Das Elefantentor ist einer von zwei Ăśffentlichen Haupteingängen des Zoologischen Gartens Berlin. Es steht an der Budapester StraĂe im Ortsteil Tiergarten des Bezirks Mitte, in unmittelbarer Nähe zum Zoo-Aquarium. Das von 1983 bis 1984 im ostasiatischen Stil errichtete Tor erhält seinen Namen durch zwei lebensgroĂe liegende Elefanten aus Sandstein, die ein Pagodendach aus rotem Holz, goldenen Ornamenten und grĂźnglasierten Ziegeln tragen. Die Rekonstruktion basiert auf dem gleichnamigen Originalbau aus dem Jahr 1899, der während des Zweiten Weltkriegs zerstĂśrt wurde. Heute zählt das Tor zu den Wahrzeichen des Zoologischen Gartens und steht unter Denkmalschutz. â zum Artikel...
Berlin liegt in einer von der Eiszeit geformten Landschaft â vom Berliner Urstromtal und den Hochflächen von Barnim und Teltow bis zu den zahlreichen Seen, FlĂźssen und Bächen. Zugleich ist die Natur der Stadt in hohem MaĂe durch den Menschen geformt: Parks, Gärten, Forsten, Kanäle und auch brachgefallene Flächen bilden vielfältige urbane Lebensräume. In ihnen haben sich zahlreiche Pflanzen- und Tierarten als sogenannte Kulturfolger an die besonderen Bedingungen der GroĂstadt angepasst. Berlin zeichnet sich durch eine lange Tradition in der Naturforschung aus, die sich in Einrichtungen wie dem Naturkundemuseum, dem Botanischen Garten und dem Zoologischen Garten Berlin sowie in PersĂśnlichkeiten wie die Forschungsreisenden Alexander von Humboldt und Leopold von Buch widerspiegelt. Der Stadtstaat Berlin besteht aus insgesamt 12 Bezirke, die wiederum in insgesamt 96 Ortsteile unterteilt sind. Innerhalb der Ortsteile existieren Ăźber 400 Wohnviertel, sogenannte Kieze. Sie bilden keine politischen Verwaltungseinheiten, waren aber häufig historische DĂśrfer oder Siedlungen, die erst im Jahr 1920 zu GroĂ-Berlin eingemeindet wurden.
BevÜlkerungswachstum und wiederholte Zuwanderungswellen prägen Berlin seit Jahrhunderten. Um 1800 lebten in der Stadt lediglich rund 170.000 Menschen; bereits 1877 ßberschritt Berlin die Marke von einer Million Einwohnern, und 1942 erreichte die Einwohnerzahl mit rund 4,4 Millionen ihren historischen HÜchststand. Migration nach Berlin hat dabei eine lange Geschichte. Sie reicht von der Ansiedlung der Hugenotten im 17. Jahrhundert ßber die Arbeits- und Binnenmigration des 19. Jahrhunderts bis zu den vielfältigen Einwanderungsbewegungen des 20. und 21. Jahrhunderts. Einen wichtigen Beitrag leisteten unter anderem polnische und italienische Arbeitsmigrantinnen und -migranten, die tßrkische Einwanderung seit den 1960er-Jahren sowie die vietnamesische Migration in die DDR. Hinzu kamen politische Flßchtlinge, Aussiedler und Spätaussiedler sowie Menschen, die infolge von Kriegen und politischen Krisen nach Berlin kamen. Besonders charakteristisch ist der Berliner Dialekt, der unter anderem durch mittelniederdeutsche, märkische und niederländische Einflßsse sowie durch die Sprachen verschiedener Zuwanderungsgruppen geprägt wurde. Typische Ausspracheweisen, Redewendungen und ein oft als direkt, pointiert und humorvoll wahrgenommener Sprachgebrauch sind zu festen Bestandteilen der Berliner Stadtkultur geworden. Darßber hinaus spiegelt sich die Einwanderungsgeschichte in einer vielfältigen Fest- und Veranstaltungskultur wider. Gleichzeitig stellt das anhaltende BevÜlkerungswachstum die Stadt vor erhebliche Herausforderungen. Der steigende Bedarf an Wohnraum, die Entwicklung der Miet- und Immobilienpreise, soziale Ungleichheiten und die zunehmende Verdichtung des Stadtraums gehÜren ebenso zu den zentralen Themen wie die Alterung der Gesellschaft und die Integration neu Zugewanderter. Fragen der Üffentlichen Sicherheit und Kriminalität werden dabei ebenfalls kontrovers diskutiert.
Einwohnerentwicklung, BevĂślkerungsforschung und BevĂślkerungsgruppen
1989: Feiernde Menschenmenge an der Berliner Mauer am Brandenburger Tor
Die Geschichte Berlins begann im Hochmittelalter mit den Handelsorten Berlin und KĂślln, die 1244 beziehungsweise 1237 erstmals urkundlich erwähnt wurden, obwohl der Raum schon deutlich frĂźher besiedelt war. Nach der Städteunion von 1309 und dem Zusammenschluss zur Doppelstadt 1432 wurde Berlin 1486 Residenz der Hohenzollern. Die Stadt erlitt im DreiĂigjährigen Krieg schwere RĂźckschläge. Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich Berlin unter dem GroĂen KurfĂźrsten sowie Friedrich dem GroĂen zu einer bedeutenden Residenz-, Aufklärungs- und Kulturstadt. Nach der franzĂśsischen Besatzung wuchs Berlin im 19. Jahrhundert rasant und wurde 1871 Hauptstadt des Deutschen Kaiserreichs sowie zu einer der grĂśĂten Industrie- und Wissenschaftsmetropolen Europas. Von 1919 bis 1945 war Berlin erst Hauptstadt der Weimarer Republik und anschlieĂend des nationalsozialistischen Deutschen Reiches. Terror und Holocaust wurden von hier aus maĂgeblich organisiert und geplant. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt schwer zerstĂśrt. Nach 1945 wurde Berlin in Ost- und West-Berlin geteilt, wobei Ost-Berlin Hauptstadt der DDR und West-Berlin unter Verwaltung der drei westlichen Alliierten stand; von 1961 bis 1989 trennte die Berliner Mauer beide Stadthälften.
