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Verschwendung

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie

Als Verschwendung (oder Vergeudung; lateinisch vastum) wird der ĂŒbermĂ€ĂŸige Verbrauch oder die unwirtschaftliche Verwendung von Ressourcen bezeichnet. Gegensatz sind Sparsamkeit und Geiz.

Das Wort Verschwendung ist die Substantivierung des althochdeutschen Verbs firswenden, firswenten fĂŒr „verschwinden lassen, aufbrauchen“.[1][2]

Ein Lexikon aus dem Jahre 1862 definierte Verschwendung als die „vernunftwidrige Anwendung, Verprassung des zeitlichen Gutes. Insbesondere verschwendet man sein Geld und Gut im unmĂ€ĂŸigen Genuss von Speis und Trank, durch leichtfertige Teilnahme an sinnlichen VergnĂŒgungen und Unterhaltungen, durch einen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig großen Aufwand in Kleidern oder durch einen ĂŒbertriebenen Luxus in RĂŒcksicht auf die Wohnungen und ihre Einrichtung“.[3]

Verschwendet werden können Arbeit und Kraft oder Wirtschaftsobjekte wie Geld, GĂŒter, Steuern, Vermögen oder die Zeit. In den Wirtschaftswissenschaften wird Verschwendung prominent thematisiert, da sie im Zusammenhang mit dem Wirtschaften steht.

Im Evangelium nach Markus wird erzĂ€hlt, nachdem eine Frau in Betanien ĂŒber Jesus das kostbare Nardenöl ausgoss, „wurden einige unwillig und sprachen untereinander: Was soll diese Vergeudung des Salböls?“ (Mk 14,4 EU). Der zwischen 54 und 68 nach Christus regierende römische Kaiser Nero ließ sich Prunkbauten errichten, die eine Rotunde enthielten, welche Tag und Nacht rotierte wie das Weltall.[4] Einer der grĂ¶ĂŸten Verschwender jener Zeit war der 69 regierende Vitellius, der seine Kleidung so ĂŒbermĂ€ĂŸig mit Edelsteinen schmĂŒckte, dass das Gewicht kaum tragbar war. Sein goldenes Geschirr ließ er nach einer Mahlzeit verschenken.[5]

Auch spĂ€tere Adelige, Kaiser und Könige neigten zur Verschwendung. Friedrich I. wurde bereits zu Lebzeiten von seinen Zeitgenossen Verschwendung vorgeworfen.[6] Trotz der sehr hohen Hofhaltungskosten, die 1712 bei einem Staatsbudget von 4 Millionen Taler immerhin 561.000 Taler (22 %) betrugen, war im 18. Jahrhundert die ReprĂ€sentation (wozu Feste, Schlösser, Kunstförderung, aber auch die Beschaffung von exotischen Tieren fĂŒr den sogenannten „Hetzgarten“ gehörten) ein wichtiger Machtfaktor und Statussymbol, mit denen ein König ausdrĂŒckte, wie viel Macht er besaß. Eine prĂ€gende Forschungsmeinung fĂŒr die Historie stellte die schriftlichen Äußerungen seines Enkels Friedrich II., eines Vertreters des aufgeklĂ€rten Absolutismus, ĂŒber seinen Großvater dar. So beschrieb dieser in seinem 1750 erschienenen Historienwerk Geschichte meiner Zeit den Großvater als törichten Verschwender.[7]

Ursache des finanziellen Zusammenbruchs des französischen Staatswesens war die ungeheure Staatsverschuldung, die von den Kriegen und der Prunksucht Ludwigs XIV. herrĂŒhrte, und die sinnlose Verschwendung unter Ludwig XV. mit der schamlosen Bereicherung seiner Maitressen und GĂŒnstlinge bis zu 4 Milliarden Livres.[8] Sein Enkel Ludwig XVI. (1774–1792) war zu schwach, um den Missbrauch öffentlicher Gelder am Hofe abzustellen. Seine prachtliebende Gattin Marie Antoinette und seine BrĂŒder (der spĂ€tere Ludwig XVIII. und der spĂ€tere Karl X) nahmen an der Verschwendung des Hofes teil.

