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Schongau

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Wappen Deutschlandkarte
Schongau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schongau hervorgehoben
Basisdaten
Koordinaten: 47° 49′ N, 10° 54′ OKoordinaten: 47° 49′ N, 10° 54′ O
Bundesland:Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Weilheim-Schongau
Höhe: 710 m ü. NHN
Fläche: 21,34 km²
Einwohner: 12.676 (31. Dez. 2025)[1]
Bevölkerungsdichte: 594 Einwohner je km²
Postleitzahl: 86956
Vorwahl: 08861
Kfz-Kennzeichen: WM, SOG
Gemeindeschlüssel: 09 1 90 148
Stadtgliederung: 2 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Münzstraße 1–3
86956 Schongau
Website: www.schongau.de
Erster Bürgermeister: Thomas Schleich (UWV)
Lage der Stadt Schongau im Landkreis Weilheim-Schongau
KarteStarnberger SeeAmmerseeLandkreis OstallgäuLandkreis Bad Tölz-WolfratshausenLandkreis Garmisch-PartenkirchenLandkreis StarnbergLandkreis Landsberg am LechWildsteigWielenbachWessobrunnWeilheim in OberbayernSteingadenSindelsdorfSeeshauptSchwabsoienSchwabbruckSchongauRottenbuchRaistingPremPolling (bei Weilheim)PenzbergPeitingPeißenbergPählObersöcheringOberhausen (bei Peißenberg)IngenriedIffeldorfHuglfingHohenpeißenbergHohenfurchHabachEglfingEberfingBurggenBöbingBernried am Starnberger SeeBernbeurenAntdorfAltenstadt (Oberbayern)
Karte
Blick auf Schongau
Schongau von Norden

Schongau (mundartlich Schoa’ga) ist eine Stadt im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau. Der Hauptanteil der Stadt liegt am Westufer des Lechs im Pfaffenwinkel. Sie war Handelsstadt am Lech und bayerische Grenzstadt zu Schwaben und zum Hochstift Augsburg und besitzt eine auf einer Anhöhe errichtete weitgehend erhaltene historische Altstadt mit nahezu vollständig erhaltener Stadtmauer. Als ein Mittelzentrum ist sie neben ihrer Funktion als Wirtschaftsstandort ein wichtiger Schul-, Verwaltungs- und Versorgungsstandort für das westliche Oberbayern. Sie liegt in einem dialektalen Übergangsraum zwischen dem bairischen und schwäbischen Sprachgebiet, in dem der Lechrainer Dialekt gesprochen wird.

Der ovale Hügel, der von der alten Stadtmauer umringt wird, wurde in früherer Zeit von beiden Seiten vom Lech umflossen und wird deswegen Lechumlaufberg genannt. Auf diesem Berg befindet sich der Kern der Altstadt. Ein neueres Bebauungsgebiet ist Schongau-West.

Die Stadt ist Station an der Romantischen Straße zwischen Augsburg und Füssen und liegt somit auf dem Weg vieler Touristen, die zu den Königsschlössern nach Schwangau oder zur Wieskirche fahren.

Die Stadt hat zwei Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2][3]

Nachbargemeinden

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In unmittelbarer Nähe der Stadt befindet sich die Marktgemeinde Peiting auf der Ostseite des Lechs. Die Kreisstadt Weilheim in Oberbayern liegt ca. 25 km östlich. Lechabwärts, ebenfalls ca. 25 km entfernt, liegt die Große Kreisstadt Landsberg am Lech des benachbarten Landkreises. In näherer Umgebung findet man nördlich der Stadt die Dörfer Hohenfurch, Kinsau, Apfeldorf und Birkland. Eher westlich liegen die Dörfer Altenstadt (mit Ortsteil Schwabniederhofen), Schwabbruck, Schwabsoien (mit Ortsteil Sachsenried) und Ingenried. In Richtung Füssen (ca. 35 km entfernt) liegen die Dörfer Burggen und Bernbeuren. Ca. 25 km westlich von Schongau liegen Marktoberdorf, die Kreisstadt des Landkreises Ostallgäu, sowie die kreisfreie Stadt Kaufbeuren.

