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Susap

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Susap (Tok Pisin, von englisch jew’s harp), auch bibo (Hiri Motu), ist eine idioglotte Rahmenmaultrommel aus Bambus in einer Form, die nur in Neuguinea und den umliegenden, zu Melanesien gehörenden Inseln vorkommt. Die unter vielen regionalen Namen bekannte Maultrommel wird ĂŒberwiegend an einer am dicken unteren Ende befestigten Schnur angezupft. Wegen ihres leisen Tons ist sie das typische Soloinstrument fĂŒr MĂ€nner und Jungen primĂ€r zur Liebeswerbung und ferner zur eigenen Unterhaltung. HĂ€ufig werden beim Spiel Sprachmuster verwendet, um die Illusion einer sprachlichen VerstĂ€ndigung mit musikalischen Mitteln zu erzeugen.

Herkunft und Verbreitung

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Schlanke flaschenförmige Bambusmaultrommel mit keilförmiger Zunge und Schnur aus Flores, die dem Typ der susap entspricht. Vor 1890

Idioglott bedeutet, dass Zunge und Rahmen aus demselben Material herausgeschnitten wurden. Idioglotte Rahmenmaultrommeln sind hauptsĂ€chlich in Melanesien und SĂŒdostasien verbreitet, wo sie in Indonesien und Malaysia unter dem Namen genggong am bekanntesten sind, ferner in Nordasien, wo sich ihr Verbreitungsgebiet mit dem der qopuz und Ă€hnlich genannten BĂŒgelmaultrommeln ĂŒberschneidet. Innerhalb Ozeaniens sind Maultrommeln am weitesten in der Musik Neuguineas und der anderen melanesischen Inseln verbreitet. Im Osten erstreckt sich das melanesische Verbreitungsgebiet bis zur Insel Nggela, die zu den Salomonen gehört,[1] und im SĂŒdosten bis Neukaledonien. WĂ€hrend die Menge und Vielfalt der Musikinstrumente in Melanesien von Westen nach Osten abnimmt, sind oder waren Maultrommeln auch in den an materieller Kultur Ă€rmeren Gebieten anzutreffen.[2]

Beide Typen von Maultrommeln sind nach der Hornbostel-Sachs-Systematik Zupfidiophone und unterscheiden sich grundlegend nach Form und Spielweise. Bei den Rahmenmaultrommeln liegen Zunge und Rahmen in einer Ebene, wobei die Zunge gerade und kĂŒrzer als der Rahmen ist. Die Zunge lĂ€sst sich deshalb nicht direkt mit dem Finger anregen, weshalb diese einfachen Maultrommeln meist mit einer am Rahmen oder an der Zungenbasis befestigten Schnur gezupft und so in Schwingung versetzt werden. Anders als bei den BĂŒgelmaultrommeln mit aufgebogener, ĂŒber den BĂŒgel hinausragender heteroglotter (separater) Zunge zeigt die Zungenspitze stets in Richtung der Hand, die das Instrument hĂ€lt.[3]

Curt Sachs (1940) zĂ€hlt die Maultrommeln in seiner kulturellen Einordnung der Musikinstrumente unter anderem mit Reibtrommeln, GefĂ€ĂŸrasseln, Quertrompeten und Xylophonen zur jĂŒngsten von drei Schichten des Neolithikums.[4] In seiner Studie zu Maultrommeln von 1917 stuft Sachs Rahmenmaultrommeln als weniger komplex als die BĂŒgelmaultrommeln und damit als entwicklungsgeschichtlich Ă€lter ein, auch weil sie ohne Kenntnis der Metallverarbeitung auskommen. Als Vorstufe der Rahmenmaultrommeln in Ozeanien erkennt Sachs ein acht Zentimeter langes Röhrchen von den Marquesas-Inseln, das an einem Ende gabelförmig eingeschnitten ist und eine dĂŒnne Zunge besitzt, die etwas ĂŒber das Rohrende hinausragt. Die Zunge schlĂ€gt beim Anzupfen gegen die Rohrteile und gibt die Schwingungen an den Mundraum weiter. Den Namen dieses Instruments gibt Sachs mit utete an.[5] Utete ist einer der Namen fĂŒr Maultrommeln auf den Marquesas und bezeichnete dort frĂŒher auch einen Mundbogen, entsprechend ukeke fĂŒr beide Instrumententypen auf Hawaii.[6] In seiner „typologischen Vorstudie“ teilt Sachs die Rahmenmaultrommeln nach Merkmalen ihrer Form ein und unterstellt dabei in einem evolutionistischen Ansatz eine stetige Verfeinerung von einfachen zu komplexen Formen wie er zur damaligen Kulturkreislehre gehörte. Damit lassen sich auch Aussagen zu möglichen Verbreitungswegen der Rahmenmaultrommeln treffen.

