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Chor

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Dieser Eintrag war in der 31. Woche
des Jahres 2009 das Wort der Woche.
Singular Plural 1Plural 2Plural 3
Nominativ der Chor die Chöredie Choredie Choren
Genitiv des Chores
des Chors
der Chöreder Choreder Choren
Dativ dem Chor
dem Chore
den Chörenden Chorenden Choren
Akkusativ den Chor die Chöredie Choredie Choren
[1] ein Chor bei einem Konzert

Anmerkung zu den Pluralformen:

Die Pluralformen Chore und Choren[1] sind veraltet und heute gÀnzlich ungebrÀuchlich.

Worttrennung:

Chor, Plural 1: Chö·re, Plural 2: Cho·re, Plural 3: Cho·ren

Aussprache:

IPA: [koËÉÌŻ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Chor (Info), Lautsprecherbild Chor (Info)
Reime: -oËÉÌŻ

Bedeutungen:

[1] Musik: Ensemble von SÀngern, das gemeinsam Chorwerke vortrÀgt
[2] Musik: Gruppe Àhnlicher oder gleicher Musikinstrumente und ihrer Spieler
[3] Musik: MusikstĂŒck, das von einem Chor (siehe [1]) dargeboten wird
[4] Musik: gemeinsamer Gesang von mehreren SĂ€ngerinnen und SĂ€ngern
[5] Musik: Saiten, die gleich gestimmt sind
[6] Musik: (bei den gemischten Stimmen der Orgel) die zu einer Taste gehörenden Pfeifen
[7] Theater: Schauspielergruppe, die das Geschehen auf der BĂŒhne kommentiert

Herkunft:

[1] seit dem 9. Jahrhundert bezeugt; im mittelhochdeutschen kƍr belegt, das seinerseits dem althochdeutschen chƍr entstammt; dieses ist eine Entlehnung aus dem lateinischen chorus → la (SĂ€ngergruppe, Chor; Tanz), welches wiederum dem griechischen Ï‡ÎżÏÏŒÏ‚Â (choros☆) → grc entsprungen ist; dieses Ï‡ÎżÏÏŒÏ‚Â (choros☆) → grc bezeichnete in der griechischen Antike den „Tanzplatz“ sowie die „Gruppe von TĂ€nzern“, spĂ€ter auch den „Kultgesang beziehungsweise Kulttanz fĂŒr die Gottheiten“[2]
[2] aus [1], da hier ebenfalls Àhnliche Instrumente miteinander musizieren
[3] aus [1]

Synonyme:

[1] SĂ€ngerchor, Vokalensemble
[2] Instrumentalensemble
[7] Theaterchor

Sinnverwandte Wörter:

[4] Chorgesang, Chormelodie

Unterbegriffe:

[1] A-cappella-Chor, Armeechor, Domchor, Doppelchor, Eingangschor, Engelchor/Engelschor, Extrachor, Frauenchor, Gefangenenchor, Jugendchor, Kammerchor, Kinderchor, Kirchenchor, Knabenchor, Laienchor, Madrigalchor, MĂ€nnerchor, Opernchor, Oratorienchor, Schlusschor, Schulchor, Shantychor, Soldatenchor, Sprechchor, Stadtchor, Wechselchor
[2] BlÀserchor, Posaunenchor

Beispiele:

[1] Der Chor sucht neue SĂ€nger.
[1] „Marie singt auch sehr schön; jedem Chor wĂŒrde sie zur Zierde gereichen.“[3]
[1] „Der Chor wartet auf seinen Einsatz.“[4]
[1] „Der Pastor sah stumm vor sich hin, als wartete er darauf, dass der Chor das letzte Lied anstimmte, ein siebenköpfiger Chor, fĂŒnf Frauen, zwei MĂ€nner, ein grĂ¶ĂŸerer Chor hĂ€tte auf der kleinen Empore kaum Platz gefunden.“[5]
[2] Der Posaunenchor besteht aus mehreren Tuben, Posaunen, Hörnern und Trompeten.
[3] In der MatthÀuspassion werden besonders die Chöre geschÀtzt.
[3] Das Lied 'Va, pensiero' ist einer der berĂŒhmtesten Chöre der Operngeschichte.
[4] Chor und Orgel harmonieren perfekt.
[5] Bis 1500 hatten Lauten vier oder fĂŒnf, danach zunĂ€chst sechs Chöre.
[6] Ein gut geschulter Organist kann den Chor 'Blockflöte' wÀhlen, um den Klang des gleichnamigen Holzblasinstruments nachzuahmen.
[7] In der antiken Tragödie gibt es einen Chor.