Dem König von Bayern Ludwig II. (1864–1886) wurde Prunksucht nachgesagt. Dessen KabinettssekretĂ€r und Kassierer der Kabinettskasse hielten es fĂŒr ihre Pflicht, der Neigung zur Verschwendung entgegenzuwirken, was auch auf die Ausgaben des Königs fĂŒr den befreundeten Richard Wagner zutraf.[9]

Werner Sombart setzte 1913 Luxus mit verschwenderischem Konsum gleich.[10] Aus dem Geist der Verschwendung ist Sombart zufolge der Kapitalismus entstanden. Georges Bataille betrachtete 1933 die Verausgabung (französisch dĂ©pense) – die höchste Form der Verschwendung – als nutzlose Zerstörung und totalen Verlust von Ressourcen und Werten; nur der produktive Verbrauch außerhalb der Verschwendung wird als akzeptabel angesehen. FĂŒr ihn gehörten zur unproduktiven Verausgabung „Luxus, Trauerzeremonien, Kriege, Kulte, die Errichtung von Prachtbauten, Spiele, Theater, KĂŒnste, die perverse (d. h. von der GenitalitĂ€t losgelöste) SexualitĂ€t“.[11]

Betriebswirtschaftslehre

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Jede Erdbeere einzeln verpackt: FragwĂŒrdige Verschwendung von Ressourcen
Gebrauchte Kaffeekapseln

Das von Taiichi Ohno 1993 weiterentwickelte Toyota-Produktionssystem zielt darauf ab, die Produktion zu optimieren und Verschwendung jeder Art zu vermeiden.[12] Danach ist Verschwendung (japanisch 無駄 muda) die Gesamtheit aller TĂ€tigkeiten, die den Wert eines Produktes nicht erhöhen und fĂŒr den Produktionsprozess nicht erforderlich sind.[13]

FĂŒr Ohno besteht die gegenwĂ€rtige KapazitĂ€t K eines Unternehmens aus Arbeit A und Verschwendung W:

K=A+W.

Wird die Verschwendung beseitigt, ist die ArbeitskapazitÀt aus ökonomischer Sicht voll produktiv ausgelastet.

Taiichi Ohno zÀhlte sieben Arten der Verschwendung auf:[14]

Verschwendungsart Beschreibung Auswirkung
Fehlproduktion Produkte und Dienstleistungen entsprechen nicht den KundenerwartungenProduktrisiko fĂŒhrt zur Produkthaftung
Lagerhaltung ĂŒberhöhter LagerbestandLagerrisiko mit erhöhten Lagerkosten
Transportwesen ĂŒberlange TransportwegeTransportrisiko mit erhöhten Transportkosten
ĂŒberflĂŒssige Bewegungen der Materialfluss ist suboptimalhöhere Durchlaufzeiten
ÜberkonsumĂŒbertriebenes Konsumverhalten der Verbraucherallgemein: Überflussgesellschaft,
bei Nahrung und GetrĂ€nken: Übergewicht
Überproduktion das Absatzvolumen ĂŒbersteigt die GĂŒternachfrageAngebotsĂŒberhang
ungeeignete Produktionsprozesse die Kombination von Maschinen, Material und Personal ist suboptimalhohes Produktrisiko und damit hohes Absatzrisiko
unnötige WartezeitenBehinderung des Arbeitsablaufs und Störungenerhöhen die Durchlaufzeiten und Herstellungskosten, EngpÀsse, Warteschlangen

Ohno zufolge fĂŒhrt dies zu einer Überlastung von Personal (ArbeitsĂŒberlastung) und Maschinen (japanisch 無理 muri), unausgeglichenen Produktionsprozessen und ungleichmĂ€ĂŸiger Auslastung (japanisch mura).

Lean Management ist unter anderem gekennzeichnet durch wenige Hierarchie-Ebenen und das ausgeprĂ€gte Bestreben um Vermeidung jeglicher Verschwendung von SachgĂŒtern und Zeit.[15] Was fĂŒr den Kunden keinen Kundennutzen und damit auch keine Wertschöpfung erbringt, ist Verschwendung.[16] Die Vermeidung von Verschwendung gilt fĂŒr alle mit „Lean“ (deutsch „schlank“) beginnenden Managementprozesse wie Lean Development, Lean Production oder Lean Startup.