Unter den idioglotten Maultrommeln gehört die susap zu den ausschließlich in Melanesien verbreiteten „Bambusmaultrommeln mit Keilzunge und Schnur“. Bei diesem Typ verjĂŒngt sich die Zunge gleichmĂ€ĂŸig bis zu einer Spitze, ebenso wie der Rahmen, der keilförmig die Zunge ĂŒberragt. Diese Maultrommeln sind meist ĂŒber 20 Zentimeter lang und am unteren Ende relativ breit. Die starke Keilform ist nötig, damit das obere Ende bequem an den Mund gelegt werden kann. Eine gerade Ă€ußere Keilform („RĂŒbenform“) stellt die einfachste und damit nach Sachs Ă€lteste Umsetzung der Anforderungen an den Instrumententyp dar. Das spitze Rahmenende wurde in der Mitte gespalten, um die Herstellung zu vereinfachen, und anschließend mit einer Pflanzenfaser zusammengebunden. Die Schnur zum Anzupfen ist durch ein Loch im dicken Ende gezogen.[7] Ein solches „Instrument primitivster Art“ beschreibt der Marinestabsarzt Börnstein (1916) fĂŒr Neumecklenburg und gibt den Namen ngab an. Die von ihm abgebildete Maultrommel, auf die sich Sachs bezieht, ist 22,5 Zentimeter lang. Auf der Willaumez-Halbinsel wurde diese Maultrommel gelegentlich als Kamm in den Haaren getragen.[8]

Maultrommel weto aus Palmholz von Zentralflores mit einer stark ausgeprÀgten Flaschenform und einer gestuften Stumpfzunge, die dem indonesischen Typ der genggong entspricht. Vor 1937

Ein ebenso einfacher Typ, der in Nordostindien und verstreut in SĂŒdostasien vorkommt, ist die „Bambusmaultrommel mit Stumpfzunge und Schnur“. Die auf den Sundainseln einschließlich Bali bekannte genggong ist eine „Bambusmaultrommel mit Stufenzunge und Schnur“, bei der, um gegenĂŒber den vorgenannten Typen das Schwingungsverhalten der Zunge zu verbessern, die Spitze zunĂ€chst einseitig, spĂ€ter beidseitig durch eine rechteckige Abstufung verjĂŒngt wurde. Über die asymmetrische Zwischenform, fĂŒr die Beispiele unter anderem aus Java und SĂŒdost-Sulawesi erhalten sind, fĂŒhrt die Entwicklung zu symmetrischen Stufenzungen. Rahmenmaultrommeln mit Stufenzungen klingen lauter und sind leichter zu spielen als die Ă€lteren Typen mit Keilzunge oder Stumpfzunge.[9]

In Anlehnung an die alte Keilform kann der Rahmen flaschenförmig sein. Die Flaschenform des Rahmens, etwa bei der Maultrommel weto auf der Insel Flores, stellt eine Weiterentwicklung des keilförmigen Rahmens dar, indem sie ein stabiles breites unteres Ende, an dem die Schnur befestigt ist, und eine schlanke Spitze, die an die Lippen passt, vereint.[10]

Eine Bambusmaultrommel mit Stufenzunge und einem langen schlanken Handgriff, mit dem sich das Instrument am spitzen Ende besser halten lĂ€sst, ist die hun in der nordostthailĂ€ndischen Region Isan. Sie ist mit der 24 Zentimeter langen angkuoch in Kambodscha verwandt, deren Zunge mit einem Tropfen Bienenwachs gestimmt wird.[11] Auch die Dusun auf Borneo verwenden fĂŒr ihre halb so lange, aus einem Palmwedel gefertigte bungkau Bienenwachs, um die Tonhöhe zu senken.[12] Im Norden der Philippinen sind idioglotte Rahmenmaultrommeln aus Bambus als afiw und mit zahlreichen weiteren Namen bekannt.[13]

BĂŒgeltrommeln aus Metall, wie sie in Europa, Nordasien (qopuz) und Indien (morsing) ĂŒblich sind, wurden durch die EuropĂ€er nach Melanesien eingefĂŒhrt. EuropĂ€ische BĂŒgelmaultrommeln aus Metall gelangten mit den EuropĂ€ern wĂ€hrend der Kolonialzeit auch nach Mikronesien. Die auf der dortigen Insel Pohnpei frĂŒher gespielte Bambusrahmenmaultrommel ist als susap und mit dem lokalen Namen didipwiapw bekannt. Raymond F. Kennedy (1972) berichtet von einem noch aktiven Maultrommel-Ensemble auf dem Pohnpei benachbarten Pingelap-Atoll.[14]

Maultrommeln gab es in Mikronesien außerdem auf Palau, den zentralen Karolinen-Inseln und auf Chuuk. Auf den Marianen und den Karolinen besaßen die Bambusmaultrommeln eine Stufenzunge, einen Griff und auf der anderen Seite einen Dorn, an dem das Instrument anstelle der Schnur gezupft wurde.[1] Auf der Insel Guam hieß die lĂ€ngst verschwundene Bambusmaultrommel belemban-batchot. Sie wurde vor den halb geöffneten Mund (batchot) gehalten und mit dem Finger an der Zungenspitze angeregt.[15] Hatten die BĂŒgelmaultrommeln mit den anderen kolonialzeitlichen Importen wie Gitarre, Akkordeon und Ukulele bis Anfang des 20. Jahrhunderts die wenigen einheimischen Musikinstrumente in Mikronesien verdrĂ€ngt, so sind diese europĂ€ischen Instrumente selbst heute weitgehend verschwunden. An ihre Stelle sind zusammen mit einigen verbliebenen Gitarren elektronische Keyboards getreten. Die einheimischen Instrumente Bambusmaultrommel, Schwirrblatt (englisch leaf whizzer, auf Pohnpei parar) und eine Sanduhrtrommel (aip) sind kaum noch zu hören.[16]

