Seefuchsfell


Seefuchsfell ist ein gĂ€ngiger Handelsname fĂŒr das Fell des Marderhundes. Im Pelzhandel wird das Fell des Marderhundes schon immer unter vielen Namen gehandelt, nur meist nicht unter der Bezeichnung Marderhundfell. Die gebrĂ€uchlichen Bezeichnungen sind Seefuchs oder Tanuki. Nicht nur auf den Rauchwarenauktionen, sondern auch im GroĂ- und Einzelhandel wird Marderhundfell wegen seines in Teilen waschbĂ€rĂ€hnlichen Aussehens inzwischen oft mit den irrefĂŒhrenden Namen Finnraccoon (aus Finnland), Russisch Raccoon oder Chinesisch Raccoon angeboten (englisch raccoon = WaschbĂ€r).[1] Diese Bezeichnungen beruhen mit darauf, dass der Marderhund auch WaschbĂ€rhund genannt wird. In der ZĂŒchtersprache heiĂt er allgemein Ussurij Jenot = Ussurischer WaschbĂ€r oder Jenotowidnaja Sobaka = waschbĂ€rĂ€hnlicher Hund.[2]
Der ursprĂŒnglich nur im östlichen Sibirien, nordöstlichen China und Japan beheimatete Marderhund ist durch AusbĂŒrgerung im Jahr 1934 in die Ukraine heute bis nach Finnland und auch nach Deutschland (1962 erster erlegter Marderhund in der Bundesrepublik) vorgedrungen. Durch die AusbĂŒrgerungen hatte sich bis 1986 das Fellaufkommen um das vier- bis sechsfache erhöht.[3] Die IUCN schĂ€tzt entsprechend den Marderhund als nicht gefĂ€hrdet ein (
 âLeast Concernâ).
Fell
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Das etwa fuchsgroĂe, lang- und dichtbehaarte Fell hat als einfaches Kennzeichen gegenĂŒber dem WaschbĂ€ren einen Stummelschwanz; die eigenartige weiĂlichgraue Binde ĂŒber den Augenpartien macht es ansonsten dem WaschbĂ€ren Ă€hnlich. Der Grundton des Felles ist ein schmutzig erdfarbenes Gelbbraun oder Gelbgrau, mit einem starken Anteil von Schwarztönen, oft mit einer mehr oder weniger breiten dunklen kreuzförmigen RĂŒckenzeichnung. Immer ist die Wamme, also die Bauchseite, viel dunkler als der RĂŒcken, so dass der Marderhund zu den wenigen Tieren mit einer so genannten âVerkehrtfĂ€rbungâ gehört. Die kurzhaarigen Fellteile â Kehle, Brust, Wamme und Klauen â sind immer dunkel- bis schwarzbraun.[4] Der Schwanz ist dunkler als die Körperbehaarung. Die RĂŒckseite der Ohren ist dunkel. Junge Tiere sind fast vollstĂ€ndig schwarz behaart.[5] Im Sommer erscheint das Fell dunkler, weil die Grannenhaare nach dem Haarwechsel erst allmĂ€hlich ausbleichen. Wie bei den meisten Pelztieren ist das Fell in den Monaten November bis Januar voll und dicht im Haar und hat dann die beste QualitĂ€t.[6]
Das ziemlich grobe Grannenhaar erreicht im Nacken eine LĂ€nge von 6,5 bis 12 cm und ist damit noch lĂ€nger als beim Fuchs. Dadurch wirkt der Marderhund in seinem Winterfell etwas unproportioniert zu seiner GröĂe. Charakteristisch sind die nicht gleichmĂ€Ăig verteilten, sondern Ă€hnlich dem Silberfuchs bĂŒschelartig aus der Unterwolle herausragenden Grannen. Das Unterhaar ist sehr dicht. Pro cmÂČ wurden beim Augustfell 2072 neue Wollhaare gezĂ€hlt, im Oktober 6264 und im Dezember 9624.[3]
VerhĂ€ltnismĂ€Ăig oft fallen Farbabweichungen an: Albinos, gelbe und weiĂgraue Felle. Marderhunde unterliegen einem jahreszeitlichen Fellwechsel; das Winterfell und das Sommerfell gleichen in der Farbe einander, im Sommer ist es geringfĂŒgig heller, doch ist das Winterfell deutlich dichter und schwerer. Die KopfrumpflĂ€nge der Tiere betrĂ€gt etwa 65 bis 80 cm, hinzu kommen 15 bis 25 cm Schwanz; die LĂ€ufe sind sehr kurz.