Die Vermeidung der Verschwendung ist neben der kontinuierlichen Verbesserung eines der wichtigsten Gestaltungsprinzipien der Ganzheitlicher Produktionssysteme.[17]

Energieverschwendung ist der ĂŒbermĂ€ĂŸige Energieverbrauch durch Wirtschaftssubjekte oder die in der Energieerzeugung und dem Energietransport innewohnenden technisch-physikalischen MĂ€ngel. Die Fachliteratur erwĂ€hnt folgende Arten der Energieverschwendung:[18]

Nicht erst hohe Energiekosten in einer Energiekrise dĂŒrfen der Anlass fĂŒr Energieeinsparung sein, sondern vielmehr mĂŒssen alle Wirtschaftssubjekte bei ihrem Konsumverhalten stets auch Energieeffizienz zum Ziel haben.

Lebensmittelverschwendung (englisch food waste; dort wortgleich mit der Bezeichnung fĂŒr „Lebensmittelabfall“) bezeichnet die Beobachtung, dass große Teile der zur menschlichen ErnĂ€hrung hergestellten Lebens- und Genussmittel nie verbraucht werden, weil sie dem Verderb etwa aufgrund falscher Lagerung oder zu umfangreicher EinkĂ€ufe (Überkonsum) unterliegen oder noch nicht verdorbene Lebensmittel beispielsweise aufgrund der Fehlinterpretation von Mindesthaltbarkeitsdaten oder bereits vor dem Verkauf aufgrund eines Überangebots oder UnkonformitĂ€t vernichtet werden.

Das Problem der Lebensmittelverschwendung tritt insbesondere in Privathaushalten (42 %) am meisten auf, ist aber auch auf allen Fertigungsstufen (39 %), in der Gastronomie (14 %) und in den Liefer- und Absatzketten (5 %) zu finden.[19]

Verschwendung betrifft in der Ökologie natĂŒrliche Ressourcen, die der Übernutzung unterliegen. Zu den natĂŒrlichen Ressourcen gehören die weltweite LandflĂ€che, WasserflĂ€che, der Luftraum und allgemein die Umwelt. Deren Übernutzung stellt eine volkswirtschaftliche Fehlallokation dar.[20]

Untersucht man diese natĂŒrlichen Ressourcen, so fĂ€llt auf, dass es sich um AllmendegĂŒter handelt; sie alle unterliegen der Tendenz zur Übernutzung.[21] Garrett Hardin erkannte 1968, dass den Wirtschaftssubjekten (Privatpersonen, Unternehmen, Staat nebst seinen Gebietskörperschaften) ein unbeschrĂ€nkter und (meist) kostenloser Zugang zu diesen Ressourcen möglich ist und sie zur Übernutzung dieser Ressourcen neigen.[22] Die von ihm titulierte Tragik der Allmende besteht darin, dass die ErtrĂ€ge der intensivierten Nutzung privatisiert werden können, wĂ€hrend die Kosten sozialisiert werden.[23] Das bedeutet, dass beispielsweise ein Unternehmen durch seine Produktion Gewinne erwirtschaftet, aber die vom Unternehmen emittierten Schadstoffe die Gesundheit schĂ€digen und als Gesundheitskosten der Allgemeinheit angelastet werden.

Die Internalisierung negativer externer Effekte gleicht ökologische Verschwendung aus oder schafft Anreize zur Verhinderung.[24] Werden Unternehmen vom Staat durch Gesetz gezwungen, Grenzwerte durch Androhung einer Geldstrafe einzuhalten und diese Werte werden ĂŒberschritten, so erhöhen sich fĂŒr betroffene Unternehmen die Umweltkosten und sinken die Gewinne.

Volkswirtschaftslehre

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Das ökonomische Prinzip fordert alle Wirtschaftssubjekte auf, beim Einsatz von knappen GĂŒtern zur ErfĂŒllung der Ziele eine Verschwendung zu vermeiden. Denn es ist Verschwendung, ein gegebenes Ziel (Unternehmensziel bei Unternehmen, persönliches Ziel bei Privathaushalten oder Staatsziel bei Staaten und Gebietskörperschaften) mit mehr Mitteln als nötig zu erreichen oder mit gegebenen Mitteln weniger zu bewirken als möglich wĂ€re.[25] Werden falsche Ziele gesetzt, so ergibt sich eine Verschwendung in der Setzung und Verfolgung der gesetzten Ziele. Unterliegt die eigene Lebenserwartung einer FehleinschĂ€tzung, so kann dies eine geringere Altersvorsorge zur Folge haben.

