Voralpen-Express
| Fahrplanfeld: | 670, 870 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| StreckenlÀnge: | 125 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435Â mm (Normalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Stromsystem: | 15 kV 16,7 Hz ~ | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Maximale Neigung: | 50Â â° | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Minimaler Radius: | 150Â m | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| St. GallenâRapperswilâLuzern | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Voralpen-Express, kurz VAE, ist der Name eines Interregio-Zuges der Schweizerischen SĂŒdostbahn (SOB), der seit 1992[3] St. Gallen ĂŒber Rapperswil und Arth-Goldau im Stundentakt mit Luzern verbindet. Seit dem Fahrplanwechsel 2019 ist der Voralpen-Express mit neuem Rollmaterial «Traverso» von Stadler Rail unterwegs. Bis Dezember 2019 wurden hauptsĂ€chlich modernisierte und klimatisierte Revvivo-Wagen eingesetzt. FrĂŒher verkehrte der Voralpen-Express ab Romanshorn.
Geschichte
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Durch die enge Zusammenarbeit der Bodensee-Toggenburg-Bahn (BT), der Schweizerischen SĂŒdostbahn (SOB) und der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) verkehren seit 1940, also seit der durchgehenden Elektrifizierung der gesamten Strecke, SchnellzĂŒge zwischen Romanshorn und Arth-Goldau. Rollmaterial und Personal wurden gemeinsam gestellt. Ab 1947 wurde zunĂ€chst ein Zugspaar nach Luzern verlĂ€ngert, die sogenannte «Direkte Linie Nordostschweiz-Zentralschweiz» war geboren. Die Zahl der direkten ZĂŒge blieb aber gering. 1981 waren es zwei ZĂŒge bis und drei ZĂŒge ab Luzern, die aber bis/ab Arth-Goldau als RegionalzĂŒge mit anderer Zugsnummer fuhren (Zugspaare 966-1529/1532-975, Luzern an/ab 10.15/11.27, 1556-983 ab 16.19, 980-1557/1564-987 an/ab 16.05/17.42). Die Fahrzeit St. GallenâLuzern oder umgekehrt betrug 2 Stunden 15 Minuten bis 2 Stunden 48 Minuten, und nur das Zugspaar 980/987 fĂŒhrte einen Buffetwagen der BT. Weitere Zugspaare mit Buffetwagen verkehrten nur auf dem Abschnitt (Romanshornâ) St. GallenâArth-Goldau.[4]

1982 wurde schweizweit der Taktfahrplan eingefĂŒhrt; und nun verkehrte zweistĂŒndlich ein Zugspaar RomanshornâLuzern, die Fahrzeit St. GallenâLuzern sank generell auf 2 Stunden 12 Minuten[5], hingegen wurde der Buffetwagenbetrieb aufgegeben. Ab 1991 wurde der Zug mit Intercity-Wagen hinter einer Lokomotive gefĂŒhrt. Im Kursbuch 1992/93 erschien erstmals der Name «Voralpen-Express», ab Mai 1998 wurden die ZĂŒge als InterRegio klassiert. Nachdem in den Zwischenstunden bereits RegionalzĂŒge der BT und der SOB in Rapperswil durchgebunden worden waren, verkehrte ab Mai 1995 in den Zwischenstunden ein Schnellzug mit gleichen Fahrzeiten wie der VAE bis/ab Arth-Goldau, ab 1997 kamen dafĂŒr Revvivo-Wagen zum Einsatz.[6]
1999 wurde der Voralpen-Express ein Joint Venture der BT, SOB und SBB (je â ; seit der Fusion von BT und SOB 2002: â SOB, â SBB); und die ZĂŒge wurden im Stundentakt mit Revvivo-Wagen im VAE-Design als Lokpendel gefĂŒhrt. Zwischen Romanshorn und Luzern wurden dreizehn Zugspaare angeboten (erster Zug Romanshorn ab 06.34, Luzern ab 07.40), dazu kamen zwei ZĂŒge Romanshorn beziehungsweise St. GallenâRapperswil am Abend und zwei, werktags drei ZĂŒge RapperswilâRomanshorn am Morgen.