Mittelalter und frühe Neuzeit

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Der Ursprung Schongaus ist das jetzige Altenstadt, ein großer Teil der Bewohner zog im 13. Jahrhundert nur wenige Kilometer weiter in die auf dem Lechumlaufberg gegründete Siedlung am Lech und nahm den Ortsnamen mit. Die Hügellage war bei weitem besser zu verteidigen. Die Stadt Schongau liegt ganz in der Nähe der ehemaligen Römerstraße nach Augsburg, der Via Claudia Augusta (47 nach Christus) und verdankt damit ihren Ursprung den Römern. Im Mittelalter war sie ein bedeutsamer Knotenpunkt und wichtiger Handelsplatz auf der Verkehrslinie Verona–Augsburg–Nürnberg und auf der Salzstraße vom Berchtesgadener Land ins Allgäu.

Der alamannisch besiedelte Lechrain stand bis ins 12. Jahrhundert unter der Herrschaft der schwäbischen Welfen. Nach dem Tode Welfs VI. im Jahre 1191 fielen die welfischen Hausgüter in Schwaben durch Erbvertrag an die Staufer. Kaiser Friedrich Barbarossa schlug diese den staufischen Hausgütern zu. Als der letzte Stauferherrscher Konradin im Jahr 1267 nach Italien gezogen war, um seine Machtansprüche gegen Karl von Anjou zu verteidigen, entzog ihm sein Verbündeter Herzog Ludwig II. von Bayern unerwartet seine Hilfe und verlangte die Begleichung von Schulden, weshalb Konradin einen Großteil seiner Besitzansprüche als Herzog von Schwaben verpfänden musste (sogenannte Konradinische Schenkung).[4] Auf diesem Weg gelangten die bayerischen Herzöge aus dem Hause Wittelsbach, die bestrebt waren, ihren Machtbereich in den alamannischen Siedlungsbereich hinein – bis an den Lech – zu verschieben, im Jahre 1268 in den Besitz des Großteils des Lechrains.

Östliche Stadtmauer und Spitalkirche Hl. Geist in Schongau

Kaiser Ludwig der Bayer hatte Schongau 1331 ein eigenes Rechtsbuch mit Münzrecht verliehen.[5] Herzog Christoph der Starke hielt sich gerne in der Stadt auf,[6] nach ihm ist die Christophstraße in der Altstadt benannt. Am 22. Mai 1493 vernichtete ein verheerender Brand weite Teile der Oberstadt und das herzogliche Pflegeschloss; erst 1514 war der Wiederaufbau größtenteils abgeschlossen.[5][6] Schongau war mehrfach in kriegerische Auseinandersetzungen verwickelt und war öfter Durchgangs- bzw. Aufenthaltsort von freundlichen und feindlichen Truppen.

Schongau 1687[7]

Durch Handel und den regen Fleiß seiner Bürger erlebte Schongau eine Blütezeit bis zur Zeit um die Entdeckung Amerikas 1492, die eine Verlegung der großen Handelsstraßen zur Folge hatte. In der Folge wurde die Stadt so arm, dass bedeutende Gebäude wie das Schloss oder das Ballenhaus teilweise einfielen oder rückgebaut wurden, weil das Geld für die Dachsanierung fehlte.

Michel de Montaigne ritt 1580 mit Gefolge von Bordeaux nach Wangen, Isny, Kempten, Pfronten, Füssen, floßte über den Lech nach Schongau, Landsberg, Augsburg – ritt dann über München, Innsbruck, Richtung Rom. Er schreibt im Tagebuch zu Schongau, Seite 57: „Nach Tisch brachen wir auf und kamen die einen wie die anderen zur Nacht nach Schongau, vier Meilen davon, einer kleinen, dem Herzog von Bayern gehörenden und infolgedessen ganz katholischen Stadt: Dieser Fürst hat mehr als jeder andere deutsche sein Gebiet von der Ansteckung reingehalten und bleibt unentwegt beim alten Glauben. Der Stern ist ein gutes Gasthaus. Wir fanden hier eine neue Anordnung der Tafel: die Salzständer wurden auf einem quadratischen Tisch von einer Ecke zur gegenüberliegenden aufgestellt, so daß ein St. Andreaskreuz gebildet wurde. ; wir bekamen ferner neuen Wein, der dort meist nach Beendigung des Gärens getrunken wird....“[8].

