Zum Inhalt springen

Wiesel

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Wiesel in Mecklenburg

Als Wiesel werden mehrere Raubtierarten aus den Gattungen Mustela und Neogale in der Familie der Marder (Mustelidae) bezeichnet. Die Benennung ist jedoch keine systematische, da mehrere „Wiesel“ beispielsweise nĂ€her mit dem EuropĂ€ischen Nerz verwandt sind als untereinander. In Europa sind zwei Arten beheimatet, das Mauswiesel und das Hermelin.

Allesamt weisen sie einen langgestreckten, schlanken Körper mit kurzen Gliedmaßen auf, auch der Schwanz ist verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig kurz. Sie sind eher klein, mit dem Mauswiesel zĂ€hlt der kleinste Vertreter der Raubtiere ĂŒberhaupt zu ihnen. Ihr Fell ist in den meisten FĂ€llen braun gefĂ€rbt, die Unterseite ist oft heller, manchmal weiß. Bei einigen Arten kommt es zu einem jahreszeitlich bedingten Fellwechsel.

Wiesel leben in der Regel einzelgĂ€ngerisch und sind vorwiegend dĂ€mmerungs- oder nachtaktiv. Sie sind geschickte, aggressive JĂ€ger, die oft Beutetiere reißen, die so groß wie sie oder sogar grĂ¶ĂŸer sind. KleinsĂ€uger wie Nagetiere und Hasenartige machen bei vielen Arten einen Gutteil des Beutespektrums aus, aber auch Vögel und andere Wirbeltiere können auf ihrem Speiseplan stehen.

Folgende Arten werden als Wiesel bezeichnet:

Darunter sind diese fĂŒnf Arten eng miteinander verwandt und bilden die Untergattung Mustela.

Diese weiteren vier Arten sind nÀher mit dem EuropÀischen Nerz verwandt und werden in die Untergattung Lutreola eingeordnet.

Und diese zwei Arten bilden eine eigene Untergattung, die SĂŒdamerikanischen Wiesel (Grammogale).


Andere „Wiesel“, die nicht zur Gattung Mustela gezĂ€hlt werden, sind:

  • Ronald M. Nowak: Walker’s mammals of the world. 6. Auflage, Johns Hopkins University Press, Baltimore 1999, ISBN 0-8018-5789-9.
Commons: Mustela – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Wiesel – BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen