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Rundholz

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Buchen-Rundholz am Weg zum Verkauf gelagert
Rundholz auf Rungenwagen verladen
Buchenholzstamm mit zwei S-Klammern, die verhindern, dass der Stamm beim Trocknen aufreißt

Rundholz ist Rohholz in runder und (in LĂ€ngsrichtung) ungeteilter Form,[1] also in aller Regel nicht weiter verarbeitete StammstĂŒcke gefĂ€llter BĂ€ume. In Österreich wird es auch als Bloch bezeichnet. Es fĂ€llt in die Kategorie Derbholz.

Der Begriff Rundholz wurde und wird nicht eindeutig verwendet und definiert. In aller Regel werden unter Rundholz nicht weiter verarbeitete StammstĂŒcke gefĂ€llter BĂ€ume verstanden.

Nicht als Rundholz gelten Reisigholz und Stockholz (Baumstumpf und Wurzelwerk), sowie in LÀngsrichtung geteiltes Holz (Schnittholz) mit rechteckigem Querschnitt (Balken, Bohlen, Bretter, Kanthölzer).

Umgangssprachlich werden als Rundhölzer auch allerlei zylindrische bearbeitete (rundgeschÀlte) Holzstangen bezeichnet, z. B. Pflöcke, Holzmasten, Hopfenstangen, runde ZaunpfÀhle; siehe auch Baurundholz. Laut RVR zÀhlen jedoch weiter bearbeitete Hölzer weder zum Roh- noch zum Rundholz.

Der Begriff Rundholz sagt weder etwas ĂŒber die spĂ€tere Verwendung noch ĂŒber die LĂ€nge oder ĂŒber die Mengeneinheiten, in denen es verrechnet wird, aus.

VerhÀltnis zum Rohholz

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SĂ€mtliches Rundholz ist Teil des Rohholzes. Rohholz kann Elemente enthalten, die nicht als Rundholz gelten, wie ganze WipfelstĂŒcke. Umgekehrt kann Rohholz auch weiterverarbeitetes Rundholz sein, z. B. gelten Hackschnitzel oder Scheitholz als Rohholz.

Abtransport von Langholz

Rundholz ist in aller Regel das Haupt- und Zielprodukt der Forstwirtschaft. Es dient als Rohstoff fĂŒr die Holzwirtschaft. Als SĂ€gerundholz wird es in der SĂ€ge- und Furnierindustrie zu Schnittholz (z. B. Bauholz, Bretter, Balken) oder Furnier verarbeitet, als Industrie(rund)holz in der Holzwerkstoffindustrie zu Holzwerkstoffen wie Spanplatten, OSB, Zellstoff oder Holzschliff oder als Energieholz als Brennstoff verwendet. Bei Energieholz werden die Bezeichnungen Rundholz und Blochholz auch fĂŒr ungespaltenes, gelĂ€ngtes Brennholz (PrĂŒgel, als Meterholz oder kĂŒrzer, in Unterscheidung zum gespaltenen Scheitholz) verwendet.

Die wesentlichen Standards sind in der Rahmenvereinbarung fĂŒr den Rohholzhandel in Deutschland geregelt, der sĂ€mtliches Rohholz umfasst.

Wesentliche Standards sind in den Österreichischen Holzhandelsusancen[2] festgelegt.

  • Rolf Grammel: Forstbenutzung. Technologie, Verwertung und Verwendung des Holzes. Pareys Studientexte Nr. 67. Parey, Hamburg und Berlin 1989, 193 S., ISBN 3-490-03716-2.
  • Autorenkollektiv: Die Rohholzsortierung. Wirtschafts- und Forstverlag Euting, Straßenhaus/Westerwald 1990, 104 S., DNB 930180321, ISBN 3-88428-009-3.
  • Autorenkollektiv: Messung und Sortierung von Rohholz. SĂ€chsisches Staatsministerium fĂŒr Landwirtschaft, ErnĂ€hrung und Forsten, Referat 64 „Betriebswirtschaft und Holzmarkt“, Dresden 1994, 96 S, DNB 948570598.
  • Heinz Frommhold: Kommentar zu „Rohholzaushaltung, Rohholzverkauf“ (Handelsklassensortierung, HKS Brandenburg) in seiner 2. ĂŒberarbeiteten Auflage vom 30. November 1995. Ministerium fĂŒr Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Potsdam 2001, 68 S., ISBN 3-933352-40-1.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Rahmenvereinbarung fĂŒr den Rohholzhandel in Deutschland
  2. ↑ Österreichische Holzhandelsusancen (Memento vom 26. Oktober 2016 im Internet Archive)