Volkskunde
Volkskunde ist eine Kultur- und Sozialwissenschaft, die sich vorwiegend mit der Geschichte und Gegenwart von Erscheinungen der menschlichen Alltags- und PopulĂ€rkultur beschĂ€ftigt. An deutschsprachigen Hochschulen wird das Fach auch gefĂŒhrt als EuropĂ€ische Ethnologie, Vergleichende Kulturwissenschaft, Empirische Kulturwissenschaft, PopulĂ€re Kulturen oder als Kulturanthropologie (was ihm die scherzhafte Bezeichnung âVielnamenfachâ eingetragen hat[1][2]), wobei die Umbenennungen auch einen Neuorientierungsprozess weg von der traditionellen Volkskunde bedeuteten.[3] Der Schwerpunkt liegt dabei im europĂ€ischen Milieu, wobei Prozesse wie Globalisierung oder Transnationalisierung den Blick ĂŒber die Grenzen Europas hinaus notwendig machen. Dabei ergeben sich Ăberschneidungen mit den weltweit forschenden Fachrichtungen, beispielsweise der Ethnologie (Völkerkunde) und der Sozialanthropologie.
Gegenstandsbereich
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Volkskunde untersucht kulturelle PhĂ€nomene der materiellen Kultur (etwa ArbeitsgerĂ€te, BrĂ€uche, Volkslieder) sowie die subjektiven Einstellungen der Menschen zu diesen. Die Arbeitsfelder des so genannten traditionellen Kanons (etwa Brauch, Volkslied, Sage, Hausforschung) mit ihrem Fokus auf lĂ€ndliche Bevölkerungsschichten standen lange im Mittelpunkt volkskundlicher Forschung. Seit ihrer Neuorientierung in den 1960er- und 1970er-Jahren versteht sich die Volkskunde als eine Kulturwissenschaft, die Kultur in einem weiten und dynamischen Sinn als den gesamten Lebenszusammenhang einer bestimmten (sozialen, religiösen oder ethnischen) Gesellschaft oder gesellschaftlichen Gruppe versteht. Durch ihre Quellenvielfalt (empirische Methoden, Bildanalyse, Objektanalyse, schriftliche Quellen) kann so der rĂ€umliche, soziale und historische Kontext stets mit berĂŒcksichtigt werden.
Aufgrund der FĂŒlle an KulturphĂ€nomenen gibt es eine groĂe Anzahl volkskundlicher Arbeitsfelder: Arbeiter-, Bild-, Brauchforschung, ErzĂ€hl-, Familien-, Gemeinde- und Stadt(teil-)forschung, GerĂ€te-, Geschlechter- (oder Frauenforschung), Interethnische Forschung, Kleidungs- (ursprĂŒnglich Trachtenforschung), Leser- und Lesestoff-Forschung, Lied- und Musikforschung, Medien-, Medialkultur-, Nahrungsforschung, Reise- und Tourismusforschung, Volksfrömmigkeits- sowie Volksschauspielforschung. Weitere Schwerpunkte sind u. a. Bodylore, Interkulturelle Kommunikation, Rechtliche Volkskunde, Wohnen und Wirtschaften sowie Museologie und Sachkulturforschung.
Museen stellen nach wie vor eines der wichtigsten volkskundlichen Arbeitsfelder dar. Die Forschungsergebnisse werden dabei in einigen Museumsarten entweder als Schwerpunkte prÀsentiert u. a. in Volkskundemuseen, Freilichtmuseen, Heimatmuseen, Bauernhofmuseen oder bilden einen wichtigen Bestandteil beispielsweise in vielen Regional-, Landes- und Nationalmuseen.
Meist von Problemen der Gegenwart ausgehend, ohne sich jedoch auf solche zu beschrĂ€nken, thematisiert sie Kulturkontakte, -entwicklungen oder -strömungen und geht dabei sowohl empirisch als auch hermeneutisch vor. Die BeschĂ€ftigung mit Fragen des beschleunigten Wissenstransfers, der gesellschaftlichen MobilitĂ€t, der MultikulturalitĂ€t und des Kulturtransfer sowie der Migration, Integration und Ausgrenzung sind einige Beispiele fĂŒr moderne Forschungsthemen.
Wichtige Nachbardisziplinen der Volkskunde sind im gegenstĂ€ndlichen Bereich Literatur-, Kunst- und Musikwissenschaft; bezĂŒglich der Betrachtungsweise Kultur-, Alltags-, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Geographie, Kultursoziologie und Sozialpsychologie; hinsichtlich des Forschungsziels Ethnologie, Kulturanthropologie sowie, teilweise, die Politikwissenschaft. Im Schnittbereich zur Rechtsgeschichte ist die Rechtliche Volkskunde angesiedelt.
Methoden
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Mit der Vielfalt der Forschungsfelder geht ein methodenpluralistischer Ansatz einher. Dieser umfasst die archivalische Quellenforschung und die Analyse materieller Kultur ebenso wie die Bildforschung, die Foto- und Filmanalyse sowie die Diskurs- und die Medienanalyse. Als Wissenschaft mit vor allem empirischer Vorgehensweise verwendet sie auĂerdem qualitative Methoden, wie die Feldforschung und die Teilnehmende Beobachtung sowie wissenschaftliche Interviews, wie das narrative Interview oder Oral History.
Fachgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]AnfÀnge in der Moderne
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Als zur Zeit des Humanismus in Deutschland die Germania des Tacitus von Gelehrten wiederentdeckt wurde, begann man sich auch fĂŒr die LebensumstĂ€nde des âeinfachen Volkesâ zu interessieren, indem man die Inhalte seines Werkes mit der Gegenwart verglich. Wie viele andere geisteswissenschaftliche FĂ€cher entstand auch die Volkskunde aus den am Beginn der Moderne maĂgeblichen Strömungen AufklĂ€rung und Romantik. Im Zusammenhang mit der AufklĂ€rung entstand um 1750 die Kameralistik, Statistik und Staatenkunde. Sie sah ihre Aufgabe in einer umfassenden Landesbeschreibung, die dem absolutistischen Herrscher detailliertes Wissen ĂŒber dessen LĂ€nder und Bevölkerung im Sinne der bestmöglichen Regierbarkeit und Optimierung der Wirtschaftlichkeit liefern sollte. Im Umkreise der Statistik kam um 1780 die Bezeichnung Volks- und Völkerkunde erstmals auf â die frĂŒhste belegbare BegriffserwĂ€hnung stammt aus der Hamburger Zeitschrift Der Reisende von 1782 â beide Begriffe wurden anfangs als Synonym verwendet. Nachhaltig prĂ€gend wirkte die Romantik, deren Suche nach NatĂŒrlichem, Authentischem und Nationalem eine intensive Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte und Vergangenheit forderte. Hierauf fuĂt das frĂŒhe Interesse beispielsweise an Mythologie, Poesie, MĂ€rchen, Sagen oder Volksliedern, wobei Johann Gottfried Herder theoretische Grundlagen und Konzepte lieferte. Wichtige Vertreter dieser Phase sind beispielsweise Achim von Arnim, Clemens Brentano oder die BrĂŒder Grimm.
So verstanden ist die Volkskunde sowohl ein Produkt als auch ein Symptom der Moderne: Die durch die Industrialisierung beschleunigten und oft als Bedrohung empfundenen gesellschaftlichen und kulturellen VerĂ€nderungen fĂŒhrten zu einer BeschĂ€ftigung mit scheinbar stabilen Elementen in der Kultur, die man hauptsĂ€chlich im lĂ€ndlichen Milieu zu finden glaubte.
Volkskunde im 19. Jahrhundert
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begann sich das Fach zu institutionalisieren: 1852 rief Hans von und zu AufseĂ das Germanische Nationalmuseum in NĂŒrnberg fĂŒr kulturgeschichtliche Sammlungen des Mittelalters sowie der frĂŒhen Neuzeit ins Leben. Sechs Jahre spĂ€ter (1858) begann Wilhelm Heinrich Riehl sich mit seinem programmatischen Vortrag âdie Volkskunde als Wissenschaftâ fĂŒr eine Disziplin starkzumachen. Obwohl seine Involviertheit in der Bildung einer Fachdisziplin fragmentarisch blieb und er bis heute eine umstrittene Figur innerhalb der Fachgeschichte darstellt, haben sich Zweige volkskundlicher Fragestellungen im 19. und anfĂ€nglichen 20. Jahrhundert an seiner Programmatik orientiert. Diese sieht Volk als organologische Einheit, die es systematisch zu erforschen gilt.[4] Mit dem Volk als naturgegebenes Konzept wandte sich die Volkskunde immer mehr von einer aufgeklĂ€rten zu einer romantischen Wissenschaft hin, die nach einer volkstĂŒmlichen Lebensweise suchte, die es so niemals gab. Dies kann als erste Tendenz zum Nazismus gesehen werden, wobei es jedoch auch KontinuitĂ€ten und BrĂŒche bei dieser historischen Betrachtung gibt.[5]
Gut drei Jahrzehnte darauf (1889) grĂŒndete Rudolf Virchow in Berlin das (spĂ€tere) Museum fĂŒr Deutsche Volkskunde, das heute Museum EuropĂ€ischer Kulturen heiĂt; im Jahr darauf (1890) grĂŒndete Karl Weinhold, ebenfalls in Berlin, den ersten Verein fĂŒr Volkskunde, der ab 1891 die Zeitschrift fĂŒr Volkskunde herausgab. Weitere Vereine und Museen entstanden in Ăsterreich, Bayern und der Schweiz. Im Jahr 1919 wurde die Volkskunde schlieĂlich zu einem universitĂ€ren Lehrfach. Otto Lauffer erhielt den ersten volkskundlichen Lehrstuhl im Deutschen Reich an der UniversitĂ€t Hamburg, aber der erste (damals noch unbezahlte) Professor fĂŒr Volkskunde im deutschen Sprachraum wurde 1931 Viktor von Geramb an der Karl-Franzens-UniversitĂ€t in Graz.