Während des Hexenwahns kam es in Schongau zu einem Hexenprozess (1589–1592), der mit 63 Opfern einer der größten im süddeutschen Raum war.

19.–21. Jahrhundert

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Den ersten Eisenbahnanschluss hatte die Stadt am 16. November 1886 durch die Bahnstrecke Landsberg am Lech–Schongau. Der Bahnanschluss in Richtung Weilheim wurde am 12. Januar 1917 durch die Bahnstrecke Schongau–Peißenberg eröffnet. Ursprünglich wegen des Bergbaus in Peiting gab es von 1923 bis 1977 die Bahnstrecke Kaufbeuren–Schongau.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gewannen Stadt und Umland durch Flüchtlinge deutlich an Einwohnern und entwickelten sich durch den prosperierenden Mittelstand zu einem Bezirk mit verhältnismäßig geringer Arbeitslosigkeit.

Schongau war früher Kreisstadt eines gleichnamigen Landkreises. Durch die bayerische Landkreisreform 1972 verschmolz dieser mit dem Landkreis Weilheim zum heutigen Landkreis Weilheim-Schongau. In der Stadt gibt es noch einige Institutionen der Kreisbehörde, auch die Bezeichnung Altlandkreis Schongau wird noch gelegentlich verwendet.

Einwohnerentwicklung

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Jahr184019001939195019611970198719911995
Einwohner[9]1.5552.4723.6476.5998.83211.00610.18211.10911.731
Jahr199520052010201020152016201720182019
Einwohner12.16812.44912.08211.64312.29112.25212.29812.39612.377
Jahr20202022202320242026
Einwohner12.35012.64813.11013.11212.572[10]

Konfessionsstatistik

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Laut Zensus 2022 waren mit Stand Mai 2022 42,7 % der Schongauer katholische Kirchenmitglieder, 10,8 % evangelische und 46,5 % gehörten einer anderen Konfession an oder waren konfessionslos.[11]

Dem Stadtrat Schongaus gehören 24 Personen an, die alle sechs Jahre durch Wahlen neu bestimmt werden. Außerdem ist die Erste Bürgermeisterin oder der Erste Bürgermeister Mitglied des Gremiums. Bei der Stadtratswahl am 8. März 2026 wurde ein Ergebnis erzielt, das in den Diagrammen dargestellt ist.

Stadtratswahl Schongau 2026
Wahlbeteiligung: 57,6 % (2020: 53,6 %)
 %
30
20
10
0
28,8 %
18,5 %
27,4 %
12,8 %
9,4 %
3,1 %
ALS d
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2020
 %p
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  −2
  −4
  −6
  −8
−7,5 %p
−6,8 %p
+11,9 %p
+0,9 %p
−1,6 %p
+3,1 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d 
Alternative Liste Schongau
Sitzverteilung im Stadtrat Schongau 2020
      
Insgesamt 24 Sitze
Wahlergebnisse der Kommunalwahlen in Schongau seit 2002
Partei / Liste Wahl 2026[12] Wahl 2020[13] Wahl 2014[14][15] Wahl 2008[16] Wahl 2002[17]
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
CSU28,8736,3833,9838,6939,710
SPD18,5425,3629,4733,0833,68
Unabh. Wählervereinigung Schongau27,4715,5418,3420,8521,35
Alternative Liste Schongau12,8311,93––––––
Grüne9,4211,03––––––
AfD3,11––––––––
Alternative Liste Schongau/Grüne––––18,457,625,41
Gesamt100 %24100 %24100 %24100 %24100 %24
Wahlbeteiligung 57,6 % 53,6 % 57,3 % 61,1 % 64,2 %

Seit 1996 war Friedrich Zeller (SPD) Erster Bürgermeister, ihm folgte vom 1. Mai 2008 bis zum 30. April 2014 Karl-Heinz Gerbl (SPD).

