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Großer Preis von Großbritannien 1994

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
 Großer Preis von Großbritannien 1994
Renndaten
8. von 16 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1994
Streckenprofil
Name: XLVII British Grand Prix
Datum: 10. Juli 1994
Ort: Silverstone
Kurs: Silverstone Circuit
Länge: 303,42 km in 60 Runden à 5,057 km
Pole-Position
Fahrer: Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault
Zeit: 1:24,960 min
Schnellste Runde
Fahrer: Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault
Zeit: 1:27,100 min (Runde 11)
Podium
Erster: Vereinigtes Konigreich Damon Hill Vereinigtes Konigreich Williams-Renault
Zweiter: Frankreich Jean Alesi Italien Ferrari
Dritter: Finnland Mika Häkkinen Vereinigtes Konigreich McLaren-Renault

Der Große Preis von Großbritannien 1994 (offiziell XLVII British Grand Prix) fand am 10. Juli auf dem Silverstone Circuit in Silverstone statt und war das achte Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 1994.

Nach dem Großen Preis von Frankreich führte Michael Schumacher in der Fahrerwertung mit 37 Punkten vor Damon Hill und mit 49 Punkten vor Gerhard Berger. In der Konstrukteurswertung führte Benetton mit 31 Punkten vor Ferrari und mit 36 Punkten vor Williams.

Vor dem Rennwochenende gab es einen Fahrerwechsel: Nigel Mansell kehrte nach seinem vorherigen Auftritt zurück zu seinen CART-Verpflichtungen und wurde durch David Coulthard bei Williams ersetzt.

Es trat kein ehemaliger Sieger zu diesem Grand Prix an.

Schumacher fuhr im ersten Training in 1:27,432 Minuten die schnellste Zeit vor Rubens Barrichello und Ukyō Katayama.[1]

Im zweiten freien Training war dann Berger in 1:25,349 Minuten Schnellster vor Schumacher und Hill.[2]

Hill holte sich zum zweiten Mal in dieser Saison und in Folge mit 1:24,960 Minuten die Pole-Position vor Rückkehrer Schumacher und Berger. Paul Belmondo und Betrand Gachot im Pacific scheiterten erneut an der Qualifikation.[3]

In der Einführungsrunde überholte Schumacher Hill zweimal (einmal beim Verlassen der Startaufstellung und dann noch einmal im weiteren Verlauf der Runde), bevor er zurückfiel und seinen zweiten Startplatz einnahm.

Coulthard geriet beim Start ins Stocken und musste vom Ende der Startaufstellung starten. Dies führte zu einer weiteren Einführungsrunde, in der Eddie Irvines Auto eine Panne hatte. Auch in dieser zweiten Einführungsrunde überholte Schumacher Hill zweimal. Der Peugeot-V10-Motor im McLaren MP4/9 von Martin Brundle versagte beim zweiten Start in einem gewaltigen Feuerball.

In Runde 14 wurde Schumacher eine Stop-and-Go-Strafe von fünf Sekunden auferlegt, weil er Hill in der ersten Einführungsrunde unerlaubterweise überholt hatte. Bis zur 21. Runde schaffte er es nicht, die Strafe abzusitzen, woraufhin ihm die schwarze Flagge gezeigt wurde und er gezwungen war, sofort an der Box anzuhalten. Schumacher nahm die schwarze Flagge nicht zur Kenntnis und bekam sie in den beiden nächsten beiden Runden erneut gezeigt. Später behauptete er, er habe sie nicht gesehen. Benetton teilte den Rennleitern mit, dass es ein Missverständnis bezüglich der Fünf-Sekunden-Stop-Go-Strafe gegeben habe, und nachdem sie das Problem mit dem Team besprochen hatten, zogen die Offiziellen die schwarze Flagge zurück und Schumacher verbüßte schließlich die Stop-and-Go-Strafe am Ende der 27. Runde.