Verschwendung wird als Fehlallokation von Mitteln angesehen, denn das gesellschaftliche Maximum ökonomischer Wohlfahrt oder eine pareto-effiziente Allokation lĂ€sst keine Verschwendung zu.[26] Somit ist auch die Überversorgung oder Fehlversorgung eine Verschwendung durch fehlerhafte Verteilung. Als staatliche Verteilungspolitik werden alle staatlichen Maßnahmen bezeichnet, welche die Einkommens- und Vermögensverteilung in einer Gesellschaft betreffen und das Staatsziel der Verteilungsgerechtigkeit zum Inhalt haben.[27] Wird hiervon abgewichen, liegt eine Fehlallokation vor.

Georges Bataille leitete 1967 seine „Ökonomie der Verschwendung“ aus einer allgemeinen Theorie der Natur ab. „Der lebende Organismus erhĂ€lt, dank des KrĂ€ftespiels der Energie auf der ErdoberflĂ€che, grundsĂ€tzlich mehr Energie, als zur Erhaltung des Lebens notwendig ist. Die ĂŒberschĂŒssige Energie (der Reichtum) kann zum Wachstum eines Systems (
) verwendet werden“.[28]

FĂŒr Michael E. Porter ist jede Umweltbelastung ein Ausdruck von Verschwendung durch unzureichende Technologien oder Managementmethoden.[29]

Nicht jede Verschwendung ist Luxus und nicht jeder Luxus ist Verschwendung.[30] LĂ€sst jemand eine Lampe lĂ€nger brennen als erforderlich, ist das Verschwendung (von Energie), aber keinesfalls luxuriös. Wer sich LuxusgĂŒter leisten kann, ohne dass dies eine EinschrĂ€nkung des ĂŒbrigen Konsums oder der LebensfĂŒhrung zur Folge hat, lebt nicht verschwenderisch, aber luxuriös.

Recycling hat auch den Zweck, ansonsten verschwendeten Abfall wieder dem Wirtschaftskreislauf zuzufĂŒhren.

Steuerverschwendung ist „eine unwirtschaftliche und unsachgemĂ€ĂŸe Ausgabe öffentlicher Mittel“.[31] Die Verschwendung kann Teil der Staatsinvestitionen oder des Staatskonsums sein. Verschwendet wird bei Staatsinvestitionen insbesondere durch Fehlinvestitionen in ĂŒberdimensionierte GebĂ€ude (öffentliche GebĂ€ude, Infrastrukturprojekte), beim Staatskonsum etwa durch fehlerhafte Wirtschaftsförderung. Eine Verschwendung von Steuern liegt auch vor, wenn Entwicklungshilfe im Ausland zweckfremd versickert.

Der Bund der Steuerzahler Deutschland veröffentlicht jĂ€hrlich ein Schwarzbuch ĂŒber die öffentliche Steuerverschwendung.

Verschwendung im Rechtssinne ist der Hang zu unnĂŒtzen, ĂŒbermĂ€ĂŸigen Ausgaben oder zu wirtschaftlich sinnlosem, unvernĂŒnftigen Gebaren aufgrund persönlicher Eigenschaften (Leichtsinn, Liederlichkeit, Prunkliebe, WillensschwĂ€che u. a.).[32] Die EntmĂŒndigung des Vaters wegen Verschwendung war im Jahre 1794 im Allgemeinen Landrecht fĂŒr die Preußischen Staaten (ALR) vorgesehen, wenn das Vermögen durch unbesonnene und unnĂŒtze Ausgaben oder durch mutwillige VernachlĂ€ssigung betrĂ€chtlich gemindert wird (I, II § 30 ALR), was den Verlust der vĂ€terlichen Gewalt zur Folge hatte (II, II § 256 ALR).[33]

Im heutigen GĂŒterrecht der Zugewinngemeinschaft wird eine durch Verschwendung verursachte Vermögensminderung gemĂ€ĂŸ § 1375 Abs. 2 Nr. 2 BGB dem Endvermögen hinzugerechnet. Sie wird nach § 1375 Abs. 3 BGB nur dann nicht dem Endvermögen hinzugerechnet, wenn sie mindestens zehn Jahre vor Beendigung des GĂŒterstands eingetreten ist oder wenn der andere Ehegatte mit der unentgeltlichen Zuwendung oder der Verschwendung einverstanden gewesen ist.