Seit dem 1. Mai 2014 war der damals 44-jährige Verwaltungsjurist Falk Sluyterman van Langeweyde Erster Bürgermeister. Bei den Kommunalwahlen 2014 gewann er als Kandidat der SPD die Stichwahl am 30. März 2014 äußerst knapp mit 50,3 % bzw. 32 Stimmen Vorsprung.[18] Gegenkandidat war der 27-jährige Heilerziehungspfleger Tobias Kalbitzer,[19] der für eine „Unorganisierte Wählergruppe Karl-Heinz Rumgedisse“ antrat. Die Kandidaten der CSU und der Unabhängigen Wählervereinigung Schongau waren schon im ersten Wahlgang am 16. März ausgeschieden. Kalbitzers Erfolg im ersten Wahlgang war – vor dem Hintergrund seines unkonventionellen Auftretens im Vorfeld der Wahl – Gegenstand einer bundesweiten Berichterstattung.[20] Kalbitzer erzielte auch bei der Stadtratswahl am 16. März 2014 mit der höchsten jemals für einen Schongauer Stadtratskandidaten abgegebenen kumulierten Stimmenzahl von 5656 für die Alternative Liste Schongau (die örtliche mit den Grünen assoziierte Gruppe) einen Sitz.[21] Am 6. Mai 2014 wählte der Stadtrat mit 15:9 Stimmen Kalbitzer zum Zweiten Bürgermeister.[22]

Bei der Stichwahl am 29. März 2020 wurde Falk Sluyterman van Langeweyde mit 51,3 % wiedergewählt; im ersten Wahlgang hatte er unter drei Bewerbern 48,7 % der Stimmen erhalten.

Bei der Wahl am 8. März 2026 erreichten unter vier Bewerbern Thomas Schleich (UWV, 39,7 %) und Daniela Puzzovio (ALS, 24,6 %) die Stichwahl, bei der am 22. März 2026 Schleich mit 66,8 % zum Bürgermeister gewählt wurde.

Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Adler mit roter Zunge, im Brustschild die bayerischen Rauten.“[23]

Das Wappen wurde der Stadt 1331 von Kaiser Ludwig dem Bayern verliehen.[24]

Städtepartnerschaften

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Schongau gehört zu einem Kreis von vier Städten, die seit 1962 durch eine Partnerschaft miteinander verbunden sind. Die drei anderen sind:

Stadt Staat
Colmar Frankreich
Lucca Italien
Sint-Niklaas Belgien

Weitere Partnerschaften unterhält Schongau mit:

Stadt Staat Seit
Abingdon-on-Thames Vereinigtes Königreich1970
Gogolin Polen1996

Sehenswürdigkeiten

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  • Die Altstadt Schongau ist auf Basis des Denkmalschutzgesetzes vom 1. Oktober 1973 ein Ensemble.
  • Das Erdgeschoss des Ballenhauses war früher Lagerraum und Schranne für die Warenströme der Handelsstraßen. In den Obergeschossen war die Stadtverwaltung untergebracht.[25] 1858 bis 1860 wurde wegen Schäden fast ein Drittel des Gebäudes abgetragen.[25][26]
  • Die Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt besitzt eine Rokokoausstattung mit Fresken von Matthäus Günther und Stuck der Wessobrunner Schule.[27]
  • Die Stadtmauer stammt aus dem 14. Jahrhundert. Sie hatte früher fünf Tore und sechzehn Türme.[28]
  • Der Polizeidienerturm ist ein Torturm des 13. Jahrhunderts. Er wurde aus Tuffquadern als Schalenturm errichtet. Nachdem er seine Funktion als Stadttor eingebüßt hatte, wurde die offene Rückseite zur Stadt hin geschlossen und der Turm als bewohnter Einlass umgebaut. Im Jahre 1787 wurde das Oktogon mit Zeltdach aufgesetzt. Im 19. Jahrhundert Wohnnutzung durch den Polizeidiener.[29]
  • Im Münzgebäude an der nördlichen Stadtmauer gelegen wurde bis Mitte des 16. Jahrhunderts das Münzrecht ausgeübt. Im Jahre 1771 wurde es neu erbaut.[26]
  • Stadtmuseum Schongau

