Wiesel

Als Wiesel werden mehrere Raubtierarten aus den Gattungen Mustela und Neogale in der Familie der Marder (Mustelidae) bezeichnet. Die Benennung ist jedoch keine systematische, da mehrere âWieselâ beispielsweise nĂ€her mit dem EuropĂ€ischen Nerz verwandt sind als untereinander. In Europa sind zwei Arten beheimatet, das Mauswiesel und das Hermelin.
Allesamt weisen sie einen langgestreckten, schlanken Körper mit kurzen GliedmaĂen auf, auch der Schwanz ist verhĂ€ltnismĂ€Ăig kurz. Sie sind eher klein, mit dem Mauswiesel zĂ€hlt der kleinste Vertreter der Raubtiere ĂŒberhaupt zu ihnen. Ihr Fell ist in den meisten FĂ€llen braun gefĂ€rbt, die Unterseite ist oft heller, manchmal weiĂ. Bei einigen Arten kommt es zu einem jahreszeitlich bedingten Fellwechsel.
Wiesel leben in der Regel einzelgĂ€ngerisch und sind vorwiegend dĂ€mmerungs- oder nachtaktiv. Sie sind geschickte, aggressive JĂ€ger, die oft Beutetiere reiĂen, die so groĂ wie sie oder sogar gröĂer sind. KleinsĂ€uger wie Nagetiere und Hasenartige machen bei vielen Arten einen Gutteil des Beutespektrums aus, aber auch Vögel und andere Wirbeltiere können auf ihrem Speiseplan stehen.
Folgende Arten werden als Wiesel bezeichnet:
Darunter sind diese fĂŒnf Arten eng miteinander verwandt und bilden die Untergattung Mustela.
- Mauswiesel (Mustela nivalis)
- Hermelin oder Kurzschwanzwiesel (Mustela erminea)
- Langschwanzwiesel (Mustela frenata)
- Altaiwiesel (Mustela altaica)
- Gelbbauchwiesel (Mustela kathiah)
Diese weiteren vier Arten sind nÀher mit dem EuropÀischen Nerz verwandt und werden in die Untergattung Lutreola eingeordnet.
- Feuerwiesel (Mustela sibirica)
- RĂŒckenstreifenwiesel (Mustela strigidorsa)
- NacktfuĂwiesel (Mustela nudipes)
- Indonesisches Bergwiesel (Mustela lutreolina)
Und diese zwei Arten bilden eine eigene Untergattung, die SĂŒdamerikanischen Wiesel (Grammogale).
- Tropisches Wiesel (Mustela africana)
- Kolumbianisches Wiesel (Mustela felipei)
Andere âWieselâ, die nicht zur Gattung Mustela gezĂ€hlt werden, sind:
- Patagonisches Wiesel (Lyncodon patagonicus)
- Libysches Streifenwiesel (Poecilictis libyca)
- WeiĂnackenwiesel (Poecilogale albinucha)
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ronald M. Nowak: Walkerâs mammals of the world. 6. Auflage, Johns Hopkins University Press, Baltimore 1999, ISBN 0-8018-5789-9.