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Microsoft PhotoDraw

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Microsoft PhotoDraw
Basisdaten
Entwickler Microsoft
Aktuelle Version 2000 Version 2
Betriebssystem Microsoft Windows
Kategorie Grafiksoftware
Lizenz ProprietÀr
deutschsprachig ja
office.microsoft.com

Microsoft PhotoDraw ist ein Bildbearbeitungsprogramm fĂŒr Vektor- und Rastergrafik von Microsoft. PhotoDraw fĂŒllte bereits zuvor als Plugin fĂŒr Microsoft Office 97 eine LĂŒcke bei der Grafikbearbeitung fĂŒr Office-Anwender. Es ergĂ€nzt den Photo Editor, ein einfaches Bildbearbeitungsprogramm fĂŒr Fotos und Ă€hnliche Pixelgrafik.

Im Jahr 2000 erschien PhotoDraw 2000, ein davon unabhÀngig entwickeltes eigenstÀndiges Programm.[1] Es hatte allerdings keinen nennenswerten Erfolg und wurde nach Erscheinen der zweiten Version eingestellt.

Entwicklung und Probleme mit der Zielgruppendefinition

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1998 wurde erstmals Draw 98 als Plugin zum Download freigegeben, das Microsoft Office 97 um zusĂ€tzliche Funktionen der Bildbearbeitung fĂŒr Vektorgrafik ergĂ€nzen sollte. Zielgruppe waren somit die Office-Anwender, die aus Word, Excel und PowerPoint heraus vorhandene Vektorgrafik mit einfachen Mitteln bearbeiten wollten. Bilderstellung und Formatwandlungen sind damit jedoch nicht möglich.

Auf der Basis von Picture It!, einem Einzelprogramm fĂŒr Privatanwender und Bestandteil der Microsoft Works Suite wurde schließlich unabhĂ€ngig vom vorherigen Draw-Plugin ein Grafikprogramm entwickelt, das als eigenstĂ€ndiges Programm (mit Clipart- und Schriftensammlungen auf zwei CDs) ĂŒber Privatanwender hinaus neue Zielgruppen erschließen sollte. Es ist zwar Bestandteil von Office 2000, jedoch nur in der Premium- und Developer-Edition. Die zweite Programmversion ist Bestandteil von Office 2000 SR-1 (Premium / Developer). Als Einzelversion enthĂ€lt sie auf drei CDs alle Clipart- und Schriftensammlungen, die in diesem Umfang zuvor nur mit Microsoft Publisher ausgeliefert wurden. PhotoDraw hat von Picture It! die Dateiendung „.MIX“ (Microsoft Image Extension) ĂŒbernommen, allerdings sind die Dateien zwischen diesen beiden Programmen nicht kompatibel.

Da Microsoft das Programm als Teil der Office-Suite vermarktete, die Funktionen des Programms jedoch eher fĂŒr geschĂ€ftliche Anwendungen bestimmt waren, entstanden im Marketing Zielgruppenkonflikte, die einem klaren Nutzerprofil des Programms entgegenstanden.

  • FĂŒr Office-Anwender ist das Programm mit unnötigen Funktionen ĂŒberladen und wirkt bei nur gelegentlicher Nutzung unĂŒbersichtlich
  • FĂŒr Privatanwender ist das Programm als eine Art „Premiumversion“ von Picture It! uninteressant, da meist die Bearbeitung von Pixelgrafik im Vordergrund steht
  • Technische Anwender benötigen entweder spezialisierte Anwendungen wie z. B. Visio oder CAD-Software. FĂŒr spezialisierte Verwendungszwecke (z. B. Programme im Konstruktionsbereich) ermöglichen semiprofessionelle Programme wie Corel Draw oder Micrografx Designer mehr Potential durch die Individualisierung von Vorlagen und durch Skriptsteuerung.
  • FĂŒr Grafiker ist das Programm nicht professionell genug, insbesondere da Druckvorstufe, spezielle Farbprofile und einige andere Funktionen fehlen. Es kann mit Adobe Illustrator oder Macromedia Freehand nicht konkurrieren.

Funktionen von PhotoDraw 2000

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Vorgestellt wurde PhotoDraw als professionelles Vektor- und Rastergrafikprogramm, das sich leicht bedienen lÀsst.[2] Enthalten war auch eine Sammlung von Effekten, Stile, Clip-Arts und Texturen.[3]

Das proprietĂ€re PhotoDraw-Dateiformat „.Mix“ kann von Microsoft Office 2000 und 2003 importiert werden, sowie von Adobe Illustrator. PhotoDraw beherrscht auch das Öffnen und Speichern in verschiedenen Datei-Formaten, einschließlich PNG. Bei den frĂŒhen Versionen von Office 2007 (vor Februar) kommt es zu KompatibilitĂ€tsproblemen. Insbesondere beim Dateiaustausch mit PowerPoint ist volle KompatibilitĂ€t nur ĂŒber das Dateiformat EMF (Enhanced Metafile) gegeben.

Nachfolgeprogramme

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Microsoft hat sein Konzept fĂŒr die Programmauswahl grundlegend ĂŒberarbeitet und sowohl PhotoDraw als auch Picture It eingestellt. Auch das Nachfolgeprogramm Microsoft Digital Image mit voller UnterstĂŒtzung von Photoshop-Plugins konnte sich nicht durchsetzen. Die letzte Version kam bis Mai 2007 als Digital Image Suite 2006 auf den Markt, das Foto auf der Verkaufsversion erinnert mit seinen Heißluftballons an das Logo von Corel Draw. Importfilter dieser Programme finden sich heute im Windows Bild- und Fax-Viewer (Bestandteil von Windows XP), mit dem Office Picture Manager steht Office-Anwendern (neben einer einfachen Fotoaufbesserung) ein Konvertierungsprogram fĂŒr Vektorgrafik zur VerfĂŒgung. Weitere Bestandteile dieser Programme sind zunĂ€chst in die Vista Windows Live Photo Gallery und andere Konzepte rund um Vista eingeflossen. FĂŒr PhotoDraw selbst gibt es keinen Nachfolger mehr.

Einzelnachweise

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  1. ↑ Photo Draw 2000 Version 2. In: PC-Welt. 1. Februar 2000, abgerufen am 1. Februar 2025.
  2. ↑ Erste EindrĂŒcke von Photodraw 2000, Version 2: Microsoft bedient Web-Designer. In: Computerwoche. Abgerufen am 1. Februar 2025 (deutsch).
  3. ↑ Jens Ihlenfeld: Microsoft stellt PhotoDraw 2000 Version 2 vor. In: golem.de. 5. Oktober 1999, abgerufen am 1. Februar 2025.