Von Polynesien wurden zwei einfache Formen von Maultrommeln beschrieben. Eine idioglotte Maultrommel aus einem Blatt, von dem die Mittelrippe als Zunge herausgelöst wurde, ist in Westpolynesien bis zu den Cookinseln verbreitet. Die Mittelrippe steht am Rand ĂŒber und wird mit dem Finger direkt gezupft. In Tonga heißt diese Maultrommel utete, nach einer Beschreibung aus den 1920er Jahren wurde sie von kleinen MĂ€dchen und Jungen gespielt.[17] Die zweite Form ist heteroglott: Bei der roria der Maori in Neuseeland wurde eine austauschbare elastische Zunge (aus Ripogonum scandens, einer Lianenart, Maori kareao) auf einem runden StĂŒck Holz mit einer Schnurwicklung befestigt und mit dem Finger angezupft.[18] Die von Hawaii (ukeke) und den Marquesas (utete, tioro oder tita’apu) bekannten Bambusmaultrommeln sind ebenfalls heteroglott und werden an der Zungenspitze angeregt. Auf den Marquesas werden sie Moulin (1997) zufolge noch von wenigen Ă€lteren Frauen gespielt.[19]

Bauform und Spielweise

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Die Form der susap ist in ganz Melanesien Ă€hnlich. Ein Bambusrohrabschnitt mit einem Sprossknoten an einer Seite wird vom offenen Ende bis zum Knoten lĂ€ngs eingeschnitten und ein Teil der Röhre entfernt. Regional wurde auch ein halbiertes Bambusrohr verwendet. Das verbleibende BambusstĂŒck bildet vom breiten kreisrunden Ende ausgehend eine spitz zulaufende Rinne, aus der in der Mitte eine sich ĂŒber die ganze LĂ€nge gleichmĂ€ĂŸig verjĂŒngende Zunge herausgeschnitten wird, die nur am Knoten mit dem Rahmen verbunden bleibt. Das durch den Einschnitt zweigeteilte spitze Ende des Rahmens wird meist mit einer Schnurwicklung zusammengebunden. Nur in Westneuguinea blieben die Rahmenenden frĂŒher unverbunden. Nach dem Umriss der Breitseite wurde dieser Maultrommeltyp in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts als „RĂŒbenmaultrommel“ katalogisiert.[20] Manche Maultrommeln sind mit eingebrannten geometrischen Linien verziert.[21] Aus dem Wahgi-Tal in der Western Highlands Province stammen mit konzentrischen Rauten verzierte Maultrommeln. Solchen geometrischen Formen liegt mutmaßlich eine kosmische Symbolik zugrunde.[22]

HĂ€ufig sorgt ein Wachstropfen an der Zungenspitze dafĂŒr, dass die Zunge langsamer und stĂ€rker schwingt. Im Norden Westneuguineas wurde die Zunge manchmal nicht ausgeschnitten, sondern spĂ€ter an das BambusstĂŒck angesetzt. Eine weitere Abweichung sind manche schmalere Maultrommeln im SĂŒden und Westen Neuguineas, die nicht aus Bambus, sondern aus Palmholz angefertigt werden. In den meisten FĂ€llen ist eine Schnur an einem Loch am unteren Ende befestigt, mit der das Instrument angezupft wird. Anders als mit dieser ĂŒblichen Spielweise sind Maultrommeln von der NordkĂŒste Neuguineas, den AdmiralitĂ€tsinseln, den sĂŒdlichen Salomonen und der Torres-Straße bekannt, bei denen die Schnur an der Zungenbasis festgebunden ist.[1]

Die Maultrommel wird am schlanken Ende, wo sich die Zungenspitze befindet, in der Hand gehalten und dort gegen die Lippen gedrĂŒckt. Üblicherweise wird der Ton durch Zupfen mit der Schnur in der anderen Hand erzeugt. Eine seltener praktizierte Spieltechnik ist, das breite Ende mit einer Hand zu bewegen und dabei das Instrument mit der Zungenbasis auf den HandrĂŒcken der anderen Hand zu schlagen.[23] Vereinzelten Berichten zufolge soll die Zunge auch angeblasen worden sein. So erwĂ€hnt der Ethnograph Ernst Frizzi (1914) auf Bougainville eine etwa 25 Zentimeter lange rĂŒbenförmige Maultrommel, bei der durch periodisches Ziehen an der Schnur und gleichzeitiges Blasen auf die Zunge ein feiner gleichbleibender Ton erzeugt wurde.[24] Allgemein wird der Grundton, der sich aus dem Schwingungsverhalten der Zunge ergibt, durch das verĂ€nderte Volumen des als ResonanzverstĂ€rker dienenden Mundraums im Klang modifiziert.