Zeitverschwendung

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Der Grundsatz „Zeit ist Geld“ (englisch time is money) macht die Zeit zu einem Kostenfaktor. Zeitverschwendung liegt in diesem Zusammenhang vor, wenn völlig ĂŒberflĂŒssige oder sinnlose TĂ€tigkeiten zu viel Arbeits- oder Freizeit in Anspruch nehmen, die anderweitig besser genutzt werden könnte. Zeitmanagement soll dazu verhelfen, Zeitverschwendung zu minimieren oder zu beseitigen. Es bedarf eines Gleichgewichts zwischen der selbstbestimmten und fremdbestimmten Zeit, wobei die Optimierung der selbst bestimmten Zeit ein Maß an UnabhĂ€ngigkeit und WillensstĂ€rke erfordert.[34] Dazu wird fĂŒr zeitraubende TĂ€tigkeiten („Zeitfresser“ wie etwa Besprechungen, Telefonate, Verhandlungen, Versammlungen) eine Tagesordnung mit Zeitplan aufgestellt, deren Einhaltung mit Selbstdisziplin möglich ist. Diese „Zeitfresser“ bedĂŒrfen einer Kosten- und Nutzenplanung, Vorbereitung, Organisation, straffer GesprĂ€chsfĂŒhrung, Arbeitsmethodik und Nachbereitung.[35] Auf PĂŒnktlichkeit ist zu achten, VerspĂ€tungen sind zu vermeiden.

Von Pierre-Martial Cibot stammt die Paraphrase: „Was die Verschwendung den Reichen nimmt, gewĂ€hrt die Sparsamkeit den Armen“.[36]

Das im Internet verwendete Akronym „WOMBAT“ steht fĂŒr eine Verschwendung von Geld, Gedanken und Zeit (englisch waste of money, brains and time)[37] und ist vor allem in sozialen Netzwerken bekannt.

Verschwendung kann als Sucht vorkommen (Verschwendungssucht).

  • Till Johannes Hoffmann: Verschwendung: Philosophie, Soziologie und Ökonomie des Überflusses. Peter Lang, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-631-59371-4 (online).
  • Michaela KrĂŒtzen: Zeitverschwendung. Gammeln, Warten, Driften in Film und Literatur. Frankfurt a. M.: Fischer Verlag 2024, ISBN 978-3-10-397172-9
  • Werner Sombart: Liebe, Luxus und Kapitalismus. Über die Entstehung der modernen Welt aus dem Geist der Verschwendung. Wagenbach, Berlin 1992, ISBN 978-3-8031-2103-5.
  • Sabine Oberhuber/Thomas Rau: Material matters: Wie wir es schaffen, die Ressourcenverschwendung zu beenden, die Wirtschaft zu motivieren, bessere Produkte zu erzeugen und wie Unternehmen, Verbraucher und die Umwelt davon profitieren. [Untertitel auf dem Buchcover: Wie eine neu gedachte Circular Economy uns zukunftsfĂ€hig macht.] Aus dem NiederlĂ€ndischen von Ira Wilhelm. Aktualisierte Ausg., Econ Verlag, Berlin 2021, ISBN 978-3-430-21075-1.
Wiktionary: Verschwendung – BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Wikiquote: Verschwendung – Zitate

