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BĂŒrgerbeteiligung

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

In der Politik bezeichnet BĂŒrgerbeteiligung die Beteiligung und Einbeziehung der BĂŒrger in politischem Gemeinwesen, in die „Gestaltung des Gemeinsamen“ oder „alles Gemeinsamen“.[1]

Der Begriff BĂŒrgerbeteiligung zeichnet sich durch eine gewisse UnschĂ€rfe aus, da er weder in der gĂ€ngigen politischen Theorie noch in der sozialen Praxis eindeutig abgegrenzt wird. Einerseits steht seine Verwendung in einem engen Zusammenhang mit dem politischen System eines Staates, sodass es fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung jeweils eine etwas andere Lesart gibt – beispielsweise in Deutschland, Österreich (wo der Begriff im Allgemeinen fĂŒr inhaltlich und zeitlich aus- und eingegrenzte Verfahren in kleinen Gruppen gebraucht wird) und der Schweiz (wo direkte Beteiligung eine der Grundlagen der landesĂŒblichen direkten Demokratie ist[1]). Zum anderen ist BĂŒrgerbeteiligung ein sogenanntes Fahnenwort und dient damit auch der IdentitĂ€tsstiftung im politischen Diskurs.

Definition und Begriffsverwendung

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GĂ€ngige Theorie (wie bspw. in Deutschland) kennt keine allgemein verbindliche Definition von BĂŒrgerbeteiligung. Es wetteifern (dort) verschiedene, mehr oder minder ausformulierte BeteiligungsverstĂ€ndnisse miteinander darum, den Begriff fĂŒr sich zu vereinnahmen.[2]

So wird in einem weit gefassten BegriffsverstĂ€ndnis jede Form unmittelbarer (= direkter) Mitwirkung der BĂŒrger an politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen als BĂŒrgerbeteiligung verstanden – von einer mit umfassenden, verbrieften politische Rechten, die alle Prozesse mit einschließt (siehe Politische Willensbildung in der Schweiz), bis enger eingegrenzt auf Wahlen, noch unverbindliche Abstimmungen und in der Regel unverbindliche Mitwirkung in „partizipativen Formaten“ (bspw. einem BĂŒrgerdialog, BĂŒrgerforum, BĂŒrgerrat u. a. m.).[3]

In einem, kulturell- und lĂ€nderspezifisch, enger gefassten VerstĂ€ndnis (wie bspw. in Deutschland) sind unter BĂŒrgerbeteiligung sowohl „direktdemokratische“ (in Deutschland auf noch in der Regel unverbindliche Abstimmungen und Petitionen, wie BĂŒrger-/Volks-Begehren/-Initiativen, eingegrenzt[4]) als auch dialogische Verfahren (bspw. BĂŒrgerdialog, BĂŒrgerforum, BĂŒrgerrat u. a. m.) zu verstehen, nicht jedoch die Teilnahme an Wahlen.[5] In einem eng gefassten VerstĂ€ndnis bezeichnet BĂŒrgerbeteiligung ausschließlich „dialogorientierte Demokratieformen“, wĂ€hrend die „Direkte Demokratie“ („DD“, in Deutschland eingegrenzter Begriff, siehe oben) und die reprĂ€sentative Demokratie (Wahlen) hiervon klar unterschieden werden.[6] Daneben gibt es (in Deutschland) eine weitere Lesart, die BĂŒrgerbeteiligung als Spielart oder sogar synonym zum BĂŒrgerschaftlichen Engagement sieht.[7] Auch in der gĂ€ngigen Politikwissenschaft gibt es unterschiedliche Theoriemodelle zur KlĂ€rung und Abgrenzung von BĂŒrgerbeteiligung.

Der Ausdruck BĂŒrgerbeteiligung ist (bspw. in Deutschland) jedoch zugleich ein Politisches Schlagwort, mit dem unterschiedslos jegliche Bestrebungen zur Ausweitung der Volksherrschaft bezeichnet werden. Die Forderung nach „mehr BĂŒrgerbeteiligung“, oder „mehr direkter BĂŒrgerbeteiligung“, markiert somit zugleich eine allgemeine Positionierung und Abgrenzung im politischen Diskurs, gegenĂŒber denjenigen politischen KrĂ€ften, die sich gegen eine Ausweitung politischer Mitbestimmungsrechte der Bevölkerung wenden oder diese sogar beschneiden wollen. In dieser Begriffsverwendung wird BĂŒrgerbeteiligung in aller Regel nicht klar von anderen Formen der Demokratie, insbesondere der „Direkten Demokratie“ („DD“, siehe oben), abgegrenzt. Eine solche, undifferenzierte Wortverwendung ist im öffentlich-medialen Diskurs vorherrschend. Eine oftmals synonym verwendete politische Forderung ist: “Mehr Demokratie wagen”.

Finanzielle BĂŒrgerbeteiligung in Deutschland

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Zuletzt wird in Deutschland bisweilen von einer sogenannten finanziellen BĂŒrgerbeteiligung gesprochen.[8] Gemeint sind damit wirtschaftliche Unternehmungen, bei denen sich natĂŒrliche Personen unmittelbar finanziell beteiligen können. Mit ‚Beteiligung‘ ist in diesem Zusammenhang die Kapitalbeteiligung gemeint. Die Voranstellung ‚BĂŒrger‘ soll signalisieren, dass sich das Investitionsangebot an alle interessierten Personen richtet, nicht bloß an professionelle Anleger.

Kritisch betrachtet darf vermutet werden, dass die Wortkombination ‚finanzielle BĂŒrgerbeteiligung‘ auch aus werberischen Zwecken gewĂ€hlt wird, um das Ang durch eine Verbindung mit dem positiv konnotierten Begriff ‚BĂŒrgerbeteiligung‘ attraktiver erscheinen zu lassen. Manche dieser Unternehmungen legen darĂŒber hinaus tatsĂ€chlich einen hohen Wert auf die Beteiligung der Einleger an den unternehmensinternen Entscheidungen.

In Deutschland wird der Ausdruck vor allem im Zusammenhang mit BĂŒrgerenergiegesellschaften und BĂŒrgerenergiegenossenschaften verwendet.[9][10][11]

Genossenschaften, Kollektive, Kooperativen, Partnerschaften

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Genossenschaften, Kollektive, Kooperativen, Partnerschaften sind gÀngige Formen der selbstbestimmten, selbstverwalteten Unternehmen. Mit einer langen Tradition. Je nach Land in unterschiedlichen rechtlichen Formen.

Regelungen – mit und ohne

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Deutschland, teilweise Österreich – Gesetzlich geregelte und freiwillige BĂŒrgerbeteiligung

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GrundsĂ€tzlich wird bei BĂŒrgerbeteiligung unterschieden, ob sie aufgrund einer gesetzlichen Vorschrift oder aufgrund eigenen Ermessens einer öffentlichen Stelle durchgefĂŒhrt wird. Eine eindeutige Begrifflichkeit hat sich hierfĂŒr bislang nicht durchgesetzt. So wird die gesetzlich verankerte BĂŒrgerbeteiligung meist als „formelle Beteiligung“ bezeichnet, aber auch die AusdrĂŒcke „förmliche“, „gesetzliche“, „obligatorische“ oder „verpflichtende Beteiligung“ werden verwendet. Bei Beteiligungsverfahren ohne gesetzliche Grundlage wird hingegen von „informeller“, „nicht-geregelter“, „fakultativer“ oder auch „freiwilliger Beteiligung“ gesprochen.

Geregelte BĂŒrgerbeteiligung

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Die wesentliche Eigenschaft der formellen BĂŒrgerbeteiligung besteht darin, dass sie gesetzlich vorgeschrieben ist und nicht einer Ermessensentscheidung der Verwaltung unterliegt. Die entsprechenden Behörden sind zu ihrer DurchfĂŒhrung verpflichtet. Das bedeutet jedoch nicht zwangslĂ€ufig, dass auch die Ergebnisse der Beteiligung verbindlich sind. So schreibt beispielsweise in Deutschland das Baugesetzbuch bei der Erarbeitung eines Bebauungsplans eine BĂŒrgerbeteiligung vor. Konkret muss die Verwaltung hierzu den Bebauungsplan öffentlich auslegen und interessierten Personen die Möglichkeit geben, Einwendungen gegen diesen vorzubringen. Sie ist jedoch nicht verpflichtet die eingegangenen Hinweise auch zu ĂŒbernehmen, sie muss diese lediglich prĂŒfen und abwĂ€gen. Am Ende dieser gesetzlichen Beteiligung kann also ein unverĂ€nderter Bebauungsplanentwurf stehen, der dann in die politische Beschlussfassung geht.

Die formelle BĂŒrgerbeteiligung ist ganz generell am hĂ€ufigsten im Bau- und Planungsrecht anzutreffen. In Deutschland werden die mit Abstand meisten formellen Beteiligungsverfahren in der Bauleitplanung, dem wichtigsten kommunalen Planungswerkzeug, durchgefĂŒhrt. Doch auch bei Raumordnungsverfahren, der Landes- und Regionalplanung, bei der UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung und in verschiedenen gesetzlichen Genehmigungsverfahren ist formelle BĂŒrgerbeteiligung ein fester Bestandteil. In Österreich findet sich ein Großteil der formellen BĂŒrgerbeteiligung ebenfalls in vergleichbaren Rechtsnormen. Auch in der Schweiz sind Mitwirkungsverfahren im Bau- und Planungsrecht weit verbreitet. Zudem sind bei BundesbeschlĂŒssen formelle Vernehmlassungen, in denen sich jedermann Ă€ußern kann, mit wenigen Ausnahmen vorgeschrieben. Diese Verfahren verhindern in der Schweiz die Ausarbeitung von BeschlussentwĂŒrfen, die aufgrund der starken Stellung der Kantone und der vorhandenen direkten Demokratie in einer Abstimmung keine Akzeptanz finden wĂŒrden.

In Deutschland und Österreich orientieren sich formelle BĂŒrgerbeteiligungsverfahren am Modell der Anhörung. Dabei wird es einzelnen Personen ermöglicht, sich mit ihren schriftlichen Hinweisen direkt an die Behörde zu wenden, die hierzu ebenfalls schriftlich Stellung nehmen muss. Diese Verfahren weisen meist eine sehr geringe deliberative QualitĂ€t auf, denn ein tatsĂ€chlicher Austausch von Gedanken mit wechselseitiger Beeinflussung der Position kann so kaum entstehen. Zugleich bleiben die Teilnehmenden vereinzelt, ein direkter Austausch zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Interessengruppen ist ĂŒblicherweise nicht vorgesehen. Die aktuellen Formen der gesetzlich geregelten BĂŒrgerbeteiligung werden daher oftmals als unflexibel und nicht mehr zeitgemĂ€ĂŸ erlebt, wobei VorschlĂ€ge zur Modernisierung der Verfahren bislang keinen gesetzlichen Niederschlag gefunden haben.[12]

Nicht-geregelte BĂŒrgerbeteiligung

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Nicht-geregelte BĂŒrgerbeteiligung kann grundsĂ€tzlich auf allen politischen Ebenen Anwendung finden, wenn öffentliche Stellen Ermessens- und GestaltungsspielrĂ€ume bei der Planung und Umsetzung von Vorhaben jeglicher Art haben. Ob es zu einer BĂŒrgerbeteiligung kommt, hĂ€ngt jedoch in hohem Maße von der Bereitschaft der zustĂ€ndigen Behörde(n) ab, die Bevölkerung tatsĂ€chlich einzubinden. Ein Rechtsanspruch auf solche Formen der Beteiligung besteht jedenfalls nicht. Bisweilen gelingt es BĂŒrgerinitiativen durch politischen Druck, Behörden zur DurchfĂŒhrung eines Beteiligungsverfahrens zu bewegen. Der ganz ĂŒberwiegende Teil der nicht-formellen BĂŒrgerbeteiligung findet auf der kommunalen Ebene statt, LĂ€nder und der Nationalstaat folgen mit deutlichem Abstand.

Die nicht-geregelte BĂŒrgerbeteiligung kennt eine sehr hohe Formenvielfalt:[13] Es gibt Methoden fĂŒr den Austausch zu Zweit bis zu Großgruppenmethoden mit hunderten Teilnehmenden; fĂŒr die Erarbeitung weit gefasster Visionen bis hin zur Planung spezifischer Detailfragen; fĂŒr Gruppen, die sich regelmĂ€ĂŸig treffen und solche, die nur einmalig zusammentreten; fĂŒr die Einbindung von bestimmten Gruppen sowie Zufallsgruppen usw. usf. FĂŒr praktisch jede Aufgabenstellung, jeden Themenbereich und jede beteiligte Gruppe wurde in den vergangenen Jahrzehnten ein geeignetes Verfahren entwickelt. Dabei bedient sich die nicht-geregelte BĂŒrgerbeteiligung hĂ€ufig bei Methoden aus anderen Aufgabenfeldern, wie der Psychotherapie, der Organisationsentwicklung, der Mediation, dem Projektmanagement und allgemein verschiedenen ProblemlösungsansĂ€tzen, die auf die besonderen Bedingungen einer BĂŒrgerbeteiligung angepasst werden.

Grob verallgemeinert kann man festhalten, dass die nicht-geregelte BĂŒrgerbeteiligung in aller Regel ein hohes Gewicht auf diskursive AnsĂ€tze legt. Die Teilnehmenden sollen miteinander ĂŒber ein Thema oder eine Problemstellung „ins GesprĂ€ch“ kommen, Argumente und Ideen austauschen und so gemeinsam Lösungen entwickeln. In solchen Verfahren ist die Verwaltung nicht mehr Adressat von Forderungen, sondern bringt ihre Kompetenzen partnerschaftlich in den Austausch mit ein.

Die große FlexibilitĂ€t der nicht-geregelten BĂŒrgerbeteiligung ist zugleich eine große Schwachstelle. Denn ausschlaggebend fĂŒr den Erfolg von BĂŒrgerbeteiligung ist die Herstellung von Relevanz. So sollte das Thema des Verfahrens etwas sein, dass fĂŒr die Dialoggruppen tatsĂ€chlich von Interesse ist. Zugleich muss fĂŒr die Beteiligten nachvollziehbar sein, in welcher Form die gewonnenen Ergebnisse in die weitere Umsetzung des besprochenen Vorhabens einfließen. WĂ€hrend aus gesetzlich geregelter BĂŒrgerbeteiligung eindeutige Handlungsverpflichtungen fĂŒr die Vorhabenverantwortlichen erwachsen, besteht bei der nicht-geregelten BĂŒrgerbeteiligung stets die Gefahr, dass die Ergebnisse nicht umgesetzt werden. Um diesem Risiko etwas entgegenzusetzen, wurden verschiedene Strategien entwickelt, wie beispielsweise öffentliche Selbstverpflichtungen oder die Entwicklung von Leitlinien fĂŒr Beteiligung.

Nicht-gesetzlich geregelte BĂŒrgerbeteiligung

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Eine Sonderstellung nehmen Beteiligungsverfahren in Gebietskörperschaften (in aller Regel Kommunen) ein, die sich sogenannte Leitlinien fĂŒr Beteiligung gegeben haben. Diese enthalten beispielsweise grundlegende QualitĂ€tskriterien, denen Beteiligungsverfahren entsprechen sollen. Teilweise sind AblĂ€ufe, Verfahren und Formen benannt, nach denen die nicht-gesetzlich geregelte BĂŒrgerbeteiligung organisiert wird. Zumeist sind solche Leitlinien durch die gewĂ€hlte Vertretung (bspw. dem Gemeinderat) politisch beschlossen worden. Auch wenn sie keine Gesetzeswirkung haben, entfalten sie in der Gebietskörperschaft eine gewisse Verbindlichkeit.

Das Modell der Leitlinien fĂŒr Beteiligung ist von der Stiftung Mitarbeit und dem von ihr initiierten Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung ins Leben gerufen worden. Sie sind der Versuch, die unvermeidbar hohe Gestaltungs- und SteuerungsfĂ€higkeit von Verwaltungen in BĂŒrgerbeteiligungsverfahren durch eine demokratisch beschlossene Rechtsnorm einzuhegen. Bis 2021 haben sich knapp 100 ĂŒberwiegend deutsche, sowie einige österreichische Gebietskörperschaften entsprechende Leitlinien gegeben bzw. sind dabei diese auszuarbeiten.[14] Berlin ist dabei das einzige deutsche Bundesland, das sich Leitlinien fĂŒr Beteiligung gegeben hat, wenngleich eingegrenzt auf das Themenfeld Stadtentwicklung.[15]

Sofern eine erweiterte Definition von BĂŒrgerbeteiligung angelegt wird, die ĂŒber dialogorientierte Demokratieformen hinausgeht, werden direktdemokratische Instrumente (BĂŒrgerbegehren und -entscheid bzw. Volksbegehren und -entscheid/-abstimmung) der formalen BĂŒrgerbeteiligung zugeschlagen. Engere Definitionen von BĂŒrgerbeteiligung betrachten diese jedoch grundsĂ€tzlich als unterschiedliche Formen von Demokratie, ganz unabhĂ€ngig davon, dass beide auf einer gesetzlichen Grundlage fußen.

Das Beteiligungsparadoxon

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Darstellung des sogenannten „Beteiligungsparadoxons“
Darstellung des sogenannten „Beteiligungsparadoxons“

Das sogenannte Beteiligungsparadoxon gehört zu den wesentlichen Modellen, die die Herausforderungen u. a. auch bei der praktischen Umsetzung von BĂŒrgerbeteiligung beschreiben.

Es sagt aus, dass die Möglichkeiten zur Einflussnahme auf ein Vorhaben zu dessen Beginn hoch sind und ĂŒber die Zeit und mit fortlaufender Umsetzung des Vorhabens abnehmen. Zugleich entwickle sich das Teilnahmeinteresse gegenlĂ€ufig. Je konkreter und greifbarer ein Vorhaben werde, umso mehr Menschen wollten sich bei dessen Gestaltung aktiv einbringen.

So stehe die frĂŒhe BĂŒrgerbeteiligung, ĂŒberall dort, wo sie noch selten oder schwach ist, oft vor der Herausforderung, trotz großer GestaltungsspielrĂ€ume nicht ausreichend Menschen fĂŒr eine Teilnahme mobilisieren zu können. Wenn ein Vorhaben jedoch kurz vor der Umsetzung stehe, sei es schwierig, den dann hohen Beteiligungswillen mit den nur noch wenigen verbliebenen Möglichkeiten der Einflussnahme in Einklang zu bringen.[16] Zumeist wird empfohlen, dem Beteiligungsparadoxon durch eine intensive Informationskampagne zu Beginn eines Vorhabens zu begegnen.[17]

Prozesse, Einfluss, Wissen
Prozesse, Einfluss, Wissen

Die Urheberschaft des Beteiligungsparadoxon ist im Allgemeinen nicht bekannt. Es gilt in der Fachwelt jedoch als weithin akzeptierte und treffende Beschreibung einer der zentralen Herausforderungen in der BĂŒrgerbeteiligungspraxis. Es gibt unterschiedliche Darstellungen des Beteiligungsparadoxon, wobei jedoch in aller Regel nur die Beschriftung der Achsen und Pfeile dem jeweiligen Kontext angepasst wird.[18][19]

Den Ursprung des Paradoxonsmodels findet man in allgemeiner Management-/Organisationslehre, Psychologie und Soziologie, wie sie sich seit den 1960ern entwickelt haben.

Spektrum der BĂŒrgerbeteiligung

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Ebenen der BĂŒrgerbeteiligung[20]
➚ Zunehmender Grad der Beteiligung
ermÀchtigen  
(en. empower)
kooperieren  
(en. cooperate)
einbeziehen  
(en. involve)
konsultieren    Rat einholen (en. consult)
informieren  
(en. inform)
Ebenen der BĂŒrgerbeteiligung mit zunehmendem BĂŒrgereinfluss – vom Informieren ĂŒber Konsultieren, Einbeziehen und Kooperieren zum ErmĂ€chtigen

BĂŒrgerbeteiligung wird als „Spektrum“ dargestellt und in Verfahren mit wachsender Einflussnahme der BĂŒrgerschaft gegliedert,[20] mit zunehmenden „Stufen“ der Beteiligung. Das Spektrum reicht von der Information bis zur Übertragung von Verantwortung – vom Informieren zum ErmĂ€chtigen. Bei der ErmĂ€chtigung gilt als Ziel, die letzte Entscheidung in die HĂ€nde der BĂŒrgerschaft zu legen und es gibt das Versprechen, genau das einzufĂŒhren, was die BĂŒrger entschieden haben. Ausgewogene und objektive Informationen sind die Grundlage der BĂŒrgerbeteiligung. Nachfolgend kann die Öffentlichkeit um Rat gebeten werden, ihre EinwĂ€nde als Analyse, Alternative oder andere Entscheidungen vorzutragen. Strukturierte BĂŒrgerbeteiligung bezieht alle Bestrebungen und Bedenken der BĂŒrger ein und stellt sicher, dass im Beteiligungsverfahren alles verstanden und berĂŒcksichtigt wird. Bei einer weiterentwickelten Form der BĂŒrgerbeteiligung handeln Politik und Verwaltung als Partner der BĂŒrger, die zusammen als BĂŒndnis an Alternativen arbeiten und eine bevorzugte gemeinsame Lösung finden. (vgl. Kooperation)

Empowerment als weitreichendste Form der BĂŒrgerbeteiligung entspricht in dieser Einteilung der grĂ¶ĂŸten Einflussnahme, Mitbestimmung der BĂŒrger – vgl. Demokratie (altgriechisch Î”Î·ÎŒÎżÎșÏÎ±Ï„ÎŻÎ± ‚Herrschaft des Volkes‘, von ÎŽáż†ÎŒÎżÏ‚ dēmos ‚Volk‘ und -kratie: ÎșÏÎ±Ï„ÎŻÎ± kratĂ­a ‚Herrschaft‘):

„Demokratie – Staatsform, in welcher das ‚Volk‘ (griech. demos), d. h. die Gesamtheit der vollberechtigten BĂŒrger, nicht ein Einzelner oder eine kleine Gruppe MĂ€chtiger, die Staatsgewalt innehat. In der Vormoderne war die Demokratie eine Ausnahmeerscheinung die Mitbestimmungsrechte waren 
 beschrĂ€nkt 
 und galten als Privileg spezieller Gruppen. Erst die moderne Demokratie, die sich nach der Amerikanischen und Französischen Revolution durchzusetzen begann, gewĂ€hrte die Politischen Rechte als [Bestandteil] der Menschenrechte, deren Garantie eine der Hauptaufgaben des demokratischen Staates wurde.“

– Georg Kreis, Andreas Suter[21]

Noch heutzutage wird ein „Ehernes Gesetz der Oligarchie“ bei parteipolitisch geprĂ€gter Demokratie und BĂŒrgerbeteiligung beschrieben, eine „ReprĂ€sentations- und damit auch PartizipationslĂŒcke“ – „Es besteht die Gefahr, dass [die] Interessen [der WĂ€hler, NichtwĂ€hler und Partei[en]mitglieder] nicht mehr durch die gewĂ€hlten Politiker reprĂ€sentiert werden. Eine ReprĂ€sentations- und damit auch PartizipationslĂŒcke zwischen Bevölkerung und Politik wird sichtbar“.[22]

Zunehmender Grad der Beteiligung / Ebenen der BĂŒrgerbeteiligung[20]
vom Informieren zum ErmÀchtigen (Empowerment)
Informieren
(en. inform)
Konsultieren
(en. consult)
Einbeziehen
(en. involve)
Kooperieren
(en. cooperate)
ErmÀchtigen
(en. empower)
Ziele der Beteiligung Ausgewogene und objektive Informationen, um die Öffentlichkeit zu unterstĂŒtzen im VerstĂ€ndnis der Probleme, Alternativen, Möglichkeiten und/oder Lösungen. Einholen einer RĂŒckmeldung durch die Öffentlichkeit zu Analyse, Alternativen und/oder Entscheidungen. Direkte Zusammenarbeit mit der Öffentlichkeit wĂ€hrend des gesamten Prozesses, um sicherzustellen, dass die öffentlichen Anliegen und Erwartungen konsequent verstanden und berĂŒcksichtigt werden. Partnerschaft mit der Öffentlichkeit in jedem Aspekt der Entscheidungen, einschließlich der Entwicklung von Alternativen und Auswahl bevorzugter Lösungen. EndgĂŒltige Entscheide in den HĂ€nden der Öffentlichkeit.
Versprechen an die Gesellschaft Wir halten Sie auf dem Laufenden. Wir halten Sie auf dem Laufenden, hören Ihnen zu, anerkennen Ihre Anliegen und Erwartungen, und teilen Ihnen mit, wie Ihre Anregungen die Entscheidungen beeinflusst hat. Wir arbeiten mit Ihnen, um sicherzustellen, dass Ihre Anliegen und WĂŒnsche direkt in die entwickelten Alternativen einbezogen werden und geben Ihnen Rechenschaft darĂŒber, wie Ihre Anregungen die Entscheidungen beeinflusst hat. Wir suchen Ihren Rat und KreativitĂ€t bei Formulierung von Lösungen und integrieren Ihre RatschlĂ€ge und Empfehlungen (so weit wie möglich) in die Entscheidungen. Wir setzen das um, was Sie entschieden haben.
Ziele der BĂŒrgermitwirkung*
Mitwirkung
formell informell
100 %   4. Entscheiden   4. Kooperieren
↑   3. Einvernehmen
      / Benehmen
  3. Mitgestalten
↑   2. Anhören   2. Konsultieren
  0 % 1. Informieren
Grad der Mitwirkung
Bei der BĂŒrgerbeteiligung werden unterschiedliche Rechte mit abgestufter IntensitĂ€t der Mitwirkung gewĂ€hrt.

*Quelle: StĂ€dtetag Baden-WĂŒrttemberg, AG BĂŒrgermitwirkung (2012)[23]

Die AG BĂŒrgermitwirkung des StĂ€dtetags Baden-WĂŒrttemberg (2012)[23] schlĂ€gt bei der formellen und informellen BĂŒrgermitwirkung zur Einteilung der IntensitĂ€t von BĂŒrgerbeteiligung eine vierstufige Gliederung vor und stellt den wachsenden Einfluss von BĂŒrgern dar. Sie stellt dabei folgende, ĂŒbergeordnete, Ziele der BĂŒrgermitwirkung auf:

  • Trialog zwischen BĂŒrgerschaft, Gemeinderat und Verwaltung fördern
  • Vertrauen durch umfassende Transparenz erhöhen
  • Identifikation mit der Stadt und Akzeptanz von kommunalpolitischen Entscheidungen steigern
  • Bestmögliche EntscheidungsqualitĂ€t sichern

wie auch Generelle Hinweise und Empfehlungen zur BĂŒrgermitwirkung:[23]

  • Positive Grundhaltung
  • Offenheit und Transparenz
  • Ganzheitliche Entscheidungsplanung
  • Im Trialog zur Entscheidung
  • Alle Bevölkerungskreise einbeziehen

Bei formellen Beteiligungsverfahren in höchster Vollendung entscheidet die BĂŒrgerschaft; informelle Verfahren streben Kooperation als bestmögliches Ziel an. Der Gesetzgeber kann Regelungen treffen, dass bestimmte Vorstufen nicht ĂŒberschritten werden. (vgl. Finanzvorbehalt)[24] Dann wird die BĂŒrgerschaft ggf. nur angehört (vgl. Anhörung) oder um Rat gebeten (Konsultation).

