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Sohlgleite

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Eine Sohlgleite oder Sohlengleite (engl. rock ramp (auch fĂŒr Sohlrampe), bzw. river bottom slide) ist ein unter dem Wasserspiegel quer zur Strömung liegendes Regelbauwerk des Flussbaus, das die Tiefenerosion der GewĂ€ssersohle begrenzen soll.

Wupper, Kilometer 4,3; Wehr Reuschenberger MĂŒhle: rechts das Wehr, links die mehrstufige Sohlgleite zur Herstellung der FischgĂ€ngigkeit, Steigung 1:20

Sohlgleiten und die Àhnlich gestalteten Sohlrampen unterscheiden sich durch ihr GefÀlle: Sohlgleiten sind flacher geneigt (1:20 bis 1:100) als Sohlrampen (1:3 bis 1:10).[1]

Übliche Konstruktionsformen sind Betonschwellen, Holzbalken oder Pfahlreihen, die quer in der Bachsohle liegen, oder Grobschotter, der quer zur Fließrichtung in die Bachsohle geschĂŒttet wird. Unterhalb der Grobschotterschicht werden z. T. Geotextilien als zusĂ€tzlicher Erosionsschutz eingesetzt. Ebenso können zusĂ€tzliche StĂŒtzsteine und Pfahlreihen im Bereich der Nachbettsicherung bzw. am Gleitenfuß verwendet werden.

Wehre und Sohlschwellen werden hĂ€ufig zu Sohlgleiten umgebaut, um die DurchlĂ€ssigkeit fĂŒr Fische wiederherzustellen. SteinschĂŒttungen werden aufgrund der biologischen Anforderungen gegenĂŒber einer Riegelbauweise bevorzugt.[2][3]

Commons: Sohlgleite – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Michael HĂŒtte, Ökologie und Wasserbau. Parey, Berlin 2000. ISBN 3-8263-3285-7
  2. ↑ M. Brunke, T. HirschhĂ€user: Empfehlungen zum Bau von Sohlgleiten in Schleswig-Holstein (ca. 2,8 MB). (PDF; 3,0 MB) In: Landesamt fĂŒr Natur und Umwelt Schleswig-Holstein. Juli 2005, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. September 2007; abgerufen am 12. Oktober 2008.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  3. ↑ LUBW: DurchgĂ€ngigkeit fĂŒr Tiere in FließgewĂ€ssern. Teil 1. (PDF; 3,0 MB) In: Landesamt fĂŒr Umwelt, Messungen, und Naturschutz Baden-WĂŒrttemberg. Juni 2005, abgerufen am 17. Juni 2013.