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Diskussion:Genus

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Greenberg: Genus und Numerus

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Im Entwurf steht:

Die meisten Substantive des Deutschen lassen keinen verallgemeinerbaren Zusammenhang zwischen der Bedeutung (Semantik) des Wortes und seinem Genus erkennen. Abgeleitete Substantive (wie etwa dt. Schön-heit) stellen möglicherweise eine Ausnahme dar. FĂŒr Substantive solcher Art wird ein Zusammenhang der Kategorie Genus mit der Kategorie Numerus vermutet. Diese Vermutung fußt auf der Beobachtung des Sprachwissenschaftlers Joseph H. Greenberg, derzufolge die Kategorie Genus nur in Sprachen mit der Kategorie Numerus existiert. Die Umkehrung gilt nicht: Sprachen mit Numerus mĂŒssen kein Genus besitzen (vgl. etwa das Englische). Das Genus femininum des Deutschen wĂ€re demnach eine Kategorie fĂŒr KollektivpluralitĂ€t (wie etwa dt. Burschen-schaft), wie bereits Ende des 19. Jahrhunderts fĂŒr die indogermanischen Sprachen von dem deutschen Sprachwissenschaftler Karl Brugmann angenommen.

Ich wĂŒrde das nicht in den Artikel schreiben, denn es scheint nicht zu stimmen. (Greenberg ist auch schon alt...)

Mindestens diese Sprachen haben Genus, aber kein Numerus: Maybrat, PirahĂŁ, Tidore. Und diese Sprachen haben Genus und optionale Numerusmarkierung: Bininj Gun-Wok, Hixkaryana, Mixtec (Chalcatongo), Oromo (Harar), Tagalog, Wambaya, Wardaman. Das sind im WALS 10/119 mit den relevanten Features, macht 8% der Sprachen (wenn man die Sampling-Probleme des WALS mal außer acht lĂ€sst - es ist nun mal die beste frei verfĂŒgbare Datenbank). ("Analyse" mit dem WALS Reference Tool)

Was schlĂ€gst Du konkret zur Verbesserung des Artikels vor? Gruß! GS63 (Diskussion) 00:44, 28. Jun. 2020 (CEST)Beantworten

Genussystem maskulin vs. nicht-maskulin in Dravidasprachen

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Es gibt tatsĂ€chlich Sprachen, die ein Maskulinum und ein Neutrum haben, aber kein Femininum! Sollen wir dafĂŒr eine Unterkategorie in Genussysteme aufmachen? Hier ein Überblick ĂŒber alles:

Es handelt sich um die indischen Dravidasprachen der Zentralgruppe Kui, Kuvi, Kolami, Parji, Ollari und Gadaba sowie einige aus der Gruppe SĂŒd-Zentral: Gondi und Konda. Alle diese Sprachen sind Sprachen indischer Adivasis ohne Schrifttradition; Gondi bringt es immerhin auf zweieinhalb Millionen Sprecher.
Noch spezieller ist der Fall bei Telugu, der mit 81 Mio. Sprechern (2011) grĂ¶ĂŸten Dravidasprache, indischer Nationalsprache und Amtssprache zweier indischer Bundesstaten: Hier gibt es im Singular ebenso nur Maskulinum und Neutrum, im Plural aber Utrum und Neutrum.
Die sĂŒddravidischen Sprachen (wichtigste Vertreter sind die indischen Nationalsprachen Tamil, Kannada und Malayalam haben im Singular die drei Genera Maskulinum, Femininum und Neutrum, und im Plural Utrum und Neutrum, wobei natĂŒrliches Geschlecht und Genus ĂŒbereinstimmen.
Als einzige Dravidasprache hat die von den anderen Sprachen weit entfernt im Westen Pakistans gesprochene, stark vom Belutschischen beeinflusste norddravidische Sprache Brahui kein Genus mehr.
Bhadiraju Krishnamurti: The Dravidian Languages, Cambridge: Cambridge University Press 2003, S. 207-210.
Da auch Belutschisch kein Genus hat, könnte auch dies ein belutschischer Einfluss sein. Krishnamurti ordnet den anderen beiden norddravidischen Sprachen Kurukh und Malto ein Genussystem wie das von Telugu zu, aber der englische Wiki zu Malto behauptet, dass es dort durchaus ein Femininum gibt (und alle guten Gottheiten feminin sind).

Also, eine weitere Kategorie? Oder zu exotisch? Danke, Curryfranke (Diskussion) 14:34, 26. MĂ€r. 2019 (CET)Beantworten

Ich finde dravidische Sprachen (am Beispiel Tamil) fĂŒr das Thema Genus vor allem interessant, weil es da neben geschlechtsspezifischen Formen auch epizöne gibt, und zwar auch im Singular (sehe ich hier gar nicht erwĂ€hnt). Ich bin da aber kein Kundiger, sondern habe mir mein Halbwissen auf der dortigen Diskussionsseite erfragt. Wenn ich die dortigen AuskĂŒnfte zugrundelege, bin ich auch gar nicht sicher, dass es hier um Genera im strengen Sinne geht: es scheint ja viele Konstellationen zu geben, in denen ein und dasselbe Wort mehr als eine Sorte Kongruenzen haben kann (Beispiele im dortigen Diskussionsfaden), etwa wie im Englischen mit "teacher -- he" und "teacher -- she". Ich kann aber nichts ĂŒber die dortige Diskussion Hinausgehende mehr beitragen: die drei Tamilgrammatiken ruhen wieder in der Biblio, und ich will mich auch nicht weiter einarbeiten. --Lantani (Diskussion) 00:16, 27. MĂ€r. 2019 (CET)Beantworten
Etwas Ahnung habe ich nur in Kannada und seit neuestem Telugu. Einen Kurs in einer nicht standardisierten Stammessprache Zentralindiens wird es in Europa sehr selten geben. Was ich ĂŒber diese gesagt habe, habe ich aus Krishnamurti. (PDF )
Was Jbuchholz ĂŒber Tamil schreibt, gilt im Wesentlichen auch fĂŒr Kannada und Telugu. Nur dass die Endungen andere sind und im Telugu die Verbendungen des Femininum Singular mit denen des Neutrums identisch sind. (Adjektive sind wie in allen Dravidasprachen indeklinabel). Es gibt aber noch feminine Pronomen: āme „sie“ (neutral, also z.B. fĂŒr „meine Schwester“) und āviឍa„sie“ (höflich, z.B. fĂŒr „die Lehrerin“). Diese entsprechen den maskulinen Pronomen atanu (neutral) und āyana (höflich). DarĂŒber hinaus gibt es das sehr höfliche epizöne Pronomen vāru (z.B. fĂŒr „die Frau / der Herr BĂŒrgermeisterIn“). Dieses kann auch fĂŒr den Plural verwendet werden. Jedoch ist heute fĂŒr den Plural die Variante vāិិu gebrĂ€uchlicher. Statt des femininen, nicht höflichen āme lĂ€sst sich auch das Neutrum adi „es“ verwenden, jedoch nicht fĂŒr das höfliche āviឍa. Viele Maskulina haben die Endung -uឍu: tammuឍu „jĂŒngerer Bruder“. In einigen FĂ€llen kann man so zwischen Dingen und deren Göttern unterscheiden: sĆ«rya (Neutrum) „die Sonne“ vs. sĆ«ryuឍu (mask.) „der Sonnengott“.
Kannada ist nĂ€her am Tamil, hat ein Femininum, und ein Pronomensystem fast genau wie Tamil. (Nur die Unterscheidung zwischen exklusivem und inklusivem Wir fehlt.) Anders als im Tamil fehlen Endungen, die das Maskulimum markieren. DafĂŒr gibt es wesentlich mehr Fremdwörter aus dem Sanskrit. Wenn diese Personen bezeichnen, ist das Genus eindeutig: vidyārthi „Student“, vidyārthinÄ« „Studentin“. In solchen FĂ€llen wird fĂŒr den Plural generisches Maskulinum verwendet: „àČžàČŸàČ•àłàČ·àȰàČ€àł† àČźàČčàČ€àłàČ” àČžàȰàČżàČŠ àČŠàČ”àČšàł àČ”àČżàČŠàłàČŻàČŸàČ°àłàČ„àČżàȗàČłàłâ€œ SākáčŁarate mahatva sarida Davan[agere] vidyārthigaáž·u „Studenten aus Davanagere, die die Wichtigkeit der Alphabetisierung betont haben“ (Zeitung Prajavani von gestern, ) Auf dem Zeitungsfoto sind nur Studentinnen zu sehen. In der Standard-Umgangssprache kann statt der femininen Verbendung die maskuline verwendet werden: akka bartāne „die Schwester kommt“, statt bartāិe. In geschriebenen Texten markiert dies Umgangssprache.
Vielleicht hilft Dir das was, vor allem das PDF. Aber rechtfertigt das jetzt eine Unterkategorie in Genussysteme? Curryfranke (Diskussion) 15:41, 27. MĂ€r. 2019 (CET)Beantworten
Ich denke, ein neuer Punkt "Unterscheidung Maskulinum-Nichtmaskulinum" wÀre sicher angebracht. Auch wenn das wohl nur einige kleinere dravidische Sprachen betrifft (oder gibt es noch Sprachen aus anderen Sprachfamilien, die ein solches Genussystem aufweisen?), ist es typologisch interessant. Telugu ist ein Sonderfall, da es sich um ein gemischtes System aus Maskulinum-Nichtmaskulinum und Utrum-Neutrum handelt, aber das könnte man ebenfalls unter demselben Punkt abhandeln.
Übrigens noch am Rande: Adjektive sind zumindest im Tamil (ich vermute, das gleiche gilt fĂŒr alle dravidischen Sprachen) unverĂ€nderlich, wenn sie attributiv verwendet werden („großer Mann, große Frau, großes Haus“), aber wenn sie prĂ€dikativ verwendet werden („der Mann ist groß, die Frau ist groß, das Haus ist groß“), wird das Genus markiert. Also genau andersherum als im Deutschen. --Jbuchholz (Diskussion) 16:24, 27. MĂ€r. 2019 (CET)Beantworten
OK, wird gemacht, wahrscheinlich morgen. Das mit den Adjektiven ist in Kannada und Telugu genauso. Danke fĂŒrs Erinnern!!! Curryfranke (Diskussion) 17:45, 27. MĂ€r. 2019 (CET)Beantworten

Speziell ĂŒber Tamil (offenbar anders als die vorgenannten dravidischen Sprachen) wollte ich etwas hier ergĂ€nzen. Ich habe mir damals ein paar Grammatiken besorgt, zusammengeschrieben, was da ĂŒber Sexus und Genus drinstand, und das dann in Diskussion:Tamil #Sexus und Genus in Tamil zur Diskussion gestellt, wo man es noch nachlesen kann. Jbuchholz hat sehr detailliert geantwortet. Meiner Meinung nach ist das kein Genus des Wortes, sondern ein Sexusmerkmal bei der Wortverwendung; insbesondere können die Verbformen in dieser Hinsicht von den Substantivformen abweichen. Das Hauptmotiv, mich damit zu beschĂ€ftigen, sind die explizit generischen Formen (wie sie im neumodischen deutschen -*innen eine etwas fragwĂŒrdige Nachahmung gefunden haben). Deswegen habe ich den unstrittigen Teil ĂŒber Movierung als Movierung #Tamil eingestellt, wollte aber ĂŒber den Einbau hier noch nachdenken, und das kann bei mir manchmal dauern. --Lantani (Diskussion) 17:04, 25. Jun. 2020 (CEST)Beantworten