Wegen der 50-Promille-Steilrampen zwischen PfĂ€ffikon bzw. Arth-Goldau und Altmatt bzw. Biberegg benötigten ZĂŒge mit mehr als sechs Wagen (Grundkomposition plus ein Zusatzwagen) Vorspann oder Schub. Das Beistellen beziehungsweise Wegstellen der VerstĂ€rkungswagen verteuerte den Betrieb. ZunĂ€chst wurde deshalb versucht, die noch nicht abgeschriebenen Revvivo-Wagen zu verkaufen, was aber nicht gelang. Schliesslich konnte sich die SĂŒdostbahn mit den Bestellern (Bund und Kantone) darauf einigen, dass ab Inbetriebnahme der S-Bahn St. Gallen 2013 ein Ăbergangskonzept umgesetzt wurde, das den weitgehenden Verzicht auf VerstĂ€rkungen erlaubt. Auf das Fahrplanjahr 2019 wurde neues Rollmaterial beschafft.
Seit dem 15. Dezember 2013 liegt die Verantwortung fĂŒr den gesamten Zugslauf bei der SĂŒdostbahn.[7] Im neuen S-Bahn-Konzept wendet der Voralpen-Express in St. Gallen, wodurch eine Komposition frei wurde, was jedoch nicht ausreichte, um alle Kompositionen auf sieben Wagen (respektive zwei Triebwagen plus sechs Wagen) zu verlĂ€ngern. Es musste deshalb auf die letzte Generation NPZ-Wagen, die noch durch die BT und die «alte» SOB beschafft worden waren, zurĂŒckgegriffen werden. Nachteil war, dass diese Wagen nicht klimatisiert waren (was bis dahin nur auf den Steuerwagen zutraf), womit der volle Komfort nicht mehr gewĂ€hrleistet war.
Bis Dezember 2013 ĂŒbernahm der Voralpen-Express auf dem Abschnitt St. GallenâRomanshorn die Funktion eines Regionalzuges und hielt an den meisten Stationen. Auf dem heutigen Einsatzgebiet (St. GallenâLuzern) entspricht die Haltestellenfrequenz dem eines RegioExpress. Im Fahrplan erschien der Voralpen-Express aber bis Dezember 2013 als InterRegio (IR). Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2013 war VAE als eigene Zugskategorie eingefĂŒhrt worden. Ab Dezember 2019 wurden die individuellen Zugskategorien aufgehoben. Der VAE wurde zunĂ€chst als PE PanoramaExpress eingereiht, aber noch wĂ€hrend des Fahrplanjahrs zum IR InterRegio umkategorisiert. Der Name Voralpen-Express bleibt als Zugsname.
Rollmaterial
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Seit 2019
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| SOBÂ Â RABe 526 | |||
|---|---|---|---|
| Bauartbezeichnung: | RABe 526 | ||
| SOB-Bezeichnung: | Traverso | Flirt 3 | |
| Nummerierung: | 526Â 101/201â124/224 | 526Â 001â010 | |
| Achsformel: | B0'2'2'2'B0' + B0'2'2'2'B0' | B0'2'2'2'B0' | |
| LĂ€nge ĂŒber Kupplung: | 150,2 m | 77,1 m | |
| Fahrzeugmasse: | ca. 260 t | ca. 130 t | |
| Höchstgeschwindigkeit: | 160 km/h | ||
| Maximalleistung: | 5200 kW | 2600 kW | |
| Stundenleistung: | 4000 kW | 2000 kW | |
| Anfahrzugkraft: | 400 kN bis 47 km/h | 200 kN bis 47 km/h | |
| SitzplÀtze: | 68 (1. Klasse) 291 (2. Klasse) 25 (Klappsitze) | 22 (1. Klasse) 175 (2. Klasse) 8 (Klappsitze) | |
| Fussbodenhöhe: | 600 mm | ||
Im Dezember 2019 lösten sechs 8-teilige und fĂŒnf 4-teilige neue Flirt 3 von Stadler Rail das bisherige Rollmaterial des Voralpen-Express ab. Die achtteiligen ZĂŒge werden von der SĂŒdostbahn als Traverso (ital. fĂŒr quer) bezeichnet.[8] Die Ersatzbeschaffung des Voralpen-Express löste ein Investitionsvolumen von 170 Mio. Franken aus.[9]
FĂŒnf der 150 Meter langen RABe 526 100/200 werden fĂŒr den Stundentakt St. GallenâLuzern benötigt, der sechste Traverso dient als betriebliche Reserve.[9] Die achtteiligen TriebzĂŒge bestehen aus zwei mit halbautomatischer Kupplung verbundenen Einheiten mit je einem FĂŒhrerstand. FĂŒr den Unterhalt in den 75 Meter langen WerkstĂ€tten in Herisau und Samstagern werden die Traverso getrennt.[8] Sie verfĂŒgen ĂŒber eine Fernverkehrsausstattung mit 68 PlĂ€tzen erster und 291 SitzplĂ€tzen zweiter Klasse, Ski- und Velobereich, zwei Bistrozonen mit GetrĂ€nke- und Imbissautomaten sowie drei Toiletten und entsprechen dem Behindertengleichstellungsgesetz.[9] Die SĂŒdostbahn legt viel Wert auf Komfort. Die Sitze der zweiten Klasse verwenden die SBB in ihrem Fernverkehrs-Flirt in der ersten Klasse.[10] Die Traverso sind kupferfarben mit einem rot umrahmten schwarzen Fensterband lackiert. Damit sie auf dem 50 Promille steilen SĂŒdnetz der SOB die nötige Zugkraft erreichen, werden sie von vier Triebgestellen angetrieben.[9] Am 6. Juni 2018 wurde der erste Zug den Medien vorgestellt.[8] Anschliessend wurden die Fahrzeuge geprĂŒft und verschiedenen Tests unterzogen.[10]
