Jean Bobet
Jean Bobet (* 22. Februar 1930 in Saint-MĂ©en-le-Grand; â 27. Juli 2022 in Lorient)[1][2] war ein französischer Radrennfahrer.
Sportliche Laufbahn
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]1949 sowie 1950 wurde Jean Bobet, der Sprachen studierte und âle Professeurâ genannt wurde, Studenten-Weltmeister im StraĂenrennen. Dann wurde er Profi, hauptsĂ€chlich, um mit seinem Ă€lteren Bruder Louison gemeinsam Rennen fahren zu können. Er war maĂgeblich beteiligt am Sieg seines Bruders bei der Tour de France 1955, er selbst belegte den 14. Platz; 1957 wurde er 15.
Der gröĂte Erfolg in Jean Bobets Radsport-Laufbahn war sein Sieg bei ParisâNizza 1955. 1953 hatte er einen neuen Stundenweltrekord hinter Derny auf der Radrennbahn im Pariser VĂ©lodrome dâHiver mit 54,884 Kilometern aufgestellt; im selben Jahr wurde er Dritter bei MailandâSanremo. 1956 siegte er im Eintagesrennen GenuaâNizza.
Berufliches
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Im Dezember 1961 ĂŒberlebten Jean Bobet und sein Bruder Louison einen Autounfall schwer verletzt und mussten ihre Rennfahrer-Karrieren beenden. Jean Bobet wurde Journalist bei Radio Luxemburg und spĂ€ter bei LâĂquipe und Le Monde. 1966 sprach er vor Ort fĂŒr Radio Luxemburg beim Sieg von Bernard Guyot auf den letzten Etappen der Internationalen Friedensfahrt die Radioreportagen vom Rennen.[3]
Er war schon als Direktor des neuen Palais Omnisports de Paris-Bercy im GesprĂ€ch, als sein Bruder 1983 starb. Er ĂŒbernahm die Leitung der gemeinsam aufgebauten Thalasso-Therapie-Zentren; diese Therapie hatten die BrĂŒder wĂ€hrend ihrer Genesung nach dem Unfall kennengelernt und daraufhin die eigenen Zentren aufgebaut.
Jean Bobet verfasste mehrere Radsport-BĂŒcher, darunter mehrere ĂŒber seinen Bruder Louison. AuĂerdem war er PrĂ€sident von Amicale du Cyclisme, einem Zusammenschluss ehemaliger Radrennfahrer.[4]
Schriften (Auswahl)
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Le Cyclisme. Hachette, Paris 1960.
- mit Roger Frankeur: Champions. La Table ronde, Paris 1962.
- mit Albert-François Creff: La Course de la TĂȘte. Une MĂ©thode d'EntraĂźnement Cycliste. La Table ronde, Paris 1966.
- Lapize. Celui-lĂ Ă©tait un âasâ. La Table ronde, Paris 2003, ISBN 2-7103-2573-X.
- Le vélo à l'heure allemande. La Table ronde, Paris 2007, ISBN 978-2-7103-2983-1.
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Jean Bobet in der Datenbank von Radsportseiten.com
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Eintrag zu Jean Bobet in Fichier des personnes dĂ©cĂ©dĂ©es (französisch).
- â Ancien coureur et frĂšre de Louison, Jean Bobet est mort. In: lequipe.fr, 30. Juli 2022, abgerufen am 30. Juli 2022 (französisch).
- â Deutscher Radsport-Verband der DDR (Hrsg.): Der Radsportler. Nr. 22/1966. Berlin 1966, S. 6.
- â cyclismag.com ( vom 10. Februar 2010 im Internet Archive), abgerufen am 4. Mai 2024.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bobet, Jean |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Radrennfahrer |
| GEBURTSDATUM | 22. Februar 1930 |
| GEBURTSORT | Saint-Méen-le-Grand |
| STERBEDATUM | 27. Juli 2022 |
| STERBEORT | Lorient |