Zivilcourage

Bei der Zivilcourage, wörtlich BĂŒrgermut (aus zivil (lateinisch civilis, 1. bĂŒrgerlich â nicht militĂ€risch, 2. anstĂ€ndig, annehmbar) und courage (französisch âMutâ)), handelt es sich um einen âAlltagsmutâ, wie er nahezu tĂ€glich in verschiedenen Formen und Situationen jedem Menschen abverlangt wird. Zivilcourage beinhaltet die Bereitschaft und FĂ€higkeit, die eigene Sicherheit und Bequemlichkeit in einer unangenehmen oder auch bedrohlichen Situation zurĂŒckzustellen, um sich fĂŒr eine als gerecht erachtete Sache einzusetzen und entsprechend aktiv zu werden.
Begriff
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Begriff âZivilcourageâ (englisch âmoral courageâ), der im Alltagsleben jeder Gesellschaft von Bedeutung ist, steht im Kontrast zum âmilitĂ€rischen Mut des Soldatenâ in Kampfsituationen des Krieges. In dieser Verwendung und diesem Vergleich benutzte ihn 1864 der deutsche Kanzler Otto von Bismarck, als er einem Verwandten vorwarf, ihn in einer Debatte des PreuĂischen Landtags nicht unterstĂŒtzt zu haben. Er wird mit den Worten zitiert:
âMut auf dem Schlachtfelde ist bei uns Gemeingut, aber Sie werden nicht selten finden, daĂ es ganz achtbaren Leuten an Zivilcourage fehlt.â
In Frankreich etablierte sich der zu den âBĂŒrgertugendenâ gezĂ€hlte Begriff seit 1835 (Le Gall 1898) als âcourage civilâ in der Bedeutung âMut des Einzelnen zum eigenen Urteilâ beziehungsweise als âcourage civiqueâ im Sinne von âstaatsbĂŒrgerlicher Mutâ.
Im Gegensatz zum militĂ€rischen Mut in Kriegssituationen kennzeichnet die Zivilcourage eine Persönlichkeit, die bereit ist, sich in ihrem alltĂ€glichen bĂŒrgerlichen Umfeld fĂŒr die Durchsetzung von Gerechtigkeit und sozialen Normen einzusetzen, auch wenn dies unangenehm oder sogar fĂŒr die eigene Unversehrtheit problematisch werden könnte.[2] Es handelt sich um ein sozialethisches Verhalten aufgrund von WertĂŒberzeugungen, das am eindrucksvollsten sichtbar wird, wenn die IntegritĂ€t einer anderen Person, die MenschenwĂŒrde oder Menschenrechte bedroht werden und ein entsprechender Eingriff durch einen mutigen Mitmenschen notwendig wird.[3]
Der Begriff Zivilcourage verfĂ€llt in der Medienlandschaft und in politischen Reden bisweilen der Gefahr einer ungerechtfertigten Glorifizierung oder Heroisierung.[4] Zivilcourage ist jedoch zunĂ€chst nur als ein neutraler Begriff und als eine formale Tugend fassbar. Sie hat eine handlungsmotivierende Wirkung. Die Aktivierung der persönlichen Mutpotenziale wird jedoch in der LebensrealitĂ€t in aller Regel aus dem individuellen Werthorizont heraus entschieden. Der Begriff findet entsprechend ebenso fĂŒr konstruktive wie destruktive Aktionen seine Nutzer. Zivilcourage kann sich in Hilfsbereitschaft und FĂŒrsorge, aber auch in Besserwisserei und Geltungssucht, als Verteidigung von legitimen Rechten und Schutz vor Unrecht und Gefahr, aber auch als Regelverachtung und Respektlosigkeit Ă€uĂern. Die jeweilige Ausrichtung wird von der individuellen Motivationslage und der ethischen Basis des Einzelnen bestimmt.[5]
Dem Politikwissenschaftler Gerd Meyer von der Eberhard Karls UniversitĂ€t TĂŒbingen zufolge ist âZivilcourageâ (oder gleichbedeutend sozialer Mut) ein bestimmter Typus sozial verantwortlichen Handelns, keine Eigenschaft einer Person. Zivilcouragiertes Handeln geschieht in Situationen, in denen zentrale WertĂŒberzeugungen und soziale Normen (z. B. MenschenwĂŒrde, Menschenrechte, Gerechtigkeit, friedlicher Konfliktaustrag unter BĂŒrgern) oder die physische oder psychische IntegritĂ€t einer Person verletzt werden. Zivilcouragiert handelt, wer bereit ist, trotz drohender Nachteile fĂŒr die eigene Person, als Einzelner â seltener als Mitglied einer Gruppe â einzutreten fĂŒr die Wahrung humaner und moralischer Werte, fĂŒr die IntegritĂ€t und die legitimen, kollektiven, primĂ€r nicht-materiellen Interessen vor allem anderer Personen, aber auch des Handelnden selbst.