Volkskunde im 20. Jahrhundert
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Volkskunde bis in die 1930er Jahre
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]GrundsĂ€tzliche Fragen â zum Beispiel nach einer Definition fĂŒr Volk oder nach der Entstehung volkstĂŒmlicher KulturgĂŒter â wurden erstmals 1900 in Basel von Eduard Hoffmann-Krayer, John Meier und anderen erlĂ€utert.[6] Anfang der 1920er Jahre formulierte Hans Naumann seine darauf aufbauende Theorie vom gesunkenen Kulturgut und primitiven Gemeinschaftsgut. Wie Hoffmann-Krayer vertrat Naumann eine Zweischichtentheorie â anders als jener glaubte er jedoch, dass wesentliche Erscheinungsformen kulturellen Lebens stets von gehobenen sozialen Schichten geschaffen und von niedrigeren lediglich ĂŒbernommen werden.
Auf dem Feld der ErzĂ€hlforschung war die Finnische Schule fĂŒr die erste JahrhunderthĂ€lfte tonangebend. Die Kulturraumforschung konnte sich ab 1926 vom Rheinland aus in groĂen Teilen des deutschen Sprachraums etablieren. Ende der 1920er Jahre bereicherte die Schwietering-Schule mit ihrer soziologisch-funktionalistischen Betrachtungsweise die Volkskunde. Eine eher psychologische Herangehensweise vermittelte Adolf Spamer von 1936 an in Berlin.
Ein bekannter Volkskundler war auch Joseph Klapper (1880â1967), geboren in Habelschwerdt (Bystrzyca KĆodzka). Er widmete sein Augenmerk auf Schlesien. Im Jahr 1925 erschien sein Buch Schlesische Volkskunde,[7] 1952 neu aufgelegt im Stuttgarter Brentanoverlag.
Volkskunde in der Zeit des Nationalsozialismus
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]In der Zeit des Nationalsozialismus wurde eine rassistisch und volkserzieherische Volkskunde, die ihren Anspruch auf Wissenschaftlichkeit völlig verlor, zur dominierenden Lehre. Ăltere Vorstellungen eines dauerhaften, in Rasse und Lebensraum wurzelnden National- und Stammescharakters, wie sie unter anderem von Martin WĂ€hler vertreten wurden, kamen dieser Instrumentalisierung entgegen. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde vor allem von soziologischer Seite die Forderung laut, dem Fach seine EigenstĂ€ndigkeit abzuerkennen.[8]
Der Nationalsozialismus hatte die Institutionalisierung des Faches grundlegend vorangetrieben. 1933 gab es erst eine ordentliche und eine auĂerordentliche Professur fĂŒr Volkskunde in Hamburg und Dresden. Bis 1945 verfĂŒgten so gut wie alle UniversitĂ€ten in Deutschland ĂŒber Professuren in der Volkskunde. Die Institutionalisierung wĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges stellte also eine Grundlage des Weiterbestehens des Faches nach 1945 dar.[9]
Volkskunde in der Nachkriegszeit und Neupositionierung in den 1960/70ern
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Eine neue Hoffnung brachte jedoch bereits 1946 Richard Weissâ Volkskunde der Schweiz mit sich, und zwar aufgrund seiner (fĂŒr die damalige Zeit ĂŒberaus beispielhaften) psychologisch-funktionellen Sichtweise. In der Bundesrepublik Deutschland und ebenso in Ăsterreich tat man sich in der Folgezeit ungeachtet dessen schwer, die Instrumentalisierung des eigenen Faches durch die Nationalsozialisten kritisch zu reflektieren. Nicht zuletzt deshalb erschien es einzelnen Instituten wichtiger, den Gegenstandsbereich der Volkskunde neu zu definieren oder zu ergĂ€nzen. So stellte Hermann Bausinger in seiner 1961 publizierten Arbeit Volkskultur in der technischen Welt das SelbstverstĂ€ndnis des Faches als Erforschung vor allem bĂ€uerlicher Traditionen und Kulturinhalte in Frage. Insbesondere sei der Begriff Volkskultur zu hinterfragen, da er eine scheinbar unverĂ€nderliche, ursprĂŒngliche Kultur postuliere. Im Anschluss an Bausingers Kritik entwickelten sich neue ForschungsansĂ€tze und -schwerpunkte, die vor allem den Bereich der zeitgenössischen Alltagskultur in den Fokus brachten. Konrad Köstlin kritisierte allerdings, dass diese âmoderne Volkskundeâ in vielen FĂ€llen lediglich eine idealisierende Darstellung der Arbeiterschicht (als TrĂ€ger der Volkskultur) gebracht hĂ€tte, wĂ€hrend man andererseits den âaltenâ Volkskundlern vorwerfe, die bĂ€uerliche Kultur idealisiert zu haben â die isolierte Betrachtungsweise, so Köstlin, sei aber in beiden FĂ€llen die gleiche.[10]