Mit dem Mauerfall 1989 und der deutschen Wiedervereinigung 1990 wurde Berlin wieder gesamtdeutsche Hauptstadt und ist seit 1999 Sitz der wichtigsten Verfassungsorgane des Bundes.
Einzug Napoleons in Berlin am 27. Oktober 1806 (frz.: EntrĂŠe de NapolĂŠon Ă Berlin, 27 octobre 1806) ist ein Gemälde des franzĂśsischen Malers Charles Meynier (1763â1832) aus dem Jahr 1810. Das Historiengemälde stellt den Einzug Napoleons an der Spitze seiner Truppen durch das Brandenburger Tor nach den glänzenden Siegen bei Jena und Auerstedt auf seinem PreuĂenfeldzug dar. Am 27. Oktober 1806 schien die Sonne auf die Hauptstadt. Umgeben von seinen Truppen, Ăźbernahm Napoleon die Kontrolle Ăźber die Stadt. Der Blick zum Brandenburger Tor erfolgt vom Pariser Platz aus gesehen. Im Vordergrund der Einzug Napoleons mit zahlreichen Schaulustigen. Charles Meynier stellte als Militärmaler das Epos der Grande ArmĂŠe während des Kaiserreichs dar, dafĂźr nutzte er den in Berlin gleich nach Napoleons Sieg verlegten Text der offiziellen franzĂśsischen Verlautbarungen im 21. Bulletin de la Grande ArmĂŠe vom 28. Oktober 1806: âDer Kaiser hat gestern, den 27., feierlich Einzug in Berlin gehalten. Er war umgeben vom Prinzen von Neuchâtel, den Marschällen Davoust und Augereau, seinem GroĂmarschall des Palastes, seinem GroĂstallmeister und seinen Adjutanten. Marschall Lefebvre erĂśffnete den Marsch an der Spitze der kaiserlichen Garde zu FuĂ; die KĂźrassiere der Division Nansouty waren im Kampf unterwegs. Der Kaiser marschierte zwischen den Grenadieren und den Jägern zu Pferd seiner Garde. Er ging um drei Uhr nachmittags zum Palast hinunter; er wurde vom GroĂmarschall des Palastes, Duroc, empfangen. Eine ungeheure Menschenmenge war herbeigelaufen gekommen, die Allee von Charlottenburg nach Berlin ist sehr schĂśn; der Eingang durch dieses Tor ist prächtig. Der Tag war groĂartig. Das gesamte Korps der Stadt, präsentiert von General Hullin, dem Kommandanten des Ortes, kam zum Tor, um dem Kaiser die SchlĂźssel der Stadt zu Ăźbergeben. Dieses Korps ging dann zu S.M. Der General FĂźrst von Hatzfeld stand an der Spitze ...â Das Gemälde befindet sich heute in der Sammlung im Schloss Versailles (MusĂŠe national des châteaux de Versailles et de Trianon).
Umgang mit Berliner Geschichte, Geschichtsschreibung und Geschichtspräsentation
Museales Wohnzimmer in der Biedermeier-Ausstellung des Knoblauchhauses im Nikolaiviertel
Trotz starker ZerstĂśrungen im Zweiten Weltkrieg bewahrt Berlin bis heute zahlreiche sichtbare und unsichtbare Spuren seiner wechselvollen Geschichte unter anderem als Residenzstadt der Hohenzollern, industrielles Zentrum, deutsche Hauptstadt, Stätte des NS-Terrors und der deutschen Teilung im Kalten Krieg. An der Erforschung und Vermittlung der vielfältigen Berliner Stadtgeschichte sind heute vor allem Museen, Gedenkstätten, Historiker, sowie Stiftungen und Geschichts-Vereine beteiligt. Immer noch aufgearbeitet und diskutiert werden vor allem die unvollständige Entnazifizierung nach 1945 und der Umgang mit der NS- und SED-Diktatur. Die Präsentation auĂereuropäischer Artefakte im Humboldt Forum und den Staatliche Museen zu Berlin steht wegen der kolonialen Herkunft und zĂśgerlicher Restitutionen in der Kritik. Weiterhin umstritten ist auch der Wiederaufbau des Berliner Schlosses. Manche Ausstellungen widmen sich auch gegenwärtigen Themen wie der Gentrifizierung, sozialem Protest, rechter und linker Gewalt, Wohnungsnot und dem Bauboom nach der Wende.
Museen sowie Dauer- und Sonderausstellungen der letzten Jahre zur Stadtgeschichte
Archäologische Ausgrabungen 2010 an der Baustelle des kßnftigen U-Bahnhofs Rotes Rathaus unter anderem mit den Grundmauern des mittelalterlichen Berliner Rathauses
Berliner Stadtgebiet vor (dunkelrot) und nach 1920 (die rosa Fläche stellt das Berliner Stadtgebiet seit 1990 dar, das annähernd dem Gebiet nach dem GroĂ-Berlin-Gesetz entspricht)
 kandidiert als exzellenter bzw. lesenswerter Artikel oder informative Liste  Exzellenter Artikel  Lesenswerter Artikel  Informative Liste  Sehr kurzer Artikel  Zu ßberarbeitender Artikel  Artikel im Qualitätssicherungreview  Artikel im Review  Artikel in LÜschdiskussion