Wirtschaft und Infrastruktur

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Bundesstraße 17 im westlichen Gemeindegebiet

Straßenverkehr

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In Schongau kreuzten sich zwei Bundesstraßen, die B 472 kommt aus Richtung Bad Tölz und führt weiter nach Marktoberdorf, die B 17 erreicht Schongau auf ihrem Weg von Augsburg nach Füssen. Seit 1997 werden diese gemeinsam auf einer großteils auf Schongauer Flur gelegenen gut ausgebauten Umgehungsstraße westlich und südlich über die Lechtalbrücke Schongau um Schongau und Peiting herumgeführt. Die B 17 ist zwischen Landsberg am Lech und Schongau zu einer größtenteils dreispurigen Schnellstraße, d. h. mit abwechselnder Überholmöglichkeit, ausgebaut.

Der Busverkehr wird seit 2025 im Rahmen des Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) von verschiedensten Unternehmen betrieben. Regionalverkehr Oberbayern ist hierbei der größte Anbieter.

Schienenverkehr

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Der Bahnhof Schongau ist Endpunkt der Pfaffenwinkelbahn, die von Weilheim über Peißenberg und Peiting nach Schongau führt. Auf dieser Strecke verkehren stündlich Dieseltriebwagen der Bayerischen Regiobahn. Eine weitere funktionstüchtige Schienenverbindung, die Fuchstalbahn, existiert in Richtung Landsberg am Lech (über Denklingen und Fuchstal), auf ihr findet nur noch Güterverkehr statt. Diverse Initiativen machen sich für eine Reaktivierung des Personenverkehrs auf dieser Strecke stark. Bis in die 1970er Jahre existierte zudem noch eine Nebenstrecke nach Kaufbeuren (Bahnstrecke Kaufbeuren–Schongau). Heute verlaufen auf einem großen Abschnitt der ehemaligen Trasse Teile der Radwanderwege Sachsenrieder Bähnle und Dampflokrunde. Früher hatte Schongau ein eigenes Bahnbetriebswerk, das Gebäude stand noch bis ins Jahr 1997.[30][31]

Durch die Stadt verlaufen regionale Radwege wie das Sachsenrieder Bähnle und Fernradwege wie der D-9 Weser-Romantische Straße, die Via Claudia Augusta, der Lechradweg oder der Allgäu-Radweg.

Ansässige Unternehmen

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Papierfabrik der UPM-Kymmene (2014)

Schongau war bis ins 19. Jahrhundert das Handels- und Verwaltungszentrum der Region. Das Schloss (heute Teil des Landratsamtes) und das bis 2009 betriebene Amtsgericht Schongau zeugen davon. Danach entwickelte es sich zu einer Industriestadt in landschaftlich reizvoller Umgebung.

Bedeutende ortsansässige Industriebetriebe sind:

  • Der Papierhersteller UPM-Kymmene (vormals Haindl) hat mit dem Rohstoff Altpapier einen überregionalen Einzugsbereich (Süddeutschland und angrenzende Staaten). Stand Mitte 2026 beschäftigt er rund 400 Mitarbeiter und produziert mit Stand Mitte 2026 auf zwei Papiermaschinen jährlich bis zu 535.000 Tonnen Rollendruckpapier unter Verwendung von mehr als 90 % Altpapier (neben Holz).[32]
  • Die Comprevia GmbH ist 2026 aus der früheren Hoerbiger Kompressortechnik hervorgegangen[34] und beschäftigt (mit Stand Ende 2025) etwa 270 Mitarbeiter an ihrem Schongauer Standort.[35]
  • Der Nahrungsmittelhersteller Hochland beschäftigt mit Stand August 2026 an seinem Schongauer Standort etwa 660 Mitarbeiter.[37]

Bis zur Einstellung im Juli 2023 gab es auch mit einer Strumpffabrik Textilherstellung in Schongau.[38]

Zwischen dem Lechsportstadion und der Altstadt sind die folgenden Schulen in direkter Nachbarschaft zueinander angesiedelt:

Außerdem besteht am nördlichen Stadtrand eine Berufsschule, die auch den Volkshochschulen im Pfaffenwinkel Räumlichkeiten bietet.

