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Staatsbad

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

StaatsbĂ€der sind Kurbetriebe im Besitz der deutschen LĂ€nder. Viele StaatsbĂ€der haben ihren Ursprung in der feudalistischen Zeit des 18. und 19. Jahrhunderts, als die Landesherren Heilquellen in Besitz nahmen und Badeeinrichtungen erbauen ließen. Viele dieser Kureinrichtungen blieben in Landesbesitz. Die Kurorte werden umgangssprachlich als Staatsbad bezeichnet, doch tatsĂ€chlich in Staatsbesitz befinden sich nur einzelne Bereiche des Kurbetriebs, nicht aber die Orte selbst.

In jĂŒngster Zeit zieht sich der Staat oft zunehmend aus seiner historischen ZustĂ€ndigkeit zurĂŒck: Immer mehr BundeslĂ€nder trennen sich von ihren StaatsbĂ€dern, teils durch Kommunalisierung, teils durch Privatisierung der Kuranlagen. ZusĂ€tzlich zwingen Gesundheitsreformen, die rĂŒcklĂ€ufige Zahl der Kurverordnungen und die Rezession die BĂ€der zu Umstrukturierungen. Um Verluste aus dem Kurbetrieb auszugleichen, versuchen sie hĂ€ufig, die Bereiche Wellness und Tourismus auszubauen.

Zudem stellte 2020 die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen die StaatsbĂ€der vor große Herausforderungen.[1]

Bekannte deutsche StaatsbĂ€der befinden sich u. a. in Baden-Baden, Badenweiler, Bad Bocklet, Bad Brambach, Bad BrĂŒckenau, Bad Elster, Bad Kissingen, Bad Pyrmont, Bad Meinberg, Bad Mergentheim, Bad Reichenhall, Bad Salzuflen, Bad Steben, Bad Wildbad und Bad Wörishofen.[2]

Ehemalige StaatsbĂ€der sind unter anderem in Bad Bergzabern, Bad DĂŒrkheim, Bad Ems, Bad Nauheim, Bad Nenndorf[3], Norderney[4], Bad Oeynhausen, Bad Salzhausen, Bad Schwalbach, Schlangenbad, Wangerooge und Bad Wildungen.[5]

Einzelnachweise

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  1. ↑ Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die StaatsbĂ€der In: baden-wuerttemberg.de, 10. Juni 2020, abgerufen am 23. September 2025.
  2. ↑ Barbara Bedacht: 18 deutsche StaatsbĂ€der im Staatsbad zu Gast, auf mainpost.de, 28. September 2010, abgerufen am 23. September 2025 (Bezahlschranke).
  3. ↑ Landesregierung stimmt Vertrag zur Kommunalisierung des Staatsbades Nenndorf zu. In: stk.niedersachsen.de. NiedersĂ€chsische Staatskanzlei, 5. Mai 2026, abgerufen am 5. Mai 2026.
  4. ↑ Norderney ist ab Januar kein Staatsbad mehr - WELT. 16. November 2011, abgerufen am 22. Juni 2023.
  5. ↑ StaatsbĂ€der. Land ĂŒbergibt Kuranlagen an Stadt Bad Nauheim In: Frankfurter Allgemeine (faz.net), 1. Juli 2005, abgerufen am 23. September 2025 (Bezahlschranke).