Ludwig Hölscher
Karl Georg Ludwig Hölscher (* 16. Oktober 1814 in Herford; â 4. April 1902 ebenda) war ein deutscher Lehrer, Historiker und Philologe.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Hölscher, ein Sohn des Herforder StadtsekretĂ€rs Deus Friedrich Christlieb Lebrecht Hölscher (1785â1871),[1] legte 1832 das Abitur am Friedrichs-Gymnasium Herford ab und studierte anschlieĂend Evangelische Theologie an der UniversitĂ€t Bonn. 1834 wechselte er zum Studium der Philologie an die Friedrich-Wilhelms-UniversitĂ€t zu Berlin, wo er 1837 aufgrund der Dissertation De Lysiae oratoris vita et dictione zum Dr. phil. promoviert wurde. Nach seinem Probejahr am Gymnasium Herford 1838/39 wurde er Lehrer an der höheren BĂŒrgerschule (spĂ€ter Realschule) in Siegen. 1843 kehrte er an das Gymnasium seiner Heimatstadt zurĂŒck, wo er bis zu seiner Pensionierung 1883 unterrichtete und als Konrektor amtierte.
1860 wurde Hölscher zum Professor ernannt. 1883 erhielt er den Roten Adlerorden vierter Klasse, 1887 den Königlichen Kronen-Orden dritter Klasse.
Hölscher verfasste etliche Schulprogramme und weitere Schriften, zunĂ€chst vorwiegend philologische, spĂ€ter zumeist historische Untersuchungen; darunter auch eine Reihe von Artikeln fĂŒr die Allgemeine Deutsche Biographie.
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- De vita et scriptis Lysiae oratoris. (Diss.) Berlin 1837 (Digitalisat).
- Lessing als Dramatiker. (Schulprogramm) 2 Teile, Siegen 1842â1843 (Digitalisat von Teil 1; Digitalisat von Teil 2).
- Ăber die Schriften des Apulejus de mundo. (Schulprogramm) Herford 1846 (Digitalisat).
- Ăber Lessingâs Emilia Galotti. (Schulprogramm) Herford 1851 (Digitalisat; wieder abgedruckt in: Carsten Gansel, Birka Siwczyk (Hrsg.): Gotthold Ephraim Lessings Emilia Galotti im Kulturraum Schule (1830-1914). V&R unipress, Göttingen 2015, ISBN 3847103830, S. 85â105).
- Quaestiunculae Lysiacae. (Schulprogramm) Herford 1857 (Digitalisat)
- Die Labadisten in Herford. (Schulprogramm) Herford 1864 (Digitalisat).
- Geschichte des Gymnasiums in Herford. (Schulprogramm) 3 Teile, Herford 1869/1872/1874 (Digitalisat von Teil 1; Digitalisat von Teil 2; Digitalisat von Teil 3).
- Zur Geschichte der Stadt Herford im 17. Jahrhundert. (Schulprogramm) Herford 1875 (Digitalisat).
- Reformationsgeschichte der Stadt Herford: Im Anhang die Herforder Kirchenordnung von 1532. GĂŒtersloh 1888 (Digitalisat).
- JahrbĂŒcher der Geschichte des Gymnasiums zu Herford seit 1840. Herford 1890 (Digitalisat).
- Unsere Taufnamen. Eine ErklĂ€rung ĂŒber deren Sinn und Bedeutung. Minden 1899.
Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Ernst Meyer: Professor Dr. Ludwig Hölscher â . In: Archiv fĂŒr das Studium der neueren Sprachen und Literaturen, Band 109, Braunschweig 1902, S. 1â4 (Digitalisat).
- Carsten Gansel, Birka Siwczyk (Hrsg.): Gotthold Ephraim Lessings Emilia Galotti im Kulturraum Schule (1830â1914). V&R unipress, Göttingen 2015, ISBN 3847103830, S. 323f.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Nicolas RĂŒgge: Im Dienst von Stadt und Staat: der Rat der Stadt Herford und die preussische Zentralverwaltung im 18. Jahrhundert. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2000, S. 159.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hölscher, Ludwig |
| ALTERNATIVNAMEN | Hölscher, Karl Georg Ludwig (vollstÀndiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lehrer, Historiker und Philologe |
| GEBURTSDATUM | 16. Oktober 1814 |
| GEBURTSORT | Herford |
| STERBEDATUM | 4. April 1902 |
| STERBEORT | Herford |