Zivilcourage wird oft mit Hilfe gleichgesetzt. Hilfe ist zwar meist mit Zivilcourage verbunden, aber nicht notwendig umgekehrt. Vier zentrale Merkmale unterscheiden Zivilcourage von Hilfe, Altruismus oder SolidaritÀt, von Mut oder Tapferkeit:
- Es gibt einen Konflikt zwischen denen, die die oben genannten Werte und Normen verletzen, und denen, die sich fĂŒr ihre Bewahrung einsetzen.
- Es gibt hĂ€ufig nicht bestimmbare Risiken, das heiĂt, der Erfolg zivilcouragierten Handelns ist meist unsicher, und der Handelnde ist bereit, Nachteile in Kauf zu nehmen.
- Zivilcouragiertes Handeln ist öffentlich, d. h. in der Regel sind mehr als zwei Personen anwesend.
- Es gibt ein reales oder subjektiv wahrgenommenes Machtungleichgewicht zuungunsten dessen, der mutig handeln will, etwa weil er sich in einer Minderheits-/Mehrheitssituation in Gruppen oder in einem VerhĂ€ltnis der Ăber-/Unterordnung bzw. einer AbhĂ€ngigkeit befindet (die oft mit Anpassungsdruck verbunden sind).
Gerd Meyer unterscheidet drei Arten des Handelns mit Zivilcourage, die auch von der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung zitiert werden:[6]
- Eingreifen (versus Nicht-Eingreifen) zugunsten anderer, meist in unvorhergesehenen Situationen, in denen man schnell entscheiden muss, was man tut.
- Sich-Einsetzen (versus Sich-nicht-Einsetzen); in der Regel ohne akuten Handlungsdruck, z. B. fĂŒr allgemeine Werte, das Recht oder die legitimen Interessen anderer oder der Allgemeinheit, vor allem in organisierten Kontexten und Institutionen, wie z. B. in der Schule oder am Arbeitsplatz.
- Sich-Wehren, (versus Sich-nicht-Wehren) z. B. gegen körperliche Angriffe, Mobbing oder Ungerechtigkeit; zu sich und seinen Ăberzeugungen stehen, standhalten, sich behaupten; widerstehen, nein sagen, âaus guten GrĂŒndenâ den Gehorsam verweigern.[7] Dies erfordert Mut, da derjenige, der Zivilcourage zeigt, möglicherweise mit Sanktionen durch AutoritĂ€ten, Vertreter der herrschenden Meinung oder sein soziales Umfeld (z. B. einer Gruppenmehrheit) zu rechnen hat. Als zivilcouragiert gelten auch Whistleblower, die illegale Handlungen oder sozialethisches Fehlverhalten zum Schaden der Allgemeinheit innerhalb von Institutionen, insbesondere Unternehmen und Verwaltungen, aufdecken.
