba Di Huta Maniksaribu Nagori Sait Buttu Saribu Kec. Pamatang Sidamanik Kab. Simalungun. (Memento vom 26. Mai 2016 im Internet Archive) Bachelor-Thesis, Department of ethnomusicology – Faculty of Letters, University of North Sumatra, Medan; zit. nach: Avena Matondang: Arbab. Traditional Musical Ethnography Glance Simalungun; Revitalizing Tradition in the Context of Tourism. Paper bei academia.edu
  44. ↑ Patricia Matusky: An Introduction to the Major Instruments and Forms of Traditional Malay Music. In: Asian Music, Band 16, Nr. 2, FrĂŒhjahr–Sommer 1985, S. 121–182, hier S. 148
  45. ↑ Fiddle (rebab tiga tali) and bow. Museum of Fine Arts Boston (Abbildung einer rebab tiga tali, 1950–1975)
  46. ↑ Margaret J. Kartomi, 2014, S. 206f
  47. ↑ Mak Yong Theatre. UNESCO Intangible Cultural Heritage, 2008.
  48. ↑ Patricia Matusky, James Chopyak, 1998, S. 406f
  49. ↑ Llyn de Danaan: The Blossom Falling: Movement and Allusion in a Malay Dance. In: Asian Theatre Journal, Band 3, Nr. 1 (Traditional Asian Play Issue Part II) FrĂŒhjahr 1986, S. 110–117, hier S. 112
  50. ↑ Patricia Matusky, James Chopyak, 1998, S. 420
  51. ↑ Amin Sweeney: Professional Malay Story-Telling: Part 1. Some questions of style and presentation. In: Journal of the Malaysian Branch of the Royal Asiatic Society, Band 46, Nr. 2 (224), 1973, S. 1–53, hier S. 9
  52. ↑ Patricia Matusky, James Chopyak, 1998, S. 421
  53. ↑ Margaret J. Kartomi, 2014, S. 207
  54. ↑ Enserunai. Musical Instrument Museums Online (MiMO)
  55. ↑ Ensuranai. The Metropolitan Museum of Art (Abbildung)
  56. ↑ Garadap. In: Curt Sachs: Reallexicon der Musikinstrumente, zugleich ein Polyglossar fĂŒr das gesamte Instrumentengebiet. Julius Bard, Berlin 1913, S. 152 (archive.org)