FĂŒr die unternehmerische BĂŒrgerbeteiligung hĂ€ngen Zielsetzung und das Versprechen an die Gesellschaft und damit ihre Einordnung in obige Tabelle von zwei Faktoren ab:

  • der Form der Beteiligung der Energiegenossenschaft an der kommunalen Infrastrukturgesellschaft; diese wird von der Kommune und potentiellen weiteren Gesellschaftern mit der Energiegenossenschaft vereinbart.
  • den selbstgesteckten Zielen der Energiegenossenschaft; diese werden von den Mitgliedern in der Generalversammlung explizit festgelegt.

Zu ĂŒblichen Zielen von Energiegenossenschaften siehe Energiegenossenschaft.

Neben den in der Tabelle genannten Kategorien „Informieren“ 
 „ErmĂ€chtigen“ sind fĂŒr die unternehmerische BĂŒrgerbeteiligung noch die Aspekte „Investition in die Energiegenossenschaft“ sowie „Teilhabe am wirtschaftlichen Ertrag“ von Bedeutung, die den BĂŒrgern explizit darzulegen sind, um sie von einer Beteiligung zu ĂŒberzeugen.[25]

Von oben, von unten

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Bspw. in Österreich unterscheidet man bei der Initiative zwischen einer Beteiligung im Top-down-Verfahren (der erste Schritt wird von der Exekutive oder der kommunalen Verwaltung unternommen) sowie einer Mitwirkung der BĂŒrger bei einem Bottom-up-Verfahren (BĂŒrger ergreifen von sich aus die Handlungsinitiative).[26] ([Folgendes klar formulieren] vgl. (1) bottom-up ‘pull’ rather than top-down ‘push’: VorschlĂ€ge „von unten“ werden befördert (pull) anstatt „von oben“ Anweisungen des Managements durchzudrĂŒcken (push) aus neuen Sicherheitskonzepten der Erdgas- und Erdöl-Produzenten[27][28] und vgl. (2) Community Organizing, deutsch Gemeinwesenorganisierung, umgangssprachlich: Das Organisieren der BĂŒrger vor Ort).

Zielorientierung von Politik und Verwaltung – Deutschland

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Typologie von Basiszielen des öffentlichen Handelns
1.  Legitimation2.  Leistung
a)
institutionell /
organisatorisch
1a  Rechtlichkeit 2a  Effizienz
  • Konsistenz
  • Regeltreue
  • juristische Richtigkeit
  • Gleichbehandlung
  • Sparsamkeit
  • Wirtschaftlichkeit
  • Fachexpertise
  • SpeditivitĂ€t[29]
b)
individuell /
plebiszitÀr
1b  Demokratie 2b  FlexibilitÀt
  • Partizipation
  • öffentliche Diskussion
  • Volksmeinung
  • Stimmmehrheiten
  • „BĂŒrgernĂ€he“
  • InformalitĂ€t
  • interaktiver Vollzugsstil
  • persönliche Behandlung
sechs mögliche Konfliktfronten
  • Rechtlichkeit  vs. demokratische Partizipation (1a vs. 1b)
  • Effizienz  vs. FlexibilitĂ€t (2a vs. 2b)
  • Demokratie  vs. Effizienz (1b vs. 2a)
  • Demokratie  vs. FlexibilitĂ€t (1b vs. 2b)
  • Rechtlichkeit  vs. FlexibilitĂ€t (1a vs. 2b)
  • Rechtlichkeit  vs. Effizienz (1a vs. 2a)
Quelle: Geser 1997[30]

BĂŒrgernĂ€he und Partizipation zu gestalten unterliegt vielfĂ€ltigen rechtlichen Vorgaben und gesellschaftlichen EinflĂŒssen. So hat die Politik gem. Parteiengesetz die Pflicht, „die aktive Teilnahme der BĂŒrger am politischen Leben zu fördern“ und „fĂŒr eine stĂ€ndige lebendige Verbindung zwischen dem Volk und den Staatsorganen zu sorgen“.[31]

Die Zielorientierung der öffentlichen Verwaltungen wird in vier Bereiche gegliedert (Rechtlichkeit, Demokratie, Effizienz, FlexibilitĂ€t, gem. Hans Geser, der auch unter ihnen sechs mögliche Konfliktfronten beschreibt[30]). Das administrative Handeln wird durch Gesetze und den wachsenden Anspruch der BĂŒrger auf Recht bestimmt. Die Verwaltung unterliegt dem Innovationsdruck durch das Neue Steuerungsmodell, einer Organisationslehre zur Steigerung der Effizienz. Die Akzeptanz von Entscheidungen wird durch zunehmende Erwartungen geprĂ€gt, die BĂŒrgerschaft zu beteiligen (Verwaltungsfelder der Rechtlichkeit und Demokratie). Bei den Einwohnern soll die Verwaltung individuell und flexibel handeln sowie „bĂŒrgernah“ sein.[30]

„Die LegitimitĂ€t ist ‚diskursiv‘ geworden. Sie kommt hĂ€ufig nur im Wege der wechselseitigen Überzeugung und des Aushandelns zustande“, stellt der Deutsche StĂ€dtetag fest. In den Thesen zur Weiterentwicklung lokaler Demokratie wird erklĂ€rt, dass bewĂ€hrte Formen der reprĂ€sentativen Demokratie vor Ort und direktdemokratische Formen der BĂŒrgerbeteiligung wichtige Elemente einer lebendigen lokalen Demokratie seien und in eine ergĂ€nzende Beziehung zueinander gebracht werden mĂŒssen.[32]

Die Enquete-Kommission „BĂŒrgerbeteiligung“ legte dem Landtag Rheinland-Pfalz einen Schlussbericht ihrer dreijĂ€hrigen Beratungen vor.[33] In der Diskussion ĂŒber BĂŒrgerbeteiligung werden Prinzipien des Empowerments (dt.: BemĂ€chtigung) als kollektiver Prozess der SelbstbemĂ€chtigung angestimmt.[34]

QualitÀt, Vergleiche, Wirkung

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Empirische Untersuchungen[35][36] belegen die Bedeutung einer gelebten gesellschaftlichen und politischen Kultur auf Wirkung direktdemokratischer, partizipativer Instrumente, Prozesse und Verfahren. Je nachdem, wer diese Prozesse veranlasst, mit welchen Absichten und Zielen, bei wem die Macht und Entscheidungen liegen, können sie:

  • entweder einer (weiteren) Konzentration oder Beibehaltung der politischen Macht dienen,
  • oder eine Rolle im Wettbewerb der politischen Parteien um WĂ€hlergunst spielen,
  • oder aber die BĂŒrger, die Zivilgesellschaft weiter, oder neu, ermĂ€chtigen (citizen empowerment), zur (echten, vollen) BĂŒrgerbeteiligung/Partizipation entscheidend beitragen.

So Uwe SerdĂŒlt und Yanina Welp in Direct Democracy Upside Down (Direkte Demokratie auf den Kopf gestellt),[35] Analyse und Vergleich von „bottom-up“ Referenden auf nationaler Ebene in allen LĂ€ndern weltweit im Zeitraum 1874–2009, die in 38 LĂ€ndern zwar verbrieft sind, doch nur in zwanzig LĂ€ndern (mindestens einmal) stattfanden oder (öfter) stattfinden. Die Autoren grenzen ihre Untersuchung ein auf von den BĂŒrgern, Zivilgesellschaft aktiv initiierte „bottom-up“ Referenden, im Gegensatz zu anderen Autoren, die den Begriff weiter fassen.[37] In den Jahren 1874–2009 fanden 537 „bottom-up“ Referenden statt[38] – in den einzelnen LĂ€ndern siehe Tabelle in: Referendum (und dort Politische Bedeutung und Rolle von Referenden). Historisch gesehen, können auch „top-down“ Verfahren mit der Zeit zu mehr BĂŒrgerbeteiligung / Partizipation (Mitbestimmung, Mitentscheidung, Mitgestaltung, Mitwirkung) fĂŒhren.[35][36]

Andreas Gross und Bruno Kaufmann beurteilen und vergleichen die GĂŒte direktdemokratischer Verfahren (der BĂŒrgerbeteiligung) in europĂ€ischen Staaten wie folgt (2002, in Klammern Wertung 1a bis 6b):[39]

  • die Avantgardisten: (1b) Liechtenstein, Schweiz
  • die Demokraten: (2a) Italien, Slowenien, Lettland, (2b) Irland, DĂ€nemark, Litauen, Slowakei, Niederlande
  • die Vorsichtigen: (3a) Frankreich, Spanien, Österreich, (3b) Schweden, Norwegen, Ungarn
  • die Ängstlichen: (4a) Polen, Großbritannien, Finnland, Estland, Belgien, (4b) Island, Luxembourg, Deutschland, Griechenland, Tschechien
  • die Hoffnungslosen: (5a) RumĂ€nien, Portugal, (5b) Bulgarien, Malta
  • noch darunter: (6a) Zypern, (6b) TĂŒrkei

Entwicklung der BĂŒrgerbeteiligung

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In Deutschland, auch Österreich, wurden erste verbindliche Projekte[?] der BĂŒrgerbeteiligung zu Beginn des Jahrtausends als HandbĂŒcher und Leitlinien vorgelegt. Als recht jung werden sie kommunal oder regional erprobt und harren dabei zumeist auf BewĂ€hrung im Einzelfall zahlreicher lokalen Verfahren (Stand 2013). Österreich, mit einer Reihe lokaler Initiativen, regelt die Verfahren in ministerialer Initiative Partizipation und nachhaltige Entwicklung Europa und Landesrichtlinien/HandbĂŒchern in den LĂ€ndern und StĂ€dten. Die Gesellschaften von DĂ€nemark und Niederlande weisen, jede auf ihre Weise, partizipative Kultur auf, die im grĂ¶ĂŸeren Maßstab vor allem in den StĂ€dten und Metropolen in partizipative Prozesse und Initiativen einfließt. In der Schweiz ist die Beteiligung in der Gesellschaft und Politik – direkte Beteiligung in direkter Demokratie[1] – stark ausgebaut und verankert, begleitet mit rechtlich verbindlichen Formen (ausgebaute politische Rechte der (sogenannten) direkten Demokratie).

In Deutschland wird vor allem auf der kommunalen Ebene BĂŒrgerbeteiligung in engerer Auslegung vergleichsweise oft praktiziert. Seltener kommt sie auf der Ebene der LĂ€nder und des Bundes zur Anwendung. Genaue Zahlen zu Umfang und Ausmaß von BĂŒrgerbeteiligung liegen fĂŒr gesamt Deutschland nur zu direktdemokratischen Formen vor: Daten zu BĂŒrgerentscheiden und Volksentscheiden werden in der Datenbank BĂŒrgerbegehren des Institut fĂŒr Demokratie- und Partizipationsforschung (IDPF) an der Bergischen UniversitĂ€t Wuppertal gesammelt.[40] Zu dialogorientierten Formen der BĂŒrgerbeteiligung gibt es bisher nur fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg eine systematische Erhebung zur Verbreitung von Beteiligungsverfahren. Ein Forschungsprojekt an der UniversitĂ€t Stuttgart hat dialogorientierte Beteiligungsereignisse mittels Webscrapings erfasst.[41] Die Daten zeigen, dass dialogorientierte Beteiligungsverfahren weit verbreitet sind. In einer Stichprobe von mehr als 800 Kommunen wurden ĂŒber einen Zeitraum von drei Jahren gut 2.500 dialogorientierte Beteiligungsereignisse identifiziert. In mehr als zwei Drittel der Kommunen hat innerhalb von drei Jahren mindestens ein Beteiligungsereignis stattgefunden. Im Durchschnitt findet ein Beteiligungsereignis pro Kommune und Jahr statt, wobei dieser Wert positiv mit der GrĂ¶ĂŸe der Kommune zusammenhĂ€ngt.[42]

BĂŒrgerbeteiligung kann auf die Teilnahme der Gesamtheit der BĂŒrgerschaft ausgerichtet sein oder auch nur auf bestimmte Gruppen, so etwa auf Jugendliche oder Einwohner eines Stadtviertels.

Im April 2013 empfahl der Deutsche StĂ€dtetag den Kommunen, sich mit der lokalen Beteiligungs- und Planungskultur systematisch zu befassen und einen Lagebericht zu erstellen. Als mögliche Konsequenz wird die Weiterentwickelung von Leitlinien und kommunalen Satzungen angeraten;[43] nachfolgend werden Thesen zur Weiterentwicklung lokaler Demokratie vorgelegt.[32] In einer vorlĂ€ufigen Liste nennt das Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung der Stiftung Mitarbeit eine Reihe deutscher StĂ€dte und Kreise mit geplanten oder verbindlichen kommunalen Regeln zur BĂŒrgerbeteiligung (Stand Januar 2020).[14]

Der konkreten Umsetzung von BĂŒrgerbeteiligung nĂ€hern sich ein Handbuch vom Bundesministerium fĂŒr Verkehr und digitale Infrastruktur,[44] bei Großprojekten[45] das „Gesetz fĂŒr Verbesserung der Öffentlichkeitsbeteiligung und Vereinheitlichung von Planfeststellungsverfahren“ (PlVereinhG)[46] von Mai 2013 sowie erste kommunale RatsbeschlĂŒsse ĂŒber Leitlinien zur BĂŒrgerbeteiligung u. a. von Bonn,[47] Darmstadt,[48] Gießen,[49] Görlitz,[50] Heidelberg,[51] Heilbronn,[52] Karlsruhe,[53] Kiel,[54] Landau in der Pfalz,[55] Leipzig,[56] NĂŒrtingen,[57] Pforzheim,[58] Soest,[59] Überlingen,[60] der Gemeinde Weyarn[61] und Wolfsburg.[62] In Wuppertal wurde der bundesweit erste Dezernenten fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung[63] Panagiotis Paschalis[64] gewĂ€hlt, wĂ€hrend dessen Amtszeit in einem partizipativen Prozess zusammen mit der BĂŒrgerschaft[65] die Leitlinien entwickelt und am 13. November 2017 vom Rat verabschiedet wurden,[66] sowie zu Vorentscheidung einer Sachfrage das Beteiligungsinstrument Planungszelle eingesetzt wurde.[67] Viele ZustĂ€ndigkeiten von kreisfreien StĂ€dten finden sich bei kreisangehörigen Gemeinden auf der höheren Ebene der Landkreise, darum findet man Beteiligungskonzepte auch bei solchen; beispielsweise beim Landkreis Göppingen[68] oder im Landkreis Marburg-Biedenkopf.[69]

Der Mehr Demokratie e. V. listed Stand November 2020 in Deutschland 6 arbeitende und 5 angekĂŒndigte lokale BĂŒrgerrĂ€te auf sowie zwei Dutzend Initiativen solche einzurichten.[70] Auf Bundesebene forderte die Initiative Klimamitbestimmung in einer Online-Petition beim Petitionsausschuss des Bundestags einen bundesweiten BĂŒrgerrat zur Klimapolitik einzuberufen. Die Petition erreichte das Quorum von mehr als 50.000 Mitzeichnern, der Ausschuss befasste sich Anfang 2021 mit dem Anliegen, dass bei der damaligen Bundesregierung auf Zustimmung stieß.[71][72] Von April–Juni 2021 erarbeitete der BĂŒrgerrat Klima Empfehlungen; der Rat war jedoch durch zivilgesellschaftliche Organisationen und nicht die Politik initiiert worden.

Wegen nationaler Vorgaben sind bestimmte Themen von der BĂŒrgerbeteiligung ausgeschlossen, so die Finanzen, der Haushalt und die GehĂ€lter. Der Finanzvorbehalt[24] verwehrt den BĂŒrgern die Abstimmungen, obwohl „fast alles, was man in der Politik macht und entscheidet, finanziell relevant ist.“[73][74]

In tiefenpsychologisch gefĂŒhrten Interviews einer Bremer Studie Ă€ußern Politik, Verwaltung und BĂŒrgerschaft ganz unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen ĂŒber BĂŒrgerbeteiligung. Es gibt drei Wertemuster. FĂŒhrungspersonal aus Politik und Verwaltung betrachtet BĂŒrger als eigennĂŒtzig und nicht ausreichend kompetent, Interessen des Allgemeinwohls zu vertreten. BĂŒrger sollen zwar angehört werden, aber nicht mitentscheiden. FĂŒr BĂŒrgerbeteiligung – aber in geregelten Verfahren – sprechen sich andere Teile von Politik und Verwaltung aus. Die dritte ĂŒberwiegend bĂŒrgerliche Gruppe hat das GefĂŒhl ausgegrenzt zu sein. Politik ĂŒber ihre Köpfe hinweg wird abgelehnt; sie wollen mitmachen und mitreden, Teil der Politik sein.[75]

Im Mai 2023 setzte der Deutsche Bundestag erstmals einen BĂŒrgerrat zum Schwerpunkt „ErnĂ€hrung im Wandel“ ein.[76] (vgl. BĂŒrgerrĂ€te in Vorarlberg, Österreich)

2008 bis 2011 fĂŒhrten die Bertelsmann und Heinz Nixdorf Stiftungen drei online-unterstĂŒtzte bundesweite BĂŒrgerForen (Eigenschreibweise) – zu Themen „Soziale Marktwirtschaft“ (2008), „Europa“ (2009) und „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ (2011). Die ersten beiden wĂ€hrend zehn Wochen mit 350 BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern. Das dritte mit 10.000 Menschen in 25 ausgewĂ€hlten StĂ€dten und Landkreisen gleichzeitig, mit jeweils 400 BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern. Die Teilnehmer wurden zufĂ€llig und reprĂ€sentativ ausgewĂ€hlt (erweitertes „Losverfahren“).[77][78][79][80][81][82][83]

2014 haben fĂŒnf Modellkommunen BĂŒrgerForen zur Lösung regionaler Herausforderungen in Eigenregie durchgefĂŒhrt – Karlsruhe: „Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus BĂŒrgerhand“, Marburg: „Beteiligungsverfahren zur Bundesgartenschau 2029“, Oldenburg: „Übermorgen jetzt! Wir gestalten gemeinsam den demografischen Wandel in Oldenburg“, Remseck am Neckar: „Eine einmalige Chance, unseren l(i)ebenswerten Ort fĂŒr alle weiterzuentwickeln“ und Wiehl „Aktiv Zukunft gestalten“.[84]

FĂŒr die DurchfĂŒhrung der Online-WerkstĂ€tten stellt das BĂŒrgerForum eine Internetplattform unter Open-Source Lizenz bereit, die auf Drupal basiert.[85]

BĂŒrgerrat Demokratie

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2019 fĂŒhrten Mehr Demokratie und Schöpflin Stiftung, unterstĂŒtzt von der Stiftung Mercator, den BĂŒrgerrat Demokratie durch,[86] als ein Projekt der „losbasierten Deliberation“. Von Juni bis November 2019 lief das Projekt zum Thema Reformierung und StĂ€rkung der bundesdeutschen Demokratie als Beteiligungsprozess in vier Verfahrensphasen, mit dem Ziel Empfehlungen zur ErgĂ€nzung der parlamentarisch-reprĂ€sentativen Demokratie zu erarbeiten.

Am 28. September 2019 legte der BĂŒrgerrat die Ergebnisse vor.[87] Am Tag fĂŒr die Demokratie (15. November 2019) wurden die Empfehlungen in Form eines BĂŒrgergutachtens bei einer Großveranstaltung in Berlin der Öffentlichkeit vorgestellt und Vertretern der Politik ĂŒbergeben.[88]

Koalitionsvertrag 2021–2025

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Der Koalitionsvertrag 2021–2025 sieht vor:

„Wir wollen die Entscheidungsfindung verbessern, indem wir neue Formen des BĂŒrgerdialogs wie etwa BĂŒrgerrĂ€te nutzen, ohne das Prinzip der ReprĂ€sentation aufzugeben. Wir werden BĂŒrgerrĂ€te zu konkreten Fragestellungen durch den Bundestag einsetzen und organisieren. Dabei werden wir auf gleichberechtigte Teilhabe achten. Eine Befassung des Bundestages mit den Ergebnissen wird sichergestellt. Das Petitionsverfahren werden wir insgesamt stĂ€rken und digitalisieren und die Möglichkeit schaffen öffentliche Petitionen in AusschĂŒssen und im Plenum zu beraten.“[89]

Außerdem ist vorgesehen, „selbstbestimmte Kinder- und Jugendparlamente und Beteiligungsnetzwerke“ zu stĂ€rken.[89]

Neben lokal engagierten Projekten gibt es Partizipation und nachhaltige Entwicklung Europa als eine Initiative des Bundesministeriums fĂŒr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft,[90] BĂŒrgerbeteiligung in Österreich zu entwickeln.

Leitlinien der BĂŒrgerbeteiligung liegen u. a. vor von der Landeshauptstadt Graz.[91] Die Vorarlberger Landesregierung legte das Handbuch BĂŒrgerbeteiligung fĂŒr Land und Gemeinden vor,[92] die Stadt Wien das Praxisbuch zur BĂŒrgerbeteiligung.[93]

Das im Westen von Österreich gelegene Bundesland Vorarlberg verankerte im Jahr 2013 „Elemente“ der (sogenannten) partizipativen Demokratie in der Landesverfassung. In einem ersten Schritt werden „BĂŒrgerrĂ€te“ in einem einfachen, kostengĂŒnstigen und rasch umsetzbaren Verfahren (Moderationsmethode: dynamic facilitation; vgl. Kurzform einer Planungszelle) VorschlĂ€ge zu bestimmten Fragestellungen erarbeiten. Diese werden nachfolgend in einem „BĂŒrgercafe“ und einer „Resonanzgruppe“ von Politik, Verwaltung, Fachinstitutionen und der BĂŒrgerschaft hinsichtlich möglicher Konsequenzen beraten.[94] Einzelheiten regelt eine Landesrichtlinie.[95]

Laufende direktdemokratische Beteiligung

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(direkte Demokratie im weiteren Sinn[96])

Strukturierte Formen der BĂŒrgerbeteiligung, wie Ateliers, Beteiligungs-, BĂŒrger-, Dialogforen oder -konferenzen, -werkstĂ€tte, Workshops (siehe auch Übersichten unten) – darunter auch nach dĂ€nischem, deutschem, irischem oder niederlĂ€ndischem Vorbild (u. a. in der Stadtentwicklung ĂŒber den Lehrstuhl Kees Christiaanse an der ETH ZĂŒrich)[97][98] – werden in der Schweiz eher selten angewandt, da die Beteiligung in Schweizer Gesellschaft und Politik stark ausgebaut und verankert ist und rechtlich verbindliche Formen aufweist, als ausgebaute politische Rechte[99] der direkten Demokratie – direkten Demokratie im weiteren Sinn[96] – die weit darĂŒber hinausgeht, was man als „Elemente“ oder „Instrumente“ der direkten, partizipativen oder deliberativen Demokratie nennt.

Einzelne Verfahren – insbesondere Volksabstimmungen ĂŒber Volksinitiativen und Referenden – sind, in GrundzĂŒgen, bekannt auch außerhalb der Schweiz. Doch die direkte Demokratie Schweizer PrĂ€gung – direkte Demokratie im weiteren Sinn[96] – beinhaltet eine Reihe eng verwobener Prozesse, Verfahren und ZusammenhĂ€nge, ohne die sie nicht existieren könnte. Wie, u. a., der von jedem einzelnen BĂŒrger, jeder einzelnen BĂŒrgerin und den Gemeinden ausgehende Föderalismus,[100] die alle einbeziehende, breit untereinander abstimmende, aushandelnde und ausgleichende Konkordanzdemokratie,[101] die grundlegenden, ausgebauten politischen Rechte[99]* (Teil der Volksrechte[102]), die (wie die Konkordanz) alle einbeziehende, breit untereinander abstimmende, aushandelnde und ausgleichende politische Willensbildung,[103] die volle SouverĂ€nitĂ€t der BĂŒrgerinnen* und BĂŒrger,[104] das Vernehmlassungsverfahren,[105] welches auch beim Umsetzen der Abstimmungsresultate (Volksentscheide) zum Zuge kommt – u. a. m.[106] (*Bemerkung: fĂŒr die BĂŒrgerinnen auf Bundesebene erst seit 1971)

Durch die in der Schweizerische Bundesverfassung verankerten politischen Rechte werden Volksabstimmungen, Volksinitiativen und Referenden auf Bundesebene garantiert, genauso wie durch kantonale Verfassungen auf Ebene der Kantone und Gemeinden. Zusammen mit dem Vernehmlassungsverfahren, bei dem jeder in den Gesetzgebungsprozessen, wie u. a. auch in der frĂŒhen Projektplanung, seine EinwĂ€nde und v. a. konstruktive BeitrĂ€ge einbringen kann, fĂŒhrt das zu Transparenz, Streben nach Einvernehmen und Interessenausgleich – sogenannte Konkordanz.[107]

Dadurch werden die unterschiedlichsten Interessen eingebracht, aufeinander abgestimmt und laufend weiterentwickelt. Dabei werden EinschrĂ€nkungen, Ausgrenzungen von Abstimmungsthemen, wie Finanzvorbehalt – im Gegensatz zu vielen anderen LĂ€ndern, wie Deutschland oder Österreich – in der Schweiz so gut wie nie angewandt.[73] Die gelĂ€ufigste Form der Beteiligung sind die vierteljĂ€hrlichen Abstimmungen zu verschiedensten Themen auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene.

Darunter auch grĂ¶ĂŸere Infrastrukturvorhaben (inkl. Finanzierungsentscheide), wie zum Beispiel die Abstimmungen zur:

Gemeindeversammlung, Landsgemeinde

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Viele Gemeinden kennen die Gemeindeversammlung, an denen den Stimmberechtigten vom Gemeinderat (je nach Kanton Exekutive, Verwaltung, auch legislative Aufgaben) laufende GeschĂ€fte vorgelegt werden (wie das Budget, die Rechnung der Gemeindeverwaltung, SteuerfussĂ€nderungen, Bauvorhaben, Projekte, Nutzungsplanung, Tempo-30-Zonen, Landverkauf- oder -kaufgeschĂ€fte, Gemeindefusionen, Erteilung von BĂŒrgerrecht, Einstellung eines Lehrers usw.), die diskutiert, ergĂ€nzt, abgeĂ€ndert, auch zur Überarbeitung zurĂŒckgewiesen werden können – oft entscheiden die Stimmberechtigten, in einigen Gemeinden sind es alle Einwohner, noch in der Versammlung ĂŒber sie. Wie auch in den Versammlungen der Landsgemeinde, die noch zwei Kantone (Appenzell Innerrhoden und Glarus) kennen – auch hier werden viele Entscheide direkt vom Stimmberechtigten gefĂ€llt (direkte Demokratie, direkte Demokratie in der Schweiz).

