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Karin von Welck

aus Wikipedia, der freien EnzyklopÀdie
Karin von Welck auf einem Wahlplakat (2006)

Karin Freifrau von Welck, geb. Schmieding[1] (* 30. April 1947 in Buir), ist eine deutsche Ethnologin, parteilose Politikerin und evangelische KirchenfunktionÀrin. Sie war von 2004 bis 2010 Kultursenatorin der Freien und Hansestadt Hamburg. Von 2018 bis 2024 war sie Dechantin der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz.[2]

Nach dem Abitur 1966 absolvierte Karin Freifrau von Welck ein Studium der Politikwissenschaft, Volkskunde, Germanistik, Altamerikanischen Sprachen und Kulturen, Ethnologie und Linguistik an den UniversitĂ€ten Hamburg und Köln. 1973 beendete sie ihr Studium mit der Promotion zum Dr. phil. in Köln mit der Arbeit Untersuchungen zum sogenannten Konservatismus der Pueblo-Indianer in Arizona und Neu Mexiko. Bis 1974 war sie als wissenschaftliche Hilfskraft am Institut fĂŒr Völkerkunde der UniversitĂ€t Köln tĂ€tig und anschließend am Aufbau verschiedener kleinerer Völkerkundemuseen beteiligt. 1979 kehrte sie als wissenschaftliche Angestellte an das Institut fĂŒr Völkerkunde in Köln zurĂŒck und ĂŒbernahm 1980 die Leitung der Indonesien-Abteilung am Rautenstrauch-Joest-Museum fĂŒr Völkerkunde der Stadt Köln, dessen stellvertretende Direktorin sie ab 1982 zusĂ€tzlich war.

1990 wechselte sie als Direktorin an das Reiss-Museum der Stadt Mannheim. 1994 wurde sie zur Honorarprofessorin an der UniversitÀt Mannheim ernannt. Von 1998 bis 2004 war sie GeneralsekretÀrin der Kulturstiftung der LÀnder.

Am 17. MĂ€rz 2004 wurde sie als Kultursenatorin in den von Ole von Beust geleiteten Senat der Freien und Hansestadt Hamburg berufen (Senat von Beust II). Am 7. Mai 2008 wurde der neue Senat der Hansestadt Hamburg bestĂ€tigt (Senat von Beust III) und die neue Behörde fĂŒr Kultur, Sport und Medien mit entsprechenden Ämtern zusammengefasst. Karin von Welck war seitdem Senatorin fĂŒr Kultur, Sport und Medien. Weiterhin war sie Vorsitzende der AufsichtsrĂ€te der Hamburgischen Staatsoper, des Deutschen Schauspielhauses und des Thalia-Theaters sowie verschiedener Museen, wie z. B. der Kunsthalle und des Museums fĂŒr Kunst und Gewerbe in Hamburg.

Am 18. Juli 2010 gab auf einer Pressekonferenz im Hamburger Rathaus der Erste BĂŒrgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg Ole von Beust seinen RĂŒcktritt sowie den RĂŒcktritt der Kultursenatorin Karin von Welck und des Staatsrats der Senatskanzlei Volkmar Schön zum 25. August 2010 bekannt. Die Bekanntgabe des RĂŒcktritts erfolgte unabhĂ€ngig von dem parallel am gleichen Tag stattfindenden Volksentscheid zur Schulreform in Hamburg.

Von 2007 bis 2013 war Karin von Welck Mitglied des PrÀsidiumsvorstandes des Deutschen Evangelischen Kirchentages.[3] Sie war PrÀsidentin des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages 2009 in Bremen.

Seit 2012 ist sie erste Domherrin in der Geschichte der Vereinigten Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz. Außerdem ist sie u. a. Vorstandsmitglied der Deutschen UNESCO-Kommission und Kuratoriumsmitglied des Deutschen Literaturarchivs in Marbach.

2018 wurde sie als Nachfolgerin fĂŒr den verstorbenen Curt Becker als Dechantin der Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz gewĂ€hlt und war bis Ende Juni 2024 im Amt und damit die erste Frau als Vorsitzende des Domkapitels.[2][4]

Von Welck ist verheiratet. Sie lebt in der Samtgemeinde HankensbĂŒttel, Niedersachsen, in der LĂŒneburger Heide.[5]

Der Verein der Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin ehrte sie 2008 mit dem Max-Herrmann-Preis. Im Juni 2026 erhielt sie den Verdienstorden des Landes Sachsen-Anhalt.

Commons: Karin von Welck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ Eintrag „Welck, Karin Freifrau von“ in Munzinger Online/Personen - Internationales Biographisches Archiv, URL: https://www.munzinger.de/document/00000024837 (abgerufen am 16. September 2015)
  2. 1 2 Albrecht GĂŒnther: Dom ist Welterbe: Nun warten neue Aufgaben. In: Mitteldeutsche Zeitung. 3. Juli 2018, abgerufen am 27. Juli 2018.
  3. ↑ Die Neuen an der Spitze des Kirchentages, evangelisch.de, 15. November 2013.
  4. ↑ Domdechantin von Welck in Naumburg verabschiedet
  5. ↑ „Eine ungewöhnliche Politikerin“ bei Welt online