Wortbildungen:

Chorfrau, ChorfĂŒhrer, Chorgesang, ChorgestĂŒhl, Chorhemd, Chorherr, chorisch, Chorist, Chorknabe, Chorkonzert, Chorleiter, Chorlied, Chormitglied, Chormusik, Chorprobe, Chorrock, ChorsĂ€nger, Chorwerk, Chornoten, Chorgewand, Chormappe, Chorstimme

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Chor (Musik)“
[2] Wikipedia-Artikel „Chormusik“
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Chor“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Chor“
[1–7] Duden online „Chor (Musik, Kirchenbau)“
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Chor“
[1–7] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/ZĂŒrich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Chor“, Seite 337

Quellen:

  1. ↑ Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Chor“
  2. ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 171
  3. ↑ Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht Pommern 1944 bis 1947. Nach einer ErzĂ€hlung von Libussa Fritz-Krockow. 11. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/MĂŒnchen 2000, ISBN 3-421-06396-6, Seite 169. Erstauflage 1988.
  4. ↑ Klaas Huizing: Das Ding an sich. Eine unerhörte Begebenheit aus dem Leben Immanuel Kants. Albrecht Knaus, MĂŒnchen 1998, ISBN 3-8135-0084-5, Seite 67.
  5. ↑ JĂłn Kalman StefĂĄnsson: Dein Fortsein ist Finsternis. Roman. Piper, MĂŒnchen 2024 (ĂŒbersetzt von Karl-Ludwig Wetzig), ISBN 978-3-492-32059-7, Seite 410. IslĂ€ndisch 2020.
Singular 1Singular 2 Plural 1Plural 2Plural 3
Nominativ der Chordas Chor die Chöredie Choredie Choren
Genitiv des Chores
des Chors
des Chores
des Chors
der Chöreder Choreder Choren
Dativ dem Chor
dem Chore
dem Chor
dem Chore
den Chörenden Chorenden Choren
Akkusativ den Chordas Chor die Chöredie Choredie Choren
[1] rosa markierter Chor in einem Kirchengrundriss

Anmerkung zum Genus:

Das Wort wird nur selten als Neutrum verwendet.[1]

Anmerkung zu den Pluralformen:

Die Pluralformen Chore und Choren[2] sind veraltet und heute gÀnzlich ungebrÀuchlich.

Worttrennung:

Chor, Plural: Chö·re

Aussprache:

IPA: [koËÉÌŻ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Chor (Info), Lautsprecherbild Chor (Info)
Reime: -oËÉÌŻ

Bedeutungen:

[1] Architektur: Altarraum in Kirchen
[2] Platz fĂŒr die SĂ€nger auf der Orgelempore

Herkunft:

[1] ausgehend von der Bedeutung „SĂ€nger Pl.“ bezeichnet »Chor« in der christlichen Kirche dann den „Platz der SĂ€nger vor dem Altar“ und davon ausgehend auch den „Bereich der Kirche, der den Geistlichen vorbehalten ist“[3]

Synonyme:

[1] Chorraum

Sinnverwandte Wörter:

[1] Presbyterium

Unterbegriffe:

[1] Doppelchor, Hochchor, Kastenchor, Nonnenchor, Staffelchor

Beispiele:

[1] Im Chor befinden sich zu wenig StĂŒhle.
[1] „Reich ausgemalt sind der Chor, der eine Deesis mit Aposteln und St. Michael zeigt (beide 14. Jh.), und das Langhaus aus dem 15./16. Jh.“[4]
[2] Sonntags waren die beiden SĂ€nger immer da, auf dem Chor der Pfarrkirche.

Wortbildungen:

[1] Chorfenster, Chörlein, Chorhaus, Chorpult, Chorraum, Chorschluss, Chorschranke

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wikipedia-Artikel „Chor (Architektur)“
[1, 2] Duden online „Chor (Musik, Kirchenbau)“
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/ZĂŒrich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Chor“, Seite 337

Quellen:

  1. ↑ Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/ZĂŒrich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Chor“, Seite 337
  2. ↑ Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Chor“
  3. ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 171
  4. ↑ Reinhold Schommers: Mosel. DuMont, Köln 1997, ISBN 3-7701-3741-8, Seite 74.
Singular Plural 1Plural 2Plural 3
Nominativ das Chor die Chöredie Choredie Choren
Genitiv des Chores
des Chors
der Chöreder Choreder Choren
Dativ dem Chor
dem Chore
den Chörenden Chorenden Choren
Akkusativ das Chor die Chöredie Choredie Choren

Anmerkung zu den Pluralformen:

Die Pluralformen Chore und Choren[1] sind veraltet und heute gÀnzlich ungebrÀuchlich.

Worttrennung:

Chor, Plural 1: Chö·re, Plural 2: Cho·re, Plural 3: Cho·ren

Aussprache:

IPA: [koËÉÌŻ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Chor (Info)
Reime: -oËÉÌŻ

Bedeutungen:

[1] landschaftlich, abwertend, nur Singular: Gesindel, Pack
[2] veraltet: allgemein ein Kreis, ein Reigen, eine Menge

Beispiele:

[1] Dieses liederliche Chor treibt sich schon wieder vor unserem Haus herum.
[2] Er schwelgt in einem Chor der stillen Freuden.

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Chor“
[1] Duden online „Chor (Musik, Kirchenbau)“
[2] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Chor“
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 4., neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/ZĂŒrich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Chor“, Seite 337

Quellen:

  1. ↑ Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 BĂ€nde in 32 TeilbĂ€nden. Leipzig 1854–1961 „Chor“

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Ă€hnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Akkord, Chlor, Coral, Koran
Homophone: Corps, Korps
Anagramme: roch, Roch