Weinstube

Die Weinstube ist eine GaststĂ€tte, in der vor allem Wein getrunken wird. Weinstuben gibt es vor allem im sĂŒddeutschen und angrenzenden Raum, also in Gegenden mit Weinbau, so zum Beispiel in Franken, im Elsass, wo sie auch heute noch Winstub heiĂen, oder im Mittelrheintal.
Die Weinkarte ist im Vergleich zu Weinrestaurants oft nicht sehr umfangreich, bevorzugt werden oft lokale Weine. Im Gegensatz zu Restaurants haben Weinstuben keinen Sommelier â Weinschenk, Wirt und Kellner geben selbst Auskunft ĂŒber die angebotenen Weine.
Weinstuben servieren in der Regel auch kleinere Mahlzeiten (HausmacherkĂŒche) und manchmal sogar Bier. Die WĂŒrzburger BĂ€cken waren die ursprĂŒnglichste Form der Weinstube; hier brachten sich die GĂ€ste ihre Mahlzeit traditionell selbst mit, weil nichts anderes als Wein ausgeschenkt wurde.
Die meisten Weinstuben besitzen eine betont traditionell und "rustikal" gehaltene Einrichtung; hĂ€ufig verweisen bildliche Darstellungen oder historische ArbeitsgerĂ€te der Winzer und KĂŒfer auf die Geschichte des Weinbaus.
Beispiele
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Weinstube Feyerabend in Bad Wimpfen in Baden-WĂŒrttemberg
- Gasthaus âGroĂes Weinstubenâ, Radebeul
- Weinstube Rote Kopf, Mainz
- ObstweinschĂ€nke Louis Winkelmann, Hann. MĂŒnden, Niedersachsen
- Weinhandlung und Weinstube Kach, Erlangen
- Goldenes Posthorn, NĂŒrnberg, 1498 (Ă€lteste deutsche Weinstube)
Ăsterreich
- ehemalige Weinstube Kinz in Bregenz
- Altdeutsche Weinstube (Spittal an der Drau)
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Haiselscher: kleine Weinstube bei Weinfesten
- Besenwirtschaft (saisonal, improvisiert)
- Weinstuben: BÀck, Backhaus (Dirmstein), Weinstube Feyerabend, Zum SpinnrÀdl, 10er Marie