Deine Idee klingt gut. Ich habe noch einmal die Telugugrammatiken gewÀlzt und denke, dass auch Telugu eher eine Sexuskategorie als ein Genus hat. Aber ich bin mir nicht ganz sicher.
Nomina agentis werden vom Verbalsubstantiv = Verbstamm gebildet und funktionieren wie im Deutschen mit den Nachsilben –kāឍu (nach Vokal -gāឍu = -er, -katte / -gatte = -erin. Z. B. vēáč­agāឍu = JĂ€ger, vēáč­agatte = JĂ€gerin, von vēáč­a = Jagd. Adjektive aus dem Sanskrit können mĂ€nnliche und weibliche Substantive bilden: dĆ«ryārthu-ឍu = Bösewicht, dĆ«ryarthu-r-ālu = böse Frau. Nur Menschen und Götter können „maskulin“ oder „feminin“ sein. Tiere sind immer Neutra, auch wenn ihr Geschlecht eindeutig ist (z. B. gēde = BĂŒffelkuh, eddu = Stier). (A.H. Arden: A Progressive Grammar of the Telugu language, Madras: The Christian Litarature Society, rep. 1969, S. 61 f.) „Here, the derived female forms do not represent the feminine gender.“ (Krishnamurti, a.a.O, S. 214.) Im Telugu gibt es keine epizöne Endung fĂŒr beide Geschlechter. Soweit ich sehe, wird im Plural generisches Maskulinum verwendet; jedenfallls finden sich in der Kategorie racayitalu (Schriftsteller) der Telugu-Wikipedia auch Schriftstellerinnen (racayitrilu).(Siehe te:ఔర్గం:à°°à°šà°Żà°żà°€à°Čు.) Krishnamurti hĂ€lt die Feminin-Singular-Endung -aáž· des Tamil, Kannada und Malayalam fĂŒr eine Innovation dieses Zweiges der Dravidasprachen (SĂŒd I), zu dem Telugu nicht gehört. (Krishnamurti, a.a.O., S. 269.)
Die einheimischen Telugugrammatiker haben das „Maskulinum“ mahat (grĂ¶ĂŸer, engl. major) und das Nichtmaskulin amahat („ungrĂ¶ĂŸer“, engl. minor) genannt. „Feminina“ gelten als amahat im Singular und als mahat im Pural. (Charles Philip Brown, A Grammar of the Telugu Language, New Delhi: Asian Educational Services, 2. Aufl. 1981, S. 39.)
Das wird wie gesagt auch im Verb reflektiert: taáč‡ážri wacc-ĂŠdi „der Vater kam“, aber amma wacc-indi „die Mutter kam“, genau wie uttaram wacc-indi „der Brief kam“. Im Plural: taáč‡ážrulu wacc-ĂŠru „die VĂ€ter kamen“, so auch ammalu wacc-ĂŠru „die MĂŒtter kamen“, aber uttaralu wacc-ĂŠyi „die Briefe kamen“. Hilft das was? --Curryfranke (Diskussion) 16:41, 26. Jun. 2020 (CEST)Beantworten

Zusammenhange Sexus – Genus allgemeiner

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Keine Bedenken gegen die letzte Änderung. Man kann den Fall Tamil, der offenbar anders ist, auch noch beschreiben. Mein eigentliches Anliegen ist das folgende:

Die Diskussion, wie Genus und Sexus zusammenhĂ€ngen, ist fĂŒr meinen Geschmack zu weit verstreut, nĂ€mlich:

  1. im Abschnitt Genus#Maskulinum, Femininum, Neutrum, Utrum fĂŒr Substantive in ein paar Sprachen, insbesondere Deutsch.
  2. im Abschnitt Genus#Genus von Pronomen fĂŒr deutsche Pronomen als Beispiel fĂŒr sexusabhĂ€ngige Wortarten, die nicht immer mit dem Genus des Substantivs kongruieren
  3. im Abschnitt Genus#Genussysteme weitere Beispiele unterschiedlichen Zusammenhangs zwischen Sexus und Genus in anderen Sprachen
  4. im restlichen Artikel verstreut
  5. im Artikel Sexus (Sprache): der wĂ€re ein guter Platz fĂŒr die Darstellung möglicher ZusammenhĂ€nge, ist aber verdorben durch die hĂ€ufig vorkommende prĂ€skriptivistische Haltung "es interessiert uns nicht, wie die Sprachen funktionieren, sondern nur, wie sie korrekterweise hĂ€tten funktionieren mĂŒssen" (vgl. auch die Redundanzdiskission zu geschlechtergerechter Sprache.

Das gehört meiner Meinung nach anders geordnet: (1) so lassen; (2) in den Abschnitt zu Deutsch verschieben, sobald irgendwo etwas SprachĂŒbergreifendes steht; (3) so lassen; (5) nicht beachten (das wenige Interessante steht in Genus auch) oder mit einer sprachĂŒbergreifenden Darstellung aufmotzen, die dann in Genus nicht noch einmal stehen muss. Da komme ich aber jetzt nicht dazu. --Lantani (Diskussion) 15:27, 3. Sep. 2020 (CEST) – seit 18. Aug. 2018 nur Archivlink berichtigtBeantworten

Wozu dient denn der Abschnitt

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Genus#Andere_Kategorien_des_Substantivs ? Das ist kompliziert und gehört nicht zum Thema. Ich kann nachvollziehen, dass man etwas dazu sagt, wann Genus mit anderen Merkmalen kumuliert ist, aber diese extra Darstellung anderer Kategorien wĂŒrde ich stark kĂŒrzen. --Alazon (Diskussion) 10:35, 24. Jun. 2020 (CEST)Beantworten

Kurdisch

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Zur Unterscheidung der kurdischen Dialekte/Sprachen schreibt die Iranica online: The dialectal differentiation of Kurdish is so strong that communication between two monolingual speakers of any two dialects of N- and S-Kurdish respectively would be, to say the least, difficult. Since there is no unifying band of a Kurdish “standard language” common to the various countries where Kurds live, the past decades have seen the evolution of regional written standards in some of these countries, in part using different scripts. This could be seen as a possible starting point for the evolution of several, if closely related, Kurdish languages (based on the respective dialects of Kurmanji and Sorani) in the future. ...To attain a fuller understanding of the difficulties and questions that are raised by the issue of the “Kurdish language,” it is therefore necessary to consider also non-linguistic factors. ... To make this clear, it would be better to speak of their native languages as “Kurdish languages,” even if this is at odds with the concept of unity of language and ethnicity to which most modern societies in principle adhere. Obwohl der Artikel „Kurdish language“ heisst, geht er davon aus, dass hier ausserliguistische Überlegungen eine sehr grosse Rolle spielen. Da finde ich es angemessen, die Bezeichnungen „Sorani“, „Kurmanji“ und „SĂŒdkurdisch“ zu verwenden, man legt sich damit nicht darauf fest, ob das Sprachen oder Dialekte sind.. Die Iranica macht das auch. -Big Virgil (Diskussion) 20:35, 28. Jun. 2020 (CEST)Beantworten

Ist recht. Ich habe damals Kurdisch geschrieben, damit die/der durchschnittliche LeserIn weiß, was mit Sorani und Kurmancü (bitte richtig mit C!) gemeint ist. Wenn Du einverstanden bist, schreibe ich also „Kurmancü (Nordkurdisch)“ usw. Passt das? --Curryfranke (Diskussion) 15:38, 29. Jun. 2020 (CEST)Beantworten
Warum kann man es nicht einfach so stehen lassen? Da steht „die nördlichen Kurmandschi-Dialekte“, Kurmanci ist verlinkt, da steht ganz oben „Kurmanci oder Nordkurdisch“, und bei Sorani steht „irakisches Kurdisch“. Da mĂŒsste doch klar sein, was gemeint ist? -Big Virgil (Diskussion) 18:48, 29. Jun. 2020 (CEST)Beantworten
p.s. Unser Artikel hat leider die veraltete Umschrift als Lemma, eine Weiterleitung gibt es nicht. Vielleicht auf die richtigere Schreibweise verschieben? Gruss -Big Virgil (Diskussion) 18:55, 29. Jun. 2020 (CEST)Beantworten

@Georg HĂŒgler: Der Vorschlag, KurmancĂź zu schreiben, war von mir. Das ist die offizielle lateinische Schreibweise, die ans TĂŒrkische angelehnt ist, siehe Kurmandschi#Alphabet. Sollte man einen Begriff in einer latein verschriftlichten Sprache nicht normalerweise so schreiben, wie die Sprache es tut? Oder ist „Kurmandschi“ in dieser Form schon eingebĂŒrgert? Im Duden steht es nicht.--Curryfranke (Diskussion) 21:16, 29. Jun. 2020 (CEST)Beantworten

Dann mĂŒsste man wohl die arabischgeschriebene Namensschreibweise durch eine tĂŒrkische ersetzen. Das "c" (auch wenn der Unterschied zu "ç" ja nachlesbar ist) fĂŒr ïș verwirrt ansonsten doch. Ob "Kurmandschi" im Duden steht oder nicht, dĂŒrfte nicht (alles) entscheidend sein. Wie wĂ€re es mit Nebeneinanderschreibung der kurdisch-lateinischen Schreibweise und DMG-Umschrift. Wie schreiben es denn die (QualitĂ€ts-)Medien und FachbĂŒcher? --Georg HĂŒgler (Diskussion) 21:22, 29. Jun. 2020 (CEST)Beantworten
Auf Englisch schreibt man offensichtlich durchweg Kurmanji mit J. Ludwig Paul schreibt in der Iranica wie oben erwĂ€hnt Kurmanji, die Britannica schreibt KurmānjÄ«. Die Berliner Kurdologin Khanna Omarkhali (-Uosyan) schreibt auf englisch Kurmanji und auf Deutsch im Handbuch der Iranistik Kurmanci (Download PDF). Man mĂŒsste noch weiter suchen, aber ich mach jetzt Schluss. --Curryfranke (Diskussion) 22:08, 29. Jun. 2020 (CEST)Beantworten
Was wohl die professionellen Übersetzer meinen? --Georg HĂŒgler (Diskussion) 22:21, 29. Jun. 2020 (CEST)Beantworten

Maskulinum, Femininum, Neutrum

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Alle diese Weiterleitungen fĂŒhren zu dem umseitigen Abschnitt "Maskulinum, Femininum, Neutrum, Utrum" â€“ dort geht es im zweiten Absatz gleich los mit „Ein Wort heißt generisch
“. Das dĂŒrfte aber vermutlich diejenigen nicht interessieren, die zunĂ€chst AufklĂ€rung darĂŒber suchen, was z.B. das missverstĂ€ndliche Wort "Maskulinum" oder "maskulin" bedeuten könnte, oder die auf die weitverbreitete AbkĂŒrzung "(m.)" gestoßen sind.

Ich wĂŒrde gerade an dieser Stelle eine kurze Darstellung der Genera im Deutschen mit kleinen Beispielen erwarten, dann die ErlĂ€uterung der Bezeichnungen "mĂ€nnlich, maskulin" (inkl. Abgrenzung zu MĂ€nnlichkeit und Maskulinismus). Auch wurde gerade im Artikel "MĂ€nnliches Geschlecht" ergĂ€nzt: „maskuline Geschlecht (lateinisch genus masculinum)“. Zur Zeit beschĂ€ftige ich mich viel mit Personenbezeichnungen, die ja fast immer Genus-Sexus-kongruent sind, und da nutze ich beim ersten Vorkommen gerne die doppelte Nennung:

  • „
die mĂ€nnliche (maskuline) Form
, 
die weibliche (feminine) Bezeichnung
“ u.Ă€.

Da wĂ€re es schön, wenn schon in der Vorschau eine kurze ErklĂ€rung zu den grammatischen Genera kĂ€me
 Gruß --Chiananda (Diskussion) 15:19, 29. Aug. 2020 (CEST)Beantworten

Ah, jetzt habe ich die gewĂŒnschte Übersicht gefunden:
Ich denke, die obigen Weiterleitungen sollten dorthin linken. Das tun auch die BKS Maskulin, feminin (neu), MĂ€nnlich und weiblich (neu).
Den Sinn des ganzen Abschnitts "Maskulinum, Femininum, Neutrum, Utrum" verstehe ich eh nicht
 Gruß --Chiananda (Diskussion) 18:30, 29. Aug. 2020 (CEST)Beantworten
Zuerst die letzte Bemerkung: der ganze Artikel, und so auch dieser Abschnitt, handelt nicht nur von der deutschen Sprache. Die wird zwar als erstes Beispiel verwendet, weil die Leser Deutsch können, aber es gibt auch andere Sprachen, die ein wenig oder ganz anders funktionieren. Und Maskulina und Feminina, zum Teil auch Neutra gibts auch dort; deswegen finde ich die Links direkt in die Darstellung des Deutschen nicht so prickelnd.
Jetzt noch das, was ich geschrieben habe, bevor der Bearbeitungskonflikt zuschlug:
Der inkriminierte Abschnitt ist ja gerade der Versuch darzustellen, wo biologisches Geschlecht und grammatisches Genus parallel laufen und wo sie nichts miteinander zu tun haben, nÀmlich:
  • Bei geschlechtsspezifischen Wörtern fĂŒr Menschen und Tiere sind sie meistens parallel (maskulines Genus fĂŒr mĂ€nnliches Geschlecht usw.) als Regelfall mit einigen Ausnahmen.
  • Bei generischen Wörtern kann man genau gar nichts sagen: Jedes Genus ist möglich und, solange man generische Maskulina nicht mitrechnet, im Deutschen auch ungefĂ€hr gleich selten.
Und nur so sind biologisches Geschlecht und grammatisches Genus im Deutschen und in anderen Sprachen verknĂŒpft, in denen das grammatische Genus dem Wort und nicht der jeweiligen Wortverwendung zugeordnet ist. Wenn das aber so ist, lĂ€sst es sich nicht beschreiben, ohne dass zuvor „(geschlechts)spezifisch“ und „generisch“ als Begriffe eingefĂŒhrt worden sind.
Es wĂŒrde vieles erleichtern, wenn am Anfang des ganzen Artikels festgelegt wĂŒrde, dass die Begriffe „mĂ€nnlich“, „weiblich“ und „Geschlecht“ ausschließlich als biologische Begriffe verwendet werden und „maskulin“, „feminin“ und „Genus“ ausschließlich als grammatische; das wĂŒrde die Verwechslung der Begriffe, die oft, aber eben nicht immer parallel laufen, vermeiden helfen. WĂŒrde man einen Zeitschriftenartikel schreiben, sollte man auf jeden Fall eingangs diese Nomenklatur festlegen. Hier aber kann man aus gutem Grund keine Nomenklatur festlegen: erstens wegen Begriffsetablierung, und zweitens weil man ja den WP-Artikel nicht von vorne liest wie einen Zeitschriftenartikel.
Was tun? Die Begriffe „mĂ€nnlich“ und „maskulin“ als voll austauschbare Synonyme miteinander zu vermengen ist der falsche Weg, weil man sonst noch öfter explizit sagen muss, ob man gerade ĂŒber Biologie oder Grammatik redet. Ich denke, dieser Abschnitt ist in der Hinsicht recht sauber ohne implizite Annahmen, wenn der Leser weiß, was der Inhalt des ganzen Artikels ist (siehe die zwei Abschnitte ganz am Anfang). Bei den Lesern, die ĂŒber Links wie Femininum direkt hier landen, kann man das nicht voraussetzen. Die mĂŒsste man abholen. Das kann man machen, indem man diese Weiterleitungen nicht auf diesen Abschnitt, sondern auf den Artikelanfang setzt (spontan ohne Nachdenken meine PrĂ€ferenz) oder indem man am Abschnittsanfang klarstellt, dass grammatisches Genus nicht das biologische Geschlecht markiert, dass es aber sehr wohl eine Korrelation gibt.
Außerdem sollte man fĂŒr die spezielle Situation im Deutschen den Link nach Genus #Das Genussystem der deutschen Sprache setzen. Der Abschnitt hier holt zwar den deutschen Leser bei seiner Spracherfahrung ab, aber er beschrĂ€nkt sich ja nicht aufs Deutsche.
Ich mache da gern etwas dran, aber nicht in der ersten Stunde, nachdem ich eingesehen habe, dass da Verbesserungsbedarf besteht. SchnellschĂŒsse tun da erfahrungsgemĂ€ĂŸ selten gut. --Lantani (Diskussion) 19:51, 29. Aug. 2020 (CEST)Beantworten
Ok, verstehe; ich werde das als Konsequenz beherzigen bei Links aufs Deutsche (im Unterschied zu den Grundlagen der 4 Genera).
Es wĂ€re natĂŒrlich schön, wenn beide Abschnitte mit paar einleitenden bzw. zusammenfassenden SĂ€tzen eine Ausgangssituation fĂŒr Quereinsteiger bieten könnten, die vermutlich weder das Wort "Genera" noch die Bedeutung von GenerizitĂ€t (Linguistik) kennen. Zumindest eine ErklĂ€rung zur grammatischen Unterteilung in "Gattungen" oder "Kategorien" sollte vorangestellt werden.
Was allerdings grundsÀtzlich fehlt, ist das Aufgreifen des Problems des "biologischen Geschlechts" bei Diversgeschlechtlichen und Trans*Personen:
  1. Trans*Personen werden nicht nach ihrem "natĂŒrlichen", biologischen (Geburts-)Geschlecht, sondern nach ihrer (Transgender-)GeschlechtsidentitĂ€t referiert, also nach ihrem Gender. Hier bricht das traditionelle ErklĂ€rungsmodel der semantischen Kongruenz auseinander, weil nicht auf ein natĂŒrliches Geschlecht bezogen.
  2. Intergeschlechtliche Personen haben kein natĂŒrliches mĂ€nnliches oder weibliches Geschlecht, und bei einigen MĂ€nnern und Frauen (v.a. Sportler:innen) stellt sich Intergeschlechtlichkeit erst im Erwachsenenalter heraus. Inter*Personen wollen zumeist als Mann oder Frau leben, aber wo bleibt die semantische Kongruenz fĂŒr nichtbinĂ€re GeschlechtsidentitĂ€ten?
  3. Als nichtbinÀr können sich auch Personen definieren, die nicht intergeschlechtlich geboren wurden. Einige NichtbinÀre wollen dennoch als Mann oder als Frau referiert werden, aber die meisten von ihnen wollen das nicht; einige wollen als genderneutral oder -fluid referiert werden (neutrales Pronomen they), andere als ganz ungeschlechtlich (ohne Pronomen und geschlechtsbezogene Bezeichnungen). Eine VersÀchlichung/Versachlichung lehnen alle selbstverstÀndlich ab.
Nach den Verfassungsurteilen zur dritten Option "divers" 2018 in D und 2019 in A ist bisher weder dem Rat fĂŒr deutsche Rechtschreibung (RdR) noch der Dudenredation oder der Gesellschaft fĂŒr deutsche Sprache (GfdS) viel zu diesen Sachverhalten eingefallen (nur bisschen Neutralisierung). Erstere beobachtet vor allem das Gendersternchen, Letztere lehnt es aktuell zusammen mit allen Genderzeichen endgĂŒltig ab (Details bzgl. Genderstern: Rechtschreibung, Kritik). Aber dass Diversgeschlechtliche auch einen rechtsverbindlichen Anspruch auf korrektes Gendern haben (im Unterschied zum misgendering), betonen alle drei Institutionen.
Vielleicht kann diese Problematik des "biologischen Geschlechts" im Hinterkopf behalten werden bei zukĂŒnftigen Überarbeitungen auch dieses Artikels
 Gruß --Chiananda (Diskussion) 23:26, 29. Aug. 2020 (CEST)Beantworten
Moin, ich geselle mich hier mal dazu, auch wenn die Diskussion ein bisschen alt ist. Ich bin in dem Abschnitt gelandet, weil ich wissen wollte, was ein Utrum ist. Die ErklĂ€rung ist fĂŒr mich unverstĂ€ndlich, weil es kein Beispiel gibt. Mit "Kind" ist ein Beispiel fĂŒr ein Neutrum vorhanden, fĂŒr dessen Gegenteil, das Utrum, gibt es kein Beispiel. Das frustriert mich. Viele GrĂŒĂŸe --TRG. 18:51, 10. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Ein Utrum ist ein Nicht-Neutrum. Das gibt es im Deutschen nicht. Es ist oft dadurch entstanden, dass Maskulinum und Femininum zusammengefallen sind. Das ist so im NiederlĂ€ndischen, DĂ€nischen, Schwedischen, Norwegischen (BokmĂ„l) und im Westfriesischen, außer bei den Pronomina. (In den Standardsprachen. Es gibt dĂ€nische und schwedische Dialekte, die drei Genera haben). Eine Übersicht dazu findet man hier im Artikel.
Im Hethitischen dagegen hat es die Unterscheidung in maskulin und feminin nie gegeben, und es gibt nur Utrum und Neutrum. Das war wahrscheinlich im frĂŒhen Indogermanischen auch so. Ein belebtes und ein unbelebtes Genus haben auch die Algonkin-Sprachen Kanadas und der nördlichen USA (Cree, Ojibwe, Cheyenne, Mi'kmaq, ...). Dort ist aber die Bezeichnung Utrum statt belebt nicht gebrĂ€uchlich. Denn die Indianer halten es fĂŒr wichtig, dass BĂ€ume, Sterne usw. tatsĂ€chlich belebt sind und nicht nur zufĂ€llig in diese Kategorie fallen... Curryfranke (Diskussion) 11:29, 11. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
BezĂŒglich BokmĂ„l ist diese Angabe aber etwas schwierig. Das Utrum gehört zu den vielen Danismen dieser Schriftsprache, ist aber nach den heutigen Rechtschreibregeln optional. Ich hatte vor einigen Monaten eine kurze Online-Diskussion mit jemandem, der angab, Norweger zu sein und BokmĂ„l zu schreiben, aber selbstverstĂ€ndlich davon ausging und darauf bestand, dass das Norwegische drei Genera hat.
Nebenbei bemerkt ist dieser Zusammenfall oftmals ein Aufgehen des Femininums im Maskulinum. --2A0A:A541:1A14:0:9CBA:16AB:6DA8:A445 07:27, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten
Welche norwegischen Sprachen das sind, soll hier nicht diskutiert werden. Insofern war der Artikel korrekt. Das vielleicht wertende Wort „Dialekt“ habe ich durch „VarietĂ€t“ ersetzt. --Lantani (Diskussion) 12:05, 12. Jun. 2024 (CEST)Beantworten

Vorkommen von "MĂ€dchen" falsch dargestellt

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Umseitig sind alle Angaben zu Merkmalen von "MĂ€dchen" falsch dargestellt, weil nicht (mehr) rein Genus-bezogen, sondern mittlerweile (auch) Sexus-bezogen â€“ allerdings auch in der gehobenen Literatur seit Jahrhunderten. Ich habe dazu erste Quellen angegeben bei "Generisch (Linguistik) #Generisches Neutrum" (das MĂ€dchen hatte gewonnen, worĂŒber sie sich freute).

Unter den Quellen ist war auch der Duden-Eintrag zu https://www.duden.de/rechtschreibung/Maedchen: Der ist im Duden gelöscht! Auch im alphabetisch ersten Eintrag MĂ€dchenarbeit steht unten bei den alphabetischen EintrĂ€gen kein "MĂ€dchen" !? Ich erinnere mich an einen Beispielssatz (abgerufen am 12. Juni 2020), der sowas sagte wie: "Das MĂ€dchen erhielt den Preis, ĂŒber den sie sich freute" o.Ă€. Auch die Suche in Duden online bringt kein gezieltes Ergebnis. Im Webarchiv finde ich die Seite vom 27. MĂ€rz 2019, auf der weder mein Beispiel noch eine Anmerkung zur Sexus-Bezogenheit steht


Der neue Rechtschreibduden (August 2020) verzeichnet auf S. 738 nur den winzigen Eintrag: „MĂ€dchen; MĂ€dchen fĂŒr alles“. Mehr nicht. Was ist da los?

Im Duden Handbuch geschlechtergerechte Sprache (April 2020) finde ich auf S. 150: „[
] bei semantischer (inhaltlicher) Kongruenz (das MĂ€dchen ist eine fröhliche Jugendliche). [
] Wiederaufnahme durch Appositionen (Unser Kunde, die Firma x), Pronomen (Das MĂ€dchen 
 Es/Sie 
) [
].“ Auf S. 153 gibt es sogar einen eigenen Abschnitt unter der ZwischenĂŒberschrift „Dieses MĂ€dchen ist eine gute Rechnerin / ein guter Rechner“.

Die Verkleinerungsform "MĂ€dchen" ist ein besonders problematischer Einzelfall, weil es eine ganz individuelle Geschichte und Entwicklung hat, an der auch VersĂ€chlichung/Versachlichung/Neutralisierung des Geschlechts beteiligt ist. KĂŒrzlich fand ich AusfĂŒhrungen dazu bei Maria Pober: Gendersymmetrie: Überlegungen zur geschlechtersymmetrischen Struktur eines Genderwörterbuches im Deutschen. Königshausen & Neumann, WĂŒrzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3445-9 (Fundstellen im Buch, siehe dort auch S. 190-199).

Ich möchte eine entsprechend andere Darstellung von "MĂ€dchen" anregen, und vielleicht brĂ€uchte nicht dauernd auf diesem Einzelfall herumgeritten werden, sondern (auch) ein anderes Beispiel fĂŒr die grammatischen Sachverhalte herangezogen werden
 Gruß --Chiananda (Diskussion) 16:17, 29. Aug. 2020 (CEST)Beantworten

Der Wechsel des Pronomens fĂŒr „MĂ€dchen“ vom grammatischen zum natĂŒrlichen Geschlecht kommt im Artikel im Abschnitt Genus #Genus von Pronomen im unteren Drittel vor. Sie folgt den ErlĂ€uterungen der Duden-Grammatik (2. Aufl. 1966), nach welcher der Wechsel möglich und ĂŒblich ist, aber nicht plötzlich im selben Satz („das MĂ€dchen, die 
“), wie es in Ă€lterer Literatur – der Duden zitiert Raabe, Fontane, Goethe, Grimm – öfters vorkommt. Neuere Zitate (Th. Mann und Quick), die dort stehen, haben auch diesen Wechsel, aber nicht zwischen dem Relativpronomen und dessen Referenten. Diese stimmen also mit der Darstellung im WP-Artikel ĂŒberein.
Ich gebe zu, ĂŒberrascht zu sein. Ich hĂ€tte erwartet, dass der Wechsel des Pronomens ein neue Erscheinung ist, die sich gegen die alte, streng grammatische Kongruenz durchsetzen muss. Es ist aber eher umgekehrt: die semantische Kongruenz um jeden Preis ist auf dem RĂŒckzug. Es kann natĂŒrlich sein, dass der Duden die Richtung wieder umgekehrt hat und diese Form wieder favorisiert, weil er sie fĂŒr gendergerechter hĂ€lt. FĂŒr mich klingt sie bloß holprig, selbst wenn ein Fontane sie benutzt hat.
Ich nehme an, dass der Wegfall des Lemmas „MĂ€dchen“ ein schlichter Fehler ist. Komisch, dass das keiner merkt. --Lantani (Diskussion) 16:42, 30. Aug. 2020 (CEST)Beantworten
Ein solcher Wechsel innerhalb desselben Bezugs war/ist sprachlich immer falsch. Wenn der direkte grammatische Bezug nicht besteht und der Zusammenhang etwa durch den Sinn gegeben ist, kann korrekterweise natĂŒrlich gewechselt werden. Ob das dann allerdings guter Sprachstil ist, hĂ€ngt dann ganz sicher stets vom konkreten Zusammenhang ab. Man muß hierfĂŒr ĂŒbrigens nicht immer das MĂ€dchen zitieren, beim BĂŒbchen geht das meist* ganz genausogut. Gruß! GS63 (Diskussion) 22:26, 30. Aug. 2020 (CEST)Beantworten
Ich habe jetzt das oben genannte Dudenzitat als Einzelnachweis angefĂŒhrt, und zwar an den zwei Stellen, wo das Beispiel vorkommt: einmal im Detail und davor als Beispiel konfligierender Grammatikregeln, wobei in solchen ZusammenhĂ€ngen immer die formale ĂŒber die inhaltliche gewinnt (neutrales Genus von Diminutiva (BĂŒbchen, MĂ€dchen), Genus von ĂŒbertragenen Wörtern (Mannsbild, Frauenzimmer). Die eingefĂŒgte ZwischenĂŒberschrift sollte als Anker dienen; den habe ich dann doch nicht benutzt. Ich finde ĂŒbrigens MĂ€dchen ein besseres Beispiel als BĂŒbchen, weil letzteres nur fĂŒr Kleinkinder verwendet wird, wodurch die fortgesetzte Verwendung des Neutrums viel weniger stört als bei MĂ€dchen. --Lantani (Diskussion) 15:48, 3. Sep. 2020 (CEST)Beantworten
Hier sind die drei relevanten Fundstellen (von insg. 5) zu MĂ€dchen aus dem aktuellen Grammatikduden (9. Auflage, 2016):
  1. Kapitel Kongruenz (S. 952–1029, hier S. 953, komplette Rn. 1516):
    „Neben der grammatischen Kongruenz gibt es auch semantische Kongruenz. Man spricht hier auch von ‚Konstruktion nach dem Sinn‘ (Ă€ltere FachausdrĂŒcke derselben Bedeutung: ‚constructio ad sensum‘; ‚Konstruktion kata synesin‘). Sie fĂ€llt vor allem dort auf, wo grammatische und semantische Merkmale nicht in der ĂŒblichen Weise aufeinander bezogen sind. Siehe hierzu auch (Rn.) 1577, 1582 und 1591.
    00 [Dieses MĂ€dchen] wird einmal eine [gute Tennisspielerin] sein.
    Die Personenbezeichnung ist grammatisch ein Neutrum, semantisch aber eine Bezeichnung fĂŒr eine weibliche Person. FĂŒr den prĂ€dikativen Nominativ ist hier offensichtlich das semantische Merkmal weiblich und nicht das grammatische Merkmal Neutrum maßgeblich.“
  2. Kapitel 4.2 Die Kongruenz im Genus, Unterkapitel 4.2.1 Zur Kongruenz im Genus bei PrĂ€dikativen und lockeren Appositionen (S. 1006–1008, hier S. 1006, aus Rn. 1582):
    „Bei Bezug auf eine weibliche Person werden die grammatisch femininen Bezeichnungen gewĂ€hlt ([Rn.] 236–237). Dies gilt heute auch bei Bezug auf Substantive mit Genus Neutrum, z. B. MĂ€dchen (b):
    00 (a) [Anna] ist [Fachfrau] auf diesem Gebiet. [
]
    00 (b) [Das MĂ€dchen] ist [eine gute Rechnerin]. (Ebenso, wenn bekannt ist, dass eine weibliche Person gemeint ist:) [Das MĂŒndel] ist [Erbin eines Vermögens]. (Außerdem bei der veralteten Personenbezeichnung FrĂ€ulein:) [Das FrĂ€ulein] ist [eine gute FĂŒrsprecherin].“
  3. Unterkapitel 4.2.2 Andere FĂ€lle von Kongruenz im Genus (S. 1008–1011, hier S. 1009, aus Rn. 1585):
    „Bei Personenbezeichnungen mit Genus Neutrum kann man sich allerdings auch an das natĂŒrliche Geschlecht halten. Es liegt dann keine Ellipse vor, sondern eine Substantivierung, fĂŒr die Großschreibung gilt (b). Bei Sammelbezeichnungen ist das die einzige Möglichkeit (c):
    00 (b) Gisela ist das klĂŒgere / die KlĂŒgere dieser zwei MĂ€dchen. Gert war der HĂŒbscheste der Bandmitglieder. Gisela war die HĂŒbscheste der Bandmitglieder.
    00 (c) Gert ist der HĂŒbscheste / Gisela ist die HĂŒbscheste der Band.“
Gruß --Chiananda (Diskussion) 18:01, 3. Sep. 2020 (CEST)Beantworten
Ich finde, diese Beispiele sind alle unstrittig, ĂŒbrigens auch zwischen AnhĂ€ngern und Gegnern des generischen Maskulinums (andere Baustelle). SelbstverstĂ€ndlich kann bei einer Gleichsetzung das Genus der Wörter wechseln: Herr MĂŒller kann eine KoryphĂ€e sein und Frau Maier der ruhende Pol der Gruppe. Ebenso selbstverstĂ€ndlich (da mags seltene Ausnahmen geben) nimmt man die weibliche Form her, wenn man schon weiß, dass es sich um eine Frau handelt. Schon immer. Auch die Beispiele 4.2.2. dĂŒrften unstrittig sein. Alle diese sind andere FĂ€lle als die bis jetzt hier verhandelten, bei denen das grammatisch nicht zum Referenten kongruente Pronomen verwendet wird.
Die ErlĂ€uterungen verstehe ich zum Teil nicht, z.B. „FĂŒr den prĂ€dikativen Nominativ ist hier offensichtlich das semantische Merkmal weiblich und nicht das grammatische Merkmal Neutrum maßgeblich.“ WofĂŒr maßgeblich? Der prĂ€dikative Nominativ kann doch eh jedes Genus haben und eine grammatische Kongruenz gibts da gar nicht. Oder „Bei Bezug auf eine weibliche Person werden die grammatisch femininen Bezeichnungen gewĂ€hlt“ – nein, die semantisch weiblichen unabhĂ€ngig von deren Genus, das zwar bei movierbaren Wörtern auch grammatisch feminin ist, aber doch nicht wegen des Sexus des Bezugs gewĂ€hlt wird. Ich fĂŒrchte, hier hat die Logik „Genus markiert Sexus“ hereingespukt. --Lantani (Diskussion) 21:55, 3. Sep. 2020 (CEST)Beantworten
„maßgeblich“ ist das fĂŒr die Auswahl des Genus: Das MĂ€dchen wird Tennisspieler oder Tennisspielerin werden? Hier muss sich einfach fĂŒr eine von zwei (paarigen) Bezeichnungen entschieden werden, weil es keine grammatisch entsprechende Neutrumform gibt wie Tennisspielendes; eine grammatische Kongruenz wĂ€re nicht möglich. Bei das MĂ€dchen ist der Sexus automatisch bekannt. Und da es eine sehr gĂ€ngige und hĂ€ufig genutzte sĂ€chliche Personenbezeichnung ist â€“ ihr Alleinstellungsmerkmal â€“, liegt die feminine Form nĂ€her als eine im generischen Sinne verwendete Maskulinform. Das betrifft auch das Beispiel Das MĂ€dchen ist eine Rechnerin statt ein Rechner (wĂ€re außerdem Synonym fĂŒr Computer ;).
Ich vermute mal, dass es einen konkreten historischen Hintergrund zu dieser ganzen MĂ€dchen-Angelegenheit gibt, der damit zusammenhĂ€ngen könnte, dass die Bezeichnung die Junge vermieden oder abgelehnt wurde. Junge ist zunĂ€chst als substantiviertes Adjektiv geschlechtsneutral, nur durch den Artikel sexusspezifisch zu differenzieren. Und der Junge (Knabe, Bub) sollte die alleinige Bedeutung der Bezeichnung sein, so dass die Jungen nur noch Buben sein können, ohne MĂ€del. FĂŒr Tiere blieb noch das Junge. Es wĂ€re jederzeit fĂŒr Lyriker oder Lexikografen ein Leichtes gewesen, auch die Junge als Synonym fĂŒr das sĂ€chliche MĂ€dchen einzufĂŒhren. Dann wĂ€ren allerdings auf einmal alle Vorkommen von die Jungen (Knaben) sexusneutralisiert worden, was unvorstellbar erscheint. Stattdessen wurde nicht nur eine Bezeichnung aus der untersten Hierarchie gewĂ€hlt (Magd), sondern diese wurde noch verkleinert und damit neutralisiert und zu das Junge gesteckt. Eine fast schon demonstrative Distanzierung vom jungen weiblichen Geschlecht. Ich finde, das ist ein krasser Fall von "Missgendern", den wir in unserer Alltagssprache reflektionslos tradieren. FĂŒr Diversgeschlechtliche haben wir keinerlei neutrale Wortformen, aber fĂŒrs weibliche Geschlecht gleich mehrere gĂ€ngige? Auf jeden Fall eine auffĂ€llige Asymmetrie â€“ gibt’s derartiges auch in anderen Sprachen? Gruß --Chiananda (Diskussion) 02:53, 4. Sep. 2020 (CEST)Beantworten
Zuerst möchte ich loswerden, dass ich den Grammatikduden fĂŒr keine wissenschaftliche Literatur halte. Er ist das Produkt eines gewinnorientierten Privatverlags, der sein Korpus geheim hĂ€lt, seine Methodik nicht offenlegt, extrem sparsam mit belegenden Literaturangaben ist, und der ĂŒberhaupt einer Diskussion seiner Befunde im Wissenschaftsbetrieb ausweicht. Da gibt es in der germanistischen Grammatiktradition ganz anderes, angefangen mit der Erben-Grammatik mit ihren zahlreichen Literaturangaben im Fließtext und den nicht nur tausend Fußnoten, bis hin zur IDS-Grammatik (nicht zu verwechseln mit grammis, ebenfalls vom IDS).
Junge (m.) und Junge (n.) sind zwei unterschiedliche Wörter, die spĂ€ter lautlich zusammengefallen sind, zumindest im Standarddeutschen, aber nicht in allen Dialekten und auch nicht im NiederlĂ€ndischen, wo es de jongen vs. het jong heißt. (Außerdem gilt natĂŒrlich die Pluralform die Jungs nicht fĂŒr beide Wörter.)
Ich bestreite, dass Das MĂ€dchen wird Tennisspieler werden dasselbe bedeutet wie Das MĂ€dchen wird Tennisspielerin werden, denn die beiden SĂ€tze haben unterschiedliche Wahrheitsbedingungen: Der letzte Satz ist nur dann wahr, wenn davon ausgegangen wird, dass das MĂ€dchen sein Gender beibehalten wird, der erste Satz ist wahr, wenn es das nicht tut (und im traditionellen Deutschen unabhĂ€ngig davon, ob es das tut). Auch sind Satzpaare wie Sie ist die erfolgreichste Tennisspielerin aller Zeiten und Sie ist der erfolgreichste Tennisspieler aller Zeiten nicht synonym, wenngleich aus einem anderen Grund. Der erste Satz behauptet, dass sie die erfolgreichste aus der Gruppe der weiblichen Tennisprofis ist, und der zweite lĂ€sst sich nur in der traditionellen Gebrauchsweise deuten, nĂ€mlich, dass sie die erfolgreichste aus der Gruppe aller Tennisprofis ist. Lieben Gruߠ—LiliCharlie (Disk.) 04:00, 5. Sep. 2020 (CEST)Beantworten
Der Grammatik-Duden "keine wissenschaftliche Literatur" ?? Guckstu mal, wer die Autoren sind? (Das muss man allerdings innen auf den VorsatzblĂ€ttern gucken). --Alazon (Diskussion) 10:29, 5. Sep. 2020 (CEST)Beantworten
Ich sehe ihn aus oben genannten GrĂŒnden als Blackbox, bei der man nur sieht, was am Ende herauskommt. Wenn aus der Box immer nur bereits Bekanntes herauskommen wĂŒrde, könnte ich sie vielleicht akzeptieren als TertiĂ€rliteratur, als Zusammenfassung von SekundĂ€rliteratur. Es ist ja schön, wenn namhafte Wissenschaftler versuchen, ihr Wissen einer grĂ¶ĂŸeren Leserschaft zugĂ€nglich zu machen, aber es ersetzt nicht die Offenlegung von Korpus und Methodik sowie die offen gefĂŒhrte Debatte. â€“ Ich habe hier ĂŒbrigens noch nie mit dem Grammatik-Duden belegte Aussagen entfernt und habe das auch zukĂŒnftig nicht vor, weil ich weiß, dass ich mit meiner Meinung, dass große Namen (die in anderen ZusammenhĂ€ngen großartige wissenschaftliche Arbeit leisten) und PopularitĂ€t des Werks noch keinen enzyklopĂ€dischen Beleg begrĂŒnden und man besser andere Quellen zu Rate ziehen sollte, fast allein dastehe. Und dass meine Kritik in diesem Fall ein wenig aufgebauscht ist, damit Wikipedianer sie ĂŒberhaupt zur Notiz nehmen, gebe ich unumwunden zu. Lieben Gruߠ—LiliCharlie (Disk.) 14:15, 5. Sep. 2020 (CEST)Beantworten

Nach fast 2 Monaten offline ist die Seite wieder da:

Besonderer Hinweis
Im modernen Sprachgebrauch sollte das Wort MĂ€dchen nur noch in der Bedeutung Kind weiblichen Geschlechts verwendet werden. In den weiteren veraltenden oder veralteten Bedeutungen gilt die Bezeichnung MĂ€dchen zunehmend als diskriminierend.

Scheinbar das Ergebnis intensiver Diskussionen
 ;)  Gruß --Chiananda (Diskussion) 22:02, 26. Okt. 2020 (CET)Beantworten

Und wenigstens mit einem konkreten Hinweis, was die zustĂ€ndige Dudenredaktion fĂŒr sozial achtsamen Gebrauch hĂ€lt, dem man sich anzuschließen hat. Sie hat also ihren jahrelangen rein deskriptiven Pfad verlassen und widmet sich wieder der VerkĂŒndung sprachlicher Vorschriften fĂŒr das einfache Volk. Nicht mehr wie Luther „dem Volk aufs Maul schauen“, sondern dem vorlauten ersteren das letztere verbieten. --Lantani (Diskussion) 00:58, 27. Okt. 2020 (CET)Beantworten

Aha: Die Gesellschaft fĂŒr deutsche Sprache schreibt Mitte 2020 ganz am Ende ihrer Leitlinien zu den Möglichkeiten des Genderings zur 3. Option (divers): „Nicht nur sind neue, kĂŒnstliche Formen bei Personenbezeichnungen zu schaffen (z. B. Arzt, Ärztin, 3. Form), auch sind viele grammatische ErgĂ€nzungen und VerĂ€nderungen vonnöten: Das Neutrum als drittes sogenanntes ‚sĂ€chliches‘ Genus im Deutschen dĂŒrfte in den Augen vieler nicht geeignet sein, Menschen zu bezeichnen.“ (Fettsetzung von mir)
Das hat wohl Reflexionen ĂŒber das MĂ€dchen ausgelöst
 Endlich! Gruß --Chiananda (Diskussion) 00:21, 24. Nov. 2020 (CET)Beantworten

Ich fragte mich allerdings immer schon, weshalb denn immer nur das MĂ€dchen, nie aber das BĂŒbchen, als PrĂŒfstein abseitiger Grammatiken herzuhalten hatte. Sexismus etwa? Gruß! GS63 (Diskussion) 09:00, 24. Nov. 2020 (CET)Beantworten

Die Genus-Kongruenz ist nicht unbedingt neuerer Erscheinung. Was neuerer* Erscheinung ist, ist die Sexus-Kongruenz von PrÀdikate Konstruktionen: Die Versicherung ist eine gute Kundin, anstatt die Versicherung ist ein guter Kunde, die Revolution ist Siegerin, anstatt die Revolution ist Sieger. Deshalb: Das MÀdchen ist eine hervorragende Rednerin. Aber nicht: Das MÀdchen, die sich freute ... Sondern: Das MÀdchen, das sich freut. Die Sexus-Kongruenz ist eine neuere Erscheinung. Iralwynn (Diskussion) 15:46, 25. Okt. 2021 (CEST)Beantworten

Weltbank-Artikel zu "Grammatically Gendered Languages"

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@Lantani: Du hast mit dem Kommentar „kaum Inhalt; kaum Bezug zum Artikelthema‎“ den Weblink entfernt:

Grammatical gender ist dort das Thema, Sprachen mit grammatischem Geschlecht, nicht Gendersprache, und der Inhalt ist schon textlich gehaltvoll:

„38 percent of the world’s population speaks a gendered language. [
] the grammatical gender structure of 4,334 languages, together accounting for 99 percent of the world’s population. [
] Grammatical gender is associated with a nearly 15 percentage point gap in female labor force participation relative to men, even after controlling for various geographic and economic factors that could be driving the difference. In practical terms, gendered languages could account for 125 million women worldwide being out of the labor force.“

Am Ende werden Studien gelistet, in denen sich auch allgemeine Aussagen zu Sprachen mit grammatischem Geschlecht finden â€“ da dĂŒrfte einiges an auswertungswĂŒrdigem Material drinstecken, nicht nur unter BerĂŒcksichtigung der sich ergebenden sozialen Ungleichstellung von Frauen. Stammt ĂŒbrigens aus diesem Artikel, dazu auch die 2019er-Literatur.
Deshalb verstehe ich die Entfernung des "Info-Pakets" nicht
 Gruß --Chiananda (Diskussion) 22:57, 26. Okt. 2020 (CET)Beantworten

In ersten darin zitierten Artikel ist der erste Satz „Languages use different systems for classifying nouns. Gender languages assign many -- sometimes all -- nouns to distinct sex-based categories, masculine and feminine.“ Es geht also nur um Sprachen, deren Genussystem „sex-based“ ist, und ein Unterschied zwischen grammatischem und biologischem Geschlecht wird nicht gemacht. Und der restliche Artikel zeigt die gleiche OberflĂ€chlichkeit und fehlenden Definitionen. Es ist ja auch kein wissenschaftlicher Artikel, der in der WP zitierfĂ€hig wĂ€re, und er enthĂ€lt auch keine irgendwie belastbaren Fakten, die man verifizieren oder falsifizieren könnte. Schön ist ja, dass sie 4334 Sprachen mit ihrer Grammatik genau analysiert haben und damit 99 % der Weltbevölkerung erfasst, von Nomaden ĂŒber agrarische Subsistenzwirtschaft bis zu westlichen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften. Da ist schon das Anlegen eines gemeinsamen Maßstabs, nach dem die Partizipation von Frauen gemessen wird, eine Herausforderung. Kein Wort dazu. Was haben die eigentlich gemacht? Aus welchen Beobachtungen habe sie SchlĂŒsse gezogen? Wie haben sie ihr Modell verifiziert? Man weiß hinterher nicht mehr als vorher. – Der andere Hauptkritikpunkt ist die Irrelevanz fĂŒr den linguistischen Genusbegriff, den der Artikel ĂŒberhaupt nicht beleuchtet, vermutlich nicht einmal kennt. Deswegen der Vorschlag, ihn lieber in Gendergerechte Sprache zu verwenden, wo er in den Artikel-POV besser hineinpasst. --Lantani (Diskussion) 00:33, 27. Okt. 2020 (CET)Beantworten

Genus und Sexus bei Eminenz, Heiligkeit, Memme

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Eminenz, Heiligkeit, Memme – die können fĂŒr mich auch eine Frau bezeichnen. Sie sind aber unter "biologisch mĂ€nnlich" einsortiert.

Die Eminenz mag traditionell einen mĂ€nnlichen Kleriker bezeichnen. Eminenz hat aber auch allgemein die Bedeutung "wichtige Person" – und auch in "graue Eminenz" hat es sich verallgemeinert. Ich vermute sogar, dass der unmarkierte Gebrauch heutzutage viel hĂ€ufiger ist.

Deswegen veschiebe ich die drei Wörter in die Reihe "unbestimmt". --PeterTrompeter (Diskussion) 11:27, 30. Apr. 2021 (CEST)Beantworten

Okay, Heiligkeit bezeichnet nicht Heiliggesprochene. Da unterlag ich einem Irrtum. Ich habe es bei "biologisch mÀnnlich" gelassen. --PeterTrompeter (Diskussion) 11:33, 30. Apr. 2021 (CEST)Beantworten

Habe nochmal nachgedacht
 wenn man nicht alle Wortbedeutungen einbezieht, stimmte die Tabelle. Eminenz also nur in der Kardinalbedeutung und Memme in Bezug nur auf MĂ€nner (laut wiktionary eine von zwei Bedeutungen von Memme. Nach meinem SprachgefĂŒhl passt sie aber auch auf Frauen, weil die Kenntnis der Wortherkunft bei den Sprechern verblasst ist)--PeterTrompeter (Diskussion) 12:04, 30. Apr. 2021 (CEST)Beantworten

Memme Nicht zwangslÀufig ein Mann. --Brahmavihara (Diskussion) 20:17, 30. Apr. 2021 (CEST)Beantworten

Noch nie eine Frau als Memme bezeichnet gehört. Wie soll die Bedeutung verblasst sein? Iralwynn (Diskussion) 19:39, 25. Okt. 2021 (CEST)Beantworten

Gliederung des Artikels

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Der Artikel ist sehr informationsreich, ich finde ihn dabei allerdings etwas unĂŒbersichtlich.

  • Die Geschichte mit der Kongruenz wird anscheinen zweimal eingefĂŒhrt.
  • Der Abschnitt "andere Kategorien" ist m.E. zu lang und lenkt zu sehr ab bei einem Stand, wo viele wichtige ErlĂ€uterungen zum Genus selbt noch ausstehen.
  • Der Unterschied grammatisches Genus zu natĂŒrlichem Geschlecht kommt erst sehr spĂ€t, nicht gleich bei der Abgrenzung des Begriffs.
  • Es gibt keine Sortierung nach Sprachen, das Spezialkapitel "Genus im Deutschen" kommt sehr spĂ€t und zuvor wurde schon ĂŒber das Deutsche gesprochen, ein typologisch angelegtes Kapitel kommt als letztes, aber es gab zuvor schon eine Vielfalt von Beispielen aus diversen Sprachen.

Sind die frĂŒheren Autoren hier noch aktiv? Was meinen die dazu? (und natĂŒrlich andere). --Alazon (Diskussion) 11:58, 15. Mai 2021 (CEST)Beantworten

Ja gerne. Dies ist ein typischer Artikel, in dem Autoren ĂŒber Jahre hier und da noch etwas prĂ€zisiert haben (ich auch), wobei die Argumentationsstruktur des ganzen Artikels vernachlĂ€ssigt worden ist. Sortieren wĂŒrde viel bringen. --Curryfranke (Diskussion) 11:09, 17. Mai 2021 (CEST)Beantworten
Ja und nein. Ja: es lĂ€sst sich vieles verbessern, zum Teil auch, indem man ÜberflĂŒssiges weglĂ€sst. Nein: es hĂ€ngt vieles miteinander zusammen, so dass es nicht notwendig eine Reihenfolge gibt, so dass das, was irgendwo gebraucht wird, immer vor dem steht, wo es gebraucht wird. Also nicht einfach irgendwo mit dem Sortieren anfangen. Ich schau’s mir die nĂ€chsten Tage mal genauer an. --Lantani (Diskussion) 14:43, 17. Mai 2021 (CEST)Beantworten

Ich gehe mal die einzelnen Punkte von Alazon durch. Soweit grĂ¶ĂŸere Teile von mir stammen, schreibe ich dazu, was ich mir dabei gedacht habe. Ich erwarte nicht, dass andere genauso denken, aber ich möchte trotzdem meine Motivation deutlich machen.

Die Geschichte mit der Kongruenz wird anscheinend zweimal eingefĂŒhrt.

Das sehe ich nicht so. In Kategorien, Flexion, Kongruenz wird zunĂ€chst am Beispiel Genus dargestellt, was Kongruenz ist (das steht nirgendwo so einfach, sonst hĂ€tte ich es nur zitiert, und Kongruenz (Grammatik) gabs noch nicht in der jetzigen Form), und danach vor allem, was beim Merkmal Genus womit kongruiert. Kernsatz ist, nein, war: „Die Rollen bei der Flexion sind also ungleich verteilt: das Substantiv hat ein eigenes Genus, wird aber nicht danach gebeugt; kongruierende Wörter werden nach dem Genus gebeugt, nĂ€mlich dem des Substantivs.“ Dieser Satz ist am 23. Juni 2020, 12:21 Uhr einer Änderung von Alazon zum Opfer gefallen; ob absichtlich, weil er als falsch angesehen wurde, oder versehentlich, weiß ich nicht.

Im Abschnitt Genuskongruenz stehen viele Beispiele aus vielen Sprachen, was alles qua Genus kongruieren kann und wie, um den Leser, der Genus nur aus dem Deutschen kennt, nicht auf die Dinge festzunageln, die es zufĂ€llig gerade im Deutschen gibt. Das ĂŒberschneidet sich thematisch gar nicht mit der Erörterung von Kongruenz an der erstgenannten Stelle, die zur definitorischen Einleitung ins Thema dient und deswegen nicht so viele unterschiedliche Beispiele enthalten darf.

Der Abschnitt "andere Kategorien" ist m.E. zu lang und lenkt zu sehr ab bei einem Stand, wo viele wichtige ErlÀuterungen zum Genus selbst noch ausstehen.

Er gehört ziemlich an den Anfang und ist sozusagen die andere Seite der Medaille des Anfangsabschnittes. Dort war, wenn auch noch ohne viele Beispiele, gesagt worden, wem alles die Kategorie Genus ihren Stempel aufdrĂŒckt; hier wird dann gesagt, welche anderen Kategorien denselben Stempel benutzen, z.B. Artikel oder Endungen verĂ€ndern. Insofern gehört er ungefĂ€hr dort hin; ĂŒber genaue Reihenfolgen kann man dann noch streiten. Zu lang ist er, insbesondere zu detailliert bei weniger wichtigen Punkten. Die Unterpunkte wĂŒrde ich alle drinlassen, jedoch Definitheit so kurz machen wie jetzt Kasus ist. Die beiden anderen, Numerus und Belebtheit, rĂŒhren an der Definition des Genusbegriffs (Warum ist Numerus nicht eine Teilkategorie von Genus? Sind durch Belebtheit in einigen Sprachen weitere Genera definiert?) und brauchen deswegen ein wenig mehr ErlĂ€uterungen. Außerdem ist das VerhĂ€ltnis von Genus zu Numerus schon in den bekannteren Sprachen sehr unterschiedlich. Das muss aber nicht unbedingt hier abgehandelt werden, sondern könnte auch hier auch sehr kurz stehen und im Potpourri der Randbemerkungen (die Unterpunkte der ersten Oberabschnitts außer den ersten beiden) mit untergebracht werden, wegen „Stand, wo viele [
] ausstehen“.

Der Unterschied grammatisches Genus zu natĂŒrlichem Geschlecht kommt erst sehr spĂ€t, nicht gleich bei der Abgrenzung des Begriffs.

Das ist Absicht. Jeder Artikel, in dem Genus von Anfang an im Zusammenhang mit Sexus erwĂ€hnt wird, verliert sich in diesem Thema. Bloß weil im Deutschen fĂŒr nicht-generische Wörter fĂŒr Personen und Tiere, also relativ wenige, ein sehr hĂ€ufiger, wenn auch nicht zwingender Zusammenhang zwischen Genus und Sexus besteht, nicht dagegen fĂŒr generische Personenbezeichnungen, fĂŒr Dinge und fĂŒr Abstrakta, bleibt es doch ein Artikel ĂŒber Genus und nicht ĂŒber Sexusmarkierung. Letzterer könnte eigentlich der Artikel Sexus (Sprache) sein, aber der beschĂ€ftigt sich auch mit prĂ€skriptiven AnsĂ€tzen, die wie so oft die existierenden Sprachen, die man verbessern möchte, außen vor lassen. – Man könnte auch Sexus mit bei den „anderen Kategorien“ erwĂ€hnen, weil es ja auch sexusabhĂ€ngige Kongruenzen gibt.

Es gibt keine Sortierung nach Sprachen, das Spezialkapitel "Genus im Deutschen" kommt sehr spĂ€t und zuvor wurde schon ĂŒber das Deutsche gesprochen, ein typologisch angelegtes Kapitel kommt als letztes.

Die fehlende Sortierung nach Sprachen halte ich fĂŒr einen Vorteil. Es geht um eine grammatische Kategorie in vielen Sprachen; nicht um das Schreiben einer Grammatik des Deutschen oder anderer Zielsprachen. Ein Spezialkapitel Genus im Deutschen ist hier also nicht Artikelinhalt, sondern eher ausfĂŒhrliches – und fĂŒr den deutschen Leser besonders anschauliches – Beispiel zum Artikelinhalt. Vielleicht sollte man es in einen eigenen Artikel auslagern mit den im letzten Absatz genannten TĂŒcken.

Das typologisch angelegte Kapitel hat VorzĂŒge und Probleme. Irgendwie wird unterschwellig doch Genus mit Sexus identifiziert: die Überschriften suggerieren, es komme darauf an ob Maskulina und Feminina unterschieden werden. Man könnte ganz andere typologische Kriterien aufstellen: Zusammenhang mit morphologischer Genusmarkierung am Substantiv, semantische Kriterien (von denen Sexus nur eine unter vielen sein kann) fĂŒr die Genuseinteilung, 


Ich habe auch noch Punkte, die mir nicht gefallen, auch in den Teilen, wo ich mitgemacht habe. Ein andermal; jetzt mache ich fĂŒr heute, ÀÀÀh gestern, erst mal Schluss. --Lantani (Diskussion) 01:09, 18. Mai 2021 (CEST)Beantworten

Die Duden-Grammatik von 2016 steigt in das 17-seitige Kapitel "Das Genus der Substantive" (S. 156–172) gleich ein mit dem 11-seitigen Abschnitt "Semantische Faktoren fĂŒr die Genuszuweisung", der sich unterteilt in Personen-, Tier- und Sachbezeichnungen (online in der Google-Buchsuche).
Dann folgen noch "Morphologische Faktoren fĂŒr die Genuszuweisung" und "Schwanken und Wechsel des Genus", das war’s zu den Substantiven.
Ich fĂ€nde eine Auslagerung des deutschen Teils gut, per {{Siehe auch}} könnte dann bei Bedarf abschnittsweise hin und her verlinkt werden. Es könnte ein historischer Abriss erarbeitet werden, wie sich frĂŒhere Grammatiker die deutschsprachigen ZusammenhĂ€nge erklĂ€rten, außerdem gezielter Literatur zum Deutschen angesammelt werden. Gruß --Chiananda (Diskussion) 03:34, 18. Mai 2021 (CEST)Beantworten
Ich wĂ€re auf jeden Fall gegen eine Eingrenzung aufs Deutsche. Eine Liste von Sprachen ohne Genus und von Genussystemen (m/f/n, m/f, Utrum/Neutrum und evtl. der Spezialfall Maskulin/Nicht-Maskulin) sollte schon drinbeiben, finde ich. Zu den Sprachen ohne Genus gehören immerhin so wichtige wie TĂŒrkisch, Japanisch und Chinesisch. Auch die Markierung von Genus am Verb sollte erwĂ€hnt werden, denn dies betrifft einige große Sprachen wie Arabisch und Hindi, und im Perfekt Italienisch und sĂ€mtliche slawischen Sprachen. --Curryfranke (Diskussion) 14:13, 18. Mai 2021 (CEST)Beantworten

Kongruenz: Adjektive

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Zum Abschnitt, in dem ein Satz im DĂ€nischen, Deutschen und Russischen ĂŒbersetzt sei, habe ich eine Frage. Wieso erscheint dort ein bei der russischen Übersetzung ein Adverb, wenn es um die Zustandspassiv-Konstruktion „ist+Adjektiv“ geht?