Die 77 Meter langen vierteiligen RABe 526 000 Flirt sind als S-Bahn-ZĂŒge konzipiert mit verhĂ€ltnismĂ€ssig wenig SitzplĂ€tzen erster Klasse und nur einer Toilette. Sie sind mit den 23 bereits vorhandenen Flirt der SOB kompatibel[9] und haben ein Ă€hnliches rot-silbernes Farbschema, sind aber wegen der verschĂ€rften Crash-Anforderungen etwa 6 Tonnen schwerer als ihre VorgĂ€nger. Sie dienen in erster Linie als VerstĂ€rkungsmodule auf dem nachfragestarken Abschnitt St. GallenâRapperswil, können aber auch im S-Bahn-Verkehr eingesetzt werden. Traverso- und Flirt-3-ZĂŒge erhielten Trockentransformatoren, die dank dem Verzicht auf eine ĂlkĂŒhlung leichter sind. Die leistungsstarken RABe 526 erreichen eine Beschleunigung von 1,1 m/sÂČ und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.[8] Die Drehgestelle mit weicher AchsfĂŒhrung und hydraulischen Achslenklagern schonen das Gleis, insbesondere in den engen Bogen mit nur 150 Meter Radius.[9] Auf Signum- und ZUB-GerĂ€te wurde verzichtet, es gelangt ausschliesslich das europĂ€ische Zugbeeinflussungssystem ETCS zum Einsatz.[8]
Seit der SĂŒdostbahn genĂŒgend Rollmaterial zur VerfĂŒgung steht, ist in Arth-Goldau â dem Schnittpunkt des Voralpen-Express und des ebenfalls mit Traverso-ZĂŒgen verkehrenden Treno Gottardo â ein Triebzug als betriebliche Reserve stationiert.[11]

VerstÀrken und SchwÀchen des Voralpen-Express
| xx.57 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| xx.59 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| xx.03 Uhr / xx.06 Uhr | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Auf dem östlichen Abschnitt St. GallenâRapperswil ist die Nachfrage grösser als auf dem SĂŒdabschnitt vom ZĂŒrichsee nach Luzern. Der Voralpen-Express wird auf dem Ostabschnitt von vielen Pendlern benutzt und in den Hauptverkehrszeiten mit einem Flirt verstĂ€rkt.[9] Die VerstĂ€rkungseinheiten des Voralpen-Express sind betrieblich mit der S6 und der S40 verknĂŒpft.

Der Voralpen-Express wird in den Hauptverkehrszeiten zwischen St. Gallen und Rapperswil mit einem Flirt verstÀrkt.
âą hellblau: Traverso allein
⹠dunkelblau:Traverso mit Flirt verstÀrkt
xx.52 Uhr: Ein Flirt trifft als S40 aus EinsiedelnâPfĂ€ffikon SZ kommend im Bahnhof Rapperswil auf Gleis 2 ein und fĂ€hrt ganz nach vorne. Dieser Flirt bleibt stehen und wird zur VerstĂ€rkungseinheit des Voralpen-Express nach St. Gallen.
xx.57 Uhr: Der aus St. Gallen kommende Voralpen-Express ist in Rapperswil auf Gleis 5 angekommen. Die automatische Kupplung zwischen dem Traverso und dem Flirt wird gelöst, damit der Traverso alleine nach Luzern weiterfahren kann. Die Ankunft des Voralpen-Express auf Gleis 5 ist zwingend, damit der Anschluss innert 2 Minuten auf die S5 in Richtung UsterâZĂŒrich HB hergestellt werden kann (Abfahrt xx.59).
xx.59 Uhr: Abfahrt des Voralpen-Express nach Luzern aus Gleis 5.
xx.00 Uhr: Einfahrt des Voralpen-Express aus Luzern auf Gleis 2, kuppeln mit dem frĂŒher eingetroffenen Flirt (vorher S40).
xx.03 Uhr: Abfahrt des verstĂ€rkten Voralpen-Express nach St. Gallen. Abfahrt ab Gleis 2 zwingend, damit der Anschluss von der S5 aus ZĂŒrich HBâUster (Ankunft xx.01) hergestellt werden kann.
xx.06 Uhr: Abfahrt des Flirt ab Gleis 5 als S40 nach PfĂ€ffikon SZâEinsiedeln.