Beispiele der Beteiligungsverfahren

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Auf Bundesebene
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  • PubliForum Transplantationsmedizin (2000, „Konsensus-Konferenz“, „BĂŒrgerpanel“ von 30 zufĂ€llig ausgewĂ€hlten BĂŒrgern aus allen Landesteilen der Schweiz),[110]
  • Regionale Partizipation zur Standortsuche fĂŒr radioaktive AbfĂ€lle (2011, organisierte Interessengruppen und Bevölkerung – „Regionalkonferenzen“ in allen sechs Standortregionen – Mitwirkung im Sachplanverfahren geologische Tiefenlager, regionale Interessen in allen Etappen, Gemeinden, Massnahmen, gewĂŒnschte Entwicklung der Region),[111]
In den StÀdten
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  • Projekte der Gruppe NextzĂŒrich[112] (seit 2013, ein Verbund „von Raum- und Verkehrsplanern sowie Architekten, welche die BĂŒrgerbeteiligung neu denkt“, initiiert durch Markus Nollert und Sabeth Tödtli, inspiriert von Nexthamburg, vernetzt im Next Network[113])
  • SBB – Die Schweizerischen Bundesbahnen haben 2017 fĂŒr die Überbauung Neugasse in ZĂŒrich-West ein Partizipationsverfahren angewandt. FĂŒr eine Umnutzung eines 30'000 Quadratmeter großen Areals sammelten sie – unterstĂŒtzt von einem 16-köpfigen Fachgremium und einem Autorenkollektiv mit rund 15 Personen – in vier Workshops innert acht Monaten Ideen und VorschlĂ€ge von etwa 200 Beteiligten, die das Autorenteam in ihr Konzept einbezogen und im fĂŒnften Workshop Ende 2017 vorgestellt hat. Die SBB werden auch alle 150 frei werdenden Areale in der Schweiz auf diese Weise entwickeln. Darunter auch alle ihre freigewordenen Areale in der Stadt ZĂŒrich mit einer GrĂ¶ĂŸe von insgesamt rund 140'000 Quadratmetern.[115][116]

Stadt Basel – Der Kanton Basel-Stadt hat die Mitwirkung seiner Einwohner 2005 in seiner Verfassung verankert. In Paragraf 55 steht: „Der Staat bezieht die Quartierbevölkerung in seine Meinungs- und Willensbildung ein, sofern ihre Belange besonders betroffen sind.“ Seither (Stand 2019) hat die Verwaltung im Kanton fast sechzig Partizipationsverfahren durchgefĂŒhrt. Diese waren je nach Projekt unterschiedlich aufwendig und dauerten von ein paar Stunden nach Feierabend bis zu mehreren Jahren. Dabei sollen explizit auch Menschen angehört werden, die normalerweise vom politischen Diskurs ausgeschlossen sind: AuslĂ€nder, Jugendliche, Kinder.[117]

Stadt Neuenburg/Neuchñtel – Die Regierung der Stadt Neuenburg/Neuchñtel setzte 2014 und 2015/16 partizipative Verfahren ein:[118]

  • Centre & gare (Zentrum & Bahnhof, 2015/16) – PrĂ€sentationen der Planer, mit „partizipatorischen Begegnungen, Workshops“ und anschließender „Nacht der Übergabe“ ĂŒber Neugestaltung öffentlicher RĂ€ume und MobilitĂ€tsfragen in der Stadt Neuenburg, die zu einer „gemeinsamen Vision“ fĂŒhren sollte. Über 150 Einwohner und 33 Organisationen nahmen teil, sie entwickelten 70 VorschlĂ€ge, von denen sie 53 im Konsens angenommen haben. Die Stadt berĂŒcksichtigt sie in den laufenden Planungen.[119]
  • Centre & rives (Zentrum & Seeufer, 2014) – Gestaltungskonzept Ring (2010) des ehemaligen Expo.02-Areals Jeunes-Rives, das zur ErholungsflĂ€che am See wird, des Hafens, des Platzes A–M. Piaget und fĂŒr den Neubau eines Warenhauses in der Innenstadt – noch bevor die Stadtregierung es dem Stadtparlament vorlegte. Sie organisierte eine Ausstellung und ließ Fragebögen ausfĂŒllen, von denen rund 1200 zurĂŒckkamen – 45 % fanden das Projekt exzellent, 37 % gut, 3 % konnten nichts damit anfangen. Die von der Bevölkerung geĂ€ußerten Bedenken und WĂŒnsche aus den Begegnungen, „Workshops“, an denen sich rund 60 Einwohner beteiligten, wurden in die Planung integriert. 2015 legte die Stadtregierung dem Parlament einen Planungskredit vor, mit der grundsĂ€tzlichen UnterstĂŒtzung der Bevölkerung im RĂŒcken. Damit durchbrach sie den Stillstand, der seit Ende der Landesausstellung 2012 dauerte. 2003 scheiterte ein erstes Projekt fĂŒr die Erstellung eines Parks mit Seeanstoß „an der Urne“, weil man keine befriedigende Alternative fĂŒr die 300 ParkplĂ€tze vorlegte, die der GrĂŒnflĂ€che zum Opfer gefallen wĂ€ren. Danach blieb es lange Zeit ruhig – bis die Stadtregierung ihre Strategie wechselte.[120][121][122]

Stadt ZĂŒrich – Im ZĂŒrcher Gemeinderat (Stadtparlament) entstand 2017/18 eine informelle, parteiĂŒbergreifende Gruppierung, die mehr Innovation in politischen Prozessen ermöglichen will, und bringt entsprechende parlamentarische VorstĂ¶ĂŸe ein (wie Neue Formen der Partizipation und HardbrĂŒcke, Kreis 5):[123]

  • Neue Formen der Partizipation (2017, 2018...) – Christine Seidler und Jean-Daniel Strub (GemeinderĂ€te, beide SP)[124][125] regten an, neue Instrumente und Formen der Partizipation in der Stadt- und Quartierentwicklung zu erproben. Auch bei grĂ¶ĂŸeren Bauprojekten sollen die Menschen besser eingebunden werden, als es die bisherigen Abstimmungen den StimmbĂŒrgern ermöglichen. Dazu hat der Gemeinderat 2018 ein entsprechendes Postulat Rahmenkredit zur StĂ€rkung der Partizipation der Quartiere in der Stadtentwicklung (2018, Motion 2017) der beiden an das fĂŒr Stadtentwicklung zustĂ€ndige PrĂ€sidialdepartement der Stadt ZĂŒrich ĂŒberwiesen. Sie schlugen darin auch vor, dass, mittels sogenannter „BĂŒrgerhaushalte“, „Stadtteilbudgets“ oder „Participatory Budgeting“, die Menschen in den Quartieren in Zukunft bei kleineren Vorhaben selber entscheiden sollen, wo in der Nachbarschaft sie Handlungsbedarf sehen und wo sie Gelder sprechen wollen.[123][126][127]
  • HardbrĂŒcke, Kreis 5 (2017...) – Pirmin Meyer und Shaibal Roy (GemeinderĂ€te, beide GLP)[128][129] schlugen vor, mittels neuer Formen der Partizipation zu prĂŒfen, ob der Raum unter der HardbrĂŒcke im Kreis 5 in der Sommerzeit zu einer Flaniermeile umfunktioniert werden könnte. Die Quartierbevölkerung und die anliegenden Unternehmen sollen sich dazu Ă€ußern können. Das Postulat „Pilotprojekt fĂŒr eine Umnutzung des Raums unter der HardbrĂŒcke zu einer FussgĂ€ngerzone und Flaniermeile wĂ€hrend den Sommermonaten“ (2017) wurde, trotz vom Gemeinderat beantragten formellen Ablehnung, vom Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements, Filippo Leutenegger, namens des Stadtrats (Stadtregierung) entgegengenommen.[123][130]

Die Verwaltung der Stadt ZĂŒrich pflegt „milde Formen“ der BĂŒrgerbeteiligung, was zu Kritik fĂŒhrt (u. a. Thurgauerstrasse West):

  • Thurgauerstrasse West (2014...) – Die Stadt ZĂŒrich setzte „Runde Tische“ ein bei der stĂ€dtischen Planung der GrossĂŒberbauung an der Thurgauerstrasse in ZĂŒrich Nord (Grubenacker, Areal von 65'000 mÂČ), wo „ein lebendiger und gut durchmischter Quartierteil“ entstehen soll, mit gemeinnĂŒtzigen Wohnungen, GewerbeflĂ€chen, einem Alterszentrum und Alterswohnungen, einem Schulhaus und Quartierpark.[131] Im MĂ€rz 2018 hat der Stadtrat die öffentlichen GestaltungsplĂ€ne und die ZonenplanĂ€nderung „Thurgauerstrasse“ dem Gemeinderat ĂŒberwiesen. Nach dem „Runden Tisch“ im Juni 2017 mit Vertretern der Stadtverwaltung und Anwohnern legte die IG Grubenacker im Juni 2018 ein Manifest zur nachhaltigen Entwicklung des Quartiers vor, in dem sie dem Gemeinderat empfahl, den Gestaltungsplan an den Stadtrat zurĂŒckzuweisen und eine ganzheitliche Planung fordert. Die IG kritisiert sowohl Inhalt wie auch Vorgehen der stĂ€dtischen Planung und stellt mehrere Forderungen auf – u. a. mĂŒsste der Planungsperimeter vergrĂ¶ĂŸert werden und die Verwaltung eine echte Partizipation ermöglichen, bei Beratungen, Entscheidungen und Umsetzung.[132][133]
Partizipative Stadtentwicklung
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Partizipative Instrumente in drei StĂ€dten Europas – Eine Gruppe von Wissenschaftern, Oliver Dlabac (ZDA/UZH), Daniel KĂŒbler (FHNW), Juliet Carpenter (Oxford Brookes University), Roman Zwicky (ZDA/UZH), untersuchte in den Jahren 2017–2020 den Einsatz partizipativer Instrumente in drei StĂ€dten Europas: Birmingham, Lyon und ZĂŒrich. Ausgehend vom stadtplanerischen Konzept der Gerechten Stadt (Just City) [134] untersuchten sie die stĂ€dtischen Entwicklungen bezĂŒglich sozialer Brennpunkte, VerdrĂ€ngung, bezahlbarem Wohnangebot und Ausrichtung öffentlicher Einrichtungen, seit den 1990er Jahren bis Ende der 2010en Jahre, mit Fokus auf „ermöglichende“ Akteure, Prozesse und demokratische Institutionen. Damit wollten sie bisherige Arbeiten zur Rolle von „Leadership“, demokratischer Kontrolle und partizipativen Planungsverfahren um eine integrierte Betrachtung ergĂ€nzen, am Beispiel dreier StĂ€dte mit unterschiedlichen nationalen Planungssystemen und lokalen demokratische Institutionen (UK, F, CH). Die Ergebnisse der Studie sollten abschließend mit politischen EntscheidungstrĂ€gern, Verwaltungsstellen und politische Aktivisten diskutiert werden.[135] Sie wurden von Oliver Dlabac, Roman Zwicky, Charlotte Hoole, Eric Chu, Liam O’Farrell 2021 publiziert.[136]

Siehe auch – Kees Christiaanse (Lehrstuhl fĂŒr Architektur und StĂ€dtebau, Institut fĂŒr StĂ€dtebau, ETH ZĂŒrich),[97] Christian Schmid (Netzwerk Stadt und Landschaft (NSL) der ETH ZĂŒrich)[137]

Weitere Forschungsprojekte
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Daniel KĂŒbler und Nenad Stojanović (zdaarau.ch / uzh.ch, unige.ch), inspiriert von Vorbildern im Ausland, untersuchen mögliche Rollen von BĂŒrger-, Bevölkerungsrat in der Schweiz.[138] Sie initiieren auch BĂŒrgerrĂ€te/BĂŒrgerpanels in Gemeinden (wie Sion, Genf, Lausanne, Uster und weitere), und untersuchen wie sie ihre Empfehlungen als weiterer Input in die Diskussionen zu Abstimmungen einbringen können.[139][140][141]

Forschung und Praxis

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Diskussion, Fragen zur Partizipation – aus Workshops am ETH-NSL-Symposium Strategien und Planungsinstrumente fĂŒr polyzentrische Stadtregionen. Fallbeispiele Amsterdam und ZĂŒrich, ETH ZĂŒrich, 4. April 2014[142][98] (leicht redigiert[143]):

Es stellt sich die Frage, warum Projekte nicht öfters so (wie in den eindrĂŒcklichen Beispielen prĂ€sentiert) durchgefĂŒhrt werden? Warum sind (im Allgemeinen) die Regelwerke so kompliziert und eng strukturiert, dass sie Partizipation fast nicht zulassen? Heute passiert Partizipation hĂ€ufig auf Gemeindeebene und beschrĂ€nkt sich darauf, dass Papiere und Formulare hin und her geschickt werden. Wer initiiert die Partizipation, von wem kommt der Wunsch, sich zu Ă€ußern? Von den Menschen selbst, oder liegt der Spielball bei der öffentlichen Hand und diese geht auf die Bevölkerung zu? FĂŒr eine tragfĂ€hige Partizipation mĂŒssen die Planer mit allgemeinverstĂ€ndlichen Bildern und konkreten Details kommunizieren. Braucht es dafĂŒr Kommunikationsexperten? Wie lĂ€sst sich Partizipation aber auch auf einer grĂ¶ĂŸeren Massstabsebene umsetzen, zum Beispiel wenn es um eine Vision oder einen Richtplan geht?
Man muss raus gehen, in die Stadt, in die Gemeinden, Ideen und VorschlĂ€ge öffentlich besprechen und Wege fĂŒr die Partizipation verschiedener Akteure schaffen: Im Massstab der „Zukunftsbilder“ („Geschichten“, „stories“, Beispiel Amsterdam)[144][98] und in der InterdisziplinaritĂ€t gibt es noch Ă€usserst viel Spiel- und Gestaltungsraum. Gute Beispiele von Partizipationen existieren.
NatĂŒrlich mĂŒssen Leute aus unterschiedlichen Kompetenzbereichen involviert sein. Doch die Leute, die mitreden mĂŒssten, verstehen oft die Fachleute nicht. Wie kann man also die Kommunikation verĂ€ndern? Anstatt dass Kommunikationsexperten als Vermittler zwischen Fachwelt und Bevölkerung eingestellt werden, sollten die Fachleute selbst lernen, ihre Ideen und Projekte den Laien zu vermitteln.
(Irgendwie) kommuniziert wird meistens schon, es geht aber darum, beidseitig zu kommunizieren – also einen (echten) Dialog zu fĂŒhren. Es gilt, eine (echte) Kommunikation zwischen den Beteiligten zu ermöglichen. Es geht darum, Allianzen zu bilden (Gemeinsames zu gestalten, entwickeln) und die entscheidenden Leute in den Prozesses mitzunehmen und einzubinden. „Geschichten“ („Zukunftsbilder“, „stories“, Beispiel Amsterdam)[144][98] mĂŒssen so erzĂ€hlt werden, dass eine Mehrheit der Leute sie versteht und gut findet.
Wichtig ist auch, dass Ideen nicht nur geĂ€ussert, sondern auch diskutiert werden. In vielen FĂ€llen wird zwar nach Meinungen und WĂŒnschen gefragt, diese verschwinden dann aber im Nichts. Die Menschen werden oft nicht darĂŒber aufgeklĂ€rt, ob ihre Inputs denn auch Einfluss hatten. Die Grenzen der Partizipation mĂŒssen von Anfang an klar festgelegt und kommuniziert werden. Schließlich handelt es sich auch nicht um ein „Wunschkonzert“, nicht alle WĂŒnsche können berĂŒcksichtigt werden. Die Gefahr, dass zu viele Leute enttĂ€uscht werden, ist gross. Man muss vorsondieren (gut recherchieren, Kompetenzen einholen) und Machbarkeitsstudien durchfĂŒhren, um zu sehen, was (im konkreten Fall) möglich ist.
Der Massstab spielt dabei eine grosse Rolle. Je kleiner und konkreter eine Idee, desto besser können es sich die Leute vorstellen und fĂŒhlen sich angesprochen. Sobald Projekte grösser werden, wird es auch mit der Partizipation komplexer.
Die Initiative fĂŒr einen Mitwirkungsprozess liegt grundsĂ€tzlich bei der öffentlichen Hand, was damit begrĂŒndet wird, dass sie am Schluss auch die Bewilligung erteilt. Initiativen, Gruppen wie NextzĂŒrich sind gemeinnĂŒtzige Vereine ohne grosses Budget, die Initianten haben „einfach“ mal damit begonnen, ihre Meinungen zu Ă€ussern. Z.B. die Stadt Bern hingegen hat die Partizipation mit einer Quartierskommission institutionalisiert. Sie dient als Vermittlerin zwischen der Bevölkerung und der Stadt. Ist beides miteindander möglich? Klar, geht es.
Partizipation ist nicht nur ein punktueller, auf konkrete Projekte und Problemlösungen bezogener Prozess, sondern eigentlich eine Kultur. Es mĂŒssten Mittel und Wege gefunden werden, eine Kultur der Beteiligung aufzubauen und zu ermöglichen.

VorschlÀge, Initiativen

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Parlamentarische Initiative Klimarat (2020)
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Im September 2020 reichte die GrĂŒne Fraktion Balthasar GlĂ€ttlis parlamentarische Initiative ein: «Als Antwort auf die Klimakrise die Demokratie erweitern. Einen durchs Los bestimmten Klimarat schaffen.» Balthasar GlĂ€ttli ließ sich dabei von Emmanuel Macrons «Klimarat» Convention citoyenne pour le climat inspirieren.[145][146][139][147]

Reaktionen, Kritik der «Importe»
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Angelika Hardegger, Schweizer Journalistin, bringt die Kritik der «importierten» BĂŒrgerrĂ€te, und Ă€hnlicher Bestrebungen, aus Sicht der direktdemokratischen Erfahrung der Schweiz ein:

„Wenn etwas unserer Demokratie unwĂŒrdig ist, ist es der Ruf nach einem [BĂŒrger]rat. Denn es gibt ihn ja schon, den [BĂŒrger]rat. Wir sitzen alle drin. [Wer] mitbestimmen kann, ist besser informiert. Die BĂŒhne fĂŒr Verhandlung ist in der Schweiz frei, fĂŒr jede und jeden.“

– Angelika Hardegger, NZZ, MĂ€rz 2021[148]

Zitat

„Wir alle sind BĂŒrgerrat!“
„Wir alle sind BĂŒrgerkonvent!“

– Vladimir Rott: Direkte Beteiligung in direkter Demokratie – kompetent, konstruktiv, kooperativ. Partizipative Systeme in der Politik[149]

Digitale Demokratie, Mitwirkungsplattform (2017–...)

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Im Manifest fĂŒr Digitale Demokratie: Digitale Demokratie – Schweiz, wir mĂŒssen reden! (2017),[150] einer Initiative der UZH Digital Society Initiative (DSI),[151][152] appellieren die Initianten und Wissenschafter (Abraham Bernstein, Professor fĂŒr Informatik, UZH und Digital Society Initiative; Fabrizio Gilardi, Professor fĂŒr Policy-Analyse, UZH; Maximilian Stern, staatslabor und foraus) dafĂŒr, digitale Instrumente in der direkten Demokratie bewusst und positiv einzusetzen. Sie laden alle BĂŒrgerinnen und BĂŒrger der Schweiz dazu ein, ihre Ideen fĂŒr die Gestaltung der digitalen Demokratie einzubringen und stellen fĂŒr diese Weiterentwicklung der Schweizer Demokratie folgende GrundsĂ€tze auf:

  1. Digitalisierung ermöglicht eine direktere Demokratie, garantiert sie aber nicht
  2. die Digitalisierung soll mehr Betroffene zu Beteiligten machen
  3. digitale Demokratie soll nicht nur existierende Prozesse vereinfachen, sondern diese im Sinne der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger neu gestalten.
  4. die Digitale Demokratie muss eine Balance zwischen AgilitÀt und StabilitÀt finden
  5. dazu benötigt es Mittel und die Bereitschaft, im Kleinen zu testen – in folgenden drei Bereichen:
  • miteinander reden
  • gemeinsam beschließen
  • gemeinschaftlich bestimmen

FĂŒr Ideen, VorschlĂ€ge, wie man die Demokratie mit digitalen Mitteln verbessern kann und Abstimmungen ĂŒber sie, haben sie eine Digitale Demokratie Brainstorming Plattform eingerichtet.[153]

Die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens (DG) hat 2019 einen permanent Citizen Council (dauerhaften/stĂ€ndigen BĂŒrgerrat) eingefĂŒhrt, welcher den BĂŒrgern ein weitgehendes Mitspracherecht bei der Gestaltung von Tagespolitik einrĂ€umt. Seine Mitglieder werden durch ein Losverfahren (vgl. Demarchie) bestimmt. Dazu hat das Parlament der Deutschsprachigen Gemeinschaft am 25. Februar 2019 einstimmig ein Dekret angenommen.[154] Zu bestimmten Themen werden unabhĂ€ngige Citizens' Assemblies (BĂŒrgerversammlungen) eingesetzt, die beratend Empfehlungen abgeben dĂŒrfen.[155]

Nach der Wahl 2010 war Belgien infolge ihres, auch anderswo noch ĂŒblichen, politischen Systems – welches keine „zersplitterte“ Parteienlandschaft voraussetzt (siehe auch Konfliktdemokratie, Parteiendemokratie vs. Konkordanzdemokratie, Konsensdemokratie) – eineinhalb Jahre ohne Regierung. Als Reaktion darauf entstand die Initiative G1000 mit einer öffentlichen online-Konsultation, einer eintĂ€gigen Versammlung von 704 Personen und einer kleineren ĂŒber mehrere Wochenenden tagenden Versammlung von 32 Personen. Beide Gremien bildeten einen Querschnitt der Bevölkerung ab. G1000 mĂŒndete u. a.[156] in den dauerhaften BĂŒrgerrat in der Region Ostbelgien, der 2020 seine Arbeit aufnehmen soll. Die Mitglieder werden per Los bestimmt, sind fĂŒr 18 Monate aktiv, setzen politische Themen und geben Empfehlungen ans Parlament ab.[157]

„Die deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens soll neben dem bestehenden Parlament ein stĂ€ndiges System der politischen Partizipation unter Verwendung von Losentscheidungen der BĂŒrger haben. Nach einem Modell, das in Zusammenarbeit mit Experten der G1000-Organisation entworfen wurde, wird jedes Jahr ein stĂ€ndiger BĂŒrgerrat (Citizen Council) ĂŒber die zu beratenden Themen entscheiden. Jedes von ihnen wird von einer unabhĂ€ngigen BĂŒrgerversammlung (Citizens' Assembly) erörtert, die konkrete politische Empfehlungen ausarbeitet. Beide Gremien setzen sich aus BĂŒrgern zusammen, die im Losverfahren eingezogen werden. Das Parlament der deutschsprachigen Gemeinschaft verpflichtet sich, diese Empfehlungen in ihren politischen Entscheidungsprozess umzusetzen.“

  • Smart City Network (seit 2013) – ein Netzwerk, Forum, eine nationale Kooperation, initiiert vom zustĂ€ndigen dĂ€nischen Ministerium und der UniversitĂ€t Aarhus. Das Forum ist Organisationen und Institutionen in DĂ€nemark offen, zum Austausch von Wissen, Erfahrungen und Ideen ĂŒber Smart City Initiativen. Es soll helfen, das „Potenzial fĂŒr Smart City Lösungen auszuloten“ und die „Entwicklung von Smart City Initiativen im ganzen Land zu unterstĂŒtzen“, auch mit IKT-Lösungen, und „Stadtakteure, BĂŒrger mit EntscheidungstrĂ€gern zusammen zu bringen“.[158][159][160]
  • Smart Aarhus – Aarhuser und auch fĂŒhrender Teil des dĂ€nischen Smart City Networks, der auch „nationale und internationale Zusammenarbeit zwischen StĂ€dten und Regionen fördert“. Das Smart Aarhus Sekretariat koordiniert das dĂ€nische Smart City Network und das Connected Smart Cities Network, ein internationales Forum fĂŒr Smart City Lösungen. Smart Aarhus unterstĂŒtzt die „Stadtentwicklung auf der Grundlage von Stakeholder- und BĂŒrgerbeteiligung“, wobei „soziale, ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle spielen“.[161][159][160]
  • EinfĂŒhrung des Euro (2000) – Vor der politischen Entscheidung ĂŒber die EinfĂŒhrung des Euro als GemeinschaftswĂ€hrung wurden im Jahr 2000 in Odense 364 BĂŒrger beteiligt. In einem „Deliberative Polling“ (dĂ€nisch: FolkehĂžring) berieten sie ĂŒber die Teilnahme DĂ€nemarks an der WĂ€hrungsunion.[162] Weitere Befragungen erfolgten direkt vor Beginn der Debatte und drei Monate nach Ende des FolkehĂžrings.

Emmanuel Macron ließ 2019 von der Regierung eine Grand DĂ©bat National (Grosse Nationale Debatte) veranstalten, mit einer Reihe von Begegnungen, die an Erfahrungen mit seinen GesprĂ€chen mit BĂŒrgern im Wahlkampf 2017 anknĂŒpfen. Die Debatte war nicht zuletzt eine Reaktion auf die Bewegung der Gelben Westen. Sie war allen offen, die Themenbereiche wurden vorgegeben:

  • Ökologischer Übergang
  • Steuerwesen
  • Demokratie und StaatsbĂŒrgerschaft
  • Organisation des Staates und der öffentlichen Dienste

Der Ablauf:

  • Eröffnung der Debatten, 15. Januar, große Rede des PrĂ€sidenten, der am 13. Januar auch seinen Brief an die Nation veröffentlichen ließ
  • Nationale thematische Konferenzen, 11.–13. MĂ€rz
  • Abschluss der lokalen Versammlungen, 15. MĂ€rz
  • Abschluss der online BeitrĂ€ge, 18. MĂ€rz
  • Regionale BĂŒrgerkonferenzen, 15./16. MĂ€rz und 22./23. MĂ€rz
  • Debatte in der Nationalversammlung, 2./3. und 9. April
  • Veröffentlichung von Zusammenfassungen, 8. April
  • Senatsdebatte, 10. April

Die Regierung „verpflichtete sich, alle Stellungnahmen und VorschlĂ€ge zu berĂŒcksichtigen, im Einklang mit Methode und Regeln der Debatte gemĂ€ĂŸ GrundsĂ€tzen der Transparenz, des Pluralismus und der Inklusion, der NeutralitĂ€t, der Gleichheit und des Respekts vor dem Wort jedes Einzelnen.“

WĂ€hrend der Debatte gingen 1.932.884 online BeitrĂ€ge ein, fanden 10.134 lokale Begegnungen statt, in 27.374 Kommunen lagen BĂŒrgerhefte (cahiers citoyens) vor und es gingen 27.374 Briefe und E-Mails ein. Der ganze Prozess war von den Medien mit Aufmerksamkeit begleitet, auch kritisch kommentiert, auf eigener Website (granddebat.fr) online unterstĂŒtzt, wo auch alle Resultate zugĂ€nglich sind.[163]

Sechs Jahre formeller direktdemokratischer Verfahren (1922–1928)

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Im Dezember 1921 wurde Irland unabhĂ€ngig. Die Verfassung des Irischen Freistaates von 1922[164] sah mehrere direktdemokratische Verfahren vor (Referendum and Initiative – Art. 14, 47, 48, 50), von denen jedoch nur eines ein Mal zur Anwendung gelangte – beim Volksentscheid ĂŒber die neue Verfassung von 1937. Schon 1928 hat das Parlament das Recht auf die Volksinitiative und das Veto-Referendum abgeschafft.