Der allgemeine Fellcharakter erinnert an die als âHeaviesâ gehandelte, dichterbehaarte schwere QualitĂ€t des WaschbĂ€rfells.[7] âDas Fell wĂ€re bei seinem weichen Unterhaar, das an Dichte das jedes anderen Hundes ĂŒbertrifft, ungemein wertvoll, wenn es nicht mit hĂ€rteren, gelblichbraunen und dunkel geringelten Grannenhaaren durchsetzt wĂ€re, die das Fell zottig und rauh machen.â heiĂt es 1968 in einem Pelzfachjournal.[5]
Der Haltbarkeitskoeffizient fĂŒr das Seefuchsfell wird mit 50 bis 60 Prozent angegeben.[Anmerkung 1][8] Bei einer Einteilung der Pelztiere in die Haar-Feinheitsklassen seidig, fein, mittelfein, gröber und hart wird das Seefuchshaar als mittelfein eingestuft.[9]
Handel
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Fell des Marderhundes ist seit Mitte des 19. Jahrhunderts im internationalen Handel. Trotzdem war das Tier auch dann noch auĂerhalb seiner Heimat lange Zeit recht unbekannt. Erst als 1929 begonnene Zuchtversuche in der staatlichen russischen Lehr- und Versuchsfarm fĂŒr Pelztierzucht, der Zoofarm Puschkino, zeigten, dass es sich beim Marderhund um ein ganz besonders leicht zu haltendes Pelztier handelt, tauchte er vermehrt in den zoologischen GĂ€rten auf. Obwohl er so sehr viel einfacher in der Haltung war als zum Beispiel die Nerze, spielte er in der Pelztierzucht wegen des niedrigen Fellpreises lange Zeit nur eine bescheidene Rolle, 1986 hieĂ es sogar: Die âFarmhaltung wurde wegen Unwirtschaftlichkeit eingestelltâ.[3][10] Erst die Wiederbelebung der Pelzbesatzmode zum Ende des 20. Jahrhunderts lieĂ die Zucht, diesmal sehr betrĂ€chtlich, wieder aufleben.
Entsprechend der frĂŒher im Pelzhandel ĂŒblichen Bezeichnung âSchuppenâ fĂŒr den WaschbĂ€r, wurde der Marder- oder WaschbĂ€rhund als âSchuppenhundâ bezeichnet.[11]


Im Handel befanden oder befinden sich die (Wild-)Herkommen:
- Tanuki aus Japan mit weichem RĂŒckenhaar (seidig), flacher Granne und kreuzförmig gezeichnetem Nacken und RĂŒcken; groĂe Felle (etwa 70 bis 80 cm), der Schwanz 15 bis 20 cm lang (!). Die besten, sehr feinen, fast seidigen Felle werden als âHokkokuâ bezeichnet. Bis gegen Mitte des 19. Jahrhunderts waren Tanuki in Japan noch sehr hĂ€ufig, durch rĂŒcksichtslose Bejagung gingen die Populationen zurĂŒck.[2] Die japanischen Seefuchsfelle gelten als die edelsten, nach Auskunft des deutschen Rauchwarenhandels sind jedoch seit mindestens 1990 keine Felle mehr bei uns im Handel.[12]
- Das Rohsortiment wurde in folgende Herkommen aufgeteilt:
- a) HokkaidĆ-Nambu (Yesso), sehr fein, fast seidig
- b) ĆshĆ« (Nördliches Hondo) â Kaga â best districts (B. D.) (ShinshĆ«, Nagano-po). Eine gute MittelqualitĂ€t (gleich den ShinshĆ«),[13] beste sind gegebenenfalls als Hokkuku im Handel.
- c) Average districts (A. D.). Centrals
- d) BanshĆ« (sĂŒdliches Hondo)
- e) Kyushu (einschlieĂlich Shikoku).