2013 bis 2019
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Um auf die immer hĂ€ufiger notwendigen VerstĂ€rkungen verzichten zu können, wurde der Zug mit sieben Wagen und je einem Triebfahrzeug an beiden Enden gefĂŒhrt.[12][13][14] Dazu wurden die 11 den SBB gehörenden Revvivo-Wagen durch die SOB ĂŒbernommen und das NPZ-Rollmaterial aus den 1990er-Jahren aussen farblich dem VAE-Design angepasst und mit neuen Tischchen ausgestattet. Folgendes Rollmaterial wurde eingesetzt:
- 4 Lokomotiven Re 446: 91 85 4 446 015â018 (je paarweise oder mit RBDe 561)
- 6 Lokomotiven Re 456: 91 85 4 456 091â096 (je paarweise)
- 5 NPZ-Triebwagen RBDe 561: 94 85 7 561 081â084 und 174 (je paarweise oder mit Re 446)
- 8 Revvivo-A 50 85 18-35 711â718
- A Bodan 50 85 17-35 719 (ursprĂŒnglich SBB B 6000, dann BT B 350; Reserve)
- 16 Revvivo-B 50 85 20-35 721â736 (735â736 mit scheibengebremsten Schlieren-Drehgestellen)
- 8 Revvivo-BR 50 85 20-35 741â748 (741â744 ursprĂŒnglich BT AB 251â254)
- 6 NPZ-B (1991) 50 85 29-35 781â786 (Einsatz paarweise)
- 4 NPZ-ABt (1995) 50 85 80-35 181â184 (Einsatz als Zwischenwagen)
- 3 B EW I ex BT (1967â68) 50 85 20-35 753, 754, 767 (Reserve)
Die Reihung in den Kompositionen (5 UmlÀufe plus 1 Reserve) war normalerweise:[15]
- ReâABtâBâBâBRâAâBâBâRe (4 Kompositionen)
- RBDeâAâBâBâBRâAâBâRBDe (2 Kompositionen)
Ab 2015 war es möglich, dass ein RBDe 561 und eine Re 446 zusammen verkehrten, nachdem die Vielfachsteuerungen angepasst worden waren. Zudem wurde als Reservefahrzeug der RBDe 561 174 von den SBB ĂŒbernommen.
1999 bis 2013
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Ab Dezember 1999 war der Voralpen-Express wieder ein Pendelzug. Die SBB stellten zwei Re 4/4II und die SOB vier Re 4/4 (Re 446 und Re 456). Die Kompositionen bestanden mit Ausnahme des Steuerwagens ausschliesslich aus Revvivo-Wagen, die aus Einheitswagen I umgebaut wurden. Im Regelfall war hinter der Lokomotive ein Erst-Klass-Wagen (A) eingereiht, es folgten ein Bistrowagen (BR) mit Verpflegungsautomaten, zwei Wagen zweiter Klasse (B) und ein Steuerwagen mit GepÀckabteil (BDt). Mit einem VerstÀrkungswagen wurde die Lastgrenze der Loks auf 50 Promille erreicht. Wenn zusÀtzliche VerstÀrkungswagen erforderlich waren, musste zwischen PfÀffikon beziehungsweise Arth-Goldau bis Altmatt Schiebedienst geleistet werden.