Dabei sind gewaltfreie Formen von Zivilcourage generell vorzuziehen. Sind jedoch alle Möglichkeiten einer gewaltfreien Konfliktlösung ausgeschöpft, dann ist es möglich, sich gegebenenfalls auf Notwehr zu berufen. Dies ist insbesondere bei reaktiver bzw. defensiver Anwendung von Gewalt der Fall, durch welche die körperliche oder seelische IntegritĂ€t der betreffenden Person oder angegriffener Personen geschĂŒtzt werden soll. Angesichts einer generell zunehmenden Gewaltbereitschaft einiger Bevölkerungsgruppen ist es jedoch gesellschaftlich relevant sich darĂŒber auszutauschen, ob zivilcouragiertes Handeln auch Gewalt beinhalten darf und wenn ja, unter welchen Voraussetzungen.[6]
Untersuchungen und Analysen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Wissenschaftlich untersucht wurde das PhĂ€nomen aus den Perspektiven verschiedener Fachrichtungen â im deutschsprachigen Raum und aus sozialpsychologischer Perspektive u. a. von der Arbeitsgruppe um Dieter Frey (MĂŒnchen), von Peter Fischer und Tobias Greitemeyer sowie von Veronika BrandstĂ€tter (ZĂŒrich) und Kai J. Jonas (Amsterdam), aus politisch-psychologischer Perspektive, zuletzt interdisziplinĂ€r zum Thema Mut und Zivilcourage im gewaltfreien Alltag von Gerd Meyer (TĂŒbingen). DarĂŒber hinaus untersuchten es in anderen Fachbereichen Peter Grottian, Bernd Kollek (Gewalt im ĂPNV), Gunnar Heinsohn (ĂŒber den Bystander-Effekt aus soziologischer Perspektive) sowie Pearl und Samuel Oliner und David Rosenhan (ĂŒber nichtjĂŒdische Judenretter) und Kurt Singer (an der Schule).
Als Sonderfall der politischen Zivilcourage kann individuelles Verhalten gelten, wenn es ein Gegenmodell zum Machterhalt durch die Parteidisziplin darstellt, wie John F. Kennedy in seinem Profiles in Courage (1956) am Beispiel des politischen Verhaltens von acht Senatoren exemplarisch zeigte.
Eine reprĂ€sentative Umfrage in Deutschland im Jahr 2020 zeigt[8], wie die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger glauben, dass verschiedene Bildungskontexte zu mehr Zivilcourage beitragen. Positive Kontexte â geordnet von der gröĂten bis zur geringsten Bedeutung â sind (1) Zu Hause und/oder von der Familie, (2) Durch Freiwilligenarbeit, (3) In Sportorganisationen, (4) In auĂerschulischen AktivitĂ€ten, (5) In der Schule, (6) In professionellen Organisationen, (7) Von Freunden, (8) In Jugendbewegungen. Negative Kontexte sind (9) Aus dem Fernsehen, (10) Aus sozialen Medien, (11) Aus dem Internet.
Bedeutung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Zivilcourage als ethisches Bewusstsein und HandlungsstĂ€rke bei sich auszubilden ist sowohl fĂŒr den einzelnen Menschen und seine LebensqualitĂ€t als auch fĂŒr das soziale GefĂŒge, in dem er sich bewegt, von groĂer Bedeutung. Sie kann sich schon in einer einzelnen Aktion bei der BewĂ€ltigung einer aktuellen Krisensituation bewĂ€hren, in der Ăbersicht, Selbstlosigkeit und Standfestigkeit gefragt sind. Um charakterbildend zu werden, muss sie jedoch zu einer dauerhaften Haltung der Persönlichkeit heranreifen, aus der heraus bei Bedarf immer wieder couragiertes Handeln abgerufen werden kann. Dies setzt einen langen Lernprozess, eine bereits möglichst frĂŒh einsetzende Wagniserziehung und zahlreiche Mutproben auf unterschiedlichen Gebieten voraus, in denen sich ein erprobtes, begrĂŒndetes Selbstbewusstsein herausbilden kann, das Zivilcourage trĂ€gt und fĂŒr den Einzelnen wie fĂŒr die Gesellschaft von Nutzen und Bedeutung ist:
âErst wenn Mut, Zivilcourage, Wagnisbereitschaft zu einer Art praktizierter Lebensphilosophie werden, wenn sie sich zu Charaktertugenden entwickeln, kann Wagen eine bedeutende wertbildende Wirksamkeit entfalten und zu einer wesentlichen Erhöhung der LebensqualitĂ€t beitragen.â