Persönlichkeiten

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Söhne und Töchter der Stadt

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Persönlichkeiten, die in der Stadt gewirkt haben

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  • Martin Zeiller: Schonga. In: Matthäus Merian (Hrsg.): Topographia Bavariae (= Topographia Germaniae. Band 4). 1. Auflage. Matthaeus Merian, Frankfurt am Main 1644, S. 100 (Volltext [Wikisource]).
  • Geschichte und Denkwürdigkeiten der Stadt Schongau. Erstauflage von 1852, Nachdruck von 1969 durch den Verlag der Schongauer Nachrichten.
  • Jahrbücher des Historischen Vereins Schongau mit den Namen „Der Welf“, seit 1993.
  • Joseph Friedrich Lentner: Die Venezianer in Schongau. Erzählung von Joseph Friedrich Lentner (1814–1852). Hrsg.: Stadt Schongau (= Historische Reihe. Band 6). Schongau 1993.
  • M. Müller: Bibliographie für Schongau und Umgebung (historischer-verein-schongau.de PDF)
  • Edmund Kammel: Radfahrer-Touren-Buch für Weilheim unter Berücksichtigung der Nachbarorte Landsberg, München, Murnau, Schöngau und Tölz, Weilheim 1892 (BSB München digital).
  • Historische Romane der Henkerstochter-Saga von Oliver Pötzsch (2008 – 2017 bei Ullstein)
Commons: Schongau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Schongau – Reiseführer

