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Ausserberg

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Ausserberg
Wappen von Ausserberg
Staat: Schweiz Schweiz
Kanton: Kanton Wallis Wallis (VS)
Bezirk: Westlich Raronw
BFS-Nr.: 6191i1f3f4
Postleitzahl: 3938
Koordinaten: 631302 / 129036Koordinaten: 46° 18â€Č 43″ N, 7° 50â€Č 42″ O; CH1903: 631302 / 129036
Höhe: 1008 mÂ ĂŒ. M.
Höhenbereich: 637–3000 m ĂŒ. M.[1]
FlĂ€che: 15,13 kmÂČ[2]
Einwohner: 639 (1. Januar 2026)[3]
Einwohnerdichte: 42 Einw. pro kmÂČ
AuslÀnderanteil:
(Einwohner ohne
Schweizer BĂŒrgerrecht)
11,9 %
(1. Januar 2026)[4]
Website: www.ausserberg.ch
Ausserberg
Ausserberg
Lage der Gemeinde
Karte von AusserbergOeschinenseeDaubenseeIllseeStausee FerdenGibidumseeKanton BernBezirk BrigBezirk LeukBezirk GomsBezirk Östlich RaronBezirk SidersBezirk VispBezirk VispAusserbergBlatten (Lötschen)BĂŒrchen VSEischollFerdenKippelNiedergestelnRaronSteg-HohtennUnterbĂ€chWiler (Lötschen)
Karte von Ausserberg
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Ausserberg (walliserdeutsch: ÜsserbĂ€rg) ist eine Munizipalgemeinde und eine Burgergemeinde im Bezirk Westlich Raron sowie eine Pfarrgemeinde des Dekanats Raron im deutschsprachigen Teil des Schweizer Kantons Wallis.

1923 wurde die ehemalige Gemeinde GrĂŒnden mit Ausserberg fusioniert (das Gebiet von GrĂŒnden vollzog damit zugleich einen Bezirkswechsel).

Das Dorf Ausserberg liegt auf rund 1000 mÂ ĂŒ. M. an der Lötschberg SĂŒdrampe im Oberwallis. Die Gemeinde grenzt an die Bezirke Visp, Brig und Raron. Die unterschiedlichen klimatischen Bedingungen haben ĂŒber die Jahrhunderte dafĂŒr gesorgt, dass sich in Ausserberg verschiedene Landschaftsformen gebildet haben. Im SĂŒden erstreckt sich das Gemeindegebiet bis an das Ufer der Rhone. Die Gemeindegrenzen folgen streckenweise den alten Suonen Niwa und Wiigartneri. Rund um die Dörfer Ausserberg, Hobiel und Leiigru liegen Bergweiden; viele dieser Gebiete am steilen SĂŒdhang sind im Bundesinventar der Trockenwiesen und -weiden von nationaler Bedeutung aufgefĂŒhrt.

Bei den Ortschaften und oberhalb davon hat die Gemeinde grosse WaldflĂ€chen, so den Telwald, den Witteruwald, den Lerchwald und den Strahlwald. Über der Waldgrenze liegen die Sömmerungsgebiete Leiggeralpa, Mederbode und Ougstchumma. Das Wiwannihorn (3000 mÂ ĂŒ. M.) ist zugleich Wahrzeichen und der höchste Punkt der Gemeinde. Im Westen stösst Ausserberg an das Bietschtal und im Osten an das Baltschiedertal.[5] Die Bergzone liegt im eidgenössischen Jagdbanngebiet Alpjuhorn.

Der grösste Teil der GemeindeflĂ€che befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Berner Hochalpen und Aletsch-Bietschhorn-Gebiet (sĂŒdlicher Teil), das im Bundesinventar der Landschaften und NaturdenkmĂ€ler von nationaler Bedeutung definiert ist.

Von der Hauptstrasse 9 im Talboden und der neuen Zufahrt zur Autobahn A9 fĂŒhrt eine Lokalstrasse durch Baltschieder nach Ausserberg.