Zudem scheint die Transkription eine Mischung aus Ukrainisch und Russisch zu sein. Also -yj (ukr.), anstatt -ij (rus.). Iralwynn (Diskussion) 17:06, 25. Okt. 2021 (CEST)Beantworten

Da ist kein Zustandspassiv (dafĂŒr brĂ€uchte man eine Partizipform eines Verbs) und auch keine Adverbform (da steht einfach ein Adjektiv im Neutrum, Kurzform)
Die Russisch-Transkription in der Wikipedia ist insgesamt ein Ärgernis, aber die Endung -yj stimmt ja wohl fĂŒr Russisch soweit.
--Alazon (Diskussion) 17:39, 25. Okt. 2021 (CEST)Beantworten
Und es ist auch kein Adverb, sondern die prĂ€dikative Neutrum-Singular-Form des Adjektivs, die fĂŒr dieses Wort (und fĂŒr sehr viele andere) mit dem Adverb ĂŒbereinstimmt: seljon
-o (ŃĐ”Đ»Ń‘Đœâ€Š-ĐŸ). Deswegen passt das hier auch nur fĂŒr Neutrum Singular. FĂŒr andere Wörter leitet sich das Adverb anders vom Adjektiv ab und stimmt dann mit keiner oder einer anderen prĂ€dikativen Adjektivform ĂŒberein.
Zwar ist -yj fĂŒrs Ukrainische eine sinnvolle Transkription von -ĐžÓŁ, fĂŒrs Russische aber fĂŒr -ыĐč wie hier.
Was die Transkription angeht, die in diesem Beispiel von mir stammt: Wenn sich der Artikel an alle Leser wendet, also nicht nur an die, die grammatische Feinheiten einer bestimmten Sprache kennenlernen wollen, verwende ich immer Transkriptionen und weder Originalschreibweise, Transliteration noch phonetische Notation, und die Transkription so einfach wie möglich fĂŒr deutsche Leser, solange sie die Botschaft des Satzes nicht verdunkelt. Hier ist die Botschaft, dass bei gleichem Kasus und Numerus attributive und prĂ€dikative Adjektivform verschieden sein können – wie im Deutschen, nur nicht ganz so kompliziert. Warum soll diese Botschaft denen vorenthalten werden, die zufĂ€llig keine kyrillische, georgische oder thailĂ€ndische Schrift lesen können? Dagegen verwende ich in der Regel die Originalschreibweise, wenn es z.B. um das Lemma in der Herkunftssprache geht. --Lantani (Diskussion) 18:31, 25. Okt. 2021 (CEST)Beantworten

Nein, Đž ist im Russischen ein /i/, nicht /y/. Đž im Ukrainischen ist /y/. Und nein, tut es nicht. Kannst du Russisch sprechen? Der Satz „Der Baum ist grĂŒn“ beschreibt den Zustand, passivisch, da das Partizip selbst nur ein Adjektiv (traditionelle Grammatik) ist. Genauso wie: „Er ist krank“.

Iralwynn (Diskussion) 18:39, 25. Okt. 2021 (CEST)Beantworten

Lantani, dann ist mir das Ukrainische in den Weg gekommen. Dort heißt der Satz ЎДрДĐČĐŸ ŃĐ”Đ»Đ”ĐœĐ”. Aber das Adverb dazu ŃĐ”Đ»Đ”ĐœĐŸ. Iralwynn (Diskussion) 18:44, 25. Okt. 2021 (CEST)Beantworten

Genusschwund in den germanischen Sprachen

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Diesen Teil aus dem Abschnitt „Genussysteme“ herauszutrennen wie gestern nachmittag getan, war auf jeden Fall notwendig. Es wĂ€re sinnlos gewesen, einer kleinen Gruppe von Sprachen in einem Überblick ĂŒber viele Sprachen mit vielen Genussystemen so viel Platz einzurĂ€umen.

Mit der Darstellung bin ich aber alles andere als glĂŒcklich. Die verschiedenen Erscheinungen werden anhand von Beispielen dargestellt, die viele Fragen offenlassen, so dass man den Eindruck bekommt, es gebe nur drei, vier Grundmuster: das deutsche mit drei Genera, das skandinavische mit zwei, das englische mit nur einem und vielleicht noch eins. Die Einzelheiten, die man vielleicht wissen will, gehen keineswegs immer aus den Beispielen hervor. Solche offene Fragen sind zum Beispiel (de, da, nb, is, fo, nl sind SprachkĂŒrzel nach ISO 639):

  • Können Personen auch Neutra sein? (de: ja, da: ja, in beiden eher selten). Falls ja: welche Endungen, welches Pronomen?
  • Können Dinge auch Nicht-Neutra sein? (de: ja, da: ja, in beiden sehr hĂ€ufig). Falls ja: welche Endungen, welches Pronomen? (Hier ist m.W. ein Fehler in der Tabelle: mindestens im Da, vermutlich auch im Nb, ist das Pronomen genusabhĂ€ngig, nĂ€mlich den fĂŒr Utrum und det fĂŒr Neutrum.
  • Ist die Adjektiv-Endung attributiv und prĂ€dikativ gleich? Ist die prĂ€dikative Endung genusabhĂ€ngig? (de: nein/nein, da:nein/ja) siehe Beispiele im Abschnitt Kongruenz des Adjektivs.
  • Fallen die Genera im Plural zusammen (de: ja, da: ja, is: nein, fo: nein)
  • Worin unterscheidet sich das nl Genussystem vom da? (Antwort weiß ich nicht, und die Tabelle hilft mir dazu nichts)

Das kommt alles zufĂ€llig in den Beispielen nicht vor. DafĂŒr ist die von den Beispielen vermittelte Information sehr redundant: ich erfahre, was „Kind“ oder „Auto“ in vielen Sprachen heißt.

Meiner Ansicht nach sollte eine solche Darstellung von Grundprinzipien ausgehen wie:

  1. Substantive haben ihr Genus vom Wort, nicht von seiner Bedeutung, und das fĂŒr Personen wie Sachen oder Abstrakta.
  2. Personennamen haben ihr Genus vom Sexus der Person.
  3. Pronomina fĂŒr Sachen oder Abstrakta nehmen das Genus des Substantivs auf.
  4. Pronomina fĂŒr Personen können sich auf das vorgenannte Substantiv beziehen wie eben (1) oder auf die gemeinte Person wie eben (2).
  5. Der Rest sind Regeln zur Konfliktlösung.

Die Punkt (4) und (5) enthalten das mit der constructio ad sensum. DĂ€nisch geht dem aus dem Weg, indem bei Sachen statt der Pronomen han und hun die Demonstrativpronomen den und det verwendet werden.

Ja, ich weiß, das ist sicher noch lĂŒckenhafter als was jetzt da ist; schließlich kann ich nicht in zwanzig Minuten ein tragfĂ€higes Konzept aus dem Ärmel ziehen. Aber so angepackt – und dann noch berichtigt und ergĂ€nzt – könnte man es von vorn nach hinten lesen und unterwegs den Eindruck bekommen, irgendetwas verstanden zu haben, als sich mĂŒhsam bei jeder Zeile zu fragen, ob sich die Beispiele genauso verhalten wie die zuvor gelesenen oder doch irgendwelche Unterschiede zeigen.

Ich bin da ganz und gar der Falsche dazu, weil ich den Überblick, den ich einfordere, selbst nicht habe. Aber dieser neue Abschnitt schließt meine WissenslĂŒcken nicht.

Schließlich: gehört das alles in den Artikel Genus oder wĂ€re das nicht besser ein eigener Artikel, auf den von hier verwiesen werden kann? --Lantani (Diskussion) 18:09, 16. Jan. 2022 (CET)Beantworten