Im Jahr 1970 fand die Arbeitstagung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Volkskunde (DGV) in Falkenstein (Falkensteiner Tagung) statt, hierbei wurde kritisch ĂŒber Theorien, das SelbstverstĂ€ndnis, die Fachgeschichte und bislang tragende volkskundliche Grundbegriffe wie Volk, Stamm, Gemeinschaft, Tradition, KontinuitĂ€t und Sitte diskutiert, mit dem Ergebnis einer Neupositionierung und eines Paradigmenwechsels: Man lehnte das damalige VerstĂ€ndnis von âVolkskulturâ ab und wollte stattdessen stĂ€rker gegenwartsbezogen forschen und sich soziokulturellen Problemen widmen. Zudem bildeten sich zwei Positionen bezĂŒglich des wissenschaftlichen Umgangs mit dem Begriff âKulturâ. Die Fachvertreter des ehemaligen Instituts fĂŒr Volkskunde in TĂŒbingen, das zu diesem Zeitpunkt bereits in das Institut fĂŒr empirische Kulturwissenschaft umbenannt worden war, plĂ€dierten fĂŒr die Soziologie als neue Leitdisziplin. Die Vertreter des Institutes in Frankfurt am Main hingegen betonten die inhaltliche NĂ€he der Volkskunde zu ethnologischen Disziplinen wie der Ethnologie (Völkerkunde) und der angelsĂ€chsischen Cultural Anthropology. Mehrheitlich schloss man sich der ersten Gruppe an, innerhalb derer Kultur nun primĂ€r als Regulationsmodell des Alltags verstanden wird. Manifestiert hat sich diese Diskussion in der (im Ăbrigen bis heute andauernden) Debatte darĂŒber, wie das Fach neu zu benennen sei, um solchermaĂen auch nach auĂen hin ein Signal der selbst verordneten Neuorientierung zu setzen. Institutsumbenennungen waren die Konsequenz: Berlin, Freiburg, Marburg und Wien entschieden sich fĂŒr EuropĂ€ische Ethnologie, Frankfurt am Main fĂŒr Kulturanthropologie und EuropĂ€ische Ethnologie, Göttingen fĂŒr Kulturanthropologie/EuropĂ€ische Ethnologie, TĂŒbingen fĂŒr Empirische Kulturwissenschaft, Regensburg fĂŒr Vergleichende Kulturwissenschaft. Andernorts belieĂ man es bei dem alten Namen oder wĂ€hlte eine Doppelbezeichnung, zum Beispiel Volkskunde/EuropĂ€ische Ethnologie in MĂŒnchen und MĂŒnster, Volkskunde/Kulturgeschichte in Jena, EuropĂ€ische Ethnologie/Volkskunde in Innsbruck, WĂŒrzburg und Kiel, Kulturanthropologie/Volkskunde in Mainz sowie Volkskunde und Kulturanthropologie in Graz. Derzeit gibt es 28 UniversitĂ€tsinstitute im deutschen Sprachraum (Stand: 2005). Die Deutsche Gesellschaft fĂŒr Empirische Kulturwissenschaft (DGEKW), die 1963 in Marburg im Sinne der Volkstumsforschung gegrĂŒndet wurde, fĂŒhrt nach eigenen Angaben die Arbeit des Verbandes der Vereine fĂŒr Volkskunde (gegrĂŒndet 1904) fort.[11]
GegenwÀrtige Situation
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Volkskunde wird an deutschsprachigen Hochschulen als eigenstĂ€ndiges Fach auch unter den Namen EuropĂ€ische Ethnologie, Kulturanthropologie oder empirische Kulturwissenschaft gefĂŒhrt, weswegen Volkskunde auch mit dem von Gottfried Korff geprĂ€gten Begriff âVielnamenfachâ benannt wird.[12] GegenwĂ€rtig existieren an 21 deutschen UniversitĂ€ten insgesamt 37 LehrstĂŒhle fĂŒr Volkskunde.[13] Die Volkskunde gehört somit zu den sogenannten kleinen FĂ€chern (siehe auch Liste der Kleinen FĂ€cher).
Die Volkskunde untersucht das Andere in der eigenen (deutschen oder europĂ€ischen) Kultur. Betont werden bei einer volkskundlichen Herangehensweise PhĂ€nomene der Alltagskultur. Der Schwerpunkt liegt dabei im europĂ€ischen Raum, wobei Prozesse wie Globalisierung oder Transnationalisierung den Blick ĂŒber die Grenzen Europas hinweg notwendig gemacht und zu einer gröĂeren Schnittmenge mit der Ethnologie gefĂŒhrt haben. Diese bis heute anhaltenden inhaltlichen wie methodischen AnnĂ€herungen haben in den letzten Jahren zu Debatten um die Demarkationslinien der sozial- und kulturwissenschaftlichen FĂ€cher gefĂŒhrt.[14]
Anders als die Bezeichnung EuropĂ€ische Ethnologie vermuten lĂ€sst, ist das Fach jedoch bis heute ausschlieĂlich im deutschen Sprachraum verankert. Der griechische Volkskundler und Philologe Nikolaos Politis (1852â1921) hat den Neologismus Laographie (von griechisch ÎαογÏαÏία: Folkloristik) geprĂ€gt. Er entspricht in etwa der deutschen Volkskunde als Integrationsbegriff der Kulturforschung.[15] Die Folkloristik wird im griechischen Sprachraum u. a. als Studium kleiner Gruppen von Menschen in ihrer natĂŒrlichen Umgebung begriffen (vergleiche Ethnographie) und untersucht Sitten und BrĂ€uche als prĂ€gend fĂŒr einen Ort und seine Kultur.