Luftbild (1964)
StationsgebÀude Ausserberg BLS (2012)
Kugelpanorama Ausserberg (2022)
Als Kugelpanorama anzeigen

Die Gemeinde Ausserberg war und ist eine typische Weilersiedlung, die sich aus verschiedenen Weilern, GebĂ€udegruppen und kleineren Dörfern zusammensetzt. Die kleinen Produktionsparzellen sowie die geographische Begebenheit der Region sind GrĂŒnde fĂŒr diese Siedlungsform. Dieses Erscheinungsbild Ă€ndert sich je lĂ€nger je mehr, in dem die FreiflĂ€chen zwischen den Weilern verbaut werden. Auch sind vom ehemaligen Berg- und Bauerndorf nur noch zwei Landwirtschaftsbetriebe ĂŒbrig.[6]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr18501900191019201950197020002010201220142016
Einwohner3583981020 (Eisenbahnbau)458631 (mit GrĂŒnden)701628640635631622

Einfluss der BLS

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Anfang des 20. Jahrhunderts bemĂŒhten sich der Kanton Bern und Frankreich um eine Bahnlinie durch die Berner Alpen. Am 27. Juli 1906 entschied sich der Berner Grosse Rat, den Lötschbergtunnel zu realisieren. Die eigens dafĂŒr gegrĂŒndete BLS begann am 15. Oktober des gleichen Jahres gemeinsam mit dem französischen Unternehmerkonsortium EGL mit den Bauarbeiten. Nach anfĂ€nglicher Ablehnung entschied sich die Bevölkerung Ende 1906 in einer Abstimmung zugunsten des Baus. Damit gewann die BLS als Transportmittel und fĂŒr das Gewerbe an Bedeutung. Einerseits wurde im Zuge der Bauarbeiten die Infrastruktur verbessert. Andererseits bot das Bauprojekt neue ArbeitsplĂ€tze und Einkunftsmöglichkeiten, beispielsweise durch den Viehhandel. Die BLS legte damit gewissermassen den Grundstein fĂŒr den Wandel des Bergdorfs von der Subsistenz- hin zur Konsumwirtschaft.[7]

Natur und Tourismus

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Heute ist Ausserberg vor allem dank seiner Natur fĂŒr den Tourismus attraktiv. Die geschichtstrĂ€chtigen Suonen Manera, Undra, Mittla und NiwĂ€rch, die fĂŒr die Bevölkerung auch heute noch von Nutzen sind, können auf mehreren Wanderrouten besichtigt werden. Die UNESCO hat die Region Jungfrau-Aletsch, zu der auch die Standortgemeinde Ausserberg gehört, am 13. Dezember 2011 zum Weltnaturerbe erklĂ€rt. Diese vielfĂ€ltige Landschaft kann auf insgesamt 60,5 Kilometern Wanderwegen erkundet werden.[8]

SehenswĂŒrdigkeiten

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Commons: Ausserberg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

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  1. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die Höhenbereiche zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  2. ↑ Geographische Kennzahlen – Suche. Gemeindestand 06.04.2025. In: Applikation der Schweizer Gemeinden (admin.ch). Bundesamt fĂŒr Statistik (BFS), abgerufen am 29. August 2025 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen wurden die FlĂ€chen zum Stand 1. Januar 2025 zusammengefasst).
  3. ↑ Bilanz der stĂ€ndigen Wohnbevölkerung nach Bezirken und Gemeinden, 1991-2025. In: bfs.admin.ch. Bundesamt fĂŒr Statistik, abgerufen am 22. August 2026 (bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst).
  4. ↑ StĂ€ndige Wohnbevölkerung nach Staatsangehörigkeit 2010-2025. Bei spĂ€teren Gemeindefusionen Einwohnerzahlen aufgrund Stand 2025 zusammengefasst. Abruf am 22. August 2026
  5. ↑ Klima (Memento vom 25. Januar 2018 im Internet Archive) Gemeindewebseite, abgerufen am 24. Januar 2018
  6. ↑ Dorf, Weiler, Alpen (Memento vom 25. Januar 2018 im Internet Archive) Gemeindewebseite, abgerufen am 24. Januar 2018
  7. ↑ Pfaffen, Erwin / Stadelmann, Kurt: Ausserberg - eine Gemeinde im Umbruch abgerufen am 24. Januar 2018.
  8. ↑ Natur & Tourismus (Memento vom 26. Januar 2018 im Internet Archive) Gemeindewebseite, abgerufen am 25. Januar 2018