UNIVAC II
Die UNIVAC II war ein in den USA hergestellter GroĂrechner der Baureihe Universal Automatic Calculator.
Die UNIVAC II war eine Weiterentwicklung der UNIVAC I. Ausgebaut wurde vor allem der Hauptspeicher auf 2.000 bis 10.000 Maschinenworte, UNISERVO II MagnetbÀnder, welche entweder die alten UNIVAC I MagnetbÀnder oder die neuen auf Mylar basierenden BÀnder benutzen konnten. Einige Schaltkreise wurden auf der Basis von Transistoren implementiert (die UNIVAC II war immer noch röhrenbasiert). Die UNIVAC II war vollstÀndig kompatibel zur UNIVAC I, dies sowohl in Bezug auf die Programminstruktionen als auch die Datenstrukturen.


Eigenschaften
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Interne Numerische Kodierung: binÀr codiertes Zehnersystem
- Maschinenwort: 36 bits
- Instruktionscode: 41 Bits, gegliedert in 4 Felder (Opcode, B-Register, A-Register, Bx-Limit)
- Arithmetisches System: Festkommazahl
- 5200 Vakuumröhren
- 18.000 Kristalldioden
- 120 Transistoren
- Stromverbrauch: 124,7 kW
- Höhe: 2,6 m
- LĂ€nge: 4,4Â m
- Gewicht: 7257Â kg
- Trommelspeicher Ă 10.000 Maschinenworte
- MagnetbÀnder UNISERVO-II 100 in/sec
- Keyboard
- Lochkarten nach Magnetbandkonvertierer 240 Karten/Minute
- Papier nach Magnetbandkonvertierer 200 Zeichen/Sekunde
Kunden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die UNIVAC II wurde bei verschiedenen Kunden eingesetzt: Bei der US Navy, welche die Maschine zur Inventarverwaltung benutzte, dem US Department of Agriculture, welche die Maschine fĂŒr Berechnungen und Transaktionsverwaltung im Rahmen des âGrain Price Support Programsâ in 31 Bundesstaaten verwendete, der Metropolitan Life Insurance Company, welche vier Maschinen besaĂ und die Maschinen zur Gehaltsabrechnung, Debitorenbuchhaltung, Rechnungstellung und sonstigen versicherungstechnischen Berechnungen einsetzte, der Pacific Life Insurance Company mit Ă€hnlichem Einsatzgebiet wie bei der Metropolitan Insurance, sowie bei der United States Steel Corporation, welche die Maschine zur Lösung von mathematischen Aufgabenstellungen verwendete.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Martin H. Weik: Universal Automatic Computer Model II. In: A Third Survey of Domestic Electronic Digital Computing Systems. Report No. 1115. Ballistic Research Laboratories, Aberdeen Proving Ground, Maryland, MĂ€rz 1961, S. 992â1001 (englisch).