Themenfelder
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]GegenwĂ€rtige beschĂ€ftigen sich Vertreter des Faches mit folgenden Themen, die auch in Kommissionen[16] der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Empirische Kulturwissenschaft (ehem. Deutsche Gesellschaft fĂŒr Volkskunde)[17] reprĂ€sentiert sind (Stand: 2022):
- Kommission Arbeitskulturen
- Kommission (fĂŒr) Digitale Anthropologie (ehem. Digitalisierung im Alltag)
- Kommission ErzÀhlforschung
- Kommission EuropÀisierung/Globalisierung: Ethnografien des Politischen
(Europeanisation/Globalisation: Anthropology of Policy) - Kommission (fĂŒr) Film und audiovisuelle Anthropologie
- Kommission (fĂŒr) Fotografie
- Kommission Frauen- und Geschlechterforschung (Gender Studies)
- Netzwerk Gesundheit und Kultur in der volkskundlichen Forschung
- Kommission Kulturanalyse des LĂ€ndlichen
- Kommission (fĂŒr) kulturelle Kontexte des östlichen Europa (ehem. deutsche und osteuropĂ€ische Volkskunde)
- Kommission Kulturen populĂ€rer Unterhaltung und VergnĂŒgung
- Arbeitsgruppe Migration und Museum
- Kommission MobilitÀten_Regime
(bis 2016: Kommission Tourismusforschung) - Kommission (zur Erforschung) musikalische(r) Volkskulturen
(bis 2012: Kommission fĂŒr Lied-, Musik- und Tanzforschung) - Kommission (fĂŒr) OstjĂŒdische Volkskunde (2012 stillgelegt)
- Kommission (fĂŒr) ReligiositĂ€t und SpiritualitĂ€t
- Kommission Sachkulturforschung und Museum
(bis 2012: Arbeitsgruppe fĂŒr Sachkulturforschung und Museum, vormals Arbeitsgruppe Kulturhistorischer Museen oder Arbeitsgruppe kulturgeschichtliche Museen)
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]EinfĂŒhrungen
- Peter Assion: Fachprosaforschung und Volkskunde. In: Gundolf Keil, Peter Assion (Hrsg.): Fachprosaforschung. Acht VortrĂ€ge zur mittelalterlichen Artesliteratur. Berlin 1974, S. 140â166.
- Hermann Bausinger, Utz Jeggle, Gottfried Korff, Martin Scharfe: GrundzĂŒge der Volkskunde. 4., durchgesehene und erweiterte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999, ISBN 3-534-14230-6.
- Rolf Wilhelm Brednich (Hrsg.): GrundriĂ der Volkskunde. EinfĂŒhrung in die Forschungsfelder der EuropĂ€ischen Ethnologie. 3. Auflage. Reimer, Berlin 2001, ISBN 3-496-02705-3.
- Helge Gerndt: Studienskript Volkskunde. Eine Handreichung fĂŒr Studierende (= MĂŒnchner BeitrĂ€ge zur Volkskunde. Band 20). 3. Auflage. Waxmann, MĂŒnster u. a. 1997, ISBN 3-89325-508-7.
- Silke Göttsch, Albrecht Lehmann (Hrsg.): Methoden der Volkskunde. Positionen, Quellen, Arbeitsweisen der EuropÀischen Ethnologie. Reimer, Berlin 2001, ISBN 3-496-02704-5.
- Sabine Hess, Johannes Moser, Maria Schwertl (Hrsg.): EuropÀisch-ethnologisches Forschen. Neue Methoden und Konzepte. Dietrich Reimer Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3-496-02850-5.
- Ueli Gyr: Volkskunde. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
- Wolfgang Jacobeit (Hrsg.): Völkische Wissenschaft. Gestalten und Tendenzen der deutschen und österreichischen Volkskunde in der ersten HÀlfte des 20. Jahrhunderts. Böhlau, Wien u. a. 1994, ISBN 978-3-205-98208-1.
- Wolfgang Kaschuba: EinfĂŒhrung in die EuropĂ€ische Ethnologie. 2. Auflage. Beck, MĂŒnchen 2003, ISBN 3-406-50462-0.
- Ingeborg Weber-Kellermann, Andreas C. Bimmer, Siegfried Becker: EinfĂŒhrung in die Volkskunde/EuropĂ€ische Ethnologie. Eine Wissenschaftsgeschichte (= Sammlung Metzler. Band 79). 3. Auflage. Metzler, Stuttgart / Weimar 2003, ISBN 3-476-13079-7.