Einzelnachweise

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  1. ↑ Gerhard Wahrig (Hrsg.): Deutsches Wörterbuch. 1968, ISBN 978-3-577-10079-3, Sp. 3840.
  2. ↑ Vgl. auch Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Herausgegeben von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unverĂ€nderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 818 (verschwenden: von althochdeutsch verswenden „verschwinden machen“).
  3. ↑ Franz Edmund Krönes, Homiletisches Real-Lexicon, 1862, S. 323 f.
  4. ↑ Hans Baake, Gekrönte HĂ€upter, 1895, S. 42
  5. ↑ Franz Edmund Krönes, Homiletisches Real-Lexicon, 1862, S. 325
  6. ↑ Werner Schmidt, Friedrich I. KurfĂŒrst von Brandenburg. König in Preußen, 2004, S. 210; ISBN 978-3-424-01319-1
  7. ↑ Otto Ernst Kempen, Das Spektakel des Hauses Brandenburg, in: Preußenjahrbuch – Ein Almanach, 2001, S. 19; ISBN 978-3-930929-12-2
  8. ↑ Hermann Stöckel, Geschichte des Mittelalters und der Neuzeit, 1889, S. 352
  9. ↑ Clara Tschudi, König Ludwig II. von Bayern, 2022, S. 46
  10. ↑ Werner Sombart, Studien zur Entwicklungsgeschichte des modernen Kapitalismus, Band I: Luxus und Kapitalismus, 1913, S. 135
  11. ↑ Georges Bataille, La notion de dĂ©pense, 1933, S. 12
  12. ↑ Gerhard MĂŒller/Jens Reichel/Johannes Mandelartz, Betriebliche Instandhaltung, 2009, S. 29 ff.
  13. ↑ Taiichi Ohno, Das Toyota-Produktionssystem, 1993, S. 46; ISBN 978-3-593-38836-6
  14. ↑ Taiichi Ohno, Das Toyota-Produktionssystem, 1993, S. 46
  15. ↑ JĂŒrgen Bloech, Lean Management, in: Wolfgang LĂŒck (Hrsg.), Lexikon der Betriebswirtschaft, 2004, S. 426
  16. ↑ Andre M. Schmutte/Peter F.-J. Niermann, Exzellente Managemententscheidungen, 2014, S. 410
  17. ↑ Verein Deutscher Ingenieure VDI (Hrsg.), Ganzheitliche Produktionssysteme – Grundlagen, EinfĂŒhrung und Bewertung, 2012, 2870-1
  18. ↑ Reimund Neugebauer (Hrsg.), Handbuch Ressourcenorientierte Produktion, 2014, S. 46
  19. ↑ Isabell Yasmin Schwill/Marie Joelyn Kratzberg, Zu gut fĂŒr die Tonne, 2022, S. 3
  20. ↑ Holger Rogall, Ökologische Ökonomie, 2008, S. 69
  21. ↑ Dirk Piekenbrock, Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaftslehre, 2009, S. 466
  22. ↑ Garrett Hardin, The Tragedy of the Commons, in: Science 162, 1968, S. 1243–1248
  23. ↑ Bernhard Nagel, Eigentum, Delikt und Vertrag, 2003, S. 36 f.
  24. ↑ Wolf-RĂŒdiger Bretzke, Nachhaltige Logistik, 2012, S. 37
  25. ↑ Christian-Uwe Behrens/Matthias Kirspel, Grundlagen der Volkswirtschaftslehre, 2010, S. 58
  26. ↑ Philipp Alexander MĂŒnch, Die Ordnungsethik der globalen Finanzkrise, 2015, S. 77
  27. ↑ Renate Reiter, Sozialpolitik aus politikfeldanalytischer Perspektive, 2017, S. 122
  28. ↑ Georges Bataille, Die Aufhebung der Ökonomie, 1967, S. 45
  29. ↑ Michael E. Porter/Claas van der Linde, Toward a new Conception on the Environment Competitveness Relationship, in: Journal of Economic Perspectives 9, 1995, S. 97 ff.
  30. ↑ Till Johannes Hoffmann, Verschwendung: Philosophie, Soziologie und Ökonomie des Überflusses, 2009, S. 15
  31. ↑ Bundeszentrale fĂŒr politische Bildung (Hrsg.), Das Lexikon der Wirtschaft, Band 4, 2004, S. 185
  32. ↑ Reichsgericht, Urteil vom 8. Februar 1932, Az.: IV 180/31 = 135, 182
  33. ↑ Verlag J. Guttentag (Hrsg.), Motive zu dem Entwurfe eines BĂŒrgerlichen Gesetzbuches fĂŒr das Deutsche Reich, Band IV: Familienrecht, 1881, S. 821
  34. ↑ Patrik Scherler/Antonio Teta/Claudia Frei/Flavio Di Giusto, Irrtum Zeitmanagement?, 2014, S. 13
  35. ↑ Donald L Kirkpatrick, Konferenz mit Effizienz: Erfolg mit gut geplanten Besprechungen, 1987, S. 23 ff.; ISBN 978-3-280-01910-8
  36. ↑ Karl Friedrich Wilhelm Wander, Deutsches Sprichwörter-Lexikon, Band IV, 1876, Sp. 1585
  37. ↑ Detlef JĂŒrgen Brauner/Robert Raible-Besten/Martin Weigert, Internet-Lexikon, 1997, S. 217