ZweispÀnner


Als ZweispÀnner bezeichnet man eine Anspannung, bei der zwei Pferde an der Deichsel gehen. Beide Pferde sind Stangenpferde, weil sie an der Deichsel gehen. Das linke Pferd wird Sattelpferd, das rechte Pferd wird Handpferd genannt.[1] Im Gegensatz zu einer Biga, bei der der Fahrer steht, sitzt bei einem ZweispÀnner der Fahrer auf dem Kutschbock.
Verwendung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]ZweispĂ€nner werden sehr hĂ€ufig verwendet. Mit zwei Pferden können im Vergleich zu einem EinspĂ€nner bereits vergleichsweise groĂe, schwere Wagen gezogen werden. Der Aufwand fĂŒr einen ZweispĂ€nner steht jedoch in keinem Vergleich zu einem VierspĂ€nner, fĂŒr den fĂŒnf bis sechs zueinander passende Pferde benötigt werden, wenn er immer einsatzbereit sein soll. FĂŒr einen ZweispĂ€nner genĂŒgen zwei bis drei Pferde.
ZweispÀnner sind die am leichtesten zu fahrende Anspannung. Die schweren VierspÀnnerleinen entfallen. Ein Ungehorsam eines Pferdes kann meist von dem anderen Pferd wieder ausgeglichen werden.
ZweispĂ€nner werden auch gerne fĂŒr die die Pferdeausbildung beim Einfahren genutzt. Normale WarmblĂŒter können bereits im Alter von zwei Jahren angespannt werden, weil sie am Wagen kein Gewicht tragen mĂŒssen. Sie werden dazu meistens in einem ZweispĂ€nner auf der dem Verkehr abgewandten Seite als Handpferd eingespannt. Auf der Verkehrsseite wird als Sattelpferd ein erfahrenes Pferd, an dem sich das junge Pferd orientieren kann, eingespannt. Zum Einfahren ist ein leichter, robuster Trainingswagen geeignet, da das junge Pferd nicht schwer ziehen soll.
ZweispÀnner werden auch im Fahrsport hÀufig eingesetzt.[2]
Galerie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Aan de Schelde-arm, Frans van Leemputten, 1884
- MĂŒllabfuhr, Seattle, 1915
- Fiaker, Wien, 2006
- GetrÀnketransport auf Juist, 2014
- Ochsenwagen, Myanmar, 2014
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Fahren, Band 5, Richtlinien Reiten und Fahren, Deutsche Reiterliche Vereinigung, Warendorf, 1991
- â Die Fahrlehre, Christian Lamparter, Aachen, 1991