- Die Originalpartien enthielten meist 80 Prozent prima und 20 Prozent sekunda Sorten, die in drei QualitÀten sortiert wurden.[14][2]
- Amur; von hier kommen sehr gute QualitĂ€ten, Bachrach nennt sie âthe finest peltries of this typeâ, das bedeutet: ohne BerĂŒcksichtigung der japanischen Tanuki. Sie sind durchschnittlich gröĂer und dunkler im Haar als andere Sorten. Die Unterwolle ist so dicht, dass die Granne darin aufrecht steht und einen schönen Kontrast zum Unterhaar bildet. Gehandelt wurden sie ĂŒber Chabarowsk am Amur.[7]
- Mandschurei; sehr groĂ und langhaarig aber nicht sehr feinhaarig; beste âHo-Lung-hoâ. Die nördlichen QualitĂ€ten kommen der Armurware am nĂ€chsten. SĂŒdliche Felle wurde 1936 ein Viertel geringer bewertet als die aus der Armurgegend. Der Handelsweg fĂŒr die nördlichen Vorkommen fĂŒhrte ĂŒber Harbin, fĂŒr die sĂŒdlichen ĂŒber Mukden.[7]
- Korea; sehr groĂe Felle; sehr langhaarig, jedoch grobstrĂ€hnig, eine geringer geschĂ€tzte Sorte des nördlichen Typs.
- Ost-Sibirien, sehr groĂ bis etwa 80 cm; gut rauch, teils seidig. GelbbrĂ€unlich mit weiĂgrau und schwarzbraun.
- Russland (ussurische); Felle aus russischem Gebiet werden im FellgroĂhandel als Seefuchs bezeichnet. Sie haben fast keine Unterwolle, sind langgrannig, stachlig.
- Der russische Standard nennt nur ein Herkommen, Ussurische, das in drei QualitĂ€ten, 1. (vollhaarig), 2. (weniger vollhaarig) und 3. Sorte (dĂŒnnhaarig) angeboten wird.[3][15][7]
- China; aus Zentralchina aus den Provinzen Hubei und Sichuan, der Handelsweg ging ĂŒber Hankou, sowie aus der Provinz Anhui, gehandelt ĂŒber Shanghai. Die QualitĂ€t und der Anfall von Fellen aus SĂŒdchina war sehr gering.[7]
- Finnland, 1955 erscheinen in Pelzfachzeitschriften die ersten Berichte ĂŒber aus Russland eingewanderte, dort in manchen Landesteilen kĂŒnstlich angesiedelte Marderhunde.[16]
Die Felle werden rund abgezogen angeliefert, mit dem Haar nach innen oder nach auĂen.
Derzeit werden hauptsÀchlich gehandelt (aus Zuchten):
- Finnraccoon aus Skandinavien (groĂe Felle; dichte Unterwolle, groĂes Haarvolumen, grannig). Finnland ist der derzeit gröĂte Produzent von Seefuchsfellen (2011).
- Es werden drei Typen unterschieden[17]:
- Finnraccoon
- Arctic Finnraccoon (langhaarig, dichte graue Unterwolle, beige-braunes Grannenhaar, rustikale Optik)
- White, Whiteraccoon (naturweiĂ, ideal zum FĂ€rben auf alle Modefarben).
- Die Sortierung erfolgt
- nach Farben[18]: 3x Dark â 2x Dark â x Dark â Dark, Medium, Pale â x Pale â 2x Pale â 3x Pale â 4x Pale, White.
- zusÀtzlich nach der Reinheit der Farben: Clarity I, II, III und IV.[19]
- nach GröĂen[20]:
| GröĂe | bis cm | GröĂe | bis cm | GröĂe | bis cm | GröĂe | bis cm | GröĂe | bis cm | GröĂe | bis cm | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 88 | 0 | 97 | 20 | 106 | 30 | 115 | 40 | 124 | 50 | 133 | |||||
- Chinese raccoon (klein bis mittelgroĂ, langgrannig, wenig Unterwolle (flattrig), gelbbraun).