Hill gewann das Rennen schlussendlich vor Schumacher und Jean Alesi. Mika Häkkinen und Barrichello kollidierten im Kampf um den vierten Platz in der letzten Kurve. Barrichello fuhr mit seinem beschädigten Auto an die Box, ohne zu merken, dass er sich in der letzten Runde befand. Dies ermöglichte es Häkkinen, über die Ziellinie zu fahren, bevor Barrichello sie erreichte, obwohl sein Auto stärker beschädigt war. Dahinter erzielte Katayama seinen letzten Punkt.[4]

Nach dem Rennen

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Nach dem Rennen verhängten die Sportkommissare gegen Benetton eine Geldstrafe von 25.000 US-Dollar und erteilten dem Team und seinem Fahrer Schumacher einen strengen Verweis, weil sie Schumachers Stop-and-Go-Strafe von fünf Sekunden und die anschließende schwarze Flagge ignoriert hatten. Am 26. Juli erhöhte der FIA World Motorsport Council die Strafe auf eine Geldstrafe von 500.000 US-Dollar für das Team und eine Sperre für zwei Rennen für Schumacher. Der WMSC disqualifizierte Schumacher auch von seinem zweiten Platz. Die Strafe wurde im Berufungsverfahren am 30. August bestätigt.[5] Die Sperre galt für den Großen Preis von Italien und den Großen Preis von Portugal.

In der Fahrerwertung blieb Schumacher vor Hill in Führung. Neuer Dritter war Alesi. In der Konstrukteurswertung übernahm Williams den zweiten Platz von Ferrari. Benetton blieb hier in Führung.

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
 Rothmans Williams Renault 0  Damon Hill Williams FW16 Renault 3.5 V10 G
2  David Coulthard
 Tyrrell 3  Ukyō Katayama Tyrrell 022 Yamaha 3.5 V10 G
4  Mark Blundell
 Mild Seven Benetton Ford 5  Michael Schumacher Benetton B194 Ford Zetec-R 3.5 V8 G
6  Jos Verstappen
 Marlboro McLaren Peugeot 7  Mika Häkkinen McLaren MP4/9 Peugeot 3.5 V10 G
8  Martin Brundle
 Footwork Ford 9  Christian Fittipaldi Footwork FA15 Ford HB 3.5 V8 G
10  Gianni Morbidelli
 Team Lotus 11  Alessandro Zanardi Lotus 107C Mugen-Honda 3.5 V10 G
12  Johnny Herbert
 Sasol Jordan 14  Rubens Barrichello Jordan 194 Hart 3.5 V10 G
15  Eddie Irvine
 Tourtel Larrousse F1 19  Olivier Beretta Larrousse LH94 Ford HB 3.5 V8 G
20  Érik Comas
 Minardi Scuderia Italia 23  Pierluigi Martini Minardi M193B Ford HB 3.5 V8 G
24  Michele Alboreto
 Ligier Gitanes Blondes 25  Éric Bernard Ligier JS39B Renault 3.5 V10 G
26  Olivier Panis
 Scuderia Ferrari SpA 27  Jean Alesi Ferrari 412T1 Ferrari 3.5 V12 G
28  Gerhard Berger
 Broker Sauber Mercedes 29  Andrea de Cesaris Sauber C13 Mercedes-Benz 3.5 V10 G
30  Heinz-Harald Frentzen
 MTV Simtek Ford 31  David Brabham Simtek S941 Ford HB 3.5 V8 G
32  Jean-Marc Gounon
 Pacific Grand Prix Ltd 33  Paul Belmondo Pacific PR01 Ilmor 3.5 V10 G
34  Bertrand Gachot