Volksentscheide von oben

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Nach den Verfassungsreformen von 1937 blieb in der neuen Verfassung von Irland nur noch ein, von oben eingesetztes, direktdemokratisches Verfahren ĂŒbrig – das obligatorische Verfassungsreferendum, welches de facto 1941 in Kraft trat.[165] Trotz der Bezeichnung „obligatorisch“ handelt es sich dabei um von oben angesetzte Abstimmungen – denn es ist ein vorheriger Parlamentsbeschluss notwendig (einfache Mehrheit in beiden Parlamentskammern).[165][166] Die Iren stimmten seitdem in ĂŒber 40 Volksentscheiden (Volksabstimmungen) ĂŒber VerfassungsĂ€nderungen (seit 18. Juni 1959)[167][168] – mit einfacher Mehrheit der Abstimmenden, es gibt kein Abstimmungsquorum.

Constitutional Convention (2013–2014)

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2013–2014 tagte eine von der Regierung einberufene Constitutional Convention (Verfassungskonvent), bestehend aus 33 Mitgliedern aus der Politik, 66 Mitgliedern aus der Zivilgesellschaft und einem unabhĂ€ngigen Vorsitz. Aufgabe des Konvents war es, ĂŒber wesentliche Verfassungsfragen zu diskutieren und dem Parlament VorschlĂ€ge dazu zu unterbreiten. Es wurden zehn Themenkomplexe behandelt. FĂŒr die meisten davon war jeweils ein Wochenende vorgesehen, fĂŒr umstrittenere wie die Homo-Ehe zwei Wochenenden. Der Konvent erarbeitete ĂŒber dreißig Empfehlungen an das Parlament. Die Themen waren:

  • VerkĂŒrzung der Amtszeit des PrĂ€sidenten von sieben auf fĂŒnf Jahre und Anpassung an die Kommunal- und Europawahlen – Regierung ĂŒbernahm zwei Empfehlungen und lehnte eine ab – Vorschlag im Referendum abgelehnt (Mai 2015)
  • Senkung des Wahlalters – Regierung ĂŒbernahm Vorschlag – Referendum vorgesehen (Stand 01/19)
  • ÜberprĂŒfung des Wahlsystems des Parlaments – Regierung lehnte fĂŒnf von zehn Empfehlungen ab, versprach Einrichtung einer Wahlkommission, die die verbleibenden VorschlĂ€ge bearbeiten soll (Stand 01/19)
  • Wahlrecht fĂŒr Irische StaatsbĂŒrger, die im Ausland leben, bei PrĂ€sidentschaftswahlen – Ministerielle Arbeitsgruppe ĂŒberlegt Optionen – Referendum versprochen (Stand 01/19)
  • Bestimmungen fĂŒr gleichgeschlechtliche Ehe – Regierung ĂŒbernahm beide VorschlĂ€ge, stimmte Referendum zu und unterstĂŒtzte die Empfehlung auch inhaltlich – im Referendum, Mai 2015, angenommen (62,1 % Ja, 37,9 % Nein, Beteiligung 60,5 %)
  • Rolle der Frau in Heim und öffentlichem Leben – Ministerielle Arbeitsgruppe ĂŒberlegt Optionen, Regierung möchte den Verfassungsartikel einfach entfernen – Referendum folgt (Stand 01/19)
  • Mehr Beteiligung von Frauen in Politik – Ministerielle Arbeitsgruppe soll das Thema weiter beraten
  • Streichung der GotteslĂ€sterung aus der Verfassung – Regierung hat beiden VorschlĂ€gen, auch dem Referendum zugestimmt – im Referendum, Oktober 2018, angenommen (66,4 % Ja, 33,6 % Nein, Beteiligung 64,1 %)
  • Parlamentsreform (Vorsitz, Geheimabstimmung, AusschĂŒsse) – keine formale Antwort der Regierung – Großteil der zwölf Empfehlungen im Juni 2016 umgesetzt
  • Ökonomische, soziale und kulturelle Rechte – Regierung lehnte beide Empfehlungen ab[169][170][171]

Citizens’ Assembly (2016–2018)

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2016–2018 setzte die neu gewĂ€hlte Regierung mit der sogenannten Citizens’ Assembly (irisch An TionĂłl SaorĂĄnach, „BĂŒrgerversammlung“) eine vergleichbare Versammlung ein: 99 reprĂ€sentativ und per Zufallsauswahl (Losverfahren) ausgewĂ€hlte BĂŒrger berieten ĂŒber grundsĂ€tzliche politische Fragen – unter anderem das im 8. Verfassungszusatz geregelte Thema Schwangerschaftsabbruch. Ein Jahr lang an zwölf Wochenenden mit Experten, Wissenschaftler und Juristen, wie auch direkt Betroffenen (wie Frauen und Ärzte bei den Abtreibungsfragen), auch Vertretern der katholischen Kirche und NGOs. Die Themen waren:

  • Achte Verfassungsrevision – Schwangerschaftsabbruch, Rechte des Ungeborenen und Rechte der Frau
  • Wie wir am besten auf die Herausforderungen und Chancen der Bevölkerungsalterung reagieren
  • Feste Legislaturperioden der Parlamente
  • Art und Weise, in der Referenden abgehalten werden
  • Wie der Staat Irland zu einem Vorreiter bei der BekĂ€mpfung des Klimawandels machen kann[172][173][171][174]

GrundsĂ€tze der Irischen BĂŒrgerversammlungen

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  • Transparenz, Offenheit – die Versammlungen arbeiteten transparent, alle Plenarsitzungen werden live ĂŒbertragen, alle Unterlagen sind frei zugĂ€nglich
  • Offenheit, Einbezug – die Versammlungen sind allen Teilen der Gesellschaft offen
  • Fairness, Einbezug, Kompetenz – das gesamte Meinungsspektrum wird zu jedem Thema gehört, die Informationen und Unterlagen fĂŒr die Versammlungen sind von höchster QualitĂ€t
  • Offenheit, Stimmengleichheit – jedes Mitglied erhĂ€lt die Möglichkeit, seine Meinung zu Ă€ußern, wenn es dies wĂŒnscht
  • Effizienz, Kompetenz – die Versammlungen nutzen die begrenzte, gemeinsame Zeit bestmöglich, alle Unterlagen werden im Voraus verteilt, damit man sich angemessen vorbereiten kann
  • Respekt, Gleichbehandlung – alle Ă€ußern frei ihre Ansichten, ohne Angst vor persönlichen Angriffen oder Kritik
  • KollegialitĂ€t, Zusammenarbeit – die Beteiligten arbeiten freundschaftlich zusammen, gehen ihre Aufgabe gemeinsam an[169][170][172]

Partizipative Prozesse entwickelten die NiederlĂ€nder vor allem in ihren Metropolen Amsterdam, Rotterdam. In die Stadtentwicklung fĂŒhrten sie sie im grĂ¶ĂŸeren Maßstab in den 1970ern ein (damals auch reger Austausch mit den deutschen, vor allem Berliner Initiativen fĂŒr partizipative Stadtentwicklung – siehe auch Stadterneuerung Berlin > 1970er Jahre und 12 GrundsĂ€tze der Stadterneuerung).

Strong Stories (Starke Geschichten, 2010)[144][98] – Bei diesem niederlĂ€ndischen Ansatz handelt es sich nicht um verbindliche, detaillierte Rahmenbedingungen fĂŒr die bauliche Weiterentwicklung (so wie es z. B. die kantonalen RichtplĂ€ne oder kommunale Bau- und Zonenordnungen in der Schweiz sind).

Diese Strategie, und ihre konkreten Konzepte, werden von sogenannte „Geschichten“ („stories“) getragen, in denen Ziele fĂŒr die Weiterentwicklung in allen Belangen abgeleitet werden. Die partizipativen Prozesse setzen weit vor den formellen Schritten (wie Planauflage in der Schweiz) an. Unmittelbar Betroffene – Einwohner, Unternehmen – werden frĂŒh angegangen, ihre Bedenken und VorschlĂ€ge ernsthaft mit den behördlichen LösungsvorschlĂ€gen in eine weitere Lösungsfindung einbezogen. Unter der vertrauensbildenden Voraussetzung, dass damit die QualitĂ€t der Resultate (Bauten, Landschaft, stĂ€dtische RĂ€ume) nicht verschlechtert, sondern vielmehr verbessert werden soll.

Zur ernsthafter Partizipation kommt ein zweites Element, der dieses Vorgehen prĂ€gt – pragmatische territoriale AnsĂ€tze. Ausgehend vom informellen nationalen Raumkonzept (Ă€hnlich dem der Schweiz), werden regionale Strategien zur rĂ€umlichen Entwicklung abgeleitet. Dieser Ansatz hilft auch, politische Grenzen zu ĂŒberwindet, indem er primĂ€r Ziele definiert und nicht Maßnahmen oder Instrumente (darin anders als die Raumplanung in der Schweiz).

Beispiele:

  • Verbreiterung der Maas in der Provinz Limburg – Aus parallelen GesprĂ€chen mit Betroffenen, Behörden und Experten resultierten sechs mögliche Strategien. In der Folge wurden an einem eintĂ€gigen Workshop alle beteiligten Gruppen zusammengefĂŒhrt, dort leiteten sie daraus einen konsensualen und finanzierbaren Lösungsansatz ab.
  • Metropolitanregion Amsterdam – Bei der grĂ¶ĂŸten Stadtregion des Landes reichen die Ausgangspunkte der „Geschichten“ von der Altstadt bis zum Flughafen und zu deren Potenzialen. Die Stadt hat mit 36 umliegenden Gemeinden ein solches Entwicklungskonzept fĂŒr die gesamte Metropolitanregion entwickelt und politisch beschlossen. Sie löste sich dabei 2006 vom bis dahin ĂŒblichen kommunalen Blickwinkel, wie er auch anderswo in großen StĂ€dten immer noch dominiert (wie auch immer noch in der Schweiz).

Die Methode der „Geschichten“ („stories“), ihrer gemeinsamen Entwicklung, wurde zum Teil der Partizipationskultur in den Niederlanden. So wird sie heute auch in diversen Netzwerken und Projekten aufgegriffen, wie z. B.:

  • Amsterdam Smart City (ASC), Amsterdam Smart City – Smart Stories (2009–2011 und weiter) – eine Partnerschaft (offenes Kollektiv / open collective), die Menschen von Amsterdam, Unternehmen, Wissensinstitutionen und Behörden zusammenbringt, um „die Stadt der Zukunft zu gestalten“, „innovative Lösungen fĂŒr soziale, ökonomische und ökologische Fragen der Metropole zu entwickeln“, damit „Amsterdam auch in den kommenden Jahren lebenswert bleibt“. Sie sucht auch nach Wegen, Energie zu sparen. In den ersten zwei Jahren wurden sechzehn Projekte entwickelt – in den Bereichen Arbeit, Wohnen, MobilitĂ€t und öffentlicher Raum. ASC möchte dabei helfen, Partner zusammen zu bringen um Projekte zu initiieren, in denen intelligente Technologien und verschiedene AnsĂ€tze getestet werden und „Best Practices“ fĂŒr die Umsetzung dieser und Ă€hnlicher Initiativen entwickelt werden. Dabei betrachtet sie die Zusammenarbeit auf allen möglichen Ebenen als unerlĂ€sslich, um tragfĂ€hige Ergebnisse zu erzielen. Sie verlangt, dass unabhĂ€ngig von der Form (öffentlich, privat, informell), eine enge Beteiligung der (End-)Nutzer gewĂ€hrleistet werden muss. Alle Inputs, erworbenen Kenntnisse und Erfahrungen werden offen weitergegeben. Nur wirtschaftlich tragfĂ€hige, finanzierbare Lösungen können realisiert werden, wobei das Netzwerk die Initiativen auch darin unterstĂŒtzt, wo man die Kompetenzen dazu findet und wie man sie anwendet.[175][176][177]

Vereinigtes Königreich

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Nicola Sturgeon hatte im April 2019 eine Reihe von Citizens' Assemblies (BĂŒrgerversammlungen) angekĂŒndigt, nach Vorbild derjenigen in Irland, „um die wichtigsten verfassungsrechtlichen Fragen Schottlands zu erörtern“:

  • Was fĂŒr ein Land wollen wir aufbauen?
  • Wie können wir die Herausforderungen die auf uns zukommen am besten bewĂ€ltigen, einschließlich denen die sich aus dem Brexit ergeben?
  • Welche weitere Arbeit sollte geleistet werden, um den Menschen die Details zu geben, die sie benötigen, um fundierte Entscheidungen ĂŒber die Zukunft des Landes zu treffen?
    – Schottische Regierung, Juni 2019[178]

Rund 120 „breit reprĂ€sentativ“ ausgewĂ€hlte Menschen aus ganz Schottland diskutierten an sechs Wochenenden ĂŒber Schottlands Zukunft – ĂŒber Themen wie Brexit und Schottlands UnabhĂ€ngigkeit, auch zu Staatsfinanzen und wie sie in einem unabhĂ€ngigen Schottland aussehen wĂŒrden. Auch ĂŒber Themen, die sie selbst einbringen – wie u. a. eine bessere Zukunft fĂŒr jĂŒngere Generationen und wie man die Politiker dazu bringen könnte, damit sie mehr zuhören als reden.

Die Versammlungen fanden von Oktober 2019 bis April(?) 2020 statt, die ersten in Glasgow und Edinburgh. Zu den Treffen in verschiedenen StĂ€dten wurden auch Politiker aus dem gesamten politischen Spektrum eingeladen. Die Teilnehmer erhielten bis zu 1.200 Pfund, damit sie frei von Verpflichtungen teilnehmen können. FĂŒr die Kosten stellte die schottische Regierung 1,4 Millionen Pfund bereit. Sie beinhalten auch Ausgaben fĂŒr eine „Sensibilisierungs­kampagne“ der Öffentlichkeit.

Der Abschlussbericht ĂŒber Schottlands Zukunft wurde in Holyrood debattiert.

Die schottische Regierung sollte innerhalb von 90 Tagen auf die VorschlĂ€ge antworten und ĂŒber weitere Schritte informieren.[179][180][181]

Am 13. Januar 2021 veröffentlichte die Citizens Assembly of Scotland ihren Abschlussbericht. Die Versammlung empfiehlt darin u. a. die DurchfĂŒhrung weiterer BĂŒrgerrĂ€te und die Einrichtung einer zufĂ€llig ausgelosten Parlamentskammer.

Mit zukĂŒnftigen BĂŒrgerrĂ€ten“ sollen Ansichten und Ideen der Menschen zu fĂŒr das Land wichtigen Themen gesammelt werden. Ein unabhĂ€ngiges Gremium soll die Entscheidungen darĂŒber treffen, wann und zu welche Themen Losversammlungen stattfinden, sollten sich Politiker zu den Themen nicht einigen können. Das Parlament und Regierung sollen auch Rechenschaft ĂŒber die Umsetzung der BĂŒrgerrĂ€te-Empfehlungen ablegen. Die BĂŒrgerrĂ€te sollen auch die bestehende Gesetzgebung in SchlĂŒsselbereichen prĂŒfen und Vereinfachungen oder Änderungen vorschlagen können. Regierung und Parlament sollen gemeinsam mit BĂŒrgerrĂ€ten Entscheidungen zu solchen Fragen treffen Die BĂŒrgerrĂ€te sollen zu Beginn jeder Sitzungsperiode des Parlaments einberufen werden, Bearbeitung spezifischer Themen. Die BĂŒrgerrat-Empfehlungen sollen im Parlament debattiert werden mĂŒssen, bevor die BĂŒrgerrĂ€te wieder aufgelöst werden.

Eine BĂŒrgerkammer soll eingerichtet sein, die VorschlĂ€ge der Regierung prĂŒft und zu parlamentarischen Gesetzesvorlagen ihre Zustimmung erteilt. Die Mitgliedschaft in dieser Kammer soll zeitlich begrenzt werden, die Mitglieder ein Abbild der Bevölkerung Schottlands sein.

Im schottischen Parlament soll auch ein BĂŒrgerausschuss eingerichtet werden, der auch nach dem Zufallsprinzip besetzt werden soll. Die Mitglieder sollen Anregungen und Meinungen zu VorschlĂ€gen der Regierung einbringen, die Arbeit des Parlaments ĂŒberprĂŒfen und die Regierung zur Rechenschaft ziehen können.

Der BĂŒrgerrat empfahl, auch auf lokaler Ebene Losversammlungen einzurichten, die sich mit kommunalpolitischen Fragen befassen sollen, LĂŒcken ausmachen und Verbesserungsmaßnahmen empfehlen.

Neben BĂŒrgerrĂ€ten geht es in den Empfehlungen auch um die Themen Welthandel, Wirtschaft, Demokratie, Einwanderung, Steuern, Bildung, Mindestlohn, Armut, Gesundheit, Energieversorgung, digitale Infrastruktur, junge Menschen und Umwelt.[182]

Anfang 2021 trafen sich online fĂŒnf schottische Minister mit den Mitgliedern der Versammlung, um ihre Erfahrungen anzuhören, und den Bericht und die Empfehlungen zur Diskussion in der wöchentlichen Kabinettssitzung entgegenzunehmen. Michael Russell, KabinettssekretĂ€r fĂŒr Verfassung, Europa und auswĂ€rtige Angelegenheiten, hat die Mitglieder gelobt und sich verpflichtet, die Versammlung und den Bericht in Verhandlungen zu vertreten. Dennoch bleibt es abzuwarten, ob und wie sie Eingang finden in den Aktionsplan der schottischen Regierung und wie die parlamentarische Debatte als Antwort auf den Bericht verlĂ€uft.[183]

Im Juli 2019 wurden 60 Vertreter der Bevölkerung aus dem ganzen Land zur ersten Citizens’ Assembly (BĂŒrgerversammlung) in Wales aufgerufen.[184] In Newtown, in der Gregynog Hall, setzten sich mit der Frage auseinander, „wie die Menschen in Wales durch die Arbeit der Nationalversammlung fĂŒr Wales ihre Zukunft gestalten können“. Nach zwei Tagen (Wochenende 19./21. Juli 2019) der Beratung und Diskussion wurden die Ergebnisse und Empfehlungen in einem ausfĂŒhrlicher Bericht festgehalten.[185] Die Teilnehmer wurden so ausgewĂ€hlt, damit sie „genau die Zusammensetzung der walisischen Öffentlichkeit widerspiegeln“ – Alter, Bildungsniveau, ethnische Zugehörigkeit, Geschlecht, geografische Herkunft, walisische Sprachkenntnisse sowie WĂ€hler und NichtwĂ€hler bei den Wahlen zur Nationalversammlung von Wales 2016.[186]


BĂŒrgerbeteiligung im politischen Prozess
gem. Europarat, Beteiligung der INGOs (2009)[187]
 
Ebenen der Beteiligung
➚ Zunehmender Grad der Beteiligung von INGOs
Partnerschaft *)
(en. partnership)
Dialog **)
(en. dialogue)
Beratung
(en. consultation)
Information
(en. information)

*) gemeinsam entscheiden, mitentscheiden (Europarat, INGOs)
(en. joint-decision making, co-decision making)

**) breit und gemeinschaftlich (en. broad and collaborative)

Die Phasen des politischen Entscheidungsprozesses
Sechs Schritte im Entscheidungsfindungsprozess – INGOs und öffentliche Verwaltung können bei jedem von ihnen interagieren (en. Six steps in the cycle of the decision-making process – INGOs and public authorities can interact at each of these)

Neuformulierung
(en: reformulation)

Monitoring
(monitoring)


Umsetzung
(implementation)
Agenda-Setting*)
(de: Themen setzen)


Ausarbeitung
(drafting)

Entscheidung**)
(decision)

*) die EuropĂ€ische BĂŒrgerinitiative (EBI, en. European Citizens' Initiative, ECI) wird auch als agenda-setting tool(dt. Instrument) der EU-BĂŒrger bezeichnet[188]
**) gemeinsame Entscheide, Mitentscheide (Europarat, INGOs) / In der EU bleiben Entscheide den EU-Institutionen (Kommission, Parlament, Rat) vorbehalten (dennoch ist der Einfluss diverser Lobbygruppen aus Wirtschaft und auch Gesellschaft erheblich)

Auf europĂ€ischer Ebene gibt es seit einigen Jahren vielfache Bestrebungen, BĂŒrgerbeteiligung zu formalisieren und fest in die politischen Verfahren zu integrieren. Oft wird aber unter BĂŒrgerbeteiligung, Beteiligung der Zivilgesellschaft, die Beteiligung von Organisationen (NGOs, INGOs) verstanden, die diverse Anliegen vertreten.

(auf EU-Ebene, EU-weit)

Die ĂŒbliche Art der EU-Institutionen, die BĂŒrger der EU einzubeziehen, also ihre Meinung zu berĂŒcksichtigen, sind Meinungsumfragen, Befragungen (Konsultationen), öffentliche GesprĂ€che (Dialoge) und, seit 2012, Entgegennahme von Petitionen mit VorschlĂ€gen an die Kommission (EBI / ECI).

Seit 1978 berĂŒcksichtigt die Kommission die Meinungen der BĂŒrger in Eurobarometer-Umfragen, wie der von 2018 zur Zukunft Europas / Zukunft Europas (einschließlich „Klimawandel“).[189]

Aarhus-Konvention
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Im völkerrechtlichen Vertrag der Aarhus-Konvention (2003) wurde erstmals eine Öffentlichkeitsbeteiligung bei Umweltangelegenheiten beschlossen und dann in der europĂ€ischen Richtlinie 2003/35/EG sowie in den nationalen Gesetzgebungen umgesetzt. Darin werden jeder Person Rechte im Umweltschutz zugeschrieben.

So entstand 2006 auch in Deutschland, als Umsetzung dieser EU-Richtlinie, das Recht auf Information, die Gelegenheit zur Äußerung[190] und der erweiterte Zugang zu Gerichten. Einzelheiten regeln das Öffentlichkeitsbeteiligungsgesetz, das Umweltinformationsgesetz, die UmweltvertrĂ€glichkeitsprĂŒfung u. a.[191]
Seit dem Europarechtsanpassungsgesetz Bau von 2004 wird die BĂŒrgerbeteiligung im deutschen Planungsrecht wegen der europĂ€ischen Richtlinie 2003/35/EG als „Öffentlichkeitsbeteiligung“ (englisch public participation) bezeichnet. In der kommunalen Praxis hat sich dieser Begriff nicht durchgesetzt; hier wird weiterhin von BĂŒrgerbeteiligung gesprochen.
Kommission Barroso
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Unter den Kommissionen Kommission Barroso I und Kommission Barroso II (2004–2014) fanden Debatten mit BĂŒrgern mit 51 BĂŒrgerdialogen in EU-LĂ€ndern statt. Es folgte eine abschließende europaweite Veranstaltung in BrĂŒssel mit Teilnehmern aus allen StĂ€dten, die eine Debatte organisiert hatten, und unter Beteiligung des PrĂ€sidenten der Kommission, der Kommissionsmitglieder und Vertreter des EuropĂ€ischen Parlaments sowie nationaler und lokaler Politiker.[192][193]

EuropÀisches Parlament
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Die vom EuropĂ€ischen Parlament 2007 beschlossene[194] „BĂŒrger-Agora“[195] hatte zum Ziel „die BegrĂŒndung einer neuen Allianz zwischen dem Projekt Europa und den EU-BĂŒrgern durch EinfĂŒhrung eines strukturierten Dialogs zwischen der europĂ€ischen Zivilgesellschaft (vertreten durch berufsstĂ€ndische Organisationen, VerbĂ€nde oder Gewerkschaften) und dem Parlament“,[196] sie sollte „eine BrĂŒcke zwischen dem EuropĂ€ischen Parlament und der europĂ€ischen Zivilgesellschaft schlagen“.[197]

Die erste Agora fand zum 50. Geburtstag der EU im November 2007 statt, als „eine neue Plattform fĂŒr den 'Dialog mit den BĂŒrgerInnen'“. Über 400 Vertreter nichtstaatlicher Organisationen waren eingeladen worden, gemeinsam mit Vertretern der EuropĂ€ischen Institutionen â€žĂŒber die Zukunft der EU“ zu diskutieren.[198]

Die zwei-, dreitĂ€gigen online Meinungsumfragen der BĂŒrger fanden im Rahmen der thematischen Agora-Begegnungen statt – am 12. und 13. Juni 2008 zum Thema Klimawandel, mit rund 500 eingeladenen Vertretern der Organisationen in BrĂŒssel, mit fĂŒnf Workshops und begleitender Agora-Umfrage[198] und am 26., 27. und 28. Januar 2011 zum Thema Krise und Armut: Armut und Ausgrenzung Ă€lterer EU-BĂŒrger, mit Abgeordneten des EuropĂ€ischen Parlaments, Mitgliedern des Wirtschafts- und Sozialausschusses (EWSA) und Mitgliedern von Nichtregierungsorganisationen als Vertreter der organisierten Zivilgesellschaft. Davor fanden in zwei Dritteln der Mitgliedstaaten vorbereitende GesprĂ€che mit eingeladenen BĂŒrgergruppen. Am 26., 27. und 28. Januar folgte eine „Konsenskonferenz“ in BrĂŒssel, mit je einem oder mehreren Teilnehmern aus den einzelnen Mitgliedstaaten – eine Möglichkeit, ihre persönlichen Erfahrungen auszutauschen und anderen Beteiligten, die sich fĂŒr die BĂŒrger-Agora interessieren, Empfehlungen auszusprechen. In einem Bericht wurden die Diskussionen und auf der Konsenskonferenz formulierten Empfehlungen zusammengefasst.[199]

Inzwischen scheint diese Eurobarometer-Meinungsumfrage[199] des EU Parlaments nicht mehr benutzt zu sein.[197][195]

EuropĂ€ische BĂŒrgerinitiative, EuropĂ€isches BĂŒrgerreferendum
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Seit 2012 können EU-BĂŒrger mit dem formellen Instrument der EuropĂ€ischen BĂŒrgerinitiative (EBI, englisch: European Citizens' Initiative, ECI) einen Vorschlag an die Kommission richten. Im Konvent zur Zukunft Europas (2002–2003) wurde dieses demokratisches Instrument der politischen Teilhabe in der EuropĂ€ischen Union beschlossen, im Vertrag ĂŒber eine Verfassung fĂŒr Europa festgehalten und mit ihm in den Vertrag von Lissabon (2007/09) ĂŒbernommen. Die EuropĂ€ische Kommission erlĂ€utert das Verfahren auf ihrem Web,[200] wo sie auch zum „Ergreifen der Initiative“ einlĂ€dt und Informationen wie auch Instrumente zur Registrierung und Abwicklung bereithĂ€lt.