Eingesetzt wurden 21 SOB-Wagen
- 5 A 50 48 18-35 222 bis 226
- 8 B 50 48 20-35 321 bis 328
- 2 B 50 48 20-35 318 bis 319 (mit scheibengebremsten Schlieren-Drehgestellen)
- 6 BR 50 48 85-35 521 bis 526
und 11 SBB-Wagen
- 2 BR 50 85 85-35 700 bis 701
- 3 A 50 85 18-35 700 bis 702
- 6 B 50 85 20-35 700 bis 705
Dazu kamen die Steuerwagen der SOB
- 9 BDt 50 48 80-35 191 bis 199 (davon die letzten drei nur fĂŒr Vielfachsteuerung IIId, alle mit scheibengebremsten Schlieren-Drehgestellen)
Vor 1999
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Als Triebfahrzeuge wurden in einer ersten Phase Be-4/4-Loks der BT, die «Glaswagen» ABe 4/4 und der CFe 4/4 62 der SOB und die von den beiden Bahnen von den SBB erworbenen Fe 4/4 (vorher RFe 4/4) eingesetzt. Die SOB besass zwei Steuerwagen, die BT keine. 1959 bis 66 wurden dann von SOB und BT fĂŒr die «Direkte Linie» PendelzĂŒge mit Hochleistungstriebwagen BDe 4/4 beschafft und mit einheitlichem grĂŒn/crĂšme Anstrich versehen. Die SBB setzten derweil ihre etwas leistungsschwĂ€cheren BDe 4/4 ein, ab 1982 RBe 4/4 mit BDt. Schon 1944 brachte die BT ihren ersten Buffetwagen zum Einsatz, 1956 folgte die SOB, aber 1982 bei EinfĂŒhrung des Taktfahrplans verschwand diese Wagenart wieder. Als die SchnellzĂŒge 1991 ihren heutigen Namen erhielten, wechselte auch ihr Erscheinungsbild. SOB und BT beschafften crĂšme/grĂŒne Einheitswagen IV (klimatisierte Intercity-Wagen, spĂ€ter an die SBB verkauft). Die BT stellte ihre damals neuen Umrichterlokomotiven Re 4/4 (spĂ€ter Re 456, baugleich mit SZU- und VHB-Lokomotiven) und die SOB ihre heute (wieder) den SBB gehörenden Re 4/4III. Letztere wurden gegen die vier ehemaligen SBB-Re-4/4IV-Prototypen (dann als Re 446 bezeichnet) eingetauscht. Aufgrund der 50-Promille-Steilrampen waren die Regelkompositionen relativ kurz, an Tagen mit grossem Verkehrsaufkommen musste in Doppeltraktion, mit Vorspann oder Schiebedienst gefahren werden.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Gerhard Oswald, Kaspar Michel: Die SĂŒdostbahn â Geschichte einer Privatbahn. Orell FĂŒssli Verlag, ZĂŒrich 1991, ISBN 3-280-02048-4.
- Gerhard Oswald: Die Bodensee-Toggenburg-Bahn. Geschichte einer Ostschweizer Privatbahn. Appenzeller Verlag, Herisau 2004, ISBN 3-85882-361-9.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â 670 RapperswilâPfĂ€ffikon SZâ(Einsiedeln)âArth-Goldau. In: Offizielles Kursbuch. Fahrplanjahr 2014 (PDF).
- â 600 Luzern/ZĂŒrichâGotthardâChiasso. In: Offizielles Kursbuch. Fahrplanjahr 2006 (PDF).
- â Gerhard Oswald: Die Bodensee-Toggenburg-Bahn. Geschichte einer Ostschweizer Privatbahn. Appenzeller Verlag, Herisau 2004, ISBN 3-85882-361-9, S. 211.
- â Amtliches Kursbuch Schweiz, Sommer 1981, Fahrplanfelder 70, 76 und 111.
- â Offizielles Kursbuch Schweiz, Sommer 1982, Fahrplanfelder 600, 670 und 870.
- â Offizielles Kursbuch Schweiz der Jahre 1991/1992 bis 1999/2000 (Fahrplanwechsel Ende Mai), Fahrplanfeld 870.
- â PressecommuniquĂ© der SOB vom 6. Juni 2008.
- 1 2 3 4 5 Fabian Scheeder, Walter von Andrian Walter: Erster RABe 526 Traverso fĂŒr die SOB vorgestellt. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 7/2018. Minirex, ISSNÂ 1022-7113. S. 350â352.
- 1 2 3 4 5 6 7 Mathias Rellstab, Walter von Andrian Walter: Acht- und vierteilige Flirt fĂŒr den Voralpen-Express. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 8â9/2016, S. 386â388.
- 1 2 Walter von Andrian Walter: Traverso fĂ€hrt als Voralpen-Express. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 7/2019, S. 384â385.
- â Mathias Rellstab: Weitere Traverso und Flirt an SOB ĂŒbergeben. In: Schweizer Eisenbahn-Revue. Nr. 8-9/2021, S. 471.
- â Schweizer Eisenbahn-Revue. 11/2010, S. 552; Eisenbahn-Amateur. 11/2010, S. 601, 609.
- â SĂŒdostbahn: Flotte.
- â Neue Perspektiven fĂŒr und dank Voralpen-Express ( vom 4. MĂ€rz 2016 im Internet Archive). LITRA, 21. Dezember 2012.
- â Flotte SOB SĂŒdostbahn, SOB, abgerufen am 14. Dezember 2013.