Kulturelle Bedeutung und Mythen

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Noch 1950 schreibt Jaap Kunst, wie zuvor 1931 in einer anderen Veröffentlichung, das einzige Musikinstrument einiger Papuagruppen im zentralen Bergland von Westneuguinea (Sudirman-Gebirge) sei die Maultrommel.[25] In Melanesien dient die Maultrommel wie in vielen anderen Regionen nach alter Tradition hauptsĂ€chlich als ein leises, solistisch eingesetztes Musikinstrument zur Liebeswerbung von Jungen und MĂ€nnern. Die feinen Klangvariationen erwecken die Vorstellung einer sprachlichen Kommunikation und schaffen eine soziale Beziehung zwischen Freunden und Liebenden.[26] Die Rolle der susap reicht von der schlichten Unterhaltung zum eigenen VergnĂŒgen ĂŒber die Liebeswerbung bis hin zum magischen Liebeszauber. Frauen spielen dagegen bevorzugt den Mundbogen. Bei der Bannoni-Sprachgruppe auf der Insel Bougainville werden beide Instrumente mit dem einen Wort bekuru benannt (ihr Mundbogen ist heute verschwunden). In einer ErzĂ€hlung der Bannoni erlernte ein Mann namens Marere das Maultrommelspiel von einem Fremden. Frauen waren so angetan von dem Spiel, dass sie, anstatt zum Fischen zu gehen, mit Marere Sex haben wollten. Um den EhemĂ€nnern dieser Frauen zu entkommen, warf Marere seine Maultrommel weg und verwandelte sich in einen Stein, sodass die bekuru seitdem von allen MĂ€nnern gespielt werden kann.[23]

Nach einem anderen Ursprungsmythos, der 1924 von der Gazelle-Halbinsel mitgeteilt wurde, stahl ein Mann die erste Maultrommel von den bösen Geistern (tabaran). Er gab sie den Geistern solange nicht zurĂŒck, bis diese ihm den Liebeszauber verrieten, der durch das Instrument gesprochen werden soll. SpĂ€ter stellte er selbst Maultrommeln her, die er den MĂ€nnern des Dorfes ĂŒberließ:[27]

„Und er machte ihnen welche. Und er sang ihnen den Liebeszauber vor. Und sie nahmen sie. Und sie spielten sie. Und die Frauen hatten sie gerne, und sie waren den MĂ€nnern zu Willen.“

Damit das Maultrommelspiel der MĂ€nner die gewĂŒnschte Wirkung entfaltete, leisteten im Hintergrund ihre Schutzgeister (turagan) Überzeugungsarbeit. Auch in anderen ErzĂ€hlungen folgt die Frau dem verzaubernden Klang einer Maultrommel. In diesen Zusammenhang gehört die mehrfach im westlichen Ozeanien belegte Vorstellung von der Maultrommelzunge als Penis.[28] In der (zu den Trans-Neuguinea-Sprachen gehörenden) Angan-Sprache Wajokeso-Ampale in der Morobe Province bedeutet tompupae „Maultrommel“ und „Penis“.[29]

Die in Melanesien erhaltene Verwendung der Maultrommel zum Übermitteln von Liebesbotschaften, wie etwa in der nördlichen Alpenregion bis Anfang des 20. Jahrhunderts beim Fensterln,[30] war frĂŒher in Asien weiter verbreitet. In Ă€hnlich ritualisierter Bedeutung wie in Melanesien wurde die Maultrommel zumindest noch in der zweiten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts bei den Naxi in SĂŒdchina von Jungen eingesetzt, die eine besondere Maultrommel k’a-kwuo-kwuo mit drei Zungen von unterschiedlicher Tonhöhe zu diesem Zweck vor einem MĂ€dchen spielten.[31] Die Rolle der Maultrommel bei der Liebeswerbung ging in Melanesien auch in Kinderlieder ein, wie Geza Roheim berichtet, der sich 1930 auf der Insel Normanby (in der Milne Bay Province) aufhielt. Bei einem Rollenspiel sollten die Kleinkinder sich als Mann und Frau ansprechen, auf die Jagd gehen und ein „Schwein“ (irgendein kleines Tier, mwagauya, etwa ein Opossum oder den Hund des Vaters) fangen. Die Spielhandlung vermischt die Elemente von Liebeswerbung und Jagd. War das „Schwein“ beigebracht, sangen die Kinder: „Die JĂ€ger / ich werde Maultrommeln machen / ich spiele Flöte / ich fing ein mwagauya / die JĂ€ger.“[32]

Bei den Volksgruppen der Mountain Ok (auch Min), die im zentralen Hochland von Neuguinea beidseits der Staatsgrenze siedeln, mĂŒssen Jungen das Spiel auf der Maultrommel im Verlauf der fĂŒnf bis sieben Stadien der anstrengenden und einer komplexen Symbolik folgenden Initiation erlernen.[23]