Mein Ansatzpunkt war, wie du ja gesehen hast, die Nur-Liste durch etwas zu ersetzen, das wichtige zusĂ€tzliche Information bietet. Es gibt hinsichtlich der Genera eben nicht nur drei Typen von germanischen Sprachen (m/f/n - u/n - ohne Genera), sondern die Situation ist wesentlich komplexer. (Überdies war vieles in der Nur-Liste nicht nur unbelegt, sondern inhaltlich auch einfach falsch.) Deine Kritik zielt, wenn ich dich richtig verstehe, darauf, dass da jetzt immer noch wichtige Informationen fehlen. Aber dafĂŒr ist durch die Überarbeitung doch kein Platz vernichtet, sondern im Gegenteil erst geschaffen worden. Die Tabelle dient nur der Übersicht und dem direkten Vergleich. Einzelheiten zum NiederlĂ€ndischen z.B. können – sofern sie nicht im Artikel NiederlĂ€ndische Sprache besser aufgehoben sind – darunter (Anmerkungen zu den in der Tabelle aufgefĂŒhrten Sprachen: ) meinetwegen in allen erdenklichen Details aufgefĂŒhrt werden. Gruß, --Stilfehler (Diskussion) 20:25, 16. Jan. 2022 (CET)Beantworten
Stimmt, ich habe mich zwar wieder mal wortreich ausgedrĂŒckt, aber die Botschaft nicht klar ĂŒbermittelt. Die Tabelle ist nach meinem Geschmack nicht zu viel oder zu wenig detailliert, sondern der rote Faden oder die inhaltliche Gliederung fehlt noch. Um das genaue Genussystem einer einzelnen Sprache zu verstehen, fehlt immer noch viel Detail (die unnummerierten Punkte oben) – insofern zu wenig Detail. Aber was insgesamt den Genusschwund ausmacht (z.B. die nummerierten Punkte unten), geht schon in der Unmenge Detail unter, das da ist – insofern zu viel Detail. Die Tabelle kann auch bleiben, wenn man gesagt bekommt, wohin man schauen soll: welche Entwicklungen gemeinsam sind, welche auseinanderlaufen usw. Der Gesamtprozess ist doch anscheinend ĂŒberall recht Ă€hnlich: die Substantivgenera fallen zusammen; die Pronomengenera, die weitgehend Sexusmerkmal der bezeichneten Personen sind und nicht Genusmerkmal der bezeichnenden Wörter, bleiben erhalten. Und wie das geschieht, ist teils recht unterschiedlich. Die Tabelle kann Beispiele fĂŒr diesen Prozess liefern, aber man kann nicht vom Leser erwarten, dass er die Beispiele nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden durchsucht und so den Gesamtprozess erkennt.
Es ist ja nicht schlecht so, aber es verdient Verbesserung in diesem Sinne. Ich schlage auch vor, es in einen extra Artikel zu packen oder in einen, der sich primĂ€r mit germanischen Sprachen befasst. Hier ist das PhĂ€nomen interessant, aber nicht so sehr, wie es sich in fĂŒnfzehn verschiedenen Sprachen im Detail ausgewirkt hat. Das kann man natĂŒrlich auch noch spĂ€ter woandershin verlegen und das hier Wesentliche in wenigen SĂ€tzen sagen. --Lantani (Diskussion) 00:09, 17. Jan. 2022 (CET)Beantworten
Was fĂŒr ein Lemma schwebt dir da denn vor? --Stilfehler (Diskussion) 15:20, 17. Jan. 2022 (CET)Beantworten
@Stilfehler: Ich habe leider gerade keine Zeit, meine Kritik bzw. die RealitĂ€t ausfĂŒhrlich darzustellen, aber die bei deinen Änderungen eingefĂŒgten Angaben zum Norwegischen und NiederlĂ€ndischen sind teilweise fehlerhaft bzw. zu stark vereinfachend. In modernem BokmĂ„l kann das Femininum verwendet werden, das aus den Norwegischen Dialekten und dem Nynorsk entlehnt wurde, muss es aber nicht (steht auch unter Norwegische Sprache), ein Merkmal des dĂ€nisch orientierten RiksmĂ„l ist seine Vermeidung. Im Norwegischen als Ganzem gibt es tendenziell eher ein Drei-Genus- als ein Zwei-Genus-System, glaube ich zumindest. Noch viel wichtiger ist mir aber das NiederlĂ€ndische: Allein das angegebene Beispiel der belgischen "GeschlechtsfĂŒhligkeit" zeigt, dass es als Ganzes kein Utrum hat, sondern sich in einem schwer zu definierenden Übergangszustand von drei zu zwei Genera befindet. Das steht ĂŒbrigens auch auf der dort unter den Einzelnachweisen verlinkten Internetseite. --Universal-InteressierterDisk.Arbeit 19:17, 18. Okt. 2022 (CEST)Beantworten
@Stilfehler: So, jetzt melde ich mich noch einmal zum NiederlĂ€ndischen. Der Weg des NiederlĂ€ndischen zu einem Utrum (Genus Commune) steht in direktem Zusammenhange mit dem neuniederlĂ€ndischen Kasusschwund. Bereits im MittelniederlĂ€ndischen (siehe auch en:Middle Dutch#Grammar) waren Maskulinum und Femininum im Nominativ flexionsmĂ€ĂŸig weitgehend zusammengefallen (nur in der starken, also nicht von einem Artikelwort bzw. nur einem endungslosen begleiteten Form der Adjektive (vergleiche Deutsche Deklination#Adjektive, bei uns bis heute sehr lebendig, aber auch im niederlĂ€ndischen bis heute durchaus existent: lief kind und het lieve kind entspricht liebes Kind und das liebe Kind) und beim unbestimmten Artikel een/ene, beides verlor sich spĂ€ter im NeuniederlĂ€ndischen). In Genitiv und Dativ deklinierten dagegen — wie im Deutschen — Maskulinum und Neutrum auf identische Weise, wĂ€hrend im Akkusativ alle drei Genera im Singular unterscheidbar waren. Im NeuniederlĂ€ndischen erfolgte dann, zunĂ€chst in erster Linie in gesprochener und informeller geschriebener Sprache, ein Zusammenbruch des Vierkasussystems. Dabei ist im Norden nur der Nominativ ĂŒbrig geblieben, sodass der Zusammenfall von Maskulinum und Femininum dort besonders stark wirkte und es heute recht ĂŒblich ist, Wörtern wie "bank", "zon" oder "krant" das Pronomen hij zuzuweisen (hochsprachlich gilt die feminine Form zij (mit haar sowohl als Genitiv bzw. Possessiv als auch als Dativ und Akkusativ) auch hier immer noch als korrekt, vergleiche auch nl:zon, nl:krant oder auch nl:DB Baureihe 23 und nl:Snelheid (locomotief), wo mit dem weiblichen Possessivpronomen haar auf die Lokomotiven bzw. Baureihen verwiesen wird.), wĂ€hrend sich im SĂŒden tendenziell Akkusativformen durchsetzten, wobei es in diesen Dialekten wohl teilweise noch komplizierter ist. Jedenfalls unterscheiden, wie mir ein kurzer Blick in die betreffenden Wikipedias auch bestĂ€tigt, SeelĂ€ndisch und WestflĂ€misch noch sehr deutlich zwischen den Genera/Wortgeschlechtern. Das erfolgt besonders in den Pronomen, wĂ€hrend mir die LektĂŒre verschiedener Artikel eine große KomplexitĂ€t bei den Artikeln zeigte. Laut en:West Flemish unterscheidet das WestflĂ€mische im unbestimmten Artikel zwischen e/en fĂŒr das Neutrum und das Femininum und ne/nen fĂŒr das Maskulinum (die Unterscheidung zwischen e/ne und en/nen scheint, wie im Englischen zwischen a und an, lautharmonischer Natur zu sein), im bestimmten habe ich in der WestflĂ€mischen Wikipedia (vls:) ’t fĂŒr das Neutrum und de (aber auch ’n) fĂŒr das Femininum und das Maskulinum gesehen, zumindest bei Maskulina zum Teil auch den. Im Artikel vls:Karel den GrĂŽotn finden sich die Formen "de" und "den" nebeneinander auf Maskulina bezogen, ich vermag nicht sicher zu sagen, ob die Unterscheidung der Artikel regional ist, einen Rest der Kasusunterscheidung darstellt oder – was ich fĂŒr das Wahrscheinlichste halte – wie im SeelĂ€ndischen lautharmonischer Art ist. Wie in zea:ZeĂȘuwse grammaotica steht, ist dort der bestimmte Artikel im Maskulinum de oder d'n (vor Vokal, b, d, t und h) und im Femininum de oder d' (vor Vokalen). Wenn ich es richtig verstanden habe, ist diese Unterscheidung wie beim englischen "a" und "an" strikt auf den folgenden Laut bezogen, also de man und de boerinne ("der Mann" und "die BĂ€uerin"), aber d’n ouwen man und d’ ouwe boerinne ("der alte Mann" und "die alte BĂ€uerin"). Der bestimmte Artikel im Neutrum ist im SeelĂ€ndischen immer ’t, das vor Konsonanten, mit denen es sich nicht zu einer Silbe verbinden kann, aber tendenziell et ausgesprochen wird.
Aus ZeitgrĂŒnden muss ich jetzt aufhören, es soll noch eine kurze AusfĂŒhrung ĂŒber die niederlĂ€ndische Schriftsprache folgen. Entschuldige (oder entschuldigt) bitte, falls es etwas zu weitschweifig ist/sein sollte, aber mir macht es einfach Spaß, darĂŒber zu schreiben und mich damit zu beschĂ€ftigen, sodass ich manchmal etwas zu weit aushole. --Universal-InteressierterDisk.Arbeit 21:25, 19. Okt. 2022 (CEST)Beantworten
@Stilfehler: Ich werde mich jetzt noch einmal zur Schriftsprache melden: In (gehobenem) geschriebenem NiederlĂ€ndisch pflegte man das Vierkasussystem bis ins 20. Jahrhundert hinein zu verwenden (en:Archaic Dutch declension, wobei diese Formen gegenĂŒber den mittelniederlĂ€ndischen komplizierter wurden und sich wieder mehr den hochdeutschen annĂ€herten), was die Genus-Unterscheidung zusĂ€tzlich festigte. Stand heute gibt es wohl sowohl Lehrwerke und WörterbĂŒcher, die beide Genera darstellen, als auch solche, die nur ein Utrum kennen. Formell werden die Genera noch in den Personalpronomen unterschieden, wĂ€hrend im Norden der Gebrauch eigentlich weiblicher Substantive mit den mĂ€nnlichen Pronomen "hij, zijn, hem" zunimmt. Letztlich gilt das, was unter nl:Geslacht (taalkunde) steht: Het Nederlands heeft historisch drie grammaticale geslachten, maar het onderscheid tussen mannelijk en vrouwelijk is met name in de spreektaal sterk vervaagd, zodat er de facto twee geslachten zijn: onzijdig en commuun genus ofwel zijdig. In de verzorgde schrijftaal en in BelgiĂ« onder invloed van de spreektaal die de driedeling grammatisch behouden heeft, bestaat het onderscheid tussen mannelijk en vrouwelijk nog wel. Het komt dan alleen tot uiting in de verwijzende voornaamwoorden (hij, zij, hem, zijn, haar), aangezien de andere formele kenmerken (verschillende lidwoorden, naamvalsuitgangen e.d.) zijn verdwenen. --Universal-InteressierterDisk.Arbeit 21:50, 20. Okt. 2022 (CEST)Beantworten
Ich bin derzeit mit etwas anderem beschĂ€ftigt, hier schon eine Weile nicht mehr aktiv und aus der Materie mittlerweile zu weit raus, um da ohne Anlauf erneut mitschreiben zu wollen. Auch habe ich weder in den norwegischen Sprachen noch im NiederlĂ€ndischen mehr als Grundkenntnisse. Du hast dich damit beschĂ€ftigt und weißt darĂŒber viel mehr als ich, ĂŒberdies hast du zweifellos Zugriff auf gute Quellen, die sich fĂŒr Einzelnachweise verwenden lassen. Unter uns gefragt: warum verbringst du so viel Zeit hier mit der Disk, anstatt dein Wissen einfach in den Artikel einzuarbeiten? Nur Mut! Gruß, --Stilfehler (Diskussion) 01:48, 21. Okt. 2022 (CEST)Beantworten

Zusammenhang Genus–Sexus: viele oder einige Wörter

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Die Frage, ob dieser Zusammenhang fĂŒr viele oder nur einige Wörter besteht, richtet sich nach der Grundgesamtheit. FĂŒrs Deutsche (was an dieser Stelle nicht vorausgesetzt ist) gilt:

  • Unter allen Substantiven gibt es nur einen geringen Anteil, bei denen das Denotat irgendeinen Sexus hat. Da kann es keinen Zusammenhang mit dem Genus geben.
  • Im Rest sind die meisten generisch. Da kann es auch keinen Zusammenhang geben (es sei denn, es gebe ein ausdrĂŒcklich generisches Genus), denn masc/fem (z. B. Gast, Person) wĂ€re fĂŒr die HĂ€lfte der Gemeinten falsch und neutral (z. B. Kind, MĂŒndel) fĂŒr alle.
  • Bleibt der verschwindend kleine Rest von sexusspezifischen Wörtern (z. B. Onkel, Frau). Da besteht der Zusammenhang regelmĂ€ĂŸig, aber nicht ausnahmslos, wie im jetzt deutlicher zitierten Abschnitt diskutiert.

Fazit: der Zusammenhang besteht bei wenigen/einigen von allen Wörtern, jedoch bei vielen/fast allen der ĂŒberhaupt in Frage kommenden Wörter. Das ist im zitierten Abschnitt genau ausgefĂŒhrt und gehört so genau nicht in die Einleitung des Artikels, wo die Betonung darauf liegt, dass Genus nicht Sexus markiert, wohl aber ein Zusammenhang bestehen kann. --Lantani (Diskussion) 10:36, 2. Apr. 2025 (CEST)Beantworten

Luftfahrzeuge

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Umseitig wird ja zurecht erwĂ€hnt, dass Schiffe weiblichen Genus sind. Bei Luftfahrzeugen scheint es diffiziler: Flugzeuge dĂŒrften ĂŒberwiegend weiblich gesehen werden (die Boeing, die Tupolew, die Lockheed, die Cessna, aber der Jumbojet, der Airbus), Luftschiffe ĂŒberwiegend (?) weiblich (die Hindenburg, aber der Zeppelin) - gibt es dazu belegfĂ€hige Regelungen, die umseitig ergĂ€nzt werden können? --Kuhni74 (Diskussion) 09:44, 4. Okt. 2025 (CEST)Beantworten

ein Adj[angeblich-er] Adj[nigerianisch-er] Prinz(mask.)

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Ehrlich gesagt habe ich mich schon ĂŒber das Beispiel "ein angeblicher nigerianischer Prinz" gewundert. --Ziko (Diskussion) 19:21, 2. Feb. 2026 (CET)Beantworten

Entstehung der drei Genera des Deutschen (bzw. Urgermanischen)

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Ich bin gestern auf diese Seite gestoßen, weil ich mich dafĂŒr interessiert hatte, wie die drei Genera im Deutschen entstanden sind; im Englischen hat diese Entwicklung ja nicht stattgefunden... Vor etlichen Jahren hatte ich mal was dazu gelesen, hab' aber keine Ahnung, ob das stimmt oder nicht und die Quelle kenne ich auch nicht mehr. Das was ich gelesen hatte, war in etwa so: UrsprĂŒnglich gab es nur ein Genus, was dem heutigen "Maskulinum" entspricht. Nachdem sich das "Englische" von "Deutschen" abgetrennt hatte, kam dann ein zweites Genus hinzu (entspricht dem heutigen "Neutrum"); es wurde verwendet um TĂ€tigkeiten zu bezeichnen (der Bogen => das Biegen, der Koch => das Kochen, etc.). Das dritte Genus (heute "Femininum") kam sehr viel spĂ€tzer dazu und wurde fĂŒr abstrakte Dinge benutzt (die Idee, die Schönheit, etc.).

Wie schon geschrieben, ich hab' keine Ahnung, ob das stimmt. Aber es scheint mir zumindest plausibel zu sein. Falls jemand dazu mehr Ahnung hat (oder die FĂ€higkeit und Möglichkeiten sich diese Ahnung anzueignen), wĂŒrde ich mich freuen, wenn diese in den Artikel Einzug erhalten wĂŒrde. Zumindest ist das was, was bislang im Artikel fehlt. --Kumakyoo (Diskussion) 17:37, 5. Mai 2026 (CEST)Beantworten

Es stimmt, dass zur Sprachgeschichte des Genus nicht direkt etwas gesagt wird. Dazu könnte man einen kleinen Abschnitt machen (im Zusammenhang mit dem Vergleich der germanischen Sprachen).
Was du ĂŒber Englisch und Deutsch schreibst, kann ich nicht nachvollziehen. Das Englische hat einfach in seiner Geschichte viele grammatische Formen verloren, die im Deutschen fortgesetzt wurden, Altenglisch und Deutsch unterscheiden sich erstaunlich wenig, auch beim Genus. Ein bisschen was sieht man unter Altenglische Grammatik #Substantive. Wenn man noch weiter zurĂŒckgehen will: siehe Indogermanische Ursprache #Genus... (Manches dort klingt etwas eher nach dem, was du gehört zu haben scheinst. Man muss aber bei sowas beachten, dass das nur Rekonstruktionen sind.)
Gruß, --Alazon (Diskussion) 18:53, 5. Mai 2026 (CEST)Beantworten
Danke fĂŒr die schnelle RĂŒckmeldung. Dann ist vermutlich zumindest ein Teil von dem, was ich gelesen habe, KĂ€se; nĂ€mlich, dass Englisch nie ein Genussystem gehabt hat. Es ist lange her und es kann durchaus sein, dass ich das inzwischen falsch in Erinnerung habe. --Kumakyoo (Diskussion) 20:17, 5. Mai 2026 (CEST)Beantworten