Die mit der FĂ€higkeit zur Zivilcourage verbundene CharakterstĂ€rke erweist sich in der Praxis darin, dass der Couragierte bereit sein muss, gegebenenfalls auch fĂŒr den Einsatz persönliche Nachteile erleiden, schmerzliche Opfer erbringen zu mĂŒssen. Der Couragierte vertritt die Durchsetzung sozialer Werte und Normen, die ihm fĂŒr sein eigenes Leben, fĂŒr das Wohl eines anderen beziehungsweise fĂŒr die Allgemeinheit von Bedeutung sind. Hierzu kann beispielsweise das mutige Auftreten gegen eine populĂ€re, aber nicht allgemein geteilte Meinung, das Eintreten fĂŒr die Rechte eines SchwĂ€cheren oder das Verteidigen ethischer Forderungen gehören. Auch das Aufbegehren gegen staatliche WillkĂŒr, was fĂŒr den Einzelnen empfindliche Konsequenzen haben kann, die Bereitschaft, im familiĂ€ren oder beruflichen Umfeld sein legitimes Recht einzufordern, die Kraft, sich gegen Zumutungen zur Wehr zu setzen und Widerstand zu leisten, fĂŒr eine als gerecht empfundene Sache tatkrĂ€ftig einzutreten, wird gemeinhin unter den Begriff gefasst.[9][10]
Der renommierte theoretischer Physiker Albert Einstein nahm zudem mit folgendem Zitat Stellung zum Thema Zivilcourage:[11]
âDie Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.â
Preise fĂŒr Zivilcourage
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Beobachter Prix Courage (Schweiz): Jedes Jahr verleiht der Schweizerische Beobachter den Prix Courage an inspirierende Menschen, die durch unerschrockenes Handeln und mutige Taten beeindrucken.[12]
- Couragepreis der Stadt Laatzen.[13]
- Dachau-Preis fĂŒr Zivilcourage
- Estrongo Nachama Preis fĂŒr Zivilcourage und Toleranz
- Fritz-Greinecker-Preis fĂŒr Zivilcourage
- Georg-Leber-Preis fĂŒr Zivilcourage der IG Bauen-Agrar-Umwelt.
- Hessische Medaille fĂŒr Zivilcourage
- Ian-Karan-Preis fĂŒr Zivilcourage des Polizeivereins Hamburg e. V.
- Mutig-Preis
- Paul-Spiegel-Preis fĂŒr Zivilcourage
- Preis fĂŒr Zivilcourage der Solbach-Freise-Stiftung
- Ute-Bock-Preis fĂŒr Zivilcourage
- XY-Preis fĂŒr Zivilcourage
- Preis fĂŒr Zivilcourage gegen Antisemitismus, Rechtsradikalismus und Rassismus des Förderkreises Denkmal fĂŒr die ermordeten Juden Europas
Sonstiges
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Die Polizeiliche KriminalprĂ€vention der LĂ€nder und des Bundes (ProPK) hat âEine Initiative der Polizei fĂŒr mehr Zivilcourageâ ins Leben gerufen. Sie nennt dabei âSechs Regeln fĂŒr den Ernstfallâ:
- Acht geben: Hilf, aber bring dich nicht in Gefahr[14]
- Polizei rufen: Ruf die Polizei unter 110
- Hilfe holen: Bitte andere um Mithilfe
- Detail erkennen: PrÀg dir TÀtermerkmale ein
- Mithelfen: KĂŒmmer Dich um Opfer
- Mund aufmachen: Sag als Zeuge aus
Andere AnlÀsse von Zivilcourage können sein:
- als Whistleblower einen Missstand anderen mitzuteilen. Dies kann die Gefahr implizieren, als Absender der Information (z. B. Brief) identifiziert zu werden.
- als Journalist einen Missstand öffentlich zu machen.
- als Politiker auf Reformen zu drÀngen, die als kontrovers gelten.
- die Teilnahme an einer Demonstration oder einem Streik.
- als ehemaliges Opfer auf MissstÀnde aufmerksam machen, wie z. B. bei sexuellem Missbrauch in der Kirche
- als ehemaliges Mitglied, z. B. von Sekten, auf Praktiken wie GehirnwÀsche aufmerksam machen
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bundesnetzwerk Zivilcourage
- Aktion Zivilcourage
- Schaulustiger (Bystander)
- Widerstand (Politik)
- Kitty Genovese, New Yorkerin, deren Ermordung 1964 Untersuchungen zum Zuschauereffekt anstieĂ
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Andreas H. Apelt, Heide Gebhardt, Eckard Jesse (Hrsg.): Zivilcourage gestern und heute: Pflicht oder KĂŒr? Mitteldeutscher Verlag, Halle (Saale) 2014, ISBN 978-3-95462-319-8
- Gerd-Bodo von Carlsburg, Karl-Heinz Dammer, Helmut Wehr (Hrsg.): âHĂ€tte ich doch nicht weggeschaut!â â Zivilcourage frĂŒher und heute. Brigg PĂ€dagogik, Augsburg 2011, ISBN 978-3-87101-708-7
- Johannes Czwalina: Wer mutig ist, der kennt die Angst. Zivilcourage statt Opportunismus. Brendow, Moers 2008, ISBN 978-3-86506-212-3.