Im April 2012 eingefĂŒhrt, entspricht die EBI aber eher noch einer Petition als schon einer Volksinitiative – so blieb die erste erfolgreich organisierte europĂ€ische BĂŒrgerinitiative Right2Water (deutsch: Wasser ist ein Menschenrecht!) praktisch ohne Konsequenzen, wie die EuropĂ€ische Kommission entschied.[201] An ihrer Entwicklung zum stĂ€rkeren Instrument arbeitet ein europĂ€isches BĂŒndnis The ECI Campaign – For a European Citizens' Initiative that works![202]

Ein EuropĂ€isches BĂŒrgerreferendum (EBR, englisch: European Citizens' Referendum, ECR) ist seit lĂ€ngerem in Diskussion (1980/1990er Jahre, gemeinsam mit EBI / ECI), die in der letzten Zeit (seit den 2000er Jahren) zu konkreteren VorschlĂ€gen und Vorstössen fĂŒhrt. So auch im EU-Konvent 2002/03, mit anderen Bestandteilen Direkter Demokratie / EuropĂ€ischer BĂŒrgergesetzgebung (Direct Democracy / European Citizens' Legislation), die breite UnterstĂŒtzung fanden[203] und formell im Vorschlag von Caspar Einem und Maria Berger dem EU-Konvent vorgelegt wurden.[204][205]

Auch nach EinfĂŒhrung der ersten Schritte zur EBI / ECI bleibt sowohl ihr Ausbau wie auch die EinfĂŒhrung des EBR / ECR in Diskussion.[206][207][208] Schließlich finden die Rufe nach mehr direktdemokratischer Beteiligung der BĂŒrger Europas Eingang in die EuropĂ€ischen Wahlprogramme – darunter in den von Europe Écologie Les Verts (EELV / GrĂŒne/EFA), die in der EP-Wahlen 2019 „EuropĂ€ische, thematische, verbindliche Referenden ĂŒber BĂŒrger- oder Parlamentsinitiative“ verlangen und, im weiteren, auch die Rufe nach der EuropĂ€ischen Parlamentsinitiative unterstĂŒtzen.[209]

Kommission Juncker
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Unter der Juncker-Kommission (2014–2019) wurden BĂŒrgerbefragungen im Weißbuch zur Zukunft Europas vom MĂ€rz 2017 angekĂŒndigt.[210] Im Mai 2018 wurde eine online Konsultation zur Zukunft Europas mit zwölf Fragen gestartet, die eine Gruppe von 96 BĂŒrgern erarbeitet hat,[211] die den BĂŒrgern „die Möglichkeit gibt, ihre Erwartungen, Bedenken und Hoffnungen auszudrĂŒcken“.[212]

Es fanden BĂŒrgerdialogkonferenzen statt, an denen der KommissionsprĂ€sident, die Kommissionsmitglieder und einige FunktionĂ€re der Kommission teilnahmen,[213] „es wurden Debatten im Stil einer Rathausdebatte durchgefĂŒhrt, im Einklang mit Junckers Aufforderung an die Mitglieder des Kollegiums der Kommissionsmitglieder, politisch aktiv zu werden bei der Übermittlung der gemeinsamen Agenda an die BĂŒrger und dem Zuhören den gemeinsamen Anliegen, die von ihnen kommen“.[212]
Der Bericht ĂŒber den BĂŒrgerdialog und die BĂŒrgerkonsultation (2019)[214] wurde den „Staats- und Regierungschefs der EU-27 als Material zum Nachdenken“[212] fĂŒr ihr EUCO-Treffen in Sibiu am 9. Mai 2019 vorgelegt.

Emmanuel Macron
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Genauso wie der von Emmanuel Macron initiierte Gemeinsame Bericht (Joint Report) ĂŒber die EuropĂ€ischen BĂŒrgerkonsultationen, die von April bis Oktober 2018 auf nationaler Ebene als öffentliche Debatten oder in anderen Formaten stattfanden.[215]

Kommission von der Leyen – Konferenz zur Zukunft Europas
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Es bleibt abzuwarten, ob – wĂ€hrend der bevorstehenden Debatten der Konferenz zur Zukunft Europas (ab Februar 2020 – Auftakt der Phase 1... Fragen der BĂŒrgerbeteiligung, gemĂ€ĂŸ Zeitplan im „Non-Paper“ der französischen und Deutschen Regierungen[216]) – mehr Beteiligung der BĂŒrger aus dem Versprechen von Ursula von der Leyen hervorgeht, das sie in ihrer Kandidatenrede gegeben hat: „Ich will, dass die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger bei einer Konferenz zur Zukunft Europas zu Wort kommen... [welche] die EuropĂ€erinnen und EuropĂ€er zusammenbringen und unseren jungen Menschen, der Zivilgesellschaft und den europĂ€ischen Institutionen als gleichberechtigten Partnern eine starke Stimme geben [soll]...“[217]

Europarat, INGOs

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Die Konferenz der internationalen Nichtregierungsorganisationen (INGOs) vom Europarat (CoE / CdE) verabschiedete 2009 einen Verhaltenskodex fĂŒr die BĂŒrgerbeteiligung im Entscheidungsprozess.[187] Darin wird die Beteiligung der BĂŒrger (en: civil participation) – allerdings als Beteiligung der NGOs verstanden – auf verschiedenen Ebenen im Kreislauf eines politischen Prozesses beschrieben.

→ siehe Abbildungen rechts, wie auch unten: Matrix der BĂŒrgerbeteiligung – Beteiligungsebenen und Prozessphasen (in Übersichten)

In Oregon kommen jĂ€hrlich zahlreiche Volksinitiativen zur Abstimmung. Umfragen zeigten, dass viele WĂ€hler oft nicht genau verstanden hatten, worĂŒber sie abstimmen. Darum hat man Citizens Initiative Reviews eingefĂŒhrt – 24 per Los gewĂ€hlte BĂŒrger befassen sich vier Tage lang mit den Inhalten einer Volksinitiative und formulieren dann auf einer Papierseite ihre Position dazu, die in der AbstimmungsbroschĂŒre abgedruckt wird.[218]

GemĂ€ĂŸ Andreas Gross und Bruno Kaufmann ist in einer wachsenden Zahl von Nationen der Nutzen von BĂŒrgerbeteiligung anerkannt und als BĂŒrgerrecht gesetzlich verankert. Sie berichten weiter, dass weltweit etwa die HĂ€lfte aller Staaten Volksentscheide zulĂ€sst und dass sich, im Vergleich zum vorhergehenden Jahrzehnt, in der letzten Dekade des vergangenen Jahrhunderts die Zahl der nationalen Volksabstimmungen nahezu verdoppelt hat – die meisten davon in Europa (248 von 405, allein 115 in der Schweiz).[39]

Referenden, Volksinitiativen

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Nationale Referenden und Volksinitiativen sind Bestandteile der direkten Demokratie und werden – in ziemlich unterschiedlichen Auffassungen – weltweit durchgefĂŒhrt. In Großbritannien, Österreich, Kanada und SĂŒdafrika ist das sehr selten. Bis zu fĂŒnfzehn dieser Beteiligungsverfahren gab es in Brasilien, Frankreich, Polen und Schweden, so eine Untersuchung in ausgewĂ€hlten LĂ€ndern seit 1949.[219] Deutlich hĂ€ufiger fanden sie in DĂ€nemark, Irland, Australien und Italien statt (bis zu 72). RegelmĂ€ĂŸig werden sie in Neuseeland (113) und der Schweiz (584) angewandt. BĂŒrger in Deutschland (auf Bundesebene, im Gegensatz zu den BundeslĂ€ndern), Indien, Japan und den USA wurden von diesen direkt-demokratischen Verfahren bisher vom Gesetzgeber ausgeschlossen (Stand MĂ€rz 2013). (vgl. Liste von Referenden in den LĂ€ndern Europas)

Formate, Formen, Methoden der BĂŒrgerbeteiligung

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Zur Umsetzung von BĂŒrgerbeteiligung bei politischen Entscheidungs- und Planungsprozessen wurden in den vergangenen Jahrzehnten eine große Bandbreite von – sich oft ĂŒberschneidenden – Methoden und Instrumenten („Formaten“) entwickelt, wobei fortlaufend neue hinzutreten.

Oftmals kommen auch Methoden die fĂŒr Konferenzen oder Workshops entwickelt wurden erfolgreich in der BĂŒrgerbeteiligung zum Einsatz. Jedes Format hat dabei seine individuellen Vor- und Nachteile, so dass nicht jedes Verfahren automatisch fĂŒr jede Zielsetzung oder Zielgruppe geeignet ist. Weiterhin spielt das politisch-rechtliche und sozio-kulturelle Umfeld eine wichtige Rolle. So können Formate die bspw. in einem Land regelmĂ€ĂŸig und erfolgreich angewandt werden in einem anderen Umfeld scheitern. Seit Ende der 1990er Jahre spielt, als heute selbstverstĂ€ndliches Arbeitsinstrument, die Nutzung des Internets eine zunehmend bedeutende Rolle in der BĂŒrgerbeteiligung.

Zunehmend wird auch die (de facto, de iure) Verbindlichkeit diskutiert – von unverbindlich (heute z. B. in Deutschland, Österreich und den meisten LĂ€ndern noch die Regel), ĂŒber „politische“ Verbindlichkeit, die auf einem (einmaligen) Versprechen der politischen EntscheidungstrĂ€ger beruht, bis zu rechtlich garantierter Verbindlichkeit (→ politische Rechte).

→ im weiteren: Übersicht – Formate, Formen, Methoden der BĂŒrgerbeteiligung in Übersichten unten

Nutzen, Probleme und Kritik, Auswege und weitere Entwicklung

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Der Nutzen und die Herausforderungen der BĂŒrgerbeteiligung sind Gegenstand einer fortdauernden gesellschaftlichen Debatte. Hierzu gehört auch die Frage, inwieweit sich Methoden der BĂŒrgerbeteiligung mit Instrumenten der Direkten Demokratie verbinden lassen.[220]

„Wer in Politik und Verwaltung die BĂŒrger/innen nicht beteiligt aus Angst, schlafende Hunde zu wecken, der tĂ€uscht sich. Denn gerade, wenn man ihn/sie nicht beteiligt, dann wird der Hund wach und dann beißt er auch.“

– Gisela Erler: Januar 2018[221]

„Direkte Demokratie ist mit BĂŒrgerbeteiligung zutiefst verbunden – sie setzt auf Partizipation und Kompetenz der BĂŒrger“

– Georg Kohler: Januar 2015[222]

„Partizipation ist nicht ein punktueller, auf konkrete Projekte und Problemlösungen bezogener Prozess, sondern eine Kultur. Es mĂŒssten Mittel und Wege gefunden werden, eine Kultur der Beteiligung aufzubauen und zu ermöglichen.“

– Workshopteilnehmer, ETHZ April 2014[142]

„Direkte Demokratie und BĂŒrgerbeteiligung: Zwei Seiten einer Medaille“

– Fabian Reidinger: Juli 2013[223]

Von Kontrolle, Protesten zu mehr Beteiligung

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Der deutsche Politikwissenschaftler Rainer Jogschies wies 1984 im Hinblick auf die Bauleitplanung in seiner Fallstudie BĂŒrgerbeteiligung an der Stadtplanung darauf hin, dass entgegen einer weitverbreiteten Annahme die formalisierte Partizipation nicht dem politischen Willen zu erweiterter Partizipation zuzuschreiben sei, sondern im seinerzeitigen Gesetzgebungsverfahren zum StĂ€dtebauförderungsgesetz eingefĂŒhrt worden sei, um als „EinschrĂ€nkung des möglichen Machtmissbrauchs“ der Planer zu fungieren.[224] Der Rechtsrahmen sei also nicht unbedingt demokratieförderlich, da er vorrangig der „individualen Schutzfunktion“ und damit dem Rechtsstaatsprinzip diene.[225]

Diese einige Jahrzehnte zurĂŒckliegende EinschĂ€tzung weicht auch in Deutschland zunehmend einem Willen zum Austausch mit dem Volk. Die Zusammenarbeit mit einer interessierten BĂŒrgerschaft wird sowohl durch einen Einblick in die BedĂŒrfnisse und Meinungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen als auch das Wissen der Menschen vor Ort genutzt. Durch Kommunikation werden widerstreitende Interessen ausgeglichen und Stolpersteine bei der Planung von Vorhaben erkannt.[226]

Das auch in Deutschland aufkommende PhĂ€nomen des sogenannten „WutbĂŒrgers“ (z. B. Proteste gegen „Stuttgart 21“) weist darauf hin, dass in Teilen der deutschen Gesellschaft die Konfliktbereitschaft und damit das BedĂŒrfnis und die FĂ€higkeit, eigene Interessen „gegen die ‚Obrigkeit‘ durchzusetzen“, stark zugenommen haben. Geschichtlich neuere Partizipationsmodelle wie – unter vielen anderen (siehe Formate, Formen, Methoden der BĂŒrgerbeteiligung oben) die von Peter Dienel in den 1970ern in Deutschland eingefĂŒhrte, durch citizens’ committees / juries inspirierte, Planungszelle – Versuch(t)en dem entgegenzuwirken.

Bei solchen AnsĂ€tzen wird zunehmend kritisiert, dass es kaum mehr genĂŒgt, bloß ein paar (wenige) ausgewĂ€hlte Menschen zu konsultieren, (unverbindlich) einzubeziehen.

Kritische Stimmen weisen auf Defizite, v. a. auch demokratische Defizite, hin (wie u. a. auch bei den BĂŒrgerrĂ€ten):[227][228][228][229][230][231][232][233][234][235]

  • wenige Teilnehmer, ungenĂŒgende ReprĂ€sentanz – nur Bruchteile der BĂŒrger, Menschen werden ausgewĂ€hlt (ausgelost)
  • angeleitete Diskussion, Lösungssuche („Deliberation“) – je nachdem, wer und wie die Diskussionem an- und begleitet, kĂ€men auch die VorschlĂ€ge
  • vorgegebene Themen
  • Unverbindlichkeit – Teilnehmer geben bloß Empfehlungen an die Veranstalter ab
  • EnttĂ€uschung der Teilnehmer (nicht ernst genommen werden, Unverbindlichkeit, nur vorgegebene Themen)
  • AlibiĂŒbungen, „BeschĂ€ftigungstherapie, paternalistische GesprĂ€chsangebote“
  • Kosten, „Millionen Euro an Steuergeldern“

Vor allem die (in der Regel) mangelnde, eher noch nicht vorhandene ErmĂ€chtigung (empowerment) mancher Verfahren fĂŒhrt zu ihrer Kritik:

„Sie heißen Schlichtung, Mediation, Runde Tische, BĂŒrgerdialog, Konsensforum, Dialogtag und so fort. Einerlei, welch freundliche Begriffe gewĂ€hlt werden, das ihnen gemeinsame Merkmal ist, dass BĂŒrgerInnen- und Protestbewegungen in Entscheidungsprozesse von umstrittenen Bauvorhaben und politischen PlĂ€nen mithineingezogen werden – ohne etwas mitentscheiden zu können.“

– Michael Wilk, Februar 2014[236]

Kritisiert werden im weiteren (noch) nicht, oder ungenĂŒgend, vorhandene Prozesse und Voraussetzungen – Transparenz, Einbezug „aller“ (Verfahren, die nur einer kleinen Gruppe offen sind), Verbindlichkeit, ZuverlĂ€ssigkeit, BestĂ€ndigkeit (einmalige Verfahren, in der Regel „von oben“ eingesetzt), Beteiligung auch an Entwicklung der Verfahren und Prozesse („Beteiligung an Beteiligung“).[237]

„Warum sind Regelwerke so kompliziert und eng strukturiert, dass sie Partizipation fast nicht zulassen? Heute passiert Partizipation (bloss) auf Gemeindeebene und beschrĂ€nkt darauf, dass Papiere und Formulare hin und her geschickt werden. Die Leute, die mitreden mĂŒssten, verstehen oft die Fachleute nicht. In vielen FĂ€llen wird zwar nach Meinungen und WĂŒnschen gefragt, diese verschwinden dann aber im Nichts. Die Gefahr, dass zu viele Leute enttĂ€uscht werden, ist gross. Die Initiative fĂŒr einen Mitwirkungsprozess liegt grundsĂ€tzlich bei der öffentlichen Hand, was damit begrĂŒndet wird, dass sie am Schluss auch die Bewilligung erteilt.“

– Workshopteilnehmer, ETHZ April 2014 (zusammengefasst)[142]

Diverse Formen kommen und gehen, doch die Fragen bleiben – mangelnder Einbezug, fehlende breite Diskussion („Diskurs“, „Deliberation“) und weitere EinschrĂ€nkungen, auch bei der „neuen deutschen Welle“ (2020er Jahre) der „BĂŒrgerrĂ€te“:

„Wenn es darum geht, die sozialen Merkmale und Weltanschauungen der Gesamtbevölkerung möglichst gut widerzuspiegeln, sind geloste Gremien reprĂ€sentativer.“ Denn geloste Gremien sind durch Zufallsauswahl so divers wie die Gesamtbevölkerung – zumindest wenn sie groß genug sind, dass auch Minderheiten darin ihren Platz finden.“

– Hubertus Buchstein, Politikwissenschaftler (UniversitĂ€t Greifswald), Juli 2019[238]

„Wir hatten auf der lokalen Ebene in den 90er Jahren einen Boom von direktdemokratischen Verfahren und neuen Wahlverfahren: Panaschieren und Kumulieren, lokale BĂŒrgerbegehren und -entscheide oder die Direktwahl von BĂŒrgermeistern [
] auch [
] Beteiligungsinstrumente [
], die Partikularinteressen aufgreifen [
] Kinder- und Jugendparlamente, Behinderten- und SeniorenbeirĂ€te sowie IntegrationsrĂ€te. Ein dritter Typ sind die ĂŒber eine Zufallsauswahl entstandenen Gremien, die BĂŒrgerrĂ€te, die damals als Planungszellen nur sehr selten implementiert wurden. [
] Der BĂŒrgerrat Demokratie [
], der vom Verein „Mehr Demokratie“ und der Schöpflin-Stiftung auf nationaler Ebene ins Leben gerufen wurde, versucht bestimmte gesellschaftliche Gruppen und regionale Herkunft abzudecken.
Interessanter [aber] ist die Frage, ob und wie die Debatte auf nationaler Ebene weitergefĂŒhrt wird. Wir wollen ja nicht 100 oder 200 Personen haben, die besonders schnell trainiert werden im Viel-Informationen-und Experten-Statements-Anhören. Wir wollen einen nationalen Diskurs anstoßen. [
] Auf lokaler Ebene haben wir hĂ€ufig das Laboratorium und die Schule der Demokratie. Aber wir brauchen so etwas auch auf regionaler und auf nationaler Ebene. Da fand in den letzten Jahren nicht viel statt. [
] NatĂŒrlich muss es jetzt auch gelingen, diese Initiative in die breite Bevölkerung zu tragen.“

– Norbert Kersting, November 2019[239]

Der Politologe Frank Decker (Uni Bonn) beobachtet[240] eine Verschiebung der Forderungen nach mehr direkter Demokratie zu bloss konsultativen Verfahren der sogenannten „BĂŒrgerbeteiligung“. Diesen Sinneswandel – „insbesondere auf der linken Seite des Parteienspektrums, von den GrĂŒnen, aber auch von der SPD“ – fĂŒhrt er auf drei GrĂŒnde zurĂŒck:

  • gerade die linken Parteien mussten registrieren, wie sich seit den 1980er Jahren die „von unten“, also von den BĂŒrgern selbst ausgelösten Verfahren auf der kommunalen und LĂ€nderebene wiederholt gegen eigene Vorhaben richten
  • zunehmender Überdruss am Dauerstreit ĂŒber die richtige Ausgestaltung der Verfahren, ein Hin und Her zwischen „Öffnung“ und „Schließung“
  • der in Deutschland „in Gestalt der AfD ins Parteiensystem Einzug haltende“ Rechtspopulismus an, der die Forderung nach „mehr direkter Demokratie“ vereinnahmt.

Der Vorreiter der Formen der BĂŒrgerbeteiligung, die Politologen als „deliberativ“ bezeichnen, ist in Deutschland das Land Baden-WĂŒrttemberg. Diese Formen, die auch die vom Verein Mehr Demokratie veranstalteten BĂŒrgerrĂ€te „Demokratie“ und „Deutschlands Rolle in der Welt“ aufweisen, ordnet er wie folgt ein:

  • Aus Sicht der Regierenden haben die deliberativen gegenĂŒber den direktdemokratischen Verfahren den Vorzug, dass ihre Ergebnisse bloß konsultativ sind. Das Parlament und die Regierung behalten die Kontrolle ĂŒber die Themenagenda.
  • Die zivilgesellschaftlichen Akteure wĂŒrden dagegen auch den BĂŒrgern ein Initiativrecht einrĂ€umen und weitere Vorkehrungen treffen, damit die Empfehlungen der BĂŒrgerrĂ€te nicht einfach ignoriert werden können.
  • Dass die Zufallsauswahl der Teilnehmer, die gemĂ€ĂŸ BefĂŒrwortern im Vergleich zu den parlamentarischen Körperschaften eine grĂ¶ĂŸere ReprĂ€sentativitĂ€t verbĂŒrgen soll, bezeichnet er als „eine ziemliche Anmassung“. Was er damit begrĂŒndet, dass es in einer parlamentarischen Demokratie primĂ€r auf die „substanzielle“ ReprĂ€sentation ankommt, also darauf, ob die Regierenden im „besten Interesse“ des Volkes handeln. Im weiteren gewĂ€hrleisten die zufallsbasierten Verfahren die ReprĂ€sentativitĂ€t keineswegs so gut, wie die BefĂŒrworter meinen. Gerade beim SchlĂŒsselmerkmal Bildung ist die Auswahl in der Regel nach oben hin verzerrt.
  • In Bezug auf ObjektivitĂ€t solcher Verfahren zweifelt Decker an den Beratungen selbst. So seien beim Leipziger BĂŒrgerrat („BĂŒrgerrat Demokratie“), bei dem es um die BĂŒrgerbeteiligung und die direkte Demokratie selbst ging, die Experten „stark voreingenommen“ gewesen. Entsprechend einseitig fielen ihre ReformvorschlĂ€ge aus, denen die mit der Materie vertraut gemachten BĂŒrger mit jeweils großen Mehrheiten zustimmten. FĂŒr die Umsetzbarkeit der VorschlĂ€ge soll das „nichts Gutes verheissen“.

Zum BĂŒrgerrat „Deutschlands Rolle in der Welt“ meint Decker weiter:

  • Die Sinnhaftigkeit des Themas steht noch mehr infrage als bei konkreteren Themen, die meisten Empfehlungen des BĂŒrgerrats laufen ja auf AllgemeinplĂ€tze hinaus – so sollen etwa die Ursachen von Flucht und Migration angegangen werden oder der Grundsatz der Nachhaltigkeit die Außenpolitik leiten. RatschlĂ€ge, die die Regierenden in ihrem Aktionskreis wohl kaum einengen dĂŒrften. Wenn sie von ihnen schlichtweg nicht, schon eher, ignoriert werden – „War es vielleicht gerade die erwartbare Folgenlosigkeit, die den Bundestag bewogen hat, das Thema vorzuschlagen?“

Seine Schlussfolgerungen:

  • Die StĂ€rkung der „Selbstwirksamkeit“ der BĂŒrger, die man sich von den Verfahren erhofft, kann nur eintreten, wenn sie „einen Unterschied machen“. In ihrer derzeitigen Form werden die BĂŒrgerrĂ€te dem nicht gerecht.
  • Sie seien eher Alibiveranstaltungen, die freilich beiden Seiten nĂŒtzen: den Regierenden, weil sie die BĂŒrger beschwichtigen können, und den zivilgesellschaftlichen Initiatoren, die sich ein neues TĂ€tigkeitsfeld erschließen, nachdem sie mit ihrem Einsatz fĂŒr die direkte Demokratie „in der Sackgasse gelandet“ sind.