Klassifikationen

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Pos. Fahrer Konstrukteur Q1 Q2 Start
1  Damon Hill  Williams-Renault 1:26,894 1:24,960 1
2  Michael Schumacher  Benetton-Ford 1:26,323 1:24,963 2
3  Gerhard Berger  Ferrari 1:26,738 1:24,980 3
4  Jean Alesi  Ferrari 1:26,891 1:25,541 4
5  Mika Häkkinen  McLaren-Peugeot 1:27,983 1:26,268 5
6  Rubens Barrichello  Jordan-Hart 1:27,890 1:26,271 6
7  David Coulthard  Williams-Renault 1:27,698 1:26,337 7
8  Ukyō Katayama  Tyrrell-Yamaha 1:27,936 1:26,414 8
9  Martin Brundle  McLaren-Peugeot 1:28,224 1:26,768 9
10  Jos Verstappen  Benetton-Ford 1:29,142 1:26,841 10
11  Mark Blundell  Tyrrell-Yamaha 1:28,510 1:26,920 11
12  Eddie Irvine  Jordan-Hart 1:27,890 1:27,065 12
13  Heinz-Harald Frentzen  Sauber-Mercedes 1:27,284 1:28,231 13
14  Pierluigi Martini  Minardi-Ford 1:28,517 1:27,522 14
15  Olivier Panis  Ligier-Renault 1:29,381 1:27,785 15
16  Gianni Morbidelli  Footwork-Ford 1:28,159 1:27,886 16
17  Michele Alboreto  Minardi-Ford 1:29,403 1:28,100 17
18  Andrea de Cesaris  Sauber-Mercedes 1:30,034 1:28,212 18
19  Alessandro Zanardi  Lotus-Mugen-Honda 1:29,240 1:28,225 19
20  Christian Fittipaldi  Footwork-Ford 1:28,816 1:28,231 20
21  Johnny Herbert  Lotus-Mugen-Honda 1:29,268 1:28,340 21
22  Érik Comas  Larrousse-Ford 1:30,274 1:28,519 22
23  Éric Bernard  Ligier-Renault 1:30,058 1:28,955 23
24  Olivier Beretta  Larrousse-Ford 1:29,971 1:29,299 24
25  David Brabham  Simtek-Ford 1:31,437 1:30,690 25
26  Jean-Marc Gounon  Simtek-Ford 1:31,225 1:30,722 26
DNQ  Bertrand Gachot[a 1]  Pacific-Ilmor 1:31,496 1:31,877 –
DNQ  Paul Belmondo[a 1]  Pacific-Ilmor 1:34,631 1:32,507 –

Anmerkungen

  1. 1 2 Da das Teilnehmerfeld auf 26 Wagen begrenzt war, scheiterten Gachot und Belmondo an der Qualifikation.
Pos Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde
1  Damon Hill  Williams-Renault 60 2 1:30:03,640 1 1:27,100 (11.)
2  Jean Alesi  Ferrari 60 1 + 1:08,128 4 1:29,181 (23.)
3  Mika Häkkinen  McLaren-Peugeot 60 1 + 1:40,659 5 1:29,406 (24.)
4  Rubens Barrichello  Jordan-Hart 60 2 + 1:41,751 6 1:29,197 (11.)
5  David Coulthard  Williams-Renault 59 2 + 1 Runde 7 1:27,889 (7.)
6  Ukyō Katayama  Tyrrell-Yamaha 59 2 + 1 Runde 8 1:29,556 (8.)
7  Heinz-Harald Frentzen  Sauber-Mercedes 59 1 + 1 Runde 13 1:29,695 (26.)
8  Jos Verstappen  Benetton-Ford 59 2 + 1 Runde 10 1:29,876 (8.)
9  Christian Fittipaldi  Footwork-Ford 58 1 + 2 Runden 20 1:30,683 (26.)
10  Pierluigi Martini  Minardi-Ford 58 1 + 2 Runden 14 1:31,481 (7.)
11  Johnny Herbert  Lotus-Mugen-Honda 58 1 + 2 Runden 21 1:31,711 (8.)
12  Olivier Panis  Ligier-Renault 58 3 + 2 Runden 15 1:29,993 (8.)
13  Éric Bernard  Ligier-Renault 58 2 + 2 Runden 23 1:30,769 (41.)
14  Olivier Beretta  Larrousse-Ford 58 1 + 2 Runden 24 1:31,253 (22.)
15  David Brabham  Simtek-Ford 57 2 + 3 Runden 25 1:32,986 (15.)
16  Jean-Marc Gounon  Simtek-Ford 57 1 + 3 Runden 26 1:33,127 (14.)
–  Michele Alboreto  Minardi-Ford 48 1 DNF 17 1:31,136 (17.)
–  Gerhard Berger  Ferrari 32 1 DNF 3 1:28,603 (18.)
–  Mark Blundell  Tyrrell-Yamaha 20 2 DNF 11 1:28,659 (13.)
–  Érik Comas  Larrousse-Ford 12 0 DNF 22 1:31,741 (12.)
–  Andrea de Cesaris  Sauber-Mercedes 11 0 DNF 18 1:32,368 (9.)
–  Gianni Morbidelli  Footwork-Ford 5 0 DNF 16 1:30,587 (4.)
–  Alessandro Zanardi  Lotus-Mugen-Honda 4 0 DNF Box 1:34,266 (4.)
–  Martin Brundle  McLaren-Peugeot 0 0 DNF 9 –
DNS  Eddie Irvine[# 1]  Jordan-Hart – – – 12 –
DSQ  Michael Schumacher[# 2]  Benetton-Ford 60 3 2 1:27,335 (8.)