Namen des Marderhundes in der Rauchwarenbranche
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Pelzfachliteratur nennt eine Vielzahl, gröĂtenteils unzutreffende beziehungsweise irrefĂŒhrende Namen, die fĂŒr den Marderhund im Zusammenhang mit dem Fell gebraucht wurden (alphabetisch):
Amur-WaschbÀr[7], Amur-Wolf[21], Asiatischer Kreuzfuchs[21], Asiatischer WaschbÀr[21], Badger[22], Chinesischer Kreuzfuchs[21], Chinese Cross Wolf[21], Chinesischer Japanwolf[23], Chinesischer WaschbÀr (Chinese Raccoon)[15], Chinesischer Wolf[21], Enot (Enok)[15], Finnraccoon[1], Japanese Cross Wolf[21], Japanfuchs[14], Japanischer Fuchs[7], Japanischer Marderhund[14], Japanischer Kreuzfuchs[21], Japanischer WaschbÀr (Japanese Raccoon)[7], Japanischer Wolf[21], Mukden-WaschbÀr[21], Mu(r)mansky (2013), Obstfuchs[15], Russischer WaschbÀr (Russian Raccoon)[7], Seefuchs[14], Tanuki (japanisch= Dachs)[14], Ussurischer WaschbÀr[15], Viverrenhund[15], WaschbÀrfuchs.[21]
FrĂŒhe Bestrebungen von deutschen Rauchwarenfachleuten zielten daraufhin, die Bezeichnung Tanuki nur fĂŒr die HokkaidĆ (Nyctereutes p. viverriensis), die fellmĂ€Ăig beste Sorte des japanischen WaschbĂ€rhundes, zu verwenden. Alle anderen Sorten sollten zoologisch korrekt als Marderhundfell gehandelt werden.[14] Da im internationalen Pelzfellhandel das Fell inzwischen jedoch als Finnraccoon, Russian Raccoon u. s. w. auf den Auktionen angeboten wird, hat sich dies nicht durchsetzen können.
Verarbeitung, Verwendung
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In Japan wurde das Seefuchsfell frĂŒher zur Herstellung von BlasebĂ€lgen, fĂŒr WintermĂŒtzen und zum Schmuck von Trommeln verwendet, das wohlschmeckende Fleisch wurde sehr geschĂ€tzt. Die Verwendung erfolgt heute fast ausschlieĂlich zu MĂŒtzen und anderen kleinen PelzbekleidungsstĂŒcken, zu BesĂ€tzen, insbesondere auch zu VerbrĂ€mungen von Damenkapuzen und wegen seiner rustikal wirkenden, dem Coyotenfell Ă€hnlichen Haarstruktur auch viel fĂŒr Herrenkapuzen. Seltener wird das Seefuchsfell zu Jacken, ganz selten zu MĂ€nteln verarbeitet. Meist wird es in seiner natĂŒrlichen Farbe belassen, gelegentlich wird es auch gebleicht. Zum FĂ€rben eignen sich besonders gut naturweiĂe Mutationsfelle, die vor allem fĂŒr VerbrĂ€mungen von Stoffjacken und MĂ€ntel verwendet werden. Um 1900 diente Seefuchsfell, blau oder schwarz eingefĂ€rbt als Ersatz fĂŒr WaschbĂ€r und Skunks, hellgraugefĂ€rbt als Silberfuchsimitation oder aber entsprechend umgefĂ€rbt als Kreuzfuchsersatz. Noch 1930 wurde es als Besatzmaterial hauptsĂ€chlich gefĂ€rbt verwendet.[23][4][24] Eine relativ neue Arbeitstechnik ist das ganzfellige Luftgalonieren. HierfĂŒr werden die Felle engmaschig eingeschnitten und zu einem Gitter auseinandergezogen und bei einem erheblichen FlĂ€chenzuwachs so fixiert.
Die Felle werden heute kaum noch gerupft, also ohne das harte Grannenhaar, verarbeitet, frĂŒher verwendete man in Japan die ausgerupften Grannen zu Pinseln, aus den dabei anfallenden samtigen Fellen wurden Pelzinnenfutter hergestellt.[22]
FĂŒr die Techniken der Fellverarbeitung siehe bei â Rotfuchsfell und â Silberfuchsfell.