Angelika Hardegger, Schweizer Journalistin, bringt die Kritik der BĂŒrgerrĂ€te aus Sicht der direktdemokratischen Erfahrung der Schweiz ein:

„Wenn etwas unserer Demokratie unwĂŒrdig ist, ist es der Ruf nach einem [BĂŒrger]rat. Denn es gibt ihn ja schon, den [BĂŒrger]rat. Wir sitzen alle drin. [Wer] mitbestimmen kann, ist besser informiert. Die BĂŒhne fĂŒr Verhandlung ist in der Schweiz frei, fĂŒr jede und jeden.“

– Angelika Hardegger: NZZ, MĂ€rz 2021[148]

Mehr Beteiligung

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Diskutiert und vorgeschlagen werden Maßnahmen, die zu mehr Beteiligung („Mehr Beteiligung“[241]) fĂŒhren sollen und praktische Wege und Schritte dazu.[237] Auch in Begegnungen wird zunehmend darauf hingewiesen, dass es sich dabei nicht um punktuelle, oder sogar eingeschrĂ€nkte Prozesse handelt, sondern um eine breit gelebte Kultur.[142]

„Man muss raus gehen, in die Stadt, in die Gemeinden, Ideen und VorschlĂ€ge öffentlich besprechen und Wege fĂŒr die Partizipation verschiedener Akteure schaffen. Gute Beispiele von Partizipationen existieren. NatĂŒrlich mĂŒssen Leute aus unterschiedlichen Kompetenzbereichen involviert sein. Anstatt dass Kommunikationsexperten als Vermittler zwischen Fachwelt und Bevölkerung eingestellt werden, sollten die Fachleute selbst lernen, ihre Ideen und Projekte den Laien direkt, unmittelbar zu vermitteln. Es geht darum, einen (echten) Dialog zu fĂŒhren, eine (echte) Kommunikation zwischen den Beteiligten zu ermöglichen, Allianzen zu bilden (Gemeinsames zu gestalten, entwickeln) und die entscheidenden Leute in den Prozessen mitzunehmen und einzubinden. Geschichten (Zukunftsbilder, ‚stories‘, Beispiel Amsterdam)[144][98] mĂŒssen so erzĂ€hlt werden, dass eine Mehrheit der Leute sie versteht und gut findet. Wichtig ist, dass Ideen nicht nur geĂ€ussert, sondern auch diskutiert werden. Man muss vorsondieren (gut recherchieren, Kompetenzen einholen) und Machbarkeitsstudien durchfĂŒhren, um zu sehen, was (im konkreten Fall) möglich ist. Partizipation ist nicht ein punktueller, auf konkrete Projekte und Problemlösungen bezogener Prozess, sondern eine Kultur. Es mĂŒssen Mittel und Wege gefunden werden, eine Kultur der Beteiligung aufzubauen und zu ermöglichen.“

– Workshopteilnehmer, ETHZ April 2014 (zusammengefasst)[142]

Ausgebaute, breite, institutionalisierte und verbindliche Beteiligung

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Die konstruktive Rolle einer ausgebauten, breiten, institutionalisierten und verbindlichen Beteiligung (siehe auch → Politische Rechte), unterstreichen zahlreiche Autoren – hier eins der Beispiele, am Vergleich S21 (BW) mit NEAT (CH):

„Elemente der direkten Demokratie scheinen die DurchfĂŒhrung von Grossprojekten (z. B. NEAT) entgegen (in Deutschland) ĂŒblicherweise geĂ€usserten BefĂŒrchtungen (z. B. Stuttgart 21) eher zu erleichtern als zu erschweren. Dabei ist es freilich nicht die Volksabstimmung an sich, die dies bewirkt, sondern der Zwang fĂŒr die Regierenden, ihre Projekte der Bevölkerung verstĂ€ndlich zu machen und um UnterstĂŒtzung zu werben, sowie die sich daraus ergebende öffentliche Diskussion mit den Gegnern des Projekts, in der sich die jeweiligen Argumente bewĂ€hren mĂŒssen.
Dieser Zwang ist dort, wo Referenden möglich sind, gegeben, wĂ€hrend man sich im rein parlamentarischen System dieser Aufgabe entziehen kann.“

– Gebhard KirchgĂ€ssner, Januar 2011[109]

Stellung der Kommunen, ihre StÀrkung

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Einige der Einzelprojekte zur BĂŒrgerbeteiligung in Deutschland fokussier(t)en die Kommune als „Schule der Demokratie“. Dies ist – gemĂ€ĂŸ Wolfgang und Mathias König – problematisch; denn bei dieser Metapher wird die staatsrechtliche Stellung der kommunalen reprĂ€sentativen Demokratie „verdreht“ (vgl. SubsidiaritĂ€t). Diese historischen „Wurzeln“ der Demokratie in Deutschland liegen nĂ€mlich – im Gegensatz zum amerikanischen „Community-Gedanken“ – nachweislich nicht in der Kommune. Von seiner staatsrechtlich-historischen Tradition ist der hoheitliche Charakter der kommunalen Gebietsverwaltung vielmehr ein Beleg der Untertanengesellschaft und nicht die Idee einer demokratischen BĂŒrgergesellschaft. So ist BĂŒrgerbeteiligung in der Kommune von einem „doppelten Doppelcharakter“[242] geprĂ€gt: Erstens schwankt „BĂŒrgerbeteiligung“ zwischen einem rein helfenden BeteiligungsverstĂ€ndnis (klassisches Ehrenamt) und einem „ernsten“ partizipatorischen Anspruch. Zweitens stellt sich besonders bei der partizipatorischen BĂŒrgerbeteiligungsvariante die Frage, inwieweit Kommunen ĂŒberhaupt Beteiligungsverfahren selbst verankern können, weil die Rahmengesetzgebung dem Landesgesetzgeber unterliegt.[73]

Hier setzen weitere Bestrebungen an, die Kommunen zu stĂ€rken, um ihnen mehr Aufgaben und Kompetenzen zu ĂŒbertragen, einschließlich finanzieller Belange. In einer – u. a. auch von Karl-Martin Hentschel – vorgeschlagenen Dezentralisierung der Entscheidungskompetenzen und der Finanzmittel in Deutschland (Stand 2014). So sollen auch bei den Verhandlungen ĂŒber die Föderalismusreform im Rahmen der Neugestaltung des LĂ€nderfinanzausgleichs die demokratischen ReprĂ€sentanten der Kommunen und der LĂ€nderparlamente in einer gleichberechtigten Partnerschaft beteiligt werden[243][244] („Beteiligung an Prozessen der Beteiligung“[237]).

Matrix der BĂŒrgerbeteiligung – Beteiligungsebenen und Prozessphasen

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Quelle: Europarat, INGOs (2009)[187] – siehe auch: → Europa → BĂŒrgerbeteiligung im politischen Prozess und → Europarat, INGOs oben ↑

Ebenen der Beteiligung von INGOs Phasen der politischen Entscheidungsprozesse

   AGENDA SETTING

   AUSARBEITUNG

   ENTSCHEIDUNG

   UMSETZUNG

   MONITORING

   NEUFORMULIERUNG

   PARTNERSCHAFT   

  • Arbeitsgruppe oder Komitee
  • Redaktion bei der Ausarbeitung
  • Gemeinsame Entscheide
  • Mitenscheide
  • Strategische Partnerschaften
  • Arbeitsgruppen oder Komitee
  • Arbeitsgruppen oder Komitee

   DIALOG

  • Anhörungen und öffentliche Foren
  • BĂŒrgerforen und Zukunftsgremien
  • SchlĂŒsselkontakte zur Regierung
  • Anhörungen und F&A Foren
  • Expertenseminare
  • Komitees beteiligter Interessengruppen und beratende Institutionen
  • Offene Plenar- und Komiteesitzungen
  • Seminare zum Aufbau von KapazitĂ€ten und Kompetenzen (en: capacity-building)
  • Schulungen
  • Arbeitsgruppen oder Komitee
  • Seminare und beratende, deliberative Foren

   BERATUNG

  • Petitionen
  • Konsultationen online und andere Beratungstechniken
  • Anhörungen und F&A Foren
  • Expertenseminare
  • Komitees beteiligter Interessengruppen und beratende Institutionen
  • Offene Plenar- und Komiteesitzungen
  • Veranstaltungen
  • Konferenzen
  • Foren
  • Seminare
  • Feedback Mechanismen
  • Konferenzen, Treffen, Besprechungen
  • Konsultationen online

   INFORMATION

  • Einfacher und offener Zugang zu Informationen
  • Forschung, Recherchen
  • Kampagnen- und Lobbyarbeit
  • Website fĂŒr SchlĂŒssel-Infos und Dokumente
  • Offener und freier Zugang zu politischen Dokumenten
  • Website fĂŒr SchlĂŒssel-Infos und Dokumente
  • Kampagnen- und Lobbyarbeit
  • Webcasts
  • Input aus Forschung, Recherchen
  • Kampagnen- und Lobbyarbeit
  • Offener Zugang zu Informationen
  • Website fĂŒr Zugang zu Informationen
  • E-Mail-Benachrichtigungen
  • F&A
  • Öffentliche Ausschreibungsverfahren
  • AblĂ€ufe, Verfahren
  • Offener Zugang zu Informationen
  • Dokumentation der Befunde (Beweise)
  • Auswertungen
  • Forschungsstudien
  • Offener Zugang zu Informationen

Übersicht – Formate, Formen, Methoden der BĂŒrgerbeteiligung

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→ zu Formate, Formen, Methoden der BĂŒrgerbeteiligung oben ↑


UNVERBINDLICH – u. a. auch „informell“, ohne rechtliche Verankerung, darunter auch „politisch verbindlich“, Entscheide bleiben der Exekutive, Legislative vorbehalten (ergĂ€nzende Quelle, Referenz: Nanz/Fritsche, 2012)[226]

      

VERBINDLICH – „formell“, de iure, mit politischen Rechten garantiert – siehe auch ErmĂ€chtigung (Empowerment) Spektrum der BĂŒrgerbeteiligung oben ↑

Politische Verfahren

ĂŒbrige Formate, Formen, Methoden, Verfahren, v. a. auch PrĂ€senzverfahren (PrĂ€senzverfahren gem. Nanz/Fritsche, 2012[226])

Politische Verfahren

in Deutschland unterteilt in:

Bemerkung: es gibt (immer noch) BĂŒrger-/Volksentscheide wie auch Initiativen/Begehren, die (noch) nicht mit entsprechenden politischen Rechten garantiert sind, wie sie z. B. in der Schweiz verankert sind:


Politische Formen
und PrÀsenzverfahren

Weitere Formen, Beispiele

Zweckbestimmt

Bemerkung: die ursprĂŒnglich partizipative Form kann u. U. (GrĂ¶ĂŸe, MachtverhĂ€ltnisse, PassivitĂ€t der Mitglieder) verloren gehen

Übersicht, Vergleich – GĂ€ngige Verfahren und Methoden der PrĂ€senzbeteiligung

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(1)  Vergleich, EinschĂ€tzungen von: Nanz/Fritsche, 2012, S. 86–87.[226]

Verfahren Ziel / Funktion typische Themen / Kontext typische Auftraggeber / Dauer Teilnehmeranzahl und -auswahl wichtige Akteure, Entwickler, Rechteinhaber / geographische Verbreitung

21st Century Town Meeting Beratung von Entscheidern, Konsultation, Mit-Entscheidung verbindliche Entscheidungen oder Feedback zu Fragen der Lokalentwicklung und -politik
/ Fragen auf lokaler bis nationaler Ebene
Kommunen, Behörden
/ 1 Tag bzw. einmalige Zusammenkunft
500–5.000 Personen, aufgeteilt in Kleingruppen à 10–12 Personen
/ gezielte Auswahl
AmericaSpeaks
/ v. a. USA
(1)
Appreciative Inquiry Einflussnahme auf Öffentlichkeit und Gesellschaft Entwicklung langfristiger Ziele und Maßnahmen
/ organisations- bzw. betriebsinterne Fragen
Unternehmen, Kommunen, Behörden
/ 1 Tag, ggf. mehrere Jahre (i. d. R.)
10–2.000 Personen
/ variiert, möglich sind Selbstselektion, zufÀllige und gezielte Auswahl
Case Western Reserve University
/ v. a. USA, Großbritannien
(1)
BĂŒrgergutachten / Planungszelle Beratung von Entscheidern, Beeinflussung öffentlicher Diskussionen konkrete lokale oder regionale Probleme und Planungsaufgaben
/ Fragen auf lokaler und regionaler Ebene
Kommunalpolitik, Kommunalverwaltungen, Vereine oder Àhnliche Akteure
/ mind. 4 aufeinander folgende Tage
100 Personen (4 Gruppen Ă  25 Personen, i. d. R.)
/ zufÀllige Auswahl
Peter C. Dienel, Forschungsstelle BĂŒrgerbeteiligung UniversitĂ€t Wuppertal
/ v. a. Deutschland, auch Europa
(1)
BĂŒrgerhaushalt Beratung von Entscheidern, Konsultation, bĂŒrgerschaftliche Entscheidung Kommunalfinanzen (komplett oder teilweise)
/ Fragen auf lokaler Ebene
Kommunalpolitik, Kommunalverwaltungen
/ 1 Tag bis mehrere Jahre
100–20.000 Personen
/ Selbstselektion

/ weltweit, v. a. SĂŒdamerika und Europa
(1)
BĂŒrgerpanel Beratung von Entscheidern Erhebung von Meinungsbildern zu lokalpolitischen Fragen
/ Fragen auf lokaler Ebene
Kommunalpolitik, Kommunalverwaltungen, andere an regelmĂ€ĂŸigen Meinungsbildern interessierte Akteure
/ 3–4 mal jĂ€hrlich, insg. 3–4 Jahre
500–2.500 Personen
/ zufÀllige Auswahl, ggf. Nachrekrutierung
YouGov (ePanels), D: Forschungsinstitut fĂŒr öffentliche Verwaltung Speyer
/ v. a. Großbritannien, auch Deutschland
(1)
BĂŒrgerrat Beeinflussung öffentlicher Diskussionen, Konsultation, Beratung von Entscheidern konkrete lokale Probleme und Planungsaufgaben
/ Fragen auf lokaler Ebene
Kommunalpolitik, Kommunalverwaltungen, Vereine
/ 2 Tage pro BĂŒrgerrat, ca. 4 Monate, spĂ€ter neuer BĂŒrgerrat (mit anderen Personen)
8–12 Personen
/ zufÀllige Auswahl
Center for Wise Democracy
/ Österreich, USA
(1)
Charrette Beeinflussung öffentlicher Diskussionen, Beratung von Entscheidern konkrete lokale oder regionale Probleme und Planungsaufgaben
/ Fragen auf lokaler Ebene
Kommunalpolitik, Kommunalverwaltungen, Vereine oder Àhnliche Akteure
/ mind. 4 Tage (plus je 1 Tag fĂŒr öffentl. Vor- und Nachbereitung), mehrere ZusammenkĂŒnfte (2–4) im Abstand von einigen Wochen sind möglich
keine Vorgaben, je mehr Beteiligte, umso reprÀsentativer die Ergebnisse
/ Selbstselektion, zudem auch gezielte Auswahl (ggf. mit Nachrekrutierung)
National Charrette Institute
/ v. a. USA, auch Deutschland
(1)
Deliberative Polling Information, Beeinflussung öffentlicher Diskussionen diverse Themen von öffentlichem Interesse
/ Fragen auf lokaler bis transnationaler Ebene
politische Entscheider
/ 2 zeitlich auseinander liegende Befragungen, dazwischen 2- bis 3-tÀgige Phase der Informationsvermittlung
300–500 Personen
/ zufÀllige Auswahl (anhand bestimmter Kriterien)
James S. Fishkin, Center for Deliberative Democracy
/ weltweit, v. a. USA
(1)
Konsensuskonferenz / BĂŒrgerkonferenz Beeinflussung öffentlicher Diskussionen, Konsultation, Beratung von Entscheidern kontroverse Themen von öffentlichem Interesse
/ Fragen auf lokaler bis transnationaler Ebene
Behörden
/ 3-tÀgige Konferenz, 2 Vorbereitungstreffen
10–30 Personen
/ zufÀllige Auswahl
DĂ€nische Behörde fĂŒr TechnikfolgenabschĂ€tzung
/ v. a. DÀnemark, auch andere europÀische Staaten
(1)
Mediation Beeinflussung öffentlicher Diskussionen, Konsultation, Beratung von Entscheidern kontroverse Themen von öffentlichem Interesse
/ Fragen auf lokaler bis regionaler Ebene (i. d. R.)
Kommunalpolitik, Kommunalverwaltungen, Behörden oder Àhnliche Akteure
/ 1–2 Tage bis mehrere Jahre
10–100 Personen
/ gezielte Auswahl

/ v. a. Deutschland, auch andere europÀische Staaten
(1)
National Issues Forum Information Vermittlung von Informationen zu gesellschaftlich relevanten Fragen, ggf. Feedback fĂŒr Entscheider
/ Fragen auf lokaler Ebene (i. d. R.)
Kommunen, Bildungseinrichtungen
/ 1–2 Tage
10–20 Personen
/ Selbstselektion
National Issues Forums Institute
/ USA
(1)
Open-Space-Konferenz Einflussnahme auf Öffentlichkeit und Gesellschaft Sammlung von Ideen und VorschlĂ€gen zu diversen Themen
/ Fragen auf lokaler bis transnationaler Ebene, organisations- bzw. betriebsinterne Fragen
Verwaltungen, Behörden, Vereine, Kirchen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen etc.
/ 1–5 Tage
20–2.000 Personen
/ Selbstselektion
Harrison Owen
/ weltweit, v. a. USA, Deutschland
(1)
Planning for Real Einflussnahme auf Öffentlichkeit und Gesellschaft, Konsultation konkrete lokale oder regionale Probleme und Planungsaufgaben
/ Fragen auf lokaler bis regionaler Ebene
Kommunalpolitik, Kommunalverwaltungen, Vereine oder Àhnliche Akteure
/ mehrere Veranstaltungen ĂŒber einen Zeitraum von mehreren Wochen
unbegrenzt
/ Selbstselektion
Tony Gibson, Neighbourhood Initiatives Foundation, D: Technologie-Netzwerk Berlin e. V.
/ v. a. Großbritannien, aber auch Deutschland
(1)
Szenario-Workshop / Szenario-Konferenz Einflussnahme auf Öffentlichkeit und Gesellschaft, Beratung von Entscheidern Antizipieren kĂŒnftiger Entwicklungen und Ableiten von Empfehlungen in Bezug auf diverse Themen
/ Fragen auf lokaler bis transnationaler Ebene, organisations- bzw. betriebsinterne Fragen
Verwaltungen, Behörden, Vereine, Kirchen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen etc.
/ 1- bis 3-tÀgige Blockveranstaltung oder mehrere Treffen
25–30 Personen pro Gruppe, mehrere Gruppen können parallel arbeiten
/ gezielte Auswahl

/ v. a. Europa
(1)
World CafĂ© Einflussnahme auf Öffentlichkeit und Gesellschaft vielseitig einsetzbar
/ Fragen auf lokaler bis transnationaler Ebene, organisations- bzw. betriebsinterne Fragen
Verwaltungen, Behörden, Vereine, Kirchen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen etc.
/ mehrere GesprĂ€chsrunden Ă  20–30 Minuten
12–1.200 Personen
/ Selbstselektion
Conversation Café
/ v. a. USA, Großbritannien, auch andere europĂ€ische Staaten
(1)
Zukunftskonferenz Einflussnahme auf Öffentlichkeit und Gesellschaft, Beratung von Entscheidern Antizipieren kĂŒnftiger Entwicklungen, Ableiten von Empfehlungen in Bezug auf diverse Themen
/ organisations- bzw. betriebsinterne Fragen, auch Fragen auf lokaler Ebene
Behörden, Kommunen, Vereine, Unternehmen etc.
/ 2–3 Tage
64 (36, 49, 81) Personen
/ gezielte Auswahl

/ v. a. USA, Großbritannien, auch Deutschland
(1)
Zukunftswerkstatt Einflussnahme auf Öffentlichkeit und Gesellschaft, Beratung von Entscheidern Antizipieren kĂŒnftiger Entwicklungen, Ableiten von Empfehlungen in Bezug auf diverse Themen
/ organisations- bzw. betriebsinterne Fragen, auch Fragen auf lokaler Ebene
Behörden, Kommunen, Vereine, Unternehmen etc.
/ 2–3 Tage
5–200 Personen
/ Selbstselektion (innerhalb einer natĂŒrlichen Gruppe)
Robert Jungk, Robert Jungk-Bibliothek fĂŒr Zukunftsfragen
/ deutschsprachiger Raum (= A, D), insbesondere Österreich
(1)

Ein Alternativmodell zur staatlich sanktionierten BĂŒrgerbeteiligung ist das Organizing und das Community Organizing, bei dem sich BĂŒrger von sich aus zusammenschließen und Beteiligungsrechte, hĂ€ufig gegen den Widerstand staatlicher Organe, erkĂ€mpfen.

  • Daniel Graf, Maximilian Stern: Agenda fĂŒr eine digitale Demokratie. Chancen, Gefahren, Szenarien. NZZ Libro, ZĂŒrich 2018, ISBN 978-3-03810-328-8.
  • Michael Wilk, Bernd Sahler (Hrsg.): Strategische Einbindung. Von Mediationen, Schlichtungen, Runden Tischen 
 und wie die Protestbewegungen manipuliert werden. BeitrĂ€ge wieder die Beteiligung. Edition AV, Lich/Hessen 2014, ISBN 978-3-86841-094-5.
  • Karsten Sommer: Studie: Öffentlichkeitsbeteiligung im Planungsrecht. "Mit BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern planen. Hrsg.: GrĂŒne Bundestagsfraktion. 2013 (Online [PDF; abgerufen am 24. MĂ€rz 2021]).
  • Patrizia Nanz, Miriam Fritsche: Handbuch BĂŒrgerbeteiligung. Verfahren und Akteure, Chancen und Grenzen (= Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung [Hrsg.]: Schriftenreihe. Band 1200). Bonn 2012, ISBN 978-3-8389-0200-5 (244 S., Online [PDF; 1,4 MB; abgerufen am 24. MĂ€rz 2021]).
  • Roland Roth: BĂŒrgermacht. Eine Streitschrift fĂŒr mehr Partizipation. edition Körber-Stiftung, Hamburg 2011, ISBN 978-3-89684-081-3 (328 S.).
  • Norbert Kersting (Hrsg.): Politische Beteiligung. EinfĂŒhrung in dialogorientierte Instrumente politischer und gesellschaftlicher Partizipation (= BĂŒrgergesellschaft und Demokratie. Band 28). VS verlag fĂŒr Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2008, ISBN 978-3-531-16158-7 (294 S.).
  • Martin A. Nowak: Five rules for the evolution of cooperation. In: Science. Band 314, Nr. 5805, 8. Dezember 2006, S. 1560–1563, doi:10.1126/science.1133755, PMC 3279745 (freier Volltext).
  • Thomas Lenk et al.: Finanzielle BĂŒrgerbeteiligung. Instrument zur Sicherstellung kommunaler Leistungserbringung. Studie des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. an der UniversitĂ€t Leipzig. Bertelsmann Stiftung, GĂŒtersloh 2014.
  • Rainer B. Jogschies: BĂŒrgerbeteiligung an der Stadtplanung. Frankfurt am Main / Bern / New York / Nancy 1984, ISBN 3-8204-5351-2 (188 S.).
  • Jörg Sommer (Hrsg.): Kursbuch BĂŒrgerbeteiligung 2. Deutsche Umweltstiftung, Berlin 2017, ISBN 978-3-942466-15-8.
  • Jörg Sommer (Hrsg.): Kursbuch BĂŒrgerbeteiligung. Deutsche Umweltstiftung, Berlin 2015, ISBN 978-3-942466-14-1.
  • Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Politik beleben, BĂŒrger beteiligen. Charakteristika neuer Beteiligungsmodelle. ohne Ort 2010 (Online [PDF; abgerufen am 24. MĂ€rz 2021]).
  • Allianz fĂŒr VielfĂ€ltige Demokratie (Hrsg.): BĂŒrgerbeteiligung, Volksabstimmungen, Parlamentsentscheidungen. Empfehlungen und Praxisbeispiele fĂŒr ein gutes Zusammenspiel in der VielfĂ€ltigen Demokratie. ohne Ort 2018.
  • Stiftung Mitarbeit (Hrsg.): Teilhaben und Mitgestalten. Beteiligungskulturen in Deutschland, Österreich und der Schweiz (= BeitrĂ€ge zur Demokratieentwicklung von unten. Nr. 26). Bonn 2014 (partizipation.at [PDF; abgerufen am 11. Mai 2021]).

ZeitschriftenbeitrÀge

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  • Nils Jonas, Kay-Uwe KĂ€rsten: Auf dem Weg zu einer „strukturierten BĂŒrgerbeteiligung“. Potsdam wagt Schritt fĂŒr Schritt ein Modellprojekt. In: Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung (Hrsg.): eNewsletter Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung. Nr. 01/2014, 2014 (Online [PDF; abgerufen am 24. MĂ€rz 2021]).
  • Christian BĂŒttner: Wenn BĂŒrgerbegehren und BĂŒrgerbeteiligung aufeinander treffen. Der Konflikt um den Giersberg in Kirchzarten. In: Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung (Hrsg.): eNewsletter Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung. Nr. 02/2013, 2013 (Online [PDF; abgerufen am 24. MĂ€rz 2021]).
  • Brigitte Reiser: BĂŒrgerschaftliches Engagement als BĂŒrgerbeteiligung: Welche Möglichkeiten bietet das Internet? In: Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung (Hrsg.): eNewsletter Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung. Nr. 02/2012, 2012 (Online [PDF; abgerufen am 3. Mai 2021]).

Medienberichterstattung

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  • Lenz Jacobsen: Die LosbĂŒrger. Hrsg.: Zeit online. 5. MĂ€rz 2021 (Online [abgerufen am 24. MĂ€rz 2021]).
  • Nicole Rosenbach: Ist Demokratie lernbar? Die VerfassungsschĂŒler. In: WDR (Hrsg.): die story. 2019 (Online [abgerufen am 24. MĂ€rz 2021] TV-Reportage, PreistrĂ€ger des Medienpreises VielfĂ€ltige Demokratie 2020).

Andere Publikationen

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  • Andreas Paust: Grundlagen der BĂŒrgerbeteiligung. Materialsammlung fĂŒr die Allianz vielfĂ€ltige Demokratie. zusammengestellt von Andreas Paust, Bertelsmann Stiftung. Hrsg.: Bertelsmann Stiftung. ohne Ort (49 S., Online [PDF; abgerufen am 11. Mai 2021]).