In der Eastern Highlands Province gilt das Spiel von Maultrommeln und Panflöten fĂŒr erwachsene MĂ€nner als unangemessen, weil sie der Brautwerbung dienen. Beides sind Instrumente fĂŒr heranwachsende Jungen, die beim Spiel den Namen des MĂ€dchens aussprechen. Traditionell werden in dieser Provinz Maultrommeln Vida Chenoweth (1998) zufolge vor den Blicken der Frauen ferngehalten (ein Meidungsgebot, das in der Region frĂŒher vielfach fĂŒr Flöten oder Schwirrhölzer galt, vgl. das Reibholz lounuat).[33] Hans Fischer (1958) erklĂ€rt jedoch, dass gegenĂŒber Frauen generell keine Verbote gelten, auch wenn die Maultrommel ein „MĂ€nner- und KnabengerĂ€t“ ist. Dennoch verweist Fischer auf eine 1935 aufgezeichnete mythische ErzĂ€hlung aus Bougainville im Gebiet der Buka-Passage. Darin geht es um den Übergang der Maultrommel von einem ursprĂŒnglichen Frauen- zu einem MĂ€nnerinstrument: Eine Frau lockte mit dem Spiel auf ihrer Maultrommel pokopoko einen Mann an. Der Mann spielte den Mundbogen kongkongo, ĂŒber dessen quĂ€kenden Ton sich die Frau beklagte. Also fertigte die Frau aus einem Schilfrohr und einem Faden eine Maultrommel. Als der Mann den schönen Klang hörte, wollte er die Maultrommel haben, die Frau verbarg sie jedoch und wollte sie nicht hergeben. Als die Frau spĂ€ter wieder das schön klingende Instrument spielte, versteckte sich der Mann, verfolgte die Frau, entwendete ihr die Maultrommel und ĂŒberließ ihr dafĂŒr seinen kongkongo. Schließlich heirateten die beiden.[34] Derartige Herkunftsmythen liegen ĂŒblicherweise den vor Frauen geheimgehaltenen Ritualinstrumenten zugrunde.

In einer ErzĂ€hlung mit umgedrehten Geschlechterrollen von den zum Staat Salomonen gehörenden Inseln Mono und Alu ging der HĂ€uptling eines Tages auf die Schweinejagd, bis er in ein Dorf kam, in dem eine Maultrommel spielende Frau namens Kitolo lebte, die sagte, aus dem Meer zu kommen. In der Nacht schlief er bei ihr und kehrte erst am nĂ€chsten Abend zu seinen beiden Frauen zurĂŒck. Beim nĂ€chsten Besuch nahm er Kitolo mit zu sich nach Hause und machte sie zu seiner neuen Frau. Weil nur sie fĂŒr den HĂ€uptling sorgen durfte, waren die anderen Frauen verĂ€rgert und beschwerten sich bei Kitolo, die deshalb ins Meer sprang und ins Dorf ihres Vaters zurĂŒckkehrte. In einer anderen ErzĂ€hlung der Mono-Alu-Tradition wird erklĂ€rt, dass die MĂ€nner frĂŒher die Maultrommel makomako und die Frauen die Panflöte efu spielten. Als ein Mann die Panflöte einer im Garten arbeitenden Frau stahl, nahm die Frau im Gegenzug dessen Maultrommel an sich. Die Geschichte endet ohne weitere Moral.[35]

Eine Tiergeschichte, die Augustin KrĂ€mer 1907 an der OstkĂŒste von Neuirland aufzeichnete, erklĂ€rt, wie die lauten FluggerĂ€usche des Papuahornvogels zustande kommen: als Strafe fĂŒr den Diebstahl der Maultrommel, wobei der Flughund tatsĂ€chlich leise fliegt:[36]

„Der Flughund saß mittags auf einem Baum und spielte die Maultrommel (ngap). Ein Nashornvogel (ngok) sah zu und sagte: ,Wir wollen unsere Maultrommeln (susap) tauschen.‘ Als der Nashornvogel die Maultrommel des Flughundes hatte, flog er weg. Der Flughund weinte. Er sagte zu Tomsitsik (einem kleinen Vogel): ‚Hole doch einen Dorn von der kaukau-Pflanze und stecke ihn dem Nashornvogel nachts in den After!‘ So geschah es. Der Nashornvogel hatte viele Schmerzen und erbrach seinen Kot. Der Flughund bekam nun die Maultrommel des Nashornvogels und daher (beim Fliegen) die GerĂ€usche des Nashornvogels, und der Nashornvogel hat durch seine Maultrommel nun die FlĂŒgelgerĂ€usche des Flughundes.“

Regionale Formen

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Schilfgras Miscanthus floridulus

In einigen Regionen, etwa an der NordkĂŒste von Westneuguinea, wird die Maultrommel von beiden Geschlechtern zur reinen Unterhaltung gespielt. Bei den Eipo im zentralen Hochland Westneuguineas wĂ€chst kein Bambus, weshalb sie Maultrommeln aus dem Schilfgras Miscanthus floridulus herstellen. Die bingkong genannte Maultrommel, die von MĂ€nnern und Jungen gespielt wird, entspricht in Form und Spielweise den Bambusinstrumenten, ist aber schlanker.[37]

Ein Dani-Mann im Baliem-Tal spielt die Bambusmaultrommel pikon.

Einmal im Jahr findet im Baliem-Tal im Hochland von Westneuguinea (Regierungsbezirk Jayawijaya) ein großes Kulturfest statt, bei dem sich die drei im Tal lebenden StĂ€mme Dani, Yali und Lani zu ScheinkĂ€mpfen, TĂ€nzen und Musik treffen. Wettbewerbe finden unter anderem im Bogenschießen, Speerwerfen und im Spiel der Bambusmaultrommel pikon statt. Die pikon ist keilförmig, relativ klein, schlank und besitzt eine Schnur, die an einem Dorn am breiten Ende festgebunden ist. Mit ihr werden die inszenierten KĂ€mpfe, an denen 30 bis 50 MĂ€nner teilnehmen, musikalisch begleitet.[38]