- Luftgalonieren beim Seefuchs
- Einschneiden des Leders mit einem Luftgalonier-SchneidegerÀt
- Geschnittenes Seefuchsfell
- In Streckrahmen zum Trocknen gespannte Felle
- Ausschnitt des gespannten Fells von der Lederseite
- Luftgalonierter Seefuchsschal


Zahlen, Fakten
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1864 bis 1950
| Weltanfall von Seefuchsfellen[2] | ||
|---|---|---|
| Jahr | Felle | Quelle |
| 1864 | - | Lomer |
| 1900 | 200.000 | Larisch/Schmidt |
| 1923/24 | 400.000 | Emil Brass |
| 1930 | 155.000 | IPA â Internationale Pelzfach-Ausstellung, Leipzig |
| 1950 | 500.000 | Alexander Tuma; Fritz Schmidt[10][25] |
- 1890 betrug der Preis fĂŒr ein Seefuchsfell (Japanfuchs) (Rotfuchsfellpreise zum Vergleich): 3,50Â M. (amerikanischer, dunkler Rotfuchs 12,-); 1900: 6,00Â M. (Rotfuchs 37,-), 1910: 17Â Mark (Rotfuchs 68,-).[22]
- FĂŒr die Jahre 1907â1909 wurde der durchschnittliche Anfall an Seefuchsfellen, ausschlieĂlich Wildware, mit 80.000 fĂŒr Japan, 150.000 fĂŒr China und 30.000 fĂŒr Korea angegeben. Von den in Shanghai jĂ€hrlich auf den Markt gelangten 150.000 Fellen wurde etwa ein Drittel im Land selbst verbraucht, ein Drittel ging nach Japan und eines nach Europa.[22]
- Vor 1931 kamen aus Japan jĂ€hrlich 35.000 bis 40.000 Felle, der Gesamtanfall betrug etwa 60.000 StĂŒck.[26]
- 1935 wurden in England erstmals 5 âjapanische FĂŒchseâ als Grundlage einer Pelztierzucht geboren, deren Eltern im Jahr zuvor aus Russland importiert worden waren, im folgenden Jahr waren es 9 Jungtiere.[27]
- Vor 1944 betrug der Höchstpreis fĂŒr naturfarbene und gefĂ€rbte Seefuchsfelle 55 RM.[28]
- 1953â1961 belief sich der Anfall an Wildware im europĂ€ischen Teil der damaligen Sowjetunion auf zwischen 30.000 und 70.000 Felle.[15]
- 1988 fielen aus Zuchtfarmen, ĂŒberwiegend in Finnland, 70.000 Felle an, in der Saison 2009/10 in Skandinavien etwa 80.000.[15][29]
Anmerkung
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- â Die angegebenen vergleichenden Werte (Koeffizienten) sind das Ergebnis vergleichender PrĂŒfung durch KĂŒrschner und RauchwarenhĂ€ndler in Bezug auf den Grad der offenbaren Abnutzung. Die Zahlen sind nicht eindeutig, zu den subjektiven Beobachtungen der Haltbarkeit in der Praxis kommen in jedem Einzelfall Beeinflussungen durch Pelzzurichtung und Pelzveredlung sowie zahlreiche weitere Faktoren hinzu. Eine genauere Angabe könnte nur auf wissenschaftlicher Grundlage ermittelt werden. Die Einteilung erfolgte in Stufen von jeweils 10 Prozent. Die nach praktischer Erfahrung haltbarsten Fellarten wurden auf 100 Prozent gesetzt.
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1 2 Winckelmann Sales Report, Copenhagen, 29. Juni 2007, Winckelmann Verlag, Frankfurt/Main
- 1 2 3 4 Paul Schöps u. a.: Der Marderhund. In: Das Pelzgewerbe Jg. VI / Neue Folge, 1955 Nr. 2, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Leipzig, S. 49â53
- 1 2 3 4 Dr. Heinrich Dathe, Dr. Paul Schöps, unter Mitarbeit von 11 Fachwissenschaftlern: Pelztieratlas. VEB Gustav Fischer Verlag Jena, 1986, S. 141â144
- 1 2 Friedrich Lorenz: Rauchwarenkunde, 4. Auflage. Verlag Volk und Wissen, Berlin 1958, S. 85â86
- 1 2 Dr. M. Gorgas: Der Marderhund und seine Ausbreitung in Europa. In Das Pelzgewerbe 1968 Jg. XIX Neue Folge Nr. 1, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Köln u. a., S. 9â17
- â Heinz Möbius: Der Marderhund (Canis - Nyctereutes procyonoides) als Pelztier. Inaugural-Dissertation an der VeterinĂ€rmedizinischen FakultĂ€t der Karl-Marx-UniversitĂ€t Leipzig, 1960. S. 73, 78. â Titelblatt.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Max Bachrach: Fur. A Practical Treatise. F Verlag Prentice-Hall, Inc., New York 1936. S. 314â318 (englisch)
- â Dr. Paul Schöps; Dr. H. Brauckhoff, Stuttgart; K. HĂ€se, Leipzig, Richard König, Frankfurt/Main; W. Straube-Daiber, Stuttgart: Die Haltbarkeitskoeffizienten der Pelzfelle in Das Pelzgewerbe, Jahrgang XV, Neue Folge, 1964, Nr. 2, Hermelin Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin, Frankfurt/Main, Leipzig, Wien, S. 56â58
- â Paul Schöps, Kurt HĂ€se: Die Feinheit der Behaarung - Die Feinheits-Klassen. In: Das Pelzgewerbe Jg. VI / Neue Folge, 1955 Nr. 2, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Leipzig, Berlin, Frankfurt am Main, S. 39â40
- 1 2 Dr. Fritz Schmidt: Das Buch von den Pelztieren und Pelzen. F. C. Mayer Verlag, MĂŒnchen 1970, S. 218â221
- â Willy Scharrmann: Mandschurische Rauchwaren. In: Der Rauchwarenmarkt Nr. 23, 16. Juni 1939, S. 6.