- Dieter Kramer: EuropÀische Ethnologie und Kulturwissenschaften. (= Grazer BeitrÀge zur europÀischen Ethnologie. Band 15). Jonas Verlag, Marburg 2013, ISBN 978-3-89445-472-2.
- Richard Weiss: Volkskunde der Schweiz. Grundriss. 3., unverĂ€nderte Auflage. Rentsch, ZĂŒrich/SchwĂ€bisch Hall 1984, ISBN 3-7249-0567-X.
- GĂŒnter Wiegelmann, Matthias Zender, Gerhard Heilfurth (Hrsg.): Volkskunde. Eine EinfĂŒhrung (= Grundlagen der Germanistik. Band 12). Berlin 1977, ISBN 978-3-503-00578-9.
- Harm-Peer Zimmermann (Hrsg.): Empirische Kulturwissenschaft, europĂ€ische Ethnologie, Kulturanthropologie, Volkskunde. Leitfaden fĂŒr das Studium einer Kulturwissenschaft an deutschsprachigen UniversitĂ€ten. Deutschland â Ăsterreich â Schweiz. Jonas, Marburg 2005, ISBN 3-89445-351-6.
Diskussionen zur Orientierung des Faches
- Hermann Bausinger: Neue Themen, neuer Name â 50 Jahre Empirische Kulturwissenschaft. In: SchwĂ€bische Heimat. 72. Jahrgang, Heft 2. SchwĂ€bischer Heimatbund, Stuttgart 2021, ISSN 0342-7595, S. 22â27 (Online).
- Helge Gerndt: Kulturwissenschaft im Zeitalter der Globalisierung. Volkskundliche Markierungen. (= MĂŒnchner BeitrĂ€ge zur Volkskunde. Band 31). Waxmann, MĂŒnster/New York u. a. 2002, ISBN 978-3-8309-1180-7.
- Irene Götz, Johannes Moser, Moritz Ege, Burkhart Lauterbach (Hrsg.): EuropĂ€ische Ethnologie in MĂŒnchen. Ein kulturwissenschaftlicher Reader. (= MĂŒnchner BeitrĂ€ge zur Volkskunde. Band 42). Waxmann, MĂŒnster/New York u. a. 2015, ISBN 978-3-8309-3199-7.
- Johannes Moser, Irene Götz, Moritz Ege (Hrsg.): Zur Situation der Volkskunde 1945â1970. Orientierungen einer Wissenschaft zur Zeit des Kalten Krieges. (= MĂŒnchner BeitrĂ€ge zur Volkskunde. Band 43). Waxmann, MĂŒnster/New York u. a. 2015, ISBN 978-3-8309-3258-1.
- Peter NiedermĂŒller: EuropĂ€ische Ethnologie. Deutungen, Optionen, Alternativen. In: Konrad Köstlin, Peter NiedermĂŒller, Herbert Nikitsch (Hrsg.): Die Wende als Wende? Orientierungen EuropĂ€ischer Ethnologen nach 1989. (= Veröffentlichungen des Instituts fĂŒr EuropĂ€ische Ethnologie der UniversitĂ€t Wien. Band 23). Wien 2002, S. 27â62.
- Martin Scharfe: Signaturen der Kultur. Studien zum Alltag & zu seiner Erforschung. Jonas, Marburg 2011, ISBN 978-3-89445-459-3.
Atlanten
- Atlas der deutschen Volkskunde.
- Atlas der Schweizerischen Volkskunde. (GegrĂŒndet von Paul Geiger und Richard Weiss, weitergefĂŒhrt von Walter Escher, Elsbeth Liebl und Arnold Niederer). Schweizerische Gesellschaft fĂŒr Volkskunde, Basel 1950â1995, ISBN 978-3-908122-02-9.
Nachschlagewerke
- EnzyklopĂ€die des MĂ€rchens. Handwörterbuch zur historischen und vergleichenden ErzĂ€hlforschung. 15 BĂ€nde. De Gruyter, Berlin 1977â2015, DNB 550874852.
- Handbuch der Deutschen Volkskunde. 3 BĂ€nde. Athenaion, Potsdam ca. 1935â1938, DNB 56054734X (Digitalisate: Band 1, Band 2, Band 3 im Internet Archive).
- Handbuch der schweizerischen Volkskunde. 3 BĂ€nde. Offizin, ZĂŒrich 1992, ISBN 978-3-907495-36-0.
- Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens. BĂ€nde 1â10. Nachdruck der Ausgabe de Gruyter, Berlin/Leipzig 1941. De Gruyter, Berlin/New York 1987, ISBN 978-3-11-011194-1 (Digitalisat im Internet Archive).
- Historisch-kritisches Liederlexikon. Internet-Publikation, Work in progress seit 2007 (Online).
- Wörterbuch der deutschen Volkskunde. (= Kröners Taschenausgabe. Band 127). BegrĂŒndet von Oswald Adolf Erich und Richard Beitl. 3. Auflage, neu bearbeitet von Richard Beitl unter Mitarbeit von Klaus Beitl. Kröner, Stuttgart 1974, ISBN 3-520-12703-2.