- Dieter Deiseroth: Zivilcourage am Arbeitsplatz â Rechtliche Rahmenbedingungen. In: Hermann Reichold, Albert Löhr, Gerhard Blickle (Hrsg.): WirtschaftsbĂŒrger oder Marktopfer? Hampp, MĂŒnchen 2001, ISBN 3-87988-541-9.
- Stefan Frohloff: Gesicht zeigen! Handbuch fĂŒr Zivilcourage. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-593-36807-2
- Wolfgang Heuer: Couragiertes Handeln. zu Klampen, LĂŒneburg 2002, ISBN 3-934920-13-6.
- Max Hollweg: Es ist unmöglich von dem zu schweigen, was ich erlebt habe: Zivilcourage im Dritten Reich. Mit einem Vorwort von Detlef Garbe. 3. Auflage. Mindt, Bielefeld 2000, ISBN 3-00-002694-0.
- Kai Jonas, Margarete Boos, Veronika BrandstÀtter (Hrsg.): Zivilcourage trainieren: Theorie und Praxis. Hogrefe, Göttingen 2006, ISBN 3-8017-1826-3.
- Ulrich KĂŒhne (Hrsg.): Mutige Menschen. Frauen und MĂ€nner mit Zivilcourage. Vorwort von Ulrich Wickert. Elisabeth Sandmann Verlag, MĂŒnchen 2006, ISBN 3-938045-13-2.
- Dieter LĂŒnse, Katty Nöllenburg, Jörg Kowalczyk, Florian Wanke: Zivilcourage können alle! Ein Trainingshandbuch fĂŒr Schule und Jugendarbeit. Verlag an der Ruhr, MĂŒlheim an der Ruhr 2011, ISBN 978-3-8346-0813-0.
- Gerd Meyer: Lebendige Demokratie. Zivilcourage und Mut im Alltag. Forschungsergebnisse und Praxisperspektiven. 2. Auflage. Nomos, Baden-Baden 2007, ISBN 3-8329-0444-1.
- Gerd Meyer, Ulrich Dovermann, Siegfried Frech, GĂŒnther Gugel (Hrsg.): Zivilcourage lernen. Analysen â Modelle â Arbeitshilfen. 2. Auflage. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung / Landeszentrale fĂŒr politische Bildung Baden-WĂŒrttemberg, 2007, ISBN 3-89331-537-3.
- Gerd Meyer: Mut und Zivilcourage. Grundlagen und gesellschaftliche Praxis. Verlag Barbara Budrich. Opladen Berlin Toronto 2014, ISBN 978-3-8474-0172-8 (Paperback), ISBN 978-3-8474-0423-1 (E-Book).
- Gerald Praschl, Marco Hecht: Ich habe Nein gesagt â Zivilcourage in der DDR. Kai Homilius Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-89706-891-5.
- Rob Riemen: Adel des Geistes â Ein vergessenes Ideal. Siedler, MĂŒnchen 2008, ISBN 978-3-88680-948-6.
- Siegbert A. Warwitz: Vom Sinn des Wagens. Warum Menschen sich gefĂ€hrlichen Herausforderungen stellen. In: DAV (Hrsg.): Berg 2006. MĂŒnchen-Innsbruck-Bozen 2005. Seiten 96â111. ISBN 3-937530-10-X
- Siegbert A. Warwitz: Wagnis muss Wesentliches wollen, In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. ErklĂ€rungsmodelle fĂŒr grenzĂŒberschreitendes Verhalten. 3. Auflage. Schneider. Baltmannsweiler 2021, ISBN 978-3-8340-1620-1, S. 296â311.
- Wolfram Wette: Zivilcourage unter extremen Bedingungen. Empörte, Helfer und Retter in der Wehrmacht. In: Freiburger Rundbrief, 1/2004.
- Thomas Kleine-Brockhoff: Vergewaltigung in der S-Bahn: FĂŒrs Wegsehen gibt es viele GrĂŒnde. Eine Replik auf Susanne Gaschke. In: Die Zeit. Nr. 18, 1997 (zeit.de).
- Marcus von Schmude: Wer eingreift, muss sich vorsehen. In: Die Zeit, Nr. 30/2001.