Anmerkungen

  1. ↑ Irvine konnte nach einem Motorschaden in der Einführungsrunde nicht zum Rennen starten.
  2. ↑ Schumacher beendete das Rennen als Zweiter, wurde aber nachträglich wegen Ignorierens der schwarzen Flagge disqualifiziert.

WM-Stände nach dem Rennen

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Die ersten sechs Fahrer jedes Rennens bekamen 10, 6, 4, 3, 2 bzw. 1 Punkt(e).

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
1  Michael Schumacher Benetton-Ford 66
2  Damon Hill Williams-Renault 39
3  Jean Alesi Ferrari 19
4  Gerhard Berger Ferrari 17
5  Rubens Barrichello Jordan-Hart 10
6  Mika Häkkinen McLaren-Peugeot 8
7  Nicola Larini Ferrari 6
8  Martin Brundle McLaren-Peugeot 6
9  Heinz-Harald Frentzen Sauber-Mercedes 5
10  Ukyō Katayama Tyrrell-Yamaha 5
11  Karl Wendlinger Sauber-Mercedes 4
12  Mark Blundell Tyrrell-Yamaha 4
13  Pierluigi Martini Minardi-Ford 4
14  Andrea de Cesaris Jordan-Hart / Sauber-Mercedes 4
15  David Coulthard Williams-Renault 4
16  Christian Fittipaldi Footwork-Ford 3
17  Érik Comas Larrousse-Ford 1
18  Michele Alboreto Minardi-Ford 1
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
19  Eddie Irvine Jordan-Hart 1
20  JJ Lehto Benetton-Ford 1
21  Johnny Herbert Lotus-Mugen-Honda 0
22  Olivier Panis Ligier-Renault 0
23  Pedro Lamy Lotus-Mugen-Honda 0
24  Éric Bernard Ligier-Renault 0
25  Olivier Beretta Larrousse-Ford 0
26  Jos Verstappen Benetton-Ford 0
27  Alessandro Zanardi Lotus-Mugen-Honda 0
28  Jean-Marc Gounon Simtek-Ford 0
29  David Brabham Simtek-Ford 0
30  Roland Ratzenberger Simtek-Ford 0
–  Gianni Morbidelli Footwork-Ford 0
–  Bertrand Gachot Pacific-Ilmor 0
–  Ayrton Senna Williams-Renault 0
–  Paul Belmondo Pacific-Ilmor 0
–  Aguri Suzuki Jordan-Hart 0
–  Nigel Mansell Williams-Renault 0

Konstrukteurswertung

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Pos. Konstrukteur Punkte
1  Benetton-Ford 67
2  Williams-Renault 43
3  Ferrari 42
4  McLaren-Peugeot 14
5  Jordan-Hart 14
6  Sauber-Mercedes 10
7  Tyrrell-Yamaha 9
Pos. Konstrukteur Punkte
8  Minardi-Ford 5
9  Footwork-Ford 3
10  Larrousse-Ford 1
11  Lotus-Mugen-Honda 0
12  Ligier-Renault 0
13  Simtek-Ford 0
–  Pacific-Ilmor 0
Commons: Großer Preis von Großbritannien 1994 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

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  1. ↑ F1 - The Official Home of Formula 1® Racing. Abgerufen am 22. September 2026 (englisch).
  2. ↑ F1 - The Official Home of Formula 1® Racing. Abgerufen am 22. September 2026 (englisch).
  3. ↑ Großer Preis von Großbritannien 1994 - Startaufstellung - Formel-1-Datenbank. Abgerufen am 15. Januar 2024.
  4. ↑ Großer Preis von Großbritannien 1994 - Klassifikation - Formel-1-Datenbank. Abgerufen am 15. Januar 2024.
  5. ↑ Ross Brawn: Silverstone 1994 war ein Missverständnis. Abgerufen am 15. Januar 2024.