SammelbÀnde, Sammelwerke und Anthologien
- Fritz Boehm, John Meier (Hrsg.): Volkskundliche Studien. Friedrich Schmidt-Ott zum 70. Geburtstag dargebracht. (Herausgegeben von). Walter de Gruyter, Berlin/Leipzig 1930, DNB 361738471.
- Wolfgang BrĂŒckner: Volkskunde als historische Kulturwissenschaft. 16 BĂ€nde. Lehrstuhl fĂŒr EuropĂ€ische Ethnologie/Volkskunde an der Julius-Maximilians-UniversitĂ€t WĂŒrzburg, WĂŒrzburg 2000â2018, DNB 976917785.
Periodika
- Alltag â Kultur â Wissenschaft. BeitrĂ€ge zur EuropĂ€ischen Ethnologie. (BegrĂŒndet und bis 2018 herausgegeben von Burkhart Lauterbach, weitergefĂŒhrt von Michaela Fenske). Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg seit 2014, ISBN 978-3-8260-5561-4 (2014), ISBN 978-3-8260-5794-6 (2015), ISBN 978-3-8260-6065-6 (2016), ISBN 978-3-8260-6342-8 (2017), ISBN 978-3-8260-6558-3 (2018), ISBN 978-3-8260-6949-9 (2019), ISBN 978-3-8260-7168-3 (2020), ISBN 978-3-8260-7443-1 (2021), ISBN 978-3-8260-7716-6 (2022), ISBN 978-3-8260-8307-5 (2023), ISBN 978-3-8260-8860-5 (2024).
- Bayerische BlĂ€tter fĂŒr Volkskunde. (BegrĂŒndet von Wolfgang BrĂŒckner und Lenz Kriss-Rettenbeck; zuletzt herausgegeben von Christoph DaxelmĂŒller). Böhler KG, WĂŒrzburg 1974â2009, ISSN 0720-8006.
- Bayerische Hefte fĂŒr Volkskunde. (Herausgegeben vom Bayerischen Verein fĂŒr Volkskunst und Volkskunde). MĂŒnchen 1914â1924 (Digitalisate).
- Bayerisches Jahrbuch fĂŒr Volkskunde. Verlag Kastner AG, MĂŒnchen seit 1950, ISSNÂ 0067-4729.
- Grazer BeitrÀge zur EuropÀischen Ethnologie. Peter Lang, Bern seit 1988, ISSN 0945-5868.
- Internationale Volkskundliche Bibliographie. Habelt, Bonn 1954â2004, ISSN 0074-9737.
- Jahrbuch fĂŒr EuropĂ€ische Ethnologie. Verlag Ferdinand Schöningh, Paderborn [u. a.] seit 2006, ISSN 1868-131X.
- Jahrbuch fĂŒr Volkskunde. Echter Verlag, WĂŒrzburg 1978â2005, ISSNÂ 0171-9904.
- MĂŒnchner Ethnographische Schriften. Utz Verlag, MĂŒnchen seit 2008 (Online).
- Rheinisches Jahrbuch fĂŒr Volkskunde. DĂŒmmler-Verlag, Bonn seit 1950, ISSNÂ 0080-2697.
- Schweizerisches Archiv fĂŒr Volkskunde. Basel seit 1897 (Digitalisate).
- Schweizer Volkskunde. Basel 1911â2019, ISSNÂ 0048-9522.
- Signa Iuris â BeitrĂ€ge zur Rechtsikonographie, RechtsarchĂ€ologie und Rechtlichen Volkskunde. Peter Junkermann Verlag, Halle (Saale) seit 2008 (Online).
- WĂŒrzburger Studien zur EuropĂ€ischen Ethnologie. (Herausgegeben von Michaela Fenske und Susanne Dinkl). WĂŒrzburg seit 2018, ISSN 2511-9486 (Online).
Zeitschriften
- Kuckuck â Notizen zur Alltagskultur. Graz/MĂŒnchen seit 1985 (Online).
- Ăsterreichische Zeitschrift fĂŒr Volkskunde. Wien seit 1895, ISSNÂ 0029-9669.
- Rheinisch-westfĂ€lische Zeitschrift fĂŒr Volkskunde. Bonn seit 1954, ISSN 0556-8218.
- Zeitschrift fĂŒr Volkskunde. BeitrĂ€ge zur Kulturforschung. Waxmann, MĂŒnster u. a. seit 1891, ISSN 0044-3700.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Deutsche Gesellschaft fĂŒr Empirische Kulturwissenschaft (dgekw): Offizielle Website (Liste: Hochschulen und UniversitĂ€ten)
- Ăsterreichische Gesellschaft fĂŒr Empirische Kulturwissenschaft und Volkskunde: Offizielle Website
- Empirische Kulturwissenschaft Schweiz (EKWS): Offizielle Website
- Virtuelle Fachbibliothek Ethnologie (EVIFA): Offizielle Website
- Angela Treiber: Volkskunde. In: Staatslexikon-online.de
- Literatur zur Volkskunde im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Berufenet der Bundesagentur fĂŒr Arbeit:
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Deutsche Gesellschaft fĂŒr Empirische Kulturwissenschaft: Vielnamenfach. In: kulturstudieren.org. Abgerufen am 16. September 2022.