- â Firma Ofra, Frankfurt am Main, Herr Hardt
- â Alexander Tuma: Pelz-Lexikon. Pelz- und Rauhwarenkunde, Band XX. Alexander Tuma, Wien 1950, S. 24, Stichwort âNagano-Poâ.
- 1 2 3 4 5 6 âO. L., Leipzigâ.: Die Hauptarten des Marderhundes oder Seefuchses. In: Der Rauchwarenmarkt Nr. 60, Leipzig, 22. August 1934, S. 3â4.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 Christian Franke/Johanna Kroll: Jury FrĂ€nkelâs Rauchwaren-Handbuch 1988/89. 10. ĂŒberarbeitete und ergĂ€nzte Neuauflage, Rifra-Verlag Murrhardt, S. 162â164
- â Fritz Schmidt: Marderhunde (SeefĂŒchse) in Ost-Europa. In: Das Pelzgewerbe, Jg. VI / Neue Folge, 1955 Nr. 1, Hermelin-Verlag Dr. Paul Schöps, Berlin und Leipzig; S. 29â29
- â sagafurs.com: Grading-type (englisch), abgerufen am 24. Februar 2012 ( des vom 20. Januar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â sagafurs.com: Grading finnraccoon colour (englisch), abgerufen am 24. Februar 2012 ( des vom 21. MĂ€rz 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â sagafurs.com: Grading finnraccoon clarity (englisch), abgerufen am 24. Februar 2012 ( des vom 20. Januar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- â sagafurs.com: Grading finnraccoon size (englisch), abgerufen am 24. Februar 2012 ( des vom 4. Januar 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemÀà Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 Arthur Samet: Pictorial Encyclopedia of Furs. Arthur Samet (Book Division), New York 1950, S. 311â312 (englisch)
- 1 2 3 4 Emil Brass: Aus dem Reiche der Pelze. Verlag der âNeuen Pelzwaren-Zeitung und KĂŒrschner-Zeitungâ, Berlin 1911, S. 352, 358â359, 471â474
- 1 2 Hermann Deutsch: Die moderne KĂŒrschnerei. Handbuch fĂŒr den KĂŒrschner, FĂ€rber, Bleicher, Zuschneider und KonfektionĂ€r. A. Hartlebenâs Verlag, Wien und Leipzig, 1930. S. 137
- â Paul Cubaeus, âpraktischer KĂŒrschner in Frankfurt am Mainâ: Das Ganze der KĂŒrschnerei. GrĂŒndliches Lehrbuch alles Wissenswerthen ĂŒber Waarenkunde, Zurichterei, FĂ€rberei und Verarbeitung der Pelzfelle. A. Hartlebenâs Verlag, Wien, Pest, Leipzig 1891, S. 68
- â Alexander Tuma: Pelzlexikon XIX. Band Kaninhaar - Mittelbetrieb, Verlag Alexander Tuma, Wien 1950, Stichwort âMarderhundâ
- â Aladar Kölner: Chinesische, mandschurische und japanische Pelzfelle. In: Rauchwarenkunde â Elf VortrĂ€ge aus der Warenkunde des Pelzhandel. Verlag Der Rauchwarenmarkt, Leipzig 1931, S. 110â111
- â âM. K.â: Japanische FĂŒchse in England. In: Der Rauchwarenmarkt Nr. 24, Leipzig, 21. August 1936, S. 2.
- â Friedrich Malm, August Dietzsch: Die Kunst des KĂŒrschners. Fachbuchverlag Leipzig 1951, S. 64.
- â Saga Furs: Saga Finnraccoon, abgerufen am 24. Februar 2012