In den zentralen Hochlandregionen von Papua-Neuguinea hat die Brautwerbung einen wesentlichen Anteil am zeremoniellen Leben. Um Mount Hagen in der Western Highlands Province fĂŒhren mehrere Jungen in einer Gruppe jeweils vor einem MĂ€dchen einen Sitztanz auf, begleitet von mĂ€nnlichen SĂ€ngern. Anderswo im Hochland tanzen Jungen und MĂ€dchen paarweise oder Jungen singen vor den MĂ€dchen ohne zu tanzen. Bei den Huli in der Southern Highlands Province tragen Jungen zum selben Zweck Verse vor, spielen einen Mundbogen oder eine Maultrommel. Die Huli stellen ihre Maultrommel (hiriyula, hĂ­riyĂčla, auch hĂ­liyĂčla oder yĂčlambe) aus einer wild wachsenden Bambusart her, die sie mit Asche glĂ€nzend reiben. Zur Brautwerbung tragen die mĂ€nnlichen Huli Verse vor und fĂŒllen die Gesangspausen mit dem Spiel eines ungewöhnlichen zweisaitigen Musikbogens (gawa) oder einer Maultrommel, deren Klang gleichermaßen durch den Mundraum gestaltet wird.[39]

Das im Nordwesten der Southern Highlands Province lebende Volk der Duna fertigt eine rund 30 Zentimeter lange Bambusmaultrommel mit Keilzunge an, deren spitzes Ende mit einer Schnurwicklung zusammengebunden ist.[40] Die luna hat keine Schnur; der Spieler stĂ¶ĂŸt die Basis der Zunge mit einem Finger von oben gegen den Handballen, wĂ€hrend er den Bereich der Zungenspitze zwischen die Lippen hĂ€lt. Die in derselben Provinz lebenden Bosavi sprechen eine nicht verwandte Sprache, nennen aber ihre Maultrommel Ă€hnlich uluna, was auf eine einheitliche Verbreitung des Instrumententyps in der Region schließen lĂ€sst. Die Duna verwendeten neben der schnurlosen luna auch eine Maultrommel mit Schnur Ă€hnlich der hiriyula der Huli. EuropĂ€er fĂŒhrten bei den Duna Anfang des 20. Jahrhunderts eine luna khao („weiße luna“) genannte BĂŒgelmaultrommel aus Metall ein, die wegen ihres vielseitigeren und lauteren Klangs sehr beliebt wurde, jedoch als Ritualinstrument ungeeignet erscheint.[41] Eines der wenigen Musikinstrumente der Duna, das auch von Frauen gespielt wird, ist der Mundbogen alima, ein Wort, das auch „Musikinstrument“ allgemein bedeutet. Maultrommel, Mundbogen und Bambus-Panflöten kuluparapu sind die von den Duna mit dem Mund gespielten Instrumente; als solche erscheinen alle drei fĂŒr eine sprachĂ€hnliche Kommunikation geeignet und werden zur Liebeswerbung verwendet. Alima kann in der Duna-Sprache auch „Freund“ und „Freundschaft“ bedeuten – ein sprachlicher Hinweis auf die musikalische Verwendung des Instruments. Die drei Musikinstrumente besaßen bestimmte Funktionen in der mit gesellschaftlicher Isolation verbundenen Initiationsphase haroli palena der Jungen, die dem Kontakt mit MĂ€dchen vorausging.[42]

Bei den Managalasi in der Oro Province sind eine Rohrflöte (hurisia) mit zwei Fingerlöchern und eine Maultrommel (pupuaha) die einzigen solistisch gespielten Instrumente. Die Maultrommel wird auch hier nur von Jungen gespielt.[43]

Bei den Abelam in der East Sepik Province haben abgesehen von der susap die meisten Musikinstrumente eine rituelle Funktion. Auch die Schlitztrommel garamut wird gelegentlich rituell verwendet. Die Iatmul am mittleren Sepik, deren bekanntestes Musikinstrument die Zeremonialtrommel kundu ist, kennen Mundbogen und Maultrommel als Instrumente fĂŒr die eigene Unterhaltung. MĂ€nner und Frauen spielen Maultrommel im Haus oder draußen beim Gehen.[44]

In den HĂŒgeln sĂŒdlich des mittleren Sepik werden zur Unterhaltung und fĂŒr Rituale mehrere unterschiedlich lange LĂ€ngs- und Querflöten aus Bambus ohne Fingerlöcher, die Schlitztrommel garamut, die Felltrommel kundu und eine Bambusmaultrommel gespielt. In den östlichen Sepik-HĂŒgeln wird eine Maultrommel mit Schnur und in den westlichen HĂŒgeln eine ohne Schnur verwendet. Die kleine Ethnie der Waxei in den östlichen Sepik-HĂŒgeln besitzt die Maultrommel taimbagos, die sie zusammen mit der kundu (genannt waguq) von den benachbarten Kapriman erhielten. Die Maultrommel ist rund 20 Zentimeter lang, schmal, flach und besitzt eine Schnur. Die Spieler ahmen mit ihr zur Unterhaltung Vögel nach.[45] An der NordkĂŒste von Papua-Neuguinea in der Madang Province (Rai Coast) sind die ĂŒblichen Instrumente fĂŒr die Unterhaltungsmusik kundu, LĂ€ngsflöten (Nekgini-Sprache suupi), Schneckenhörner (Nekgini pung), Maultrommeln (tukin) und diverse Rasseln und sonstige Idiophone aus Bambus.[46]