- â Reinhard Johler: Gottfried Korff: Eine volkskundliche Kulturwissenschaft. In: tagblatt.de. Abgerufen am 17. September 2022.
- â Wolfgang Kaschuba: EinfĂŒhrung in die EuropĂ€ische Ethnologie. 3. Auflage. MĂŒnchen 2006, S. 96.
- â Kai Detlev Sievers: Volkskundliche Fragestellungen im. 19. Jahrhundert. In: Rolf Brednich (Hrsg.): GrundriĂ der Volkskunde. EinfĂŒhrung in die Forschungsfelder der EuropĂ€ischen Ethnologie. 3., ĂŒberarbeitete Auflage. Reimer, Berlin 2001, S. 31.
- â Utz Jeggle: Volkskunde im 20. Jahrhundert. In: Rolf Brednich (Hrsg.): GrundriĂ der Volkskunde. EinfĂŒhrung in die Forschungsfelder der EuropĂ€ischen Ethnologie. 3., erweiterte Auflage. Reimer, Berlin 2001, S. 53â75.
- â Tabea Buri ĂŒber den Sammler Eduard Hoffmann-Krayer. Abgerufen am 18. April 2023.
- â Joseph Klapper: Schlesische Volkskunde auf kulturgeschichtlicher Grundlage. Breslau 1925 (= Schlesisches Volkstum. Quellen und Arbeiten der Schlesischen Gesellschaft fĂŒr Volkskunde. Band 1); 2. Auflage Brentanoverlag, Stuttgart 1952.
- â Helge Gerndt (Hrsg.): Volkskunde und Nationalsozialismus: Referate und Diskussionen einer Tagung der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Volkskunde MĂŒnchen, 23. bis 25. Oktober 1986. Utz, MĂŒnchen 1987, ISBN 3-926844-06-X, S. ??.
- â Hannjost Lixfeld: Institutionalisierung und Instrumentalisierung der deutschen Volkskunde zu Beginn des dritten Reiches. In: Wolfgang Jacobeit, Hannjost Lixfeld, Olaf Bockhorn (Hrsg.): Völkische Wissenschaft: Gestalten und Tendenzen der deutschen und österreichischen Volkskunde in der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts. Böhlau, Wien u. a. 1994, S. 139â141.
- â Karl-S. Kramer: Volkskultur. Ein Beitrag zur Diskussion des Begriffes und seines Inhaltes. In: Dieter Harmening, Erich Wimmer (Hrsg.): Volkskultur â Geschichte â Region. Festschrift fĂŒr Wolfgang BrĂŒckner zum 60. Geburtstag. Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 1992, ISBN 3-88479-709-3, S. 13â29, hier: S. 14 f.
- â Johannes Moser, Irene Götz, Moritz Ege (Hrsg.): Zur Situation der Volkskunde 1945â1970. Orientierungen einer Wissenschaft zur Zeit des Kalten Krieges (= MĂŒnchner BeitrĂ€ge zur Volkskunde. Band 43). Waxmann, New York/MĂŒnster/Berlin 2015.
- â Gottfried Korff: GrundzĂŒge der Volkskunde. Hrsg.: Hermann Bausinger, Utz Jeggle, Gottfried Korff, Martin Scharfe. 4., durchgesehene und erweiterte Auflage. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1999, ISBN 3-534-14230-6.
- â Arbeitsstelle Kleine FĂ€cher: EuropĂ€ische Ethnologie/Volkskunde auf dem Portal Kleine FĂ€cher. In: kleinefaecher.de. Abgerufen am 27. Oktober 2019.
- â Vergleiche hierzu Kulturwissenschaftliche Technikforschung: Volkskunde vs. Völkerkunde? ( vom 16. September 2011 im Internet Archive), Institut fĂŒr Ethnologie der Ludwig-Maximilians-UniversitĂ€t MĂŒnchen.
- â Rezension zu GeĆrgios Ch. K: EλληΜÎčÎșÎź ÎαογÏαÏÎčÎșÎź ÎÏαÎčÏΔία. Î ÎčÏÏÎżÏÎčÎșÎź ÎŽÎčαΎÏÎżÎŒÎź ÏÎ·Ï (1908â2008), AthÄna: HellÄnikÄ LaographikÄ Hetaireia, 2009 (deutsch: âDie Griechische Volkskundliche Gesellschaft: Ihr historischer Werdegang 1908â2008â). In: SĂŒdost-Forschungen. Band 68, 2009, S. 743â745, hier S. 743 (deutsch; PDF: 1,7 MB, 4 Seiten auf recensio.net).
- â Deutsche Gesellschaft fĂŒr Empirische Kulturwissenschaft: Kommissionen. In: dgekw.de. Abgerufen am 16. September 2022.
- â Deutsche Gesellschaft fĂŒr Empirische Kulturwissenschaft: Aktuelle Nachrichten. In: d-g-v.de. Abgerufen am 16. September 2022.