Plattformlösungen, Software

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Einzelnachweise

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  1. 1 2 3 Arbeitspapier Gemeinsames gemeinsam gestalten, Arbeitskreis BĂŒrgerbeteiligung, Mehr Demokratie e. V.
  2. ↑ Paust, Grundlagen der BĂŒrgerbeteiligung. Materialsammlung fĂŒr die Allianz vielfĂ€ltige Demokratie, S. 4–5
  3. ↑ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung – Beteiligung der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger, „Was ist BĂŒrgerbeteiligung?“
  4. ↑ Arbeitspapier Gemeinsames gemeinsam gestalten – direkte Beteiligung/Partizipation in direkter Demokratie (dP in dD), Mehr Demokratie e. V., zurzeit in interner Diskussion
  5. ↑ vgl. Nanz/Fritsche, Handbuch BĂŒrgerbeteiligung, S. 8
  6. ↑ vgl. Allianz fĂŒr VielfĂ€ltige Demokratie (2018), S. 6
  7. ↑ vgl. Brigitte Reiser, BĂŒrgerschaftliches Engagement als BĂŒrgerbeteiligung
  8. ↑ vgl. Thomas Lenk et al., Finanzielle BĂŒrgerbeteiligung.
  9. ↑ Homepage. BĂŒrgerEnergie Jena eG, abgerufen am 15. Dezember 2018.
  10. ↑ 2016/2017: Beteiligung an den Gas- und Stromnetzen der Stadt Mörfelden-Walldorf. BĂŒrgerEnergieRheinMain eG, abgerufen am 15. Dezember 2018.
  11. ↑ Energiewende von unten – Die Strompiratin. In: spiegel-online.de. 21. Juli 2013, abgerufen am 15. Dezember 2018.
  12. ↑ Artikel Formelle BĂŒrgerbeteiligung im KommunalWiki der Heinrich-Boell-Stiftung; Version vom 13. Juni 2017, 16:19 Uhr
  13. ↑ So listet die Participedia beispielsweise ĂŒber 300 verschiedene Beteiligungsmethoden.
  14. 1 2 Sammlung kommunaler Leitlinien und Handlungsempfehlungen fĂŒr die BĂŒrgerbeteiligung. Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung, abgerufen am 17. April 2025.
  15. ↑ Leitlinien fĂŒr die Beteiligung von BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern an der Stadtentwicklung, Berliner Senatsverwaltung fĂŒr Stadtentwicklung und Wohnen
  16. ↑ Ruthard Hirschner: Beteiligungsparadoxon in Planungs- und Entscheidungsverfahren. In: vhw (Hrsg.): Forum Wohnen und Stadtentwicklung. 6. Dezember 2017 (4 S., Online [PDF; abgerufen am 18. Mai 2021]).
  17. ↑ vgl. Staatsministerium Baden-WĂŒrttemberg, Stabsstelle fĂŒr Zivilgesellschaft und BĂŒrgerbeteiligung (Hrsg.): Leitfaden fĂŒr eine neue Planungskultur. Stuttgart 2014, S. 58 (84 S., Online [PDF; abgerufen am 18. Mai 2021]).
  18. ↑ PrĂ€sentation von Anton HĂŒtter auf dem 6. wissenschaftlichen Symposium Direkte Demokratie und Partizipation in der Gemeinde Wien (5. November 2014), S. 8
  19. ↑ Der BĂŒrgerbeteiligungs-Blog (Memento vom 18. Mai 2021 im Internet Archive) des Beteiligungsdienstleisters „Wer denkt was“ zeigt eine Darstellung des Beteiligungspardoxons.
  20. 1 2 3 International Association for Public Participation 2006: 35 (Memento vom 4. August 2009 im Internet Archive) (PDF) zitiert nach Mariska Wouters, Ned Hardie-Boys, Carla Wilson: Evaluating public input in National Park Management Plan reviews. (PDF; 415 kB) Facilitators and barriers to meaningful participation in statutory processes. In: Science for conservation 308. Publishing Team, Department of Conservation, Wellington, New Zealand, Mai 2011, S. 17, abgerufen am 17. Juni 2014 (englisch, ISBN 978-0-478-14872-5). – Diese Publikation wurde in drei Teilen veröffentlicht: 1 (PDF; 440 kB) 2 (PDF; 485 kB) und 3 (PDF; 401 kB)
  21. ↑ Georg Kreis, Andreas Suter: Demokratie. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  22. ↑ Christiane Bender, Elmar Wiesendahl: „Ehernes Gesetz der Oligarchie“: Ist Demokratie möglich? (PDF; 1,5 MB) In: Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ), Jahrgang 61, 44-45/2011. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (bpb), 31. Oktober 2011, S. 19-24, abgerufen am 16. Februar 2015.
  23. 1 2 3 Hinweise und Empfehlungen zur BĂŒrgermitwirkung in der Kommunalpolitik, StĂ€dtetag Baden-WĂŒrttemberg: AG BĂŒrgermitwirkung, vhw – Bundesverband fĂŒr Wohnen und Stadtentwicklung e. V., 25. Juni 2012 (PDF; 3,64 MB, 62 S.)
  24. 1 2 Christian Waldhoff: Der Finanzvorbehalt. (PDF; 123 kB) In: Perspektiven und Grenzen „Direkter Demokratie“. Ralf Thomas Baus, Tobias Montag, 19. Dezember 2012, S. 71 – 78, abgerufen am 27. Januar 2020.
  25. ↑ Konzept positiv aufgenommen – BĂŒrger werden MiteigentĂŒmer an den Netzen der Stadt. FNP, 2. Dezember 2016, abgerufen am 5. Dezember 2018.
  26. ↑ Thomas Prorok, Karoline Mitterer, Nikola Hochholdinger, Anita Haindl: Struktur, Steuerung und Finanzierung von kommunalen Aufgaben in Stadtregionen. (PDF; 2,03 MB) Österreichischer StĂ€dtetag 2013 – Endbericht. KDZ – Zentrum fĂŒr Verwaltungsforschung, 13. Mai 2013, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 15. Dezember 2015 (Seite 76). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  27. ↑ Patrick Hudson: Implementing a safety culture in a major multi-national. In: Safety Science. Band 45, Nr. 6, Juli 2007, S. 697–722, doi:10.1016/j.ssci.2007.04.005 (researchgate.net [PDF; 832 kB]). HSE Kulturleiter (en. HSE Culture ladder, „Hudson Ladder“)
  28. ↑ Marcus Bloser: Krisenkommunikation in Beteiligungsprozessen. (PDF; 2,73 MB) In: eNewsletter 04/2015. Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung, 14. Dezember 2015, abgerufen am 18. Dezember 2015 („Hudson Ladder“ in Beteiligungsprozessen).
  29. ↑ speditiv, Gebrauch: schweizerisch. Duden, abgerufen am 10. Februar 2014: „Zitat: Bedeutung – rasch vorankommend, zĂŒgig“
  30. 1 2 3 Hans Geser: Demokratie oder Effizienz? Regeltreue oder BĂŒrgernĂ€he? Die kommunale Verwaltung im Spannungsfeld widersprĂŒchlicher Zielorientierungen. In: Schweizer Gemeindestudien, Soziologisches Institut der UniversitĂ€t ZĂŒrich. November 1998, abgerufen am 6. Februar 2014.
  31. ↑ (Abs. 2, § 1, PartG): § 1 Verfassungsrechtliche Stellung und Aufgaben der Parteien. Abgerufen am 7. April 2014.
  32. 1 2 Thesen zur Weiterentwicklung lokaler Demokratie. (PDF; 43 kB) Hauptausschuss des Deutschen StĂ€dtetages, 7. November 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 16. April 2014. aus Thesen zur Weiterentwicklung lokaler Demokratie. Deutscher StĂ€dtetag: BĂŒrgerbeteiligung als Chance begreifen – lebendige lokale Demokratie fördern. In: Pressemitteilungen. Deutscher StĂ€dtetag, Berlin, 22. November 2013, abgerufen am 2. April 2014.
  33. ↑ Pia Schellhammer: Dritter Zwischenbericht und Schlussbericht der Enquete-Kommission 16/2 „BĂŒrgerbeteiligung“. (PDF; 1,4 MB) Landtag Rheinland-Pfalz, Drucksache 16/4444. Landtag Rheinland-Pfalz, 15. Januar 2015, abgerufen am 8. Februar 2015.
  34. ↑ Norbert Herriger: Empowerment-Landkarte: Diskurse, normative Rahmung, Kritik. In: APuZ. „Aus Politik und Zeitgeschichte“ – die Beilage zur Wochenzeitung „Das Parlament“ – wird von der Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung herausgegeben. Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (bpb), 18. MĂ€rz 2014, abgerufen am 5. Oktober 2014.
  35. 1 2 3 Uwe SerdĂŒlt, Yanina Welp: Direct Democracy Upside Down (PDF auf zora.uzh.ch), Taiwan Journal of Democracy 01/08, July 2012, S. 69–92.
  36. 1 2 SerdĂŒlt, Uwe and Welp, Yanina (2012) Direct Democracy Upside Down, Taiwan Journal of Democracy, 8 (1), 69-92, Kommentar, Zusammenfassung vom 13. November 2011, auf Blog von Uwe SerdĂŒlt, uweserdult.wordpress.com
  37. ↑ SerdĂŒlt/Welp (2002), S. 70ff.
  38. ↑ SerdĂŒlt/Welp (2002), S. 76.
  39. 1 2 Andreas Gross, Bruno Kaufmann: IRI Europe LĂ€nderindex zur Volksgesetzgebung 2002. Ein Design- und Ratingbericht zu den direktdemokratischen Verfahren und Praktiken in 32 europĂ€ischen Staaten. (Memento vom 8. August 2014 im Internet Archive) (PDF; 145 kB) Amsterdam 2002, S. 13, zitiert nach Helge Batt: Direkte Demokratie. (PDF; 4,1 MB) Direktdemokratie im internationalen Vergleich. In: APuZ (10/2006). Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung, 6. MĂ€rz 2006, S. 10–17, abgerufen am 1. August 2014.
  40. ↑ Datenbank BĂŒrgerbegehren. Institut fĂŒr Demokratie- und Partizipationsforschung (IDPF) der Bergischen UniversitĂ€t Wuppertal, abgerufen am 19. Februar 2020.
  41. ↑ Beteiligungslandschaft BW. UniversitĂ€t Stuttgart, abgerufen am 25. Februar 2020.
  42. ↑ Remer, Uwe; Vetter, Angelika; Seitz, Rosa: Zusammenfassung der Ergebnisse der Datenbank doalogorientierte Beteiligungsverfahren. Institut fĂŒr Sozialwissenschaften der UniversitĂ€t Stuttgart, abgerufen am 18. Februar 2020.
  43. ↑ Beteiligungskultur in der integrierten Stadtentwicklung. (PDF; 202 kB) Arbeitspapier der Arbeitsgruppe BĂŒrgerbeteiligung des Deutschen StĂ€dtetages. Deutscher StĂ€dtetag, Berlin, April 2013, S. 21, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 4. MĂ€rz 2016.
  44. ↑ Handbuch fĂŒr eine gute BĂŒrgerbeteiligung Planung von Großvorhaben im Verkehrssektor. Berlin 2014. Siehe auch: Federal Ministry of Transport and Digital Infrastructure: Manual for Good Public Participation – Planning of major projects in the transport sector; beides abgerufen am 25. Januar 2020.
  45. ↑ Nobert Portz: Streit um Flugrouten: BVerwG rĂ€t zu mehr BĂŒrgerbeteiligung bei Großprojekten. BĂŒrgerbeteiligung. Deutscher StĂ€dte- und Gemeindebund e. V., 16. August 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 14. Juli 2014: „Das Bundesverwaltungsgericht schließt sich den vom DStGB fĂŒr den 4. Deutschen Baugerichtstag erarbeiteten und so auch beschlossenen Thesen an. Dort hatte der DStGB (These 4) insbesondere bei Großbauvorhaben eine stĂ€rkere Einbeziehung der BĂŒrger und der betroffenen Gemeinden gefordert.“ Beide Links sind nicht mehr aufzulösen, versucht 2020-01-25
  46. ↑ Gesetz zur Verbesserung der Öffentlichkeitsbeteiligung und Vereinheitlichung von Planfeststellungsverfahren (PlVereinhG). Basisinformationen ĂŒber den Vorgang. In: Dokumentations- und Informationssystem. Deutscher Bundestag, 7. Juni 2013, abgerufen am 25. Januar 2020 (Der Link zum Gesetzestext im Bundesgesetzblatt wird unter VerkĂŒndung angegeben. Das PlVereinhG trat am 7. Juni 2013 in Kraft. Es gibt laufende Änderungen des PlVereinhG.).
  47. ↑ Arbeitsgruppe Leitlinien BĂŒrgerbeteiligung Bonn: Leitlinien BĂŒrgerbeteiligung Bonn. In: Ratsbeschluss. Bundesstadt Bonn, 27. MĂ€rz 2014, abgerufen am 25. Januar 2020.
  48. ↑ Arbeitskreis BĂŒrgerbeteiligung zur Erarbeitung von Leitlinien zur BĂŒrgerbeteiligung fĂŒr die Wissenschaftsstadt Darmstadt: Leitlinien zur Beteiligung der BĂŒrgerinnen und BĂŒrger in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. (PDF) Damit alle mitmachen können. Wissenschaftsstadt Darmstadt, 2015, abgerufen am 25. Januar 2020 (Die Stadtverordnetenversammlung hat die Leitlinien zur Beteiligung der BĂŒrger an stĂ€dtischen Planungen und Vorhaben am 19. MĂ€rz 2015 beschlossen.).
  49. ↑ BĂŒrgerbeteiligungssatzung der UniversitĂ€tsstadt Gießen – beschlossen. UniversitĂ€tsstadt Gießen, abgerufen am 25. Januar 2020 (Die Stadtverordnetenversammlung der UniversitĂ€tsstadt Gießen hat am Donnerstag, den 19. MĂ€rz 2015, die Leitlinien fĂŒr eine strukturierte BĂŒrgerbeteiligung und eine entsprechende Satzung beschlossen.).
  50. ↑ BĂŒrgerschaftliche Beteiligung. Beschluss und ErgĂ€nzende Informationen. Stadt Görlitz, 25. Juni 2015, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 19. Oktober 2015 (Am 25. Juni 2015 wurde vom Stadtrat die Satzung „BĂŒrgerschaftliche Beteiligung in der Stadt Görlitz“ (PDF; 50 kB) verabschiedet.).
  51. ↑ BĂŒrgerbeteiligung. Gemeinsam die Stadt weiterentwickeln. Stadt Heidelberg, abgerufen am 25. Januar 2020.
  52. ↑ Leitlinien fĂŒr eine mitgestaltende BĂŒrgerbeteiligung in Heilbronn; abgerufen am 25. Januar 2020.
  53. ↑ BĂŒrgerbeteiligung. Konzept zur systematischen BĂŒrgerbeteiligung. Stadt Karlsruhe, 24. April 2012, abgerufen am 25. Januar 2020 (Der Gemeinderat Karlsruhe hat am 24. April 2012 ein Konzept zur systematischen BĂŒrgerbeteiligung (PDF; 254 kB) beschlossen.).
  54. ↑ Beteiligung der Öffentlichkeit. Landeshauptstadt Kiel, 22. August 2013, abgerufen am 25. Januar 2020 (Die Ratsversammlung der Landeshauptstadt Kiel hat am 22. August 2013 das sogenannte Eckpunktepapier zur BĂŒrgerInnen-Kommune beschlossen.).
  55. ↑ Landauer Weg der BĂŒrgerbeteiligung. Leitlinie fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung in Landau in der Pfalz. Landau in der Pfalz, 21. Mai 2015, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 21. November 2015 (Am 23. Juni 2015 hat der Landauer Stadtrat einstimmig die Leitlinie fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung in Landau in der Pfalz (PDF; 350 kB) beschlossen.).
  56. ↑ Leitlinien zur BĂŒrgerbeteiligung. Stadt Leipzig, 18. Juli 2012, abgerufen am 25. Januar 2020.
  57. ↑ BĂŒrgerbeteiligĂŒng in NĂŒrtingen. (PDF; 1 MB) Version 6-Endfassung; Stand 31.07.13. In: AG BĂŒrgerbeteiligung. Stadt NĂŒrtingen, 13. Juli 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 26. Juli 2014 (Die Endfassung dieses Konzeptes wurde am 23. Juli 2013 vom Gemeinderat verabschiedet. – Beteiligungsplattform der Stadt NĂŒrtingen).
  58. ↑ Leitfaden BĂŒrgerbeteiligung Pforzheim. (PDF) Informelle Möglichkeiten der BĂŒrgerbeteiligung in Pforzheim. Stadt Pforzheim, Stadtplanung + Kommunikation, 26. Februar 2014, abgerufen am 25. Januar 2020 (Der Leitfaden zur BĂŒrgerbeteiligung in Pforzheim wurde am 1. April 2014 (einstimmig) vom Gemeinderat beschlossen.).
  59. ↑ BĂŒrgerbeteiligung. - Bringen Sie sich in die politischen Entscheidungsprozesse ein. Stadt Soest, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 23. Januar 2020 (Der Rat der Stadt hat am 17. Juni 2015 die Leitlinien fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung bei der Stadtverwaltung Soest (PDF; 136 kB) verabschiedet.).
  60. ↑ Spielregeln fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung in Überlingen. Acht Schritte zur BĂŒrgerbeteiligung. Überlingen am Bodensee, 27. Mai 2015, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 9. Juni 2015 (In seiner Sitzung am 13. Mai 2015 der Gemeinderat einstimmig acht konkrete Schritte zur BĂŒrgerbeteiligung beschlossen. (PDF; 118 kB)).
  61. ↑ Satzung zur WeiterfĂŒhrung der BĂŒrgerbeteiligung (BĂŒrgerbeteiligungssatzung). (PDF; 46 kB) Gemeinderat Weyarn, 4. Juli 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 12. Dezember 2019 (Weyarner Weg der BĂŒrgerbeteiligung).
  62. ↑ Stadt Wolfsburg: Konzept BĂŒrgermitWirkung Wolfsburg. In: Ratsbeschluss. Bundesstadt Wolfsburg, 18. MĂ€rz 2015, ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 27. Januar 2020. (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)
  63. ↑ Pressemeldung Stadt Wuppertal: Panagiotis Paschalis zum neuen Dezernenten gewĂ€hlt 9. MĂ€rz 2015, abgerufen am 25. November 2019.
  64. ↑ Mehr Demokratie, Thorsten Sterk: BĂŒrgerbeteiligung zum Alltag machen (Memento vom 15. Oktober 2019 im Internet Archive) 23. Juni 2016; abgerufen am 25. November 2019.
  65. ↑ Wuppertaler Rundschau: „Gemeinsame Spielregeln“ 22. Februar 2016; abgerufen am 25. November 2019.
  66. ↑ Stadt Wuppertal: Leitlinien fĂŒr BĂŒrgerbeteiligung in Wuppertal; abgerufen am 25. November 2019.
  67. ↑ Markus Deggerich: Gestörte Beziehung In Spiegel Online 18. Februar 2017, abgerufen am 25. November 2019.
  68. ↑ Landkreis Göppingen: BĂŒrgerbeteiligung im Landkreis Göppingen; abgerufen am 25. Januar 2020.
  69. ↑ Landkreis Marburg-Biedenkopf: Beteiligungskonzept (Memento vom 27. Januar 2020 im Internet Archive); abgerufen am 25. Januar 2020.
  70. ↑ BĂŒrgerrĂ€te in Deutschland. Mehr Demokratie e. V., archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 30. November 2020.
  71. ↑ Einberufung eines bundesweiten BĂŒrgerrats zur Klimapolitik vom 16. September 2020. Deutscher Bundestag, 16. September 2020, abgerufen am 22. November 2020.
  72. ↑ Menschenrechte in China, Racial Profiling, BĂŒrgerrat zur Klimapolitik. Deutscher Bundestag, 25. Januar 2021, abgerufen am 29. Juli 2022.
  73. 1 2 3 Uwe SerdĂŒlt: Protokoll. (PDF; 512 kB) In: 21. Sitzung der Enquete-Kommission 16/2 „BĂŒrgerbeteiligung“ – Öffentliche Sitzung. Landtag Rheinland-Pfalz, 6. Dezember 2013, S. 5, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 2. MĂ€rz 2014.
  74. ↑ Uwe SerdĂŒlt: Enquete-Kommission 16/2 „BĂŒrgerbeteiligung“, Anhörung am 6. Dezember 2013. (PDF; 214 kB) In: Vorlage 16/2-253 (schriftliche Stellungnahme). Landtag Rheinland-Pfalz, 6. Dezember 2013, S. 4, abgerufen am 25. Februar 2014. Aus Vorlagen der Enquete-Kommission 16/2, Phase 3: Beteiligungsverfahren
  75. ↑ „VerstĂ€ndigung darĂŒber, was BĂŒrgerbeteiligung bedeutet“ Drei Fragen an Marie Hoppe (Interview) In: mitarbeiten (3/2015) – Informationen der Stiftung Mitarbeit. Stiftung Mitarbeit, Oktober 2015; abgerufen am 25. November 2019.
  76. ↑ bundestag.de
  77. ↑ BĂŒrgerProgramm Soziale Marktwirtschaft – Ergebnisse einer reprĂ€sentativen BĂŒrgerumfrage zu den VorschlĂ€gen des BĂŒrgerForums Soziale Marktwirtschaft, Bertelsmann Stiftung (Hrsg.) 1. Auflage 2008, PDF-Download (kostenlos), auf bertelsmann-stiftung.de
  78. ↑ Tom Ulbricht, Anna Wohlfarth: Das BĂŒrgerForum Soziale Marktwirtschaft – BĂŒrger entwickeln ihr Bild einer zukunftsfĂ€higen Gesellschaft, Zeitschrift fĂŒr Politikberatung, Berichte aus der Praxis, Band 1, S. 572–585(2008), 5. Februar 2009, auf link.springer.com
  79. ↑ 2007–2008: BĂŒrgerForum Soziale Marktwirtschaft, auf bertelsmann-stiftung.de
  80. ↑ BĂŒrgerProgramm Soziale Marktwirtschaft (Langfassung), Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), 1. Auflage 2008, PDF-Download (kostenlos), auf bertelsmann-stiftung.de
  81. ↑ BĂŒrgerProgramm Soziale Marktwirtschaft – Ergebnisse einer reprĂ€sentativen BĂŒrgerumfrage zu den VorschlĂ€gen des BĂŒrgerForums Soziale Marktwirtschaft, Bertelsmann Stiftung (Hrsg.), 1. Auflage 2008, PDF-Download (kostenlos), auf bertelsmann-stiftung.de
  82. ↑ Deutsche wĂŒnschen sich „Vereinigte Staaten von Europa“ – Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht den Auftakt des „BĂŒrgerForums Europa“. Sie fordert: „Keine weiteren SouverĂ€nitĂ€tsrechte abgeben“ – Neue Studie belegt: Deutsche sehen die Zukunft der europĂ€ischen Union sehr positiv, Pressemitteilung, 13. Februar 2009, PDF auf bertelsmann-stiftung.de
    dort auch Links zu weiteren Infos und Berichten
  83. ↑ Zukunft braucht Zusammenhalt: Vielfalt schafft Chancen, Eine Initiative des BundesprĂ€sidenten mit Bertelsmann Stiftung und Heinz Nixdorf Stiftung, BĂŒrgerForum 2011, PDF auf bertelsmann-stiftung.de
  84. ↑ Kontakte in den fĂŒnf Modellkommunen, in: Kontakt, buerger-forum.info
  85. ↑ BĂŒrgerForum > Materialien (auf buerger-forum.info) > Software (auf github.com)
  86. ↑ buergerrat.de
  87. ↑ BĂŒrgergutachten Demokratie: Die Empfehlungen des BĂŒrgerrats in Leipzig, 13./14. und 27./28. September 2019, Redaktion nexus Institut: Christine von Blanckenburg, Nicolas Bach, Leonie Hasselberg, Ina Metzner, Uta Zetek, Mehr Demokratie, Oktober 2019.
  88. ↑ Initiative fĂŒr mehr Demokratie: „BĂŒrgerrat“ gibt Empfehlungen ab. In: tagesschau.de. 15. November 2019, abgerufen am 30. April 2020.
  89. 1 2 Dokumentation: Lesen Sie hier den Koalitionsvertrag im Wortlaut. In: spiegel.de. 24. November 2021, abgerufen am 27. November 2021.
  90. ↑ Partizipation und nachhaltige Entwicklung Europa. Initiative des Lebensministeriums. Bundesministerium fĂŒr Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, abgerufen am 9. Dezember 2013.
  91. ↑ Erarbeitung von Leitlinien fĂŒr die BĂŒrgerInnenbeteiligung. Beschluss des Grazer Gemeinderats. Landeshauptstadt Graz, 15. Mai 2014, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 14. Juli 2014 (Die Erprobungsphase der Leitlinien (PDF 638 kB) beginnt im Herbst 2014 und dauert ein Jahr.).
  92. ↑ Kerstin Arbter et al.: Handbuch BĂŒrgerbeteiligung fĂŒr Land und Gemeinden. Hrsg.: Amt der Vorarlberger Landesregierung; BĂŒro fĂŒr Zukunftsfragen. Wien, Bregenz 2010, ISBN 978-3-9502002-3-2 (Online [PDF; 7,8 MB; abgerufen am 9. MĂ€rz 2019]).
  93. ↑ Praxisbuch Partizipation. (PDF; 14,47 MB) Gemeinsam die Stadt entwickeln. In: Werkstattbericht Nr. 127. Magistrat der Stadt Wien, Magistratsabteilung 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung, 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 3. Januar 2014 (ISBN 978-3-902576-64-4).
  94. ↑ Manfred Hellrigl: TĂ€tigkeitsbericht des Bundesrates. (PDF; 4 MB) In: Parlamentsdirektion des Bundesrats. Republik Österreich, Juni 2013, S. 12 – 14, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 29. Juli 2014: „Das Land bekennt sich zur direkten Demokratie in Form von Volksbegehren, Volksabstimmungen und Volksbefragungen und fördert auch andere Formen der partizipativen Demokratie. (Art. 1 (4), LGBl. Nr. 7 / 11. April 2013)“
  95. ↑ Richtlinie der Vorarlberger Landesregierung zur Einberufung und DurchfĂŒhrung von BĂŒrgerrĂ€ten. (PDF; 107 kB) www.vorarlberg.at, 31. Januar 2013, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 12. August 2014.
  96. 1 2 3 direkte Demokratie im weiteren (und engeren) Sinn. In: Silvano Möckli: Direkte Demokratie – Ein Vergleich der Einrichtungen und Verfahren in der Schweiz und Kalifornien, unter BerĂŒcksichtigung von Frankreich, Italien, DĂ€nemark, Irland, Österreich, Liechtenstein und Australien, Haupt, Bern, Stuttgart, Wien, 1994, ISBN 3-258-04937-8.
  97. 1 2 Professur fĂŒr Architektur und StĂ€dtebau - Prof Kees Christiaanse. In: christiaanse.arch.ethz.ch. Archiviert vom Original am 19. Januar 2015; abgerufen am 12. August 2026.
  98. 1 2 3 4 5 6 7 Paul Schneeberger: Partizipation statt Rechtsweg in der Raumentwicklung – In der Schweiz wird mit Verrechtlichung auf die Zunahme von Menschen und Bauten reagiert. Dass es auch andersherum geht, machen AnsĂ€tze aus den Niederlanden deutlich. NZZ 23. April 2014.
  99. 1 2 Andreas Kley: Politische Rechte. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  100. ↑ Rainer J. Schweizer, Ulrich Zelger: Föderalismus. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  101. ↑ Pietro Morandi: Konkordanzdemokratie. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  102. ↑ Andreas Gross: Volksrechte. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  103. ↑ Silvano Moeckli: Politische Willensbildung. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  104. ↑ Thomas Maissen, Andreas Kley: SouverĂ€nitĂ€t. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  105. ↑ Hans-Urs Wili: Vernehmlassungsverfahren. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  106. ↑ Demokratie in tĂ€glicher Praxis der Schweiz: Grundelemente, Prozesse, ZusammenhĂ€nge – Übersicht, Praxis, Geschichte, Entwicklung, Vladimir Rott, Diskussionsgrundlage fĂŒr Mehr Demokratie (undatiert, mit Verweisen auf HLS)