- Eva-Maria Zehrer (Redaktion): Ein ganz normaler Tag â Gedanken ĂŒber Zivilcourage. SĂ€chsischen Landeszentral fĂŒr politische Bildung, Dresden 2007; hrb.at (PDF).
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Bundesnetzwerk Zivilcourage â setzt sich nach eigenen Angaben fĂŒr eine couragierte Gesellschaft ein.
- Zivilcourageportal. UniversitĂ€t ZĂŒrich.
- Zivilcourage / Gewaltfreie Aktion. In: www.friedenspaedagogik.de. Institut fĂŒr FriedenspĂ€dagogik TĂŒbingen, 2009, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. November 2009.
- Zivilcourage - was ist das? In: www.jaskolski.de. Helmut Jaskolski, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 25. August 2013.
- Peter Koblank: Was versteht man unter âZivilcourageâ? Online-Edition Mythos Elser 2006 â Etymologische Herleitung, Bismarck-Anekdote, Georg-Elser-Preis
- Regeln der Polizei fĂŒr das Eingreifen. ( vom 18. Oktober 2005 im Internet Archive) polizei.propk.de
- Ăbergriffe in der Ăffentlichkeit â Sieben Tipps fĂŒr mehr Zivilcourage. In: SĂŒddeutsche Zeitung, 11. November 2014.
- Warum es so schwer ist, mutig zu sein. In: www.stern.de. stern TV, 27. Juli 2016, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 28. Juli 2016.
- Audio
- Ursula Storost: Nicht wegschauen: Wann Menschen im Alltag Zivilcourage zeigen. Deutschlandfunk (DLF), 30. Juli 2026.MP3-Version des Podcasts. (LÀnge: 20:40).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Robert von Keudell: FĂŒrst und FĂŒrstin Bismarck. Erinnerungen aus den Jahren 1846 bis 1872. W. Spemann, Berlin / Stuttgart 1901, S. 8; Textarchiv â Internet Archive.
- â Ulrich KĂŒhne (Hrsg.): Mutige Menschen. Frauen und MĂ€nner mit Zivilcourage. Elisabeth Sandmann Verlag, MĂŒnchen 2006.
- â Gerd Meyer: Lebendige Demokratie. Zivilcourage und Mut im Alltag. Forschungsergebnisse und Praxisperspektiven. 2. Auflage. Baden-Baden 2007.
- â Rob Riemen: Adel des Geistes â Ein vergessenes Ideal. Siedler, MĂŒnchen 2008.
- â Siegbert A. Warwitz: Vom Sinn des Wagens. Warum Menschen sich gefĂ€hrlichen Herausforderungen stellen. In: DAV (Hrsg.): Berg 2006. MĂŒnchen-Innsbruck-Bozen 2005. Seiten 96â111.
- 1 2 Gerd Meyer, Angela Hermann: Zivilcourage im Alltag Ergebnisse einer empirischen Studie. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung; abgerufen am 7. MĂ€rz 2022.
- â Gerd Meyer u. a.: Zivilcourage lernen: Analysen â Modelle â Arbeitshilfen. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, Stuttgart 2004. ISBN 3-89331-537-3.
- â Jurgen Willems: Learning Civil Courage: A Citizensâ Perspective. In: Educational Researcher. 21. September 2021, ISSN 0013-189X, doi:10.3102/0013189X211044159.
- â Stefan Frohloff: Gesicht zeigen! Handbuch fĂŒr Zivilcourage. Campus Verlag, Frankfurt am Main 2001.
- â Siegbert A. Warwitz: Wagnis muss Wesentliches wollen, In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. ErklĂ€rungsmodelle fĂŒr grenzĂŒberschreitendes Verhalten. 3. Auflage. Schneider, Baltmannsweiler 2021. S. 296â311.
- â Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen. Abgerufen am 23. MĂ€rz 2024 (englisch).
- â Der Prix Courage ehrt mutige Menschen, die inspirieren. In: Beobachter. (beobachter.ch [abgerufen am 18. MĂ€rz 2024]).
- â Ehrungssatzung. (PDF) laatzen.de, § 5.
- â Sechs Regeln fĂŒr mehr Zivilcourage im Alltag. Polizeiliche KriminalprĂ€vention der LĂ€nder und des Bundes, abgerufen am 20. August 2019 (deutsch).