Jecke
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Jecke (Deutsch)
[Bearbeiten]Substantiv, m
[Bearbeiten]| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Jecke | die Jeckes |
| Genitiv | des Jeckes | der Jeckes |
| Dativ | dem Jecke | den Jeckes |
| Akkusativ | den Jecke | die Jeckes |
Worttrennung:
- Je·cke, Plural: Je·ckes
Aussprache:
Bedeutungen:
- [1] abwertend: Jude, der aus einem deutschsprachigen Land stammt und nach PalÀstina/Israel ausgewandert ist
Herkunft:
- nach Landmann kommt der Ausdruck von âagur ben Jakeâ (SprĂŒche 30) und ist ein Synonym âfĂŒr den talmudisch Ungelehrten und geistig Ungeschliffenenâ[1]
Weibliche Wortformen:
- [1] Jeckin
Oberbegriffe:
- [1] Jude
Beispiele:
- [1] âAuch gab es unter den Jeckes, also jenen aus Deutschland stammenden Juden, die sprachlich und kulturell ihrer einstigen Heimat verbunden geblieben waren, so manche, die sich bereitwillig auf einen Dialog mit diesen Besuchern einlieĂen.â[2]
- [1] âDa Du-nour keine Jeckin war und daher nie erleben konnte, welche Sprache Jeckes verwenden, wenn sie ganz unter sich sind, ging sie davon aus, dass Jeckes immer bewusst hebrĂ€ische Begriffe einflieĂen lassen beziehungsweise Code-Switching praktizieren, um ihr jeckisches Deutsch vom Deutsch der heutigen Deutschen abzugrenzen.â[3]
- [1] âIn Schwajim konnte man auf den ersten Blick das Zimmer eines Ostjuden vom Zimmer eines Jecken unterscheiden.â[4]
Wortbildungen:
Ăbersetzungen
[Bearbeiten] [1] abwertend: Jude, der aus einem deutschsprachigen Land stammt und nach PalÀstina/Israel ausgewandert ist
- [1] Wikipedia-Artikel âJeckeâ
- [*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache â Korpusbelege [dwdsxl] Gegenwartskorpora mit freiem Zugang âJeckeâ
Quellen:
- â Salcia Landmann: Die klassischen Witze der Juden. Verschollenes und Allerneuestes. Ullstein, Berlin 1997, ISBN 3-548-24051-8, Seite 265.
- â Gisela Dachs: Zu den kulturpolitischen Beziehungen zwischen Israel und Deutschland â und die Rolle der deutschen Sprache. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 4â5, 2013, Seite 145-154, Zitat Seite 148.
- â Anne Betten: Die deutsche Sprache bei der 1. und 2. Generation deutschsprachiger Immigranten in Israel. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 4â5, 2013, Seite 168â180 (Zitat Seite 173 f. AbkĂŒrzung aufgelöst).
- â Gad Granach: Heimat los!. Aus dem Leben eines jĂŒdischen Emigranten. btb-Verlag, ohne Ort 2008, ISBN 3442736300, Seite Seite 79 Jecken ist kursiv gedruckt.
