Hohe Luft
Hohe Luft Stadt Bad Hersfeld | |
|---|---|
| Koordinaten: | 50° 52âČ N, 9° 44âČ O |
| Höhe: | 192 m |
| Einwohner: | 4688Â (2013)[1] |
| Postleitzahl: | 36251 |
| Vorwahl: | 06621 |
Die Hohe Luft ist ein Stadtteil und Ortsbezirk von Bad Hersfeld im osthessischen Landkreis Hersfeld-Rotenburg.
Geographie
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Der Stadtteil liegt sĂŒdöstlich von der Kernstadt und wird von ihr nur durch die Fulda und die BundesstraĂe 62 getrennt. Auf der stadtabgewandten Seite des Stadtteils fĂŒhrt die Bundesautobahn 4 vorbei. Somit liegt die Hohe Luft direkt an der Anschlussstelle Bad Hersfeld (32) dieser Autobahn und an den BundesstraĂen 27 und 62. Das bebaute Gebiet liegt auf 192 mÂ ĂŒ. NN an der Autobahn und steigt bis auf 260 mÂ ĂŒ. NN an den HĂ€ngen der Wippershainer Höhe (456 mÂ ĂŒ. NN) an.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Siedlungsgeschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die erste bekannte Bebauung im Gebiet der Siedlung stammte aus dem 14. Jahrhundert, als man oberhalb der MĂŒndung der Haune in die Fulda, in der NĂ€he der strategisch wichtigen SteinbrĂŒcken ĂŒber diese zwei FlĂŒsse, einen Wartturm baute. Der Flurname âAn der Warthâ ging in den 1930er Jahren auf den StraĂennamen ĂŒber, als man hier unterhalb vom Petersberg eine Wehrmachtskaserne baute. Die wachsende Textilindustrie sorgte bei der Kaserne fĂŒr erste ArbeiterhĂ€user. Nach dem Zweiten Weltkrieg ĂŒbernahm die US-Armee den MilitĂ€rstandort unter dem Namen McPheeters Barracks. Der Stadtteil entstand aber erst in den 1950er Jahren innerhalb der Gemarkungsgrenzen der Stadt Bad Hersfeld, als weiterer Wohnraum fĂŒr FlĂŒchtlinge benötigt wurde.
Die Siedlung entstand Anfang der 1950er Jahre am unteren Ende des Petersberg entstanden ist. Der Name stammt von âHoher Laufwegâ, dem Namen einer Flur.
Die amerikanischen StreitkrĂ€fte zogen 1993 ab. In Teilen der Kaserne ist seitdem das Zollamt Bad Hersfeld untergebracht. Andere HĂ€user der ehemaligen Kaserne werden fĂŒr Schulen (z. B. fĂŒr die Volkshochschule) verwendet. Der gröĂere Teil ist zu einem Gewerbegebiet geworden.[2]
Einwohnerentwicklung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]| Jahr | 1994 | 2002 | 2004 | 2011[3] |
| Einwohner | 4.754 | 4.704 | 5.013 | 4.380 |
Politik
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]FĂŒr die Siedlung Hohe Luft besteht ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbezirk Hohe Luft umfasst die von der Bahnlinie Bad Hersfeld â Fulda und ab der Kreuzung Bahnlinie/Fulda durch die Fulda im Westen begrenzten FlĂ€chen der Gemarkung Bad Hersfeld, soweit diese nicht zu den Ortsbezirken Petersberg, Sorga und Kathus gehören.[4] Der Ortsbeirat besteht aus neuen Mitgliedern. Seit den Kommunalwahlen in Hessen 2021 gehören alle Mitglieder der Gemeinschaftsliste (GL) an. Ortsvorsteher ist Eckhard Dipp.[5]
Infrastruktur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Siedlung hat zwei moderne Kirchen. Die evangelische Auferstehungskirche wurde am 4. November 1956 eingeweiht, die katholische St. Bonifatius-Kirche folgte 1957.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Hohe Luft, Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Historisches Ortslexikon fĂŒr Hessen. In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Lokaler Nahverkehrsplan fĂŒr den Landkreis Hersfeld-Rotenburg. (PDF) S. 1, abgerufen am 22. Oktober 2022.
- â Elmar Nolte u. a.: Gutachten zur Konversion der McPheeters Barracks, hrsg. von der Hessischen HeimstĂ€tte GmbH, Kassel 1994
- â AusgewĂ€hlte Daten ĂŒber Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 16 und 72, archiviert vom (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 27. Oktober 2020.
- â Hauptsatzung. (PDF; 145 kB) §; 6. In: Webauftritt. Stadt Bad Hersfeld, abgerufen im Februar 2023.
- â Ortsbeirat Hohe Luft. In: Webauftritt. Stadt Bad Hersfeld, abgerufen im Februar 2023.