Einzelnachweise

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  1. ↑ Einwohnerzahlen – Stand: 31. Dezember 2025. (PDF; 4,1 MB) Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke in Bayern. In: statistik.bayern.de. Bayerisches Landesamt für Statistik, Mai 2026, abgerufen am 21. Mai 2026 (Hilfe dazu).
  2. ↑ Stadt Schongau in der Ortsdatenbank von bavarikon.
  3. ↑ Stadt Schongau, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 18. Dezember 2021.
  4. ↑ Jan Puhl: Tod durch das Schwert. In: spiegel.de. Spiegel Geschichte, 27. August 2010, abgerufen am 19. März 2014.
  5. 1 2 Georg Paula, Stefanie Berg-Hobohm: Landkreis Weilheim-Schongau: Denkmäler in Bayern. Band 2, Lipp Verlag, München 2003, ISBN 3-87490-585-3, S. 372.
  6. 1 2 Sigfrid Hofmann: Geschichte der Stadt Schongau. In: Schongau Herzstück des Pfaffenwinkels. S. 46.
  7. ↑ Anton Wilhelm Ertl: Chur-Bayerischer Atlas. Nürnberg 1687, S. 159.
  8. ↑ Datei:Michel de Montaigne Italienreise.png
  9. ↑ Statistik kommunal 2021 – Stadt Schongau 09 190 148. (PDF) 31. Januar 2022, abgerufen am 19. Juli 2026.
  10. ↑ Schongau – Stand: 31.03.2026. In: statistikportal.de. 31. März 2026, abgerufen am 19. Juli 2026.
  11. ↑ Zensus Datenbank – Personen: Religion. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 25. Juni 2026, abgerufen am 19. Juli 2026.
  12. ↑ Stadtratswahl 2026, Stadt Schongau, Endergebnis, abgerufen am 11. September 2026
  13. ↑ Stadtratswahl 2020, Stadt Schongau, Amtliches Endergebnis, abgerufen am 8. Juni 2020
  14. ↑ Ergebnis der Kommunalwahl 2014. In: merkur.de. Abgerufen am 18. März 2014.
  15. ↑ Weilheimer Tagblatt vom 18. März 2014, Lokalteil S. 8.
  16. ↑ Ergebnis der Kommunalwahl 2008. In: wahlen.bayern.de. Abgerufen am 23. Mai 2011.
  17. ↑ Ergebnis der Kommunalwahl 2002. In: wahlen.bayern.de. Abgerufen am 23. Mai 2011.
  18. ↑ Bürgermeisterwahl 2014 – Endergebnis. In: schongau.de. Stadt Schongau, archiviert vom Original am 2. Mai 2014; abgerufen am 1. Mai 2014.
  19. ↑ Tobias Kalbitzer. In: als-schongau.de. Alternative Liste Schongau, archiviert vom Original am 2. April 2014; abgerufen am 31. März 2014.
  20. ↑ Beispielsweise: Jochen Stahnke: Politik ohne Hose. In: faz.net. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28. März 2014, abgerufen am 31. März 2014.
  21. ↑ Stadtratswahl 2014. In: schongau.de. Stadt Schongau, archiviert vom Original am 30. März 2014; abgerufen am 31. März 2014.
  22. ↑ Tobias Kalbitzer ist Vize-Bürgermeister. In: merkur.de. Schongauer Nachrichten, 7. Mai 2014, abgerufen am 7. Mai 2014.
  23. ↑ Wappen von Schongau in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  24. ↑ Stadtgeschichte & Wappenbeschreibung. (Memento vom 19. Januar 2010 im Internet Archive) In: schongau.de. Stadt Schongau, abgerufen am 1. November 2009.
  25. 1 2 Hans und Karl Pörnbacher: Schongau – Tor zum Pfaffenwinkel. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-89870-516-5, S. 20.
  26. 1 2 Sigfrid Hofmann: Kurze Stadtgeschichte von Schongau. In: Lech-Isar-Land. 1974, S. 149.
  27. ↑ Hans und Karl Pörnbacher: Schongau – Tor zum Pfaffenwinkel. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-89870-516-5, S. 15 ff.
  28. ↑ Hans und Karl Pörnbacher: Schongau – Tor zum Pfaffenwinkel. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2008, ISBN 978-3-89870-516-5, S. 26.
  29. ↑ Schild mit Inschrift am Turm.
  30. ↑ Peter Rasch: Die Nebenbahnen zwischen Ammersee, Lech und Wertach. Mit Ammerseebahn, Pfaffenwinkelbahn & Co rund um den Bayerischen Rigi. EOS Verlag, St. Ottilien 2011, ISBN 978-3-8306-7455-9, S. 212–215.
  31. ↑ Das Bw Schongau. In: Eisenbahn Journal. Ausgabe 6/1985 vom September, ISSN 0720-051X, H. Merker, S. 36 ff.
  32. ↑ UPM Schongau. UPM Communication Papers, abgerufen am 16. Juli 2026.
  33. ↑ Jörg von Rohland: 25 Jahre Hoerbiger Antriebstechnik in Schongau: Aufbruchstimmung im Jubiläumsjahr. In: Münchner Merkur. 3. August 2021, abgerufen am 16. Juli 2026.
  34. ↑ Andreas Jäger: Bekannte Firma hat jetzt einen neuen Namen – „Produkte werden sich nicht verändern“. In: Münchner Merkur. 3. Juni 2026, abgerufen am 16. Juli 2026.
  35. ↑ Nimbus acquires HOERBIGER’s reed-valve business. Nimbus Control B.V., 31. Dezember 2025, abgerufen am 3. August 2026.
  36. ↑ Boris Forstner: Auto-Zulieferer zieht großen Auftrag an Land – auch Standort in Bayern profitiert. In: Münchner Merkur. 8. Juni 2026, abgerufen am 16. Juli 2026.
  37. ↑ Elke Robert: Bei Hochland rollen die Bagger an: Fußgängerbrücke über B17 geplant. In: Münchner Merkur. 29. August 2026, abgerufen am 31. August 2026 (Angabe zu Mitarbeitern im letzten im letzten Abschnitt).
  38. ↑ Elke Robert: Strumpffabrik in Schongau insolvent: Mitarbeiter gehen in die Offensive und suchen Investoren. In: Münchner Merkur. 3. Juni 2023, abgerufen am 17. Juli 2026.