  107. ↑ Maximilian Stern: BĂŒrgerbeteiligung bei Großprojekten a la Schweiz: Wenn jeder an sich selber denkt, ist an alle gedacht. In: Cicero. Stiftung Neue Verantwortung, 4. April 2012, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 3. Januar 2014.
  108. ↑ Peter FĂŒglistaler: 20 Jahre NEAT-Abstimmung (Memento vom 18. Juli 2014 im Internet Archive), BAV-News, Nr. 3, September 2012.
  109. 1 2 Gebhard KirchgĂ€ssner: Lehrreicher Kontrast zwischen „Stuttgart 21“ und Neat – Direkte Demokratie scheint DurchfĂŒhrung von Grossprojekten zu erleichtern, NZZ, 12. Januar 2011.
  110. ↑ [Das PubliForum in KĂŒrze (Memento vom 28. Juni 2007 im Internet Archive)], Bundesamt fĂŒr Gesundheit BAG, auf archive.is, ursprĂŒnglich auf admin.ch
  111. ↑ Regionale Partizipation (Memento vom 25. Juli 2018 im Internet Archive), Bundesamt fĂŒr Energie BFE, auf admin.ch
  112. ↑ nextzuerich.ch
  113. ↑ wearenext.org
  114. ↑ Dialog Chur West (Memento vom 15. Januar 2015 im Internet Archive) auf Web der Stadt Chur, chur.ch/.../churwest
  115. ↑ neugasse-zuerich.ch – Neugasse ZĂŒrich: Gemeinsam ein StĂŒck Stadt erweitern, Projektwebsite der SBB
  116. ↑ Dorothee Vögeli: Die SBB wollen nur noch mit der Bevölkerung planen – Anders als bei der Europaallee haben die SBB bei der Entwicklung des Areals Neugasse in ZĂŒrich-West von Anfang an die Bevölkerung einbezogen. Der partizipative Ansatz soll nun schweizweit zum Tragen kommen. NZZ, 4. Dezember 2017.
  117. ↑ Partizipation: Ist das nur eine AlibiĂŒbung? – In immer mehr Quartieren können die Einwohner nicht nur ab-, sondern auch mitbestimmen. Mit unterschiedlichen Erfahrungen, Barbara Achermann, Zeit Online, 23. September 2019.
  118. ↑ (fr) DĂ©marche participative (Partizipatives Verfahren), Stadt Neuenburg/NeuchĂątel, auf demarcheparticipative-ne.ch
  119. ↑ (fr) Jeunes-Rives – DĂ©marche Participative Ville de NeuchĂątel, Centre et Gare, Stadt Neuenburg/NeuchĂątel, auf demarcheparticipative-ne.ch
  120. ↑ (fr) Jeunes-Rives – DĂ©marche Participative Ville de NeuchĂątel, Centre et Rives, Stadt Neuenburg/NeuchĂątel, auf demarcheparticipative-ne.ch
  121. ↑ (fr) Large soutien au rĂ©amĂ©nagement des Jeunes-Rives Ă  NeuchĂątel (Breite UnterstĂŒtzung fĂŒr die Sanierung der Jeunes-Rives in Neuenburg), RTS Info, 10. Dezember 2014.
  122. ↑ Andrea Kucera: Neuenburg sucht Anschluss an den See – Seit der Expo ist in Neuenburg jede Neugestaltung der Seepromenade gescheitert – jetzt setzt man auf Partizipation. Und siehe da: Die Bevölkerung zieht mit. Zumindest vorerst. NZZ, 10. Dezember 2014.
  123. 1 2 3 AndrĂ© MĂŒller, Daniel Fritzsche: ZĂŒrich baut den digitalen Schalter – und steht vor einer radikalen Verwaltungsreform – Die Stadt will digitale Technologien nutzen, um besser und effizienter mit ihren Bewohnern zu kommunizieren. Um eine echte „Smart City“ zu werden, mĂŒsse ZĂŒrich aber noch viel weiter gehen, fordert ein Experte, NZZ 25. Juli 2018.
  124. ↑ Christine Seidler, GemeinderĂ€tin, seit 2003, auf gemeinderat-zuerich.ch
  125. ↑ Jean-Daniel Strub, Gemeinderat, seit 2008, auf gemeinderat-zuerich.ch
  126. ↑ Christine Seidler, Jean-Daniel Strub: Rahmenkredit zur StĂ€rkung der Partizipation der Quartiere in der Stadtentwicklung – Postulat (2018) und Motion (2017, Umwandlung in Postulat)
  127. ↑ Der Stadtrat von ZĂŒrich (Corine Mauch, Claudia Cuche-Curti) an den Gemeinderat: Motion von Christine Seidler und Jean-Daniel Strub betreffend Rahmenkredit zur StĂ€rkung der Partizipation der Quartiere in der Stadtentwicklung – Ablehnung, Entgegennahme als Postulat, 7. Februar 2018, darin Interne Recherche – Participatory Budgeting: AbklĂ€rungen und Bewertungen zum Motionsentwurf Strub/Seidler, 1. Zusammenfassung, 2. Recherche im Detail, 3. Bewertung von Participatory Budgeting, 4. AnhĂ€nge, liw, 16. August 2017.
  128. ↑ Pirmin Meyer, Gemeinderat, seit 2017, auf gemeinderat-zuerich.ch
  129. ↑ Shaibal Roy, Gemeinderat, seit 2014, auf gemeinderat-zuerich.ch
  130. ↑ Pirmin Meyer, Shaibal Roy: Pilotprojekt fĂŒr eine Umnutzung des Raums unter der HardbrĂŒcke zu einer FussgĂ€ngerzone und Flaniermeile wĂ€hrend den Sommermonaten, Postulat (2017)
  131. ↑ Thurgauerstrasse (Memento vom 26. Juli 2018 im Internet Archive) auf Web des Hochbaudepartements der Stadt ZĂŒrich, stadt-zuerich.ch/hbd (> Entwicklungsgebiete > Leutschenbach > Projekte geplant > Thurgauerstrasse)
  132. ↑ Stefan Hotz: Das Quartier an der Thurgauerstrasse will mitreden – Die IG Grubenacker Ă€ussert in einem Manifest Kritik an den PlĂ€nen der Stadt ZĂŒrich fĂŒr eine GrossĂŒberbauung in ZĂŒrich Nord. Die Anwohner fordern Mitsprache und wenden sich gegen den Bau von HochhĂ€usern, NZZ, 22. Juni 2018.
  133. ↑ Florian Schoop: Noch ist es in diesem Quartier im Norden ZĂŒrichs idyllisch, doch die Bewohner fĂŒrchten sich vor ZustĂ€nden wie in französischen Banlieues, NZZ 14. MĂ€rz 2018.
  134. ↑ (en) Just City:
    • Peter Marcuse, James Connolly, Johannes Novy, Ingrid Olivo, Cuz Potter, Justin Steil (eds.): Searching for the Just City, Routledge, London 2009
      • Susan Fainstein: Planning and the Just City, pp. 19–39
      • David Harvey, Cuz Potter: The Right to the Just City, pp. 40–51
      • Peter Marcuse: From "Justice Planning" to "Commons Planning", pp. 91–102
      • Margit Mayer, Johannes Novy: As "Just" As It Gets? The European City in the "Just City" Discourse, pp. 103–115
      • Oren Yiftachel, Ravit Goldhaber, Roy Nuriel: Urban Justice and Recognition: Affirmation and Hostility in Beer Sheva, pp. 120–143
    • Susan Fainstein: The Just City, Cornell University Press, Ithaca, NY 2010
    • Justus Uitermark: An Actually Existing Just City? The Fight for the Right to the City in Amsterdam, pp. 197–214 in: Neil Brenner, Peter Marcuse, Margit Mayer (eds.): Cities for People, Not for Profit: Critical Urban Theory and the Right to the City, Routledge, London and New York 2012
  135. ↑ Oliver Dlabac, Daniel KĂŒbler, Juliet Carpenter, Roman Zwicky: Die demokratischen Grundlagen der „Gerechten Stadt“ (The democratic foundations of the Just City). Archiviert vom Original am 31. MĂ€rz 2022; abgerufen am 25. April 2022. (ZDA/UZH, SNF-Forschungsprojekt 2017–2020, mit anschließender Publikation).
  136. ↑ Oliver Dlabac, Roman Zwicky, Charlotte Hoole, Eric Chu, Liam O’Farrell: The Democratic Foundations of the Just City. Key Insights From a European Comparative Study, 2021, Zurich Open Repository and Archive, University of Zurich, zora.uzh.ch / disP - The Planning Review, 57(4):84-99
  137. ↑ nsl.ethz.ch
  138. ↑ u. a. Forschungsprojekt «Bevölkerungsrat 2025»: Erforschung neuer Demokratieformen, Medienmitteilung ZDA / UZH, UNIGE, 16. April 2024 / Swiss Citizens’ Assembly: a democratic innovation involving sortition, deliberation and participatory democracy, auf Web zdaarau.ch / Projektwebsite Bevölkerungsrat 2025, auch FR, IT, EN
  139. 1 2 Stefan HĂ€ne: Per Los ins Gremium: GrĂŒne wollen Klimarat – das geht sogar VerbĂŒndeten zu weit – 200 zufĂ€llig ausgewĂ€hlte BĂŒrger sollen neue Impulse in die nationale Umweltpolitik bringen, fordern die GrĂŒnen. Die SP winkt ab, die GLP spricht von reinem Politmarketing, 3. September 2021, tagesanzeiger.ch
  140. ↑ Andri Heimann, Robin Gut, Francesco Veri, Daniel KĂŒbler, Nenad Stojanović: BĂŒrgerpanels fĂŒr mehr Klimaschutz im Kanton ZĂŒrich. Schlussbericht, Studienberichte des Zentrums fĂŒr Demokratie Aarau, Nr. 20 Juni, 2023, auf Web des Kantons ZĂŒrich zh.ch
  141. ↑ Die Direktion der Justiz und des Innern (JI) hat Winterthur, Thalwil und Uster fĂŒr ihr Projekt «BĂŒrgerpartei» auserkoren. BĂŒrgerinnen und BĂŒrger – 20 bis 30 Personen mit Losenentscheid ausgewĂ€hlt – dĂŒrfen zum Thema Klimaschutz Ideen liefern, Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons ZĂŒrich, Sitzung vom 13. Juli 2022
  142. 1 2 3 4 5 Strategien und Planungsinstrumente fĂŒr polyzentrische Stadtregionen. Fallbeispiele Amsterdam und ZĂŒrich (Memento vom 26. Juli 2018 im Internet Archive), ETH-NSL-Symposium, Professur fĂŒr Architektur und StĂ€dtebau Prof. Kees Christiaanse, Institut fĂŒr StĂ€dtebau, ETH ZĂŒrich, 4. April 2014 – aus den Workshop-Diskussionen, insbesondere:
    ‱ Workshop zu Zukunftsbilder fĂŒr polyzentrische Stadtregionen (Memento vom 26. Juli 2018 im Internet Archive) und
    ‱ Workshop zu Gemeinsam die kĂŒnftige Entwicklung der polyzentrischen Stadtregionen erarbeiten: Partizipation und IdentitĂ€t (Memento vom 26. Juli 2018 im Internet Archive)
  143. ↑ redigiert anhand eigener Notizen und Diskussionen, --wiki-vr.mp
  144. 1 2 3 4 5 Strong Stories: How the Dutch are Reinventing Spatial Planning, Design and Politics No. 3, von Maarten Hajer, Susan van 't Klooster, Jantine Grijzen (Herausgeber), 010 (Verlag), Rotterdam 2010, ISBN 978-90-6450-734-2.
  145. ↑ Als Antwort auf die Klimakrise die Demokratie erweitern. Einen durchs Los bestimmten Klimarat schaffen, 20.467 Parlamentarische Initiative, GrĂŒne Fraktion, Balthasar GlĂ€ttli, 24. September 2020, auf parlament.ch.
  146. ↑ Dossier Klimarat auf Web von Balthasar GlĂ€ttli, balthasar-glaettli.ch.
  147. ↑ GrĂŒne wollen wegen Klimakrise einen Schweizer BĂŒrgerrat schaffen, aeg/sda, 21. August 2021, watson.ch
  148. 1 2 Angelika Hardegger: Die Experten-Euphorie in der Klimafrage ist kontraproduktiv – Menschen sind mehr als Rechengrössen in Klimamodellen. Warum es gut ist, dass das Volk ĂŒber das neue CO2-Gesetz abstimmt. NZZ, 15. MĂ€rz 2021
  149. ↑ S. 9 in Vladimir Rott: Direkte Beteiligung in Direkter demokratie – kompetent, konstruktiv, kooperativ. Partizipative Systeme in der Politik, prĂ€sentiert am zoom MD-Mitgliederabend mit Ralf-Uwe Beck, Feb '24, auf Web participation.direct
  150. ↑ digital-manifest.ch
  151. ↑ dsi.uzh.ch
  152. ↑ Sarah Lechmann: Manifest fĂŒr Digitale Demokratie (Memento vom 4. August 2018 im Internet Archive), News, 19.11.17, auf dsi.uzh.ch
  153. ↑ allourideas.org/digitale-demokratie, auf allourideas.org
  154. ↑ Die Deutschsprachige Gemeinschaft spielt am Dienstag auf Titelseiten und in den Leitartikeln eine wichtige Rolle, nĂ€mlich mit ihrer BĂŒrgerversammlung. In: Die Presseschau von Dienstag, dem 26. Februar 2019, BRF, 26. Februar 2019.
  155. 1 2 (en) German-speaking Community of Belgium becomes world’s first region with permanent citizen participation drafted by lot – Ambitious model for innovating democracy designed by G1000, Initiative G1000 / Foundation for Future Generations, 26. Februar 2019.
  156. ↑ G1000 – Plattform fĂŒr demokratische Innovation – Der Weg des G1000 (Memento vom 24. Januar 2022 im Internet Archive), 2010–2012, g1000.org
  157. ↑ Warum und wie BĂŒrgerrĂ€te mit Losverfahren funktionieren, Anne DĂ€nner, Roman Huber, BĂŒrgerrat Demokratie/Mehr Demokratie, 2019 (PDF undatiert)
  158. ↑ (en) Smart City Network, auf Web von Smart Aarhus, smartaarhus.eu
  159. 1 2 (en) AU Smart Cities, auf Web der UniversitÀt Aarhus, smartcities.au.dk
  160. 1 2 (en) Tomorrow’s Cities are Digital and Human – Smart City methods: from ideas to action – Case examples (Memento vom 27. Juli 2018 im Internet Archive), Ministerium fĂŒr Wohnen, Stadt und Land, DĂ€nemark 2015, auf Web des Ministeriums, erhvervsstyrelsen.dk
  161. ↑ (en) Smart Aarhus, smartaarhus.eu
  162. ↑ James S. Fishkin, Roger Jowell, Robert C. Luskin: Considered Opinions: Deliberative Polling in Britain. In: British Journal of Political Science 32. 2002, S. 455–487.
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  165. 1 2 Volksabstimmungen in Irland. Eine Übersicht, Daniel Alexander Davis, Mehr Demokratie, 21. Januar 2016.
  166. ↑ BĂŒrgerversammlungen in Irland (Memento vom 11. Dezember 2019 im Internet Archive), Rebecca Hauschild, Mehr Demokratie, 3. November 2017.
  167. ↑ Übersicht der Abstimmungen seit 2001. The Electoral Commission, abgerufen am 17. April 2025 (englisch, irisch).
  168. ↑ Abstimmungen seit 18. Juni 1959: Referenden und Volksabstimmungen: Suchergebnis fĂŒr „Irland“ in Datenbank und Suchmaschine fĂŒr direkte Demokratie, sudd.ch (Beat MĂŒller)
  169. 1 2 (en. ga) Convention on the Constitution – What was the Constitutional Convention? / Topics, recommendations and outcomes / How did the Constitutional Convention work? / Further information, auf Citizens' Information, Web des Citizens Information Board der irischen Regierung (en. ga)
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  171. 1 2 Auf den Spuren eines Demokratie-Experiments, Roman Huber, Mehr Demokratie, 16. April 2019.
  172. 1 2 (en. ga) Citizens’ Assembly – Citizens’ Assembly / What was the Citizens’ Assembly? / Issues for the Assembly / Members of the Citizens' Assembly / How the Assembly worked / Further information, auf Citizens’ Information, Web des Citizens Information Board der irischen Regierung (en. ga)
  173. ↑ (en, ga) Citizens’ Assembly / An Tionól Saoránach, citizensassembly.ie
  174. ↑ Verfassungsreferendum in Irland: Liberalisierung des Rechts auf SchwangerschaftsabbrĂŒche (Memento vom 11. Dezember 2019 im Internet Archive), Charlie Rutz, Mehr Demokratie, 28. Mai 2018.
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  187. 1 2 3 Code of Good Practice for Civil Participation in the Decision-Making Process. Background. In: Konferenz der INGOs (internationale Nichtregierungsorganisationen). Europarat, 1. Oktober 2009, abgerufen am 6. August 2015 (englisch). (deutsch: Verhaltenskodex fĂŒr die BĂŒrgerbeteiligung im Entscheidungsprozess, (PDF 118 kB)) als „Recommendation (2007)14 German“ (Link) bei Legal standards for Non-Governmental Organisations
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  195. 1 2 nicht mehr in Betrieb: BĂŒrger-Agora / Forum Agora (en/fr/de/it) auf Web des EU Parlaments, forum.agora.europarl.europa.eu
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  203. ↑ „conference ...in mid-September ...almost hundred participants from twenty countries ...After much deliberation we decided to push for two ideas: first (also the first priority), a referendum on the European constitution; and second, the introduction of far-reaching elements of direct democracy (a right of citizens' initiative including citizens' referendums and obligatory referendums for constitutional amendments)“ in: A rollercoaster ride towards democracy, 1. Juni 2003 (20. Januar 2005, PrĂ€sentation EK/EP) / A rollercoaster ride toward the ECI (auf Web von Democracy International), Michael Efler, 1. Juni 2003.
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  208. ↑ (en) Vladimir Rott: Europe of all the people (Handout S. 2):
    ‱ European Citizens' Convention (ECC)
    ‱ European Citizens' Convention and Constitution (ECC+C)
    ‱ European Citizens' Initiative (ECI)
    ‱ European Citizens' Referendum (ECR)
    AcadĂ©mie europĂ©enne dÊŒOtzenhausen / EuropĂ€ische Akademie Otzenhausen, Tagung vom 16./17. Mai 2013: Une Europe fĂ©dĂ©rale ? SolidaritĂ© – subsidiaritĂ© – dĂ©mocratie / Ein föderales Europa ? SolidaritĂ€t – SubsidiaritĂ€t – Demokratie, 15Ăšme dialogue franco-allemand – Penser lÊŒEurope de demain / 15. Deutsch-französischer Dialog – Europa weiter denken
  209. ↑ (fr) „des rĂ©fĂ©rendums europĂ©ens, thĂ©matiques, contraignants, d'initiative citoyenne ou parlementaire“. In: Ecologie, immigration, institutions... Quels sont les programmes des candidats aux Ă©lections europĂ©ennes ?, Margaux Duguet, Franceinfo, 10. Mai 2019.
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  212. 1 2 3 (en) Preparing the Conference on the Future of Europe, EPRS European Parliamentary Research Service, Author: Silvia Kotanidis, Members' Research Service, PE 644.202 – December 2019.
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  217. ↑ Eine Union, die mehr erreichen will: Meine Agenda fĂŒr Europa, Von der Kandidatin fĂŒr das Amt der PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Kommission Ursula von der Leyen – Politische Leitlinien fĂŒr die kĂŒnftige EuropĂ€ische Kommission 2019–2024, EuropĂ€ische Kommission, ec.europa.eu
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  221. ↑ Mehr Demokratie in der Allianz vielfĂ€ltige Demokratie, Susanne Socher, Claudine Nierth, Mehr Demokratie, mdmagazin 02/18.
  222. ↑ „
Was man die schweizerische politische Kultur 
nennt, ist mit der BĂŒrgerbeteiligung 
zutiefst verbunden. Die direkte Demokratie setzt 
auf die Partizipation und die Kompetenz der BĂŒrger. [Sie] kann nur funktionieren, wenn die BĂŒrger ĂŒber die entsprechenden FĂ€higkeiten des 
Politisierens verfĂŒgen. 
Der Gemeinsinn ist eine Ressource, die man bei den meisten Menschen findet – da sind sich die Soziologen einig. Die politische Kultur der Schweiz, deren Institutionen in der BĂŒrgerbereitschaft [dem „Milizsystem“] verankert sind, ist ein Sonderfall. Viele Vorteile der Schweiz hĂ€ngen mit diesem System zusammen. 
Nehmen Sie eine Bewegung wie Pegida in Dresden oder die BĂŒrgerproteste im Zusammenhang mit dem Umbau des Bahnhofs in Stuttgart: Unser auf Partizipation und Politisierung der StaatsbĂŒrger setzendes System hĂ€tte solches Unbehagen viel frĂŒher aufkommen lassen, das BĂŒrgerinteresse wĂ€re frĂŒher einbezogen worden. Es ist kein Zufall, dass eine breite Pegida-Bewegung bei uns nicht vorkommt. 
Aber: Unser System ist unter Druck geraten. Die hochmoderne Zivilisation, in der wir heute leben, stellt all jene Dinge infrage, die die Schweiz ausmachen. Das „Milizprinzip“ gehört dazu. Eine Reform kann gelingen oder nicht. Ich hoffe es, bin aber skeptisch. 
Wichtig ist die Diskussion darĂŒber: Was hĂ€lt uns als Gesellschaft zusammen? Was bedeutet uns die direkte Demokratie?“ – Georg Kohler: Die direkte Demokratie muss mehr sein als ein Ventil. Der Bund/Newsnet, 14. Januar 2015.
  223. ↑ Fabian Reidinger: Direkte Demokratie und BĂŒrgerbeteiligung: Zwei Seiten einer Medaille. (PDF) Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung, abgerufen am 17. April 2025.
  224. ↑ Rainer B. Jogschies: BĂŒrgerbeteiligung an der Stadtplanung. Frankfurt am Main / Bern / New York / Nancy 1984, ISBN 3-8204-5351-2, S. 13.
  225. ↑ Rainer B. Jogschies: BĂŒrgerbeteiligung an der Stadtplanung. Frankfurt am Main / Bern / New York / Nancy 1984, ISBN 3-8204-5351-2, S. 188 f.
  226. 1 2 3 4 Patrizia Nanz, Miriam Fritsche: Handbuch BĂŒrgerbeteiligung: Verfahren und Akteure, Chancen und Grenzen, bpb (Band 1200), 2012 (PDF 1,37 MB) → zur Bestellung der gedruckten Ausgabe auf bpb.de
  227. ↑ cducsu.de, „Experiment BĂŒrgerrat – Dank an engagierte BĂŒrger, aber Kritik am ParlamentsverstĂ€ndnis der Ampel“, 14. Januar 2024, abgerufen am 22. April 2024
  228. 1 2 sueddeutsche.de, „Auf ein Schnitzel mit dem BĂŒrgerrat“, 27. September 2023, abgerufen am 22. April 2024
  229. ↑ Susanne Gaschke: Zensur gegen Fake News? Die Bertelsmann Stiftung und ihr freiheitsfeindlicher «BĂŒrgerrat» – Ein pseudo-reprĂ€sentatives Gremium..., NZZ 16. September 2024
  230. ↑ Isolde Charim: BĂŒrgerrĂ€te als neues politisches Mittel: Reale oder gefĂŒhlte Partizipation – BĂŒrgerrĂ€te sollen den gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern. Fraglich ist nur, ob echte Teilhabe in Massendemokratien ĂŒberhaupt möglich ist, Kolumne Knapp ĂŒberm Boulevard, TAZ 23. Juli 2024
  231. ↑ Laura Giesen: BĂŒrgerrĂ€te: Demokratie erneuern – BĂŒrgerrĂ€te haben Potenzial zur Konfliktvermeidung. DafĂŒr mĂŒssen EntscheidungstrĂ€ger*innen sie ernst nehmen!, TAZ 20. Februar 2024
  232. ↑ Susanne Gaschke: BĂŒrgerrĂ€te sind Mitmachtheater – Die deutschen Parteien rutschen in eine tiefe Vertrauenskrise. Plötzlich ist die Bevölkerung gefragt – aber nur ein bisschen. Doch diese Art von Ersatzpolitik braucht niemand, NZZ 28. September 2023
  233. ↑ Susanne Gaschke: Warum BĂŒrgerrĂ€te Deutschland nicht mehr Demokratie bringen wĂŒrden – Der Bundestag will mit drei Gremien das Volk stĂ€rker einbeziehen. Der Nutzen ist zweifelhaft, denn das Konzept ĂŒberzeugt nicht. Dies gilt besonders fĂŒr den Punkt der «neutralen» Experten und Moderatoren, NZZ 7. Mai 2023
  234. ↑ Manfred Ronzheimer: BĂŒrgerrat Forschung legt Ergebnisse vor: Begrenzte Transparenz – Der BĂŒrgerrat sollte erarbeiten, wie die Öffentlichkeit an Forschungsentscheidungen beteiligt werden kann. Nur die Kommunikation klappt nicht. Eine Auswahl wurden von Experten fachlich gebrieft – von November 2021 bis MĂ€rz 2022, TAZ 29. Mai 2022
  235. ↑ Frank Decker: Die Forderung nach mehr direkter Demokratie ist in Deutschland oft eine Alibiveranstaltung, NZZ 9. MĂ€rz 2021
  236. ↑ Michael Wilk im Vorwort zu: Michael Wilk, Bernd Sahler (Hrsg.): Strategische Einbindung – Von Mediationen, Schlichtungen, runden Tischen 
 und wie Protestbewegungen manipuliert werden – BeitrĂ€ge wider die Beteiligung, Verlag Edition AV, Februar 2014, zitiert auf scharf-links.de
  237. 1 2 3 Arbeitspapier Beteiligung/Partizipation – Elemente, Prozesse, ZusammenhĂ€nge, Input ins Positionspapier des AK BĂŒrgerbeteiligung von Mehr Demokratie, 2013/15
  238. ↑ Mit dem Losverfahren die Demokratie retten? In: www.faz.net. FAZ, 8. Juli 2019, abgerufen am 16. MĂ€rz 2020.
  239. ↑ Guter Rat: Allheilmittel gegen Demokratieverdruss oder TotengrĂ€ber der Parlamente? Was BĂŒrgerrĂ€te wirklich können – Norbert Kersting im GesprĂ€ch, Interview von Claudia Detsch, 11. November 2019, ipg-journal.de
  240. ↑ Frank Decker: Die Forderung nach mehr direkter Demokratie ist in Deutschland oft eine Alibiveranstaltung – Die insbesondere auf der linken Seite des Parteienspektrums geforderten Formen direkter Demokratie scheinen an AttraktivitĂ€t zu verlieren. Weshalb der Trend hin zur BĂŒrgerbeteiligung von eher konsultativer Natur geht. Gastkommentar, NZZ 9. MĂ€rz 2021
  241. ↑ in Anlehnung an Willy Brandts „Wir wollen mehr Demokratie wagen.“
  242. ↑ Wolfgang König, Mathias König: BĂŒrgerbeteiligung in der Kommune verbindlich verankern. (PDF; 456 kB) Der „doppelte Doppelcharakter“ von BĂŒrgerbeteiligung in der Kommune und seine Konsequenzen. In: eNewsletter 01/2014. Netzwerk BĂŒrgerbeteiligung, 10. April 2014, abgerufen am 23. Juni 2014.
  243. ↑ Mehr Demokratie: Arbeitskreis Föderalismus/Dezentrale Demokratie – mehr-demokratie.de/ak_foederalismus.html (Memento vom 12. Februar 2015 im Internet Archive), initiiert von Karl-Martin Hentschel
  244. ↑ Karl-Martin Hentschel: Die Kommunen zuerst! – „Mehr Demokratie“ hat einen Arbeitskreis fĂŒr dezentrale Demokratie gegrĂŒndet. Er soll eine Strategie erarbeiten, um die Kommunen ins Zentrum der Demokratie zu rĂŒcken. Warum ist das so wichtig? (PDF; 2,6 MB) mdmagazin 04/14, S. 8, auf mehr-demokratie.de
  245. ↑ Adrian Reinert: Jahrbuch 2005. (PDF; 7,24 MB) Stiftung MITARBEIT, Bonn, 2005, abgerufen am 17. April 2014: „Die Themenzentrierte Interaktion (TZI) zĂ€hlt heute zu den meistverbreiteten Gruppenarbeitsverfahren. Im Mittelpunkt der Methode steht das Handeln im Spannungsfeld von Individuum, Gruppe, Aufgabe und Umfeld.“