Die hauptsĂ€chlichen Blasinstrumente der Baining (auch Kaulong) im Zentrum von Neubritannien sind eine Bambusflöte und verschiedene Panflöten. Die Baining nennen ihre Maultrommel und einen schwarzen KĂ€fer, der ebenfalls als Musikinstrument verwendet wird, lasikakung. Kinder spießen den KĂ€fer mit einem Bein auf einen Zweig und halten ihn wie eine Maultrommel an den Mund, wĂ€hrend sie die FlĂŒgel des KĂ€fers wie eine Maultrommelzunge mit dem Finger anzupfen. Dadurch entsteht ein mit dem Mundraum verstĂ€rkter Ton der schwingenden FlĂŒgel. Die Kinder spielen damit kurze Melodien zu ihrer Unterhaltung. Eine entsprechende Verwendung dieses KĂ€fers wird auch von anderen Ethnien berichtet.[23]

  • Paul Collaer: Ozeanien. In: Heinrich Besseler, Max Schneider (Hrsg.): Musikgeschichte in Bildern. Band I: Musikethnologie. Lieferung 1. 2. Auflage. Deutscher Verlag fĂŒr Musik, Leipzig 1974
  • Hans Fischer: SchallgerĂ€te in Ozeanien. Bau und Spieltechnik – Verbreitung und Funktion. (Sammlung musikwissenschaftlicher Abhandlungen, Band 36) Verlag Heitz, Baden-Baden 1958 (Nachdruck: Valentin Koerner, Baden-Baden 1974)
  • Kirsty Gillespie: Steep slopes: music and change in the highlands of Papua New Guinea. The Australian National University, ANU E Press, Canberra 2010
  • Adrienne L. Kaeppler, Jacob W. Love (Hrsg.): Garland Encyclopedia of World Music. Band 9: Australia and the Pacific Islands. Routledge, New York 1998
  • Mervyn McLean, Don Niles, Regis Stella, Birgit GrĂŒppel: Susap. In: Laurence Libin (Hrsg.): The Grove Dictionary of Musical Instruments. Band 4. Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 656f
  • Curt Sachs: Die Maultrommel. Eine typologische Vorstudie. In: Zeitschrift fĂŒr Ethnologie, 49. Jahrgang, Heft 4/6, 1917, S. 185–200

Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Hans Fischer, 1958, S. 28
  2. ↑ Paul Collaer, 1974, S. 39
  3. ↑ Regina Plate: Kulturgeschichte der Maultrommel (Orpheus-Schriftenreihe zu Grundfragen der Musik, Band 64). Verlag fĂŒr systematische Musikwissenschaft, Bonn 1992, S. 17, ISBN 3-922626-64-5
  4. ↑ Curt Sachs: The History of Musical Instruments. W. W. Norton & Company, New York 1940, S. 64
  5. ↑ Curt Sachs, 1917, S. 189
  6. ↑ Mervyn McLean: ‘Ukēkē. In: Grove Music Online, 22. September 2015
  7. ↑ Curt Sachs, 1917, S. 190
  8. ↑ Börnstein: Ethnographische BeitrĂ€ge aus dem Bismarck-Archipel. In: Baessler-Archiv. BeitrĂ€ge zur Völkerkunde, Band 5, G.B. Teubner, Leipzig/Berlin 1916, S. 229–256, hier S. 238
  9. ↑ Curt Sachs, 1917, S. 198
  10. ↑ Curt Sachs, 1917, S. 191f
  11. ↑ Laurence Libin: Aáč…kuoc. In: Grove Music Online, 3. September 2014
  12. ↑ Patricia Matusky: Bungkau. In: Grove Music Online, 13. Januar 2015
  13. ↑ JosĂ© Macedo: Afiw. In: Grove Music Online, 1. Juli 2014
  14. ↑ Raymond F. Kennedy: Music of Oceania. In: Music Educators Journal, Band 59, Nr. 2 (Music in World Cultures) Oktober 1972, S. 59–72, hier S. 64
  15. ↑ G. Fritz: Die Chamorro: Eine Geschichte und Ethnographie der Marianen. In: Ethnologisches Notizblatt, Band 3, Heft 3, 1904, S. 25–110, hier S. 60
  16. ↑ Brian Diettrich: “Keeper-of-the-Drum”: Silent Objects and Musical Pasts of Pohnpei, Micronesia. In: The Galpin Society Journal, Band 64, MĂ€rz 2011, S. 219–242, 196f, hier S. 224
  17. ↑ Hans Fischer, 1958, S. 27
  18. ↑ Johannes C. Andersen: Maori Music. In: Transactions and Proceedings of the Royal Society of New Zealand, Band 55, 1924, S. 689–700, hier S. 689
  19. ↑ Jane Freeman Moulin: Gods and Mortals: Understanding Traditional Function and Usage in Marquesan Musical Instruments. In: The Journal of the Polynesian Society, Band 106, Nr. 3, September 1997, S. 250–283, hier S. 275, Fn. 3
  20. ↑ Idioglotte RĂŒbenmaultrommel. Musical Instrument Museums Online
  21. ↑ Jew’s harp. British Museum (Foto einer 24 Zentimeter langen Bambusmaultrommel aus dem Wahgi-Tal, 1986 erworben)
  22. ↑ Paul Collaer, 1974, S. 98, 100
  23. 1 2 3 4 Mervyn McLean, Don Niles, Regis Stella, Birgit GrĂŒppel, 2014, S. 657
  24. ↑ Ernst Frizzi: Ein Beitrag zur Ethnologie von Bougainville und Buka mit spezieller BerĂŒcksichtigung der Nasioi. In: Baessler-Archiv. BeitrĂ€ge zur Völkerkunde, Beiheft 6, B.G. Teubner, Leipzig/Berlin 1914, S. 50
  25. ↑ Jaap Kunst: A Study on Papuan Music, 1931, und The Native Music of Western New Guinea, 1950; wiederveröffentlicht in: Music in New Guinea. Three Studies. Martinus Nijhoff, Den Haag 1967, S. 18, 118
  26. ↑ Jacob W. Love, Neville H. Fletcher: Musical instruments: Idiophones. In: Garland Encyclopedia of World Music, Band 9, 1998, S. 374
  27. ↑ Hans Fischer, 1958, S. 28, zitiert: August Kleintitschen: Mythen und ErzĂ€hlungen eines Melanesierstammes aus Paparatava, Neupommern, SĂŒdsee: gesammelt und versehen mit Einleitungen und ErklĂ€rungen. Verlag der Administration des Anthropos, St. Gabriel Mödling bei Wien 1924, S, 152; gekĂŒrzt in: Wolfgang Laade, 1975, S. 274f
  28. ↑ Hans Fischer, 1958, S. 28f; Jacob W. Love, Neville H. Fletcher: Musical instruments: Idiophones. In: Garland Encyclopedia of World Music, Band 9, 1998, S. 374
  29. ↑ Vida Chenoweth: Musical Instruments of Papua New Guinea. Summer Institute of Linguistics, Ukarumpa (PNG) 1976, S. 18
  30. ↑ Regina Plate, 1972, S. 113
  31. ↑ Joseph Francis Rock: The Romance of K’a-MĂ€-Gyu-Mi-Gkyi. In: Bulletin de l’École Française d’ExtrĂȘme-Orient, Band 46, Heft 2. Imprimerie Nationale, Paris 1954, S. 1–120, hier S. 2f
  32. ↑ Geza Roheim: Children's Games and Rhymes in Duau (Normanby Island). In: American Anthropologist. New Series, Band 45, Nr. 1, Januar–MĂ€rz 1943, S. 99–119, hier S. 99
  33. ↑ Vida Chenoweth: Highland Region of Papua New Guinea: Eastern Highlands Province. In: Garland Encyclopedia of World Music, Band 9, 1998, S. 531
  34. ↑ Hans Fischer, 1958, S. 28, und Wolfgang Laade, 1975, zitieren: Beatrice Blackwood: Both Sides of Buka Passage: An Ethnographic Study of Social, Sexual and Economic Questions in the North-western Solomon Islands. Clarendon Press, Oxford 1935, S. 413
  35. ↑ Wolfgang Laade: Musik der Götter, Geister und Menschen. Die Musik in der mythologischen, fabulierenden und historischen Überlieferung der Völker Afrikas, Nordasiens, Amerikas und Ozeaniens. Eine Quellensammlung mit 28 Abbildungen. (Sammlung musikwissenschaftlicher Abhandlungen, Band 58) Valentin Koerner, Baden-Baden 1975, S. 265f; zitiert: Gerald Camden Wheeler: Mono Alu Folklore: Bougainville Strait, Western Solomon Island. London 1926, S. 189f, 216
  36. ↑ Hans Nevermann: Tiergeschichten und mythische StammbĂ€ume aus Neumecklenburg aus dem Nachlaß Augustin KrĂ€mers. In: Zeitschrift fĂŒr Ethnologie, Band 81, Heft 2, 1956, S. 180–187, hier S. 180
  37. ↑ Vida Chenoweth, Kathleen Van Arsdale, Artur Simon: Irian Jaya Province of Indonesia. In: Garland Encyclopedia of World Music, Band 9, 1998, S. 582, 592
  38. ↑ Images: People of Baliem. The Jakarta Post, 28. Januar 2016
  39. ↑ Vida Chenoweth: Highland Region of Papua New Guinea: Eastern Highlands Province. In: Garland Encyclopedia of World Music, Band 9, 1998, S. 537
  40. ↑ Luna (mouth-plucked lamellophone). Art Gallery of NSW, Sydney (Foto einer 1967 erworbenen luna)
  41. ↑ Kirsty Gillespie, 2010, S. 40, 43–45, 47, 59
  42. ↑ Kirsty Gillespie, 2010, S. 41, 46f
  43. ↑ Vida Chenoweth: Papuan Region of Papua New Guinea: Mangalasi. In: Garland Encyclopedia of World Music, Band 9, 1998, S. 503
  44. ↑ Gordon Donald Spearritt: Mamose Region of Papua New Guinea: Iatmul. In: Garland Encyclopedia of World Music, Band 9, 1998, S. 549
  45. ↑ Yoichi Yamada: Mamose Region of Papua New Guinea: Sepik Hills. In: Garland Encyclopedia of World Music, Band 9, 1998, S. 549, 560
  46. ↑ Robert Reigle: Mamose Region of Papua New Guinea: The Rai Coast. In: Garland Encyclopedia of World Music, Band 9, 1998, S. 563