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Ringverein

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Die Ringvereine waren kriminelle Vereinigungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Berlin. Die Mitglieder, die „RingbrĂŒder“, zeichneten sich dadurch aus, dass sie als Erkennungszeichen einen Siegelring trugen.

Der erste Reichsverein ehemaliger Strafgefangener entstand 1890 in Berlin und war ein Verein zur solidarischen UnterstĂŒtzung entlassener Strafgefangener. Weitere Vereine schlossen sich 1898 in Berlin zum Dachverband Ring Berlin zusammen.

Sie organisierten ÜberfĂ€lle, EinbrĂŒche, RaubzĂŒge, Prostitution und Hehlerei, beschafften sich gegenseitig Alibis und unterstĂŒtzten sich bei Krankheit und GefĂ€ngnisaufenthalt. Letzteres bezog sich vor allem auch auf die Ehefrauen und Kinder der Inhaftierten sowie die Witwen von Mitgliedern, die bei PolizeieinsĂ€tzen oder wĂ€hrend ihrer AktivitĂ€ten getötet worden waren.

1934 wurden sie von den Nationalsozialisten verboten.

  • Immertreu
  • Libelle
  • Apachenblut
  • Reichsverein ehemaliger Strafgefangener
  • Freie Vereinigung
  • Deutsche Eiche
  • Im Film M aus dem Jahre 1931 sind die Protagonisten in Ringvereinen organisiert. Regie fĂŒhrte Fritz Lang.
  • Die Ringvereine und ihre Auseinandersetzungen werden in Volker Kutschers Roman Goldstein. Gereon Raths dritter Fall aus dem Jahr 2010 und der darauf basierenden 4. Staffel der Serie Babylon Berlin thematisiert. Der dort erwĂ€hnte Ringverein Berolina ist fiktiv.
Wiktionary: Ringverein – BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen